Fressen, Kunst und Puderquaste

Blutorangen Curd

Am Morgen, da ich ja so früh wach war, das Internet gründlich leer gelesen.

Via Spontiv brachte ein Tweet gleich gute Laune:

Dann machte ich mich an das Blutorangen Curd, nach dem Lemon Curd Rezept von Sally.
Ich hatte ganze 12 Blutorangen über. Das ergab die erstaunliche Menge an 750 ml Saft. So viel Curd kann ich nie im Leben essen! Also reduzierte ich mal auf 650 ml, den Rest gab mit einer Tasse Kaffee als Halbwegs-Frühstück. Auf der Seite von Sally kann man ja die Menge im Portionsrechener einstellen. Ich nahm auf die Menge dann doch nur 10 Eier anstatt 12, weil ich „L“ Eier hatte. Zudem reduzierte ich die Zuckermenge die mir im Verhältnis 1:1 zum Saft viel zu hoch erschien. Ich nehme an dass man für Zitronen mehr Zucker braucht um die Säure auszugleichen. Ich fuhr sie runter auf 450 gr. Um die Eier, die Speisestärke und den Zucker in den Saft einzurühren nahm ich vorsichtshalber den Stabmixer. Mit dem Schneebesen allein schaffte ich es nicht die Masse homogen zu rühren. Dann, unter ständigem Rühren, bei mittelhoher Hitze die Masse auf dem Herd heiß werden lassen. Sie muss so ungefähr 80-85 Grad haben, aufkochen darf sie nicht, sonst gibt es süßes Rührei mit Orangengeschmack.
Man braucht aber nicht zwingend ein Thermometer dafür, denn man merkt sehr gut wann die Creme anfängt einzudicken. Ich habe da inzwischen ganz gute Übung mit einer ähnlichen Creme, wenn ich Vanille Eis mache.
Wenn die Creme die gewünschte Konsistenz hat, sofort vom Herd ziehen, durch ein Sieb streichen und ein klein wenig abkühlen lassen. Dann wird die Butter eingerührt und sie wird in Gläser eingefüllt.
Et Voilà:

Ich stellte die Gläser raus auf den Balkon zum Abkühlen.
Zugegeben es sind sehr große Gläser und sehr viele und ich könnte eine Großfamilie damit füttern.
Ich werde zwei Stück verschenken, denn so lange hält sich das Curd nicht.

Und während ich auf dem Balkon stand hörte ich plötzlich ein sehr vertrautes Geräusch über mir das ich mich sehr freute, dass ich fast einen Jauchzer von mir gab. Das Geschnatter von Wildgänsen. Ich schaute hoch und da waren sie! Die Wildgänse fliegen zurück und das, meine Damen und Herren, ist ein sehr gutes Zeichen! Es geht wettermäßig bergauf!

Am Nachmittag hatte ich vor ein wenig an einem neuen Text zu schreiben, der nicht fürs Blog ist, aber das wurde von den Nachbarnübermir zunichte gemacht. Sie fingen an das Badezimmer zu renovieren. ( ich frage mich warum, denn es wurde erst renoviert) Nun ja.

Später konnt ih der Versuchung nicht widerstehen und ich verkostete ein wenig von der Creme. Sie ist nicht so fest geworden wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielleicht doch ein Ei mehr? Aber lecker ist sie schon.

Am Abend schaute ich auf Arte die dreiteilige Serie der BBC über das Murdoch Imperium an. Nach dem dritten Teil dachte ich dass dieser Mann, mit Ausnahme dass er steinreich geworden ist, auf ganzer Linie versagt hat. In allen Bereichen.

1 Kommentar

  1. Daniela

    Das sieht köstlich aus!
    Bei Anke Groener (blog) gibt’s ein Lemon Curd Rezept für 1 Person 😉
    Grüße (von einer sonst stillen Mitleserin) * Daniela

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