Fressen, Kunst und Puderquaste

Von Luxemburg nach St. Jean-de-Luz

Die Nacht war sehr kurz. Da es am Vorabend länger dauerte, wegen der Einpackerei und Putzerei des ganzen Zeugs, war ich erst kurz nach Mitternacht in den eigenen vier Wänden. Doch der Wecker klingelte unbarmherzig um 5:30. Ich erwachte mit leichten Orientierungsschwirigkeiten. Wo bin ich? Warum klingelt es? Aber ich musste raus, denn ich hatte den Rucksack noch zu packen. Ich entschied mich dreimal um, was alles reingehört und was hier bleibt.

Ich war heilfroh dass ich ein Taxi geordert hatte zum Bahnhof, denn es regnete und stürmte und das nicht zu knapp. Wenn ich einen Bus hätte nehmen müssen wäre ordentlich nass geworden.

Im Zug:

Ich hörte die letzten Podcast Folgen vom Krieg und Frieden die den ganzen Dezember durch in der ARD Audiothek erschienen waren. Sehr tristes Wetter draußen:

In Paris ging es dann erstaunlich schnell, da es im Vergleich zu sonst, wie ausgestorben wirkte. Ich war noch nie so schnell mit dem Taxi einmal quer durch Paris von der Gare de l‘Est nach Montparnasse zum nächsten Bahnhof. Die meisten Pariser waren wahrscheinlich schon am Abend davor losgefahren. Der Taxifahrer erzählte mir dass er am Vorabend Haufenweise Menschen zu den Bahnhöfen im Süden von Paris brachte.

Der Zug war dann wesentlich voller als der davor.

Je mehr wir uns von Paris entfernten umso mehr klarte der Himmel auf:

Im Bordrestaurant holte ich mir einen Kaffee ind war erstaunt, dass ich dort etwas fand, an das ich sehr lange nicht gedacht hatte und mich sofort in die Kindheit zurückwarf:

Diese Schokolade gab es nur wenn ich mit den Eltern in Frankreich im Urlaub war. Ich kann mit nicht erinnern dass es sie je in Luxemburg gab. Ich wusste nicht mal, dass es sie überhaupt noch gibt. Geworben dafür wurde massiv im Fernsehen und mit den Tiermotiven wurde vor allem auf Kinder abgezielt. Funktionierte perfekt. Denn wenn mein Bruder oder ich sie in einem Laden entdecken, ging das Gequengel los. Heute kaufte ich sie aus reiner Nostalgie. Was ich nicht mehr wusste war, dass sie sehr sehr süß ist und eigentlich gar nicht so toll schmeckt.

Und dann endlich! Noch mit dem Koffer auf zum Apéro!

Ich hatte den Herrn im Hintergrund völlig übersehen. Er wollte sich wegducken, lächelte dann aber mit in die Kamera.
Jaaaaa!

Die D. hatte für den Abend einen Tisch im Suisse ergattert. Es waren nämlich nur sehr wenige Restaurants geöffnet.

Es gab ein Boullion mit Maultaschen gfüllt mit Krabben und hinter eine herrliche Seezunge, wie ich sie nie in Luxemburg finde, geschweige denn esse.

Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten.

1 Kommentar

  1. Kaltmamsell

    HACHZ! Besito ans strahlende Honigkuchenpferd und an D.!

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