Das hat so nichts mit meinem Beruf zu tun, zumindest nicht direkt. Doch bin ich immer wieder gerne mit dabei, auch wenn ich mir am Sonntag den Fuß verstauchte. Ich hatte mich als Helfer gemeldet zum Platzanweisen und Kartenabreißen.
Es war das 7. Festival der Puppenspieler in Luxemburg und zum dritten Mal in Tadler, einem winzig kleinen Dorf mitten in den grünen Öslinger Hügeln. Für gewöhnlich sagen sich dort Fuchs und Hase gute Nacht, außer wenn das Festival über das Dorf herfällt. Ich hätte gerne ein paar Fotos von dort aus gesendet und einen kleinen Beitrag im Blog veröffentlicht, doch leider ist das 3G Netz in Tadler ,zumindest von meinem Provider, grottenschlecht.
Ich habe ein paar wunderschöne Spektakel gesehen. Der Schwerpunkt lag dieses Jahr auf griechischen Puppenspielern und und dem belgischen Tof Theatre, die gleich mit mehreren Shows vertreten waren. Ganz besonders schön war das Spektakel Clowns Houses, das erst Abends spät gezeigt wurde und absolut nicht für Kinder geeignet war.
In den Sälen war es verboten Fotoaufnahmen zu machen also zeige ich euch ein paar Fotos von dem was sonst so im Dorf los war.
In zwei Jahren werde ich auf jeden Fall wieder hier sein.
Eines der Straßenspektakel in dem die Zuschauer wie gebannt auf ein Bauchtheater starrten.
Ausgelöst durch ein Post der Kaltmamsell, die sich die berechtigte Frage stellt, wann denn die Menopause bei der Frau losgeht und was man das erkennt, habe ich mir die gleiche Frage gestellt, wann sie denn mein Mann losgeht.
Ich weiß dass ich da ein Tabuthema anspreche und für die meisten Männer ist es schon ein Sakrileg überhaupt nur daran zu denken es könnte „da unten“ etwas nicht mehr funktionieren wie es sollte. Doch da ich keine Tabus kenne und ich über alles und jeden spreche, werde ich das heute mal zu Thema machen.
Ich werde dieses Jahr 50 und bei mir klappt alles noch einwandfrei, so gut dass ich mich bisweilen wundere, DASS es noch so gut klappt, dass es noch nicht weniger wurde. Also machte ich mich schlau bei Wikipedia und anderen Seiten.
Die Menopause beim Mann wird auch als Klimakteruim virile bezeichnet und fängt für gewöhnlich so um 50 an. (aha…ich stehe also an der Schwelle zum Abgrund 😉 ) Ab da geht der Testosteronspiegel stetig bergab, im Schnitt zwischen 2-5% im pro Jahr. Doch rutscht der Spiegel nicht einfach so in den Keller ohne Nebenerscheinungen.
Da wären zum Beispiel:
Schwächegefühl und Abnahme der Aktivität
Mattigkeit, nachlassende Tatkraft
Reizbarkeit, Gefühlsschwankungen
Innere Unruhe, Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit
Nachlassen der Lust auf Sexualverkehr, Potenzstörungen
Nachlassen der Muskelkraft, Glieder- und Gelenkschmerzen
Schweißausbrüche, vermehrte Wärmeempfindlichkeit
Schlafstörungen oder erhöhtes Schlafbedürfnis
Gewichtszunahme ohne Veränderung der Lebensgewohnheiten
Nun sind all diese Symptome sehr vage und wenn ich sie auf mich beziehe, so habe ich manche davon schon viel länger, und schreibe sie aber nicht unbedingt der Menopause zu. An was erkennt man also dass es soweit ist?
Vielleicht mag auch ein Mann hier im Blog darüber reden, gerne auch anonym.
Ich muss noch zwei volle Stunden warten, also kann ich auch bloggen, obwohl ich hundemüde bin und lieber schlafen möchte.
Vor eingen Tagen postete ich das Make-up Video im Zeitraffer. Dieses Make-up, das ich vor 4 Jahren zum ersten mal erstellt hatte, wieder gemacht. Aber nicht im Luxemburg sondern in Vilnius in Litauen auf einem Theaterfestival. Und wenn sonst die Auslandsvorstellungen sich immer ein wenig wie Urlaub anfühlen, so war es dieses mal bei weitem nicht so. Ich flog gestern in aller Herrgottsfrühe hin um aber erst gegen 14:00 dort zu sein, weil ich drei Stunden Aufenthalt in Amsterdam hatte. Dort angekommen ging es sofort ins Theater. Von der Organisation her lief alles glatt und wie am Schnürchen. Doch hatte ich keinen Moment Ruhe und ich kam erst um 23:00 Uhr im Hotel an. Ich schlief sofort ein um gleich um 5 Uhr wieder geweckt zu werden, weil ich wieder so früh losflog.
Es ist jammerschade dass alles so schnell und fix gehen musste, denn ich habe nichts von der Stadt gesehen außer das Bisschen aus dem Taxi. Zudem hatten wir von der luxemburgischen Botschaft Suiten im schönsten Hotel der Landes gebucht bekommen, ein Radisson Blu Hotel die ich auch nur wenige Stunden zur Verfügung hatte.
Und jetzt sitze ich am Gate blogge auf dem iPad und merke dass die Batterie sich dem Ende neigt…
Und ich merke jetzt, erst dass ich überhaupt keine Fotos in Litauen gemacht habe, nicht mal vom Theater.
Mit dem dritten Robert Galbraith Buch das noch immer auf dem Nachttisch liegt, komm ich nicht voran. Ich lese seit gestern etwas anderes. Aber der Reihe nach.
Die Generalprobe gestern Abend ließ mich ausgehungert zurück und das kurz nach 22:00 Uhr an einem Sonntag Abend. Nicht der idealste Wochentag um in Luxemburg noch ein Restaurant zu finden. Die Auswahl ist dürftig. Doch die Place de Paris hat da immer was zu bieten. Das Caprini zum Beispiel.
Ich saß gemütlich aus der Terrasse, klickte mich durch den SpOn und wartete auf mein Essen. Ein Interview mit dem freien Jounalisten Matthias Lore über sein neues Buch fesselte mich sofort.
Matthias Lohre begibt sich auf die Suche nach seinen verstorbenen Eltern. Mit seiner persönlichen Geschichte zeigt er exemplarisch, mit welchen Nöten die Kinder der Kriegskinder bis heute kämpfen
Und ich saß da wie vor den Kopf gestoßen und musste mir eingestehen dass ich ein Kriegsenkel bin. Allein schon aus dem Interview heraus wurden mir so viele Parallelen bewusst, das ich mich gleich ein Leseprobe des Buches herunter lud.
Heute habe ich mir das ganze Buch geladen und werde berichten wenn ich es durch habe.
Nach einem lagen Christi Himmelfahrtstag in Berlin, (denn mein Flieger ging erst um 20:00 Uhr) an dem ich ein bisschen U Bahn fuhr, ein Runde um das Olympia Stadion wanderte und anschließend mich mit Freunden am Prenzlauer Berg traf, hatte ich Zeit genug um die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Mein größter Fehler: Ich war nicht vorbereitet. Ich hätte mir unbedingt vorab das komplette Programm ansehen sollen und mir die Vorträge auswählen die mich interessieren. Am zweiten Tag hat ich den Dreh einigermaßen raus. Aber mir fehlte ein Ausstauschparther mit dem ich die einzelnen Vorträge hätte besprechen können. Wenn also nächstes Jahr jemand mitkommen mag, bitte.
In einem Punkt hat mich die re:publica bestärkt und mir gezeigt dass ich auf dem richtigen Weg etwas in meinem Leben zu verändern. Es in die Tat umzusetzen wird noch eine Menge Arbeit kosten und davon erzähle ich dann wenn es soweit ist.
Zum Schluss noch ein Panorama Bild aus dem Inneren des Stadions.
Ich stellte heute fest dass es sehr viele Stars in der Branche gibt von denen ich keine Ahnung hatte. So zum Beispiel Laurie Penny die eine Stunde lang über Fantasy referierte und sich dabei vor allem mit Fan Work auseinandersetzte. Star Trek, Star Wars und Harry Potter waren ihre am meist zitierten Beispiele. Eine lustige Stunde.
Laurie Penny
So startete mein dritter Tag bei der re:publika. Anschließend ermutigte man mich mir den nächsten Referendar auf der Hauptbühne ebenfalls anzusehen. Herr Hossein Derakhshan erzählte uns etwas über Hyperlinks und wie sie langsam aus dem Internet verschwinden und immer mehr an Bedeutung verlieren. Ich konnte dem nur halbherzig zustimmen.
Nur in einem Punkt gab ich ihm recht und zwar wie Facebook mit externen Links in seinem geschlossenen System umgeht. Ich kann schon fast prophezeien was Facebook an meinen Verlinkungen durch sein Netzwerk an andere weitergibt und was nicht. Und ich muss gestehen, dass ich mich dabei ertappe wie ich einzelne Postes im Blog schon so formatiere dass Facebook sie so einstellt wie ich es haben will. Ein Beispiel: Wenn ich mehrere Fotos bei in einem Post habe, dann nimmt Facebook per se das letzte in der Reihe. Also stelle ich die Fotos schon so ein, dass das, ’spektakulärste‘ das letzte Foto ist. Ich habe dafür aber nur einen Versuch. Wenn ich dann nicht zufrieden bin kann ich es nicht mehr ändern, zumindest das Foto nicht. Sogar mit dem wp-shortlink lässt sich Facebook nicht überlisten.
Ich erstand auf dem Stand der Mind-Cockies eine ganze Kiste Kekse mit einem Kick. Ich hatte sie breites am ersten Tag probiert und da sie die Dinger nicht nach Luxemburg liefern, versprach man mir, dass ich am dritten Tag eine ganze Kiste davon kaufen könnte.
Am späten Nachmittag beschloss ich einen kleinen Spaziergang zu machen durch die Stadt und meine alten gewohnten Berliner Ecken aufzusuchen. Ich erstand ein paar kleine Mitbringsel und ein paar Schuhe.
Zum Abschluss wie gewohnt die Bilder des Tages.
Das Ding was ich jeden Tag um den Hals hängen hatte (oder auch nicht)An einem Stand musste,sollte,durfte ich Schnaps probieren. Eine Internetfirma aus Budapest bot ihn an. Der grüne vorne im Bild (Williams Birne)war ein echter Rohrkrepierer. Der zweite (Aprikose) war nicht ganz so schlimm.Leider stand das Auto so eingekeilt zuwischen anderem Zeug dass ich es nicht richtig ablichten konnte, denn es sah wirklich Hammer aus.
Das war’s für die re:publica ten. Es hat sich echt gelohnt herzukommen und wenn ich es irgendwie schaffe bin ich nächstes Jahr wieder da. Alle Links werde ich später hinzufügen, es war so schon eine Krux Postings online zu stellen.
Nach allem was ich gestern falsch gemacht hatte, hab ich mich dann heute etwas besser vorbereitet. Gleich morgens um 10:00 saß ich in einer Diskussion.
Daraus ergaben sich für mich so viele neue Fragen aber auch Antworten, dass ich mich auf meinem neuen Weg bestätigt sah. Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Und davor scheue ich mich, weil ich das allein nicht schaffe. Es ist heute morgen etwas weniger voll als gestern auf den Gelände, was gut tut.
Anschließend sass ich noch auf der Stage 2 bei der man das Internet mit einem Pubertierenden verglich. Sehr lustig aber jetzt nicht wirklich etwas Neues.
Später saß ich dann noch eine Weile in re:lax Area in der Sonne. Und plötzlich war mir ganz klar, dass mein Entschluss hierher zu kommen ganau das richtige war. Ich fühlte mich wohl und aufgehoben.
Am späten Nachmittag traf ich mich mit meiner ältesten Freundin die ich in Berlin habe. Susanne hat sich nicht verändert. Immer noch das verrückte Huhn dass ich schon vor über 10 Jahren kennengelernt habe. Da ich weiss, dass sie hier mitliest: Ich werde, wenn ich in wieder in Luxemburg bin ein paar Fotos hier einstellen aus unserer verrückten Zeit.
Zum Abschluss die Bilder des Tages (und Vortages).
Am Savignyplatz gibt es dieses Restaurant…… mit dieser weltbesten Pizza. Jedesmal wenn ich in Berlin bin, versuche ich herzukommen.Ich mag diese Bänder nicht besonders weil man sie abends nicht ausziehen kann. Nun ja…Mich in superfett…… in extra schlank…… oder langgezogen. (Meine Lieblingsvariante)
Ich schwöre, ich hatte es nicht darauf angelegt, doch ich saß in der ersten Reihe bei der Eröffnungszeremonie. Sie begann so wie ich mir das vorgestellt hatte; pünktlichst mit fast 30 Minuten Verspätung.
Der Saal restlos gefüllt hinter mir. WOW!
Kurz vor der offiziellen Eröffnung sah ich Frau Kaltmamsell deren Blog ich schon seit Jahren lese. Eine sehr nette Begegnung.
Ich hatte mir die re:publica nicht sooo groß vorgestellt. An die 8000 Besucher sind registriert. Doppelt so viele wie das letzte Jahr und die Hälfte davon ist zum ersten Mal hier. (So wie ich)
Ich wartete also auf meine erste Konferenz, die kurz nach 12 beginnen sollte, über Urban Blogging, nur um zu erfahren dass sie abgesagt wurde. Ich beschloss dann mich in eine andere Konferenz zu setzen über die Zukunft von Twitter, die aber so überfüllt war, dass ich schon beim Eingang in den Saal wieder umkehrte. Inzwischen war es kurz nach Mittag und ich beschloss mich in mein Hotelzimmer zu verziehen, weil die Berlin Station so voll war, das ich mich nicht mehr wohl fühlte.
Mir war bis zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig klar was ich eigentlich hier will. Was will ich hier? Die Frage hätte ich mir echt früher stellen sollen und mich vor allem besser vorbereiten sollen an welchen Konferenzen ich teilnehmen will.
Die Frage nach dem Sinn setzte sich dann so fest, dass ich beschloss, mich an diesem Nachmittag damit auseinanderzusetzen. Tatsache ist, dass mein Job mich die letzten Tage und Wochen so sehr in Anspruch genommen hat, dass ich kurz davor war die Berlinreise abzusagen.
Ich weiss, dass für mich das Bloggen keinen Sinn mehr macht, wenn ich nicht weiss wo mich es mich hinführen wird. Das ist einer Gründe warum ich hier bin. Neue Ziele für mich finden. Eines dieser Ziele ist das Bloggen so wie das gesammte Networking mehr in meinen Beruf einfließen zu lassen. Ich habe mich bis jetzt immer dagegen gewehrt, weil ich das Bloggen als Hobby ansah, weil es mir einfach so Spaß machte und keine Verpflichtung war. Doch habe ich in den letzten Monaten festgestellt, dass das sehr wohl möglich ist. Beispiele dafür gibt es zu Hauf. Und eine dieser Möglichkeiten versuche ich demnächst in Luxemburg umzusetzen, obwohl ich ein wenig Bammel davor habe. Es bedeutet für mich dass ich mich mehr exponieren werde und somit angreifbarer werde. Und die Frage ist ob ich das will…
Den Rest des Tages verbrachte ich nicht mehr auf dem Messegelände sondern schlenderte durch Berlin.
Ich fuhr zum Wittenbergplatz und ging gemütlich die Taunzienstrße hoch an der Gedächtniskirche vorbei biz zum Zoo. Ich erstand ein neues Jackett. Anschließend ging es weiter zum Hackeschen Markt, wo es ein Mäc Pro Laden gibt, den ich zwecks des Jobs aufsuchte.
Zum Schluss eine kleine Bilderauswahl des Tages.
Der ZDF Stand mit einer etwas anderen virtual Reality..
Mit über einer Stunde Verspätung bin ich gelandet. Und es zog sich alles endlos hin. Der Flughafen in Luxemburg ist durch die Bauarbeiten im Inneren auch noch nicht besser geworden. Doch hatte ich durch alle Vorbereitungsmaßnahmen keinen Nerv mich ruhig hinzusetzen und einfach zu lesen bis der Flieger kommt. Also tiegerte ich durch halbwegs neu gestaltete Abflughalle herum und hatte an allem zu meckern. Nun ja… ich war ungenießbar und es war gut dass ich nicht in Begleitung war.
Ich habe lediglich mein i Pad mitgebracht um zu schreiben. Das muss reichen. Fotos werde ich mit dem i Phone machen. Das muss ebenfalls reichen.
Und morgen früh werde ich hoffentlich besserer Laune sein. Der Wein im Innenhof der Hotels hilft schon mal.
SpOn Machte mich auf eine Rezension bei Amazon aufmerksam über den AEG Grill 520015. Über 4600 Personen fanden diese hilfreich. Das machte mich stutzig. Als ich sie dann gelesen hatte und mir die Lachtränen aus dem Gesicht gewischt hatte wusste ich warum.
Ein Theaterstück das ich vor über 3 Jahren gemacht habe, geht in die Wiederaufnahme. Damals erstellte der Fotograph Bohumil ein Zeitraffer Video. Hier seht ihr in 3:44 Minuten was eigentlich fast 2 Stunden, Abschminken inklusive, gedauert hat.
Die größte Konferenz für Internet und Gesellschaft wird 10 Jahre alt und ich bin mit dabei. Solange ich blogge (und das ist schon etwas länger als es die re:publica gibt) wollte ich immer einmal hin. Da sie aber im Mai stattfindet, und das genau in der Zeit ist, in der ich auch sehr viel Arbeit habe hat es nie geklappt.
Ich berichtete bereits Ende letzten Jahres darüber, dass ich mir dieses Jahr die Tage der re:publica im Mai mit aller Gewalt frei geboxt habe und bis jetzt gehalten habe. Horray! Es hat leider zur Folge dass ich mein Arbeitspensum hier in Luxemburg sehr zusammengestaucht habe und ich quasi bis zur letzten Minute, bevor ich in den Flieger steige, nicht schlapp machen darf. Aber das ist es mir Wert.
Jetzt sitze ich hier mit der Programmüberschau und werde schlicht wahnsinnig was da alles geboten wird. Da ich bis dato noch nie so ein Konferenzmarathon mitgemacht habe, weiß ich nicht wie viele Stunden hintereinander ich aufnahmefähig bin. Damals als ich noch nach Cannes zu den Filmfestspielen fuhr schaffte ich locker 5-6 Filme am Tag. (dass ich bei manchen sehr langsamen und ruhigen Filmen ein wenig eingedöst bin…lassen wir jetzt mal nicht gelten) Konferenzen isind eine andere Art von Berieselung und es hängt wahrscheinlich von den einzelnen Rednern und Themen ab wie sehr man dranbleibt.
Ich freue mich aber sehr darauf und werde ab Montag von Berlin aus berichten.
Eine Blitzvisite in Paris letzte Woche ließ mich durch eine peinliche Unachtsamkeit (so peinlich dass ich sie nicht erwähnen mag) diese Woche noch einmal dorthin fahren. So verbrachte ich am Montag gute 5 Stunden hin und zurück im Zug.
Unterwegs im Zug las ich der neusten Spiegel Ausgabe ein großen Artikel über William Shakespeare. Ich habe mich ja dieses Jahr als ich in London war mit ihm versöhnt. Man weiß nicht so sehr viel über den Mann selbst und es wurde und wird noch immer anzweifelt ob es ihn wirklich gab, bzw. ob es nicht mehrere Personen waren. Ein Achtel dieser 400 Jahre werde ich dieses Jahr bekommen und in meinem Kopf schwirre die Idee der rückwärtsgewandten Unsterblichkeit herum. Ich würde den Mann gerne kennen lernen. Der Mann, dessen Theaterstücke so universal und modern sind dass man sie auch noch in 800 Jahren kennen wird.
Unterwegs ein paar hübsche Kondensstreifen ablichtetet. (Nein keine Chemtrails!)
Ich war nie wirklich ein Fan von ihm. Es gibt zwei Lieder von Ihm die ich mag.
1999. Weil es eine Upbeat Nummer ist zu der man tanzen kann und des Textes wegen. Party als ob es kein Morgen gäbe.
)…But life is just a party, and parties weren’t meant to last,
War is all around us, my mind says prepare to fight,
So if I gotta die I’m gonna listen to my body tonight. …[
Ein anderer Song den ich sehr schön fand war Sign O‘ The Times. Diese nichts sagenden Formen und Farben im Video in denen lediglich der Text erscheint, lassen die die Bilder im Kopf entstehen die der Text selbst hervorruft. Und was dort beschrieben wird braucht keine bildliche Darstellung.
Nachtrag: Mir viel heute (27.04.2016) noch ein Lied ein das ich mag. Eine waschechte Rock’n Roll Nummer. Let’s go Crazy.
Heute möchte ich noch eine Geschichte über Ausländer erzählen. Auch dieses mal werde ich sie wieder unkommentiert lassen, obwohl es mir sehr in den Fingern kribbelt.
Es gibt ein kleines Restaurant in der Oberstadt das sich auf luxemburgische Gerichte spezialisiert hat. Ab und an gehe ich auch hin, wenn mir nach Deftigeren zu Mute ist. Heute kam die Besitzerin etwas wuschig und aufgelöst in der Weinbar meines Vertrauens an und erzählte mir dass sie von sechs Jugendlichen in ihrem Restaurant beraubt worden sei.
Es sei noch früh am Abend gewesen und sie war gerade allein im Restaurant als die sechs Jungs auf einen Schlag im Restaurant standen. Der Erste der Bande rannte gleich mitten ins Restaurant rein und die Besitzerin musste ihn regelrecht abwehren und wieder zum Ausgang schubsen. Dabei passte sie einen Moment nicht und, schwubs, war ihr iPhone hinter der Theke weg. Sie verließen auch alle sofort das Lokal. Aber da war es bereits zu spät. Sie rief die Polizei, die ihr sagten das sie nicht die erste sei, die dieser Masche auferlegen sei und es sie hätten die gleiche Nummer noch in anderen Geststätten abgezogen.
Am Tag darauf erschien ein größere Reportage im Fernsehen über minderjährige Flüchtlinge aus Syrien die ohne Eltern oder sonstige Begleitung in Luxemburg gestrandet sind. Zu der Reportage gab es eine Gruppenaufnahme in einem Kinderheim, auf dem etwa zehn Jungs zu sehen waren. Die Besitzerin des Restaurants sah den Bericht auch.
Es ist ein derart ausgelutschter Satz. Und doch stimmt er und tut so weh, dass man es bisweilen fast nicht aushält.
Ich hatte heute Premiere eines Stückes das ich eigentlich gar nicht betreuen sollte. Eine Kollegin sollte dies tun. Doch da sich die Direktion anscheinend in den Daten vertan hat, nahm besagte Kollegin noch andere Aufträge an und war somit überbucht.
Also sprang ich ein. Am frühen Nachmittag erfuhr ich dann vom Tod eines guten Bekannten, was mich ziemlich aus der Bahn warf.
Zwischen all den Vorbereitungen und dem Schmerz der Trauer, wurde mir alles zu viel und ich fühlte mich derart elend, dass ich zu gar nichts mehr Lust hatte, am allerwenigsten dieses Stück schminken. Aber: The Show must go on. Es interessiert niemanden ob da ein Freund aus heiterem Himmel verstirbt und eine große ungeahnte Leere hinterlässt. Die Vorstellung ist ausverkauft und das Publikum will die Show sehen.
Heute möchte ich euch über zwei Begegnungen berichten. Ich werde sie nicht weiter kommentieren, weil sie absolut für sich selbst sprechen.
Es war im chinesischen Supermarkt kurz vor Ladenschluss. Der Laden war proppenvoll. Da ich unter Zeitdruck stand, war ich sehr gewillt wieder zu gehen, doch leider gab es das Kraut, das ich zum Kochen brauchte nur dort. Also stelle ich mich die in elend lange Schlange vor der einzigen Kasse die geöffnet hatte. Es ging quälend langsam voran. Vor mir stand eine Frau, die ich als Thailänderin einstufte. Sie hatte einige Mühe mir ihrem sehr quengelingen Kleinkind und war sichtlich genervt.
„Bleif elo hei a sief brav!“*
Sie sprach luxemburgisch mit einem seltsamen Accent. Sie drehte sich zu mir um.
„Firwat maachen se keng zweet Kees op? Se sinn esou domm! Chineesen hu kee Gehir! Kuck die Schlitzaen! Kee Wonner dass et esou lues geet! Se gesinn näischt!“**
Ein paar Wochen später ereignete sich etwas Ähnliches im Supermarkt meines Vertrauens. Es war am Sonntag Morgen. Die Schlange an der Kasse war gemäßigt lang. An der Kasse saß eine der Kassiererinnen die schon lange dort arbeitet. Sie ist eigentlich immer fröhlich und nett und spricht immer ein paar Sätze mit den Kunden. So auch jetzt. Plötzlich drehte sich eine Französin vor in der Schlange zu mir um (sie hatte schon so einige Male vor sich hingestöhnt) und fragte mich. ‚
„V z’êtes Portugais, vous?“***
Ich schüttelete den Kopf. sie beugte sich zu mir vor mit gedämpfter Stimme.
„Si vous me demandez, les Portugais, c’est une sale race! Je ne peut pas les voir!“****,
und nickte zur Kassiererin hinüber.
Wie rücksichtsvoll von ihr, dass sie mich davor gefragt hat, ob ich nicht auch Portugiese sei.
Was mich bei dem zwei Begegnungen besonders stutzig gemacht hat, war der Umstand dass die xenophoben Bemerkungen von Frauen kamen sie selbst Ausländer in Luxemburg sind.
* Bleib hier und sei brav!
** Warum manchen die keine zweite Kasse auf? Die sind so dumm! Chinesen haben kein Gehirn! Guck die Schlitzaugen! Kein Wunder dass sie nichts sehen!
*** Sind sie Portugiese?
**** Wenn sie ich fragen, Portugiesen sind eine Drecksrasse. Ich kann sie nicht ausstehen!
Und als einer von Millionen,
steh ich hier und schau nach oben,
Frag mich wo du gerade bist,
und wie es da wohl ist….
Ach Roger, so war das nicht geplant. Mit 45 Jahren ist definitiv zu früh. Noch letzte Woche, es war am Donnerstag, dachte ich an dich und fragte mich wie es dir wohl gehen mag als du im November letzten Jahres alles abgesagt hast…
Danke dass du all diesen tollen Lieder geschrieben hast. Danke, dass ich vorletztes Jahr ein ganz tolles Konzert von dir sehen durfte. Danke, dass du ein ganz besonderes Lied geschrieben hast (ich verrate nicht welches), das mich über eine lange Trauerphase in meinem Leben begleitet hat und mir dabei sehr half. Es war fast so als ob du es nur für mich geschrieben hättest.
Ich las die Nachricht heute am frühen Nachmittag, dass du schon seit…Donnerstag…nicht bei uns bist. Es war am Donnerstag, dass ich… nein, das ist ein purer Zufall, aber mir läuft es trotzdem kalt den Rücken runter.
Für alles gibt es ein erstes Mal. In Deutschland ist es ja kein Novum, dass der Tatort in vielen Bars im Public Viewing gezeigt wird. Heute war es groß im Gudde Wëllen angekündigt, da Max Thommes(der Bruder von einem der Barbesitzer) im neuesten Krimi zu sehen war.
Irgendwie ging das heute morgen mit dem langen Ausschlafen nicht. Also raus aus den Federn. Dusche. Kaffee.
Auf dem Weg zum Wochenmarkt kurz nach 8 Uhr morgens. Der Nebel wird nicht mehr lange durchhalten.
Kurz in der Konditorei meines Vertrauens reingeschaut und das allerletzte Schokoladenei aus Milchschokolade mit Pralinen gefüllt bekommen. Der Bedienung nach, wurde der Laden gestern schon leergekauft und es war fast nichts mehr da.
Auf dem Wochenmarkt.
Die Sonne scheint.
Alles strahlt, sogar der Dreck und das Elend.
(Ich liebe den Spruch, er ist aber leider nicht von mir.)
Der Vogelstrauß Metzger ist ist nicht mehr da. Er hat seine Rente angetreten. Doch es steht ein Schild bei einem andern Stand dass dieser den Straußenfleischverkauf übernehmen werden, aber erst in ein paar Monaten. Leider weiß ich aber nicht, ob die dann das gleiche Sortiment haben werden. Es gab Straußenfilets und Steaks, also rotes Fleisch. Da der Strauß auch weißes Fleisch besitzt gab es auch Würstchen und Rieslingpasteten. Ich mochte die Rieslingpasteten ganz besonders. Ein paar bunte Ostereier geschenkt bekommen. Eins von meiner Marmeladenfrau und zwei vom Stand der DP.
Ein paar Blümchen für die Feiertage.
Ein Kaffee in der Brasserie Guillaume.
Abstecher nach Vianden zur Tante die dort im Pflegeheim verweilt. Sie hat sich sehr über das Schokoladenei gefreut.
Mittagessen im Hotel Victor Hugo. Sie haben den großen Restaurant Saal renoviert, was mich ein wenig erschreckte, denn nun sieht es leider dort auch wie in vielen anderen Gaststätten der Haupstadt aus. Ich verstehe die Besitzer, dass sie den alten Kram nicht mehr sehen wollten und konnten, aber gerade dieses sehr Altertümliche hatte einen Charme den ich mochte und den man sonst nirgendwo fand. So sah der Saal früher aus.
Zurück in die City. Der Dreck und das Elend strahlen noch immer im Glanz der Sonne. Also auf in die Innenstadt. Ich wanderte noch ein wenig in der Stadt umher, und ließ den Abend in der Weinbar meines Vertrauens ausklingen.
Folgendes Ereignis fand vor ein paar Wochen statt und ich werde es sehr vage halten, da ich niemand in Verlegenheit bringen möchte.
Es war an einem der zahlreichen Abende an denen ich Abends weg war, von denen ich aber hier selten berichte, weil sie…manchmal…peinlich…enden. Es ergab sich dass ich am Tresen einer Bar saß. Etwas weiter weg am Tresen, sagte jemand zur Bedienung, dass sie eine ‚tolle MILF‘ sei. (Wer nicht weiß was MILF heißt schaut bitte hier nach)
Ich selbst empfand das als riesengroße Beleidigung der Bedienung gegenüber. Denn umgangssprachlich übersetzt, heißt das für mich: „Mach ma‘ die Beine breit, Alte.“
Meine Frage an meine weibliche Leserschaft: Ist der Begriff MILF inzwischen so salonfähig, dass er als Kompliment gilt?
…dieses diffuse Gefühle der Angst, das ich nicht richtig zu deuten weiß. Das ich an nichts festmachen kann. Das gleiche ungute Gefühl das ich schon bei den Anschlägen in Paris hatte. Und dieses Mal ist die Gefahr ungleich näher an Luxemburg als zuvor.
Als ich heute morgen den Post fertiggestellt hatte und veröffentlichte, kamen die ersten Nachrichten über den Flughafen in Brüssel. Ich war kurz davor den Post über die Sprinkles zu löschen. Ich dachte als erstes an meine beste Freundin N. die zur Zeit in Paris verweilt und wahrscheinlich die Wände hochgegangen ist, aus Trauer, Wut und Verzweiflung. (Die N. ist belgischer Abstammung) Das obere Bild habe ich auf ihrer Facebookseite gefunden.
Vor ein paar Jahren noch wäre ich bei einer solchen Meldung sofort vor den nächst besten Fernseher gesprungen, um mir anzusehen was da los ist. Doch ich saß nur still da lauschte dem Radio und wollte keine Bilder sehen. Es reichte mir dass ich hörte was dort passierte. Ich fühlte mich ohnmächtig.
Ich hatte um kurz vor der Mittagsstunde ein Termin beim Friseur. Er erzählte mir, dass einer seiner besten Freunde mit einer Gruppe von über 60 Jugendlichen am Flughafen war, als es passierte. Der Freund wurde nur leicht am Kopf verletzt, konnte sich aber gleich um die Gruppe kümmern, die in alle Himmelrichtungen verstreut waren und sich versteckten oder weggelaufen waren…
Ich bin kein Held und auch kein Intellektueller, doch so wie viele andere auch, stelle ich mir Fragen.
Was läuft da schief?
Warum hassen die uns?
Warum gibt es sogar Luxemburger die diesem terroristischen I. S. beitreten?
Und aus der letzten Frage heraus, stellt sich die Frage: Was machen wir falsch?
Premieren Geschenke im Theater sind kein Muss. Manchmal gibt es welche, manchmal nicht. Ich mache immer dann welche wenn ich mich vom Stück selbst dazu inspiriert fühle.
Ich bin tolerant, weltoffen, verständnisvoll und versuche soweit wie möglich geschlechterneutal zu agieren. Doch beim Thema Premieren Geschenke wurde dies letztens massiv auf die Probe gestellt, und ich musste erst einmal tief durchatmen. Die A. schenke mir das hier:
Ein Regenbogen Pony…
…mit Streufunktion für farbige Sprinkles. Das ist so girlie das es sogar mir zu viel ist.
Ich mag zudem farbige Sprikles nicht. Sie schrecken mich sogar eher ab, mir ein Cupcake oder anderes Gebäck einzuverleiben. Wochenlang stand das Ding jetzt im Schrank. Wegwerfen wollte ich es nicht, denn das bringt Unglück. In Münster bei Violas fand ich dann endlich das passende Füllzeug dazu.
Jetzt da ich endlich alles so hier gestalten kann wie ich will, habe ich paar neue Header Bilder hinzu gestellt, und ich überlege ob ich das Design nicht ganz ändern soll. Die Zeit bringt Rat.
Es war schön dort. Ich wurde selten so herzlich und zugleich professionell in einem Theater empfangen wie hier. Es war beständig eine Maskenbildnerin von Haus mit dabei, was sehr gut war, denn ich hätte mich sonst mehrfach im Gebäude hilflos verrannt. Die Vorstellung lief sehr gut und die Intendanz lud uns alle zum gemeinsamen Abendessen ein.
Am Freitag ging es dann zurück nach Luxemburg per Flieger. Für ein paar Schauspieler gleich in eine Probe, für mich sofort ins Auto und dann weiter nach Münster.
***
In Münster war ich schon oft, der Liebe wegen. Doch die ist ja seit letztem Jahr im Sommer aus. Und so sah ich die Stadt dieses Mal mit anderen Augen und bemerkte viele Dinge, die ich davor nie sah. Von der Landschaft und den Gebäuden erinnert es ein wenig an Holland und Belgien. Es ist flach und es werden viele Klinkersteine verbaut. Es gibt dort unzählige Museen und Ausstellungen auf die mich mein Ex mich nie aufmerksam gemacht hat. Und es wurde mir klar wie wenig Kultur er besaß. Es wurden mir insgesamt ein paar Dinge klar, die ich als sehr heilsam empfand. Es war gut dass ich dort war…
Ich erzähle ja nicht so sehr viel im Blog über meine Arbeit als Maskenbildner. Das kommt aber daher, dass ich mich deswegen gehörig in Nesseln setzen könnte.
Ich befinde mich zur Zeit in Österreich in St. Pölten im einem niegelnagelneuen Hotel, keine fünfzig Meter vom Theater entfernt. WIr sind auf Gastspiel mit einem Stück aus Luxemburg, für eine Vorstellung morgen.
St.Pölten war mir seit den frühen 80ern ein Begiff, als ich zum ersten Mal hier war. Das war damals aber nur sehr kurz, weil ich anschließend gleich weiterfuhr nach Wien. Von St.Pölten selbst habe ich damals nur den Bahnhof kennengelent.
Gelandet sind wir heute nachmittag mit einiger Verspätung am Flughafen Wien Schwechat, um dann noch mal eine Stunde in einem Kleinbus zu fahren. Unterwegs lag, zu meinem großen Entsetzen, Schnee. Irgendwie hatte ich keine Wetter App konsultiert (und habe es wahrscheinlich auch verdrängt), aber ich hatte keine Klamotten für Schnee eingepackt. Als wir dann aber hier ankamen, war eitel Sonnenschein und man sagte mir dass es die nächsten Tage wärmer werden soll.
Das Theater an dem wir spielen, ist das niederöstreichische Landestheater und ein herzallerliebstes Haus von dem ich mir wünschen würde dass es dies in dieser Form in Luxemburg geben würde.
Das Hotel hat ein ausgezeichentes WLAN und morgen werde ich mehr berichten.
Es war mir schon eine Weile ein Dorn im Auge dass mein Blog zweigeteilt war. Doch habe ich nach einigem hin und her mit dem Host alles unter einen Hut bekommen. Joel.lu beinhaltet jetzt auch das alte Blog das noch unter den Subdomain Wortgefecht lief.
Das hatte damals den Grund, dass ich mein Domain auch für eine berufliche Seite nehmen wollte in der ich mich und meine Arbeit vorstelle, als Webvisitenkarte. (oder auch öffentliches Klüngeln…oder so ähnlich) Nur habe ich das in all den Jahren nie gebraucht. Es ging auch ohne.
Und jetzt herrscht endlich Ordnung. Das alte Blog ist weg.
Ich suchte schon seit längerem einen Apparat mit dem ich Polstermöbel reinigen kann. Mein früher strahlend blaues Sofa strahlt nicht mehr. Also begab ich mich ins Netz und kaufte mir eine Maschine von Cleanmaxx speziell für Teppiche und Polster. Und was soll ich sagen, das Ding macht einen Höllenkrach sonst nichts. Wenn ihr irgendwann in Versuchung kommen solltet dieses zwar handliche aber völlig nutzloses Ding anzuschaffen, vergesst es. Es sind 69€ für den Ar…
Nach einem Aufruf auf Facebook, ob niemand so eine oder ähnliche Maschine hat, hat sich dann jemand aus der alten Heimat gemeldet. Und so bekam ich heute ein Ungetüm ins Auto geladen.
***
Es war seltsam hier zu sein und nicht in die gewohnte Straße zu fahren und das Auto in der Garage des alten Hauses abzustellen. Ich meide die Straße soweit das nur möglich ist. Man hat mir berichtet dass das Haus kurz nach dem Verkauf abgerissen wurde. Und wie es scheint war es sogar dem Luxemburger Wort einen Artikel wert. Es gab auch einen kleinen politischen Krawall, als der Bagger zuschlug…
***
Ich sitze in dem Café Aal Eechternoach von dem ich bereits bei meiner letzten Visite berichtete. Und es kommen Erinnerungen hoch, die so weit weg sind und dann doch so nah. Ich erinnere mich an eine Zeit in der es noch das berühmt berüchtigte Philo’soff‘ gab, in dem ich fast jeden Tag war. Ich erinnere mich an die erste Zeit in der ich überhaupt hin ging, Tee oder Tonic trank und in ein kleines graues Tagebuch per Hand schrieb. Ich erinnere mich an Zeilen der Wehmut und dass alles furchtbar kleinkariert sei und ich mich all diesen Konventionen nicht beugen will. Gebeugt habe ich mich nie, aber meine Jugendjahre war dafür umso schwieriger. Doch wenn ich mich heute betrachte, bin ich froh dass ich mich selbst nie verraten habe und so lebe wie ich es mir damals immer vorgestellt habe. Ein Umstand übrigens um den mich einige beneiden.
Das Philo’soff (2005)
Ich besuchte den A., ein Freund, der einzige den ich wirklich so nennen kann, der noch in der alten Heimat wohnt. Einer der ganz seltenen der mich aus meiner Kindheit kennt, der meine Eltern und meinen Bruder kannte. Es ist fast ein Must, dass ich ihn besuche wenn ich hier bin. Es ging nach Aal Echternoach weiter ins Restaurant Grappe d’Or in den ich schon sehr lange nicht mehr war. Die Kalbsmedaillons waren köstlich. Und die obligate Crème Brulée durfte nicht fehlen.