Ein Sonntag mit Überprüfung

Den Samstag lassen wir aus Gründen weg. Er gab sehr wenig fürs Blog her. Außer Häuslichkeit und einer Dienstrunde war da nicht viel.

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Den Sonntag begann mit einen Video aus den Linkwerk von Herr Buddenbohm.

Das war sehr uplifing obwohl ich das Lied New York zu einem Moment nicht mehr hören konnte, da ich es zu oft hörte als es in den Hitparaden war.

Die Sonne lockte nach draußen, doch als ich die Balkontür öffnete, kam da ein sehr frischer Wind, der mich dann davon abhielt die Badehose anzuziehen und zum See zu fahren.

Ich bastelte weiter an einem Podcast, in dem wir einen Gast hatten, der aber ein bisschen schwieriger zu schneiden ist. Er wird Ende Juni erscheinen.

Am Nachmittag machte ich mich auf ins Theater und holte mein Material ab. Das Wetter war hatte entschieden schön zu bleiben, wenn auch kühl. So fuhr ich in die Alte Heimat weil ich etwas für mich überprüfen wollte.

Es waren wenige Menschen im Zentrum der Stadt unterwegs. Kein Vergleich zu früher, als ich noch dort wohnte. Es gab zu meiner Überraschung ein Straßenmarkt und es gab mehr Stände als gedacht.

Wer den Podcast über die Wurzeln gehört hat, weiß dass ich dort zugegeben habe, dass ich meine „Wurzeln“ zu der Alten Heimat immer weniger spüre. Sie verkümmern langsam. Es war etwas das mir bei meinem letzten Besuch ganz besonders auffiel. Ich spreche nicht von meinen regelmäßigen Besuchen zum See für die Schwimmrunden. Der liegt außerhalb und ich bekomme nichts von der Heimatstadt selbst mit.

Wie lange braucht es um das letzte Bisschen Vertrautheit in eine Gegend zu verlieren? Den Zeitraum einer Generation, oder länger? Versteht mich nicht falsch, über den Verlust bin ich nicht betrübt. Ich würde im Leben nicht mehr dorthin zurück ziehen. Ich hatte den Abgang von dort eh zu lange hinausgezögert. Und doch zwickt es irgendwo ganz weit im Hinterkopf. Es sind die Erinnerungen an Dinge und Begebenheiten, an Orte, Bars oder Restaurants, die es schon lange nicht mehr gibt. Auch sie haben sich weiterentwickelt, sind zu etwas ganz anderem geworden, oder oder sind schlicht nicht mehr da. Nichts bleibt für immer. Ach, wahrscheinlich ist dieser ganze Gedankengang meiner Melancholie geschuldet…

Als ich den Text oben schrieb saß ich in der kleinen Bar Mistral, die in der letzten Zeit, wenn ich hier bin, zu meiner Anlaufstelle wurde.

Am Nebentisch saß ein bekanntes Gesicht dem ich aber keinen Namen zu geben wusste. Ich erfuhr den neuesten Klatsch und Tratsch. Kurz dachte ich daran dort zu bleiben und mir ein Restaurant zu suchen, doch keines sagte mir wirklich zu. Ich fuhr zurück in meinen Kietz.

Übrigens hörte ich auf der Hin- und Rückfahrt anderhalb Folgen von Bastian Pastewkas Krimi Podcast, Kein Mucks! Zur Zeit beschäftigt er sich mit eine sehr alten Serie von Francis Durbridge; Paul Temple und der Fall Jonathan. Toll an der Serie finde ich dass Pastewka zusätzlich zum Hörspiel selbst, sehr viel Hintergrundinfo liefert. So war der Sprecher von Paul Temple, René Deltgen ein Luxemburger, der aber hierzulande in Ungnade gefallen war, wegen Propaganda Filmen vom 2ten Weltkrieg. Das Hörspiel ist herrlich altmodisch.

Ich war schon lange nicht mehr im Räiskär.

Rindfleisch mit Sataysoẞe. Sehr gut.

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Den kannte ich noch nicht von Harrison Ford:

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