Wie ein Hamster

In der gestrigen Überschrift stand Podcast.Es sei mir bitte verziehen, dass ich ihn nur in der Überschrift erwähnt habe, ohne ihn zu verlinken aber ich war echt durch gestern. Hier ist er.

Ich erwachte sehr früh wie immer und schaute in den Spiegel. Mir blickte einem Hamster entgegen. Die Oberlippe sah wie aufspritzt aus und die Wangen waren auch geschwollen. Wie schön! Dann weiß ich jetzt auch wie das ausschaut, wenn ich Madonna und Co. zum Vorbild hätte… Nein, ich habe kein Foto gemacht!

Nach einer ersten Tasse Kaffee, die ich mit Eiswürfel runtergekühlt hatte und der Einmahne der Medikamente, war ich sehr unschlüssig was ich machen sollte. Ich hatte große Lust schwimmen zu gehen. Ich fuhr los und hatte zwar ein klein wenig ein schlechtes Gewissen dass ich die D nicht benachrichtigt hatte. Aber ich wollte sehr früh los, weil ich wirklich allein sein wollte, niemandem begegnen wollte und auch nicht sprechen wollte. Und so war ich bereits kurz nach 7:00 am See und im Wasser. Ich war alleine mit Ausnahme von zwei Arbeitern, die den Steg und die Insel vom Unrat der Menschen von gestern, säuberten. Sie grüßten nur kurz und wollten keinen Plausch halten, was ich sehr begrüßte. Die Runde war fabelhaft und ich legte zusätzlich noch eine zweite Runde ein.

Die obligate Tasse Kaffee in der Jugendherberge ließ ich weg, denn der Zahnarzt hatte mir warme Speisen oder Getränke wegen der Schwellung untersagt.

Später im Supermarkt kaufte ich das von dem ich mich schon bei der letzten Zahn OP in den ersten Tagen ernährt hatte; Pudding in allen Varianten und Geschmacksrichtungen. Joghurt geht bei mir ja nur sehr bedingt weil ich diese Bakterienkulturen nichts sonderlich gut vertrage. Dabei kam mir die Idee dass ich ihn auch selbst machen könnte.

Auf dem Rückweg hörte ich mit einen historischen Krimi nach einer wahren Begebenheit an, von einem Mr.Beck dessen Fall dazu geführt dass in England endlich das Berufungsgericht eingeführt wurde. Spannende Story.

Daheim, weil ich ja sonst nicht viel an So­cia­li­zing tun konnte und wollte, machte ich Haushaltsdinge die von Nöten waren und schrieb die ersten Zeilen hier vor.

Über die Mittagsstunden hinweg ging die Schwellung langsam zurück. Uff! Am späten Nachmittag wagte ich es die kleine Prothese wieder einzusetzen. Ja, das klappte einigermaßen. So konnte ich zumindest wieder klar und deutlich sprechen. Aber bis hin zum Abbeissen wird es noch eine Weile dauern.

Am Abend kam die N vorbei und erkundigte sich nach meinem Wohlergehen. Wir saßen eine Weile auf dem vorderen Balkon den ich selten nutze, doch auf dem hinteren war es zu heiß. Es ist seltsam wie anders die Stimmung auf dem Balkon ist, verglichen mit dem großen hinter dem Haus. Die N blieb nicht sehr lange und auch ich war zeitig in der Horizontalen.