Fressen, Kunst und Puderquaste

Faszination des Morbiden

Als ich die Buchvorstellung im Radio hörte, ging ich sofort auf die Suche danach.

Wenn es Nacht , ist ein Bildband wie ich ihn noch nicht gesehen habe. Es geht um alte Polizeifotos aus den Jahren 1910 – 1920 in New York. Diese Fotos sollten eigentlich nicht mehr existieren und waren auch lange Jahre nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, doch Wilfried Kaute fand sie per Zufall in einem Archiv.

Auf den meisten Fotos sind Leichen zu sehen, Menschen die ermordet wurden, Selbstmord verübten oder auf eine andere Art aus dem Leben schieden die nicht natürlich war.  Manche Fotos sind mit Geschichten verbunden, viele aber davon nicht. So gibt es zum Beispiel ein Bild eines Mädchens das eines Tages spurlos verschwand und erst Wochen später in Los Angeles wiedergefunden wurde. Sie war mit ihren 12 Jahren abgehauen und wollte Schauspielerin in Hollywood werden. Andere Geschichten sind spannend wie ein Krimi.

Doch es sind die Fotos von denen die Geschichte gänzlich fehlt, die eine sehr große innere Stille ja sogar Ruhe ausgeht.

Es mag seltsam erscheinen, aber ich mag den Bildband sehr.

1 Kommentar

  1. Anouk

    Dat erënnert mech un eng Ausstellung déi ech virun e puer Joër zu New York gesin hun: Weegee – Murder is my business (http://www.icp.org/exhibitions/weegee-murder-is-my-business.), mee d’Photoën vum Weegee sin an den 30er a 40er gemaach gin.

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