Fressen, Kunst und Puderquaste

Das war’s dann

…wohl mit Weihnachten. Und dieses Mal frage ich mich was es mit all dem Getue Wochen, ja Monate davor auf sich hat. Heute ist der zweite Weihnachtsfeiertag und morgen ist alles vorbei. Klappe zu, Affe tot.
Ich falle jedes Jahr erneut drauf herein und wenn alles vorbei ist, frage ich mich immer: War das schon alles?
Ja, das war schon alles. Ein einzig großer Konsumrausch. Ich bin da ja auch nicht ganz unschuldig. Ich gebrauche Weihnachten jedes Jahr auf’s neue als Entschuldigung mir Dinge anzuschaffen. Jetzt habe ich sie, und es ist nicht anders als vorher…

Eben sah ich eine große Loriot Retrospektive und der Sketch über die Familie die Weihnachten feiert. Ich habe an verschiedenen Stellen lauthals gelacht. “Zuerst schauen wir uns die Sendung im Ersten an, dann essen wir etwas , dann sagt Dickie sein Weihnachtsgedicht auf, dann packen wir die Geschenke aus und dann machen wir es uns richtig gemütlich.
Doch als Opa Hoppenstedt seine Mrschmusik Platte auf dem neuen Plattenspeiler abspielen will:
Opa, sei doch ein bisschen mehr gemütlich!
Wie sagte Sabine Christiansen über den Sketch? “Verordnete Gemütlichkeit.”
In mancher Hinsicht hielt mir dieser Sketch den Spiegel vor. Nichts war gemütlich, es war alles Stress pur. Und jetzt da es vorbei ist, fühle ich mich leer und ich frage mich was das alles sollte.

Ich habe es schon mehrfach geschrieben und auch von anderen immer wieder in der Vorweihnachtszeit gehört, dass ihnen dieses Jahr so gar nicht Weihnachten ist. Nun dieses Jahr hat es sich voll und ganz bewahrheitet.

Und nächstes Jahr?
The same procedure as every year.
Irgend etwas stimmt da nicht.

3 Kommentare

  1. Georges

    Hm, diese Gedanken sind mir heute auch durch den Kopf gegangen. Liegt es am Alter respektiv Älterwerden? Oder an der Umwelt (im Sinn von Umfeld) in der wir älter werden? Manchmal habe ich den Eindruck, dass alles immer schneller geht/dreht/wird. Oder begreife ich nur langsamer als vorher?

  2. Joël

    Ich habe mich das auch gefragt ob es vielleicht am Alter liegt. Zum Teil wahrscheinlich schon. Ich merke eh seit ein paar Jahren, dass meine Wahrnehmung sich verändert und viele Dinge nicht aus meine Sicht verändern, obwohl sie es augenscheinlich nicht tun.

  3. Thierry

    Ich glaube nicht, dass es am Alter liegt. Ich bin halb so alt wie ihr.

    Ich mag die letzten paar Wochen vor Weihnachten. Ich mag es, wie sich manche Leute auf dieses Fest freuen, und davon manchmal etwas auf mich abfärbt. Ich mag es, mit einer Tasse heißer Schokolade gemütlich durch die Stadt zu spazieren, und die Leute an mir vorbei laufen zu lassen. Aber Weihnachten selbst? Damit konnte ich mich noch nie anfreunden. Es gibt nur ein Weihnachten, an das ich gerne zurückdenke, was auf 22 Jahre wohl kein guter Durchschnitt sein dürfte.
    Die Weihnachtstage sind meiner Erfahrung nach so gut und schlecht wie alle anderen Tage des Jahres auch – es gab dieses Jahr zwei Todesfalle in meinem Umfeld, und am 26. selbst sah ich einen meiner besten Freunde seinen Vater zu Grabe tragen. Wieso solte das Leben auch mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr am 25. un 26. Dezember innehalten?

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