Fressen, Kunst und Puderquaste

Rückblick 2020

Das war vor einem Jahr in Sidney und es fühlt sich an als ob es viel länger her ist. Dieses 2020 hat mich mindestens drei Jahre ältern lassen.

Das ist der klassische Rückblick mit immer den gleichen Fragen die ich jedes Jahr aufs neue beantworte. Der Fotorückblick 2020 kommt heute Nacht.

Zugenommen oder abgenommen?
Anfang des Jahres kam ich mit jeder Menge Kilos weniger in Luxemburg an als ich im Jahr davor nach Australien geflogen war. Ich behielt das auch weitgehend über den Sommer bei. Doch Ende des Jahres mit dem verschärften Einschränkungen ging aus Frust und Langweile das Gewicht wieder hoch.

Haare länger oder kürzer?
Die waren nach dem ersten Lockdown so lang wie schon seit Jahren nicht mehr. Doch über das Jahr hinweg sind sie gleich geblieben.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Das hat in der Tat gewechselt, aber was genau gewechselt hat kann ich nicht sagen. Ich weiß dass die Kurzsichtigkeit angestiegen ist und dementsprechend hat sich auch die Weitsichtigkeit verändert.

Mehr bewegt oder weniger?
Insgesamt mehr als letztes Jahr aber es war halt sehr zusammengerafft in den Monaten in denen ich pandemiebedingt überhaupt etwas tun konnte.

Mehr Kohle oder weniger?
Ha! Was glaubt ihr wohl? Millionen hab ich nicht gescheffelt!

Mehr ausgegeben oder weniger?
Über das Jahr hinweg gesehen wahrscheinlich weniger, obwohl ich da an eine Anschaffung denke… Aber die Frage kommt weiter unten.

Der hirnrissigste Plan?
Ein Plan war es nicht aber die nervenaufreibenste Story war der Verlust meines Rucksacks mit allem drum und darn in Melbourne.

Die gefährlichste Unternehmung?
Na ja, gefährlich war es nicht weil ich in Begleitung war aber so ganz ungefährlich war es dann doch nicht. Es war der Spaziergang durch die Felsen von Katja Tuja bei schnuckeligen 45 Grad.

Die teuerste Anschaffung?
Eine Kunstwerk von Hannes Helmke, das ich schon letztes Jahr erworben hatte, das aber erst nach der Reise geliefert und bezahlt wurde.

Das leckerste Essen?
Das ist nicht so einfach zu entscheiden denn es waren viele sehr gute Restaurants in Australien und Neuseeland mit dabei. Doch ich denke dass wenn ich es vom Begeisterungslevel beurteile, dann war es Depot in Auckland, in das ich kurz hintereinander zweimal war. Ob ich je noch einmal dorthin komme?

Das beeindruckenste Buch?
Das ist ein Comic Buch, über das ich noch tagelang nachdachte.
Freak Parade

Das enttäuschendste Buch?
Ach ja, da gibt es sehr wohl eines aber ich mag das nicht verlinken, weil ich den/die Autor*in persönlich kenne und ihn/sie sehr mag, und ich das einfach nicht machen kann.

Der ergreifendste Film?
Ich habe sehr viel Mist gesehen. Eine Miniserie jedoch fesselte mich von Anfang bis Ende. The Queens Gambit.

Die beste Musik?
Hier hätte ich beinahe nichts hingeschrieben, wenn ich nicht vor ein paar Tagen eine australische Gruppe durch Cristine von Simply Naillogical entdeckt hätte, die sie in ihrer Best Of 2020 vorstellte.
Tame Impala ist ein australisches Projekt das vom Künstler Dave Parker geleitet wird. Einer meiner Ohrwürmer ist Lost In Yesterday.

Und ich entdeckte ein Lied aus meiner Jugend wieder, gespielt von der Cover Band Leonid & Freinds. Streetplayer von Chicago. Vom Sound her noch bombastischer als das Original, obwohl sie sich genau an das original Arrangement halten. Mir zog es die Schuhe aus und ich konnte nicht mehr still sitzen.
Die Geschichte hinter dieser russischen Band ist auch erstaunlich.

Das beste Theater?
Theater? Ach ja, stimmt! Es gab einen kurzen Moment wo man das Theater wieder besuchen konnte. Doch in dieser sehr kurzen Zeit, war ich selbst gefordert und konnte mir nichts ansehen.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Der D., der A, und der N. so wie letztes Jahr und die Jahre davor.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mit dem H. in Melbourne und mit dem C. in Auckland.

Vorherrschendes Gefühl 2020?
Sich nicht unterkriegen lassen.

2020 zum ersten Mal getan?
Monatelang zuhause ausgeharrt.

2020 nach langer Zeit wieder getan?
In mich selbst hineingehorcht um festzustellen, dass ich seelisch wie moralisch trotz aller Widrigkeiten fest im Sattel sitze und eine Pandemie mich nicht so schnell aus der Bahn werfen kann.

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Tja, was wohl???
Das eine „Ding“ auf das die ganze Welt hätte verzichten können.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das es irgendwann wieder bergauf geht.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das waren die A. und die N. mit dem hier:

Das schönste Geschenk, ich jemand gemacht habe?
Keine Ahnung, so viele Geschenke habe ich dieses Jahr nicht gemacht als dass eines herausstechen würde.

2020 war mit 1 Wort…?
SCHEISSE!
Ich habe lang nach einem anderen Wort gesucht das etwas gediegener daher kommt, aber das Fäkalwort trifft es auf den Punkt genau. Zumindest die letzten 10 Monate.

Vorsätze für 2021?
Durchhalten und weitermachen.

1 Kommentar

  1. Michael

    Danke für den Street Player. Hat mir den Tag versüßt.

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