Fressen, Kunst und Puderquaste

Völklinger Hütte: Der Deutsche Film

Es war schon länger ausgemacht dass ich am Dienstag nach Saarbrücken fahren sollte um die B. zu besuchen. Was ich nicht wusste, war dass auch ihr Mann, der D. und ihre Tochter, die O. dabei wären. Eine schöne Überraschung.

Wir aßen in einem urigen aber sehr schönen Restaurant mit klassischen Gerichten. Ich hatte Backfisch, der sehr lecker war.

Auf den Rückweg entschloss ich mich spontan, da ich sonst nichts weiter vor hatte, die Ausstellung über den deutschen Film zu besuchen die noch bis August in der Völklinger Hütte zu sehen ist.

In diesem Gebäude soll einmal die neue Eingangshalle entstehen

Es gab mit einer Ausnahme einen guten Querschnitt durch die ganze Historie des Films, angefangen bei 1895 bis 2023.

Das System war wie auch in Ausstellungen davor, dass man einen Audioguide bekam, der sich immer mit dem jeweiligen Film verband vor dem man gerade stand.

Äußerst spannend fand ich vor allem die Anfangsjahre, weil ich da so gar nichts darüber wusste. Oder wusstet ihr dass es schon 1919 einen ersten deutschen queern Film gab?

Von den Filmen selbst sah man immer nur einen kurzen Ausschnitt der maximal fünf Minuten dauerte.

Zudem sah ich viele große Filmplakate sowie Kostüme und altes Material, wie zum Beispiel einen der ersten Schneidetische.

Louise Brooks. Für mich eine der schönsten Schauspielerinnen der Stummfilmzeit.

Der Film Metropolis hatte drei Leinwände mit Ausschnitten.

Über allem stand eines der Kostüme aus dem Film Der Himmel über Berlin.
Eine Übersicht des oberen Teil der riesigen Halle. Die Leinwäde sind teilweise so groß wie im Kino.

Schön war dass es auch Ausschnitte von Filmen gab wie zum Beispiel der erste queere Film in der DDR, der seine Premiere am Tag es Mauerfalls feierte.
Schön war auch dass es überall verteilt kleine Fernseher standen mit späteren internationalen Filmen die sich an den jeweiligen deutschen Filmen inspiriert hatten . Bei Metropolis war das nicht nur ein Film.

Es gab einen Teil der über die nationalsozialistischen Filme, mit es gleich zwei Filme von Leni Riefenstahl. Mir persönlich hätte einer gereicht. Da ich mich gerade auch mit ihr wegen einem Theaterstück beschäftigen muss, in dem eine Geschichte aufgezeigt wird, die gar nicht weiter bekannt ist, in der sie kaltblütig Willy Zielke aus dem Weg räumen lässt, ist mein Riefenstahl Bedarf zur Zeit mehr als gedeckt.

Den letzten Teil der Ausstellung durchlief ich schneller weil ich fast alle Filme kannte und schon einmal gesehen hatte. Doch es waren schöne Erinnerungen dabei. “Angst essen Seele auf” der mich damals sehr berührt hatte. Aber auch ein Film neueren Datums der mir sehr unter die Haut ging; Systemsprenger.

2 Kommentare

  1. Neli

    Danke für diesen Tip, wir machen im Mai wieder Urlaub im Saarland. Trier und Luxemburg ist schon fest eingeplant, genauso wie Villeroy und Boch. In Völklingen waren wir mal mit den Kindern, es ist ein tolles Museum

  2. Thierry

    1919! Ich wusste auch nicht, dass es damals kurz eine zensurfreie Zeit gab.

    Schade, dass ich selbst wohl nicht dazu kommen werde mir die Ausstellung anzusehen. Sie sieht wirklich interessant aus.

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