Fressen, Kunst und Puderquaste

Missmut

Ich hatte mir den Wecker gestellt damit ich ohne Stress bloggen konnte.
Ein Anruf meinerseits klärte ein paar Dinge, wo ich schon lange darum gebeten hatte, da mir jegliche Infos für ein zukünftiges Projekt fehlten. Also umging ich den gewohnten Weg und rief dort wo die Entscheidungen gefällt werden. Und dort bekam ich dann die schlechte Nachricht, dass ich nicht gebraucht werde. Pff…
Ich sollte endlich lernen, dass ich nicht immer gewissen Projekten den Vorrang gebe und mit Anlaufzeit eintakte, nur weil es eine Art von Projekt ist, die ich schon immer gerne gemacht habe und mir einbilde, ich hätte ein Anrecht darauf…

Dann wurde an anderer Stelle mitgeteilt, dass ich für das Stück das ich die letzten Tage betreute, nicht mehr gebraucht werde, bis zu den Endproben. Ich hatte damit gerechnet, dass es so kommen würde, denn ich hätte nicht gewusst was ich noch weiter für die Truppe hätte tun können.
Doch gleich zweimal an einem Tag zu erfahren dass man nicht gebraucht wird…autsch.

Am Abend schaute ich mir dann noch eine Casting Show an, die mich vollends wütend machte. Ich wusste schon seit langen dass es in England eine Casting Show für Maskenbildner gibt. Glow Up aber ich wusste nicht, dass man sie auch auf Netflix sehen kann. Da es relativ kurze Folgen sind, bingewatchte ich sie an einem Abend weg. In den letzten Folgen schaute ich mir dann immer nur noch den Anfang an um die Aufgaben zu hören das Endresultat und die Bewertung der Jury. Das Befindlichkeitsgesäusel dazwischen spulte ich schneller ab. Die Spielregeln erlaubten dass sich ein paar der Kandidaten regelrecht durchmogeln konnten. Eine Kandidatin die wunderschöne Arbeiten machte,aber nie durch exaltiertes Benehmen auffiel und auch selbst eher sehr brav aussah, wurde im Viertelfinale mit so fadenscheinigen Argumenten rausgefeuert, dass ich sauer war und keine Lust mehr hatte, mir das Halbfinale und das Finale anzusehen. Ich habe es dann doch getan, weil ich wusste dass im Finale der Fotograf Rankin in der Jury dabei war und ich seine Arbeiten sehr mag.
Nun ja, es war zum ersten und zum letzten mal dass ich mir so ein Sch… ansehe.

***

Am Dienstag erwachte ich mit Missmut ob der eigenen Situation, hatte Kopfschmerzen und wusste schon als ich zum Fenster hineinschaute warum. Das Wetter hatte in Nieselregen umgeschlagen und die Temperaturen waren leicht angestiegen, also dieses typische Dreckswetter, das ich nicht vertrage.

Ich verpennte den Friseurtermin, was mir noch nie passiert ist, konnte ihn aber auf den Nachmittag verlegen.

In einer Mail las ich dass Netflix eine Luxemburger Serie eingekauft hat. Capitani ist somit die erste rein luxemburgische Produktion die dort ab dem 11. Februar zu finden sein wird. Die zweite Staffel ist bereits in Arbeit.

Ich war froh dass ich den Friseur gegen 15:00 Uhr bekommen hatte und als ich mich in den Spiegel sah hob es merklich meine Stimmung.

Am Abend dann waren die Kopfschmerzen verschwunden, nachdem ich mich ein wenig hingelegt hatte und als später auf den Balkon hinaustrat, sah ich warum. Es hatte aufgehört mit regnen, der Mond schien, die Sterne kamen hervor und das Tiefdruckgebiet war weg.


2 Kommentare

  1. lihabiboun

    … oh, Ihr dürft zum Friseur???? Hier haben alle wahlweise Corona Friese, rasierte Köpfe oder selbstgeschnittene Unglücke auf dem Kopf.
    Grüße aus München!

    • Joël

      Ich weiß. Hier sind sie seit einer Woche wieder geöffnet, weil unsere Zahlen um die 150 liegen auf +\- 9000 Tests pro Tag. Das war im November noch anders da lagen sie tageweise bei 800 und mehr.

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