Ein anderer See

Der Tag begann später als die Tage davor und mit Kopfschmerzen, warum auch immer. Da ich beschlossen hatte den anderen See in Remerchen für die Schwimmrunde aufzusuchen, der Eintritt verlangt und erst um 10:00 öffnet, fügte sich alles schön ineinander, auch die Einnahme der Kopfschmerztablette, die kurz vor 10:00 ihre Wirkung zeigte.

Auf dem Weg dorthin hörte ich ein Krimihörspiel von Kein Mucks, die ja jede Woche alte Schätze ausgraben. Diesmal Rebecca von Daphne Du Maurier. Es ist ewig lange her, dass ich den Film und die Geschichte überhaupt gesehen oder gelesen hatte, dass mir alles sehr neu vorkam.

Das Wasser ist klarer und kühler, als im See der Alten Heimat und seltsamerweise fühlt sich die Haut sehr seidig an. Hat das mit dem Kalkgehalt im Wasser zu tun? Wahrscheinlich. Ich nehme nicht an dass sie Weichspüler in den See laufen lassen.

Mittagstisch gab es nebenan im Chalet.

Feuilleté de viande sauce champingnon, frites et haricots

Danach fuhr ich heim und legte mich kurz mit einer weiteren Schmerztablette eine Weile hin. Es scheint ein Kopfschmerztag zu sein. Und in der Tat forderte der Körper eine Ruhezeit von satt, 3 Stunden ein. Ich weiß nicht, warum das manchmal so ist, aber es war bestimmt nicht nur der Kopfschmerz, mein Körper arbeitete auch noch an etwas anderem. Nach den 3 Stunden war ich wieder hergestellt.

Ich ich wurschtelte eine Stunde lang herum und fragte mich, was ich tun sollte. In der Zwischenzeit rief die D an, die aus St.Jean zurück war.

Die Abendunterhaltung bestand aus der Verfilmung von Leonie Swanns Buch Glennkill – Ein Schafskrimi, den ich vor sehr vielen Jahren gelesen hatte. Der Film ist unterhaltsam und kurzweilig, und ich hätte nie gedacht, dass die Story jemals verfilmt werden würde.

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Was ist für dich der beste Weg, mit negativen Gedanken umzugehen?

Das hängt von der Schwere der dunklen Gedanken ab. Schwimmen hilft, wenn wir schon dabei sind, es macht den Kopf frei. Interessanterweise hilft schlafen auch manchmal. Wenn mir zu vieles im Kopf herum trottet, was nicht gut ist, ist schlafen nicht die schlechteste Idee. Wie das funktioniert und warum, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich beim aufwachen dann meistens die Ursache der dunklen Gedanken gefunden habe, sei es in Form einer Lösung, oder ich hab sie einfach weg geträumt.