Dienstreisen

Der erste Tag in der ich die sehr lange Reihe von Schwimmtagen unterbrach. Es gab sehr viel daheim zu tun. Unter anderem musste ich dienstliche Dinge vorbereiten. Es gibt nämlich ein Stück, das nicht meines ist, beziehungsweise ich habe das Stück nie betreut, weder in seiner Kreationsphase, noch in seiner Wiederaufnahme, für das ich jetzt das ganze Maskenbild in Produkten zusammenstellen sollte, damit es vier Wochen in Avignon auf dem Festival gespielt werden kann. 

Zu diesem Zweck musste ich ins Deutsche benachbarte Ausland fahren, zu dem kleinen Dorf beziehungsweise kleine Stadt, in der weltgrößte Drogeriemarkt einer bestimmten Kette beheimatet ist.

Da es über die Mittagsstunde hinweg war, versuchte ich zum ersten Mal den kleinen Asia Imbiss, der sich gleich nebenan befindet. Er war erstaunlich günstig, aber wirklich nicht lecker. Das Fleisch sowohl wie die gebratenen Nudeln waren so trocken, wie ich es selten in einem Asia Restaurant bekam.

Ich bekam am Ende einen Glückskeks:

Nimm dir mehr Zeit für dich.

Noch mehr? Aber vielleicht ist es auch einfach die Aufforderung im Kopf endlich den Urlaub einzuläuten, auch wenn das bis Ende nächster Woche noch nicht der Fall sein wird.

Im Anschluss ging es noch in eine Shopping Mall in der Stadt, und dann zum Theater und ein letzte Mal in die andere Richtung ins Ausland zum Pflanzengießen bei der N.

Am Abend schaute ich mir eine sehr schöne Doku an. Wenn man an italienische Schauspielerinnen denkt, dann denkt man an Gina Lollobrigida, Sophia, Lauren, oder auch noch Claudia Cardinale (die aber keine Italienerin war). Man denkt nicht an Monica Vitti, die in ihren letzten 20-30 Jahren völlig aus der Öffentlichkeit verschwand, und dadurch in Vergessenheit geriet. ARTE, hat zur Zeit eine wunderbare Doku über diese Ausnahme Schauspielerin, die ihren Weg in den Sechzigern und siebziger Jahren alleine bestimmte, und immer das Glück hatte, mit Männern zusammen zu sein, die sie in ihrem Tun und Werken unterstützten.

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Ich weiß nicht, warum, aber die größten Stars der Welt öffnen immer dem Vogue Team alle Türen und Tore für eine Home Story. Das letzte Mal, dass ich so eine verlinkt habe, war mit Lenny Kravitz, der sein großes Apartment in Paris zeigte, das mit sehr viel Geschmack eingerichtet war. Madonna, von der ich ja gestern schon berichtete, tat das gleiche mit ihrer Wohnung in London. Ihr Gesicht ist inzwischen so durchoperiert und mit Fillern aufgeplustert, dass sie unkenntlich ist. Ich war früher ein großer Fan von ihr, heute sehe ich sie weitaus distanzierter. Sie zeigt uns ihre Kunstwerke. Ich wusste nicht, dass sie nicht nur ein sondern zwei Frida Kahlo Bilder hat. Und während dem Interview, merkte ich, dass diese Frau mich immer noch fasziniert.

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