Der Tag war in seiner Gesamtheit ein bisschen Bäh und nicht wirklich würdig, dass man ihn beschreibt.  Darum gibt es heute lediglich eine Tagesfrage:
Tut uns ein bisschen Chaos vielleicht sogar gut?
Vor 20 Jahren und davor hätte ich mit Ja geantwortet. Inzwischen nicht mehr. Damals entstand Chaos wenn ich auf der Suche nach etwas war, sei es im Kopf oder auf dem Arbeitstisch vor mir, oder überhaupt in allem Lebenslangen. Dieses Ungeordnete war mein ständiger Begleiter und hatte rückblickend seine Wichtigkeit und Zweck. Dieses Chaos war gut, um dann die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden, was es spannend machte und das Glücksgefühl sie zu finden, war ohnegleichen. Heute funktioniere ich anders, weil ich älter bin und die jahrelange Erfahrung mich nicht mehr so viel suchen lässt, weil ich es einfach weiß. Und wenn ich suche, entsteht kein Chaos oder zumindest ein geordnetes Chaos, weil ich weiß, wo ich suchen muss. Chaos ist letztendlich sehr anstrengend.
Wenn ich heute junge Menschen in beruflichen Dingen ein wenig chaotisch daherkommen sehe, erinnern Sie mich häufig an meine jüngeres Ich.