Ich bin Berlin

Es ist heiß in Berlin und es kühlt nicht so richtig ab nachts. Das heißt bis jetzt nicht.

Als ich am späten Nachmittag ankam, war ich müde und spürte noch sämtliche Erschütterungen im Körper. Es war so als ob ich immer noch fahren würde. Und doch war wie unter Strom. ICH BIN IN BERLIN.

Ich wanderte über den Kudamm und es war fast so als ob ich nach hause gekommen wäre. Im Maredo setzte ich mich auf die Terrasse und versuchte schnell ein Posting abzuschicken, was aber nicht gelang weil die Verbindung miserabel war. Und plötzlich hatte ich keine Lust auf Grillfleisch wanderte weiter die Bleibtreustrasse hinunter zur Else Ury Passage wo der Savingnyplatz beginnt. Dort gibt es die Pizzeria 12 Apostel in der ich vor 2 Jahren schon mal mit Fränk gesessen habe. (Fränk den ich übrigens heute wieder vergebens versucht habe zu erreichen, ich weiß gar nicht ob er überhaupt noch in Berlin lebt) Ich setzte mich an einer der Bänke und bestelle die 12 Apostel Pizza, die Spezialität des Hauses. Gegenüber mir stand ein Bettler im Eingang einer Kunstgallerie und schüttelte zaghaft einen gebrauchten Kaffeebecher in dem ein paar Münzen lagen. Ich saß vielleicht eine ganze Stunde da und schaute ihm unauffällig zu. Es dauerte lange bevor er etwas bekam. Der erste der ihm etwas in Becher gab war…ebenfalls ein Asozialer. “Is nicht viel, aber besser als jar nüscht.” Er klopfte dem Bettler auf die Schulter und ging. Der Bettler (ich nenne ihn jetzt mal Peter) strahlte übers ganze Gesicht. Am vorderen Tisch nahm ein Paar mit einem Kind Platz. Das Kind recht lebhaft, ließ Peter lächeln. Und immer wenn kleine Kinder vorbeigingen und ihn anschauten strahlte er sie mit seinem fast zahnlosen Mund an. Er wartete beharrlich und schüttelte immer wieder seinen kleinen Becher. Er bekam noch zwei mal etwas und sagte: Vielen Dank, schönen Abend noch, alles Liebe. Der Spruch den er für jeden hatte.
Und auch wenn es vielleicht nicht so ist, Peter schien glücklich.

So wie ich….

Berlin in Sichtweite

Na das kann ja heiter werden. Schon nach 3 Uhr morgens und ich schlafe immer noch nicht. In 4 Stunden muss, soll ich aus den Federn…

Der Titel passt und passt auch nicht. Denn wenn ich jetzt nicht blad schlafe, wird Berlin devinitif nicht in Sichtweite sein. Also los. 1…2…schnarch.

Sofa

Den Sonntag wie in einer Art Trance verbracht. Ein Spaziergang um den See tat gut. Irgendetwas, ich weiss echt schon nicht mehr was es war, gestern Abend im Fernsehn geschaut und dabei auf dem Sofa eingenickt und vor 10 Minuten erst erwacht. Fühle mich nicht einmal gerädert. Ist vielleicht sogar die richtige Einstellung für morgen. Morgen geht es ab in den Osten…nach Berlin. Und da ich schon mal unterwegs bin überlege ich grade ob ich nicht eine Nacht in Essen verbringen soll um mir die Caspar David Friedrich Ausstellung anzusehen. Auf der Rückfahrt vielleicht…

Leer

Leer, völlig leer. Nicht ausgebrannt, das wäre negativ.Nur leer.

Gestern war die letzte Vorstellung im Inoui von „Fudder fir de bloen Hirsch“ (Futter für den blauen Hirschen). Es war schön und anstrengend und lang. Sehr lang. 42 Vorstellungen. Vor mir am Schreibtisch hängt doch der Postkartenflyer mit allen Spieldaten drauf. Ich hatte ihn hingehängt, damit ich nach jedem Spielabend ein Datum durchstreichen könnte. Gekommen bin ich nur bis Ende April. Und jetzt ist es vorbei.

Melancholisch? Jein. Ein bisschen schon. Aber das ist das schöne an Theater- und Filmberufen. Irgendwann ist ein Projekt zu Ende und es kommt was Neues. Neue Menschen, neue Umgebung, neues Stück, neues Ziel…. Doch heute möchte ich ungehindert und mit melancholischen Weltschmerz in einem leeren Loch sitzen

Lehrpersonal

Die Ereigenisse überschlagen sich in Luxemburg. Zwischen einem neuen Tabak Verbot, das vorgestern von der Abgeordnetenkammer gestimmt wurde und einem Zugunglück gestern, in dem es eine Reihe schlimmer Verletrzter gab, bereite ich mich heute auf die devinif letzte Theatervorstellng in Inoui vor.

Ich wollte schon vorgestern Abend etwas über das neue Tabak Gesetz schreiben, ratzte aber auf dem Sofa weg. Das Gleiche gestern nochmal. Im Grunde sind meine Tage recht gut ausgelastet sonst würde ich abends nicht todmüde umfallen.
Die gestrige Vorstellung war eine geschlossene Gesellschaft bestehend aus einem Lehrerkollegium. Diesbezüglich habe ich etwas neues dazugelernt.

Merke:
Ein Sall voll mit Lehrern benimmt genau gleich wie eine undisziplinierte und desinteressierte Schulklasse.

Ich kamm mir vor, als ob ich eine Schulstunde gehalten hätte. Während der Vorstellung wurden eifrig und ohne Scham Privatgespräche geführt. Wenn eine Passage im Stück kam die etwas lauter war sahen die meistern drein als ob man sie „erwischt “ hätte. Währed der Pause uns am Schluss des Stückes blieben die meisten nicht im Saal sondern standen in Grüppchen vor dem Inoui auf dem Parkplatz rum, wie in der Pause auf den Schulhof. Das mag man jetzt seltsam finden aber das Inoui ist ein Resataurant-Café-Konzert-Theater Stätte in der man bequem am Tischen Platz nimmt und von dort aus die Vorstellung genießt. Am Schlimmsten aber fand ich, dass während der Vorstellung ungeniert geraucht wurde, obwohl überall steht, dass rauchen vor allem während der Vorstellung nicht erlaubt ist, allein schon aus Rücksicht auf die Darsteller.

Ich glaube dass Lehrpersonal im Bildungs- und Benimmgrad all zu sehr überschätzt wird. Das Wort Vorbildfunktion trifft auf die meisten dieses Standes bei aller Liebe nicht zu. Ein Großteil hat diesen Beruf nur gewählt wegen der (in Luxemburg) sehr hohen Gehälter und wegen der langen und vielen Ferien.

WAT & Inoui

Bei WAT.lu sitzend und darauf wartend dass das nächste Fotoshootimg losgeht.

Habe die letzte Nacht fast gar nicht geschlafen. Die Vorstellung gestern im Inoui war eine der hitzigsten der latzten Tage. Es kostet so unendlich viel Kraft den Rythmus beizubehalten… Als ich dann nach Hause fuhr war an Schlafen nicht zu denken (siehe Uhrzeit des letzten Eintrages)

Wenn das Shooting für heute vorbei ist, ist heute abend noch eine Vorstellung. Ein laaaanger Tag.

Stress mit 16

In den Zeiten unsäglicher Dokusoaps versteht es MTV glänzend immer noch einen draufzusetzen.
Ich werde dieses Jahr 40 (womit ich mich noch immer nicht so recht abgefunden habe…aber das ist ein anderes Thema.) aber selbst wenn ich noch 16 wäre, würde es mich wirklich interessieren was eine 16 jährige verwöhnte amerikanische Pissnelke von ihren stinkreichen Eltern zum Geburtstag bekommt? Und MTV hält immer voll die Kamera drauf. Reine Zeitverschwendung.

Träääge

Die Hitze macht mich träge, schreib- und denkfaul. Ach ja, ab dem 18 Juli wird von Berlin aus gebloggt. Also in 7 Tagen. Soviel zur Bekämpfung des Fernwehs.

MUDAM

Ich hatte hier schon einmal kurz darüber berichtet. Seit ungefähr 2 Wochen hat es jetzt offiziell geöffnet und ich war heute nachmittag dort. MUDAM. Dass ich ausgerechnet heute nachmittag hinging, kam dadurch, dass ich nach einer langen schlaflosen Nacht schon ganz früh in Net stöberte und einen Eintrag bei egalwaat.lu (in luxemburgisch) über die sehr seltsame Homepage des MUDAM fand.
In den Zeitugen und im TV war hierzuland mehr als genung darüber zu lesen und zu sehen. Somit ist dieser Eintrag eher etwas für meine deutschen und schweizer Schnuffis.

Das Gebäude selbst, auch wenn es Unsummen verschlungen hat und ewig brauchte um fertiggestellt zu werden, ist der absolute Hammer. Auch wenn manche sagen, dass der Bau einen Beigeschmack der 80er Jahre hätte in denen der Architekt Pei das Gebäude entworfen hat, so finde ich, dass es diesen nicht besitzt. Es ist zeitlos. Den Prachtbau ein wenig von innen einzufagen, habe ich versucht, als ich verschiedene Kunstwerke ablichtete. Aber sie können auf keinen Fall wiedergeben, was man bei einem Liveanblick empfindet.

Was die ausgestellten Kunstwerke betrifft, so war ich sehr skeptisch, zumal ich vorab einiges im Fernsehen gesehen hatte und mir mit Ausnahme der Kathedrale nichts sonderlich gefiel. Doch muss ich ehrlich gestehen, die Auswahl wesentlich besser ist als erwartet. Das beste Vergleichsprodukt habe ich vor 2 Jahren in Berlin gesehen. Die Flick Collection. (es gibt irgendwo einen Eintrag drüber hier, benutzt bitte die Suchfunktion) Ich weiss dass ich sie damals furchtbar gefunden habe. Das was im MUDAM ausgestellt ist, sind dagegen lauter kleine Schätze….

Am besten gefiel der Flaschenturm, der heute bei der gleißenden Sonne nur so funkelte.

Seelenfenster

Eine Dokumentation auf Arte brachte mich auf diesen Eintrag. Es ging um Künstler, die die Welt anders sehen. Moment…*klickt sich zu Arte rüber um zu sehen was es genau war*… hier ist es.

Seelenfenster
Dokumentarfilm, Brasilien 2001,
Von: Walter Carvalho, João Jardim
Blinde oder kurzsichtige Prominente wie Wim Wenders, Agnès Varda und José Saramago sprechen über ihre Art, die Welt zu sehen. Welche Bedeutung hat die Brille für sie und welche verschiedenen Formen der Wahrnehmung gibt es? Der Dokumentarfilm verbindet poetische Bilder mit Aussagen über verschiedene Formen, die Welt zu sehen und wahrzunehmen.

Im Interview hatten sie eine Frau, die Animationsfilme macht, deren linkes Auge immmer nach aussen wegrutschte, als ob sie schielen würde. Ein anderer Mann, ein Schriftsteller, schielte mal mit den linken mal mit dem rechten Auge. Er kann dich sowohl mit dem linken als mit dem rechten Auge fixieren, oder dich gar nicht ansehen und schaut dich trotzdem an.

Das erinnerte mich an einen Bekannten, von vor einigen Jahren, der das gleiche „Problem“ hatte. Für ihn schien das sogenannte Problem keines zu sein. Aber seltsamerweise für mich. Wenn ich mit jemandem spreche und ihn dabei ansehe, schaue ich ihm in die Augen. Bei ihm wusste ich nie welches Auge mich ansieht und welches nicht. Fixiert er mich oder schaut durch mich hindurch? Hört er mir zu oder träumt er? Manchmal machte es mich derart unsicher, dass ich den Faden im Gespräch verlor.
Wenn ich heute darüber nachdenke, schäme ich mich fast dafür. Aber damals hat es mich derart irritiert und eben im Film war es wieder so. Das bringt mich zu dem Schluss, dass der Titel meines Tagebuches noch einen ganz anderen Hintergrund hat, den ich ganz unbewusst mit hinein habe fließen lassen, ohne zu wissen wie wichtig er mir ist. Augenblicke steht für Momente, kurze Bildaufnahemen, für Dinge die mich bewegen, irritieren, aufregen, freuen… Augenblicke steht aber auch wortwörtlich für Augen und ihre Blickrichtung. Das war mir bis jetzt noch nie richtig bewusst.

Wuschhhh.

In Zeiten des Religionsgerangel, Glaubenskriege und Terroranschlägen, fand ich eine Seite mit einem Kunstprojekt, dass es mir die Sprache verschlug. Das World Religion Action Kit. Ich musste eine Weile nachdenken bevor ich mich dazu entschloss es in Blog zu setzten. Ich denke dass ich nochmal darauf hinweisen muss, dass es ein Kunstprojekt ist.

In times of religious strife, BE READY!
This easy-to-use kit allows you to take a more active part in the present “Clash of Civilizations”. No matter what your faith is, you can enjoy the flexibility offered by the four great religions – the Bible, Teachings of Buddha, Koran and Talmud in one handy box. Use them as you see fit: study them, choose sides, employ Parts A, B and C to demonstrate your loyalty to the advancing enemy troops.

10 Jahre

Da ich kein Freund von Kommentaren bin, zumindest nicht in meinem Log, so lese ich doch ganz gerne die Dinger in anderen Logs, zumal wenn es etwas heisser hergeht und jeder etws dazu beitragen kann.
So gesehen bei der Kaltmamsell. Eine subjektive Liste der Dinge die sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland geändert haben. Die Liste der Mamsell selbst ist etwas spärlich, aber dafür sind die Beispiele in den Kommentaren umso schöner. Ich habe die Allgemeingültisten, also nicht nur für Deutschland, herausgesucht und dhier zusammengestellt.

  • Bio-Produkte im Supermarkt um die Ecke
  • Die Praxis des Durchbohrens verschiedenster Körperteile schafft den sozialen Aufstieg aus dem Nischenbereich der Fakirenszene.
  • Auch wer früher nicht fotografiert hat, hat jetzt eine Digicam.
  • Ein Großteil von Mädchen und Frauen läuft mit nackiger Leibesmitte herum.
  • Fliegen ist billiger als Bahn fahren.
  • man kann jeden Song einer CD einzeln kaufen (nicht nur die Singleauskopplungen)
  • alle, die sich mitte der neunziger noch über handy-poser aufgeregt haben, sind mittlerweile schon selbst bei ihrer dritten handygeneration angekommen und denken über ein privates zweithandy nach (oder wenigstens nen geilen klingelton)
  • Hörbücher muss man nicht mehr mit der Lupe suchen
  • Wir zahlen in Euro und die Nachbarn auch.
  • das internet ist immer an, der computer auch, und man verfügt über bandbreiten und rechenpower, für die man vor 10 jahren seine schwiegermutter verkauft hätte.
  • Es gibt Blogs 🙂
  • “Ehre” ist ein Unterschichtenproblem mit Migrationshintergrund…
  • Es gibt keine Mix-Tapes mehr als Liebesbekundung…
  • Es gibt wieder Mix-Tapes als Liebesbekundung (bei unter 18-Jährigen)…
  • Man ist busy und nicht mehr beschäftigt
  • Man hat eine To-do-list um an alles zu denken und keine Abhakliste mehr
  • zehnjährige Kinder besitzen Handys
  • Die jungen Menschen sind höflicher und freundlicher als die alten.
  • Man ruft beim Aussteigen aus dem Flugzeug jemanden an und sagt, dass man jetzt ausgestiegen ist
  • Man drückt auf den Schlüssel, um das Auto aufzumachen
  • Wasser ohne Kohlensäure gibt’s jetzt mit Geschmack.
  • Die Rolling Stones sind aber immer noch auf Tour.
  • vor 10 jahren war vor 10 jahren auch schon alles besser.
  • Joggen ist out, Gehen mit Stöckenhinterherschleifen ist in.
  • Gurgel weiß alles.
  • Vor zehn Jahren erzähltest du jemandem, was man für Musik hört/Bücher liest/Filme schaut, und der konnte dann etwas über deinen Charakter/Geschmack/politische Einstellung sagen. Funktioniert heute gar nicht mehr
  • Bei Pisa denken inzwischen alle zuerst an Leistungstestsvergleiche und erst dann – wenn überhaupt – an die italienische Stadt mit dem schiefen Turm
  • Jeans sind plötzlich kürzer geworden, allerdings oben; deswegen wurde wieder mehr auf Unterwäsche geachtet, weil die ja rausgucken muss

Und den hier finde ich mit Abstand am …geilsten, schönsten, zynischsten?

  • Journalisten faseln von Ethik und Glaubwürdigkeit und fühlen sich von Bloggern rechts überholt, weil die kostenlosen Content stellen, für den eigentlich Journalisten bezahlt werden möchten. Blogger hingegen verwechseln copy & paste mit Recherche und angewandten Zynismus mit interessanten Inhalten und fühlen sich über Journalisten moralisch und auch sonst erhaben.

Das passt doch wie Faust aufs Auge.

Exzess

Das exzessive Schreiben hier hat zur Folge, dass es Tage gibt an denen ich völlig leer bin, an denen ich sobald ich an der Tastatur sitze, nichts mehr geht. Der Text Ungewissheit von vor 2 Tagen ist immer aktuell. Vor allem das Wort Fernweh wird konkreter. Es muss etwas dagegen unternommen werden.

Wanderung (2)

Zwei weitere Fotos für die lose Folge:
Der Echternacher Wanderweg für Balkon- und Vorgartenkitsch.

Man kann es nicht sofort auf den Fotos erkennen, weil der Balkon recht hoch ist, aber die Gartenzwerge sind ungefähr einen halben Meter gross.

Ungewissheit

Ein Zustand der kaum zu beschreiben ist. Man tritt auf der Stelle. Irgendetwas läuft nicht so wie man es gerne hätte und man weiss nicht was. Kopfblockade. Ein Zustand weder Fisch noch Fleisch. Eine Ungewissheit. Sie nagt und buddelt sich durch den Kopf und es gibt keine Pille dagegen. Wie ein kleiner Poltergeist der seine Bestimmung zum poltern noch nicht gefunden hat. Oder noch konkreter und damit noch unverständlicher, eine Mixtur zwischen Heimweh, Fernweh und Sehnsucht.
Und zuviel Zeit um darüber nachzudenken.
Steppenwolfgedanken.
*schreibt der Author und hasst sich selbst dafür*

Punkte sammeln

Vor einer halben Stunde mit einem Donnerschlag erwacht. Draussen ist ein Gewitter am wüten. Es krachte so laut, dass ich beinah aus dem Bett gefallen wäre. Jetzt bin ich grantig, müde und habe eben etwas entdeckt was ich euch nicht vorenthalten will.

Ich will mir nicht den Zwibelfisch an den Hut kleben, obwohl ich die Artikel im Spiegel liebe. Aber das hier…ts ts ts. Ich habe es in Echternach in dem neuen Supermarkt Delhaize gefunden. Eine Punktesammelkarte am Metzgereistand Dufrais. Und was bekommt man?

Einen wunderschönen T-shirt ?
Kreative deutsche Rechtschreibung…

Umziehen & abschalten

Was man nachts alles so mitbekommt ist schon recht erstaunlich. Zum Beispiel gestern wie heute wurde mein Server so kurz nach 1:00 Nachts abgestellt. Ich hab alles mögliche versucht….nichts. Meine nächtliche Schreibwut muss ich wohl oder übel dann auf eine .doc Datei bannen bevor sie morgens online geht….seuftz

Und als ich irgendwann keine Lust mehr hatte und mir was Gutes tun wollte, klickte ich zu Ehrensenf. Dort stand „Die Seite zieht um“. So ein Zufall aber auch… Alles schaltet ab oder zieht um und das klammheimlich nachts.

Zäh

Ein zäher Montag. Zumal wenn es so heiss ist wie heute. Zu heiss zum lesen, zu heiss zum Fernseh schauen und zum surfen erst recht.
Zwischengedanke:
Wie schön dass die WM am Sonntag ein Ende hat.

Server, Hallo?

3:49

Versuchte eben krampfhaft meinen Server zu erreichten. Niet.

Habe heute zum ersten Mal den Film „Der Untergang der amerikanischen Imperiums“ gesehen. Ein hervorragender kanadischer Film aus den Achtzigern. Als ich das letzte mal in Cannes war 2004 kam die zweite Folge davon. „Die barbarischen Invasionen“ Eine Kritik möchte ich nicht schreiben da ich zu so später Nachtstunde nicht mehr allzu viel fertig bringe. Klare Gedanken am allerwenigsten.

Ich hoffe dass mein Server zumindest morgen früh wieder mit macht…..

Intensive Bastelstunde

Uff…geschafft.

Nach fast 2 Stunden habe ich ein neues Kontaktformular. Mit dem alten Formular hatte ich von Anfang an Spam. (Ironischerweise, soll das Formular ja grade Spam verhindern!!!) Nun hoffe ich innigst dass das Problem gelöst ist und ich nicht mehr mit zugemüllt werde. Ansonsten muss ich mir was anderes einfallen lassen.

Wanderung (1)

Die Idee kamm mir schon vor ein paar Tagen aber es haperte an der Umsetzung.

Es gibt in Echternach einen Kulturwanderweg der im Jahr 2000 angelgt wurde. Er führt durch das Zentrum der kleinen Abteistadt und ist in ungefähr einer Stunde zu schaffen. Ich werde ab heute in Augenblicke in loser Folge einen weiteren Wanderweg vorstellen den ich selbst zusammengestellt habe.

Der Echternacher Wanderweg für Balkon- und Vorgartenkitsch. Kitsch as Kitsch can. Le grand mechant Kitsch. Ich werde versuchen es so unvoreingenommen wie möglich zu präsentieren, auch wenn es mir manchmal nicht leicht fallen wird. Die Route der Wanderung ist noch nicht ganz fertiggestellt, da ich bis dato nur drei wirklich „sehenswerte“ Objekte gefunden habe, aber ich bin sicher es gibt deren noch mehr.
Hier nun die ersten Fotos.

Da ich dieses Foto schnell im Vorbeigehen machte, hier noch ein paar kleine „interessante“ Ausschnitte, die auf dem oberen Bild vielleicht nicht direkt zu erkennen sind.

*

Und hier Objekt Nr.2

Und hier ein Detail daraus.

Es werden weitere folgen.

Antiquitäten sind der Kitsch von vorgestern zu den Preisen von heute.
(Jaques Tati)

Rotgtüne Welle

Am späten Samstagnachmittag als ich das Haus verließ spürte man draussen,dass in den Straßen eine Stimmung war kurz vor dem Knall. Aus keiner einzigen Bar mit Fussballübertragung drang auch nur ein Laut. Ich ging die Fussgängerzone hinuter ins Philo (das gott sei Dank keinen Fernseher hat), die Spannug war regelrecht spürbar. Dann endlich hörte man Aufschreie und es wurden sogar Böller geschossen. Es brach eine regelrehte Partystimmung aus. Die portugisiesche Community in Echternach feierte als ob es nie wieder etwas zu feiern gäbe. Eine rotgtüne Woge floss die Fußgängerzone hinuter.

Mittendrin

Oh, ich würde ja gerne, zu gerne heute aus dem Nähkästchen plaudern, denn heute hätte es wirklich etwas zu erzählen. Es ist beihnahe schon am platzen.(Das Nähkästchen meine ich…und ich gleich mit.) Höchste Explosionsgefahr sozusagen. Und doch werd ich mich diesesmal daran halten und nichts sagen. Nur soviel dass es mich nicht in Bedrängnis bringen kann. Gestern abend feierten Großherzog Henri und seine Gattin Maria-Theresa silberne Hochzeit. Hierzu hatte man ein Showprogramm zusammengestellt, dass im Großen Theater stattfand. Zu den Feierlichkeiten, war der ganze europäische Adel geladen und ein Großteil davon war gestern zugegen. Angefangen beim König von Schweden, über Albert von Monaco bis hin zu Aga Khan.
Und ich mittendrin…

Rost

Vorgesehen war dass ich nach vollendeter Arbeit im Grossen Theater noch auf das Jazz Konzert von Sascha Ley gehen sollte. Da ich aber viel später aus den Theater kam als vorgesehen, fuhr ich nach hause.

Fabrice, mein Nachbar schleppte mich dann samt seinem Hund Gypsy einmal um den See. Ich muss gestehen dass das mir echt gut getan hat. Ich bin mit den Jahren leicht bewegungsfaul geworden. Wenn ich nicht unbedingt muss bin ich lieber zuhause, schreibe, lese… Das war früher nicht so…oder doch? Wenn es sich um meinen Job dreht, muss ich mich bewegen, ob ich will oder nicht. Ich schütte jede Menge Glückshormone aus und fühle mich pudelwohl. Aber irgendwann obsiegt die Trägheit wieder.

Ich bräuchte jemand der mir ab und zu in dieser Hinsicht ein Tritt in den Hintern gibt, damit ich nicht völlig einroste.

Kunst

Da ich gestern fast gar nicht draussen war, gibt es dementsprechend recht wenig zu berichten. Das Leben ist im Hause selbst nicht aufregend genug. Aus TV, lesen und Internet is nüscht.

Ich möchte aber nochmal auf die diese Seite vom Spiegel hinweisen, da es sich immer wieder lohnt ab und zu dort reinzuschauen. Momentaufnahmen einer neuen Ästhetik. Nicht nur Fotos auch Plakate, und andere Kunstwerke. So wie das hier

Hier noch was anderes.
Ich musste zweimal hinsehen bis ich raus hatte was das ist. Staub Kunst. Ein Bild im Staub einer Heckscheibe.

Neues Spielzeug

Bin seit 6 Uhr heute morgen schon auf und habe bereits eine Kindervorstellung hinter mir. Auf dem Rückweg habe ich lange hin und her überlegt was ich schreiben soll. Ich hatte schon erwähnt dass ich mir ein neues Notebook angeschaft habe. Ich bin mehr als zufrieden damit.Es ist ein Acer Travelmate 3022 WTMi. Ganz in weiss, fast wie ein Mac. Ich höre und sehe schon alle Mac Puristen verächtlich stöhnen und lächeln. Sei’s drum.

Und so sieht er aus.

Nach den Zufällen ist vor den Zufällen

Und wie der Zufall es wollte, kam ich gestern erst sehr spät nach hause und viel ins Bett wie ein Stein.

Ein Film im Kino gestern. Marie Antoinette von Sophia Coppola. Man kann verstehen warum die Franzosen nicht unbedingt begeistert sind davon, denn es ist ein Stück französische Geschichte, mit dem Sophia leicht despektierlich umgeht. Mir hat es gut gefallen, schon durch den Umstand, dann sie es wagt daran zu kratzen. Es sind aber vor allem eine traumhaft schöne Bilder mit mit atemberaubenden Kostümen und Perrücken. Und einer sehr schönen Kirsten Dunst.

Das mit der Berichterstattung muss leider nochmal verschoben werden. Da ich ab nächster Woche wieder im Inoui arbeiten werde, wird es sich leider noch etwas hinziehen. Aber versprochen ist versprochen. Das seltsame dabei ist, dass ich heute morgen im Radio nochmal einen Bericht über die Fusion von Mittal Steel und Arcelor gehört habe, (die Nachricht ging fast mehr als um die Welt) und dabei ein paar schöne Ideen hatte zum schreiben. Aber versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen…

Gestern habe ich mit Zmud in Berlin telefoniert. Es ergab sich gestern Abend bei eim Essen dass ich plötzlich von ihr sprach und von einer „Berlinheit“ erfasst wurde die beinahe schmerzhaft war. Und plötzlich war mir so als ob sie das spüren müsste, ihr die Ohren klingeln müssten. Ich rief ihr an und wolle Gewissheit haben…. Ich werde in der dritten Juniwoche hinfahren.

Disposable

Heute möchte ich mal über etwas berichten, dass mir schon seit Jahren auf die Nerven geht und gegen das man nicht ganz viel tun kann. Es geht um Spam. Ich habe nun fast seit 10 Jahren Internet und es ist in all den Jahren immer schlimmer geworden. Auch wenn mit der Zeit immer neue und ausgefeiltere Methoden der Spamfilter eingesetzt werden, so werden auch auf der anderen Seite immer neue Methoden erfunden diese zu umgehen.
Heute habe ich etwas gefunden das in dieser Hinsicht vielleicht einiges zu verhindern mag, eine Wegwerfemail. Diese gibt es gratis bei Pookmail. Man meldet sich bei einer Seite an, auf der es z.B. ein Programm gratis zum Downloaden gibt. Das geht im Allgemeinen nicht ohne dass man seine Email angibt, über die man einen Code oder einen Link erhält über den man dann den Download starten kann. Dort gibt man dann die Wegwerfadresse ein und klickt sich dann gleich zu Pookmail um die Mail zu lesen. Und das war’s dann schon. Für etwas anderes braucht man die Adresse ja nicht und sie wird binnen 24 Stunden von System bei Pookmail gelöscht. Das tolle ist man braucht sich bei Pookmail gar nicht anzumelden. Man gibt nur die Adresse ein.
Ein nettes kleines Tool.
An et geht souguer ob lëtzeburgesch. „Fir dass net all Beppo deng richtesch Email gewuher get.“

Kater pflegen

Das Zitat zum Sonntag. Na ja, der Sonntag wird ruhig werden. Der Samstag hatte dafür die doppelte schon fast dreifache Ladung. Ein Film am Nachmittag. Volver von Pedro Almodovar. Einer seiner schönsten Filme. Am Abend dann noch mal Kino. Diesmal X-Men 3 The last Stand. Mit den Sequel Filmen habe ich so meine Probleme. Ist hier aber völlig unbegründet.
Da ich dann noch immer nicht genug hatte, bin ich seit langem mal wieder richtig ausgegangen und erst morgens um 5 im Bett gelandet.

Und jetzt sitze ich am Küchentisch und pflege meinen Kater.

18:12
Der Kater war kein Kater sondern eine saftige Migräne, hervorgerufen durch einen gewaltigen Wetterumschwung. Jetzt wo das Gewitter mit Hagel vorbei ist, ist auch die Migräne soweit abgeklungen…