Nebelschwaden

Kleine dünne Nebelschwaden über dem See der Alten Heimat:

Der Vorteil vom Weiher von gestern: Er ist näher als der See und das Wasser ist kühler und klarer. Der Nachteil: Man kommt erst um 10:00 Uhr dort rein.

Der Vorteil von See: Man kann schon ab 7:00 Uhr reinspringen. Zu der Zeit ist es sehr ruhig, außer der Putzkolonne ist niemand da und im See bin nur ich, und das Federvieh das darauf schwimmt. Der Nachteil: Er ist inzwischen sehr trüb und riecht noch mooriger als vor zwei Tagen.

Es fehlt dem See an Sauerstoff. Zu diesem Zweck hat man ein paar Maschinen aufgestellt:

Dabei fiel mir auf dass ich den großen Springbrunnen, der letzten Jahre, noch nicht in Aktion erlebt habe. Gibt es den noch?

Und während ich in der Sonne lag zum trocknen flog ein Flieger über mir:

Ein Norvegian Air Shuttle von Oslo nach Nizza, so zumindest gab es die Plane Finder App an.

Nach dem obligaten Kaffee in der Jugendherberge fuhr ich noch zum Supermarkt und dann wieder zurück.

Das Mittagessen war ein Salat mit kaltem Hühnerfleisch und Tomaten.

Es schwirrte ein Lied im Kopf herum wie so oft. Diesmal war es eines aus längst vergangener Zeit von Joe Dassin – A toi. Inzwischen frage ich nicht mehr warum solche alten Melodien plötzlich auftauchen und mich über Stunden hinweg nicht mehr loslassen, bis ich sie mir ganz bewusst einmal anhöre. Es ist einfach so.

Danach legte ich mich eine Weile hin, denn der Abend sollte durch die Dienstrunde wieder lang werden.

Wurde sie auch. Es war die vorletzte Vorstellung. Er herrschte eine entspannte Stimmung und einer der Hauptdarsteller schlug vor nach der Vorstellung noch ins Le Gleck zu gehen. Es war einer dieser entspannten Abende wo wir uns alle auch einmal außerhalb der Arbeit erleben, was nicht so oft vorkommt.

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Heute vor neun Jahren starb die Freundin, der ich es zu verdanken habe, dass ich zehn Jahre lang die Filmfestspiele von Cannes besuchen konnte. Ihr verdanke ich all mein Wissen über Kino und Film.