Seekunst & Physio

Vor ein paar Wochen hatte ich mir zusammen mit der D die Ausstellung Land in Motion im Ntionalmuesum an. Dort gab es ein Bild von Su-Mei Tse, die den Preis für den besten nationalen Beitrag auf der 50. Biennale in Venedig gewonnen hatte. Ein Bild von ihr hatte mich sehr fasziniert, weil es über Kopf hing. Ich hatte es auch abgelichtet, und es ist hier zu sehen.

Am Morgen als ich dann am See war, tat ich genau das gleiche und drehte das Bild um. Das sah dann so aus:

Die Schwimmrunde hingegen war wieder eine sehr frische Angelegenheit. Ich hielt sie kürzer als sonst. Ich stieg zwar ins Wasser wie gewohnt und dachte im ersten Moment, dass es eine Idee wärmer wäre als gestern, doch nach den ersten 50 m waren meine Arme und Füße immer noch nicht warm.

Gegen 13:00 Uhr hatte ich dann einen Termin bei der Physio für den Unterkiefer. Sie meinte, dass es wesentlich weniger härter wäre als noch vor ein paar Wochen. Nach dem Termin legte ich mich kurz hin, da ich mir immer vorkomme, als ob man mich in meine einzelnen Bestandteile zerlegt hätte.

Am späten Nachmittag hatte ich dann noch einmal einen Termin mit der D. Wir gingen über die Schouberfouer und aßen unsere traditionelle Waffel mit Sahne. Die lag mir aber später schwer auf dem Magen.

Des Weiteren gab es unverblogbare Neuigkeiten, die mich tief seufzen ließen, weil ich nichts dagegen tun kann und mich die Gesamtsituation emotional sehr mitnimmt. Es ist zum verzweifeln.

Weil ich am Abend nicht alleine sein wollte mit meinen Gedanken, fuhr ich ins benachbarte Ausland zu der N. Es tat gut, mit ihr über das Unverblogbare zu reden, nach dem Motto, ‚Geteiltes Leid ist halbes Leid‘. Da sie ebenfalls im Urlaub ist, hat sie den ganzen Garten auf Vordermann gebracht. Auf ihrer Terrasse gibt es ein paar wunderschöne dekorative Ecken.

Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim und fiel wie ein Stein ins Bett.

Das Wochenende in Fotos

Es gab nichts, mit Ausnahme von dem was nicht ins Blog gehört, was sehr viel Text verlangt. Also mache ich ein Wochenende in Fotos. Fangen wir mit dem Samstag an.

***

Am Sonntag:

War es kühl was uns aber nicht daran hinderte, schwimmen zu gehen. Das Wasser hatte sich allerdings abgekühlt. Es waren nur noch geschätzte 19°.

Das Sonntag Abendessen war noch ein Foto wert. Bio Hühncheninnenschenkel mariniert vom Grill auf Feldsalat mit Kirschtomaten und einer recht scharfen Vinegrette mit Piment d‘Espelette Senf.

***

Die D. schickte mir einen beunruhigenden Bericht in dem es ums Lesen geht. Fewer People Are Reading for Fun, Study Finds. Das wird sicherlich ein Thema von einem unserer nächsten Podcasts im Ëmgefall an Ausgelaf sein.

Ein Flusskrebs & der Beginn der Schueberfouer

Es war bedeckt aber ich fuhr trotzdem zum See.

Ich war munterseelen alleine womit ich gerechnet hatte. Niemand anders war in Schwimmlaune. (Die D wäre sicherlich gerne mitgegangen, aber sie war anderweitig beschäftigt) Ich schwamm die große Runde. Das Wasser war eine Idee kühler doch ein paar Schwimmzügen war ich akklimatisiert.

In der Sonne trocknen und ein bisschen lesen war nicht. Also duschte ich mich ab und fuhr nach einem Kaffe in der Jugendherberge zurück.

Ich fand auf dem Rückweg ein Flusskrebs in der Wiese.

Ich hatte schon lange keinen mehr gesehen. Es gibt einen winzig kleinen Bach , der vom Osten her in den See fließt, der früher immer voll von Krebsen war. Doch ich bin auch schon lange nicht mehr dort vorbeigekommen. Als er mich sah, stellte er sich in Angriffsstellung. Hier, auf der offenen Wiese konnte ich ihn aber nicht lassen. Er wäre den Raben zum Opfer gefallen. Also nahm ich ihn hinten beim Panzer und setze ihn nahe dem Wasser in die Böschung. Es beweist mir, dass das Wasser des Sees super sauber ist, denn sonst wären keine da. Ein schönes Tierchen übrigens. Fast schwarz aber die Zangen und Beine sind leicht rötlich.

Daheim duschte ich nochmal richtig mit Seife und machte mich dann auf zu einem weiteren Termin.

Zwischendurch erhielt ich einen Anruf der mich beunruhigte. Leider alles unverblogbar und selbst wenn ich es schreiben würde, wäre niemandem damit gedient.

Der Termin war abgesagt! Es war meine Schuld, dass ich doch hingegangen war, ich hatte meine Mails nicht richtig durchgelesen. Das verschaffte mir zwei unverhoffte zwei Stunden frei. Ich ging über die Schueberfouer aus Neugierde, weil es noch früh war und noch keine Menschenmassen unterwegs waren.

Es gibt so einiges dieses Jahr was über Kopf geht und sehr hoch fliegt und die vom „Stall“ bekommen immer mehr die Ausmaße von einem Münchner Festbau fürs Oktoberfest. Ein Zelt ist das nicht mehr.

Zudem stellte ich fest, dass die legendäre Friture Henriette nicht mehr da ist. Ich sah noch vor ein paar Tagen den vormaligen Besitzer, der in Rente ist und das Geschäft verkauft hat.

Da ich mittagsessensmäßig noch nichts Gescheites im Bauch hatte, aber auch nicht irgendwas in mich reinstopfen wollte, suchte ich die Crêperie Bretonne auf und aß ein salzige Buchweizen Crêpe mit Schinken, Käse, Kirschtomaten und Ei. Sehr gut. Leider kein Foto.

Am Abend überschlugen sich die Ereignisse im Unverblogbaren. Und das gehört nicht hierhin.

***

Es gibt Menschen die haben noch seltsamere Träume als ich.

Schwumm und Ratatouille

Der Donnerstagmorgen sah vom Wetter vielversprechend aus. Kurz vor 8:00 simste die D. ob wir sollen. Ja, wir sollen!

Schwumm!

Nach einem Kaffe im Pier 75 ging es schon wieder zurück.

Mittagessen gab es in der Osteria:

Fisch mit Ratatouille und Püree. Sehr gut.

Am Nachmittag nahmen wir noch fix ein Podcast auf und beratschlagten was demnächst von Themen drankommt. Wir müssen vorarbeiten, denn im Oktober wird es schwierig werden.

Es gäbe noch so manches Unverbloggbares zu berichten, was dem Tag eine schwer zu ertragende Stimmung gab. Nur so viel, es ist gerade nicht einfach und es belastet mich.

Am Abend schnitt ich den Podcast Nr.3 fertig. Er wird am 3. September erscheinen.

Ich lag bei Zeiten im Bett, denn ich war sehr müde.

Im Kino: Sentimemtal Value

Das Wetter war am Morgen eigentlich noch ok, doch ich trödelte rum und dachte das es bedeckt bleiben würde, was an sich kein Problem für die Schwimmrunde gewesen wäre. Doch es änderte sich und irgendwann find es an zu regnen, was kein Pläsier war.

Also blieb ich daheim und arbeitete unverblogbare Dinge ab, die ich für den Nachmittag vorgesehen hatte. Irgendwann befürchtete ich dass sich wegen dem Wetterumschlag die gute alte Migräne melden würde, doch sie blieb aus.

Die D fragte an ob ich am Nachmittag mit ins Kino gehe und mir den Gewinner des Grand Prix von Cannes ansehen wollte. Wollte ich:

Ein Familiengeschichte die nichts Neues oder Eigenwilliges erzählt. Ein Vater, der seit Jahren von seiner Familie entfremdet ist, begegnet erneut seinen beiden Töchter am Tag der Beerdigung der Mutter von der er seit Jahren geschieden ist. Ein schwieriges Verhältnis. Der Vater ist Regisseur und hat seit 15 Jahren kein Film gedreht, die ältere Tochter ist Schauspielerin, die jüngere hat geheiratet und hat einen Sohn. Der Vater möchte dass die ältere Tochter die Hauptrolle übernimmt, in dem neuen autobiografischen Film über seine Mutter…

Der Geschichte ist teils eine Komödie, teils ein Drama. Es gibt zwei Aussagen vom Kritiker im UK Telegraph die den Film sehr auf den Punkt bringen.

It’s hardly a guilty pleasure movie, though its sheer pleasantness comes with a certain pang of conscience: should cinema this intelligent be this much fun to watch?

His (the father‘s) character is right, of course: when it comes to world cinema, they really don’t make films like they used to. But what a treat when someone makes one like this.

Und genau das ist es. Es ist ein typischer Festivalfilm aber ohne die irrsinnigen intellektuellen Ansprüche zu stellen. Eine sehr emotionale Geschichte und absolut sehenswert.

Schwumm & Podcast Nr.2

Ein Schwumm!

Er war gut wie immer.

Die D war mit dabei und wir beratschlagten, wie wir in Sachen Podcast Ëmgefall an Ausgelaf weiter vorgehen. Jede Woche einen neuen produzieren, wird uns beiden zu viel und wir einigten uns auf alle 14 Tage. Ich habe schließlich auch noch einen Job, der Ende September wieder zuschlägt. Also müssen wir jetzt im Sommer ein wenig vorarbeiten. Die nächsten Ausgaben erscheinen jeweils am ersten und am dritten Mittwoch des Monats.

Anschließend ging es zurück in die Stadt ins Hotel Parc Belair zu einem mittelguten Mittagstisch. Mir schmeckte er nicht besonders. Doch der Blick von ihrer Terrasse aus in den Park ist unschlagbar.

Der Rest des Zages verlief ereignislos.

Und weil das alles sehr unbefriedigend ist für diesen Tag, gibt es noch ein Paar Links, angefangen mit dem neuen Podcast.

Ëmgefall an Ausgelaaf: Nr.2 – War fréier alles besser?

War früher wirklich alles besser? Oder ist es ein Trugschluss? Ein Thema das uns in des Teufelsküche bringen kann, wenn wir es falsch angehen. Doch ich glaube wir haben das ganz gut hinbekommen.

***

In einem ähnlichen Zusammenhang sah ich einen interessanten Beitrag im Techniktagebuch, der aber schon Anfang diesen Monats erschien. Die Visitenkarten gibt es immer noch und haben schon mehrere andere Systeme überlebt. Ich habe auch noch welche, auf denen nur das Allernötigste steht.

***

Markenfetische kann ich irgendwie nachvollziehen. Ich selbst bin auch nicht ganz frei davon. Wenn man Chat GPT fragt welches meine Lieblingsmarke bei Schuhen ist, spukt er prompt die Marke Camper aus. Kein Witz!

Aber das hier! Ach Schuster Louis, bleib bei deinen Leisten!

Ein Montag wie kein anderer

Und weil er so anders war, kann ich über den Vormittag gar nichts sagen. Es ist sogar so, dass ich vertraglich geknebelt bin, kein Sterbenswörtchen zu sagen.

Es wird mit sich bringen, dass es die nächsten Tage sehr viel Unverblogbares, Vormittage, Nachmittage und vielleicht sogar Abende gibt.

Den Nachmittag verbrachte ich bei der A, die dabei war die Möbel in der Wohnung umzustellen und ich stand ihr ein wenig mit Rat und Tat zur Seite.

Am Abend schaute ich mir auf MUBI den Dokumentarfilm High and Low über John Galliano an, der Modemacher der zur absoluten Persona Nongrata wurde und es bei vielen heute immer noch ist.

Der Film machte mich sehr nachdenklich. Der Film verurteilt ihn nicht, aber er vergibt ihm auch nicht. Ich fand einen Satz in einer Kritik: To what extent can we empathise with people who make such horrific mistakes? Are we in any position to judge? Galliano selbst ist klar, dass die einen ihm vergeben haben, weil es ihm sehr leid tat und er sie um Verzeihung gebeten hat. Und es gibt die anderen, die immer wieder nachtreten, und nicht in der Lage sind zu vergeben.

Denen ist von meiner Seite nur zu wünschen, dass sie mit ihrer großspurigen Rechtschaffenheit nicht eines Tages selbst auf die Nase fallen.

Ich fand den Film äußerst sehenswert.

Sonntag mit Schwumm und Hausboot

Die D hatte anderweitig zu tun. Ich fuhr alleine zum See.

Der Erfrischungsgrad des Wassers war nicht mehr der gleiche wie noch vor ein paar Tagen. Die Sonne der letzten Tage hatte das Wasser gründlich aufgewärmt, doch die Schwimmrunde war gut wie immer.

Der große Springbrunnen auf der anderen Seite des Sees, zeigte zum ersten mal seine Regenbogenfarben. Der Lichteinfall der Sonne war heute so dass man ihn sah.

Keine einzige Wolke am Himmel und der Mond war auch da. Es war hinreißend ruhig und ich war froh, dass ich die letzten Tagen nicht hier war, denn die Mülltonnen, das sah ich bereits auf dem Parkplatz, deuteten darauf hin, dass es die letzten Tage sehr schlimm gewesen sein muss:

Ich blieb bis kurz vor 11:00 und fuhr zurück, denn am Nachmittag hatte ich einen lang geplanten weiteren Termin. Ich hatte eine Einladung auf ein Hausboot.

Hierzu musste ich ins benachbarte Ausland fahren, bis kurz hinter Thionville.

Wir fuhren eine Runde spazieren und ich durfte die Strecke bis zur nächsten Schleuse fahren.

Mit einer Kapitänsmütze, die mir so gar nicht passte:

Auf den oberen Deck war es windig:

Und leider ist hier auch eines der größten Atomkraftwerke aus Frankreich, das lange als marode galt und abgerissen werden sollte. Doch erst vor kurzem war zu lesen, dass nach all den Neuerungen, die es in den letzten Jahrzehnten erfahren hat, eines der sichersten und modernsten sein soll. Die kleine Stadt Cattenom hat gar nichts dagegen, dass die vier Reaktoren bestehen bleiben, den für die ganze Gemeinde und alle seine Einwohner ist der Strom kostenlos.

Leider habe ich es verpasst das Boot einmal von außen abzulichten. Es ist schon sehr außergewöhnlich, weil es halt ein rechteckige Form hat und der Buck nicht spitz zuläuft, sondern flach ist. Es ist nicht das erste mal dass ich ein Boot fahre, aber das hier ist aufgrund seiner Form schwieriger zu steuern. Jeder Luftzug lenkt es in eine andere Richtung und man muss kontinuierlich gegensteuern.

Noch rechtzeitig für einem sagenhaften Sonnenuntergang und einem wunderbaren Himmel war ich wieder daheim.

Ein Feiertag und ein Samstag

Den Feiertag vom Donnerstag verbuchen wir unter bloguntauglich. Vieles davon hatte mit privaten Dingen zu tun und mit dritten Personen. Alles Dinge, die ich hier nicht reinschreiben kann.

Am Morgen machte ich Hausaufgaben zum Podcast. Ich schaute mir zum ersten Mal die analytischen Daten auf Spotify an, denen man nach Aussagen anderer nicht so ganz trauen kann. Zudem regelte ich noch ein paar Dinge was die ‚Werbung‘ für‘s Podcast betrifft. Aber drüber mehr wenn alles fertig ist.

Da ich zu spät aufgestanden war, fiel die Schwimmrunde aus, weil ich befürchtete, dass wegen dem Feiertag die Anlage sehr früh sehr brechend voll werden wird.

Stattdessen schrieb ich, oder versuchte zumindest, am nächsten Queer Beitrag zu schreiben, was mir aber nicht so recht gelang. Außerdem bereitete ich den nächsten Podcast vor, der nächsten Mittwoch erscheinen wird.

Ich fühlte mich mau und flau und war für nichts zu gebrauchen.

***

Am Samstag ging es mir dann um einiges besser. Ich war fitter. Kurz vor zehn war die D ihr und wir nahmen den nächsten Podcast aufder, wie gesagt, nächsten Mittwoch erscheinen wird. Und da wir uns auch schon einig waren, was das übernächste Thema sein wird, und wir beide voller positiver Energie waren, nahmen wir den auch gleich auf. Den Link zu Spotify gibt es hier.

Im Anschluss ging es auf den Markt. Es war schließlich Samstag. Ich kaufte nur ein paar wenige Kleinigkeiten, denn ich hatte mehr als genug im Kühlschrank.

Wieder daheim legte ich mich noch eine Weile hin, Lars ein wenig und schrieb ein wenig für den nächsten Queer Beitrag.

Nach ein paar Telefonanrufen setzte ich mich dann hin und fing mit dem Editing vom Podcast an. Ich habe inzwischen eine Menge dazu gelernt, was das schneiden angeht. Eins kann ich jetzt schon sagen, die nächste Folge wird von der Tonqualität her wesentlich besser werden als die erste.

***

Mashup Songs sind nichts neues. Aber David Benett mischt Songs zusammen anhand ihrer Akkorde (zumindest hab ich das so verstanden) Und damit kann Céline Dion ihren größten Schmalzhit auf die Melodie In The Air Tonight von Phill Collins singen. Es gibt noch viel seltsamere Beispiele:

Friseur & Tierfotografie

Keine Schwimmrunde heute, ich hatte anderes zu tun.

Los ging es mit einem Friseurbesuch.

Weiter ging es zum Rainbow Center, wo ich noch ein letztes Mal über den Text ging, der in der nächsten Ausgabe erscheinen wird. Es geht um die Königin Christina von Schweden, die in die Geschichte einging, weil sie mit 28 Jahren abdankte, die Konfession wechselte und weil sie partout nicht heiraten wollte. Eine spannende Frau, bei der ich viel Spaß bei der Recherche hatte. Heute würde man sagen, sie war eine Diva weit vor ihrer Zeit.

Danach wurde es wieder schwülheiß und ich verkroch mich in den Hof des Hêtre auf deren wunderschöne Terrasse. Es gab ein Gin Tonic mit „bleifreiem“ Gin.

Vor mir der weißen Hortensie tanzte ein Taubentierchen herum und ich versuchte mich in Tierfotografie:

Und mir fiel wieder auf dass die Kamera des neuen Smartphone wirklich ein andres Niveau hat, als alle anderen davor. Später merkte ich, dass die Taubentierchen sogar zu zweit waren.

Und während ich dort saß, schrieb ich hier vor und machte ich mir Gedanken über den nächsten Podcast. Ich musste fünf Fragen finden und das wird für das Thema, ein schwieriger werden.

Am Abend schaute ich mir die letzten vier Episoden von Twin Peaks an, die 2017 gedreht wurden. Der Grund, warum ich sie mir erst in jetzt angesehen habe, war, weil ich beim Erscheinen viele durchwachsene Kritiken vorab gelesen hatte. Doch wollte ich mir selbst ein Urteil bilden. Es ist jetzt im Nachhinein, weil David Lynch auch nicht mehr da ist, noch mal etwas völlig anderes. Ich kann mich an die Gänsehaut erinnern, als ich vor ein paar Monaten mit der ersten Episode der Staffel begann. Die Titelmelodie von Angelo Badalamenti ist so schnuckelig wie eine warme Decke und katapultierte mich automatisch ins Jahr 1990 zurück, als ich die ersten drei Staffeln sah.

Ich mochte „Twin Peaks: A Special Event.“ Niemand mehr wird, je wieder solche Filme und solche Serien drehen.

***

Heute 50 Jahren hatte die Rocky Horror Picture Show ihre Premiere in London und war erstmal ein Flop.

Brommbeeren

Die D und ich waren wie gewöhnlich früh dran mit Schwimmen. Als wir ankamen am See, war die Putzkolonne noch da.

Was dann folgte, gwar die schönste Schwimmrunde ever. Auf dem Foto oben sieht man schon, dass kein einziges Lüftchen wehte. Der See war glatt wie ein Spiegel und wir waren bis zum Ende des Schwumms alleine.

Als um Elf die kleine Bar aufmachte, gab es einen Kaffee.

In einem kleinen Teil hinter der Bar fand ich Brombeeren …

… und Eicheln

Auf dem Weg zurück fuhr ein Auto neben uns, dass ich ablichten musste:

Das Auto einer Kindertagesstätte, die die Kinder Bio Baby nennen. Ein selten doofer Name! Muss man das jetzt extra erwähnen? Gibt es noch andere die nicht Bio sind? Und wenn sie nicht Bio sind, was sind sie dann? Aus Kunststoff?

Am Nachmittag verbunkerte ich mich daheim, denn es wurde unerträglich heiß und schwül.

***

Eine schöne Reportage auf ARTE über optische Täuschungen und Illusionen. Zwei meiner Lieblingskünstler kommen auch darin vor. Elmgreen & Dragset, von denen ich letzte Jahr eine tolle Ausstellung sah.

Zwei Tage & PODCAST NR.1!

Zwei Tage, die in ihrem Ablauf fast gleich waren. Am Morgen ging es immer los mit einer Schwimmrunde. Am Montag im See in der Alten Heimat. Dort war es bis fast 11:00 Uhr sehr ruhig. Anschließend fuhren wir in die kleine Stadt hinein und kehrten ins Steak House ein. Dass das Restaurant immer noch den Namen Steakhouse trägt, hat mit dem Besitzer und früheren Betreiber zu tun. Inzwischen ist es ein reguläres Restaurant, dass auch vieles andere bietet, als nur Rindfleisch vom Grill. Ich hatte einen sehr leckeren Salat mit Scampi:

Die D und ich teilten uns anschließend ein Parfait mit Grand Marnier:

Anschließend ging es zurück in die Hauptstadt.

Am Abend sah ich dann die A wieder, die in den Cevennen im Urlaub gewesen war. Es gab viel zu erzählen, und es wurde sehr spät.

***

Der Dienstagmorgen verlief dann in seinem Ablauf fast genau gleich wie der Montag. Eine Schwimmrunde, aber diesmal im Baggerweiher in Remerschen. Es ist vom Weg her nicht ganz so weit wie bis zum See. Zudem muss man dort Eintritt zahlen; es ist erst ab 10:00 Uhr morgens geöffnet und es gibt jede Menge ‚Spielzeug‘ im Verleih.

Fürs Mittagessen ging es dann nicht wie angedacht ins Chalêt, dass sich gleich am See befindet. Das hatte ausnahmsweise geschlossen. Also gingen wir ins Dorf selbst und kehrten dort im Bistro Gourmand ein. Und das, was wir dort zu essen bekamen, sah so spektakulär gut aus, dass ich es nicht vorenthalten kann.

Es ist sicherlich den guten Lichtverhältnissen auf der Terrasse geschuldet, dass alles so lecker aussah aber auch schmeckte.

Die Nachmittag vertrödelte ich dann daheim mit ein bisschen hier und ein bisschen da, denn es wurde richtig heiß und schwül.

Ich bastelte noch ein wenig am Podcast:

***

Und damit kann ich jetzt stolz verkünden:

Der erste offizielle Podcast ist raus und steht ab 8:00 zur Verfügung! Hurra! In dieser ersten Folge dreht sich alles ums Schwimmen und warum wir beide das so gerne tun.

Emgefall an Ausgelaf Nr.1 – Schwammen

Wir haben einen kleinen Fehler gemacht, und zwar haben wir die Folge in meinem Wohnzimmer aufgenommen, in dem es leider ein bisschen widerhallt. Der Fehler sei uns bitte verziehen. Das mit dem schneiden und leveln, Intro und Outro, lerne ich ja auch noch alles. Der Podcast ist auf luxemburgisch.

Ein Herzliches Dankeschön an Thierry, der mir mit vielen Tipps und Tricks zur Seite stand. Alles Tipps habe ich noch nicht umgesetzt, aber das kommt die Tage.

Wenn ihr den Podcast über eine andere App abonnieren wollt, hier ist der RSS Feed: https://anchor.fm/s/1080c0be4/podcast/rss

Sonntagsspaziergang mit Senf

Schwimmen am Sonntag ist ein umstrittenes Thema. Ich wäre früh genug wach gewesen um zum See zu fahren, der ja bereits ab 7:00 Uhr geöffnet ist. Aber mit dem E-Lake nebenan… ich wollte einen ruhigen Sonntag und mich nicht aufregen müssen.

Also macht ich was anderes. Ich ging hoch zum Glacisfeld. Die Alpina Achterbahn ist wieder da:

Und es gibt einen neue Freifallturm:

Als ich jedoch näher heran wollte wurde ich vom Platz verwiesen. Huch! Das war früher nicht so.

Über die rote Brücke hinweg fuhr ich auf der anderen Seite mit der Seilbahn hinunter ins Pfaffental und sah mir die Teile der LUGA an, die ich zwar schon wahrgenommen aber noch nicht richtig gesehen hatte.

Das oben fand ich interessant, weil man versuchte nachzubilden wie sich die Natur nach einem Felsabbruch den Raum wiedererobert.

Dann ging ich weiter zum Tretbacken. Das Wasser war 🥶, aber so richtig und brachte den Kreislauf so richtig in Schwung. Ich ging auch am LUGA Hub vorbei wo ich am 29.September hin muss, weil dort der Film Microcosmos gezeigt wird, den ich unbedingt noch einmal auf einer großen Leinwand sehen will.

Am Tretbecken (das übrigens nicht zur LUGA gehört) begegnete ich zwei Schwedinnen, eine mit Hund, eine mit Kleinkind, die das gleiche taten wie ich. Sie waren hellauf begeistert mich kennenzulernen, weil sie in all der Zeit in der sie in Luxemburg sind, keinen Luxemburger kennengelernt hatten. Das führte mir wieder vor Augen, wie wenige wir noch sind ( Die Anzahl der Luxemburger liegt inzwischen unter der Zahl der Ausländer) und wie sehr jeder im seiner eigenen Bubble lebt.

Auf meinem Weg weiter, fand ich immer wieder kleine komplette Naturecken, die so nicht erahnen lassen, dass man mitten in der Grossstadt ist.

An der Jugendherberge machte ich Halt, trank einen Kaffee, skalierte Fotos und schrieb schon mal in Teilen hier vor.

Von dort machte ich Kehrt und ging den Weg auf der anderen Seite der Alzette zurück. Ich ging die rue Mohrfels hinunter. Ich glaube dass ich diese Straße noch nie zu Fuß gegangen bin, bis mir schlagartig bewusst wurde was sich dort befindet und wie meine Verbindung dazu ist. Dort befindet sich das Hospiz in dem Onkel Nicolas starb und ich war mehrfach in den 80ern dort.

Das ist heute alles neu und komplett renoviert, und ich denke dass, wenn ich irgendwann einmal in ein solches Etablissement einziehen muss, ich genau dorthin will.

Das Hospiz hat einen schönen Garten, den ich nur von ‚oben‘ kenne:

Jetzt kenne ich ihn auch von innen:

Von dort aus sieht man die Montée de Clausen mit dem ‚hohlen Zahn‘:

Und dann besichtigte ich gleich nebenan einen Ort, den ich schon lange besichtigen wollte; die Muerbelsmillen, eine über 1000 Jahre alte Senfmühle. Es wird ihr nachgesagt dass ihre Mahlsteine älter sind als die Stadt selbst.

Fas Mühlrad dreht sich immer noch.

Mit dem Senf wurde ich großgezogen. Es gibt ihn immer noch.

Wider daheim sprang ich unter die Dusche und machte mir etwas zu essen denn ich hatte Bärenhunger.

Der Abend verlief dann sehr ruhig.

***

Ihr erinnert euch, dass ich vor einigen Tagen im Regen saß im Open Air Kino und mir Sunset Boulevard anschaute? Der Film wurde ja komplett restauriert und es gibt ihn jetzt in einer 4K Version. Was ich aber nicht wusste; der Film wurde 75 Jahre alt. Eine schöne Reportage von CBS Sunday Morning:

Samstag mit Pasta & Sonnenuntergang

Um 11:00 auf dem Markt. Anwesend waren der J., die D., und und später kamen noch der Y., die N,. eine andere A., und der C.

Kurz nach 13:00 aßen wir alle im Roma, eines der besten italienischen Restaurants der Stadt, aber es ist auch alles andere als preisgünstig. Ich hatte:

Orecchiette mit einer Pesto aus Pistazien und noch weiteren kleinen Köstlichkeiten.

Ansonsten gibt es nicht schrecklich viel für diesen Tag zu berichten. Halt, doch! Der T. hat sich angeboten mir bei allem, was im Hintergrund getan werden muss wegen dem Podcast, zu helfen.

Ein sehr perfektes Sonnenuntergangsbild, genau über der Kirchturmspitze.

***

Er heißt Sage Douglas und nennt sich Bloomer. Er kann 6 Oktaven singen. 6!!!! Seine Sprechstimme ist erstaunlich tief.

Und viele haben ihn gefragt ob er die THX Melodie aus dem Kino singen kann. Ja, kann er:

Und eines seiner Lieder finde ich richtig gut:

Er singt erstaunlicherweise viel höher als er spricht.

Schwumm am Freitag

Aber nicht in der Alten Heimat weil dort ja das E-Lake Festival stattfindet, sondern in Remerschen an den Baggerweihern.

Davor hatte ich einen Zahnarzttermin, der endlich die gewünschte Klärung brachte, die ich mir von den beiden Quacksalbernden davor schon gewünscht hätte. Aber davon schreibe ich wenn es soweit ist. Am Montag werden die Termine festgelegt.

Kommen wir zum Schwumm! Es war wieder herrlich!

Marie-Astrid für Arme
Stehpaddlerin mit Ehemann als schicke Kühlerfigur
Es gab auch echte Schwäne

Am Nachmittag setzte ich mich noch kurz auf die Terasse des Renert, wo reichlich Betrieb war. Es war der 8.8. und an diesem Schnapszahl Tag wollen viele heiraten. Eines der zahlreichen Pärchen das gegenüber aus der Gemeinde kam, hatte für den anschließenden Umtrunk die halbe Terasse gebucht. Und binnen einer Minute war die Terrasse brechend voll. Bis zu dem Moment hatte ich weiter in zwei verschiedenen Büchern gelesen und am Text geschrieben. Es wurde mir zu laut und ich zog ab.

Dann kam ein Notruf aus dem dem Urlaub. Die A. fragte mich ob ich sofort in ihre Wohnung fahren könnte, dort würden Sturzbäche vom Balkon laufen. Die Hausverwaltung hätte sie angerufen. Und in der Tat, als ich dort ankam, lief das Wasser vom Balkon in einem kleinen Sturzbach von siebten Stockwerk hinunter, was schon sehr spektakulär aussah. Die Passanten hielten alle an. Ich hechtete hoch. Ich konnte mir fast denken was passiert war. Es gibt einen Schlauch auf der Terrasse mit einem Art Gießkannendüse, die man per Hebel auf und zu machen kann. Die Putzhilfe hatte alle Blumen auf dem Balkon gegossen und anschließend den Wasserhahn nicht zugedreht, so dass der Schlauch platzte. Der kleine Vorplatz vor dem Haus war gründlich gewässert worden:

Aber Gottlob war sonst nichts passiert.

Der Abend verlief dann ruhiger.

***

Das ist sehr beeindruckend aber auch sehr beängstigend. Meine Handinnenflächen kribbelten, als ich mir das ansah.

Auseinandergenommen

Die Wetteraussichten für Donnerstag waren hervorragend. Aber leider konnte ich die Schwimmrunde, die ich liebend gern gemacht hätte, nicht wahrnehmen. Ich hatte um 11:00 Uhr einen Termin bei der Physiotherapeutin, wegen meinem Kiefer. Diese nahm mich so auseinander, dass ich mich nach der Sitzung schwindlig fühlte und hinlegen musste. Und damit war der Tag so gut wie gelaufen. Ich versuchte daheim ein bisschen was zu tun. Unter anderem wollte ich weiter an dem nächsten Text schreiben, aber es war nicht machbar.

Am Abend leg ich sehr früh flach.

Das war dann auch die letzte Gelegenheit diese Woche noch einmal im See zu schwimmen. Am Freitag startet dort für drei Tage der berüchtigte E-Lake. Das Line Up ist beachtlich. Eventuell gehe ich am Sonntag Abend hin.

Schwimmen & Test fürs Podcast

Ein klein wenig später losgefahren zum Schwumm!

Auf dem kleinen Ausßensteg hatten sich die Nilgänse niedergelassen und alles zugeschissen.

Da es immer noch recht frisch war, war niemand sonst da und die D und ich hatten den See für uns. (Also, vom menschlichen Standpunkt ausgesehen waren wir alleine. Die Nilgänse waren not amused, als ich auf sie zu schwamm.)

Nach der Schwimmrunde ging bereits zurück, denn ich hatte daheim zu tun. Meisterin Propper kam heute schon. Zudem erwartete ich sehnsüchtig ein Päckchen.

Die Mikrofone sind angekommen und sind hervorragend!

Auf dem ersten Bild sieht das recht unspektakulär aus. Aber in der kleinen Kiste verbergen sich zwei kleine drahtlose Mikrophone die mit einem Magnet an jeder Kleidung halten. Dazu gibt es noch ein paar lustige kleine Wuschelteile zum anclipsen, wenn zu viel Wind ist. Und dann gibt es noch den Sender, der einfach am Handy angeschlossen wird und los geht‘s!

Ich suchte mir noch ein Aufnahme- und Editingprogramm aus, OHNE ABO. Ferrite. Ich brauchte gute zwei Stunden, weil es halt einer eigenen Intuition folgt und nicht meiner. Aber nach ein wenig hin und her, ging es.

Das Intro ist aufgenommen und fertig geschnitten. Eine Blogseite bei tumblr gibt auch schon. Einen erste Testpodcast werden die D. und ich die Tage aufnehmen und wenn es was wird, dann geht es los!

Später am Abend schaute noch die N. kurz vorbei, zusammen mit Darwin. Es gab einiges zu erzählen und zu besprechen. Wir saßen auf dem Balkon bis es anfing dunkel zu werden und Darwin saß andächtig neben dem Tisch.

Später ging ich noch hinüber zu einer Wohnung, in der ich die Pflanzen gieße, und machte dort ein Foto vom Balkon.

Der Mond war aufgegangen.

Ein emsiger Schreibtag & Überlegungen zum Podcast

Der erste Blick im den Spiegel:

Huch, Herr Wiedehopf lässt grüßen.

Ein emsiger Schreibtag, der leider nichts Bemerkenswertes fürs Blog brachte. Angedacht war eine Schwimmrunde, doch es war so kalt, dass ich es mir nicht vorstellen konnte. Zudem regnete es. Also beschloss ich, mich in das neue Buch zu vertiefen, dass ich am Tag zuvor gekauft hatte.

Ich hatte bereits vor ein paar Tagen hier geschrieben, dass ich zur Zeit in Hochform bin, was das Schreiben angeht. Also fing ich an einen weiteren, neuen Beitrag für queer.lu zu schreiben. Wenn, wird er aber erst Anfang nächsten Jahres erscheinen.

So viel kann ich verraten, es geht um eine intergeschlechtliche Person in Frankreich aus dem 19. Jahrhundert.

Zudem recherchierte ich weiter, was ich alles tun und wissen muss hinsichtlich des Podcasts. Da geht es nicht nur um den Content, sondern auch um alles andere (Portal zum Hochlanden, Editing, Mikrofone usw.) Ich hatte ja eine kleine Umfrage gestartet, wie der Podcast heißen soll. Es lief auf den Namen hinaus, der von Anfang an der Favorit war. ‚Emgefall an ausgelaaf‘. Umgekippt und ausgelaufen. Ein Satz, den man im luxemburgischen umgangssprachlich mit jemandem in Verbindung setzt, der zu tief ins Glas geschaut hat.

Die Mikrofone sind bestellt. Die nächsten Tage werden ein paar Testläufe gemacht, und dann sehen wir weiter. Zudem mache ich mir Gedanken, wie ich das promoten soll. Ich würde nur höchst ungern wieder neue Konten bei Meta eröffnen müssen, jetzt, wo ich alles dort erfolgreich gelöscht habe. Gibt es Alternativen, wie man das sonst noch anstellen kann?

Ein Tag von, … bis

Ich hatte mit der D. ausgemacht, dass wir schwimmen gehen würden, wenn das Wetter danach wäre. Als ich um 7:00 Uhr erwachte, war es nicht so. Die Wetter App versprach aber Sonne mit ein bisschen Wolken am frühen Nachmittag. Na gut, dann werde ich erst später losziehen.

Ich holte ein bestelltes Buch im Buchladen ab. Auf dem Weg dorthin, fand ich etwas bei Villeroy & Boch im Schaufenster, das mich sehr an das Baskenland erinnerte.

Diese halbwegs schwarze Streifen, mit einem roten Rand, dass sieht schon sehr nach baskischem Tafelservice aus.

Gleich im Anschluss ging es zum See.

Es waren so an die 30 Leute da, alles Holländer, ohne mobile Musikbeschallung und auch die Kinder sehr zivilisiert.

Ich schwamm eine Runde, lege mich in die Sonne zum trocknen, und war dann so guter Dinge, dass ich noch einmal eine Runde schwamm.

Wieder in der Stadt, traf ich mich am frühen Abend mit der D zum Apero im Pavillon vom Parc Belair.

Es wurde nicht sehr spät.

Zeit vertrödeln

Es regnete und es war am Morgen schweinekalt. Zu kalt zum schwimmen. Wenn ich in St.Jean gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich gegangen, weil das Meer dort vor der Haustür liegt. Der See ist aber eine halbe Autostunde entfernt.

Insgesamt, ein sehr ruhiger Sonntag.

***

Ich habe mal wieder zu viel Zeit in den YT Shorts vertrödelt, wenn so viele Videos gleich hintereinander kommen. I ❤️ Lucy Darling alias Carisa Hendrix. Carisa ist Zauberin/Illusionistin bisweilen in der Stage Persona Lucy Darling und ich liebs. Sie arbeitet viel mit dem Publikum und jede Show ist anders.

***

Beschreibe eine Gewohnheit, die dir Freude bereitet.

In der Küche zu werkeln und hantieren. Das ist schon eine der täglichen Dinge die ich gerne mache. Das war lange Zeit nicht so. Ich glaube, dass ich die Küchenarbeit erst richtig schätzen gelernt habe, während den Lockdowns in der Pandemie. Sie war etwas vertrautes, was mich ablenkte und bei dem am Ende etwas leckeres heraus kam.

Ein Samstag mit Schwimmrunde & Markt

Das zeigte die kurz nach halb acht:

Ich war überzeugt, dass wenn die D und ich ein klein wenig warten und nicht ganz so früh losfahren, wäre es ein wenig wärmer und wir könnten wir trotzdem schwimmen gehen…

Yep, so geplant, so getan! Es war wie das letzte Mal. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur. 

Wieder daheim waren wir noch schnell pber den Samstagsmarkt. Und auf einen Kaffe beim Renert.

Als ich nach Hause ging, vernahm ich den ersten Sprühregen. Ich zuckte einmal freudig zusammen, nicht, dass ich mich über den Sprühregen selbst gefreut hätte, sondern, weil wir den Morgen so gut genutzt hatten, um noch einmal schwimmen zu gehen, bevor die Regenschauern einsetzen.

Am Nachmittag schüttete es dann, wie aus Kübeln:

Am Abend schaute ich mir einen Science-Fiction Film an, den ich vor ein paar Tagen aufgenommen hatte. District 9. Ein Film unter anderem von Peter Jackson produziert wurde.

Da der Film in Johannesburg spielt, ist er um Längen interessanter, weil es viele Allegorien gibt, die man mit der Zeit der Apartheid zusammenhängen. Das Peter Jackson ihn mit produziert hat, wunderte mich nicht. Er erinnerte mich streckenweise an den Film Brain Dead. Ein lustiger Splatter Film mit Zombies, dem immer nachgesagt wurde, er würde den Weltrekord halten, wegen der Mengen an Kunstblut die dort verwendet wurden. In District 9 wie in Brain Dead geht es um einen Protagonisten, der über sich hinaus wächst. Insgesamt recht sehenswert, aber er hat auch ein paar Längen.

***

Was macht dich neugierig?

Alles. Aber da ich keine Katze bin und keine sieben Leben habe, bin ich vorsichtig.

***

Ein Regenjacke mit eingebauter Hose? Hä?

***

Es gibt eine kleine Umfrage von mir auf Mastodon. Es wäre schön, wenn ihr daran teilnehmen würdet.

Nach dem Schreiben ist vor dem Schreiben

Den Donnerstag verbuchen wir unter schreiben, schreiben, schreiben. Ich wollte die Adelige aus dem 17. Jahrhundert endlich vom Tisch haben. Es gelang mir. Ich schickte den Text gleich im Anschluss der D, die ihn durchlas und für gut befand. Anschließend wurde er noch einmal in die Schublade gelegt und am Freitag wurde er noch mal durchgelesen und verbessert.

***

Der Freitag begann wieder mit der letzten Verbesserung der Textes und ich schickte ihn anschließend ab.

Am Nachmittag in der Stadt bestellte ich ein Buch von Michel Foucault, dem bekannten französischen Philosophen, der unter anderem auch ein Buch über die erste vom Staat anerkannte intersexeuelle Person in Frankreich geschrieben hat, die man zu der Zeit noch Hermaphrodit bezeichnete. Das wird der übernächste Beitrag für queer.lu werden, denn ich weiß jetzt schon dass ich Ende des Jahres viel Beschäftigung haben werde und für größere Recherchen keine Zeit bleibt.

Der Abend war für die 🧸 reserviert. Ich kann das Foto posten, weil es auch in den sozialen Medien erschien.

***

Langsam habe ich Zweifel am Luxemburger Wort. Warum geben die einem Holocaust-Leugner fast eine ganze Seite zum seinem Ableben? Eine Randnotitz hätte genügt. Die Ausrede dass es ein Sommerloch Bericht ist lasse ich nicht gelten.

Schwimmen & Tagesfrage

Schwimmen, schwimmen schwimmen!

Zugegeben, das Wetter war nicht das beste, aber wir fuhren trotzdem zeitig am Morgen los zum See. Nach den letzten Regentagen hatte ich damit gerechnet, dass das Wasser um einiges kühler wäre. Aber das war es nicht. Es war sogar wärmer als die Außentemperatur. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt erst mal länger im Wasser zu bleiben als geplant. Ach ja, die D war auch mit dabei.

Auf dem Weg zurück, fuhren wir zum Grand Frais, für eine Einkaufsrunde von Obst und Gemüse.

Am Nachmittag recherchierte und schrieb ich weiter über die LGBTIQ+ Adelige aus dem 17. Jahrhundert.

Am Abend traf ich mich noch einmal mit der D. zu einem Apéro in der Innenstadt. Angdacht war ihm beim Wëllem zu nehmen, doch die Bar war zum bersten voll mit schottischen Fussballfans die sich morgen ein Fussballspiel hier anschauen werden. Nun ja.

Abendessen gab es in der Osteria. Vitello al Limone:

Hervorragend gut!

Nebenan fiel die Kinoleinwand vom Open Air in sich zusammen:

Das hatte aber, so erfuhr ich später, mit einer Wetterwarnung von Meteolux zu tun, die Windstöße bis 50km/h vorausgesagt hatten. Das hätte die Leinwand nicht ausgehalten. Doch er Wind kam nicht und so wurde sie kurz vor Beginn der Vorstellung wieder aufgeblasen.

Einen letzten Absacker gab es im Renert und dann ging es auch schon nach Hause. Den Film Plein Soleil mit Alain Delon in der Hauptrolle, wollte ich mir nicht ansehen.

***

Welche Traditionen deiner Eltern hast du nicht übernommen?

Das ist eine gute Frage. Ich habe so ziemlich alles nicht übernommen was was meine Eltern traditionell taten. Nicht einmal kleine Rituale oder Dinge. (Ich saß nach dem Satz eine ganze Weile da und überlegte, aber es fiel mir wirklich nichts ein) Es gab auch nicht wirklich welche, mit Ausnahme der traditionellen Feiertage, die aber auch mit dem Jahren und dem Ableben der einzelnen Familienmitglieder, immer mehr abnahmen, bis sie gar nicht mehr stattfanden. Sogar Geburtstage wurden manchmal komplett übergangen. Das hört sich traurig an, aber ich empfinde es nicht so. Der Grund, warum es keine Traditionen gab, ergab sich meiner Meinung nach aus dem Umstand, dass meine Eltern aus zwei verschiedenen Ländern kamen, mit völlig unterschiedlichen Lebensweisen. Meine Mutter war eine waschechte Luxemburgerin, und mein Vater kam aus dem Elsass. In den Sechzigern, als sie sich kennen lernten, waren diese Unterschiede größer als heute und Globalisierung war ein Fremdwort.

Die Zeichen deuten

Manchmal geschehen Dinge die man als Zeichen werten muss. So kam es, dass ich am morgen eine SMS erhielt von Doctena, in der mein Zahnarzttermin für morgen abgesagt wurde. Na gut. Da ich mir beim ersten Termin bei diesem neuen Zahnarzt, der die Praxis meines Vorigen übernommen hat, sehr fremd vorkam und er mir auch nicht super sympathisch war, (er nuschelte so sehr, dass ich oft mehrfach nachfragen musste was er mir sagen wollte) beschloss ich mir einen Neuen, etwas näher in meinem Viertel zu suchen.

Die A, die aus einer fast reinen Arztfamilie stammt, gab mir einen Neuen an, dessen Praxis nur drei Straßen entfernt liegt, gute 10 Minuten Fußweg von meiner Wohnung. Ich rief an und bekam einen Termin für übernächste Woche. Sehr gut!

Am Nachmittag fuhr ich kurz in die Stadt, traf die D und ging anschließend auf eine schnelle Einkaufsrunde.

Am Abend traf ich mich dann mit der A, die demnächst im Urlaub sein wird. Zu diesem Zweck wurde Blue zum Friseur geschickt, einem neuen Friseur, bei dem sie nicht nur getrimmt, was sondern das Fell auch geschnitten wurde. Das Problem mit mit Terriern ist nämlich, dass die Haare nicht von allein ausfallen, sondern in der Haut steckenleiben. Die müssen dann regelmäßig ausgerupft bzw. gezogen werden. Das ist Blue, je nach Stelle,über den Rücken z,B, egal, aber an den Beinen und Pfoten und Bauch tut es ihr weh. Jetzt sieht sie wieder schick aus:

Sie bekam eine bunte Fliegevom Salon geschenkt, und sah damit aus wie eine Preishund frisch vom Schönheitswettbewerb.

Es wurde nicht sehr spät.

***

Kate Winslet erfährt alles über ihre Familie:

The Phoenician Scheme

Ich denke ich könnte inzwischen auch ein wenig verraten was ich da schreibe, wo ich die letzten Tage so geheimnisvoll tat. Es ist ein Beitrag für die Queer.lu, über eine Adelige aus dem 17. Jahrhundert. Sie lebte also vor 400 Jahren und sie wird heute als eine queere Ikone und Feministen verklärt. Ob sie diese Verklärung verdient hat, ist eine Fragen die ich versuche zu beantworten.

Mit der Frage verbrachte ich den Morgen. Ansonsten passierte nicht viel.

***

Am frühen Abend schaute ich mir endlich den neuen Wes Anderson Film The Phoenician Scheme an. Als ich sah, dass Roman Coppola mit am Film geschrieben hat, war ich nicht sonderlich überrascht, dass der Film eine exotische Gängsterstory ist über einen dubiosen Geschäftemacher, dem alle das Handwerk legen wollen.

Ich musste ein paar mal schon sehr lachen. Aber, und das schreibt der Kritiker vom Roger Ebert Blog ganz richtig: „Buoyed by a traditionally spectacular ensemble, “The Phoenician Scheme” feels unlikely to be anyone’s favorite Wes Anderson flick. Still, it’s so easy to like that it’s equally difficult to hate it.“ Und genau das ist es. Ich fühlte mich herrlich unterhalten, aber im Gegensatz zu seinen beiden letzten Filmen, vor allem „The French Dispatch“ rutscht dieser ein wenig ab.

Es war noch früh und ich beschloss einen letzten Absacker im Vis-à-vis zu nehmen und hier schon mal vorzuschreiben. Ich kam am Place Guillaume vorbei:

Es war prallvoll im Open Air Kino. Alle wollten „The Devil Wears Prada“ sehen. Ich hatte den schon vor Jahren gesehen und ich verstehe warum es ein Kultfilm ist, aber für mich ist er es nicht.

Ich hingegen schaute mit daheim Mr.Turner auf Arte an mit dem großartigen Timothy Spall.

Und danach ging es in die Federn.

Nochmal Open Air Kino

Der Tag bot wenig. Zumindest fürs Blog. Es regnete die meiste Zeit, ich war häuslich und las und recherchierte. Den ganzen Tag wollte ich jedoch nicht in der Wohnung bleiben und ich beschloss am Abend, trotz des widrigen Wetters, noch mal das Open Air Kino auf der Place Guillaume aufzusuchen.

Wer mir auf Mastodon folgt, hat die Bilder schon gesehen.

Man muss Kino schon sehr lieben. Eingepackt in einen K-Way und einen Plastikponcho, was gut war, denn es wurde zur späten Stunde empfindlich kühl.

Auf dem Programm; Flow. Der erste lettische Film, der einen Oscar und einen Golden Globe bekam.

Es gab ein paar kleine Bildstörungen am Anfang, das sie aber in den Griff bekamen. Eine post apokalyptische Geschichte, die einerseits sehr nah an der Realität ist, doch auch viele magische Momente und auch ein paar irreale Tiere hervorbringt.

Ich war gefesselt von Anfang bis Ende. Interessant fand ich, dass alle Tiere (es ist im ganzen Film kein einziger Mensch zu sehen), sich immer noch wie Tiere benehmen. Eine Katze, ein Hund, ein Capybara, ein Lemur und ein Sekretär Vogel müssen miteinander auskommen, wenn sie überleben wollen.

In ungefähr der Hälfte des Films fing es an, richtig zu regnen, und es wurde um Längen ungemütlicher. Doch ich hielt durch, wie auch alle anderen Zuschauer. Es waren um die 400 Stück und das war erstaunlich.

Kurz vor Mitternacht war ich wieder daheim.

Bananenbrot & Sunset Boulevard

Sehr spät wach geworden, was im den letzten Wochen nie der Fall war. Es war fast 9:30! Huch! Ich strich die Schwimmrunde, weil Samstag war und wahrscheinlich würde es am See sehr voll werden. Stattdessen werkelte ich daheim.

Ich sah im Obstkorb drei Bananen die eigentlich für Müsli oder Overnight Oats gedacht waren, und dort ein trostloses Dasein fristeten. Also gab es Banana Bread nach diesem Rezept, wovon die nur die Grundzutaten und Mengenverhältnisse für den Teig stimmen. Optional kam bei mir noch die dritte Banane oben auf den Teig, und anstatt weißen Zucker, habe ich braunen Zucker genommen.

Resultat:

Als er aus dem Ofen kam, hätte ich am liebsten sofort reingebissen. Ich glaube aber, dass es das letzte mal war dass ich diese Silikonform genommen habe. Sie hat über lange Jahre, schon bevor ich in die Stadt zog, gute Dienste geleistet, doch ich habe das Gefühl dass sie den Geist aufgibt. Selbst mit ölen, einbuttern und mehlen klebte es und ich hatte alle Mühe der Welt um das Backgut aus der Form zu bekommen. Es war übrigens gefährlich lecker.

Am Abend noch ein Foto vom Balkon bevor ich loszog in die Stadt:

Es ging ins Open Air Kino auf der Place Guillaume:

Auf dem Programm ein Klassiker; Sunset Boulevard. (Der Link zu Wiki ist sehr lesenswert, wenn man den Film kennt)

Ich war viel zu früh da. Doch ich wollte noch ein wenig Auswahl haben, wo ich mich hinsetze. Ich sah den Menschen zu die kamen. Da war wirklich alles vertreten, was Sprachen und Wohlstandsrang hergab. Das freute mich ungemein. Ich bin immer noch froh dass das in Luxemburg noch möglich ist, in einer Zeit, in der ein rechtsgerichtetes Drecksvolk uns das streitig machen will.

„Alright Mr. DeMille, I‘m ready for my close-up.“

In der Hälfte des Films fing es an zu tröpfeln. Man verteilte Regenumhänge, denn den Regenschirm aufspannen ging nicht. Es blieben auch fast alle trotz des widrigen Wetters sitzen. Es gab zum Schluss sogar einen riesigen Applaus.

Ich kam kurz nach Mitternacht trocken zu Hause an.

Klatschnass & eine schöne Schwimmrunde

Am Donnerstag war endlich die Biographie im Postkasten auf die ich schon länger gewartet hatte. Was mir nicht bewusst war, war dass es eine Schwachte von über 500 Seiten ist. Also werde ich die nächsten Tage wohl mit Lesen verbringen.

Ansonsten war ein Friseurbesuch geplant, der mir vorkam, als ob der letzte Besuch Monate her wäre. Dabei war der letzte Termin erst drei Wochen her. Die Haare wachsen im Sommer definitiv schneller.

Ich absolvierte noch zwei kleine Einkäufe in der Stadt und schaute noch im Rainbow Center vorbei, was ein Fehler war, denn ich hätte früher nach Hause gehen sollen. Auf dem Rückweg zog sich der Himmel zu und ich beschloss den Bus zu nehmen, denn ich hatte keinen Schirm dabei. Auf der Haltestelle ging es dann los mit großen Tropfen, die sich ein mehr als kräftigen Regenguss verwandelten. Ich hüpfte schnell in den Bus, in der Annahme es würde sich in ein paar Minuten wieder beruhigen. Als ich aber aus dem Bus wieder aussteigen musste, regnete es so heftig, dass ich auf dem wenigen Metern bis zum nächsten Hauseingang klatschnass war. Dort stand ich dann auch noch fast 20 Minuten bis es endlich weniger wurde.

Daheim las ich dann in der Biografie.

***

Zwischendurch eine schnelle Tagesfrage:

Welche Geschichte steht hinter deinem Spitznamen?

Es gibt keine Geschichte. Ich habe keinen Spitznamen. Joël reicht voll und ganz und ist exotisch genug, dass ich keinen Spitznamen brauche. Es gab durchaus Versuche mit einen aufzudrücken, doch die schlugen alle fehl, weil ich nicht darauf hörte.

***

Am Freitag war ich zeitig auf, räumte die Wohnung auf und fuhr in die Alte Heimat zum Schwimmen. Es war endlich wieder schönes Wetter.

Es war recht frisch und es waren nicht zu viele Menschen da, vor allem keine die mir ihre Musikbeschallung aufzwangen.

Da ich später losgefahren war, aß ich eine Kleinigkeit zu Mittag im Pier 75.

Gegen 13:00 fuhr ich zurück.

Ich las weiter in der Boigraphie wo ich nicht später als im ersten Kapitel auf der dritten Seite schon eine Unstimmigkeit fand. Nun ja…

Am Abend ging es dann in den Park der Villa Louvigny wo eine Vorstellung stattfand im Rahmen der LUGA. Lilith erzählt die etwas andere Entstehungsgeschichte. Ein paar Fotos konnte ich vorab der Vorstellung machen.

Später ging es noch auf einen Absacker in den Microcosmos und kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.

Zwei Austellungen

Den Dienstag lassen wir aus Gründen weg. Es passierte eh nichts, was ich hätte verbloggen können.

***

Der Mittwoch dann, fing mit einem Zahnarztbesuch an. Es ist so, dass ich den Termin bei dem Zahnarzt, der mich untersuchte, als mir der Zahn abgebrochen war, absagte. Ich hätte kurze Zeit später noch einen weiteren Termin bei ihm, aber er flösste mir so wenig Vertrauen ein, dass ich beschloss, einen anderen aufzusuchen.

Und dieser Termin war heute. Nach einer Zahnreinigung, erarbeiteten wir einen Schlachtplan aus. Was mich dabei überaschte, war die Tatsache, dass ich bereits nächste Woche Mittwoch schon wieder einen Termin habe, indem es dann ein klein wenig ans Eingemachte geht. Zudem hat er mich an einen Physiotherapeuten überwiesen wegen meiner Kiefer Muskeln. Es ist so, dass meine Zähne im Oberkiefer, alle ganz leicht locker sind, während die Unteren fest sitzen. Ein Zeichen, dass ich mit den Zähnen knirsche. Ich habe jetzt mal acht Termine beim Physio, wo genau hingeschaut wird wo diese Verspannungen herkommen. Und ich werde eine Knirschschiene bekommen.

Am Nachmittag besuchte ich mit der D gleich zwei Ausstellungen. Eine davon im Nationalmuseum, die andere im Ratskeller.

Interessanterweise ging es in beiden Ausstellungen um die Natur in all ihren Formen und Farben und wie sie in der Kunst dargestellt wird.

Bei einer Reihe von Bildern, im Nationalmuseum, die ein bisschen kindlich aussahen, in denen ein Wolf und ein Fuchs abgebildet waren, gab es auch Kopfhörer. Dort konnte man von Edmond de la Fontaine die Geschichte De Wëllefchen a de Fiischen (Das Wölfchen und das Füchslein) hören, gelesen von Leon Moulin. Ich kannte die Geschichte, weil ich sie oft genug gehört hatte, als ich noch sehr klein war. Wir hatten sie auf Schallplatte. Die D und ich saßen da, andächtig wie kleine Kinder und hörten Leon zu. Der Titel lässt darauf schließen, dass die Geschichte harmlos ist, aber sie ist alles andere als das. Der Fuchs wird als schlau hingestellt, der Wolf als doof. Der Fuchs legt den Wolf dreimal herein, bis er im letzten Streich unter Knüppelhieben stirbt.

Ein paar Fotos:

Im Ratskeller gab es dann die übliche, alljährliche Fotoausstellung der Fotothek, ebenfalls mit dem Thema Natur.

Am Abend schaute ich mir einen Film an der Ende letztes Jahres viel Furore machte, und von dem ich sehr viel gemischtes gehört hatte. Wicked. Der Film ist so unglaublich in die Länge gezogen und die Musik geht nicht ins Ohr. Das einzig Interessante war, die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit verschiedener Charaktere. Das wurde auch maximal ausgeschlachtet und dargestellt. Ansonsten konnte ich der Geschichte nichts abgewinnen.

Und wenn wir schon bei der bösen Hexe aus dem Zauberer von Oz sind, hier noch eine Doku über Liza Minelli, deren Mutter ja Judy Garland war.

Zwei Tage unfreiwillig

Den Sonntag verbuchen wir unter Häuslichkeit. Es bestand zwar am Anfang des Tages durchaus der Gedanke, etwas zu unternehmen, doch als ich auf die Wetter App schaute, verwarf ich die Idee. Ich wollte mir Teile der LUGA ansehen, die ich noch nicht gesehen hatte. Vielleicht sogar bis nach Ettelbrück fahren, wo auch ein Teil zu sehen ist.

Aber dann passierte das hier:

Stattdessen las und schrieb ich an etwas anderem.

***

Der Montag war um einiges ergiebiger. Eigentlich hatte ich gleich beim aufwachen vorgehabt, das Posting vom Sonntag hochzuladen. Doch ich war spät dran, weil ich mich mit der D verabredet hatte, zu einer Schwimmrunde in der Alten Heimat.

Es war sehr bedeckt und die Temperaturen luden nicht wirklich dazu ein, sich ins Wasser zu begeben.Der große Vorteil dieser Tage ist aber, dass man munter Seelen alleine ist und den See für sich hat. Außerdem war das Wasser wärmer als die Außentemperatur. Nach der Schwimmrunde ging es dann auch schon gleich wieder zurück.

Auf dem Rückweg zum Auto kam ein Schwan, sehr neugierig angeschwommen. Er dachte wahrscheinlich, dass wir ihm irgendetwas mitgebracht hätten,…

… denn er sah uns sehr fordernd an. Er merkte dann aber sehr schnell, dass wir nichts dabei hatten und fraß demonstrativ von dem Seegras.

Irgendwann dazwischen meldete die Blogapp, dass Joel.lu wieder ausgefallen sei. Ich schickte die übliche Mail ab und nach einer guten halben Stunde war die Homepage wieder online. (Ich dokumentiere diese kleinen Ausfälle immer wieder im Blog, nicht weil das irgendjemanden interessieren würde, sondern um es irgendwie statistisch zu erfassen, dass da im Hintergrund etwas gewaltig schief läuft, auf das ich keinen Einfluss habe)

Wieder daheim machte ich noch mal diesen Kühlschrankkuchen, den ich schon vor ein paar Tagen hergestellt hatte. Ich hatte nämlich noch von allem genug da, um noch einmal eine Portion herzustellen.

Den Nachmittag über blieb ich dann häuslich, denn das Wetter schlug so sehr um, dass man nicht mal einen Hund rausgeschickt hätte. Es goss zeitweise immer wieder wie aus Eimern.

Die A hatte sich angemeldet zum Abendessen. Also kam der Eisschrank Kuchen schon mal wie gerufen. Zudem gab es eine Tarte Tatin mit Tomaten. Ich hatte dem Tisch auf dem Balkon gedeckt in der Annahme, dass wenn es noch mal ein bisschen tröpfeln würde, wir trotzdem im Trockenen sitzen würden. Ein schwerer Fehler. Es stand alles bereits fix und fertig auf dem Tisch, als ich plötzlich eine Art Rauschen hörte, dass immer näher kam. Es regnete fast waagerecht auf den Balkon, und alles wurde klatschnass. Ich hatte nur noch Zeit, mich selbst zur Balkontür hinein zu retten und die Tür zu schließen. Fazit: Wir aßen drinnen.

***

Am Abend schaute ich die erste Folge der Persuaders, die ich noch nie gesehen hatte. Ihr wisst schon, die Serie mit den beiden Machos und der sehr legendären Titelmusik.