Fressen, Kunst und Puderquaste

Covid Test, Markt & Häusliches

Melancholisches, herbstliches, kaltes Sauwetter, das sich später am Abend in einem kleinen Sturm verwandelte.

Ich hatte mir den Wecker gestellt, damit ich pünktlich zum Test erscheinen sollte. Es ging wie die letzten Male, aber ich dieses wählte mal eine andere Station, bzw. ich musste, weil die mit vertraute geschlossen war. Sie ist auf einem großen Auffangparkplatz im Süden der Stadt. Sie war sehr gut besucht, und da es immer nur 10 Minuten Slots sind, in denen dran kommt, hatte ich schon Angst dass es nicht klappen könnte. Doch es ging erstaunlich schnell, weil es ganze vier Teststationen sind. Man fährt mit dem Wagen ran, und braucht nicht einmal auszusteigen, alles wird durch das Wagenfenster abgewickelt. Der ausgedruckte Code des Termins, den ich per Internet genommen hatte, wird gescannt und mit der Krankenkassenkarte und dem Ausweis abgeglichen. Die Krankenpflegerin nimmt anschließend die Probe im Rachen, die in ein Röhrchen verstaut wird und die Nummer der Beschriftung wird noch einmal kontrolliert. Das wars.

Ich hätte, weil es wirklich nicht sehr weit war, auch zu Fuß hingehen können, doch das oben beschriebene Wetter mache mit dem Wagen um einiges einfacher. Und den nahm ich dann auch zum Wochenmarkt mit, denn wenn ich Blumenfinden sollte für den Balkon wäre es einfacher sie nach hause zu bekommen.
Und ich wurde fündig.

Der kleine Pflanzen- und Blumenstand, bei dem ich auch sämtliche Frühlingsträuße während dem Lockdown gekauft hatte. hatte allerlei. Ich entschied mich für Scheinbeeren.

Der Gärtner meinte dass sehr in die Breite wachsen würden, also kaufte für jeden Kasten nur ein Pflanze.

Ich kaufte mir im Buchladen an der Place Guillaume eine neuere Biographie von Edward Streichen.

Die K., die ich ebenfalls am Markt getroffen hatte, meinte dass sie nicht so toll sei. Ich werde am Montag und überhaupt die nächsten Tage Zeit genug haben das zu selbst zu beurteilen.

Wieder in der Wohnung war mir kalt und ich wurde sehr müde. Kein Wunder, ich hatte nicht so gut geschlafen und der der fast beständige Nieselregen ließ die Kälte in die Knochen kriechen.
Ich legte mich noch einmal hin und schlief noch mal eine kleine Runde.

Dann las ich wie eine meiner besten Bloggerfreudninnen zum Cyborg wurde.
Ich bin froh dass sie es geschafft hat.

Am Abend schaute ich einen Film auf TMC den ich als Serie meiner Kindheit waage in Erinnerung hatte und auch irgendwo weit im Hinterkopf abgespeichert hatte, dass es vorab einen Kinofilm gab.
The Ghost and Mrs. Muir (die deutsche Übersetzung des Titels ist absolut schrecklich. Ich will das nicht schreiben, klickt den Link!) ist der Originalfilm, den ich nicht kannte. Eine junge Witwe, die sich von der Familie ihres Mannes lösen will zieht um in ein Haus am Meer zusammen mit ihrer kleinen Tochter und dem Hausmädchen. Doch in dem Haus, das einst einem Schiffskapitän gehörte, spuckt es…
Der Film funktioniert so gut weil die Dialoge sehr gut geschrieben sind. Man merkt dass da nichts dem Zufall überlassen wurde. Zudem kommt er mit sehr wenig bis gar keinen Spezialeffekten aus und hat keine Schockmomente.

Die spätere Serie Der Geist und Mrs.Muir wurde damals von RTL Télé-Luxembourg gekauft (der allererste Fernsehsender von dem heutigen Mogul) und war im Vorabendprogramm untergebracht, was ich damals als kleiner Knirps sehen durfte.

1 Kommentar

  1. Margarete

    Verheißungsvolles Beerenrot! Irgendwie muss ich an Achterbahn und Jahrmarkt denken. Ach ja, die zuckrigen Liebesäpfel dort sehen doch so ähnlich aus!

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