Fressen, Kunst und Puderquaste

In den Cevennen Tag 9: Tagesausflug in eine Tropfsteinhöhle und zu Pferden.

Nur um das einmal kurz klarzustellen.
Den Urlaub verbringe ich mit der A. und der N. Wir sind zu dritt. Die N. und ich sind eigentlich zu Gast bei der A. Das Ferienhaus gehört den Großeltern der A.

In vielen Ländern, auch in Luxemburg, wurde der sogenannte Plan Canicule ausgerufen. Hier im Département der Lozère, in dem ich zur Zeit bin läuft das wegen der Hitze schon ein wenig länger. Aber langsam wird es auch mir fast zu viel. Mit einer konsequenten Tagestemperatur von 36/37 Grad…. Auch die Mückenstiche, von denen ich für gewöhnlich verschont bleibe. Gestern gingen die Viecher mir an den Kragen.

Die A. liegt mir und der N. schon seit gefühlten Jahrhunderten in den Ohren (eigentlich sind es Wochen) dass sie endlich ein einiges Pferd haben will. Das Pferd das sie zu Zeit betreut ist nicht ihres, (ich hatte es schon einmal abgelichtet) und sie will, nach langer Überlegung und Kostenkalkulation, ihr eigenes haben.

Sie hatte schon vor dem Urlaub eine Züchterin ausgemacht die genau die Rasse hat die sie haben will und knappe zwei Stunden Autofahrt von hier entfernt ist. Es sind Menorquiner Dressurpferde. Ich musste mir vorab gefühlte 3000 Fotos von Pferden ansehen. Was tut man nicht alles aus Freundschaft… Ich mag Pferde aber ich bin kein Pferdenarr.

***

Gestern fuhren wir also dorthin und um den Tag etwas aufzulockern besichtigten wir davor die Grotte des  Demoiselles, die ich 2014 mit dem M. besichtigte, als wir noch ein Paar waren. Wie beim letzten mal auch fuhren wir mit einer Drahtseilbahn in den Berg hinein.

Die Tropfsteinhöhle ist seit 10.000 Jahren nicht mehr akitv, da sie kein Wasser mehr führt. Entdeckt wurde sie von dem Schäfer Petit-Jean der auf dem Berg in eines seiner Schafe verlor und es irgendwo tief unter der Erde bläcken hörte. Er stieg in das Loch hinab und fand die Höhle.

Es gibt ein paar kleinere Nebenhöhlen und ein riesige Höhle, die auch noch als Kathedrale bezeichnet wird.  Auf den Fotos kann man sie in ihrer Gesamtheit  nicht einfangen, dazu bräuchte es eine bessere Kamera als nur ein iPhone.

Man darf keine Höhenangst haben sonst kann man die Höhle nicht durchschreiten.  Bei einem deutschen Besucher versagten die Beine als er ganz oben in der Kathedrale stand und er musste umkehren.

***

Anschließend ging es dann los zu der Züchterin.

Ich lernte an den Tag so viel über Pferde wie nie davor. So war ich sehr stutzig als ich sah, dass die Pferde braun sind und nicht schwarz. Das kommt daher dass die Züchterin sie im Freien hält, und das Fell durch die Sonne aufhellt.
Auf Menorca werden die Hengste im Sommer nicht auf die Weide gelassen, da sie durch die Sonne ausbleichen könnten und nicht mehr so schön schwarz wären. Ein absolutes Unding wie ich finde.
Menorquiner sind sehr schöne Tiere, sehr gelassen und ruhig, fast pragmatisch und lernen schnell.
Die A. war hin und weg. Erstaunt war sie vor allem über kleine Größe. Ihre durchschnittliche sogenannte Stockgröße ist nur 160 cm, das für die A. ideal wäre denn sie ist auch nur 163 cm groß. Wir besichtigten zwei Pferde die für den Verkauf in Frage kämen. Beides sehr schöne Tiere.
Das zweite Pferd das wir sahen war sehr jung und noch nicht eingeritten. Doch was die Züchterin dann tat, war ein kleine Sensation:

Da das Pferd in einer Weide stand wo man es nicht so gut betrachten konnte nahm sie raus und stellte es mitten auf die Straße in dem kleinen Dorf. Es war gottlob sehr wenig Verkehr. “Weißt du, sagte sie zu der A., ich habe keine tausend Geheimnisse was das Einreiten angeht.” Dabei stellte sie sich auf die kleine Mauer und stützte sich ein paar mal auf den Rücken den Pferdes, damit es den Druck spürt.  Keine zwei Minuten später saß sie auf dem Rücken. Mitten auf der Straße. Ohne Sattel. Die A. war platt.  Die Züchterin bat mich ein Foto von ihr zu machen, da sie auch selber erstaunt war wir gut Pferd reagierte.

***

Wir fuhren den langen Weg zurück in die Cevennen und machten noch kurz halt in dem kleinen Nachbardorf Chamborigaud in dem Restaurant “Les Cevennes”

Wir waren müde, ein Wort gab das andere, und wir bestellten blauen Wein. Die Besitzerin machte den Spaß mit.

 

2 Kommentare

  1. Claudine Muller

    Wonnerschein Fotoen, merci Joël

    • Joël

      😉

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