Fressen, Kunst und Puderquaste

Ein Ausflug nach Vianden und Clervaux

Ich hatte mir den Wecker gestellt, denn wir wollten beizeiten los. Wir, damit meine ich das Ehepaar Kaltmamsell und meine Wenigkeit.
So ganz uneigennützig sollte der Ausflug nicht sein. Ich hatte den beiden schon vorab den Vorschlag einer Schwimmrunde gemacht in dem Freibad in Vianden, das ich selbst auch noch nicht kannte. Zudem sollte es noch einmal richtig Sommer werden.

Und DAS IST ein Schwimmbad! Wow!
Da gehe ich bald wieder hin, wenn es warm genug ist. Leider hat es offiziell nur noch bis zum 2. September geöffnet und schließt dann wieder.
Eine Schwimmrunde, ein wenig in der Sonne liegen zum trocknen und weiter ging es in Viandener Schloss, das man auch Hintergrund auf dem oberen Bild sieht.

Es ist eines der schönsten Schlösser in Europa und mit sehr viel Liebe und sehr viel Geld in langen Jahren restauriert worden.

Hier ein Foto vom Schloss aus auf das Schwimmbad.
Ich dachte immer ich hätte bereits seit all den Jahren Fotos des Schlosses im Blog. Zu meiner  Schande muss ich gestehen dass ich kein Einziges drin habe. Also werde ich wieder auf den Eintrag der Kaltmamsell verweisen, denn sie hat reichlich Fotos gemacht.

Anschließend fuhren wir weiter in den hohen Norden nach Clervaux.  Das Schloss dort beherbergt die Dauerausstellung Family of Man.
Ich denke dass ich in all den Jahren (seit 1994) mindestens ein dutzend Mal gesehen habe.  Dabei fiel mir etwas auf. Mein Gedächtnis spielt mir kleine Streiche. Es gibt ein Foto eines älteren Ehepaars aus den 50ern, das adrett gekleidet, auf dem Bürgersteig steht und etwas außerhalb des Bildausschnittes betrachtet. Ich war immer überzeugt davon dass das man das auf Bild sieht! Dass sie ein Schaufenster eines Elektroladen betrachten indem laufende Fernsehapparate zu sehen sind. Doch dem ist nicht so.

Hier eines der Fotos dass mich immer wieder sehr berührt, weil es mich ein wenig an meine Kindheit erinnert. Das auf den Foto könnten auch unsere damaligen Nachbarskinder sein…

Wir fuhren den langen Weg zurück in die Hauptstadt und ich hörte unterwegs im Radio dass die Autobahnstrecke inzwischen halbwegs gesperrt wäre, weil die drei langen Tunnels der alljärlichen Kontrolle unterzogen würden. Doch wir kamen noch durch.

Für den Abend wünschte sich die Kaltmamsell  eine Weinbar in der man auch etwas essen kann. Das Dipso von dem ich früher viel berichtete, kam dafür wie gerufen.

Es wurde ein langer lauschiger Abend, an dem wir noch über viel  Dinge sprachen die außerhalb des Blogs stattfinden.
Merke: wenn zwei Blogger sich treffen haben sie sich immer viel zu erzählen. Denn sie haben, wie alle Blogger, auch ein Leben außerhalb der Netzgemeinde.

3 Kommentare

  1. Frau Klugscheisser

    Das mit dem Gedächtnisstreich kenne ich aus dem Film “Seven”. In der letzten Szene ist sich das Kinopublikum sicher, den Inhalt der Kiste gesehen zu haben, obwohl er nie gezeigt wird.

    Willst Du Dich denn an Deine Kindheit erinnern?

    • Joël

      Ja, in Teilen schon. Die Sachen die weniger schön waren blendet das Gehirn von selbst aus.

      • Frau Klugscheisser

        Aber vielleicht unterscheidet das Gehirn nicht zwischen schön und weniger schön. Das ist ein bisschen wie die Sache mit den Gefühlen. Wer Schönes fühlen will, muss leider auch den Schmerz mitfühlen.

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