Fressen, Kunst und Puderquaste

Kabel, Kino & Fernweh

Zur Tagesberichterstattung: Die Elektriker waren da und haben das neue Kabel ohne Probleme verlegt. Das ging wie geschnitten Brot. Nun kann ich das zukünftige Auto auch in der Garage aufladen, wenn auch nicht so schnell.

Für den Abend hatte die D. Karten fürs Kino schon vor einer Weile gekauft. in der Cinémathèque lief der Klassiker The Red Shoes (1948), den sie noch nie gesehen hatte und ich hatte nur noch sehr blasse Erinnerungen daran. Ich hatte ihn irgendwann vor sehr vielen Jahren einmal auf Arte gesehen.

Die Story wohlgemerkt ist flach wie eine Flunder, aber technisch ist der Film (der nächstes Jahr 75 Jahre alt wird) revolutionär für seine Zeit. Technicolor war eine absolute Neuheit. Es gibt sehr lange Kamerafahrten während den Tanzszenen, die so perfekt sind dass man nicht weiß wo geschnitten wurde. Es wurde mit allen Tricks aus der Filmkiste gearbeitet die damals zur Verfügung standen und das war, im Vergleich zu heute, sehr wenig.
Die Tanzeinlagen selbst sind alle klassisch und wahrscheinlich in ihrer Technick weitaus nicht so ausgereift wie heute. Auch vom Schauspiel her ist es schweres Mittelmaß, vor allem die tragische Szene am Ende, in der es zum Eklat kommt, ließ den gesamten Saal laut auflachen, so schlecht war sie gespielt.
Zudem ist der Film ein bisschen zu lang, vor allem der Anfang zieht sich sehr in die Länge, bis die Story in die Gänge kommt.
Aber…insgesamt ist er sehr unterhaltsam und eben ein Stück Filmgeschichte. Mir tut es nicht leid ihn noch einmal gesehen zu haben, denn ich hatte keine Erinnerung mehr daran.

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Wer schon länger hier mit liest, weiß dass ich mindestens zwei mal im Jahr in St.Jean-de-Luz im Baskenland bin, der Geburtsstadt von Maurice Ravel.
Vor einigen Wochen schickte die N. mir einen Link eines kurzen Fernsehbeitrags über ein Projekt der Schule von St.Jean, die den Boléro mit Bodytap aufführten. Davon gibt es jetzt Video, das zeigt wie schön es dort ist und warum ich immer wieder dorthin will. Und der Boléro, obwohl ich ihn schon sooo oft gehört habe, kriegt mich immer wieder… Ich hatte feuchte Augen und Fernweh.

Und wer wissen will wie wild das Meer in St.Jean wirklich sein und warum Baumeister Vauban schon zu seiner Zeit die gewaltigen Deiche hat bauen lassen,(sonst wäre St.Jean schon längst vom Meer weggespült worden) der schaue sich das Video vom ersten Sturm dieses Jahres an. Es nimmt einem den Atem.

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Und dann noch eine schöne Meldung aus Neuseeland, die überhaupt vieles viel richtger machen als andere Länder. New Zeeland passes law banning conversation therapy.

1 Kommentar

  1. Hans-Georg

    Sehr beeindruckend die Darbietund des Bolero, und die Aufnahmen vom Sturm auch.

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