Fressen, Kunst und Puderquaste

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An einem Sonntagmorgen

Es ist geradezu schändlich wie ich mein Blog vernachlässige. Mea Culpa. Ich sollte definitiv einmal die Woche versuchen etwas zu Blog zu kriegen.

Das Problem ist halt dass es im Moment jeder macht dank Facebook. Kürzlich sprach ich noch mit einem Journalisten, der lange für eine Tageszeitung und später auch für’s Radio arbeitete. Da er jetzt in einer völlig anderen Branche tätig ist, ist Facebook für ihn so etwas wie eine seine eigene kleine Zeitung in der täglich Kommentare und Berichte schreibt.

Mich sträubt es weiterhin persönliche Dinge im Netz preiszugeben weil sie nicht spannender und nicht langweiliger sind als das was andere auch schreiben. Zudem habe ich keine Lust ein Objekt einer Marktstudie zu werden.(Obwohl ich es wahrscheinlich schon bin)
Über was soll ich dann schreiben? Ich habe mich nie zu dem Berichterstattern gezählt, obwohl es da zwei Versuche gab. Einen davon findet man noch immer im Internet….

Was bleibt also?

Im letzten Beitrag habe ich angedeutet dass ich inzwischen auch anderweitig meine Schreibkünste einbringe. Und es macht Spaß, richtig Spaß. Den Kick, dass man es sofort veröffentlicht und die ganze Welt es lesen kann, gibt es hier nicht. Im Gegenteil, die Herausforderung liegt ganz woanders und das ist es was es für mich so neu und spannend macht.

Doch es wurmt mich mein Blog in das ich so viel Zeit und Liebe investiert habe einfach versanden zu lassen. Hiermit gelobe ich also zumindest einmal die Woche etwas zu schreiben und wenn es auch nur ein kurzes “Hallo” ist.

Share

Dass ich zur Zeit wenig bis gar nicht hier schreibe, hat damit zu tun dass ich anderweitig schreibe und das mal ausnahmsweise nicht im Internet.

Aber eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes berichten, etwas das mir zur Zeit sehr sehr sehr auf die Nerven geht.
Es geht um das kleine Wörtchen “share”. Bei dem Wort, das ich tagtäglich im Netz begegne und ich jedes mal bewusst ignoriere, ist mir eben der Kargen geplatzt.
Ich schloss einen Einkauf bei Amazon ab, eine der seltenen Shoppingseiten meine Vertrauens, und drückte auf den “Place Order” Button (es war auf der Amazon.co.uk Seite) und es erschien wie gewöhnlich die Dankesseite, “thank you for ordering..bla bla”. Wenn da nicht noch ein kleiner Zusatz gewesen wäre der mich aufschreien ließ: Was!!! Die jetzt auch!!!!

Mal davon abgesehen dass ich so schon genug Spuren im Internet hinterlasse und ich tagtäglich dazu aufgefordert werde von jeder noch so doofen Seite den Like Button von Facebook zu klicken, hat Amazon es nun wirklich nicht nötig auch noch einen “share” Verweis zu installieren.

“Save your game score and share it with your freinds.”
“Share it on Facebook”
Share, share, share…
Ich könnte die Liste endlos weiterführen.

Mal ehrlich, was ist Facebook? Ein soziales Netzwerk? Nein!
Facebook und all die anderen sind nichts weiter als gut gemachte Werbeträger.

Ihr wollt wissen was auf meiner Facebook Seite steht?

Und das hat sich seit dem 14 Juni 2011 nicht geändert.

Wenn ich was “share, also teile bzw. mitteile, dann tue ich das hier auf meiner Seite bei der ich der Chef bin und alles unter Kontrolle habe. Ich hab auch nichts gegen Werbung, aber wenn hier jemand Werbung anklickt, dann geht das in meine Tasche und nicht die von Facebook.

Ich fand zurück, zum Sinn deiner Worte…

Die Überschrift ist das erste was ich heute morgen las und irgendwie scheint es ein gutes Motto zu sein für die kommenden Tage, Wochen, vielleicht für das ganze kommende Jahr.

Und hier der Rückblick 2011 (2010)

1. Zugenommen oder abgenommen?
Ist mehr oder weniger gleichgeblieben, was nicht gut ist denn es sollte weniger sein.

2. Haare länger oder kürzer?
Gleichgeblieben mit mehr grau und gerade jetzt sind sie so lang wie das ganze Jahr über nicht.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Dem letzten Sehtest nach hat es sich nicht verändert, aber ich brauch die Brille immer mehr und bin echt verunsichert wenn ich sie vergesse und Autofahren muss.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger für mehr Arbeit, und das wird nicht besser werden.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger weil keine wirklich große Anschaffung anstand.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr schwimmen und das freiwillig. Obwohl, in den 3 letzten Monaten…na ja.

7. Der “hirnrissigste” Plan?
Der Plan vom Vorjahr wurde auf Eis gelegt. Ein neuer ist in Sicht, aber…da gibt es so viele ‘aber’  dass ich wenig Hoffnung habe.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Es war nichts dabei was was ich als solches hätte definieren können, mal davon abgesehen dass mein tagtägliches Leben immer ein Drahtseilakt ist.

9. Der beste Sex?
Ach ja…Sex…da war doch was…genau…, da war die Tatsache, dass nichts war.

10. Die teuerste Anschaffung?
iPad.

11. Das leckerste Essen?
Hatte ich dort.

12. Das beeindruckendste Buch?
Es sind zwei Stück vom gleichen Schriftsteller. Ferdinand von Schirach: Verbrechen / Schuld

13. Der ergreifendste Film?
Oh je. Ich war so wenig im Kino wie selten zuvor. Wenn dann wäre es von Terrence Malick Tree of Life aber das mit sehr vielen Abstrichen.

14. Die beste CD?
Ich würde ja sagen Adele mit 21, wenn da nicht vor kurzem drei CD’s mit Musik aus der Serie Mad Men dazugekommen wären.

15. Das schönste Konzert?
Ich hab mir keines angesehen außer das Konzert der Philharmonie auf den ‘Knuedler’ in der Woche der ‘Fête de la Musique’ auf der Terrasse vom BG, und das war dieses Jahr nicht besonders.

15a. Das schönste Theaterstück?
Femme non-Rééducable. Ein Stück über die ermordete Journalistin Anna Politkovskaïa, gespielt von Irina Fedotova. In dieser Pressemappe gibt es mehr auf Seite 32

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pinsel, Kamm, Airbrush,Puder und Heißwickler.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Nathalie hier und hier.

18. Vorherrschendes Gefühl 2011?
Unheilvolle Vorahnungen.

19. 2011 zum ersten Mal getan?
Auf spanischem Grund und Boden gestanden und Urlaub gemacht.

20. 2011 nach langer Zeit wieder getan?
Ach das Leben ist eine Endlosschleife von Wiederholungen

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Drei Stück fallen mir nicht ein aber eine habe ich sehr gut in Erinnerung. Die Havarie meiner Tante.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Sagt euch das Wort Alterssturheit was? 🙂

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich mache ständig Geschenke, ich kanns nicht sagen.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das schönste war es nicht aber das ungewöhnlichste waren 2 Rollen pechschwarzes parfümiertes Klopapier.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
“Wenn ich dich nicht gehabt hätte…”

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
“Ich bin sehr zufrieden. Du hast wundervolle Arbeit geleistet.”

27. 2011 war mit einem Wort …?
… augenöffnend. Ganz besonders in einer Sache die ich immer verdrängt habe.

28. Noch Fragen?
Nein. Ich muss 2011 nicht noch einmal erleben. Schluss, aus, das nächste, bitte.

Lost & Found

Eine alte Lesezeichenliste durchgestöbert und gestaunt. Man hinterlässt manchmal Spuren im Netz die man völlig vergisst. Wie zum Beispiel in der Wallpaper Community caedes,net

Und so fand ich zwei Fotos wieder mit den Jahren und Computerneuanschaffungen verschwunden waren.

Und zwar genau hier.

Man kann sie dort auch als Desktop in der gewünschten Größe herunterladen.

Weihnachten. Ein Rückblick

Als ich letzte Woche mich dann doch dazu aufraffen konnte ein paar Geschenke für die Verwandtschaft zu kaufen, machte ich dieses Foto.

Ich ging die Kapuzinergasse hinunter, durch die ich Sommer wie Winter gehe, die nicht weit von meinem Lieblingscafé entfernt ist. Ich schaute auf die Plakate des Stückes das Anfang nächsten Jahres im Kapuzinertheater Premiere haben wird.

Ich dachte an das erste große Stück was ich im Kapuziner gemacht hatte. Es war meine Bewährungsprobe. Ich dachte an den alten Intendanten, der das Theater 25 Jahre lang geleitet hatte. Ich dachte an die Crew, die es nach dem Wechsel der Intendanz  in Stücke riss und viele davon das Theater verließen…

Ich ging am Weihnachtsmarkt vorbei, der so voll war, dass ich drum herum gehen musste. Ich schaute mir ein paar Stände an  und dass manche davon weitaus weniger Auslage hatten als zu Anfang. An einem Stand waren nur noch ganze drei ferngesteuerte Helikopter zur Hälfte vom Anfangspreis zu haben. Weihnachtmakrtschlussverkauf.

Aus den Lautsprechern sang Fausti die luxemburgische Version von “White Christmas”. Etwas weiter unten an einem Käsestand strahlte der Verkäufer die Passanten an und ich fragte mich wie lange man Weihnachtsmusik am Stück aushält. Die Verkäufer müssen ja vier Wochen ohne Unterbrechung dadurch. Hören die das Gedudel überhaupt noch?

Ich ging weiter bis zur Post und schaute an einer bestimmten Stelle zum ersten Stock hinauf, dort wo ich meine Lehre als Friseur in meinem früheren Leben gemachte hatte. Ich dachte an die Zeit zurück und dass der Weihnachtsmarkt damals viel kleiner gewesen ist. Ich dachte an die Parfümerie Opera und den Bäckerei Schons, die schon seit ewigen Zeiten dort nicht mehr ansässig sind. Ich dachte an die länglichen Spinatbrötchen, die ich später in keiner anderen Bäckerei mehr bekam…

Als ich Heilig Abend zu Freunden fuhr bei denen ich zum Abendessen eingeladen war, hörte ich Radio Christiane Kremer von RTL zu, einer meiner Lieblingsmoderatorinnen und inzwischen auch gute Freundin. Die Musik war besinnlich jedoch nicht unbedingt Weihnachtsmusik, was mir sehr gefiel. Sie stellte die Frage was Weihnachten für den einzelnen bedeuten und hatte dazu eine Bürgersteig Umfrage gemacht. (Micro Trottoir: Nennt man das so in Deutsch?) Es kamen die antworten die man sich dazu erwartet. Weihnachten ist das Fest der Familie, es sollte kein Konsumrausch sein, usw….

Für mich ist Weihnachten Erinnerung. Die Erinnerung an alles was einmal war, an die Idealvorstellung eines Weihnachten. Es sind Geräusche, Geschmäcker, Blider und Stimmungen zusammengewürfelt aus der Vergangenheit. Das Geräusch der Nadel die auf den Plattenteller aufsetzt um die Weihnachts LP abzuspielen. Der Geschmack der hausgemachten Schokoladentrüffel die meine Mutter jedes Jahr machte. Der Platz im Sessel gleich neben dem Weihnachtsbaum und der Blick auf eine rote Weihnachtskugel, in der sich das eigene verzerrte Mondgesicht widerspiegelte. Einen vollbesetzten Wohnzimmertisch mit längst verstorbenen Verwandten, die alle fröhlich durcheinander redeten und sich über die Geschenke freuten…

Weihnachten ist Erinnerung.

Aufgelesen

So schlimm kann die Finanzkrise nicht sein wenn ich folgende Meldungen lese:

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