Fressen, Kunst und Puderquaste

The Imaginarium of Doctor Parnassus

Ich muss gestehen, dass ich eine gewisse Vorfreude verspürte endlich mal wieder einen Terry Giliam Film zu sehen, denn ich mag seine verrückten Welten. Brazil z.B: war zu seiner Zeit ein Meilenstein in der Kinogeschichte, obwohl er an dem Kassen floppte.

Doctor Parnassus erinnerte mich ein wenig an Brazil, das aber im schlechten Sinne. Der Film über das Imaginarium ist hektisch, atemlos, und eine Szene hechelt der nächsten hinterher. Am Anfang glaubt man noch daran, doch nach zwanzig Minuten geht es einem gehörig auf den Wecker. Dass er Heath Ledger in manchen Szenen von anderen Schauspielern ersetzen ließ weil dieser ja unerwartet starb, ist gar nicht so verkehrt und, wenn man es nicht im voraus gewusst hätte, würde man meinen es sei vom ursprünglichen Drehbuch her so gewollt.  Herausragend ist nur ein Darsteller, bei dem ich hocherfreut war ihn endlich einmal wieder auf der Leinwand zu sehen: Tom Waits. Er ist der Einzige dessen Rolle nicht so hektisch angelegt ist, und somit auch der Einzige der in der ziemlich verworrenen Geschichte einigermaßen glaubhaft erscheint.

Schauts euch an. Von den Bildern und den Ideen her, ist der Film nicht schlecht, aber die gehetzte Erzählweise machte mich wahnsinnig.

1 Kommentar

  1. Thierry

    Ich habe den Film ja nun schon vor mehreren Monaten im Kino gesehen, und ich werde ihn mir garantiert nicht auf BluRay besorgen. Ich hatte mir den Film hauptsächlich wegen Heath Ledger angesehen, ohne zu hohe Erwartungen zu haben. Ich stimme dir zu, dass der Film visuell teilweise sehr schön ist, aber irgendwann hat es mich sehr genervt, dass im Grunde genommen gar nichts passiert. Ich glaube, darum wurde auch so durch die Story gehetzt, hätte der Film sich Zeit gelassen wäre noch mehr aufgefallen, dass einem im Grunde genommen sehr wenig geboten wird. Das mit den wechselnden Schauspielern war eine nette Idee, hat den Film dann aber auch nicht gerettet. Schade.

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