Fressen, Kunst und Puderquaste

In den Cevennen Tag 3: Aufmerksamkeit, Kunst, Völlerei und andere Tugenden

So in etwa hört es sich an, wenn die A. in Flip Flops durch die Gegend marschiert. Ihr Bruder schickte ihr das Video und wir lagen alle am Boden vor Lachen. Bei der Hitze die am Nachmittag vorherrschte, ein schweißtreibender Vorgang.

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Dabei ging der Tag mit angenehmeren Temperaturen los. Es war Markttag im nächstgrößeren Dorf.

Eine Musikkapelle marschierte zwischen den Ständen umher und spielte Lambada und In the Navy.
Irgendwann spielten sie auch “Griechischer Wein” von Udo Jürgens, was mich stutzig machte, denn ich wüsste nicht wer das Lied auf französisch gesungen hätte. Eine Recherche ergab dass die Melodie mit französischem Text die Hymne des Rugby Clubs La Peña Baiona ist. Zu sehen ist das in diesem Video. Aber die Melodie ist eindeutig von Udo Jürgens. Keine Ahnung wann das geschah und wie die auf die Melodie kamen. Die Forumsseite auf der ich die paar spärlichen Infos fand, ist fast 10 Jahre alt.

Wir kauften Käse, Wein, Obst und Gemüse und alles was wir so brauchen werden um über das Wochenende zu kommen.

Am Nachmittag wurde die Hitze dann unerträglich, da nicht der geringste Hauch eines Lüftchens wehte und ich war für jede kleine Wolke dankbar die sich vor die Sonne schob. Ich verbrachte ihn mit ausführlichem Bloggen und und Internet, sowie lesen des neuen Buches von Ferdinand von Schirach, Strafe.

Und ich kann nur wieder bestätigen dass zumindest die ersten vier Geschichten sich ganz in die Reihe der anderen Bücher Schuld und Verbrechen einfügt und genau den gleichen distanzierten Ton trifft, den er schon davor hatte. Doch genau das macht die Geschichten so außergewöhnlich und lässt sie derart unter die Haut gehen.

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Später dann, als es ein wenig abgekühlt hatte gingen wir gemeinsam zur Dorfmitte, da eine Fotoausstellung begonnen hatte. Das was ich sah waren sehr viele Amateurfotographien. Es waren vor allem Naturaufnahmen aus der Gegend.
Wenn ich es mit dem restlichen Aufwand verbinde das dieses winzig kleine Dorf betreibt um nicht  vollends unterzugehen, und sich zumindest ein paar kleine Privilegien zu bewahren wie zum Beispiel ein Bäcker, eine Épicerie, ein Bar Tabac, einen winzig kleinen Markt am Freitag Morgen, dann kann ich nur den Hut vor den Einwohnern ziehen. Das größte Hightlight des Dorfes ist ein Jazzfestival das nächste Woche stattfindet und von ich auch schon letztes Jahr berichtete.

Ich beobachtete im Lavendel ein Taubenschwänzchen:

DieTraubenschwänzchen im nächsten Bild sind aber etwas anderer Natur und wahrscheinlich ein kleiner Gruß von einem Nachbarn an den nächsten:

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Später am Abend schlemmten wir dann in all die Köstlichkeiten die wir Markt mitgebracht hatten:

Bärlauchpesto, Tomatenpesto, Tapenade, frisches Brot, Tomatensalat, Oliven, Käse, Roséwein, Edelpflaumenmarmelade, Wurst….
Ich habe mich hoffnungslos überfressen….

2 Kommentare

  1. Heng

    I love Ferdinand von Schirrach too. Great writer.
    I bought all his books last time i was in Lux.

    • Joël

      🙂

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