Es ist erstaunlich was meine Twitter Timeline die aus vielen Menschen vor allem aus Deutschland besteht, in der letzten Zeit hergibt. Ich lese jeden Tag Tweets von Menschen die jetzt jemand kennen der an Covid erkrankt ist, dem es nicht gut geht, oder der daran gestorben ist. Ach, schau an!

Ich bin seit März mit diesen Meldungen von Menschen im eigenen Umfeld konfrontiert. Ich kenne inzwischen so viele die das Virus hatten, die es gerade haben und auch leider auch ein paar, die es nicht überlebt haben. Ich habe aufgehört zu zählen.
Die Gefahr ist real, sie schwebt über unser aller Köpfen und es ist nicht lustig.

In einem Thread las ich von ein paar Querdenkern, die es erwischte und einer davon nach zwei Wochen Intensivstation das Virus nicht überlebte. Und plötzlich wurden sie sehr kleinlaut. Schwere Gewissensbisse und lebenslange Schuld sind bei den Überlebenden die Folge.
Muss es denn immer erst zum Tode eines nahestehenden Menschen kommen damit man endlich aufwacht? Oder wütender ausgedrückt: Es muss erst jemand abkratzen, damit sie sich ihrer Blauäugigkeit, und vor allem ihrer Strunzdummheit bewusst werden?

Sorry, das musste raus.

Zur Tagesordnung. Das Wetter war gruselig. Regen im Wechsel mit Schnee, dazu stürmischer Wind. Die wenigen Minuten die ich draußen war reichten vollkommen.

Gegen Mittag hatte die A. zum Brunch geladen und ich sagte zu. Ich bekam auch mein Weihnachtsgeschenk.

Ein weiteres Teil für mein Edelservice, für das die A. und die N. mich schon vor anderthalb Jahren angefixt hatten. Das Tablett ist übrigens aus Porzellan und nicht wie man vermuten könnte, aus Kunststoff oder Blech. Wun.der.schön!!!!
So langsam wird das was.

Gegen 15:00 war ich wieder zuhause, überfressen und überreif für ein Nickerchen.
Den Rest des Tages verbrachte ich mit Aufzugfahrten in den Keller um die Waschmaschine zu be- und entladen. Dazwischen daddelte ich ein wenig uns las die letzten New Yorker durch.

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Gram Parsons kannte ich nicht. Ich hatte, nachdem Caitlin Doughty ihn mir als Ikonische Leiche vorgestellt hatte, ein wenig recherchiert. Ein Musiker der mit Keith Richards von den Rolling Stones befreundet war und der wahrscheinlich mit Keith an ein paar Hits für die Stones mitgebastelt hat. Die Musik von Parsons selbst war mit unbekannt.
Doch seine Geschichte als Leiche wäre ein abendfüllender Speilfilm.


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Mir fehlt noch ganz genau ein Bild für den Fotorückblick 2020. Mit etwas Glück finde ich noch ein schönes Motiv die nächsten Tage, sonst muss ich ein bisschen hin und herschieben. Die Spielregeln lassen es ja zu. Es würde mich sehr freuen wenn ihr mitmacht.
Wie, wo, was erkläre ich hier.
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