Fressen, Kunst und Puderquaste

Vorarbeiten & Buchsbaum

Beim Aufwachen festgestellt, dass ich mir auf dem Smartphone irgend ein Dreckszeug eingefangen hatte, dass sich im Kalender festgesetzt hatte. Es hatte mir während der ganzen Nacht Warnungen rausgeschossen ich müsste Whatsapp neuinstallieren mit „diesem“ Link. Ja ja ja. Stattdessen habe ich das Zeug aus dem Kalender entfernt.

Da ich nicht weiter viel im Haushalt zu tun hatte und mir das Bloggen leicht von der Hand ging, schrieb ich die Montagsfrage 6 und 7 vor, da ich jetzt schon weiß dass ich dafür wenig Zeit in der kommenden Woche haben werde. Wahrscheinlich werde ich über Osterfeiertage auch noch Nr. 8 und 9 schreiben. Dann sind zumindest die Fragen gesichert, auch wenn es sonst weniger hier zu lesen gibt.

Auf dem Balkon sah ich mit Erstaunen, dass der kleine Buchsbaum den ich letztes Jahr im Frühling gekauft hatte und über den Sommer hin völlig verbrannt war, es noch einmal wissen will. Ich war schon kurz davor ihn zu entsorgen. Doch unterhalb des toten Gestrüpps sprießen neue grüner Blätter.

Ich werde ihn retten, aber ich weiß nicht richtig wie. Vielleicht erstmal vorsichtig alles Tote wegschneiden?

Am Nachmittag fix in den wöchentlich Test, der mich immer wieder eine Stunde Zeit kostet. Heuer noch ein wenig mehr, denn die Schlange war sehr lang. Schnell noch eine Rieslingpastete gekauft damit ich nicht verhungere. (Wenn ich irgendwann mal auswandern sollte, wird die Rieslingpastete mir wohl am meisten fehlen)

Dann ab ins Theater.

Zwischendurch erhielt ich per Messenger eine Frage vom Vater einer Schulfreundin, der schon seit Jahren in Italien lebt, aber per sozialen Medien immer noch kräftig in Zeitungen, auf FB und Twitter mitmischt. Es ging um den offenen Brief den die LTGB Vereinigung“Rosa Lëtzebuerg“ an den Kardinal geschickt hat. Warum sie das überhaupt tun wo man doch weiß das die Kirche selbst der größte Gegner gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist.

Nun glaube ich aber dass dahinter ein andrer Zweck steckt.
Auch wenn sie es total leugnen würden, so ist meiner Meinung nach der größte “ Schwulenclub“ die Kirche selbst. Es war in in längst vergangenen Zeiten der einzige Weg für schwule Männer unter den Deckmantel der Vereinigung zu kriechen, der sie am meisten verachtete. Es ist widersprüchlich und logisch zugleich. Ich bin eher der Meinung dass Rosa Lëtzebuerg der Luxemburger Kirche eine Hand hingehalten hat, dass auch Priester sich an Rosa Letzebuerg wenden können.
Schändlich ist dass der Kardinal sie abgelehnt hat.

Am späten Abend dann noch zwei Folgen der Serie Mr. Robot angeschaut, die immer seltsamer wird.

***

Früher nannte man Planet Romeo, das schwule Einwohnermeldeamt und es war weit vor Facebook nicht nur eine Partnerbörse, sondern auch eine soziale Plattform zum Kontakte knüpfen und Freundschaften pflegen. (ob nun mit oder ohne Benefit)

Zu Beginn der Pandemie startete Romeo eine große Umfrage unter seinen Mitgliedern, welche Auswirkungen die Seuche auf ihr Leben hat. Anfang dieses Jahres wiederholte sie die gleiche Umfrage noch einmal um zu sehen was sich geändert hat.
Interessant ist dabei der Aspekt wie unterschiedlich die Sorgen je nach Länder und Kontinent ausfallen. Am Ende des Artikels in einer Zip Datei.

2 Kommentare

  1. Croco

    Dass die Kirche ein Rückzugsort für schwule Menschen ist, halte ich für sehr wahrscheinlich. Und es ist in den Gemeinden auch bekannt.
    Dass sie aber dann so hartherzig gegenüber schwulen Menschen ist, erstaunt mich schon. Und tut weh.
    Freunde haben einen katholischen Priester gefunden, der sie beide getraut hat, also nicht nur gesegnet. Es gibt also auch da mutige und anständige Menschen.
    Die Umfrage in Romeo habe ich mit großem Interesse gelesen.

  2. Felis

    Zum Buchsbaum kann ich etwas sagen: Totholz bis zur jeweils letzten Verzweigung – meist knapp über Grund – zurückschneiden. Sollten sich nach einem Teil des Rückschnitts doch neue Triebe finden, die natürlich stehen lassen. Mindestens jeden zweiten Tag ein wenig gießen, Erde nie völlig austrocknen lassen.
    Meine, ehemals in ähnlichem Zustand, haben sich vollständig erholt.

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