Im Theater: The Land We Shared

Am Morgen die Waschmaschine mehrfach bedient, die jetzt über eine Woche lang Pause hatte. Dazwischen las ich und trank Kaffee.

Am frühen Nachmittag hatte ich endlich Hunger und machte mir ein wenig Pasta.

Später ging ich trotz der widrigen Wetter Umstände in die Stadt. Es ist erstaunlich, wie schnell die Geschäfte wechseln. Ich fand zum Beispiel einen neuen Blumenladen, der von außen wie eine große farbige Insel aussieht in mitten der grauen Tristesse.

Am späten Nachmittag traf ich die N., und wir gingen gemeinsam in die Nachmittagsvorstellung von The Land We Shared im Kapuzinertheater. Eine semi-autobiografische Familiengeschichte die auch einen Großteil der Geschichte Rumäniens beschreibt.

Eine sehr schöne Geschichte, vor allem sehr emotional und berührend. Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz voll und es waren viele Rumänen da. In den kleinen kurzen Momenten, wo rumänisch gesprochen wurde beziehungsweise Russisch, kicherte der halbe Saal.

Im Anschluss ging es in die Brasserie du Cercle, in der ich schon lange nicht mehr war. Es gab ein norwegisch, angehauchter Flammkuchen.

***

Welche Opfer hast du im Leben gebracht?

Das ist eine seltsame Tagesfrage. Wenn man sich bewusst für etwas aufopfert, dann ist die Reflexion über das Opfer selbst oft mit einer Erwartung verbunden. Sei es die Hoffnung auf Anerkennung, die Bestätigung des eigenen Selbstbildes oder sogar die Erwartung, dass das Opfer „belohnt“ wird z. B. durch Dankbarkeit oder Respekt. Das muss per se nicht schlecht sein, aber ich funktioniere nicht so. Aufopferung geschieht nur dann, wenn es von außen als solches gesehen wird. So gesehen könnten andere erzählen, welche Opfer ich gebracht habe, aber ich selber kann das nicht. Ich käme mir wie der größte Angeber vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert