Ich hatte so mittelprächtig geschlafen. Ich erwarte viel zu früh und war missmutig. Auf eine weitere Runde Ausmisten hatte ich keine Lust.
Ich fing ein neues Buch an. Vor Rehen wird gewarnt, von Vicky Baum. Die Geschichte einer Frau, die alles bekommt, was sie will. Da ich vor etlichen Jahren schon das Buch ‚ Menschen im Hotel,‘ von ihr gelesen hatte, und sich inzwischen auch andere Blogger für sie begeistern, dachte ich, dass ich mir etwas Neues von ihr aussuche. 
Am späten Nachmittag meldete sich die A. Wir hatten uns schon eine Weile nicht gesehen. Es gab also so einiges zu erzählen von beiden Seiten. Wir fuhren in die Villa Beggen, ein Ort, an dem die A. noch nie gewesen war. Ich war vor etlichen Monaten einmal dort, als es noch kalt und trüb war. Die Villa Becken hat inzwischen einen Preis bekommen, für die schönste Terrasse von Luxemburg Stadt. Da wollten wir hin. Und ich muss sagen es ist ziemlich großartig dort.
Auch die Hundedame Blue war sehr willkommen. Für sie gab es auf der Speisekarte sogar eine eigene Seite, mit allerlei Leckerlis und Hunde Bier! Ja, das hatte ich auch noch nie gehört. Es gibt Bier für Hunde. Leider hatte ich es verpasst, ein Foto von der Flasche zu schießen.
Für uns gab es zwei Cocktails, gefolgt von zwei Salaten mit Quinoa und gebratenem Halloumi.
Ein Foto von der Terrasse konnte ich leider nicht machen, denn sie war voll besetzt. Aber es ist ein sehr lauschiges Plätzchen in einem Hinterhof und es wundert mich nicht, dass sie einen Preis bekommen hat.
Das hängt von der Arbeit ab. Wenn es Hausarbeit ist, höre ich Radio, ein Podcast, manchmal auch ein Hörspiel oder Hörbuch.
Wenn es beruflich ist, hängt es sehr von der Arbeit selbst ab. Bei Oper, Operetten oder Musical höre ich nichts. Zumindest am Anfang nicht, weil alle ihre eigenen Melodien im Kopf haben und herumdüdeln. So ab der dritten, vierten Vorstellung kann man dann Musik leise im Hintergrund laufen lassen. Das hat bis jetzt niemand gestört. Im Gegenteil, alle sind froh etwas anderes zu hören. Beim Schauspiel hängt es ja vom Stück ab. Ich hatte bis jetzt nur ein einziges Mal eine Schauspielerin, die sich daran gestört hat.
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Am Abend schaute ich mir ein paar Folgen der Doku Homicide: Los Angeles auf Netflix an. Sie ist von den gleichen Produzenten, die Law and Order gemacht haben. Ich fand nur die erste Folge sehr interessant über den Komponisten Phil Spector. Auch der Rachemord am Rennfahrer Mickey Thompson, dessen Name mir geläufig war, über den ich sonst nichts weiter wusste, war interessant. Doch schon bei der zweiten Folge fand ich, dass es wieder dieses breitgetretene Netflix Muster war.
Ich fuhr gleich am Morgen zum Juwelier meines Vertrauens. Es ist übrigens der einzige, der noch die Marke hat. Bei der ersten Begutachtung bekam ich eine Schreckensnachricht. Das Armband ist dort durchgebrochen, wo man ein einzelnes Glied nicht herausnehmen kann. Es müsste also ein völlig neues Armband her. Kostenpunkt über 900 €!!! Mir wurde schlecht. Doch der Verkäufer nahm es dann mit nach hinten zum Techniker, der eine andere Lösung fand, die mich nur gute 50 € kosten wird. Aber es wird eine Weile dauern, denn die inneren Glieder, die aus Kunststoff gefertigt sind, müssen nachbestellt werden und das dauert. Ich atme auf. Uff! Ich warte lieber sechs Wochen darauf, als dass ich 900 € bezahlen muss.
Da heute eine der heißesten Tage der Woche angekündigt war, beschloss ich, es sehr ruhig angehen zu lassen und nicht durch die Gegend zu hetzen. Ich setzte mich auf den hinteren Balkon und las eine Weile.
Dann beschloss ich, etwas anderes zu machen, und das fängt mit einer Frage an. Wer von euch tanzte schon zu dem ersten großen Hit West End Girls von den Pet Shop Boys mit 19 in Diskotheken? Bitte die Hand heben! Und wer war ein Riesen Fan? Bitte beide Hände heben. (Sorry, ich muss beide wieder runter nehmen, sonst kann ich nicht weiterschreiben)
Durch einen Zufall entdeckte ich gestern, dass die beiden ein neues Album herausgebracht haben nach vier Jahren Stille. Es gibt sie also immer noch!
Ich hörte mir das neue Album an. Nontheless. Nichtsdestotroz, ein großartiger Titel für ein Album. Es sind immer noch diese einschlägigen Melodien, die teilweise sofort ins Ohr gehen. Viele der Lieder sind tanzbar, manche auch ruhiger. Doch die Texte sind alle durch die Bank weg melancholisch, handeln von Erinnerungen, blicken zurück auf vergangene Zeiten oder handeln von Einsamkeit. A new bohemia ist so ein Lied:
Ich musste unweigerlich schmunzeln, als ich sah, dass Chris immer noch eine Baseballkappe trägt, auf der Boy steht, und eine dunkle Sonnenbrille.
Schön ist auch, dass die Stimme von Neil Tennant sich kein bisschen verändert hat. Manchmal wird sie elektronisch verdoppelt für Choreffekte, oder leicht verzerrt aber in Liedern wie in A New Bohemia, klingt sie noch immer wie in den Achtzigern. Es ist erstaunlich. Ich bin froh, dass es die beiden Herren immer noch gibt.
Why am I dancing?, ist eines dieser Lieder, das so sehr Pet Shop Boys ist, dass nur die Pet Shop Boys es heraus bringen können.
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Am Abend fuhr ich mit der D. ins Bovary. Ich war schon länger nicht mehr dort gewesen. Es wurde ein gemütlicher Abend ein bisschen außerhalb der Stadt, denn in der Stadt war die Jazz Rallye angesagt und die wollte ich nicht mitmachen. So toll, wie die Jazz Rallye in ihren Anfängen war, in den Neunzigern, so furchtbar ist sie in den letzten Jahren geworden. Muss ich mir nicht mehr antun.
Ja, natürlich weiß ich um die Doppeldeutigkeit der Überschrift. Ich wollte es nur gesagt haben, bevor mich jemand in den Kommentaren darauf aufmerksam macht.
Am Morgen fuhr ich zeitig los mit der J. und der D. nach Remerschen zu den Baggerweihern. Wir waren bei Zeiten da und die ersten, die im Wasser waren.
Wun der bar!!!
Als ich aus dem Wasser kam, setzte ich mich auf die Liege. Ich hatte jedoch nicht bemerkt, dass meine Armbanduhr aus der Tasche unter das Handtuch gerutscht war. Resultat:
Eines der Glieder vom Armband brach durch. Mist! Mist! Mist!
Gehen Mittag gab es einen angedachten Happen im Chalet nebenan zu essen. Der Happen wurde aber eine gewaltige Portion. Es war Fish and Chips. Für gewöhnlich ist es nur ein Filetstück. Hier waren es aber zwei gewaltig große Stücke. Überfressen war vorprogrammiert. 
Wieder daheim legte ich mich kurz hin. Es war inzwischen richtig heiß geworden. Ich dusche kurz und machte mich dann ausgehfein für die Pink Gents. Das ist eine andere Gruppe wie die Bären vom After Work, bei denen ich ja schon oft war. Die Pink Gents sind etwas breit gefächerter aufgestellt.
Ich aß zum ersten mal im Sazio, ein Restaurant, das es noch nicht lange gibt. Der Ort, an dem sich das Restaurant befindet, ist es schon sehr lange und war noch immer eine Gaststätte. Es besitzt eine der schönsten Innenhof Terrassen der ganzen Stadt. Dass sie aber jetzt ein Italiener übernommen hat, ist neu. Ich hätte einen Insalata die Mare, der wirklich nicht lecker war. Es war von einer sagenhaften, Lieblosigkeit. Dafür 24 € zu verlangen, war eine Frechheit. Nun ja…
Nach einem kurzen Absacker war ich gegen Mitternacht zu Hause.
Am Morgen einen Thread gelesen über Taylor Swift, von einem etwas älteren Mann,(mit ein paar sehr vorgefassten Meinungen) der nicht verstand was der ganze Hype um diese Frau soll. Natürlich bekam er ein paar giftige Antworten. Aber er verstand trotzdem nicht, warum sie ein Welstar ist. Für ihn wären andere SängerInnen sowie Michael Jackson, Prince und Madonna Weltstars, aber nicht sie. (leider habe ich verpasst, den Thread zu markieren, sonst hätte ich ihn hier einfügen können) Dass er Madonna als Superstar sieht und nicht Taylor Swift ,fand ich interessant. Ich bin auch kein Taylor Swift Fan, ich mag ihre Musik nur so mittel und davon abgesehen, dass sie recht hübsch aussieht und Model Maße hat, finde ich sie nicht besonders. So kam mir die Idee, die beiden einmal miteinander zu vergleichen. Was verbindet die beiden Sängerinnen und was nicht? Beide sind Amerikanerinnen, beide sind im Popgeschäft tätig und Feministinnen. Und damit wären die Gemeinsamkeiten schon weitgehend alle aufgezählt. Während Madonna schon immer Pop sang, kommt Taylor Swift aus der Country-Musik, bevor sie zur Popmusik wechselte. Während Madonna, von einer provokativen Schiene auf die nächste sprang, und sich beständig neu erfand, hat Taylor Swift das (bis jetzt) nie getan. Sie ist jedoch ein Arbeitstier erster Klasse. Ich kenne niemand, der mitten in einer Welt Tournee für ein Album, bereits das nächste Album herausbringt, und ein Teil der Show, während der Tournee, komplett erneuert wird, mit den Songs aus dem neuen Album. Das ist schon ziemlich einzigartig.
Der größte Unterschied aber sind wohl die Fans der beiden. Während die Fanbase von Madonna überwiegend aus Männern besteht (ein Großteil davon kommt aus der LGBTIQ+ Gemeinde), so sind der Großteil der Fans von Taylor Swift, Frauen durch alle Klassen und Altersschichten. Interessant ist, dass die sogenannten Swifties immer wie eine Armee dargestellt werden. Ich mag mich täuschen und habe das auch nicht weiter verfolgt in der Presse, aber haben die Swifties nicht beträchtlich dazu beigetragen, dass das Monopol von Ticketmaster endlich ins Wanken gerät?
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Wusstet ihr, dass Luxemburg eines der besten alkoholfreien Biere der Welt hat? Ich hatte am Mittag eines im Renert getrunken. Es war recht warm gewesen und bei den Temperaturen mag ich keinen Alkohol. Also tanke ich ein alkoholfreies Bier.
Es schmeckte großartig und hat eine leicht fruchtige Note.
Am Nachmittag beschloss ich, einen kleinen Spaziergang zu machen und zwar auf einem Weg, den ich bis jetzt noch nie gegangen war. Es gibt immer noch Ecken in Luxemburg Stadt, die ich nicht kenne. Ich ging hinunter ins Stadtviertel Grund und ging dann auf der kleinen Brücke, die über die Alzette führt, nicht nach links zur Abtei Neumünster sondern nach rechts.
Mich erstaunt es immer wieder, wie viel Natur man noch mitten in der Stadt findet. Der Weg führt bis ins Stadtviertel Hamm/Cents zu einem kleinen Bahnhof. Aus zeitlichen Gründen konnte ich den ganzen Weg nicht ablaufen, da ich am Abend noch anderweitig eingeladen war. Aber das werde ich in Kürze nachholen. Versprochen! Es folgen viele Fotos:
Am Abend fuhr ich zur N. ins benachbarte Ausland. Wir verbrachten einen lustigen Abend auf ihrer Terrasse, doch ich machte beizeiten Schluss, denn für Freitag hatte ich einen größeren Ausflug geplant. Aber dazu mehr morgen.
Ich war sehr früh wach. Kurz nach 5:00 Uhr morgens schlug ich die Augen auf. Das war neu. Aber ich hatte auch in der Nacht schlecht geschlafen. Ich kann nicht mal sagen warum, denn ich hatte weder zu viel getrunken noch zu gehaltvoll gegessen.
Als ich den Beitrag von gestern hochladen wollte, sah ich, dass mein Server wieder einmal streikte und meine Homepage in Quarantäne geschickt hatte. Mist! Ich schrieb eine kurze Mail, und die übliche Adresse vom Support. Doch es kam sofort eine Antwort, dass die Mail nicht angekommen sei.Das war ganz etwas Neues also nahm ich kurz vor 10:00 Uhr den Telefonhörer in die Hand und rief an. Doch es hob niemand ab. Was soll das? Kurz nach 12:00 Uhr schien dann alles wieder in Ordnung zu sein und ich konnte den Beitrag hochladen. Ich frage mich seit einer Weile schon, ob ich nicht den Homepage Provider wechseln soll ? Ich habe nicht gezählt, wie viele Ausfälle es dieses Jahr schon gab, doch es waren so einige.
Es wurde ein relativ warmer Tag, an dem ich mir aber fest vorgenommen hatte mit den Aufräumarbeiten zu beginnen und zwischendurch die Waschmaschine zu bemühen.
Zudem hatte ich für den späten Nachmittag eine angehende Dragqueen zu Besuch der ich eine ersten Schnellkurs im Schminken gab. Für gewöhnlich mache ich das im Keller. Da dort aber gerade die oben genannten Aufräumarbeiten stattfinden, musste ich alles in die Wohnung hochschleppen.
Die beiden schwarzen Dosen vor dem Spiegel, sind Pinselkisten.
Ich zeigte ihr vor allen man mit hellen Augenrauen das Abkleben umgehen kann und wie man eine Grundform für große Augen erhält. Dann folgten noch Konturieren, Highlighter und Rouge.
Es ist immer ein bisschen das gleiche Problem mit Menschen die unbedingt so aussehen wollen. Diese ganzen Techniken wollen gelernt und geübt sein. Vor allem geübt und dafür braucht es Geduld. Ein anderer Punkt ist der Kostenfaktor. Makeup Produkte sind teuer! Selbst wenn man auf Produkte zurückgreift, die preislich recht günstig sind, kann man trotzdem mit 100-150 € Grundausstattung rechnen und dann hat man nur das Allernötigste.
Am Abend schaute ich mir unter viel anderem Blödsinn ein Rezept an, dass ich nachmachen werde, denn es sah vielversprechend aus.
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Tagesfrage:
Hunde oder Katzen?
Ich bin mit Hunden großgeworden. Aber Katzen mag ich auch wegen ihrer Eigenwilligkeit. Es stellt sich natürlich die Frage, ob ich irgendwann ein Haustier haben werde. In absehbarer Zeit sicherlich nicht. Ich habe einen sehr unsteten Lebensstil, bin oft und viel unterwegs, und die Haustiere würden in der Zeit einsam in der Wohnung rumhängen. Das tue ich keinem Tier an.
Der Montag war ein Ruhetag. Nach dem ganzen Pride Wochenende brauchte ich einen Tag Ruhe.
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Am Dienstag dann, hieß es Abschied nehmen von Besuch aus Australien, der am Freitag wieder heimwärts fliegt. Wir trafen uns kurz im Renert zusammen mit der D. Ich werde den H. dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr sehen. Aber nächstes Jahr ganz bestimmt.
Mittagessen gab es ebenfalls im Renert. Es gab ein grandioses Vitello Tonnato.
Anschließend fuhr ich mit der D. In den Grand Frais zum Einkauf. Die D war sehr neugierig auf den Laden, von denen es ja drei Stück (glaube ich) in Luxemburg gibt. Und ja, sie haben in der Tat viel Obst und Gemüse, was man so nicht unbedingt bei allen andern findet. Aber man muss auch genau hinschauen wie bei allen anderen. Preislich finde ich ihn übrigens ganz in Ordnung. A
m Abend sah ich die A. und den J. im Park Belair auf einen Drink. Es wurde jedoch nicht sehr spät.
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Was ist, wenn wir mal alle Regeln über Bord werfen und Pasta nicht so kochen wir vorgeschrieben? Ich gebe zu, ich nehme nie so viel Wasser wie vorgeschrieben, seit Jahren schon. Mein spart Zeit, Energie und Wasser. Und nach dem Video unten, scheine ich mit meiner Methode gar nicht falsch zu liegen.
Vielleicht habt ihr es schon auf bei Instagram gesehen. Ein wirklich schönes Foto von mir, das letzte Woche auf der Gang Bang Party gemacht wurde:
In der Überschrift steht zwei Tage, aber eigentlich dauert die Pride eine ganze Woche lang in Luxemburg. Die zwei Haupttage am Samstag und Sonntag habe ich mitgemacht.
Diese große Glaskugel am Rathaus, ist Teil einer neuen Ausstellung aus der Escher Kunsthalle. Ich werde das Kunstwerk und all die andern, die in der Kunsthalle zu sehen sind, in den nächsten Tagen noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.
Es war bedeckt, doch es war schwül warm. Das Foto unten machte ich wegen der beiden Jungs, die vor mir standen, die extra aus Deutschland angereist waren. Ihre sehr knalligen T-Shirts stachen sehr aus der Menge raus:
Der Sänger Oké. Ein Nigerianer, der schon seit mehreren Jahren in Luxemburg lebt, und dem ich eine große Karriere prophezeie, wenn er sich gescheit anlegt. Er hat eine wahnsinnig schöne Stimme:
Anschließend beschlossen der P. und sein Gatte P. dass wir uns stärken müssten. Wir gingen zwei Straßen weiter zu einem kleinen italienischen Restaurant. Dort gab es einen Klassiker, den ich schon sehr lange nicht mehr hatte, Filetsteak mit Pfeffersauce:
Inzwischen war es dunkel geworden, und das Rathaus erstrahlte in den Regenbogenfarben.
Schade fand ich, dass ausgerechnet bei Bilal der Ton total übersteuert war, und man nicht ein einziges Wort verstand von dem, was er sang.
Anschließend ging es zurück nach Luxemburg ins Lennox zur W R. Party. Daheim war ich dann morgens um drei. Upps!
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Den Sonntag fing ich dementsprechend gemächlich an. Am Samstagabend war die D. aus Jean zurückgekommen Und sie hatte mir etwas mitgebracht, was ich weiter unten zeige, aber die, die schon lange hier mitlesen, wissen, was es ist.
Die D. entschloss sich spontan dazu, am Nachmittag mit nach Esch zu kommen, zum zweiten Tag der Pride und einem weiteren Lineup auf der Hauptbühne. Ich hatte mir dieses Mal aber nur zwei Konzerte rausgesucht.
Conchita Wurst war da. Es sind inzwischen zehn Jahre vergangen, dass sie den Grand Prix gewonnen hat.
Gustav, der letztes Jahr im Eurovision Song Contest für Belgien startete, war auch da, und brachte den ganzen Platz zum tanzen. Sein Lied war damals mein Favorit.
Danach hatte ich genug und vor zurück nach Hause. Es fahren dann doch zwei lange Tage gewesen.
Die D. gab mir dann die berühmt-berüchtigte kleine blaue Kiste:
Baskischer Kuchen!!!
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Daheim sah ich mir noch eine Doku auf ARTE an über Sarah Bernhardt, die ich vom Namen her kannte und auch viel auf Fotos gesehen hatte. Aber über sie selbst wusste ich nur sehr wenig. Eine sehr sehenswerte Dokumentation über eine Schauspielerin, die zu ihrer Zeit den ganzen Erdball bewegte.
Kennt ihr das Gefühl, am Morgen zu erwachen und innerlich mit etwas abgeschlossen zu haben, was euch am Tag davor noch melancholische Gedanken und Kummer bereitete? Der Freitag fühlte sich wie ein Tag 0 an. Im Kopf schwirrte noch immer das Lied von Billie Eilish.
In der Nacht hatte ich einen Traum den ich schon lange nicht mehr hatte. Mein Gehirn hat ihn eigentlich als Alptraum angedacht, nur hat er auf mich nicht diese Wirkung, obwohl für andere wird es sehr wohl einer sein. Ich erkläre mich: Es geht um einen Aufzug. Ein hochmoderner Aufzug, der nicht nur im dem Gebäude alle Etagen bedient, in dem er eingebaut ist, sondern auch die oberen Etagen eins Bürogebäudes auf der anderen Straßenseite. Er fährt auch waagerecht und es fühlt sich an, als ob er auch Achterbahnfahrten machen würde. Ich fand den Traum spannend.
Angedacht war ein Schwimmrunde in Remerschen, doch sie wurde mir wieder einmal vereitelt, durch das regnerische Wetter.
Über die Mittagsstunde zog ich los ins Renert und aß ein neues Gericht, dass sie noch nie auf der Karte hatten. Ramen mit Tofu und sehr viel Gemüse.
Am Abend sah ich mir Guys & Dolls auf YouTube an, mit Marlon Brando und Frank Sinatra. Ein Film, von dem ich nicht wusste, dass Marlon Brando in sowas mitgespielt hat und sogar mitsingt. Es ist einer dieser sehr klassischen Musical Filme, die man heute so gar nicht mehr drehen könnte.
… waren mit Arbeit für die letzte Sendung vor der Sommerpause gekrönt.
Es war schön, es war sehr lustig, aber es war auch traurig, denn es war die letzte Sendung von zwei Moderatorinnen. Eine davon werde ich ganz besonders vermissen, denn sie war mein Fels in der Brandung. Es wird nicht mehr das selbe sein ohne sie. Sie war immer für mich da, seit meinen Anfängen im Frühjahr 2019. Dass ich irgendwann mal etwas mit Fernsehen machen würde, und regelmäßig meinen Kopf in die Kamera halte, hatte ich so auch nicht geplant. Das ist mir auch noch einen Heidenspaß machen würde, war noch weniger absehbar.
Hier ein paar Fotos von der letzten Spezialsendung, in der auch ein paar Sänger mit live Musik eingeladen waren.
Made by P.Made by P.Made by P.Made by J.
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Den Donnerstag verbrachte ich mit einem kurzen Ausflug nach Völklingen, zwecks Aufnahmen.
Auf den Rückweg in die Studios, da ich die Aufnahmen so schnell wie möglich abgeben musste, hörte ich ein neues Lied von Billie Eillish das mich sehr melancholisch stimmte, weil mich die Melodie irgendwie an Vergangenes und an Abschiede erinnerte, so als ob der Song schon immer da gewesen wäre. Und obwohl das Lied sehr tanzbar ist, hat es auch etwas kuschelig weiches, wie eine große Plüschdeke und wie eine Umarmung:
Den Morgen langsam angegangen. Angedacht hatte ich eine Runde Schwimmen im Baggerweiher in Remerschen, doch wie so oft kam das Leben, in diesem Fall ein langer Telefonanruf, dazwischen.
Aber zu spät wollte ich auch nicht los, also ließ ich es bleiben.
Vielleicht sollte ich aufschreiben, dass ich heute eine erste intensive Begehung des Kellers machte. Das hört sich an, als ob eine unentdeckte Tropfsteinhöhle erkundete… Nein, ich zog erste Kisten aus den Regalen, die ich über Jahre hinweg nicht angefasst hatte. Es ging darum endlich nach so vielen Jahren Platz und Ordnung zu schaffen. Ich habe z.B. viele alte Ordner randvoll mit Anschlussfotos von Filmen die schon lange raus sind. Die meisten Ordner die ich behalten habe, sind aus Kostümfilmen, weil dahinter auch eine komplette Recherche eines Zeitalters steckte. Ich hätte die Ordner am liebsten mit einem Wurf in die Mülltone entsorgt, doch im Zeitalter der Mülltrennung geht das nicht mehr. Zum Teil sind die Fotos auch schöne Erinnerungen an Menschen, die ich danach nie wiedergesehen habe, wobei wir wieder bei dem leidlichen Thema wären: Was werfe ich weg, was behalte ich? Mit wem teile ich diese Erinnerungen? Mit niemandem, es sei denn ich setze sie ins Blog und teile sie mit euch allen. Aber da es Anschlussfotos sind, die normalerweise niemand außer ich und meine AssistentInnen zu sehen bekommen, geht das nicht. Ich bin ja verpflichtet diese Fotos eine Weile zu behalten im Falle eines Re-shoots. Ich das war in meiner gesamten Laufbahn ein einziges mal.
Irgendwann stöhnte ich laut auf. Nein, heute war ich nicht in der Stimmung, Dinge zu entsorgen.
Draußen war es mittlerweile richtig heiß geworden. Die Wetterapp prophezeite Unwetter. Ich hatte keine Lust zum Kochen und ging in die Skybar. Ich war schon lange nicht mehr dort gewesen. Ich nutze die Gelegenheit, um mich auf ihre Terrasse zu setzen, solange das Wetter noch einigermaßen hielt.
Nach dem Hauptgang, musste ich von der Terrasse umziehen ins Innere. Der Himmel wurde immer dunkler und ich sah erste Blitze.
Die Nachtisch gab es dann drinnen:
Als ich weg ging, hatte der Regen schon wieder aufgehört. Ich fühlte mich leicht überfressen.
Am Morgen eine schnelle Einkaufsrunde im benachbarten Ausland. Mir war nicht nach großen Wanderungen zumute, denn ich hatte für 17:00 Uhr eine Kinokarte.
Nach meinem fulminanten Kinostart in diesem Jahr, mit dem Film Poor Things, wollte ich unbedingt den neuen Lantimos Film sehen. Kinds of Kindness.
Ich hatte vorab keinen Trailer gesehen und keine Kritik gelesen, ging also völlig ahnungslos hinein..
Und ich denke das war ganz gut so, sonst hätte ich ihn mir wahrscheinlich nicht angesehen. Der Film beinhaltet drei verschiedene Geschichten, die Apriori nichts miteinander zu tun haben und doch sind sie irgendwie miteinander verbunden, nicht allein durch die Tatsache, dass es die gleichen Darsteller sind, sondern auch, weil sie nie sehr anders aussehen. Während den drei Geschichten dachte ich immer wieder an den Titel des Films und wo die Freundlichkeit, die Kindness zu suchen sei. Es gibt sie schon… irgendwie. Doch die rohe Gewalt und die Ekelhaftigkeit, mit der die verschiedenen Charakter aufeinander losgehen, ist nichts für schwache Nerven. Es gab ein paar Momente, da konnte ich fast nicht hinsehen. Ich habe immer wieder versucht, einen roten Faden durch den ganzen Film zu finden. Es geht um all diese zwischenmenschlichen Dinge, die wir kennen, wie Betrug, Verlust, Kontrolle, Liebe, Hass, Aufopferung und viele mehr. Doch ist der Blickwinkel immer leicht schräg, dass man von Anfang an kein gutes Gefühl hat.
Der Film ließ mich atemlos, sprachlos und etwas frustriert zurück. Es war mir nicht ganz klar, was ich da gesehen hatte, als ich aus dem Kino rauskam, und ich bin mir jetzt noch nicht im Klaren, was das Ganze soll.
Nachtrag: die Schauspieler sind allesamt großartig. Auch Jesse Plemons, der neue im Reigen der Lantimos Darsteller ist sehr überzeugend.  Heute, am Tag danach, weiß ich immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Für mich ist der Film enttäuschend.
Ab heute geht die Pride Woche in Luxemburg los, und da ich dieses Jahr nicht irgendwo hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen bin, habe ich beschlossen, dass ich da mehrere Dinge mitmache.
Eine der ersten großen Partys wurde von einem der Partner von Rosa Lëtzebuerg Sonntagnachmittag organisiert. Zugegeben, der Name in der Überschrift hört sich sehr nach „wie bitte?“ an. G.A.N.G. ist ein etwas edler Foodcourt in der Belle Étoile. Ob es „Bang“ machen würde, blieb erstmal abzuwarten. Ich bin nicht so der Fan von Foodcourts in Europa, weil es meistens eine Ansammlung von Kettenrestaurants ist, mit Junkfood. Hier ist das ein wenig anders. Es ein einziger Besitzer der auf einer riesigen Fläche mehrere Restaurants erstellt hat, die allen ein wenig ineinander übergehen.
Es war alles etwas gehobener und teurer. Ich fand es sogar im Vergleich zu den Tanztees die im Chou Chou abgehalten werden und vom Konzept her ähnlich sind, zu teuer. Es hätten sich wenige Leute eingefunden. Auf der riesigen Location verließ sich das sehr. Die Tatsache, dass man es Gang Bang genannt hatte, war vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen. Der Bang war nur ein „Rumms“ gewesen.
Kurz vor elf war ich wieder daheim. Auf Instagram sah ich dann, dass ich etwas verpasst hatte, was ich mir viel lieber angesehen hätte als diese lauwarme Party.
Be Kind Rewind habe ich schon mehrmals verlinkt hier im Blog. Gestern erschien zum ersten mal ein Video über eine Persönlichkeit, die nicht aus Fleisch und Blut ist, sondern aus Stoff.
Jeder kennt sie aus der Muppet Show. Ich wusste nicht, dass Miss Piggy eine Zeit lang auch ihre eigene Show hatte.
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Frau Diekmann schreibt genau das, was ich auch dachte:
Heute war der große Tag. Das Konzert des Chores für jedermann. Ich hatte hier schon einmal kurz darüber berichtet. Ich hatte drei Kolleginnen mit, und die Arbeit ging wie am Schnürchen. Bei den Arbeiten mit demenzkranken Menschen ist die schönste Bezahlung die Dankbarkeit.
Fotos konnte ich keine machen. Das Konzert war aber ein großer Erfolg, und es werden weitere Daten folgen.
Kurz nach 17:00 Uhr war ich dann wieder daheim.
Was ist dein Lieblingsmusikgenre?
Für jemand, der viel und oft Musik hört, ist es schwierig, ein Musik Genre als Liebling zu krönen. Ich denke aber, dass es eher in die elektronische Richtung geht als in eine andere.
Wenn man die Frage andersrum gestellt hätte, wäre es für mich einfacher gewesen, zu antworten. Die Musikrichtungen, die ich nicht mag, sind schneller aufgezählt. RAP, Hip-Hop, Metal, sowie Schunkel- und Volksmusik. Diametral dazu sind Wagner Opern auch ein Gräuel. Auch bei zeitgenössischen und atonalen Opern überkommt mich gerne mal ein Fluchtreflex.
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Berndette Banner kennt ihr, oder? Sie ist eine Kostümschneiderin und YouTuberin, die sich seit Jahren mit alten Techniken beschäftigt. In diesem Video beschäftigt sie sich mit Stickereien aus dem 18. Jahrhundert. Zu diesem Zweck besucht sie eine kleine Firma in London, die noch immer alles per Hand machen und genau erklären, wie man heute Stickereien macht, die handgemacht aussehen sollen, jedoch mit der Maschine gemacht sind, und dass es noch immer traditionelle Stickereien gibt, die man nur von Hand machen kann. Es gibt viele schöne Dinge zu sehen.
Am Donnerstag lag ich völlig darnieder. Das waren die Folgen vom Mittwoch, an dem ich mich so hoch gepusht hatte, (auch mit Medikamenten), um einigermaßen durch den Tag und hauptsächlich durch die Sendung zu kommen, dass am Donnerstag gar nichts mehr ging. Ein bisschen Schreibkram am Rechner, und mehrfach die Waschmaschine betätigen, waren die einzig ehrbaren Dinge, die ich tat.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch das hier. Die Kaltmamsell schrieb kurz in ihrem Blog über Frischmilchprodukte wie Quark, Frischkäse, Mozzarella und Ricotta im Vergleich zu Skyr. Aus einem der zahlreichen Kommentare lernte ich den Grund, warum ich Skyr besser Vertrage als alles andere. Zumindest nehme ich mal an, dass das der Grund sein könnte.
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Am Freitag, dann große Wiedersehensfreude. Der H. aus Australien ist in Luxemburg.
Es gab viel zu erzählen. Er noch mehr von seiner Seite der Welt, als ich von meiner, denn das kennt er alles durch mein Blog.  Wir werden uns Ende nächster Woche noch einmal sehen.
Am Nachmittag wies ich kurz Frau Proper ein und verschwand dann wieder aus der Wohnung, denn wenn sie herum wirbelt, bin ich überall im Weg.
Später ging ich dann mit den Bären auf ein Aperitif ins Lentz. Ich blieb aber nicht dort, weil ich eine Verabredung mit dem J. hatte. Wir probierten zum ersten Mal das griechische Restaurant in der rue Notre-Dame, das Ambrosia. Und ich muss sagen, es war großartig. Besser noch als das Athena, dass sich in meinem alten Viertel befindet. Ich hatte Lammfilet, was über die Maßen köstlich war. Leider kein Foto.
Später ging es dann noch einmal kurz ins Letz Boys, das jetzt aus Gründen nur noch am Wochenende geöffnet hat. Ich hoffe, sie überlebt, denn wenn nicht, gibt es keine Bar mehr für die LGBTIQ+ Gemeinde.
Kurz nach Mitternacht daheim und hurtig ins Bett, denn morgen wird ein langer Tag werden.
Am Morgen ein bisschen rumgetrödelt. Später dann habe ich mir noch einmal alles angesehen hinsichtlich einer Serie, die ich für die Sendung vorbereitet hatte. Ich hatte hier schon im Blog darüber geschrieben. Für gewöhnlich tue ich das nicht, wenn ich weiß, dass ich etwas für die Sendung machen muss, lass ich es im Blog außen vor. Hier wusste ich es aber erst später.
Die Schniefnase hatte Pause. Halsweh ist auch weg. Die K. Hatte den Vorschlag gemacht, doch sicherheitshalber einen COVID Test zu machen. Da ich keine mehr habe, holte ich mir einen aus der Apotheke. Er war negativ. Uff.
Ich machte mich fernsehfein, war jedoch sehr unschlüssig, wie das heute aussehen sollte. Draußen war es kühl, nass, leichter Regen… Ein sommerliches Leinenhemd mit Stoffhose kam also nicht infrage. Es wurde eine Jeanshose, ein langärmeliges Hemd, und ein passendes Sakko.
Zu Gast war die Tochter des verstorbenen Malers Gust Graas, der dieses Jahrhundert Jahre alt geworden wäre.
Der Rest des Nachmittags und des Abends verliefen ruhig. Es geschah nichts, was ich hätte verbloggen können.
Eine gruselige Nacht verbracht mit bösem Kratzen im Hals und leichter Schniefnase und in der es morgens um 4:30 Uhr vorbei war mit schlafen. Ich schüttelfrosttete mich aus dem Bett zu einem Klogang. Eine Erkältung im Juni/Juli. Na klasse! Ich wechselte zu einem Winterschlafanzug und legte eine weitere Decke auf. Da schlafen nicht mehr ging, hörte ich Radio. Die Nachrichten vom Wahlausgang in Frankreich, und wie es jetzt weitergehen soll, erheiterten mich kein bisschen. Macrons‘ Plan ist nicht aufgegangen. Doch hoffentlich mobilisiert es er jetzt die verbleibenden 2/3 für den zweiten Wahlgang.
Ich pauschalisiere jetzt mal ein bisschen und man kann mir das alles für falsch auslegen, aber es ist meine Meinung. Frankreich hat ein großes Ego- und Mentalitätsproblem und hat sich sehr lange auf Lorbeeren ausgeruht, die es im Grunde nie besessen hat. Zudem ist es ein zentralistisch regierter Staat, nicht so wie Deutschland, in dem es Bund und Länder gibt. Das bringt mit sich, dass die ganz oben im Élysées Palast, mit den Menschen ganz unten, schon lange den Kontakt verloren haben. Macron stellt es mit jedem seiner hochherrschaftlichen Auftritten immer wieder unter Beweis. Zudem sind die Franzosen sehr auf sich selbst fixiert. Das merke ich jedes mal, wenn ich dort bin. Die Reaktionen, dass ich aus Luxemburg komme, perfekt französisch kann, alles kenne und verstehe, lässt sie perplex werden. Das beweist mir dass die Franzosen keine Ahnung haben, was um sie herum geschieht. Frankreich muss endlich aufwachen. Die Zeiten der Grande Nation und Vorreiter in zahlreichen kulturellen Bereichen, sind lange vorbei. Sie sie sind nicht mehr der Bauchnabel der Welt.
Irgendwann schlief ich dann doch wieder ein und erwachte um 10:00 Uhr. Der Körper fühlte sich an, als ob er den Infekt doch weitgehend im Griff hätte.
Tristes Wetter. Dass ich letzte Woche im See geschwommen war, fühlte sich wie ein Traum an.
Gegen Mittag zog los. Ich kaufte im Grand Frais ein wenig Obst und Gemüse.
Am späten Nachmittag schaute ich mir den Rest der 3 Body Problem Serie an. Ich hatte die Tage davor ein bisschen über den Schriftsteller Liu Cixin recherchiert und Lobpreisungen über die dreiteilige Buchserie gelesen.
Es sind insgesamt acht Folgen. Man hätte die Geschichte auch Locker in fünf Folgen erzählen können. Diese vermeintliche Zeit, die Netflix den Machern zur Verfügung stellt, wird nämlich mit nichts anderem aufgefüllt als mit Daily Soap Gesprächen. Und Seifenopern sind billig herzustellen. Dieses Phänomen findet man nicht nur in dieser Serie, sondern quasi in allen Serien von Netflix. Alle Protagonisten müssen in den Arm genommen und gestreichelt werden. Und jeder muss seine Gefühle wie ein Teppich ausbreiten, damit auch der letzte amerikanische Idiot versteht, um was es in der Geschichte geht. Soap As Soap Can. Die nächsten beiden Staffeln ist bereits beschlossene Sache. Doch ich bezweifle, dass ich mir sie ansehen werde.
Am Morgen erledigte ich noch ein bisschen Schreibarbeit im Büro. Aber das war auch schon alles, was ich für den ganzen Tag aufzuzeigen habe. Mir ging es ab der Mittagsstunde immer schlechter. Den Infekt, die ich mir in Wiltz zugezogen hatte, schlug am Nachmittag richtig zu.
Deshalb gibt es heute hier nicht so viel zu lesen. Außer die Tagesfrage, die aber so gar nicht lustig ist.
Worüber machst du dir im Hinblick auf die Zukunft am meisten Sorgen?
Meine größte Sorge ist, dass ich wahrscheinlich zu einer Generation gehören werde, die einen Krieg mitmachen muss. Es ist ein Gedanke der mich schon länger beschäftigt. Deshalb bin ich froh,, dass ich keine Nachkommen habe.
Der erste Blick als ich am Morgen die Augen aufschlug, viel auf die Decke. Genau dahin, wo der Pfeil hinzeigt. Zuerst dachte ich es sei eine dicke Fleischmücke. Nachdem ich die Brille aufgezogen hatte, sah ich was es war. Ein Vieh, das ich hasse wie die Pest! Eine Spinne! Aber was tun, wenn sie mitten auf der strahlend weißen Decke sitzt? Aufs Bett steigen und mit dem Pantoffel draufhauen, hinterlässt nur einen ekligen Fleck, der nicht mehr weggeht. Eine Akrobatiknummer mit Stuhl und Glas, noch vor dem ersten Kaffee, wäre schlecht für meine Knochen gewesen. Da blieb nur eins, der Staubsauger. Spinnen dieser Größenordnung, verabscheue ich am meisten. Noch größere Exemplare bewirken bei mir dann aber das Gegenteil. Die finde ich dann wieder schön und spannend. Eine ausgewachsene Arachnophobie habe ich also nicht. Es sei denn, es gibt noch eine Unterkategorie, die die Größe der Spinne berücksichtigt.
Zudem hatte ich ein böses Kratzen im Hals. Also hatten die irren Temperaturunterschiede vom Vortag doch ihre schädliche Wirkung gehabt. Mist!
Am Abend ging ich mit der E. und dem M., den Nachbarn von unteren Stockwerk, essen. Wir hatten und das schon ewig lange vorgenommen, einmal zusammen Essen zu gehen aber es kam nie dazu, wegen der Lebensumstände, sprich zwei kleine Kinder, Arbeit und so weiter. Jetzt, da die Großmutter zu Besuch war, um auf die Kinder aufzupassen, sollte das endlich klappen.
Ich hatte einen Tisch in der Hostellerie Grünewald reserviert.
Ich hätte den Fischfang des Tages auf einer leckeren Schaumsauce, mit Wurzelgemüse. Sehr sehr lecker. Auch die beiden Nachbarn waren begeistert. Sie kannten die Hostellerie noch nicht.
Es war ein schöner Abend. Ich lernte viel von der Lebensgeschichte der beiden und dass beide aus dem Montenegro sind.
Am Morgen schlug die Wetterfühligkeit zu. Mist! Ich hatte wegen der Vorstellung in Wiltz auf dem Festival angedacht, in Esch-Sauer zu Mittag zu essen. Doch ich war müde und matt und hatte auch in der Nacht schlecht geschlafen. Also ließ ich es bleiben.
Kurz vor 15:00 Uhr machte ich mich dann auf den Weg in den Hohen Norden des Landes. Unterwegs hörte ich Nachrichten. Gleich im ersten Beitrag ging es um die Krisensitzung wegen dem bevorstehenden Unwetter. Man würde alles genau im Auge behalten, da es nicht sicher war, ob dieses Unwetter überhaupt über Luxemburg ziehen würde.
In Wilz dann bereitete ich alles vor für die Maske vor und ich hatte bereits die ersten drei Darsteller durch, als die Nachricht kam. Alle Veranstaltungen, die draußen stattfinden, müssen abgesagt werden Beschluss der Regierung.
Die Enttäuschung war groß. Es wäre nämlich die letzte Vorstellung gewesen, und all die Proben und Vorbereitungen am Vortag, waren für die Katz. Also schminkte ich die drei Darsteller wieder ab, und packte mein ganzes Zeug zusammen. Auch die Veranstalter waren traurig, denn die Vorstellung war gut verkauft. Gegen 20:00 Uhr fuhr ich dann nach Hause. Unterwegs fing es an zu regnen, aber es war nicht weiter schlimm. Ich hatte die Befürchtung, dass es nicht zum allerschlimmsten kommen würde, und man wieder über vorsichtig gewesen war.
Doch kaum hatte ich das Auto in die Garage gestellt wurde es immer dunkler. Kurz nach 21:30 Uhr ging es dann richtig los. Kurz davor hatte ich das hier erhalten:
Es donnerte und blitzte unentwegt und es kamen gewaltige Wassermassen nieder. Es war beängstigend. Ich hatte kurz bevor es los ging, auf dem Balkon alles weggeräumt das hätte fort fliegen können. Und im Salon ließ sich die Rollläden ganz runter, was ich nur sehr selten tue. Zudem musste ich alle Fenster, die ich davor noch auf Kipp stehen hatte, weil es sehr schwül und stickig war, schließen.
Roter Basilikum. Ich finde den eher selten hier. Aber ich mag ihn sehr.
Früh am Morgen los nach Wiltz zu einer letzen Vorstellung der luxemburgischen Operette, die ich schon Anfang des Jahres hatte. Proben heute, Vorstellung morgen.
Die Freilichtbühne erschlägt mich immer wieder ob ihrer Größe.
Die Probe war elend lang.
Ich hatte zuerst angedacht mir ein Hotelzimmer im hohen Norden zu nehmen, ließ es dann aber sein.
Und dann passierte das, was mir schon lange nicht mehr passiert war. Ich ließ das Handy im Make-up Raum liegen und es fiel mir erst auf, als ich wieder daheim war. Mist! Mit dem iPad ortete ich es sofort, aber ich wollte nicht noch einmal Zurückfahren, denn es wäre niemand mehr auf dem Gelände gewesen, und der Make-up Raum war abgesperrt. Darum erscheint das Posting heute auch erst viel später als sonst.
Es war höchste Zeit. Länger als 3 Wochen halte ich es nicht aus. Und weilhier grad eine Hitzewelle herrscht, ist es sehr willkommen wenn die Wolle wegkommt.
Für eine leichte Feierstengszalot, die übrigens sensationell gut schmeckte, ab ins Renert.
Dieses Foto fasst zusammen, was ich den ganzen Tag getan habe. Ich schwamm eine Runde. Ich trocknete eine Runde. Ich schwamm eine Runde. Ich trockne eine Runde. Ich las die Tageszeitung. Mehr passierte passierte nicht.
Am Abend schaute ich mir die ersten zwei Folgen von 3 Body Problem an. Mehr darüber, wenn ich mir im Klaren bin, was ich davon halten soll.
Ein wunderbarer Tag, an dem endlich meine persönlichen Betriebstemperaturen herrschten.
Angedacht war, dass ich zu Hause ein bisschen was arbeiten sollte und eventuell auch Dinge vorbereiten für das Wochenende, und nicht wie so oft, auf den letzten Drücker. Doch das Wetter war so schön, dass ich gemeinsam mit der A. einen Ausflug nach Remerschen machte.
Am Morgen fuhr ich zu einer französischen Supermarktkette, die ich bis dahin noch nicht kannte, von der ich aber schon viel Gutes gehört hatte. Grand Frais, was übersetzt so viel heißt wie. die große Frische. In Luxemburg gibt es drei Stück davon, immer ein bisschen außerhalb der Stadt. Sie haben vor allem frische Produkte, sprich Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fisch, eine Metzgerei und eine Bäckerei. Alle anderen haltbaren Produkte gibt es auch aber die sind eher von kleinen Firmen und ausgewählt. Die großen gängigen Marken gibt es nicht. So suchte ich zum Beispiel vergebens eingelegte Paprika. Aber dafür gab es frischen Paprika in allen Formen und Farben. Ich fand eine Sorte an Tomaten, die ich bis jetzt nicht kannte. Sie sieht aus, als ob sie verbrannt wäre.
Wieder daheim, packte ich alles fix in den Kühlschrank, packte die Badetasche und die A ins Auto, und wir fuhren nach Remerschen zu den Baggerweihern.
Zu Anfang dachte ich, dass das Wasser noch zu kalt wäre, doch das war nicht der Fall. Herrlich!
Wieder daheim gab es Abendessen auf dem Balkon:
Der Salat bestand aus einer gewaltig großen gelben Ochsenherz Tomate, die so groß wie ein Kinder Kopf war, frischen Blattspinat, Mozzarellakugeln, Artischockenherzen, schwarzem Basilikum, Aprikosenscheiben, kleinen schwarzen Oliven, und weil nicht genug Tomate, zusätzlich kleinen roten Kirschtomaten. Zudem probierte ich heute zum ersten Mal den Air Freyer aus, die ja eine Funktion des Ninja Grill ist. Ich hatte mich aber im Tiefkühlregal vor ein paar Tagen vergriffen. Ich hatte Kroketten gekauft statt Pommes, Nun ja…
Später am Abend schaute ich mir noch eine sehr spannende Reportage von ARTE an. Tukdam ist eine Bewusstseinsebene in der Meditation der Tibeter, die mit den Mitteln der klassischen Medizin und Physik nicht mehr messbar sind. Die Auswirkungen sind aber sehr wohl sichtbar. Dieses Phänomen wurde nun erstmals wissenschaftlich untersucht. Schaut euch die Reportage an. Ich hatte noch nie etwas von Tukdam gehört und fand das höchst spannend und interessant. Es zeigt, dass es noch sehr viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, von dem wir keine Ahnung haben. Man muss dafür nicht gläubig sein. Die Tatsachen sprechen für sich.
Am Morgen ein wenig getrödelt, ein wenig gedaddelt und ein weiter in der Biographie von Lagerfeld gelesen.
Die D. schickte mir ein Foto von St.Jean.
Das „Spielzeug“ steht wieder auf dem Strand. Es ist seltsam, dass ich dieses Jahr nur einmal dort bin. Für gewöhnlich war ich die letzten Jahre immer zweimal dort.
Kleine Nebenbemerkung, mehr an mich selbst, als fürs Blog: Ich stelle seit ein paar Monaten fest, dass meine Haare lockiger werden. Das ist neu. Mein Bruder hatte Locken. Ich nie. Meine Mutter hatte glatte Haare. Mein Vater hatte immer einen Bürstenschnitt. Er gab ihnen nie die Chance auch nur ansatzweise ein klein wenig länger zu werden. Ich habe keine Ahnung ob es welliges Haar hatte oder nicht. Die beiden Großmütter halfen mit Dauerwelle nach. Die Großväter, die ich beide nicht kannte, waren, den Fotos nach, nicht mit Locken gesegnet. Von wem ich sie geerbt habe, kann ich ich letztendlich nicht sagen.
Am Abend ging es dann mit der A. in den Park Belair. Es ist und bleibt ein der schönsten Terrassen meines Viertels, auch wenn die Küche nicht mehr das ist, was sie mal war.
Wir aßen einen Tomaten Burrata Salat. bei dem kann man wirklich nicht viel falsch machen. Es fehlte ein bisschen Salz, aber ansonsten war er okay.
Von der letzten Nacht, die sich zu Anfang anfühlte, als ob ich sie durchzechen würde, dann jedoch brav um 2:00 Uhr im Bett lag, waren die Auswirkungen bzw. die Nachwehen nicht vorhanden. Das war sehr schön. Ich hatte befürchtet, dass ich noch einmal eine Migräneattacke durchleiden müsste.
Ich schrieb die letzten Sätze des Blogs und skalierte Fotos.
Schönes Wetter. Ich beschloss ins Renert zu gehen, das für die Feierlichkeiten am Vorabend geschlossen war, aber dafür heute geöffnet war.
Und als ich dort saß, den Menschen auf den Platz zuschaute, ließ ich den Gedanken freien Lauf und fing an im Blog zu schreiben.
Ich las zwischen durch in diesem Buch, das ich vor Tagen schon einmal erwähnt hatte:
Darin kam ein Satz von Karl, der auch mir vor Jahren schon schmerzlich bewusst wurde. „De toute façon, tous ceux qui connaissait mon histoire sont plus ou moins au cimetière.“ „Wie auch immer, jeder, der meine Geschichte kannte, ist mehr oder weniger auf dem Friedhof.“
Das ließ mich über meine Geschichte sinnieren und über das Buch von Elke Heidenreich über das Altern nachdenken. Eine Passage die mich ganz besonders traf in dem Buch waren den Hinterlassenschaften gewidmet. Aber dazu komme ich gleich.
Das Buch von Elke Heidenreich ist vor allem eine Ansammlung an Zitaten von großen Schriftstellern, Philosophen und Sängern. Sie setzt deren Zitate oft gegeneinander und prüft, ob sie auf ihr eigenes Leben passen. Denn wenn Heidenreich über das Altern schreibt, dann ist es ihr eigenes Altern, das aber so individuell ist, wie das eines jeden Menschen. Viele Schlüsse, die sie zieht, sind richtig, doch ich bin nicht mit allem einverstanden, was sie sagt. Es hat nicht jeder Mensch, den Tatendrang, wie sie ihn hatte und noch immer hat. Eine Abschnitt jedoch, in der sie über die Rente schreibt und und wie man sich aus dem aktiven Arbeitsleben zurückziehen soll, ist vielleicht die wichtigste Passage aus dem ganzen Buch. Man muss das gründlich vorbereiten. Die guten Vorsätze endlich den Flur neu zu streichen, den Dachboden auszumisten, das Wohnzimmer zu renovieren, reichen nicht aus. Das ganze Lebensmodell muss umgedacht werden.
Kommen wir jetzt zu den Hinterlassenschaften, die ich oben angedeutet habe. Mit Hinterlassenschaften meine ich physische Dinge, die ich geerbt habe. Das Autogramm von Jean Marais das meine Tante von ihm bekam. Die zahlreichen Fotoalben mit Menschen auf den Bildern, von denen ich viele nicht mehr kenne. Die winzig kleine Porzellanvase die meine Mutter einmal auf einem Flohmarkt fand, auf der ihr Name steht. Das letzte bauchige Weinglas, die ich als Kind immer so schön fand, von dem nur noch eines vorhanden ist. Alle anderen gingen zu Bruch. Wenn interessieren diese Dinge noch, wenn ich nicht mehr da bin? Ich kann sie nicht wegwerfen. Das müssen andere tun. Denn mit jedem Stück, dass ich entsorge, kommt es mir vor, als ob ich meine Ahnen noch einmal begraben würde.
Im krassen Gegensatz dazu steht dann aber der Entschluss, den ich mir für diesen Sommer vorgenommen habe. Ich habe vor den Keller und die Garage gründlich auszumisten. Dabei werden so manche Kisten fliegen mit Dingen darin, die ich seit fast zehn Jahren nicht betrachtet oder angefasst habe. Der Großteil davon stammt aus den Häusern und Wohnungen meiner Eltern, Großmutter und Tante. Aber ich will nicht den Wust hinterlassen, den man mir hinterlassen hat.
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Dieses ganze Grübeln ließ mich trübsinnig werden. Es war schließlich schönes Wetter und ich beschloss, etwas zu unternehmen. Ich ging zurück zur Wohnung, nahm das Auto und fuhr in die alte Heimat. Da ja Nationalfeiertag war, war auch dort ein bisschen mehr los. Auf dem Marktplatz stand eine große Bühne, in der ein Orchester spielte. Drum herum standen Bänke und Tische und Stände mit Würstchen und Bier. Ich traf ein paar alte Schulfreunde, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich trank mit Ihnen ein paar Bier (alkoholfreie wohlgemerkt) und wir redeten über alte Zeiten, wie man das halt so unter alten Schulfreunden tut. Wir beschlossen, dass es wieder an der Zeit ist, ein Klassentreffen zu organisieren. Das letzte fand 2017 statt. Mit diesem Vorsatz fuhr ich nach Hause.
Das Buch von Elke Heidenreich übers Altern, fast fertig gelesen. Darüber werde ich morgen etwas schreiben.
Am Abend dann in die Stadt ins Getümmel. Der Großherzog feierte seinen Geburtstag, sich selbst, und das Land und wir alle feierten mit. Ich hatte mich mit den Bären verabredet. Die Stadt war zum bersten voll.
Auf der Place Guillaume sahen wir den Fackelzug.
Anschließend ging hinunter zur ‚Gëlle Fra‘ zum Feuerwerk. So schöne Fotos wie vor drei Jahren auf den Boulevard d‘Avranche, wurden es nicht. Aber ein paar davon sind doch ganz ok geworden.
Es war eine der seltenen Male, dass sich die ganze Musik auch mit bekam, denn es wird jedes Jahr immer wieder eine neue Musik komponiert für das Feuerwerk. Ich stand sehr nahe an der Lautsprecheranlage, und alles vibrierte.
Später ging es noch kurz ins Lëtz Boys wo wir ausgelassen tanzten. Und dort erfuhr ich auch eine traurige Nachricht. Die Bar wird aller Voraussicht nach geschlossen werden, wenn nicht ein Wunder geschieht. Das ist sehr sehr schade. Es liegt nicht mal am Geld, sondern an einem der Geschäftspartner.
Den Donnerstag verbuchen wir unter viel häuslicher Geschäftigkeit und Unverblogbares am Abend im Theater. Zudem gab es wieder eine Wetterwarnung, diesmal gelb bis orange für starke Unwetter. Ich kann durchaus verstehen, dass sie inzwischen vorsichtig geworden sind und lieber eine Wetterwarnung rausschicken, als dass sie tatsächlich eintrifft. Letztendlich gab am späten Abend nur eine kräftige Regenschauer und das war’s auch schon.
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Diese ganzen Wetterkapriolen brachte auch mit sich, dass meine Wetterfühligkeit sehr strapaziert wurde.
Der Freitagmorgen fing mit einer Migräne an, wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Neben den Kopfschmerz, der mich so lahm legten, dass ich nicht mehr klar denken konnte, gab es auch andere Symptome. Das Gefühl der Übelkeit kannte ich schon. Dass ich auch zusätzlich kalte Schweißausbrüche dabei haben kann, war neu.
Als die erste Tablette, nach einer halben Stunde keine merkliche Wirkung zeigte, schoss ich noch eine zweite hinterher. Ich war dann erst kurz nach 11:00 Uhr einigermaßen tagestauglich, auch wenn sich mein ganzer Körper anfühlte, als wenn er in Watte eingepackt wäre. Der Druck im Kopf war immer noch präsent, aber der Schmerz war weg.
Ich fing an, die Wohnung ein bisschen aufzuräumen, denn am Nachmittag sollte Meisterin Proper kommen.
Gegen Mittag machte ich ein paar kleine Besorgungen, und legte mich anschließend noch ein wenig hin, bis es Zeit war, dem Diestlichen nachzugehen. Das verlief ohne große Zwischenfälle. Da ist die letzte Vorstellung war, gab es am Abend noch eine kleine Feier. Für gewöhnlich gehe ich nicht gerne auf diese Feiern, doch diese hier war recht lustig, und ich sah ein paar Menschen wieder, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Jetzt ist erst mal Pause, was das Dienstliche angeht. Nächstes Wochenende kommt noch mal ein größeres Event auf mich zu.
Kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.
Bei welchem Essen fühlst du dich sofort in die Kindheit versetzt?
Mirácoli. Ihr wisst schon, die Spaghetti mit der Tomatensoße und dem kleinen Päckchen Gewürzmischung dazu. Das gab es immer im elterlichen Haus, wenn meine Mutter keine Zeit hatte zu kochen oder es schnell gehen musste. Ich hätte in den Anfangsjahren als ich in der Stadt wohnte, in der kleinen Wohnung, immer eine Packung auf Vorrat im Schrank stehen. Dann irgendwann ließ ich es bleiben, weil es nicht mehr so schmeckte wie früher, wegen einer vermeintlichen Rezepturverbesserung.
Ein weiteres Gericht waren hart gekochte Eier mit weißer Soße und Spinat. Das habe ich als Kind zum Umfallen geliebt.
Guten Tag Herr Lu, ich war gerade auf Ihrer Webseite (joel.lu) und bin dort auf ein paar Dinge aufmerksam geworden, über die ich Sie gerne informieren möchte. Wenn Sie wünschen, kann ich gerne ein kurzes Video für Sie dazu aufnehmen. Antworten Sie einfach auf diese E-Mail mit „Video“ und ich sende es Ihnen die Tage zu. Lucas Müller
Hallo Herr Lu, ich wollte nur einmal sicherstellen, ob Sie meine E-Mail vor ein paar Tagen erhalten haben? Lassen Sie mich gerne kurz wissen, ob ich Ihnen ein persönliches Video aufnehmen soll bezüglich der aktuellen Situation von Ihrer Webseite (joel.lu). Lucas Müller
Hallo Herr Lu, falls Sie lieber ein Telefonat bevorzugen, können wir auch gerne die Tage einmal kurz darüber sprechen. Es geht um ein paar Dinge bezüglich joel.lu, die mir aufgefallen sind. Wann können Sie die Tage mal für 15 Minuten sprechen? Lucas Müller
Allein schon der Umstand dass er annimmt, Lu wäre mein Familienname und nicht das Top-level Domain von Luxemburg, lässt diese Firma relativ dämlich aussehen. Wenn sie schon Kunden Akquise betreiben, mit dem Vorwand etwas über mein Blog zu wissen, das ich nicht weiß, dann klickt man sich vorab doch mal ein wenig durch die Homepage und macht sich schlau. Zudem war die Mail mit nichts anderem versehen als mit dem Text oben. Kein Link, kein Logo, nichts. Diesen Lucas gibt es tatsächlich. Mit drei Klicks hatte ich ihn gefunden mit Foto unter Customer Success Team ( öh…Success???)
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Das aber nur am Rande kommen wir zum Dienstag.
Ich musste am Morgen noch einmal fix ins benachbarte Ausland, doch der Weg dahin war beschwerlich. Es schüttete wie aus Eimern. Man hatte eine gelbe Unwetterwarnung herausgegeben. Am Nachmittag, hörte es dann auf mit regnen, und es wurde schwül warm. Den Abend verbrachte ich zu Hause mit Vorbereitungen für die Sendung für Mittwoch.
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Am Mittwoch dann machte ich mich fernsehfein und ging zum Wochenmarkt. Dort traf ich die D, und wir aßen gemeinsam zu Mittag im Renert. Anschließend ging es in die Sendung. Sie war sehr lustig und dieses Mal werde ich sie auch am Samstag verlinken.
Am Abend Unverblogbares aus dem Theater. Ich kam nach Hause und fiel wie ein Stein ins Bett.
Der Tag war angefüllt mit Bürokram,am Rechner sitzen, Termine absagen und neu legen und eigentlich verlief der Tag überhaupt nicht so, wie er anfänglich geplant war. Ich musste Dinge, die für heute geplant waren und auf Dienstag legen, sowie Dinge von Dienstag auf Montag legen. Viel Durcheinander.
Am Abend schaute ich mir eine sechsteilige Serie auf Netflix an. Eric. Eine Serie mit Benedikt Cumberbatch in der Hauptrolle. Es geht um das Verschwinden eines zehnjährigen Jungen, dessen Vater ein Puppenspieler in einer Fernsehsendung ist. Die Geschichte spielt in den Achtzigern in New York. Ich fand die ersten drei Folgen recht spannend, weil mehrere Pisten aufgezeigt wurden, wo der Junge abgeblieben sein könnte und was ihm zugestoßen sein könnte. Die vierte Folge aber begeht den Fehler und zeigt was mit dem jungen eigentlich passiert ist, was den Rest der Serie leider ein bisschen absehbar macht. In einem Nebenstrang wird die Geschichte eines weiteren afroamerikanischen Jungen erzählt, der 14 Jahre alt ist und ebenfalls vermisst wird. Und die Geschichte ist herzzerreißend.
Insgesamt ist es nichts für schwache Gemüter. Cumberbatch zieht sich gut aus der Affäre, weil er einfach ein guter Schauspieler ist. Ganz großartig, auch der Polizist gespielt von McKinley Belcher III. Doch die Geschichte hat auch ihre Schwächen. So hängt die Story, wie schon oben angedeutet, ab der vierten Folge, leider ein bisschen durch. Die sechste Folge wird es dann wieder besser und reißt alles wieder weitgehend raus. Sehenswert ist die Serie schon, aber leider mit ein paar Abstrichen.
Ich war sehr früh wach, hatte aber gut geschlafen. Ich skalierte Bilder und lud in aller Ruhe den gestrigen Beitrag hoch. Anschließend eine kurze Putzrunde durch die Wohnung und dann war es auch schon Zeit zurückzufahren.
Die Fahrt war ereignislos mit einem kleinen Stau, kurz vor Brüssel.
Wieder daheim musste ich gleich noch einmal los zu einem Termin, den ich zugegeben ein bisschen vergessen hatte. Es war eine Ausstellungseröffnung. Es ging aber alles glatt. Ich brauchte auch nicht so lange und war beizeiten wieder daheim.
Zwei Fotos kann ich euch zeigen, dass ich in der Galerie gemacht habe. Die Bilder sind von Théo Kerg. Für den Rest müsst ihr warten, bis die Sendung am Samstag raus ist.
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Beim sinnlosen Rumscrollen. (Ich sollte das als Überschrift nehmen für eine neue Rubrik?) Darunter verstehe ich hauptsächlich in diversen sozialen Medien in den Shorts wertvolle Lebenszeit vergeuden. Ich bekenne mich schuldig. Eine Werbung die ich dort sah war sehr triggerig gemacht und ich klickte darauf. Als ich dann das hier sah…
… war mir sofort klar, das ich das unter KEINEN UMSTÄNDEN will, weil erstens, ultra dubios und zweitens, macht es keinen Unterschied ob ich männlich oder weiblich bin und wenn das in der heutigen Zeit die einzigen Optionen sind….oh jeeee. Als ich dann Zimran ltd. nachsuchte sprang mich das Wort Scam regelrecht an. War ja auch klar.