Blogdelux

Nach dem Lesen dieses Postings von Don Alfonso habe ich Bedenken ob ich mich überhaupt auf diesem Blogger Buzzevent, auf dem ich mich vor ein paar Tagen angemeldet habe, zeigen soll. Ich bin hin und her gerissen. Einerseits schreit das Karriereviech in mir hinzugehen und dort Anerkennung einzuheimsen die ich verdiene (oder auch nicht). Auf er anderen Seite besteht die Gefahr einen Stempel aufgedrückt zu bekommen den ich nicht will.
Es würde mir viel leichter fallen wenn dieses Treffen von einem Blogger organisiert werden würde, anstatt von Marketingfachleuten. Ich überlege noch.

10 Minuten später: Es wurmte mich dann doch ein wenig, dass ich so gar nichts über das Treffen fand, vor allem in den luxemburgischen Blogs, die ich häufiger einsehe. Aber eben fand was bei Lola2luxe Unsere national heilig gesprochene Tageszeitung, hat einen großen Artikel darüber verfasst in dem steht:

Die Veranstalter von Blog Delux verfolgen keine kommerziellen Ziele und sehen das Treffen als eine einmalige Gelegenheit, Ideen und Gedanken über das Phänomen der Blogs und des Web 2.0 – jenem mittlerweile bekannten Schlagwort für das Internet der Bürger – auszutauschen…

Pdf Datei des ganzen Artikels.

Ah ja….überzeugt nicht wirklich. Ich überlege immer noch.
Gibt es jemand der auch dort hin geht? Über einen Kommentar wäre ich dankbar.

Michel Majerus

Einer der ganz großen zeitgenössischen luxemburgischen Künstler mit internationaler Anerkennung, der leider vor ein paar Jahren in einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Ein große Retrospektive ist zur Zeit im Mudam zu sehen.
Es ist Comic, es ist Pop Art, es sind Collagen, meist grellbunt, bisweilen recht bissig und anklagend. Ein paar Fotos habe ich gestern Nachmittag so geschossen damit man sich der unglaublichen Größe der Bilder bewusst wird.

Ein Ausschnitt aus dem oberen Bild.

Gewissen & Sagi-Rei

Es ist schon seltsam wie ich mich nach einem Wohlfühltag fühle, in den ich mich eindeutig überpflegt habe. Spaziergang, gutes Essen, Sauna… Ein schlechtes Gewissen schleicht da hoch. Ausgelöst durch eine Gesprächsrunde heute morgen bei RTL in der es um das Messisyndorm ging. Wenn ich dabei an meinen Schreibtisch zuhause denke…
Bin ich furchtbar oder bin ich furchtbar?

Jetzt sitze ich im Büro obwohl ich gar nicht hier sein müsste und warte auf neue Anweisungen die ich aber erst später bekommen werde. Da ich am Wochenende gründlichst vorgearbeitet habe, liegt hier nichts was noch zu bearbeiten wäre. Wenn ich dabei an den Schreibtisch zuhause denke…

Dem wirren und unverständlichen schlechtes Gewissen Gequassel zu Trotz, werde ich euch etwas Neues vorstellen. Vor einigen Wochen, hörte ich eine CD mit einer unglaublichen Stimme und ich bat und bettelte man möge mir doch bitte eine Kopie davon anfertigen, da es die CD und unseren Breitengraden nicht zu kaufen gäbe. Gestern erhielt ich sie nun endlich. Nach nur einem Googleklick fand ich ihn und es gibt die CD sogar bei Amazon.
Sagi-Rei / Emotional Songs.
Es kommt nicht oft vor, dass ich gleich beim ersten Hören derart hin und weg bin. Das letzte Mal war bei Camera Obscura die ich auch hier vorgestellt habe.
Kulturnews.de schrieb darüber:

Rei singt die einst so beatfixierten Songs mit einer hochfrequenten Gefühligkeit, die sich der zarten Nähe zu schlagerhaften Affekten nicht schämt. Und dabei legt er zauberhafte Melodien frei, die einst geschreddert wurden von Basedrums und dem Zucken der Stroboskope. Das ist die Transzendenz des Dance – gemünzt auf die Discogänger der 90er, die inzwischen die Couch mehr schätzen als den Klub.

Genau das. Und es ist traumhaft.

Schreiben

Nach einer langen Nacht in der ich einen Teller Penne mit vier Sorten Käse hatte, anschließend ein langes Gespräch, begossen mit Espresso und Hennesy, dann mit Espresso und Maciera (portugiesischer Cognac) und irgendwann kurz vor 3 Uhr morgens zuhause landete, lese ich grade mit Begeisterung die Geschichte von Herr Plausen und Kyrill. Der kann schreiben!

Das kann ja heiter werden

Die deutsche Bloggerszene ist in Aufruhr. Während Kyrill sich europaweit an Dächern und Bäumen verging, verabschiedete der deutsche Bundestag klammheimlich ein neues Gesetz über die Telemedien in dem es heißt:

…Einige von ihnen (Blogschreiber) werden künftig rechtlich wie Journalisten behandelt. Jeder, der eine Internetseite betreibt, die „nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken“ dient, muss zukünftig nicht nur ein Impressum auf seiner Seite platzieren. Handelt es sich um ein „journalistisch-redaktionell gestaltetes Angebot“, müssen die Autoren sogar die gleichen Sorgfaltspflichten erfüllen, die bereits jetzt für tagesschau.de und andere Nachrichtenseiten gelten. Ihre Betreiber sind künftig dazu verpflichtet, alle Einträge auf der Webseite auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Sie können zudem zu Gegendarstellungen verdonnert werden oder eine saftige Abmahnung erhalten, wenn Werbung und redaktioneller Inhalt vermischt werden…

Via Tagesschau

Wo bitte schön liegt die Grenze zwischen „familiären und persönlichen Zwecken“ und journalistischem Beitrag? Wenn man den Gedanken noch etwas weiter verfolgt, stellt sich die Frage der Meinungsfreiheit. Wo bitte schön ist die abgeblieben? Wie gut dass ich in Luxemburg lebe wo Gesetzesmühlen deutlich langsamer arbeiten, was nicht heisst dass ich naher Zukunft nicht auch ein Impressum einfügen muss.
Mehr zu Thema bei Weinschenker

Licht und dunkel

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen und alle zu langweilen, aber mir fehlt die Sonne. Als ich vorhin zuhause zum Fenster hinausschaute und für ein paar kurze Minuten die Sonne zum Vorschein kam, war mir sofort besser. Jetzt da ich im Büro sitze und es draußen streckenweise schon wieder regnet, ist wieder alles einerlei…

Eher harmlos

Wenn ich sehe was sonst überall los war und wie Kyrill gewütet hat, war es hier im Vergleich eher ruhig. Echternach liegt in einem Tal und ich empfand es als nicht so schlimm wie vor einigen Wochen in denen auch ein paar Stürme übers Land zogen. Im Norden Luxemburgs, wo es weitaus bergiger ist, war schon etwas mehr los. Jetzt sitze ich hier zuhause, und die Sonne scheint….

Sturmwarnung

Man spricht von einem Orkan der über Luxemburg hinwegfegen wird. Gegen Mittag soll es los gehen. Draußen sieht es sehr düster aus und man hat das Gefühl dass es nicht heller wird sondern dunkler.

Lese grade im Spiegel dass es eine ziemlich ernste Sache ist. Kyrill heißt der Sturm und es wird empfohlen,dass man heute nachmittag zuhause bleiben soll…

Offiziell & Guy Bedos

Jetzt ist es offiziell. Ich darf mit ein paar Einschränkungen gewisse Dinge aus meinem Job hier preisgeben. Schade, dass ich erst jetzt damit loslegen kann denn die letzten Wochen waren ein paar spannende Dinge dabei…
Meine Aufgaben neben der Maske sind Castings, Locations suchen, Shootings organisieren, je alles was dafür nötig ist.

Aber davon wollte ich eigentlich nicht berichten sondern etwas über den französischen Komiker Guy Bedos der heute (bzw. gestern) im Escher Theater zu sehen war. Meinen meist deutschsprachigen Lesern dürfte er wohl kaum ein Begriff sein, obwohl er schon seit ewigen Zeiten im Komikergeschäft ist. Für mich ist er ein bisschen ein Aussenseiter, denn sein Humor ist wahrlich nicht für jedermann. Er spricht von ernsten Dingen die er auf seine sehr eigentümliche Weise in pechschwarzen bissigen Humor umwandelt. Er ist mitunter sehr politisch und da muss man schon in der französischen Politik sehr auf den Dampfer sein. Aber, und das rechne ich ihm hoch an, passt er sein Programm den jeweiligen Publikum an. So war seine erste Frage an das Publikum, während der Politrunde, was Hauptgrundbaustoff aus Luxemburg wäre, außer Banken. Mit ein paar kleinen Abstrichen ein schönes Programm.

Sonne

Das Wetter macht mich kirre. Ich überlege grade ob ich das nicht mit ein wenig Solarium wettmachen kann…

Der BMI leidet

Und das nicht zu knapp. (BMI = Body Mass Index) Ich muss es wieder unter Kontrolle kriegen. Vor allen nach der Fressorgie die ich heute Abend im Hotel Pavillon zusammen mit Romain hatte… So kann es nicht weitergehen.

Einladung

Anscheinend soll es in Luxemburg und der Großregion über 150 aktive Blogger geben. So stand es heute in einer Einladungsmail zum ersten Bloggertreffen Luxemburgs. Organisiert wird das Treffen von der Makretingagentur Culturebuzz. Da mich diese Art von Treffen an die Treffen der Kiebitz Anzeigenzeitung(die es schon ewig nicht mehr gibt) aus meiner zartetesten Jugend erinnert, (da gab es eine Rubrik „Meldungen und Grüße“ in der man von Woche zu Woche seine Anzeige einschickte und mit anderen damals schon regelrecht chattetete) habe ich mich angemeldet, ohne(mal wieder) groß zu überlegen.
Denn nach ein paar Recherchen bin ich mir ziemlich sicher was diese Agentur von den Bloggern will. Da sie sich auf den Werbemarkt im Internet spezialisiert haben, nehme ich an dass es darum geht neue Werbeplattformen zu finden und/oder neue Kunden zu finden.

Danke, aber danke nein. Ich habe kein Interesse mein Blog mit Werbung zuzukleistern. Und die Werbung für Augenblicke übernimmt Google ohne ein Cent dafür zu verlangen. Wenn ich meinen Counter ansehe wie viele Klicks ich täglich über Google habe, steh ich für meine Verhältnisse im Ranking recht gut dar.
Obwohl…hingehen werde ich trotzdem. Und wenn es nur ist um nein danke zu sagen.

Patzer

Ich muss einen groben Fehler eingestehen. Dabei war die betreffende Dame mir nicht mal böse. Ceterum Senseo. Als ich vor weinigen Tagen den Beitrag über verwaiste Blogs schrieb nannte ich ebenfalls Ceterum Senseo. Dabei hatte ich den Link aus meinen Bookmarks verwendet, ohne dabei genau hinzuschauen, ob es sich nicht eventuell um ein Archiv-link handeln könnte. Und hoppla sprang ich mit beiden Füßen ins Bratenfett. Ich hätte es wissen müssen, dass man von Blogger Blogs aus (nicht wie bei WordPress) automatisch beim Klicken auf den Header auf die Eingangsseite gelangt, womit ich annahm, dass der Eintrag von 31.März 2006 ihr letzter war, ohne auch nur einmal etwas runterzuscrollen…
Pardon Madame.

2 Videos

Meinen Stammschnuffis wird Serge Tonnar wohl ein Begriff sein. Vor kurzem brachte er ein Lied heraus über Jean-Claude Junker über das ich hier etwas schrieb. Im Oktober 2005 wurde in Lied von ihm und seiner Band Zap Zoo in einem Animationsfilm verarbeitet. Ich war damals auf der Release Party und hatte auch etwas darüber geschrieben. Nun fand ich es endlich bei YouTube.

Serge hat nun einen weiteren Song bei Youtube eingestellt denn ich euch unter keinen Umständen vorenthalten will. Klein Georg aus den Staaten lässt grüssen.

Folgen

Die Folgen des gestrigen Stresstages bekomme ich heute in Form einer Migräne präsentiert. Fühle mich ganz furchtbar eeeeelend….

Kreidebraun

So lange Tage wie heute werde ich auch nicht mehr ewig aushalten. Ich stand um 6 Uhr auf und bin jetzt erst vor einer viertel Stunde zu hause gelandet. Wenn ich gestern kosmetisch nicht mit etwas Selbstbräuner vorgesorgt hätte, könnte ich jetzt Casper dem Geist locker den Rang ablaufen.

Bewusstes Abschweifen

Ich bekomme, und das schon nach einem Monat Büroarbeit, meine ganz spezielle Art der Sekretärinnenkrankheit, nämlich das bewusste Abschweifen der Gedanken in der Mittagspause zu Dingen die so belanglos sind, dass man sie nicht fassen kann. Eine Thema war eben, was ich mir heute Abend in den Kochtopf werfen soll… Gleich anschließend folgte der Gedanke, dass der Kochtopf eh im Schrank stehen bleibt weil ich während der letzten Tage so fett geworden bin, dass ich nie wieder im Leben etwas essen werde.

Ein bisschen durch den Wind

…nach der sehr gut gemachten Judy Garland Doku auf Arte. Sie erinnert mich ein bisschen an eine Schauspielerin in Luxemburg mit der ich sehr bald wieder zusammen arbeiten werde. Jetzt geht’s in die Heia und morgen mache ich an die Erklimmung des Berges der da „nächste Woche“ heißt.

A Good Year

A good year gesehen. (nein der Film handelt nicht von Autoreifen!) Netter Film. Ich konnte mir nie vorstellen, dass Russel Crowe auch witzig sein könnte. Die traumhaft schöne Provence Landschaft machte Lust auf mehr und ich hätte nicht übel Lust gehabt gleich nach dem Film ins Auto zu steigen und hinzufahren. Sind ja nur 800 Kilometer.

Verwaist

Ich stelle seit einigen Wochen fest dass es eine Reihe Blogs gibt die verwaist sind. Niemand kümmert sich mehr um sie. Die Betreiber haben sie verlassen. 4 Stück kann ich aus dem Stegreif nennen weil ich sie hier besprochen habe oder zumindest im Zusammenhang erwähnt habe.

cyclad-z schreibt schon seit Monaten nicht mehr. (sehr schade) Ceterum Senseo ,dessen Header ich immer so schön fand konnte irgendwann nicht mehr. Sauseschritt beglückte uns nach einer Sommerpause mit ein paar Möbelfotos und das wars. Den fretäglichen Fünf gingen die Fragen aus…

Mir Blogschreiber macht sowas Angst und stachelt mich erst recht an weiterzumachen. Und wenn schon aufhören, dann mit einem großen Knall oder zumindest dass es irgendwie begründet ist.

Vorausschauend

Es will nicht hell werden draußen…. und das macht mich müde, schlapp und zu nichts zu gebrauchen. Ab Montag steht eine Woche mit doppeltem Arbeitspensum bevor. Ich hoffe dass ich zum Schreiben komme.

MTV ist Scheiße

Vielleicht werde ich mittlerweile zu alt dafür und engstirnig, aber ich finde MTV zu kotzen. In Echternach haben wir seit einigen Jahren den deutschen MTV Sender und der ist wahrlich nicht mehr genießbar. Das M steht ja für Musik, aber es ist alles andere als Musik. Es sind wirklich NUR noch Shows die das allerunterste Niveau ansprechen. Es muss alles krampfhaft politisch unkorrekt sein. Vor allem abends so nach 10 Uhr werden Kraftausdrücke und Fäkalsprache nicht mehr ausgebeept.

Stellt euch vor ich würde mein Log in dieser verfickten Sprache verfassen, verdammt noch mal. Scheiße Mann, aber hätte ich dann ein paar Arschlöcher mehr, die diese kotzbrockige Quirrlkacke lesen würden? Gut, ich würde mir wahrscheinlich ein zweites Loch in den Arsch freuen, dass hier noch ein paar Penner mehr mitlesen. Denn mein scheiß Counter hat in letzter Zeit einen gewaltigen Hägeschwanz. Echt scheisse wenn dem Counter keiner abgeht. Die Kurve muss mal wieder eine richtige knallharte Latte nach oben kriegen. Also ihr werdet hier in Zukunft gefälligst mitlesen oder ich komm vorbei und hau euch die scheiß Birne mit dem verdammten Baseballschläger so windelweich, dass euch die Gedärme zu Arsch rausfilegen!!!! Boah, scheiße, fickt euch doch alle selber in den Fettarsch!!!

Na, wie klingt das?

Flashback

Noch im Hablschlaf ein Lied im Radiowecker gehört. Through the Barricades von Spandau Ballet.(Lyrics) Ein Lied das ich zur Trauerverarbeitung gebraucht habe als mein Vater 1988 starb. Eine Methode die ich immer wieder anwende bei Leuten die mir sehr nahe stehen. Da ich das Lied schon sehr lange nicht gehört habe, war mein Vater plötzlich so gegenwärtig, dass es mir kalt über den Rücken lief.

Ich überlege grade ob ich euch etwas über meinen Vater erzählen soll… Nein, nicht jetzt, aber die Idee über ihn zu schreiben reizt mich. Wird nachgeholt.

Austausch

Alles neu macht der Januar. Ich habe heute einen lieben langjährigen Freund in Rente geschickt. Mein alter Tower PC ist abinstalliert worden. An seine Stelle trat:

Ein rankes schlankes Laptop das ich schon seit längerem besitze, aber nie voll zum Einsatz kam.

Keine Fiktion

Phlox ist eine fiktive Person aus den Buch Die Geheimnisse von Pittsburgh von Michael Chabon. Das nur am Rande für die, die jetzt eifrig die Kommentare lesen, was ja völlig neu und ungewohnt hier ist.
Hinter dieser fiktiven Person versteckt sich aber eine völlig reale Frau aus Fleisch und Blut, die ich sehr gut kenne. Ich hab sie nicht erfunden.
Das Buch von Michael Chabon habe ich vor fast 20 Jahren zum ersten mal gelesen und nach der Lektüre der Bewertungen bei Amazon, ist es glaube ich wieder an der Zeit dass ich es hervorhole.

Kunst oder Irrsinn?

Im Usenet gibt es eine Gruppe mit dem Namen alt.letzebuerger. Ich habe vor Jahren schon damit aufgehört Newsgruppen zu lesen oder selbst Beiträge darin zu schreiben. Bei alt.letzebuerger schaue ich trotzdem ab und zu rein. Und ich fand etwas was mich eben mindestens eine Stunde lang beschäftigte. Es hörte sich an wie Hilfeschreie eines Mannes dem übel mitgespielt wird, geschrieben in einem sehr gewählten französisch. Gespickt mit Wörtern die beim ersten Lesen den Eindruck vermitteln, dass man bestimmte Hintergrundinformationen nicht besitzt. Die ganzen Texte kann man auch in seinem Blog nachlesen.

Aus dem ganzen Wirrwarr war herauszulesen, dass der Mann, der sich Benoit Devogelaere nennt, seit 2002 arbeitslos ist und gleich in seinem ersten Blogeintrag um finanzielle Hilfe bittet. Im zweiten Eintrag der mit einem sehr unverständlichen Text beginnt hängt der Lebenslauf daran, mit der Bitte um Arbeit. Die Texte die dann folgen sind eine Abfolge von Beschreibungen in denen er eine seltsame Bedrohung beschreibt und irgendwo eingesperrt ist. Sie spielt sich aber so scheint es nur in seinem Kopf ab.
Weiter ist irgendwie herauszulesen, dass er sich in psychiatrischer Behandlung befindet, diese aber nicht gut findet.

Ich nehme an, dass es sich um einem armen Irren handelt, aber sein Schreibstil hat was. Er spielt mit den Wörtern, erfindet sie neu, entwickelt sie weiter, reisst sie aus den Kontext, ersetzt sie durch andere, oder gibt ihnen neue Bedeutungen. Die Satzstruktur und die Grammatik gehen dabei flöten, das ist klar.

Und das bringt die Frage auf, ob es wirklich nur ein armer Irrer ist, oder vielleicht ein Kunstprojekt.

Urteilt selbst. Hier geht’s zum Blog.