Mastodon & Links 2,3,4

In eigener Sache:
Ich will nicht mehr twittern. Ich mag den neuen Besitzer nicht. Er hat den Charme eines Autoverkäufers und sollte auch nur das weiterbetreiben, denn er hat ja offensichtlich großen Erfolg damit. Jetzt spielt aber er in einer Liga mit, von der er keine Ahnung hat und wird allem Anschein nach viel kaputt machen.
Ich habe eh nie viel vertwittert, Mit Ausnahme der automatisierten Tweets, wenn ich ein neues Blogposting hochlud, gab es nie sehr viel sonst von mir zu lesen. Die Autotweets werden auch bis auf weiteres bleiben.

Also bin auch ich jetzt umgezogen wie schon so viele zum Elefanten. Finden könnt ihr mich hier: fnordon.de@joedelux
Wenn ich jetzt noch die Autotröts hinbekomme, dann bin ich zufrieden,

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Weil der Tag wenig herab, gibt es ein bisschen was zum Lesen, Schauen und Hören.

Weil wir ja just das gruselige Allerheiligen hinter uns habe, (ich habe das dieses Jahr sehr gut überstanden), ein Artikel aus dem New Yorker:
Talking About Grief With Anderson Cooper.
Der Journalist Anserson Cooper ist seit Jahren schon das Aushängeschild der CNN. Er verlor erst vor kurzem seinen Lebenspartner und ab dem New Yorker ein Interview über einen mehrteiligen Podacst den er anschließend aufnahm, „All Ther Is“ (Der Link geht zur CNN wo alle Kanäle des Podcasts wie Apple und Spotify gelistet sind)
Was ich nicht wusste, war dass Coopers Mutter Gloria Van Der Built war.

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Mark Rober muss ich nicht vorstellen. Ein Wissenschaftler und Erfinder von teilweise sehr skurrilen Dingen, wie zum Beispiel die Glitter- und Stinkbomben in Päckchen versteckt, die er immer wieder aussetzte um gemeinen Packetdieben auf die Schliche zu kommen.
In seinem Garten hinter dem Haus tummeln sich Eichhörnchen die er mit Parcours auf Trab hält. Es gibt bereits Teil1 und Teil2 und hier nun der dritte:

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Die Interview Serie First We Feast wird auch unter den großen Stars immer bekannter, weil man ihnen keine blöden Fragen stellt. Aber sie müssen derweil sich durch eine Serie von scharfen Soßen futtern. Hier neuesten Ausgaben mit Cate Blanchett und Viola Davis

Allerheiligen mit Spaziergang

Für gewöhnlich ist Allerheiligen ein trübsinniger Tag, an dem ich nichts mit mir anzufangen weiß und entweder wie so oft in dunklen Gedanken versinke, oder ich mache etwas um mich abzulenken. Am Grab zu stehen ist für mich keine Option, das macht es nur noch schlimmer.

Die D. rief gleich am frühen Morgen was ich denn vor hätte. Ich hatte nichts wirklich geplant, aber da das Wetter traumhaft schön war, beschlossen wir eine Runde um den See in der Alten Heimat zu drehen. Der See ist inzwischen von seinen Baustellen befreit, die ich noch das letzte mal gesehen hatte.

Nilgänse mit einem heimischen Ausreißer. Die Nilgänse sind inzwischen zu einer echten Plage geworden. und man versucht langsam der nicht einheimischen Art Herr zu werden. Ich habe sie nicht gefüttert, und rund um See stehen auch immer wieder Schilder dass man es nicht tun soll.

Ein paar Teilabschnitte der großen Wiesen um den See wurden nicht gemäht. Auf dem Abschnitt oben wuchs Calendula.

Auf den Pfählen die aus dem Wasser stehen wo einst ein Pavillon darauf stand, (irgendwo habe ich Fotos auf frühen Jahren von den Pavillons, ich muss sie raussuchen) sitzen Stockenten. Ich habe mich immer gefragt ob der Name daher kommt weil man sie auf Stöcken antrifft. Wikipedia sagt was anderes.

Was stimmt hier nicht?

Ein Bob Ross Foto.

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Wieder daheim schauten wir uns gemeinsam diesen Film an, den ich einen Tag vor meiner Abreise nach Freiburg im Briefkasten hatte.

Er fällt in die Reihe „Und gib uns unsere tägliche Dosis Emma Thompson…“. Ich wollte den Film unbedingt sehen. Ich hatte vor Monaten schon einen Trailer im Kino gesehen und er kam und kam nicht. Auf Hulu in den Staaten wurde er schon im Juli gestreamt. Irgendwann wurde es mir dann zu bunt und ich orderte die DVD in dem UK für lächerliche 9 Pfund. Es geht zwar ein wenig gegen mein Prinzip die Kinos zu unterstützen, aber wenn die Verleiher nicht wollen, ich kann auch anders.

Und ja, all die Jubelkritiken stimmen, keine davon übertreibt. Und ja, Daryl Mc Cormack ist zum sterben schön und dazu auch noch ein großartiger Darstreller.

Am Abend ging ich hinüber zu der A. und brachte ihr das Mitbringsel aus Freiburg mit. Seit Monaten, wenn nicht seit Jahren, regte ich mich immer wieder über ihre Krücke an Korkenzieher auf. Jetzt hat sie einen edlen von Zwilling.

Ich bekam Gegenzug eine Wasserflasche wie ich sie schon lange suchte. Wie ein Fisch im Wasser oder andersherum wie Wasser im Fisch.

Ach ja, ich hatte euch noch ein Foto vom Parfum versprochen, bei dem ich nicht nein sagen konnte.

Copper von Comme des Garçon. Und so wie es heißt, riecht es auch. Und jetzt ist mal wieder für lange Zeit gut, was Parfums angeht.

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Und weil das gerade aktuell ist und ich ebenfalls gedenke in den kommenden Tagen zu Mastodon zu wechseln.
Wenn ich versuche die Seite im Browser zu öffnen kommt das hier:

Ist das ein tagesaktueller Zustand weil die ein Problem haben, mache ich was falsch, oder was steckt dahinter?

Von Freiburg nach Luxemburg

Am Morgen traf ich mich noch einmal mit der lieben C. zu einem leichten Bruch im Café Marmel. Ich hatte Eggs Benedict die nicht mehr heiß waren. Es schmeckte aber warm wären sie mir lieber gewesen. Leider kein Foto.

Die C. lotste mich anschließend in den „schlimmsten“ Laden aus Freiburg, die Edelparfümerie Kern. Oh, wie gut, dass ich die nicht früher kennengelernt habe. Gekauft habe trotzdem was. Zeig ich euch morgen.

Ich ging zeitig zum Bahnhof und es war ein Glück dass ich so früh da war. Ich stellte mit Schrecken fest, dass mein Zug komplett ausgefallen war wegen einem Notdienst Einsatz auf der Strecke. Ich checkte fix die Anzeigentafel und sah dass, ein Zug just davor in die gleiche Richtung fuhr und auch in Mannheim hielt. Da ich aber nicht der einzige, war wurde der Zug proppenvoll. Ich hatte Glück und fand einen Sitzplatz. Der Zug wurde bei jedem Halt immer voller und verspätete sich immer mehr. Mir wurde langsam Bange dass ich den Anschluss nicht erwischen könnte. Doch dann hatte ich Glück im Unglück. In Karlsruhe stand der Zug, den ich hätte zu Anfang nehmen sollen, abfahrtbereit auf dem gegenüberliegenden Gleis. Eine innere Stimme beschwor mich den Zug zu nehmen und nicht in dem knüppelvollen Teil sitzen zu bleiben. Ich sprang aus einen Zug in den nächsten, und ich war keine Minute drin, fuhr er auch schon los, während der überfüllte Zug stehen blieb. Er kam mit einer leichten Verspätung an, aber es reichte locker um den Anschluss nach Saarbrücken zu nehmen. Ab da ging dann alles seinen gewohnten Weg. MEINE NERVEN!

Ich wanderte nich ein wenig umher. Die liebe C. meinte, ich könnte bis zur Abfahrt mir das Museum für Archäologie ansehen, doch das hatte leider geschlossen.

Ich kann den Unmut der in Deutschland Reisenden, die jeden Tag Bahn fahren, gut nachvollziehen. Nun bin ich nur einmal kurz hin und kurz zurück gefahren, alles ging immer so just auf und ich bin mehr oder weniger zeitig dort angekommen wo ich ankommen sollte. Aber wenn ich Ausfälle und Verspätungen tagtäglich in Kauf nehmen muss, das muss doch sehr an den Nerven zehren.

Im Bus von Saarbrücken nach Luxemburg schrieb ich dann den Großteil des Blogs vor.

In Luxemburg empfingen mich unzählige Gruselgestalten in der Tram und in den Straßen. Ach ja, es ist Halloween. Und schlimmer noch, morgen ist Allerheiligen!

Beyeler Foundation in Basel

Ich erwachte früh, sehr früh. Als ich auf das Handy schaute wurde mir erst bewusst dass wir Winzerzeit haben. Ach ja.

Frühstück im Hotel wollte ich nicht, also schlenderte ich draußen herum, fand das Kaffee Schwarzer Kater und orderte ein Kaffee ein Orangensaft und ein Bircher Müsli. Schmeckte gut. Da ich sehr zeitig dort war hatte ich die Auswahl auf der Terrasse. Später wurde es dann sehr voll.

Ich wanderte noch ein wenig umher und ich bekam leichte Kopfschmerzen. Mist. Zurück ins Hotel wo ich Tabletten hatte. Ich legte mich kurz aufs Bett wo ich sofort einschlief und erst wieder um 14:00!! erwachte! Huch!

Um 15:00 Uhr nahm ich dann die Bahn nach Basel.

Bei der Kaltmamsell hatte ich schon davon gelesen ihn selbst aber noch nie gesehen. Den Automaten Supermarkt am Bahnhof.

Von dort werde ich Stephans Käsekuchen mitnehmen, denn ich glaube am Montagmorgen hat er keinen Marktstand.

In Basel bekam ich dann sofort eine Tram zur Foundation.

Für die 25-jährige Jubiläumsausstellung in der Beyeler die heute große Eröffnung hatte und deshalb wahrscheinlich der Eintritt frei war, zeigte einen großen Rundumschlag aus ihrer Kollektion. Zudem hatten sie einen Stargast, Duane Hanson, der von der Kunstrichtung eher in meinen Arbeitsbereich fällt und genau meine Kragengröße war. Seine hyperrealistischen Figuren waren durch die ganzen Ausstellungsräume verteilt und standen im Dialog mit all den Größen wie Lichenstein, Rotko, Picasso und Co. Das ergab manchmal lustige Konstellationen.

Das fand ich war eine schöne Kombi mit einem gewaltigen Roy Lichtenstein im Hintergrund.
… und das sähe auch sehr gut bei mir daheim an einer Wand aus.

Was ich an Hansons Figuren sehr schätze ist, dass sie bereits in den 70er Jahren entstanden sind und es damals nicht die Materialien gab um diesen Hyperrealismus darzustellen wie es sie heute gibt. Ich denke dabei vor allem an Ron Mueck, von dem ich Bücher habe und den ich auch gerne einmal live erleben möchte. Ich nehme an dass die Werke viel Pflege und Restaurierung benötigen.

Pamplipsest von Doris Salcedo. Ein Kunstwerk das unabhänging vom Rest der Ausstellung steht und eine starke politische Botschaft vermittelt.

Es war schön endlich wieder einmal in der Beyeler zu sein. Es ist und bleibt eines meiner Top 5 Museen.

Wieder in Freiburg fand ich gleich neben den Hotel ein kleines Thai Restaurant das gut besucht schien. Ich hatte Ente die ok war.

Wenn sie nicht in der Soße geschwommen wäre und dafür ein wenig mehr Gemüse dabei gewesen wäre, wäre sie schon fast perfekt gewesen.

Die Schauinsland Bahn

Große Wiedersehensfreude am späten Morgen mit der lieben C.

Als ich das letzte oder das vorletzte mal hier war, wollte ich auf eigene Faust den mit der Bahn auf den Schauinsland fahren was aber schief ging, denn die Bahn war wegen was auch immer geschlossen. Also schlug die C. mir vor das doch heute zu tun.

Im Hotel hatte ich ein 24 Stunden Freiticket für alle Verkehrsmittel in Freiburg bekommen und so fuhr wir mit der Tram und dem Taxi (Busersatztverkehr, sehr seltsam) bis zur Talstation.

Es ist die längste Fahrt die ich je mit einer Gondel gemacht habe. Und von der Talstation aus gesehen merkt man gar nicht wie hoch der Berg eigentlich ist, weil es mehrere flache Streckenabschnitte gibt und der Gipfel von unten gar nicht zu sehen ist.

Made by C.

Oben dann aber wow!

Es war ein wenig diesig und auf dem Foto sieht in weiter Ferne den Kaiserstuhl und wenn es klarer gewesen wäre hätte man auch die Vogesen und auf der anderen Seite die Alpen gesehen.

Made by C.

In dem Kaffee gab es dann ein Mittagessen. Ich wählte Flammkuchen.

Als Nachtisch gab es den Klassiker schlechthin, den man in Luxemburg früher in jeder Patisserie, heute fast gar nicht mehr findet, Schwarzwälder Kirschkuchen.

Made by C.

Wieder im Tal legte ich mich kurz im Hotel hin und später ging es dann noch in eine Trattoria in der Nähe von C. Wohnung. Mit dabei waren der Göttergatte der C., der R. und der junge N., der erst vor kurzem aus Berlin nach Freiburg gezogen ist.

Um Mitternacht feierten wir dann in Rs. Geburtstag hinein.

Mit dem Zug von Luxemburg nach Freiburg

Es gibt mehrere Möglichkeiten herzukommen. Über Trier/Mannheim oder Saarbrücken/Mannheim. Ich wählte die erste Option zum herkommen. Es ging alles fast glatt. Aber ich kam mit einer halben Stunde Verspätung an. In Deutschland Bahnfahren ist wie Roulette spielen. Man kann nicht jedesmal gewinnen.

Ich bin jetzt mal gespannt wie es wird, wenn ich zurückfahre. Da ist nämlich ein TGV mit in den Verbindungen drin.

Bleiben wir bei heute. Der Mannheimer Bahnhof ist winzig im Vergleich zu dem was dort an Verkehr herrscht. Ich konnte ihm mir ein wenig ansehen weil der Anschluss EC ein wenig Verspätung hatte.

Ich rief die liebe C. an dass ich gut angekommen bin und wir sehen uns morgen.

Mit einer halben Stunde Verspätung kam ich an. Und in Freiburg herrschten tropische Temperaturen. Ich kam mir mit meiner dicken Jacke sehr overdressed vor.

Und passierte mir das was mir viel zu selten passiert. Wenn alles stimmt, es nicht einen Missklang gibt, wenn alles entspannt und einfach nur schön ist, und zugleich ein kleines Kribbeln im Bauch hat. Wenn man sich einfach auf diesen Moment selbst einläßt und nichts und niemand ihn erschüttern kann, weil er nur dazu bestimmt ist schön und vielleicht unvergesslich zu sein. Dieser winzige kleine Funken Glück…

Badisches Dreierlei

Ich wage es seit langem mal wieder Hoffnung zu haben.

Fotos der letzten Tage,ein Film,eine Oper und überhaupt

Endlich, jetzt da ich im Zug nach Freiburg sitze, finde ich die Zeit zum Schreiben. Es ist nicht so dass ich nicht will, aber die letzten Tage fiel es mir schwer die nötige Zeit und Ruhe dafür aufzubringen. Also gibt es jetzt eine Zusammenfassung.

Am Sonntag zog ein Sturm durch mit einer gewaltigen Regenschauer. Kurze Zeit später schien die Sonne wieder die schon hinter meinem Horizont verschwunden war und ein seltsames Lichtspiel am Himmel hinterließ.

Zeitgleich hatte die A. von ihrem ‚Hochsitz‘ aus auch Fotos geschossen. Der kleine Anfang eines Regenbogens mit dem Kronleuchter als Reflexion im Fenster sieht schon sehr spannend aus.

Zwei Tage später gab es das erste offizielle Käsefondue bei ihr, ( ich hatte ja schon eine) mit Käse den sie von ihrem Bruder aus der Schweiz mitgebracht hatte. Ich muss nur aufpassen dass ich nicht zu viel davon esse, sonst der Spaß für diesen Winter früh vorbei, weil es mich dann irgendwann ekelt.

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Mit der D. im Kino gewesen. Le Petit Nicholas ‚Qu‘est qu‘on attend pour être heureux‘ Ein Zeichentrickfilm über die beiden Erfinder des Kleinen Nick, Goscinny und Sempé. Es ist eine Doku, aber dann doch nicht so ganz. Wunderschön ist, dass sie die Zeichnungen von Sempé zu Leben erwecket werden. Der Film fängt 1955, an wo der kleine Nick noch keinen Namen hat und die beiden überlegen wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Er endet mit dem abrupten Tod von Goscinny der 1977 mit nur 51 Jahren verstarb. Der Film rührte mich sehr, weil er mir auch zeigte wie sehr mir die Figur des kleinen Nicks mit den Jahren an Herz gewachsen ist, auch durch die wunderbaren Zeichnungen des erst im August verstorbenen Sempé. Die Nicholas Bücher waren die ersten französischen Bücher die wir in der fünften Klasse durchnahmen.

Der Film wurde von Luxemburg koproduziert. In Cannes war es ein großer Erfolg und ich denke dass er auch in Deutschland zu sehen sein wird. Im L-W stand eine schöne Kritik, auf französisch.

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Die A2 hatte ein Post in eine Gruppe verschickt, dass man sich unbedingt die Gastoper im Großen Theater Treemonisha von Scott Joplin ansehen soll. Das tat ich dann auch. Und für jemand der nicht so ein großer Fan von Opern ist, war ich hellauf begeistert. Leider kann ich nichts weiter über das Tourneestück an sich berichten oder wo es eventuell demnächst zu sehen sein wird. Ich sitze ja im Zug und habe das Programmheft nicht mit.

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Am Donnerstag Mittag besuchte ich die B. in Saarbrücken, weil wir uns fast ein Jahr nicht gesehen hatten. Zu Essen gab es wie gewohnt Sushi in rauen Mengen:

Am Abend gab dann wahrscheinlich ein letztes mal einen Abendessen auf „der A. und meiner“ Terrasse im Hotel Parc Belair. Das Wetter ist ja beängstigend gut, was mich nicht weiter stört, denn dann werden die Heizkosten weniger. Zudem hab ich es ja so gar nicht mit der Kälte.

Und da schlief auch jemand tief und fest.

Das Parfum

Nein, es geht nicht um den weltbekannten Roman von Patrick Süskind (obwohl, eigentlich schon, aber dazu komme ich später) sondern um meinen Spleen mit Düften. Ich habe schon mehrfach über die Jahre hinweg drüber geschrieben und auch ab und zu neu erworbene Düfte vorgestellt. Und bevor jemand fragt, nein, ich bin nicht gesponsert. Es ist mein Spleen, mein Hobby und es kommt mich bisweilen teuer zu stehen.

Ein paar Dinge sollte ich vorausschicken. Ich mache grundsätzlich keinen Unterschied zwischen Herren- und Damendüften. Moderne Parfümeure machen das schon lange nicht mehr. Auch hier soll Gendergerechtigkeit gelebt werden.

2017 hatte ich mal über mein ersten Erfahrungen mit Parfüm geschrieben. Als ich 2013 in die ganz kleine Wohnung zog, gab ich die Leidenschaft ein wenig auf, denn zum Sammeln von Parümflaschen war kein Platz. Außerdem gefiel mir nichts mehr wirklich, was die gängigen Parfümerien anboten. Alles roch frisch oder blumig und hielt nicht lange. Inzwischen habe ich aber neue Welten von Düften entdeckt, die einen Schritt weitergehen und etwas ‚riskieren‘, was ich sehr spannend finde. Der ganz neue Duft den ich erst vor ein paar Tagen kaufte ist so einer, aber mehr dazu weiter unten. Fangen wir mal mit einer der ältesten Flaschen an die ich habe:

Diese Flasche Marc Jacobs hatte ich mir im KaDeWe gekauft als ich noch mit dem S. in Berlin zusammen war. Es war zu einer unbeschwerten Zeit in der noch sehr vieles anders war und ich auch sehr viel naiver. Besonders an dem Duft war,dass er sehr nach Kokosnuss roch, für Männer zu der Zeit eher unkonventionell. Ich glaube nicht dass es ihn noch gibt.

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Maître Parfumeur et Gantier – Parfum d’Habit. ich habe die Serie von einem kleinen Pariser Parfümeur nie wieder anderweitig gefunden, als in dem winzig kleinen Parfümladen in der rue Louvigny hier in der Stadt. Den kleinen Laden der nur exclusive Düfte hatte, gibt es schon lange nicht mehr. Er erinnert mich ein wenig an einen Duft den meine Tante Gritty sehr mochte und der in den 70ern und 80ern sehr in Mode war. White Linnen von Estée Lauder.

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Auch Gaïac von Martine Micallef, eine der seltenen Frauen unter den Parfümeuren, entdeckte ich in der rue Louvigny. Sehr holzig und leicht süß. Micallef ist auch eine winzig kleine Marke die ich später noch einmal in Düsseldorf fand, aber nirgendwo sonst.

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Wer schon länger mitliest weiß, dass ich so manchen Duft von Fragonard habe. Suivez-moi und Beau Gosse sind zwei davon, die ich immer wieder benutze, wenn auch in letzter Zeit weniger. Die Flasche Emilie nehme ich gar nicht, es sei denn ab und an um auf ein Handtuch zu sprühen das im Badezimmer hängt. Emilie war nicht nur der Vorname meiner Mutter sondern auch ihr Duft. Das oben war die letzte Flasche die sie noch selbst in Südfrankreich gekauft hatte, lange bevor sie krank wurde. Ebenfalls von Fragonard sind die folgenden drei Stück, Encens-Fève Tonka, Poivre und Immortelle:

Alles Düfte die ich nicht mehr so oft nehme nur gelegentlich. Wenn sie leer sind werde ich sie aber nicht mehr nachkaufen.

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Encre Noir von Lalique ist einer der seltenen Düfte, bei der die Marke eigentlich für ein Glashersteller steht und nicht für einen Modeschöpfer. Es war ein Geschenk von meinem Ex. Ich Er hatte sich gemerkt, dass ich den Duft sehr schön fand, als wir einmal beide in einer Parfümerie in Münster waren. Das war dann schon ok. Aber grundsätzlich ist Parfüm als Überraschungsgeschenk keine Option. Das geht nämlich in 90% der Fälle schief.

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Wenn ich die Liebe zu Düften von jemandem geerbt haben soll, dann ist das eindeutig Tante Gritty. Von ihr wußte ich dass es auch Parfüm in fester Form gibt. Estée Lauder gab jedes Jahr zu Weihnachten immer wieder wunderschöne kleine Metalldosen heraus mit einem Duft in fester Form. Daran erinnerte ich mich bei meinem Ersten Besuch in Australien als diese beiden kleinen Dosen fand mit zwei Herrendüften eines ganz winzig kleinen Herstellers der auf einem Markt in St.Kilda. Benutzen tue ich sie nicht wirklich, aber es sind halt schöne Andenken.

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Baraonda von Nasomato hatte ich bei Ludwig Beck in München entdeckt. Ein Duft den ich oft mit auf Reisen nehme, weil die Flasche klein ist und es nur zwei winziger Spritzer bedarf, denn er ist hoch konzentriert.

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Komm en wir zu den baskischen Düften. Grenouille hat sich in den letzten Jahren zu meinem Lieblingsduft für den Sommer entwickelt. Grenouille (Frosch auf deutsch) ist abgeleitet von Familennamen der Hauptfigur von Roman Das Parfum. Oui mais il a aimé, mochte ich anfänglich sehr, es war aber letztendlich ein Fehlkauf. Ich wollte etwas lederig holziges haben, aber er hat auch eine Duftnöte die mir Kopfschmerzen bereitet.

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Das ist eine Rarität die es nicht mehr gibt und das ist sehr schade. Gelle Fra war ein Duft der vom Naturpark Uwersauer in Leben gerufen wurde. Der Mann der das Parfum erfand ist, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, verstorben. Ich hatte vor etlichen Jahren eine der letzten Flaschen ergattert zu einem sehr guten Preis. Es ist eher ein Cologne als ein richtiges Parfum. Viele grüne Kräuter sind die Hauptnote. Ich gehe sehr sparsam damit um.

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Under the Lemon Tree von Margiela hatte ich vor der Panedmie in Sydney gefunden. Sehr zitronig und sehr frisch. Ich mag es immer wenn es draußen sehr heiß ist und die schwereren Düfte mich zum umkippen bringen würden. Die Flasche ist bereits ein Nachkauf hier in Luxemburg, denn die Galerie Lafayette hat ihn im Programm.

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Viele der großen Marken haben inzwischen exklusive Serien die man nicht überall bekommt. Guerlain macht da keine Ausnahme. Cuir Intense und Oud Essentiel sind zwei Stück aus eine Serie von fünf oder sechs Stück. Cuir Intense wurde in den letzten Jahren einer meiner gängigen Winterdüfte auf den ich immer wieder zurückkomme und den ich ich bis jetzt auch nicht genug gerochen habe.

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Ja, die Flasche Fille en Aiguille von Serge Lutens befindet sich noch in der Verpackung. Inzwischen hat das Logo geändert und die Verpackung auch. Den Duft gibt es auch noch immer aber es ist aufgestiegen in der Liga und es gibt ihn nur noch in Paris in ihrem Hauptgeschäft. Alle andern bekommen ihn nicht mehr. Er ist weihrauchig was ich sehr mag. Wenn ich sie irgendwann öffnen werde, muss ich einen Ausflug nach Paris planen, um Nachschub zu kaufen.

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Kommen wir noch einmal zu den geschenkten Parfüms. Zadig & Voltaire ist eine Kleidermarke die auch Düfte herstellt die es aber nur in den Geschäften selbst zu kaufen gibt. Bei Sephora und Co. habe ich ihn noch nie gesehen. Er erinnert mich sehr an die Düfte ich in den 80ern hatte. Eher schwer und vor allem süßlich. Nicht mehr so mein Ding.

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Diptique ist eine von den Marken die man die Reihe der etwas bekannteren Marken einreihen kann, jedoch sind sie nicht überall verfügbar. Volutes mochte ich eine Zeit lang, aber nie so als dass ich die Nase darin versenken hätte können. L‘eau des Hespérides hatte ich mir zugelegt weil ich einen Ersatz zu dem oben beschriebenen Grenouille suchte. Er ist ihm ähnlich aber preislich in einer sehr viel höheren Liga angesiedelt.

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Kommen wir zu den extremen Düften die sich an Gerüchen orientieren die für manche eher im Gestank angesiedelt sind. Ein Beispiel wäre Nagellack oder Klebstoff. Wieder andere inspirieren sich an starken Gerüchen aus der Natur wie zum Beispiel Kuhmist oder Meische von Obst.

Ich kannte den italienischen Künstler Filippo Sorcinelli überhaupt nicht. Seine neue Serie Sex wagt es in andere Richtungen zu gehen. Slightly Bitch zum Beispiel riecht sehr stark nach Leder mit einem Hauch von Nagellack. Wenn ich ihn dann länger auf der Haut habe, wird er sehr weich und dunkel und erinnert mich an eine holzgetäfelte Cigarillo Bar mit großen Ledersesseln. Das ist meine letzte Erungenschaft und einer der extremen Düfte, die neue Richtungen wagen die mich sehr reizen, weitere zu probieren. Ein anderes Parfum aus der gleichen Serie, das ich aber nicht gekauft habe, geht noch einen Schritt weiter. Cyber Sex riecht wie ein parfümiertes und verschwitztes T-shirt nach einer durchtanzten Nacht.

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In der gleichen Kategorie der Extremdüfte ist Orto Parisi mit dem Duft Stercus. Wer Latein versteht weiß sofort was damit gemeint ist. Stercus ist ein Sammelbegriff für Mist, Abfall, im heftigsten Sinne sogar für Fäkalien. Er ist ein Hochkonzentrat von ich nur ein Spritzer brauche.

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Einer fehlt noch der mir im Nachhinein einfiel. Er befindet sich im Rucksack mit dem Schwimmzeug. Cacharel pour Homme. Ein Duft der mich durch meine ganze Ausbildung in den 80ern begleitete. Er riecht nicht mehr so wie damals. Das merkte ich sofort als ich die Flasche nach dem Kauf öffnete. Im Laden probiert hatte ich ihn nicht. Sie haben ihn angepasst und er ist weitaus weniger stark, was sehr schade ist.

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So, ich hoffe euch raucht der Kopf nicht vor Lauter Duft. Ich habe zwei Tage lang immer wieder daran geschrieben. Aber vielleicht inspiriert es ja jemanden auch mal über Parfüms zu schreiben und was sie auslösen. Erinnerungen die mit Gerüchen verbunden sind (und das ist erwiesen) sind um ein mehrfaches stärker, als z.B mit Geräuschen oder Musik.

Drei Tage

…nichts geschrieben, weil ich nicht wirklich Lust hatte in die Tasten zu hauen. Es fällt mit zusehends schwerer am Morgen alles nachzuholen, was am Tag davor passiert ist, wenn ich am Tag selbst nicht ein wenig Zeit gefunden habe, zumindest nur ein paar Zeilen zu schreiben.

Aber dafür gibt es ein paar Fotos der letzten Tage.

Am Mittwoch in Trier. Die D. war mit von der Partie. Wir kauften den Biosupermarkt leer. Das ist dann doch der deutsche Vorteil gegenüber Luxemburg. Im Bioladen hier hätte ich für die gleichen Produkte gute 25 – 50% mehr bezahlt.

Anschließend im Zentrum das erste offizielle Herbstfoto geschossen.

Bei Edith Lücke ein neues Parfüm erworben. Aber was das genau ist berichte ich die Tage.

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Der Donnerstag blieb ereignislos mit Ausnahme eines Videos. „Und gib uns unsere tägliche Dosis Emma Thompson.“
Hier im Rahmen einer Trauerfeier um Alan Rickman.

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Am Freitag eine Wanderung durch die Stadt mit der A.

Die A. war zum ersten mal unter dem Pont Adolphe auf der Hängebrücke für Fußgänger und Fahrradfahrer. Weitere Herbstfotos.

Am Abend gab es chinesisches Essen im Red Face,. Das Restaurant das ich über die App des Lieferservice entdeckte schon während den Ausgeheinschränkungen. Ich hatte dort nie ein einziges Gericht das mich enttäuschte. Anschließend gab es noch einen Absacker im Vis-à-vis der sich dann etwas schwerwiegender erwies als geplant, weil wir plötzlich jede Menge Menschen mit am Tisch sitzen saßen, mit denen ich den Abend nur sehr bedingt verbringen wollte… Nun ja…

Kurz vor Mitternacht machte ich Schluss.

Vermisst

Es gibt wenig zu berichten mit aus Ausnahme. dass der Server von Joel.lu wieder irgendeinen Schluckauf hatte und seit dem Dienstag Nachmittag die Homepage nicht zu erreichen war. Ich habe es wieder hinbekommen, aber fragt mich nicht wie!

Ansonsten hatte mich da jemand sehr stark vermisst:

Seit Blue beim Friseur war, ist sie um die Hälfte geschrumpft. Ihre Fellhaare lösen sich nicht wie bei anderen Hunderassen von selbst, sondern muss gerupft werden. Das hört sich im ersten Moment grausam an muss aber so gemacht werden. Die Fellhaare, obwohl sie von der Haut schon abgestoßen wurden und darunter schon neues Fellhaar nachwächst, bleibt in der Haut hängen und muss wie epiliert werden. Das tut ihr nicht weh, es ist nur eine etwas unangenehme Prozedur.
Ansonsten geht es ihr gut und sie ist immer sehr happy wenn sie mich sieht.

Die Bären Community

Ich hatte vor ein paar Tagen kurz angedeutet, dass ich über die Bear Community etwas schrieben würde. Es gibt da nämlich, wie es scheint, Aufklärungsbedarf. Die Bären sind ganz klar ein Teil der LGBTIQ+ Bewegung. Der Archetyp eines Bären ist groß, stämmig, mit viel Körperbehaarung und Vollbart. Das sieht in etwa so aus. Der Ursprung der Community gab es in 70er Jahren und interessanterweise nicht in den USA, wie ich lange annahm sondern in Europa. So steht es zumindest bei Wikipedia. Die Gruppe in Luxembourg nennt sich übrigens Bear Dukes.

Sie haben eine eigene Regenbogenfahne in braun gehaltenen Farben.

Es gibt auch Untergruppen wie die Chubbies oder Cups, die mehr Pfunde auf die Waage bringen.

Nun spreche ich hier von reinen Körperlichkeiten, an denen man, wenn man dazu gehören will, nichts machen kann, wenn die Körper- und Gesichtsbehaarung spärlich oder gar nicht mit auf den Weg gegeben wurde, oder man ist durch und durch schlank und/oder nicht sehr groß ist. In dem Falle würde ich z.B. nicht dazu gehören, weil ich mit meinen 1,72 eher im unteren Durchschnitt bin. Und genau darin ist die Community große Klasse, denn sie lässt alle Köperformen und Behaarungsdichten zu. Wenn man überhaupt kein Attribut besitzt, gilt man als Admirer oder Bewunderer.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Community auch Fetische zulässt, was dann auch in andere Gruppierungen überschwappt, was es je nach Fetisch manchmal sehr skurril oder lustig erscheinen läßt.

Eigentlich geht es um Zusammenhalt und Spaß. Vieles kann, nicht muss. So waren am Abend der Wahl des neuen Mr.Bear 2023 eine ganze Reihe von anderen Vertretern aus den Nachbarländern und von weiter weg, extra amgereist. Auch der frischgebackene Mr. Bear 2023 aus Belgien war da. Aus Belgien kam auch die/der Miss Bear , also ein Dragqueen Bärchen. (Und bei solchen Beispielen wird mir wieder bewusst wie mühsam und teilweise sinnlos die ganze Genderdebatte ist… aber das ist ein anderes Thema)

Die letzte Bärenwahl in Luxemburg war Ende 2019. Die Wahlen der letzten drei Jahre fielen aus, aus wohlbekannten Gründen. Der P. der es somit über drei Jahre war, war zumindest für mich einer der besten Bären die Luxemburg je hatte, weil er auch immer wieder eigenständig kleine Events organisierte, was die Community auch über die heftige Covid Zeit zusammenhielt.

Ich habe mich lange schwer getan zu irgendetwas gehören zu wollen. Es ist heute noch nicht einfach mich für etwas zu engagieren, nicht so sehr weil ich mich nicht binden will, sondern weil ich schon in so vielen anderen Aktivitäten festgezurrt bin. Und wenn ich etwas mache, dann richtig und ganz.

Bei den Bärchen aber fühle ich mich wohl, auch wenn ich bei weitem nicht bei alles mitmache. Vieles kann, nichts muss.

Brunch

Ein sehr ruhiger Sonntag. Er begann damit dass es, nach nur wenigen Stunden Schlaf erstmal ein Brunch den „Überlebenden“ der Party gab, im der Bouneweger Stuff.
Es waren hauptsächlich die Herren, die alle aus dem Ausland angereist waren. Schweizer, Belgier, Franzosen, Engländer und Deutsche.
Ich habe ein paar neue sehr interessante Menschen kennengelernt.

Für den Rest das Tages hatte ich Wellness daheim programmiert.

Die Bären Wahl

Ein langer dunkler Tag. Am Abend eine zerrissene Wolkendecke, die nur kurz anzeigte, dass die Sonne auch da war.

Am sehr späten Abend dann die Bear Pride Party mit der Wahl des neuen Mr.Bear 2023. Sie hatten das ‚Ground‘ dafür gebucht, wie auch schon letztes mal für die andere Bären Fete.

Ich war zu Beginn daheim ein wenig auf dem Sofa eingeschlafen, denn solche Feten gehen ja immer spät los und hören früh auf, im Sinne von früh am Morgen. Doch als ich ankam hatte ich nichts verpasst.

Ja ich habe Fotos gemacht, und theoretisch könnte ich die auch alles zeigen, denn wir sind hier ja nicht bei IG oder FB. Aber…

Ich werde euch zwei Fotos zeigen.

Das waren die vier Kandidaten. Vor zwei Tagen noch waren es fünf, doch einer fiel dem Covid zu Opfer.

Geworden ist es der S. ganz links. Und er war überglücklich.

Und je später die Stunde umso fetischeriger wurde es.

Irgendwann werde ich vielleicht mal ein Posting über das Thema an sich posten, denn da scheint es immer noch viele Missverständnisse zu geben.

Kryptisch

Ich habe mir abgewöhnt zu hohe Erwartungen zu stellen, an Dinge, an Menschen überhaupt an das Leben selbst. Es bringt meistens nur Enttäuschungen mit sich. Darum versuche ich die meiste Zeit, alles mit einer gewissen Gelassenheit anzugehen und wenn etwas nicht klappt, was ja meistens der Fall ist, ist die Enttäuschung nicht so groß.

Aber manchmal schleicht sich etwas ein das man Träumen nennt. Etwas das die Phantasie beflügelt, ja fast zum Tagträumen einlädt und es ist unbeschreiblich schön. Doch manchmal ist es zu nah an der Realität. Dann geschieht genau das was ich immer versuche zu vermeiden. Erwartungen zu hegen und Hoffnung zu schöpfen… Genau das ist heute passiert…

Was letztendlich morgen oder überhaupt passieren wird oder nicht, wird sich zeigen.

Ich weiß das klingt alles sehr kryptisch und ich werde es auch nicht weiter dechiffrieren. Ich weiß was es für mich bedeutet und dass ich meine Fassung wiedergewinnen muss oder ich bin wieder für Wochen außer Gefecht gesetzt.

Das Foto ist lediglich dafür gedacht, dass ich selbst auch in paar Jahren noch weiß, was da einmal war.

Wiedersehen macht große Freude

Das triste graue Wetter ließ mich weitgehend in der Wohnung bleiben und es ging weiter mit dem Ausmisten mit dem ich schon vor ein paar Tagen begonnen hatte.

Unter anderem fand ich einer Sommerhose wieder, die ich mir Anfang des Jahres gekauft hatte und die dann verschwand. Ich war überzeugt, dass sie mit einer Tüte ungewollt in dem Müll geflogen war. Das hatte mich so gewurmt, das ich sie fluchs noch einmal orderte. Und es war auch die Hose die ich den ganzen Sommer über am öftesten trug von allem Sommerklamotten. Die erste Hose jedoch hing, entgegen aller Gewohnheiten, auf einem Bügel gut versteckt unter einem zugeknöpften Hemd, das ich nur selten anziehe. Wie sie dahin gekommen ist, ist mir schleierhaft. Aber dafür freute ich mich umso mehr jetzt zwei Paar dieser Hosen zu haben.

Am Abend dann die letzte Vorstellung einer Koproduktion, die anschließend in Mainz laufen wird. Ein wirklich schönes Stück mit hervorragenden Darstellern. Wenn hier jemand aus der Gegend mitliest, unbedingt ansehen, hier ist Link.

Quitten, Buch & Sprache

Ein schönes Interview mit Angela Lansbury die ja gestern verstarb und die noch mit weit über 80 Jahren auf der Bühne stand. CBS machte das Interview bereits 2009 und lud es jetzt noch einmal hoch.

Ansonsten war nicht viel. Es sind halt die Tage die weitgehend von Arbeit gezeichnet sind, über die ich ja nur sehr bedingt berichte.

Ich war auf dem Markt und fand schöne Quitten zum Einkochen mit Ingwer in Schwarztee. Das wird eine Aufgabe fürs Wochenende.

Lesen tue ich die letzten Tage mit sehr viel Freude der neue Ferdinand von Schirach – Nachmittage. Es gibt gleich zu Anfang eine Geschichte von einem roten Faden die mich sehr berührte. Mehr über das Buch wenn ich es aus habe.

Und während bei der Arbeit im Leerlauf war, hörte ich den Podacst einer alten Sendung vom RIAS aus den 80er Jahren. Deutsch für Deutsche über sprachlich Ungelenkes, das damals noch sehr auffiel aber heute in der Sprache verankert ist, dass man annehmen könnte es sei richtig. Ich musste beim Zuhören sehr oft grinsen. Es ließ mich darüber nachdenken wie oft ich ich hier seltsame Satzkonstruktionen schreibe, inklusive Tippfehler, und fehlenden Wörtern, weil mir das Tippen manchmal nicht schnell genug geht.

Cherish the day

Das Lied aus der Überschrift läuft in Hintergrund als ich das hier schreibe.

Sade – Cherish the day. Es ist aus der Apple Complilation Always Sunday, die jede Woche mit neuen Titeln gefüttert wird und die ich in letzter Zeit sehr oft höre.

Ich fing den Tag mit Schreibereien an. Doch es wollte nicht so richtig aus den Fingern fließen. Es gibt so Tage…

Den Rest des Tages ein wenig vertrödelt. Ja das gibt es auch…

Am Abend dann Arbeit wie gewohnt.

Noch später fuhr ich zum Flughafen und holte die A. ab, die dort ein verlängertes Wochenende mit ihrer Familie verbracht hatte.

Eine leere Flughafenhalle kurz vor Mitternacht

Wäsche & Ente

Das wetterfühlige Dingsbums in mir bewirkte, dass ich den ganzen Montag nicht auf der Höhe war. Schon am frühen Morgen ging es los. Ich hatte wie überhaupt die letzten Wochen Träume gehabt, die nah an der Grenze zu den Alpträumen vorbeischlittern. Ich hatte vorgehabt in Trier ein paar Einkäufe zu machen, was ich vom Programm strich als ich den Wäschekorb betrachtete. Also betätigte ich mehrfach die Waschmaschine und ansonsten hing in den Seilen. Zudem nickte ich immer wieder ein, als ob ich nicht genug Schlaf gehabt hätte.

Am Abend war ein Essen mit den „Huevos Rottos“ vorgesehen. Da es Montag war, war es wie immer schwierig ein ordentliches Lokal zu finden, den die meisten sind geschlossen. Das Thai House jedoch hatte geöffnet.

Ich hatte Tamarin Ente die sehr lecker war.

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Keine Fotos heute, dafür ein Doku von Arte über eine Darstellerin über die ich nicht sehr viel wusste, mit Ausnahme dass sie ein der Lieblinge von Hitchcock war: Tippi Hedren.

Sonntag

Ein traumhaft schöner Sonntag was das Wetter angeht. Ich hatte aber den halben Tag verbucht für Arbeitsdinge.

Zu berichten bleibt vom späten Abend, dass ich mit der D. und der K. ins benachbarte Ausland fuhr um die N. zu besuchen. Sie wohnt ja schon länger dort in einem kleinen Haus in einer alten Minenarbeiter Siedlung. Eine kleine Kuriosität in ihrem Wintergarten musste ich ablichten.

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Vor wenigen Tagen war eine Sängerin und Schauspielerin bei Jimmy Fallon zu Gast in die ich mal in meiner Jugend kurzzeitig sehr verknallt war. Debbie Harry.
Sehr sehr viele Jahre später hatte ich das große Glück einmal mit ihr Arbeiten zu dürfen auf einem Film von Peter Greenaway, in dem sie ein kleine Rolle übernommen hatte. Sie war im Gegensatz zu anderen Stars sehr zugänglich und sehr liebenswert.
Jetzt noch einmal gute 15 – 20 Jahre später war sie bei Jimmy Fallon in der Show. Man merkt ihr schon an, dass sie den ganzen Rummel um ihre Person immer noch nicht mag. Bienen (schaut euch das Video an) hatte sie aber schon damals als ich sie kennenlernte.

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Oskar Kokoschka ist einer der Maler mit dem ich mich noch nicht so beschäftigt habe wie ich es sollte. In dieser Doku hatte ich nun die Gelegenheit dazu,

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Hier noch ein kleiner Nachtrag weil ich es just entdeckt habe und es großartig und berührend ist:

‚Neue‘ Fotos & The Best of Posters

Der Handyvertrag war schon seit April abgelaufen. Und da ich weiß, dass Ende des Jahres sehr viel kommt das, abgelichtet werden soll und muss, spekulierte ich auf ein iPhone 14 Pro. Mit der Vertragsverlängerung wurde das Stück um mehrere hundert Euro günstiger. Am Freitag war es da, wurde eingerichtet und sehr spät in der Nacht machte ich das erste Foto oben vom Mond und den Wolken. Oh ja! Mit so wenig Licht und Breitwinkel hätte ich das mit dem davor nicht hinbekommen.

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Samstag Morgen und es ist Markttag. Es ist schön wenn man alte liebe Gewohnheiten wiederfindet. Ich traf sehr viele Bekannte.

Da heute die Nacht der Museen stattfindet, wollte ich mir das nicht unbedingt am Abend antun. Zudem war Abends anderweitig beschäftigt. Also ging ich mit der D., dem M. und der K. bereits am Nachmittag in zwei Museen. Die D. wollte unbedingt die Retrospektive des 2013 verstorbenen Gast Michels sehen, da sie und M. ihn persönlich gut kannten.

Der Künstler war mir vom Namen her bekannt, aber so richtig hatte ich ihn nie auf dem Schirm.

Die zweite Ausstellung war im City Museum, für die die A. die Museographie erstellt hatte. Die Geschichte des Posters:

Die Ausstellung ging von den Anfängen des Mehrfachdruck, also von Gutenberg an bis in die heutige Zeit. Die Herausforderung war für die A. die Poster gegen die massive und gruselige Holzverkleidung der ganzen Säle im 5.Stock zur Geltung kommen zu lassen. (Hier hatte wohl ein Architekt keinen blassen Schimmer wie man wandelbare Räume in einem Museum gestaltet) So kam die Idee sie luftig in Metallgestelle im Raum aufzuhängen.
Das letzte Bild übrigens war eine Theaterproduktion, der bei der auch ich mitgewirkt habe. Es ging um das 25- jährige Jubiläum den Kapuzinertheaters, das es auch schon davor gab aber sehr lange wegen Renovierungen geschlossen war, um in seiner heutigen Form zu eröffnen. Das Erste Stück nach der Renovierung „Le Balcon“ von Jean Genet. Zum 25. Jubiläum wurde es noch einmal aufgeführt. Das ist alles schon so lange her, dass das Plakat inzwischen im Museum hängt, was bedeutet dass auch ich indirekt dort hänge, und das ist dann doch ein sehr seltsames Gefühl.

Am Abend dann endlich die Premiere eines neuen Stückes, das ein großer Erfolg werden wird. Und damit wird es hier auch wieder etwas mehr zu lesen geben als die letzten Tage.

Drei Fotos der letzten Tage

Es wird wieder ruhiger hier werden, zumindest bis zum Ende der Woche.
Darum ein paar Fotos der letzten Tage.

Manchmal ist das Licht auf dem hinteren Balkon so wahnsinnig schön, dass ich regelrecht renne um das Smartphone zu greifen. Mit Recht. Zwei Minuten später war das Schauspiel bereits vorbei.

Wunderschönes Wetter am Dienstag und Mittwoch. Auf der Place d’Armes steht noch immer alles draußen als ob wir Hochsommer hätten. Zudem sind die Straßen hier noch immer gut gefüllt mit Touristen.

Und so sieht das aus wenn es leer ist, das Theater. Ich habe viele Erinnerungen an den Saal, habe viele Menschen kommen und gehen sehen. Wenn der Saal Geschichten erzählen könnte…

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In dem New Yorker Bericht, ‚Are you the same Person that you used to be’ von Joshua Rothman, stand ein Abschnitt der mich sehr zum Nachdenken brachte.

… In the voluminous autobiographical novel “My Struggle,” Karl Ove Knausgaard—a middle-aged man who hopes to be better today than he was as a young man—questions whether it even makes sense to use the same name over a lifetime. Looking at a photograph of himself as an infant, he wonders what that little person, with “arms and legs spread, and a face distorted into a scream,” really has to do with the forty-year-old father and writer he is now, or with “the gray, hunched geriatric who in forty years from now might be sitting dribbling and trembling in an old people’s home.” It might be better, he suggests, to adopt a series of names: “The fetus might be called Jens Ove, for example, and the infant Nils Ove . . . the ten- to twelve-year-old Geir Ove, the twelve- to seventeen-year-old Kurt Ove . . . the twenty-three- to thirty-two-year-old Tor Ove, the thirty-two- to forty-six-year-old Karl Ove—and so on.” In such a scheme, “the first name would represent the distinctiveness of the age range, the middle name would represent continuity, and the last, family affiliation.” …

Mal davon abgesehen, dass mir mein Vorname ganz gut gefällt, könnte ich mir vorstellen einen meiner anderen Vornamen zu gebrauchen, weil es an der Zeit ist? Denn ich habe noch zwei weitere, die ich durchaus gebrauchen könnte. Könnte ich mir vorstellen dass ich in einem nächsten Lebensabschnitt, der Rente z.B. oder einem kompletten Jobwechsel, einen anderen Vornamen zuzulegen? Jules? Emile? (Das sind die beiden anderen Namen)

Ein spannender Bericht der mich gerade jetzt sehr interessierte, weil ich denke dass ich mich an einem Punkt meinem Leben befinde an dem ich etwas ändern muss.

Von Knokke zurück nach Luxemburg

Ein gute Nacht aber ich war sehr früh wach.

Ich schaute mir am Morgen die dritte Folge von Generation Art an, das Projekt weswegen es im Juli im Blog so ruhig war. Ich hätte es auch schon früher Post können denn die Serie läuft seit Mitte September.

Ein Foto von der A. die weiß, dass ich die Skulptur sehr mag:

…mit Möwe.

Später, auf einem Streifzug durch Knokke fand ich zwei schöne Seifenschalen für das Bad. Die letzten die ich erstanden hatte, waren aus Plastik von denen die Farbe langsam abblätterte. Ich hätte sie nie kaufen sollen. Diese hier sind aus Metall und sicherlich länger haltbar.

Es war eine gute Idee gewesen herzukommen und dem Schmuddelwetter das in Luxemburg sein Unwesen trieb, auszuweichen. Zudem was in Knokke fast um 10 Grad wärmer.

Am Nachmittag wollten wir los um den langen Weg zurückzufahren, als wir mit Schrecken feststellten, dass der Tiefgaragenaufzug nicht ging. Die A. jubelte, denn sie wäre gerne noch einen Tag länger geblieben. Doch wir konnten das Problem selbst lösen. Es war ein weggeworfenes Papiertaschentuch das den Sensor blockiert hatte.

Daheim begrüßte uns eine untergehende Sonne und kleine rosa Wolken.

Knokke: Ein Tag am Meer in Bildern

Nein, das ist nicht Nessy. Das ist diese wunderschöne Skulptur unten, hier aber bei Flut:

Für den Abend hatte die A. einen Tisch in einem libanesischen Restaurant bestellt. Im Mére Liban wurden wir sehr gut empfangen und das Essen war sehr gut. Die A. und ich hatten ein veganes Menü bestellt, das aus mehreren Mezze heiß wie kalt bestand, einem Hauptgericht und einem Milchreis als Dessert. Aber es war um etliche Längen zu teuer und es schien uns, als ob die hippe Klientel in Knokke hier gründlich verarscht wird. (Auf lux.: bei d’Lisette geloos)
Für den Preis gibt es anderweitig Spitzenküche mit Stern.

Wir wackelten vollgefressen zurück zur Wohnung und sofort ins Bett.

Arbeitsreiche Tage & ein verlängertes Wochenende

Wie immer, wenn die unverblogbaren Dinge zuschlagen, gibt es nicht viel zu erzählen. Das war von Dienstag bis Donnerstag der Fall. Aber dafür kann ich vom Freitag berichten.

Die A. hatte mich bereits vor meiner Abreise nach St. Jean gebeten, dass ich mir doch bitte dieses Wochenende freihalten sollte. Gesagt getan, obwohl es pures Glück war dass es sich so einfügte.

Den Morgen verbrachte ich mit Dingen für die Zukunft klären und es war gut dass ich sie in Angriff genommen hatte. Das hätte nämlich schief gehen können.

Gegen Mittag fuhren wir los nach Knokke-Heist.

Wie immer wenn wir hier her kommen, gibt es unterwegs die Monumentalskulptur von Bernar Venet zu sehen.

Die Stecke ist ein wenig zu einem Unding geworden, da sie übersät ist mit Baustellen. Zudem fuhren wir einen kleinen Umweg um den Ring in Brüssel zu vermeiden, der ab dem frühen Freitag Nachmittag möglichst zu meiden ist.

Kurz nach 17:00 waren wir da.

Noch einmal den gleichen Atlantik sehen wie in St.Jean, aber sehr viel weiter nördlich.

Ich schreib schon mal im großen Teilen hier vor bevor es Zeit war fürs Abendessen.

Wir speisten im Phare, wo zu unserer großen Überraschung der Kellner luxemburgisch sprach. Es waren nur ein paar Brocken aber immerhin, Mit der ganzen luxembugischen Klientel, die immer hier in Knokke vertreten ist, hat er es wahrscheinlich mit der Zeit gelernt.

Ich hatte Aal, der sehr lecker war und den ich schon lange nicht mehr gegessen hatte.

Anschließend ging es noch mit Blue über den stockfinsteren Strand und dann fix ab ins Bett.

Samstag Abend, Sonntag & Montag

Als ich am Samstag Abend wider in den heimischen vier Wänden ankam, musste ich entsetzt feststellen dass die Putzhilfe zwei Fenster auf Kipp gelassen hatte und die ganze Wohnung eiskalt war. Wenn ich sie in Reichweite gehabt hätte, hätte ich sie, die Lüftungsfanatikerin, umbringen können.
Doch die Pumpe der Heizung im Keller wollte nicht. Mist Mist MIST! Also nahm ich die Minielektroheizung aus dem Atelier mit nach oben und heizte mir zumindest das Bad auf.

***

Der Sonntag bestand im wesentlichen aus Auspacken und Waschen. Die A. war so nett gewesen und hatte mich für einen Brunch zu ihr eingeladen, da ich ja keine Gelegenheit gehabt hatte etwas einzukaufen.
Am Nachmittag hatte ich Besuch von dem P. wegen einem Projekt nächste Woche. Wir saßen noch eine Weile auf dem Balkon, weil die Sonne ein letztes mal schien und wir sie in vollen Zügen genossen, denn die nächsten Tage sollte Schluss damit sein.

***

Am Montagmorgen reif ich sofort die Hausverwaltung an damit sie sich und die Heizung kümmern. Es kam aber erst jemand am späten Nachmittag. Ich hatte derweil nebst anderen Arbeiten auch ein wenig eingekauft. Das es nur windig war, knappe 12 Grad und ohne Unterlass nieselte, kam ich für das Abendessen auf folgende Idee:

Ja, genau. Käsefondue. So früh in der kalten Jahreszeit habe ich noch nie ein Wintergericht gegessen. Es schmeckte herrlich, wärmte mich durch und durch auf und ich fühlte mich wieder wie ein Mensch.

St. Jean: Letzter Tag

Am Morgen verabschiedeten wir Herr und Frau Kaltmamsell, die wegen dem ausgedehnten Dinner bei Bidaian hiergeblieben waren. Sie hätten noch einen Zug gegen 23:00 bis zur Grenze nach Hendaye bekommen, aber die halbstündlichen Topos hörten bereits gegen 22:00 auf.
Schwimmen war am Morgen leider keine Option, denn es war sehr frisch und das Wetter sah nicht nach vergnügtem Sonnenschein aus. Nach einem Kaffee im Chistera und einem weiteren Gang zu Henriet, (die Kaltmamsell nahm einen baskischen Kuchen mit Kirschen mit) begleiteten wir sie noch bis zum Bahnhof.

Anschließend kauften die D. und ich noch ein paar Dinge ein am Markt.

Am Nachmittag machte ich einen auf ruhig weil ich dann doch nicht so viel geschlafen in der Nacht hatte.

Am Abend ging es dann in ein anderes Lieblingsrestaurant. Instincts.

Es war das beste Menü das ich diesmal in St.Jean gegessen habe. Vor allem die Hauptspeise, das Geflügel, war so fein abgeschmeckt mit ein leichten pfefferigen Note, die mir sehr gefiel.

Am Meer vorbei zurück zur Wohnung:

Und morgen geht es wieder heimwärts.

St. Jean: Besuch aus San Sebastian

Nach einer eher mittelguten Nacht, startete ich sehr ruhig in den Tag. Schwimmen ließ ich erstmal beiseite und kümmerte mich um Mails, in denen ich ein paar Bomben fand um die ich mich sofort kümmern musste. Hui.
Ich werde nächste Woche sofort durchstarten müssen.

Am frühen Nachmittag kam der Besuch. Einer meiner emsigen Leser hatte es bereits in einem Beitragskommentar davor richtig geraten, dass es eventuell ein Bloggertreffen geben könnte.
Herr und Frau Kaltmamsell kamen aus San Sebastian angereist. Ich holte sie am Bahnhof ab. Große Wiedersehensfreude.
Ich zeigte ihnen St. Jean mit all dem diversem geschichtlichen Hintergrund den ich kenne, wir gingen zu Henriet, Schokolade reichen (kostet ja nichts) und ich bestellte Dinge für meinen Abreisetag am Samstag. Bei Bargeton schlabberte Herr Kaltmamsell eine Kugel Eis mit Calamansi und ich hatte ein Aquashake von der gleichen Sorte. Dann ging es weiter hoch zur St. Barbe nördlich von St. Jean. Da das Wasser sehr ruhig war und die Bucht durch die Deiche gut geschützt ist, konnte ich ihnen hier jedoch zeigen wie wild das Meer selbst an ruhigen Tagen sein kann.
Die D. gesellte sich dann etwas später dazu als wir im Grand Hotel auf der Terrasse saßen und eine Pause machten. Es gab viel zu erzählen.

Den Apéro nahmen wir im Suisse ein. Die Kaltmamsell lernte das Getränk Suze kennen, das ich ja seit Jahren immer wieder gerne trinke und Herr Kaltmamsell entschied sich für einen Klassiker der ihm nicht bekannt war, aber schon oft davon gehört hatte. Ein Picon Bière.

Später machte ich dieses Schattenfoto von uns in der untergehenden Sonne.

Am Abend ging es dann zu Bidaian, der nach ein paar Tagen Urlaub wieder geöffnet hatte. Es gab ein fünf Gänge Menü

Dazu ein sehr schöner Bourgogne Aligoté von Fanny Sabre, der ganz hervorragend war.

Ein schöner Tag.

St Jean: Château d’Urtubie

Den Dienstag verblogge ich aus Gründen nicht. Selbst wenn ich in mehreren Jahren nicht mehr weiß was da war, es sei meinem zukünftigen Ich versichert, dass es wirklich nicht verbloggenswert war.

Am Mittwoch stand ein kleiner Ausflug auf dem Programm. Das Château d’Urubie hatte weder die D. noch ich gesehen.

Das Schloss befindet sich in Urrugne nicht weit von St. Jean entfernt und wer gut zu Fuß ist, kann es auch locker in einer guten Stunden so erreichen. Der Weg bis hin ist halt nicht toll, weil er beständig an sehr befahrenen Straßen entlang führt. Wir nahmen den Bus.

Das Schloss wurde 1341 erbaut und ist eins der wichtigsten Schlösser der Gegend. Es ist im Familienbesitz in der 24!!! Generation, und erhält sich von den Kosten her vom den Eintrittsgeldern der Besichtigungen und dem kleinen Hotel, denn man kann auch dort schlafen.
Die D. und ich fragten uns ob wir tatsächlich einmal dort übernachten möchten. Ich war nicht so sehr davon überzeugt. Eines der Hotelzimmer das zur Zeit nicht belegt ist, konnte man sich ansehen und das war nicht so mein Ding.

Fotos von den Innenräumen habe ich leider keine, denn das war nicht gestattet.

Im hinteren Parkteil befinden sich eine Reihe von Beeten mir allerhand Heilpflanzen und im Keller gibt es ein Escape Room den man auch mieten kann.

Im Innenhof stand eine seltsame Figur.

Das Schloss ist jetzt nicht so gewaltig, dass man es nicht erfassen könnte. Dabei stellte ich mir die Frage, ob ich mir vorstellen könnte Schlossbesitzer ( ein sogenannter Châtelain) zu sein. Erstens wäre da die gewaltige Verantwortung dem historischen Gebäude gegenüber und zweitens man opfert sein gesamtes Leben einem Bauwerk. Nein, ich könnte das nicht.
Ich habe schon so oft Menschen in Fernsehdokumtationen gesehen, die sich mit Begeisterung eine Schlossruine gekauft haben und dann erst merkten, dass es ein finanzielles Fass ohne Boden ist.

Am Abend speisten wir gemütlich in der Piels d’Asiettes und gingen früh zu Bett.

St.Jean: Chillida Leku

Ich hatte mir den Wecker gestellt, nach einer eher mittelguten Nacht. Es ging heute ohne Schwimmrunde zeitig raus zum Bahnhof nach San Sebastian. Zielort: Chillida Leku.

Mit dem Zug nach Hendeye und dort weiter mit dem Topo:

Von der Haltestelle Errekalda sind es noch zehn Minuten zu Fuss. Wir hatten den Park schon einmal gesehen vor der Pandemie und waren hin und weg davon. Ein zweiter Besuch war also mehr als empfehlenswert.

Es ist ein Ort der Kunst und der Ruhe.

Nein, das ist keine Chillida Figur. Das wäre schon seltsam wenn er zu seiner Zeit gewußt hätte dass es einmal Smartphones geben wird. So ganz habe wir nicht herausgefunden von wem die Skulptur ist.

Den Parc in seiner ganzen Pracht zu zeigen ist schwer. Man muss ihn einmal selbst gesehen haben.

Wieder im Zentrum der Stadt trafen wir die S. die zur Zeit auch hier weilt wegen dem Filmfestival.

Wir aßen Pinchos zu Mittag in einem Lokal direkt an der Konstituzio Plaza. Es war das allererste Lokal in das mich die D. bei meinem ersten Besuch geführt hatte und wo ich lernte dass Pinchos so viel mehr sein können. Himmel war das lecker!

Wieder in St.Jean (die Rückfahrt mit Topo und Bahn ging fix, schlauchte aber sehr) waren wir beide k.o. Wir schrieben es dem Umstand zu, dass wir noch nicht schwimmen waren. Und in der Tat das Meerwasser wirkte Wunder.

Für ein Miniabendessen begaben wir uns in P‘tit Suisse, bei dem der Sonnenuntergang mir dieses schöne Foto bescherte.

St.Jean: Der erste Tag

Warum habe ich das nicht daheim vor der Haustür?

Wir gingen etwas später los da es doch ein wenig kühl war, aber das Schwimmen tat guuuuut.

Gegen Mittag ein Snack im Bar Basque (deren Teller so schön sind, dass ich sie gerne selbst hätte) Der Croque Madame war einer der leckersten die ich je gegessen habe.

So sieht ein strahlend grinsender Joel aus:

Den Nachmittag verbrachte ich am Strand mit lesen und braun werden.

Am Abend ging es dann die Buvette der Markthalle, in der die D. Und ich schon lange nicht mehr waren. Ich hatte Axoa mit Espelette und die D. Sardinen.

Großartig! Aber danach fühlte ich mich leicht überfressen.

Wir machten früh Schluss denn morgen haben wir mehr vor.