Leicht besäuselt. Eine Freundin aus alten Zeiten gesehen und ein neues Restaurant ausprobiert. Socializing in Reinform. Es fehlte mir in der letzten Zeit, da ich es sonst mehr mache.
Morgen muss ich früh raus, weil ich endlich grünes Licht bekommen habe und mir die lange Mähne abschneiden lassen darf. Ich glaube ich hatte nicht erwähnt aus welchem Grund ich sie habe wachsen lassen. Aber wie weshalb warum wird jetzt noch nicht verraten. Aber bald.
Monat: Januar 2006
Schränke
Schränke waren heute mein Hauptthema aber fragt mich nicht warum.
Politikum
Ich schreibe nicht oft über Dinge die mich nicht selbst betreffen und das was ich jetzt berichten werde ist ein Politikum. Mag sein, dass ich mir dabei ein wenig die Finger verbrenne, was ich für gewöhnlich hier nicht mache, aber es fiel mir derart auf dass ich darüber schreiben muss.
In meiner kleinen Heimatstadt gibt es seit den Siebzigern einen künstlich angelegten See. Damals als er angelegt wurde gab es Riesendiskussionen darüber. Dabei sollte nämlich ein uraltes Gebäude das mitten im Gelände stand abgerissen werden. Die Denkmalschützer gingen auf die Barrikaden, doch es half nichts. Das Gebäude wurde in einer quasi Nacht- und Nebelaktion abgerissen. Heute wird nicht mehr darüber gesprochen und im Prinzip sind alle recht froh darüber dass die alte Bruchbude weg ist und dafür ein ansehnliches Freizeit- und Erholungszentrum angelegt wurde.
Als ich heute Nachmittag einen Spaziergang um den See machte, musste ich feststellen, und das mehr als sonst, dass man das Wort „ansehnlich“ nicht mehr gebrauchen kann. Un-ansehnlich kommt da eher hin. Es mag sein, dass durch den Winter und die triste Natur das alles noch schlimmer aussieht, aber die Anlagen gammeln vor sich hin. Vieles ist kaputt oder sieht notdürftig ausgebessert aus.
Am meisten viel es mir bei den sogenannten chinesischen Inseln auf, zwischen denen kleine Pavillons auf Holzpfählen im Wasser stehen. Von den Inseln aus führten immer kleine Stege in die Pavillons. Sie sind nun seit Jahren abgerissen weil die Pavillons derart marode sind, dass man sie nicht mehr betreten kann. Und anstatt sie entweder ganz abzureißen oder zu renovieren gammeln sie vor sich hin. Eines von vielen Beispielen. Es wird aber eine große nigelnagelneue Jugendherberge hingebaut, mit großen Berichten in der Zeitung, wie schön und wie toll das alles ist. Stimmt. Die Jugendherberge ist schön und toll. Aber dafür sieht es drum herum zum kotzen aus.

Das Foto habe an Neujahr 2000 gemacht. Damlas waren die Stege noch da.
Sonnne
Die letzten Tage kommen mir so unsagbar kurz vor. Na gut, ich bin ja auch wach bis in die Puppen und das jede Nacht. Alles ist irgendwie so verschoben und nicht real. Dabei gibt es keinen Grund dafür. Es passiert auch nicht richtig was. Alles im Winterschlaf unter der einer tiefen Schneeschicht vergraben. Ich brauche Sonne…
Milchglas
Im einer kleinen unbedeuteten Mappe fand ich heute ein Passfotocouvert mit alten Bildern von mir. Dabei kam mir eben die Frage als ich die Bilder einscannte wie weit meine Selbstdarstellung gehen darf. Ich habe das Thema für mich selbst schon so oft durchgekaut und im FaQ wird es auch behandelt. Wie gläsern darf ich sein? Ist milchiges Glas noch ok oder schon zu viel? Den Sylvesterabend habe ich mit einer guten Bekannten verbracht die bis dato noch nicht wusste, dass ich ein Log habe. Sie ist kategorisch dagegen. Sie fand das gänzlich uninteressant, anderer Leute Privatleben im Netz zu durchforsten. Außerdem beinhalte es ein nicht ungefährliches Suchtpotential. Ich verstand ihren Standpunkt durchaus, weil sie als Radiosprecherin beständig einer gewissen Öffentlichkeit ausgesetzt ist.
Lange Rede kurzer Sinn…ich bleibe dabei und schreibe weiter. Wenn ich mir schon die Mühe mache und all die Passfotos scanne, konvertiere und zurechtschneide, soll das auch einen Endzweck haben.
Nicht erschrecken, es sind welche dabei, da erkenne ich mich fast selbst nicht wieder.






Das Foto von der Eingangsseite ist auch neu.
May we all have our hopes, our will to try
If we don’t, we might as well lay down and die
You and I
Klassisch, kitschig und doch immer wieder …. Das Video von Abba Happy New Year.
Mögest du arm an Unglück,
reich an Segen sein,
schwerfällig, um dir Feinde zu machen,
schnell, um Freunde zu gewinnen;
aber ob reich oder arm,langsam oder schnell –
mögest du von heute an nur Glück kennen.Altirischer Neujahrswunsch
Versöhnlich
Ich weiß nicht wie es kam, und das Warum kann ich auch nicht richtig erklären. Ich bin versöhnlich gestimmt. Der Wust der ganzen letzten Wochen und Monate fiel heute Abend von mir ab, als ob ich mich innerhalb kürzester Zeit gehäutet hätte. Es ist schon weit nach 4 Uhr morgens und ich bin aufgekratzt und hellwach.
Zumindest weiß ich wem ich es zu verdanken habe. Ich rief kurz nach Mitternacht meiner besten Freundin Zmud in Berlin an. Schnuffis die mein Tagebuch schon länger lesen kennen sie bereits. Ich habe letztes Jahr mit Zmud zusammen ins neue Jahr gefeiert auf dem Dach ihrer Wohnung in Moabit. Es war ein Moment den ich nicht vergessen werde. Als ich auflegte war meine Welt in Ordnung. Wie das genau passiert ist, kann ich nicht sagen. Wir haben nicht über tiefschürfende Dinge geredet.Es war das Geplänkel und Gegackere das zwischen mir und ihr so üblich ist. Und plötzlich war es einfach da. Und es fühlt sich verdammt gut an.
Ein schöner Start ins neues Jahr.