Fressen, Kunst und Puderquaste

Ein sehr wahrscheinlicher Abschied & Erinnerungen

Wie schon angekündigt wird es die nächsten Tage herausfordernd etwas zu Blog zu bringen. Nun ja.
Ich erwachte früh und stellte missmutig fest, dass ich am Abend vergessen hatte ‘Overnight Oats’ vorzubereiten. Im Prinzip bin ich kein Porridge Fan, aber die Overnight Fassung davon mag ich schon weil sie nicht warm ist.
Ich versuche seit ein paar Tagen jetzt auch morgens etwas zu essen, obwohl mir nie so recht danach ist, aber es ist ein Teil meiner Tagesreorganisierung.
Dabei eine Idee fürs Blog bekommen.

Was sind denn so eure abstrusen Schnellgerichte wenn ihr kurz vor dem Verhungern seid? Bei mir ändert sich das immer wieder aber es gibt immer eine herzhafte und eine süße Variante.
Die Süße Version ist ist 10%iger stichfester griechischer Joghurt mit sehr dunklem malzigem Ahornsirup. Die Kombi aus dem säuerlichen Joghurt und dem herb-süßen Ahornsirup ist schon sehr unschlagbar.
Die herzhafte Variante ist eine kleine Dose Thunfisch (ich weiß, ein No-Go) mit Olivenöl in einer Schüssel zerkleinert mit reichlich Pfeffer und Worcestershiresauce (und es MUSS die von Lea & Perrins sein) gemixt, auf einem frischen Stück Toastbrot.

Zurück zur Tagesberichterstattung.
Es ist Mittwoch und Markt. Also los. Ich nahm aber das Auto mit, denn es war wieder dieses nieselige Regenwetter. Es waren weitaus weniger Stände als sonst da. Ich kaufte alles in Windeseile was ich brauchte, flitzte noch zu Oberweis in die Grand Rue, bei dem aber eine sehr lange Schlange stand und ließ es bleiben. Es wurde auch den ganzen Morgen nicht richtig hell, es blieb sehr dunkel mit Dauerregen. Ich war froh als ich wieder in der Wohnung war.
Ich überprüfte noch einmal ob ich wirklich alles hatte um über diese Feiertage zu kommen. Nun ja. wenn etwas fehlen sollte kann ich immer noch morgen früh einen schnellen Einkauf hier gleich nebenan in den Läden machen.

Zwischenzeitlich regnete es wie aus Eimern. Ich hätte gerne noch einmal eine Runde draußen gedreht, aber ich wäre nass bis auf die Haut geworden.

Am Nachmittag daddelte ich eine Runde Runescape und spielte ein Quest durch.

Gestern schon wurde mir etwas schlagartig bewusst.
Doch wollte ich noch einen Tag warten, bevor ich das hier schreibe. Alice, die Frau des Cousins meines Vaters, die auch die Patentante meines Bruders war, ist wahrscheinlich tot. Sie rief jedes Jahr ein paar Tage vor Weihnachten an, wünschte mir alles Gute zu den Feiertagen und erkundigte sich nach meinem Wohlergehen. Wir erzählten uns was das Jahr über passiert ist. Es war nie ein sehr langes Gespräch, doch fand ich es schön dass sie doch immer wieder anrief, so wie sie es auch all die Jahre immer tat als mein Bruder noch lebte. Letztes Jahr rief sie am Abend an, bevor ich nach Australien flog.
Ich habe nur ihre Telefonnummer aus dem Altenheim in dem sie die letzten Jahre lebte. Ich versuchte es gestern, doch es hob niemand ab. Ich werde es nach den Feiertagen noch einmal versuchen oder in den Büros des Altenheims. Doch ganz wohl ist mir nicht dabei.
Sie war/ist nun wirklich die aller letzte Verbindung zu der Familie meines Vaters, obwohl sie nur angeheiratet war, denn der Cousin meines Vaters lebt auch seit vielen Jahren nicht mehr.

Am späten Abend fand im dritten belgischen Fernsehen den Klassiker West Side Story, mit einer anschließenden Doku über die Neuaufnahme der Musik in den 80er Jahren. Leonard Bernstein, der das Musical in den 50ern komponierte hatte, nahm sämtliche Lieder noch einmal unter eigener Leitung auf. José Carreras sang die Rolle des Tony.
Ich fühlte mich augenblicklich 20 Jahre zurück versetzt, als ich zum ersten mal auf diesem Musical arbeitete. Es war im Jahr 2000 auf dem Festival in Wiltz. Ich hatte gerade erst dem Sprung gewagt aus dem Friseurberuf heraus, und war wieder ein Frischling. Es war meine erste richtig große Produktion und bis heute noch die größte die ich ganz alleine bestritt. Ich weiß echt nicht mehr wie ich das damals geschafft habe.
Ich weiß aber dass mir die Lieder monatelang nachdem es auf der Bühne abgespielt war, nicht aus dem Kopf gingen.

Ich ging sehr spät ins Bett.

3 Kommentare

  1. Renée

    trotz allem wat ronderem dech net sou ass wéi et soll sinn an dem “chômage technique” wënschen ech dir e puer schéiner gemitlecher deeg. huel dër et einfach gutt mat käerzen, télé an engem gudde menu! 🙂 lg renée

    • Joël

      Merci Renée 🙂
      Dir och alles Guddes fir déi Feierdeeg.

  2. Monique

    Nodeems Malaysia keen Tourist méi ra léisst an eis Rees dohin afgesot ass, a mäi Mann an ech allen 2 Covid mat +- Symptomer iwwerstan hunn, si mir lo frou , fir mat engem negativen Test, op Gran Canaria kënnen d’Sonn ze genéissen.
    Ech wënschen dir/ iech an all denge Léifsten schéi Feierdeeg am klenge Krees.
    Ech halen d’Daume ganz fest, dass d’Joer 2021 eis rëm zréck an d’Normalitéit bréngt.
    Bleif gesond a monter! Woubäi ech muss soen, dass et manner stressig ass, wann een de Virus hat an den Dr.en no, lo mol eng Zäit immun ass..

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