Fressen, Kunst und Puderquaste

Weltreise Tag 62: Blick in den Spiegel

Der größte blaue Fleck der während einer Blutabnahme entstand. Es gab noch viele andere, aber das war der spektakulärste. Ein bisschen weiter unten an Oberarm sieht man noch den letzten Rest der Vene die irgendwann den Katheter nicht mehr wollte.

Im Hotelzimmer habe ich drei große Spiegel hängen, die mir die letzten Tage sehr von nutzen waren wenn ich die Pflaster wechseln wollte. Der Bauch war immer noch geschwollen wegen der Gase und ich konnte nicht nach vorne bücken um zu sehen was ich da tat.
Als ich mich heute in einen von den besagten Spiegeln anschaute, entdeckte ich zum ersten mal Dinge an mir die einen alten Mann ausmachen. Es würde zu weit führen euch genau zu sagen was es war, aber der mir so vertraute Gesamteindruck, war anders.
‘Hirngespinste, dachte ich noch, doch jetzt da ich es niederschreibe… Ich werde es im Auge behalten.

Am Morgen hatte ich einen weiteren Termin in der Klinik. Es ging schon damit los, dass die Versicherung an Ort und Stelle das Taxi zur falschen Uhrzeit gebucht hatte. Also musste ich mir ein Taxi suchen und selbst bezahlen. Hinzu kommt dass die Taxifahrer keine Visa Karte nehmen, was dem Fehlen des 4G geschuldet ist. Also musste ich erst los und ein Geldautomaten suchen.
Natürlich war meine Chirurgin nicht da, natürlich stand sie im OP, natürlich war nicht klar wann sie Zeit für mich hätte und ob überhaupt. Die Sekretärin nahm die Sache dann in die Hand schrieb eine Erklärung vor, die die Ärztin zwischen zwei OP’s unterschrieb.

Und jetzt warte ich auf eine Antwort….
Wann geht’s nach hause?

7 Kommentare

  1. Claudine Muller

    Saluti Joël, hoffen vir dech dass du geschwenn – sou seier wie meiglech – kanns heem. Well wann een sou eng sch-Dezisioun schon huet missen huelen, dann well een och dass ett seier geet. Drecken dir Daumen an lo schons gud Rees

    • Joël

      Merci Claudine.

  2. Herr Rau

    Das mit dem Spiegel und dem Altern kenne ich auch. Noch gar nicht lange, erst so seit drei Jahren, aber seitdem immer öfter. Ich passe nach und nach mein Selbstbild an, weiß aber nicht, ob das sinnvoll ist.

    • Joël

      Danke Thomas!
      Es ist zwar kein großer Trost, dass ich damit nicht alleine bin, aber immerhin…. 🙂
      Ich werde mein Selbstbild dem aber nicht anpassen. Allein von Berufswegen geht das schon nicht.
      Ein Maskenbildner als Schaukelstuhlopa, der nur Werther’s Echte frisst geht gar nicht. 😉

  3. Herr Rau

    Bei mir geht das mit dem Selbstbild leichter. Elder statesman und so, graumelierter Seniorlehrer. Aber es meliert leider an der falschen Stelle, Teil des Problems.

    • Joël

      Man kann immer was machen. Das muss nicht mal aufwendig oder teuer sein.
      Ich mach dir einen Vorschlag, wenn ich sehe dass da was einreißt bei dir oder deine Mitbewohnerin sich beschwert, werde ich dir Nachhilfeunterricht geben. 😉
      Deal?

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