Der stromlose Montag mit Kino

Irgendwas hatte ich beim Weckerstellen am Sonntagabend falsch gemacht. Oder doch nicht? Fazit war war, dass ich erst sehr spät zum schlafen kam und der Wecker schon wieder um 6 Uhr klingelte. Das ist für andere eine normale Uhrzeit, für mich ist das ein wenig früh, ich hätte noch eine ganz Stunde weiterschlafen können.
Ich hatte den Nachbarn gefragt wann die Elektriker antreten würden. Man sagte mir gegen 8:00 Uhr. Da ich am Sonntag immer wieder die Strße im Auge behielt zwecks eines freien Parkplatzes, der sich dann aber nicht einstellte, musste ich das Auto davor aus der Garage nehmen, da sonst die elektrischen Tore nicht funktionieren würden.

So war es dann auch; ich fuhr bereits gegen 8 Uhr los. Da mein Zahnarzttermin erst um 11:00 war, hatte ich Zeit genug für ein Frühstück außerhalb. Ich ging zu Oberweis. Ich hatte noch nie dort gefrühstückt. Seine Croissants sind die besten um großen Umkreis, seine Brötchen jedoch sind nicht so toll.
Dort begegnete ich der Frau von F., die F. Sie fragte mich ob ich die Einladung zur Geburtstagsfeier erhalten hätte und ich bejahte.  Und erzählte sie mir etwas das ich noch nicht wusste. Die haben das Annexe verkauft und das schon zum ersten Januar! Das Personal ist geblieben, aber der Chefkoch hat ebenfalls gewechselt.  Ich saß ein wenig da wie versteinert, ich hatte von dem ganzen Wechsel nichts mitbekommen. Zugegeben ich war auch seit Dezember nicht mehr dort.

Anschließend fuhr zum Zahnarzt, der auf halber Strecke in die alte Heimat liegt.
Wir erinnern uns an die Zahn OP im September? Dem Zahnarzt nach schient alles wunderbar verheilt zu sein, und nun können wir den nächsten Schritt angehen, wie wir dort wieder ein paar Zähnchen mehr hinkriegen. Er schrieb mir eine Überweisung mit der ich nun wieder einen Termin bei der Stomathologin nehmen muss. (Ja, es ist jetzt ein Stomatholoin, die die Praxis übernahm, der Mann der mich operierte ist in Rente)
Ein bisschen Zahnsteinentfernung, sonst war nichts….uff

Zu Mittag aß ich in der Skybar, die wahrscheinlich an Stelle meines sonstigen Lieblingsrestaurant  l’Annexe treten wird. Es war sehr sehr lecker. Fotos gibt es leider keine davon.

***

Und dann kam das was diesen Tag zum besonderen Tag machte.  Da es noch früh war und ich nicht heim kommen wollte bevor der Strom wieder da wäre, ging ich ins Kino.

Can you ever forgive me? mit Melissa McCarthy und Richard E. Grant basiert auf einer wahren Begebenheit.
Beide sind für die diesjährigen Oscars nominiert.
McCarthy hatte ich bis dato immer nur als gewaltige Ulknudel auf dem Bildschirm. Ich kannte sie vor allem als Sookie aus den Gilmore Girls und von der recht mittelmäßigen Sitcom Mike & Molly, und dann aus ein paar eher schlechten Filmen wie z.B.  dem Gohstbusters Remake.
Hier jedoch spielt sie eine einst erfolgreiche Schriftstellerin die nicht mehr gefragt ist und aus Geldnot anfängt, Fälschungen von Briefen berühmter Persönlichkeiten wie Dorothy Parker und Noël Coward zu verkaufen.
Der Film ist sehr unaufgeregt und rutscht nie ins Seichte ab. McCarthy spielt die Rolle der schwierigen kratzbürstigen Schriftstellerin so perfekt, das man die Schauspielerin dahinter völlig vergisst. Auch der alte Taugenichts gespielt von Grant ist absolut eine Nominierung für den besten Nebendarsteller wert.
Ich muss gestehen ich hatte leicht feuchte Augen am Ende und der Film wirke noch lange nach als ich den Saal verließ.

 

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