Fressen, Kunst und Puderquaste

Berlin: Schloss Charlottenburg, Museum Bröhan & Rückflug

Am Morgen trödelte ich ein wenig und verbloggte den Rest des Vortrags.

Es intrigierte mich ein wenig dass die Kaltmamsell am Vortag die Charlottenburg besichtigt hatte, ein Scchloss das ich zu der Zeit als ich mit einem Herrn in Berlin liiert war, der im Stadtteil Charlottenburg WOHNTE, nicht gesehen hatte. Er hatte mir Sanssouci gezeigt und das Potsdamer Schloss, aber das nicht. Das musste ich nachholen.

Eines der bekanntesten Bilder von Napoleon, das ich aber noch nie live gesehen hatte.

Zum Teil verstand ich warum ich das damals nicht gesehen hatte. Es wurden viele der Räume erst vor wenigen Jahren wieder hergestellt und dem Publikum zugänglich gemacht. Prunk und Pracht im Übermaß.

Gegenüber befindet sich das Bröhan Museum das die Kaltmamsell mir als Tipp mitgegeben hatte. Ein Museum ganz nach meinem Geschmack, denn es gab Jugendstil und Art Deco zu sehen, meine liebsten Periode in der Ausstattung.

Im Erdgeschoss zeigte man mir auch sofort ein paar Stücke bei denen mir das Herz aufging.

Wie kann man den Kerzenständer nicht schön finden?

Befremdlich war aber dass es Räume gab in denen die Dinge wie bei Ikea in Regalen dichtgedrängt standen, was entweder Konzept ist oder sie haben Platzmangel.

Der kleine Sekretär ❤️

Wenn alles zum kaufen gewesen wäre und ich unbegrenzte Mittel hätte, ich hätte mehrfach zugeschlagen.

Im dritten Stock gab es eine Ausstellung über Margarete Heymann-Lobenstein. Da gefiel mir ganz besomders diese Vase:

Gegen 15:00 Uhr bekam ich Hunger und fuhr zurück zum Hackeschen Markt um schon ein Stück näher am Koffer im Hotel zu sein. Das dauerte eine gute Weile, Weil ich einen Bis genommen hatte und er im Verkehr stecken blieb. Ich reduzierte den Hunger auf einen Kaffee und ein Teilchen und wanderte zu Fuß vom Hackeschen Markt zum Rosenthaler Platz.

Dort las ich noch ein wenig die Tageszeitung und trank einen Kaffee aufs Haus und fuhr dann langsam aber sich zum Flughafen.

Der Aufenthalt war zu kurz. Ich wäre gerne noch ein paar Tage geblieben und mir vielleicht noch eine Show angesehen.

Im Zug hatte ich einen kurzen Anflug von Trauer bezüglich des alten Flughafens Tegel und noch früher Tempelhof. Da ging das alles so viel einfacher und fixer um herzukommen.

Mit ein klein wenig Verspätung kamen wir in Luxemburg an und kurz vor Mitternacht lag ich im Bett.

6 Kommentare

  1. Hans-Georg

    Der Kerzenständer ist traumhaft.

    • Joël

      Gell?

  2. Simone

    Die “IKEA”-Ausstellung ist wohl ein sog. Schaudepot, mehr dazu hier:
    https://www.arcguide.de/sonderausgabe/projekte2021/zum-anschauen-sortiert/
    und
    https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Museumsblaetter/MB_38_03_RZ_web.pdf

    • Joël

      Danke für die Info. Ich kann mit dem Konzept nicht so viel anfangen weil die einzelnen Stücke nicht die Aufmerksamkeit bekommen die ihnen gebührt.

  3. Trulla

    Sollte es Sie mal auf die britische Insel verschlagen, empfehle ich wegen Ihrer Zuneigung zu Jugendstil und Art Deco wärmstens die Besichtigung des legendären “Hill House” von Charles Rennie Mackintosh, das er für einen reichen Bauherrn erschuf. Ein vollendetes Kunstwerk, innen wie außen reinster Jugendstil! Wunderschön. Kein einziges Teil, das diesem Anspruch nicht gerecht wurde. Ich war verzückt.

    Ich schätze nämlich Jugendstil und Art Deco auch sehr und wenn ich weiß, wo man den zu sehen bekommt, nehme ich gern auch längere Wege in Kauf. So vor einigen Jahren auch auf einer Reise ins Baltikum, wo es in Riga (übrigens eine wunderschöne Stadt) noch ein gut erhaltenes und lebendiges Wohnviertel dieses Stils gibt. Ach, und erst im wunderschönen Prag!

    Es gäbe noch so viel zu entdecken, aber die Zeit…und das eine oder andere

  4. geschichtenundmeer

    Wunderbar. Ich muss wohl mal wieder nach Berlin.

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