Fressen, Kunst und Puderquaste

Ausflug in die „alte Heimat“ und die Mosel

Dass bei dem schönen Wetter alle raus wollten war nicht weiter verwunderlich. Ich hatte auch keine Lust drinnen zu belieben.
Ich rief den A. an den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, der noch immer in der alten Heimat wohnt und besuchte ihn. Es gab viel zu erzählen und mitunter auch trauriges.

Ich wanderte durch den kleinen Ort, der ja vor allem auf Tourismus ausgelegt ist und an Wochenenden bei schönem Wetter auch ein Ausflugsziel für viele Luxemburger ist. Doch bei geschlossenen Gaststätten, in die man nach der Wanderung einkehren könnte, macht die Alte Heimat weitaus weniger attraktiv.
Ich sah sehr wenige Menschen.

Wenn ich schon mal so weit raus fahre nutzte ich die Gelegenheit auch gleich ein bisschen bei Rewe einzukaufen, den einzigen den es in Luxemburg gibt, der auch Sonntags den ganzen Tag geöffnet hat, und dem ich die Dinge bekomme die ich sonst nur bei meinen Trier Visiten bekam.

Die K. hatte für den Nachmittag an die Mosel geladen zu einer Tasse Kaffee. Ich fuhr also einmal von Osten nach Süden an der Sauer und Mosel entlang. Je näher ich an Remich kam umso dichter wurde der Verkehr. In Remich selbst war dann kaum noch ein Durchkommen. Es waren so viele Menschen unterwegs die alle am Fluss spazieren wollten dass man dachte es wäre Hochsommer. Verkehrstechnisch ist Remich aber immer schon ein Nadelöhr und egal wie man es anstellt es gibt keine Ausweichmöglichkeit.

Ich saß noch eine ganze Weile auf der Terrasse mit der K. bis es anfing empfindlich kühl zu werden. Dann machte ich mich auf den Heimweg.

Daheim schaute ich mir zwei weitere Folgen Capitani an und brutzlete mir nebenher ein wenig Raclette Käse, den ich mit Pellkartoffeln und ein wenig Schinken verspeiste. Dazu ein Glas Pinot Noir.

Früh zu Bett.

***

Gestern hatte ich völlig vergessen die neue NO Art Sendung zu verlinken. Darin wird auch die neue Ausstellung über Filmsets in Luxemburg gesprochen, die ich mir in den nächsten Tagen ansehe.

3 Kommentare

  1. Trulla

    Ich „muss“ auch immer mal wieder einen Besuch machen in der alten Heimat, die für mich von meinem 5. Lebensjahr bis zum Auszug aus dem Elternhaus zählt. Geboren wurde ich dort nicht. Dafür hatte der Krieg gesorgt.
    Die Frau, die heutzutage dort mit der Kamera im Anschlag unterwegs ist, und die Atmosphäre einsaugt, bin ich. Aus den Trümmern des 2. Weltkrieges, die nach und nach beseitigt wurden, sind viele Neubauten entstanden. Und die Gegend (rund um den Michel), früher zu Unrecht von „Provinzlern“ etwas anrüchig angesehen wegen der Nähe zu St. Pauli, ist ein weiteres „In“Viertel geworden, was sich in sehr hohen Mieten ausdrückt.
    1962 habe ich dort die Flutkatastrophe (Hafennähe) miterlebt, und obwohl ich schon fast dreimal so lange in einem grünen Teil Hamburgs lebe: meine Heimat ist dort, wo mein Elternhaus stand.

    Die Kindheit vergisst man nie.

    • Joël

      Warum bloggen sie nicht, Trulla? Ihren Kommentaren hier entnehme ich dass Sie sehr gut schreiben können und mich würde das schon sehr interessieren was sie so schreiben würden. Es muss ja nicht gleich ein zeitaufwendiges Tagebuch sein wie ich das mache. Aber so was mit Fotos und Anekdoten. Ich könnte mir gut vorstellen dass sie das ganz gut hinbekämen.

  2. Trulla

    Vielen Dank lieber Joel. Sicher, in einem langen Leben kommt vieles zusammen, aber ich fühle mich nicht berufen. Ich würde (worauf auch Sie ja penibel Rücksicht nehmen) die Privatsphäre anderer berühren müssen, die das nicht billigen könnten. Deshalb bin ich hier auch Trulla und kommentiere nicht unter meinem realen Namen.
    Aber ich fühle mich generell einigen Bloggern, denen ich folge (auch wenn es nicht immer auf Gegenliebe stößt) sehr verbunden, weil ich die Persönlichkeiten, die Anregungen und nicht zu vergessen, die damit verbundene Mühe, sehr schätze.

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