Homophobie in Luxemburg

Eigentlich sollte hier die übliche Tagesberichterstattung stehen. Stattdessen mache ich heute mal etwas anderes und morgen gibt es einen Doppeltag.

Auslöser dafür war, dass ich von meinem Freund J. per FB (manchmal ist FB dann doch für was gut) auf seine Coverstroty in der Revue aufmerksam wurde. Da ich ich sowieso ein Großeinkauf nach dem Urlaub machen musste, kaufte ich die Ausgabe am Kiosk.
Leider ist der Artikel nicht online verfügbar, dafür müsste man ein Abo haben.

Für alle die das noch nicht wissen sollten, obwohl ich kein Geheimnis daraus mache, aber ich trage es nicht beständig wie eine Fahne vor mir her; ich ich bin schwul und das nicht erst seit gestern. Ich werde nicht mehr ständig mit homophoben Sprüchen konfrontiert. Ich arbeite und lebe in einem Milieu in dem das weitgehend akzeptiert ist.

Doch wer glaubt dass das in ganz Luxemburg der Fall ist, ein Land in dem vermeidlich Milch und Honig fließen und Kondome an den Bäumen wachsen, der irrt. Dass wir einen Premierminister haben, der mit einem Mann verheiratet ist und aus seiner sexuellen Orientierung keinen Hehl macht, heißt noch lange nicht, dass der Schwulenhass ausgerottet ist. In unserer Gesetzgebung wird Diskriminierung ob der Hautfarbe, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung als Straftat angesehen, doch das ändert nichts daran.

Im der Revue werden mehrere Fälle beschreiben aus denen ganz klar hervorgeht dass es sie immer noch gibt. Schockierend fand ich folgenden Satz:

Wenn Begriffe wie „Schwuchtel“, „Schwuler“, „Tunte“ und andere Schimpfwörter zu Alltagssprache (unter Jugendlichen) gehören….
Es wird dann der Fall eines Jugendlichen beschrieben, der kurz davor war sich das Leben zu nehmen.

Es hat sich also an den Schulen seit meiner Jugend NICHTS geändert. Denn das Beispiel zeigt genau das auf das ich auch durchgemacht habe und das war Anfang der 80er. Es werden immer noch die gleichen Höllen durchlebt wie zu meiner Zeit.

Ich wurde schon mit schwulenfeindlichen Ausdrücken gehänselt als ich 11 oder 12 Jahre alt war und ich sie noch gar nicht verstand. Aufklärungsgespräche gab es keine, weder im elterlichen Hause, noch in der Schule. Die wöchentliche Bravo sorgte dafür. Rückblickend wurde aber nur das promoviert, was der breiten Masse entsprach. Über gleichgeschlechtliche Liebe fand man dementsprechend wenig in dem Jugendblatt. Ich konnte mir nur Dinge am Anfang selbst zusammenreimen, denn offen darüber sprechen war nicht drin. Mit meinen Eltern und vor allem mit meinem erzkonservativen Vater wäre das schon gar nicht machbar gewesen. Also hatte ich irgendwann auch eine Freundin, nach dem Motto: „Maach wéi d’Leit, da geet et der wéi de Leit“ Dass das nicht klappte war klar.
Sehr viel später fand ich die Zeitung „Du & Ich“ dich ich dann regelmäßig kaufte, aber immer verstecken musste. Zumindest hatte ich nicht mehr das Gefühl allein auf der Welt zu sein. Irgendwo da draußen gab es noch andere.

Ich hatte gegenüber meinen Eltern oder meiner Familie nie ein offizielles Coming Out.
Irgendwann lernte ich den langjährigen Brieffreund meiner Mutter kennen, der aus Wien war und mit seinem Freund und Geschäftspartner zusammen wohnte und ein Lebensmittelgeschäft betrieb. Ich durfte sogar einmal, ich glaube da war ich 19, allein nach Wien reisen, bei ihm übernachten und er zeigte mir die Stadt und die Umgebung. Es war ganz klar, dass die beiden ein Paar waren, auch wenn sie sich nach außen nicht so benahmen. Es wurde nie zur Sprache gebracht und es war eben einfach so. Punkt. Und genau so handhabte ich meine erste Beziehung. Ich stellte den K. als ‚einen‘ Freund vor und er war jetzt einfach da. Wer oder was er war, wurde von meiner Mutter (mein Vater lebte da schon nicht mehr) nie in Frage gestellt. Es hätte ja sein können, dass sie dann etwas erfahren hätte, was sie eigentlich nicht wissen wollte. So lange es nicht ausgesprochen wurde, war es auch nicht da.

Ich war immer das Überzeugung, dass mit den Jahren die Akzeptanz besser geworden wäre, dass es nicht so mehr schwer sei ein Coming Out zu haben, dass Jugendliche heute früher und besser aufgeklärt wären, als unsere Generation.
Nein, es hat sich nichts geändert, es ist teilweise sogar schlimmer geworden.
Und das macht mich sehr traurig.

Von St.Jean-de-Luz nach Luxemburg

Der letzte Tag ist… der letzte Tag. Seuftz. Und diesmal ging es so schnell vorbei wie nie davor. Ich habe zum ersten mal eine gute Freundin, die N., mitgenommen, die jetzt verstanden hat, warum ich immer wieder herkomme. Das Baskenland ist nicht die Côte d‘Azur, schon gar nicht Paris und nicht wie der Rest von Frankreich. Es ist das eigentümliche Baskenland das unverwechselbar ist, mit seiner eigenen Sprache und seinen Bräuchen. Und je öfter ich herkomme und immer mehr die Gegend entdecke und erkunde, umso mehr liebe ich sie.

Noch ein letztes mal durch die Bucht von St.Jean schwimmen:

Einmal stöhnen und ächzen um den Koffer zu schließen, der mit all dem Shopping fast nicht zu ging. Noch einmal in den Leihwagen steigen und ihn zurück zum Verleiher fahren. Ich hatte ein wenig Bedenken, weil es so ewig lange dauerte bevor ich den Wagen bekam, dass es jetzt auch wieder ewig lange dauern würde, doch es war kein Problem. Es ging sogar recht fix.

In den Flieger steigen, Platz nehmen und ein letztes Foto aus Luft schießen.

Von weitem die Bucht von St.Jean.

In Luxemburg stellte ich dann mit Freuden fest, dass ich jetzt eine Buslinie habe, die mich vom Flughafen bis quasi zur Haustür bringt.

Daheim empfing mich dann der gewohnte Alltag. Ach ja…

St.Jean-de-Luz: Maison Mer & Ainoha

Die morgendliche Schwimmrunde viel wegen dem Regen aus. Bäh!

Was jetzt kommt möchte ich eigentlich gar nicht erzählen, weil es wieder so eine Art Geheimtipp ist der, wenn es nach mit ginge, geheim bleiben soll. Aber gut, andersherum ist es ja auch für einen guten Zweck.
In Cambo waren wir ja bereits letzte Woche um kurz den A. zu besuchen. Den A., kennen wir seitdem er die Boete in St.Jean hatte, zusammen mit jemand anderem. Er hat in Cambo letztes Jahr ein kleines Fischgeschäft eröffnet und verkauft nebst dem regulären Fisch, auch hausgemachte fertige Speisen. So gibt es zum Beispiel jeden Freitag und Samstag auch einen Mittagstisch.
Als wir uns wiedersahen, war die Freude groß und er schlug uns vor, dass ich am letzten Tag vor meiner Abreise noch einmal vorbeikommen sollte. Er würde für die D. und mich extra einen Mittagstisch machen. Et voilá:

Es gab hauseigene geräucherte Forelle mit hausgemachter Kräuterbutter, und eine langsam gekochte Auster in Aspik.

Hauptgang waren Arancini mit frischer Sepia eingefärbt, Tataki vom Thunfisch, und (nicht auf dem Foto) zwei zuvor marinierte Arme vom Tintenfisch in der Pfanne scharf angebraten. Ich bin nicht so sehr der Fan vom Tintenfisch, doch der war sensationell!

Wir saßen mitten in dem kleinen Geschäft in dem extra für uns einen Tisch hergerichtet hatte.

Wenn ihr in der Gegend sein solltet, besucht ihn und richtet ihm schöne Grüße von mir aus.
Maison Mer / 64250 Cambo-les-Bains
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Anschließend wollten wir das Arnaga Museum besichtigen, was aber logischerweise ob des sehr durchwachsenen Wetters, sehr voll mit Menschen war. Also besichtigen wir das ein andermal.

Weiter ging es dann nach Ainoha ein kleines Dorf nicht weit von Cambo entfernt.

Ja, das Dorf wird als eines der schönsten Dörfer Frankreichs klassifiziert. Und es ist ein der Tat sehr sauber, die Vorgärten alle sehr akkurat und Häuser sehen alle sehr herausgeputzt aus.

Ich fand jedoch auch zwei Kuriositäten. Eine davon war eine Inschrift auf Baskisch die logischerweise nicht verstand, die jedoch am Haus auf einer Tafel übersetzt war. „Dieses Haus, genannt Gorritia, wurde von Marie de Gorriti gekauft, Mutter des verstorbenen Jean Dohagaray, und wurde bezahlt durch das Geld das er ihr aus Amerika geschickt hat. Dieses Haus darf weder verkauft noch jemand anderem versprochen werden. 1662

Eine andere Kuriosität war diese Berfuskombi, die ich so auch noch nie gesehen habe.

Am Abend machten wir früh Schluss und ich schaute mir noch einen Film auf Netflix an. Morgen mehr darüber.

St. Jean-de-Luz: Ein Ausflug nach Sare & Grottes de Sare

Foto made by die D.

Schwimmen am Morgen wie gehabt. Das ganze „Spielzeug“ für die Kiddies ist nun definitiv aufgebaut, denn nächste Woche beginnen die Ferien hier.

Frühstück gab es dann in der Bar de la Marine.

Wir beschlossen nach Sare zu fahren. Ein kleines Dorf eine halbe Stunde von St.Jean entfernt.

Dort gab es, nach einem Dorfrundgang, der wirklich schnell erledigt war, ein Gâteau Basque:

Diesmal gab es einen mit der Rhum-Vanille Creme. Die andere Variante ist mit einer Kirschfüllung und die dritte (die am wenigsten traditionell ist, aber dafür meine liebste) mit Schokolade im Teig und in der Cremefüllung.

Ein paar Kilometer von Sare gibt es die Grotten von Sare.

Mehr als diese drei Fotos konnte ich leider nicht machen, denn im Innern sind Fotos wegen der Fledermäuse verboten. Der Teil den man besichtigen kann ist weitaus kleiner als andere Grotten die ich schon besichtigt habe aber dafür gab es hier an einer Stelle Fledermäuse im Rudel zu sehen, die von der Decke hingen und sehr eigenartige Geräusche machten. Es hörte sich ein wenig wie ein Zirpen an. Man erklärte uns dass es von den Jungtieren käme.

Am Abend hatten wir einen Tisch im L’essentiel reserviert.

Es gab Champagner als Apéro, Thunfisch mit Spargel und Rosenkohl an einer Piperade mit Pesto, Steinbutt mit allerlei Gemüse, Rinderbäckchen, und als Nachtisch eine Art Birne Helene vom Koch auf seine Weise überarbeitet.
Als Wein hatten wir Les Pieds dans le Sable, den ich gar nicht kannte, der aber sehr sehr gut zu allem passte.

Völlig überfressen ins Bett gefallen.

St.Jean-de-Luz: Sonntag

Wettermäßig war schon am Abend davor angekündigt worden, dass es regnen würde. Tat es aber nicht. Auch am heutigen Sonntag gab es nur ein paar kleine Regentröpfchen am Morgen, was uns nicht davon abhielt schwimmen zu gehen.

Ich weiß nicht ob jemand nachvollziehen kann, dass Schwimmen ein heilenden Blitzeffekt auf Körper und Gemüt hat. Ich zumindest empfinde das so. Einmal bis zu Begrenzungsbojen (im Foto) und zurück zu schwimmen ist, eine Kur selbst dann wenn man am Tag davor ein wenig über die Stränge geschlagen hat.

Auf dem Rückweg kaufte ich Croissants beim Bäcker nebenan.
Und kurze Zeit später ging der Regen los.

Zwischen zwei Schauern versuchten wir vergebens noch etwas in der Markthalle zu bekommen, doch die meisten Händler hatten geschlossen, wegen den St.Jean Feiertagen. Was ich nämlich noch nicht erzählt habe, ist dass hier seit Freitag die St.Jean Feier Stattfindet wenn auch in kleinerem Maße als sonst.

Am Nachmittag (es regnete immer noch) gingen wir ins Kino.

Wir hatten uns Der Spion ausgesucht mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle. Ein gut wirklich gut gemachter Spionagefilm, der auf einer wahren Geschichte beruht. Am Ende wird mir der Film an ein oder zwei Stellen zu sehr heulsusig, aber insgesamt eine solide Arbeit mit richtig guten Darstellern.

Am Abend gingen wir in die Buvette der Markthalle und verdrückten alle beide ein Coeur d’Entrcôte mit Pommes und Salat.

Früh zu Bett.

***

Die die hier länger mitlesen kennen ihn bereits und ich komme mir fast schon doof vor ihn immer wieder zu verlinken. Julain Baumgartner restauriert zur Zeit ein Van Dyk.
Und ihm wurde schlecht als er sah wie schlecht das schon davor restauriert wurde.


St.Jean-de-Luz: Ruhiger Tag & Antwort auf die Montagsfrage

Ich sollte hier mal etwas vorab mit dem Schwimmen erklären.
Wenn es hier ein oder mehrere Tage geregnet hat, wird anschließend das Schwimmen in der Bucht verboten. Das hat teilweise mit den Überläufen an Regenwasser zu tun und teilweise weil das Meer in der Bucht den Sand so aufgewühlt hat, dass es nicht sehr einladend aussieht um schwimmen zu gehen.
Darum ließen die D. und ich das Schwimmen auch die letzten beiden Tage ausfallen.
Dafür war es aber am Samstag Morgen wieder möglich, sich in die Fluten zu stürzten. Juchhu! Wir verbrachten dann eine Weile mit der N. am Stand.

Zu Mittag aßen wir in der Pile d’Assiette eine Reihe von Vorspeisen. Hummus, ein Tomatensalat und ein Melonensalat, den ich zu Hause noch einmal nachmachen werde, denn er war sehr lecker. Fotos gibt es leider keine davon.

Am späten Nachmittag war es dann Zeit die N. zum Flughafen zu fahren. Einerseits war sie froh dass sie in wenigen Stunden den kleinen Hundeherrn Darwin wieder sieht, andererseits wäre sie gerne noch ein paar Tage länger geblieben.

Am Abend hatten wir uns Pizza aus der La mia Toscana. Ich bin seit Jahren nicht mehr der große Pizzafan, wahrscheinlich zu viele schlechte Pizzen gegessen habe, aber die hier schmeckte mir dann doch sehr gut. Wenn des diese Pizzen in Luxemburg geben würde, würde ich auch dort wieder öfters eine essen.

***

Da es heute etwas ruhiger war, beantworte ich die Montagsfrage:

Wann wirst du ungeduldig und warum?

Prinzipiell bin ich ein sehr geduldiger Mensch. Beruflich sowohl als auch privat bin ich, denke ich in dieser Hinsicht sehr ausgeglichen.
Es gab allerdings früher in der Alten Heimat ein Umstand, wo ich keine Geduld bewies und ich denke das hat sich bis heute nicht geändert, auch wenn ich diesem Umstand, durch den Umzug in die Hauptstadt, nicht mehr so ausgesetzt bin wie früher.
Ich hasse es wenn ich an einer Tankstelle mit dem Auto warten muss, bis eine Zapfsäule frei wird. In der Alten Heimat, die ja an der Grenze zu Deutschland liegt, gibt es Tanktourismus das ganze Jahr über bis zum Abwinken. Wenn ich dann schon von weitem sah, dass die Tanke meines Vertrauens übervoll mit Autos war, wurde ich schon hibbelig und suchte eine andere. Noch schlimmer ist es ist es wenn ich dann doch warten muss und die Tanktouris vor mir den halben Laden leer kaufen und das Auto dabei an der Säule stehen lassen, anstatt es auf einen leeren Parkplatz zu setzen. Oder sie öffnen den Kofferraum und befüllen nebst dem Tank noch unzählige Kanister mit Benzin. Da klinkt es bei mir dann ganz aus, dass ich bisweilen schon Leute angeschrien habe.

2 Tage St.Jean-de-Luz: Freundschaften & ein Ausflug nach Espelette und Cambo

Der Tag begann mit einer Taxifahrt nach Biarritz wo ich den Ersatzwagen abholte, (diesmal erfreulicherweise ohne Automatikgangschaltung) und ich fuhr zurück. Das Wetter am Morgen war immer noch sehr regnerisch doch es besserte sich schlagartig am Nachmittag.

Das bewog uns eine Runde draußen zu drehen und uns auf die wunderbare Terrasse von Grand Hotel setzen.

Es ist die preislich teuerste Terrasse in ganz St.Jean, aber dafür sitzt man sehr toll und hat Meeresblick.

Und was dann kam, ist einer dieser wunderschönen Abende an den ich lange zurückdenken werde.
Die D. hatte mir schon Winter vorgeschwärmt vom Bidaian – Le Cusisnier Voyageur. Ein Koch hatte mitten im Winter während der maximal Einschränkungen sein neues kleines Restaurant eröffnet und sein Konzept vorgestellt hat. Die D. war begeistert, vor allem von seiner sehr raffinierten Küche. Während dieser Zeit konnte man allerdings die Speisen nur bestellen und abholen.
Die Gaststätte besitzt nur einen Tisch für maximal acht Besucher. Eine table d’hôte, was wörtlich übersetzt ein Gästetisch bedeutet. Der Begriff stammt aus dem 17./18. Jahrhundert und war der Tisch am dem Gäste und Durchreisende Platz nehmen konnten, um sich zu stärken und aufzuwärmen. Zu essen gab es was auf dem Tisch kam.
Mit dieser Formel wartet nun Jérôme Aubert auf, der seines Zeichens ein Spitzenkoch ist. Wir waren zu fünft (die D., die N., und ich und es waren noch zwei Freunde die hier wohnen, dabei, die L. und der S.) und es wurde nur vorab gefragt, ob wir alles essen würden oder Unverträglichkeiten hätten.
Als wir dort ankamen fühlten sehr privilegiert an diesem einen einzigen Tisch zu sitzen. Der Koch kümmerte sich um alles.

Es gab neun Gänge (auf den Fotos fehlt nur die kleine Käseauswahl)

Der S., die D. und ich. Im Hintergrund der Koch und sein Gehilfe.

Es war großartig und zugleich wussten wir dass es ein Ort sein wird, der einerseits sehr zerbrechlich ist.
Neben dem Essen wurden aber auch wieder ein paar Freundschaften aufgefrischt,
Glückselig, mit ein bisschen zu viel Wein in den Adern, ins Bett gefallen. (Darum auch ein Doppeltag in Blog)

***

Lange ausgeschlafen und zwar so lange, dass ich selbst erstaunt war, als ich auf die Uhr schaute.

Es war der letzte Tag mit der N.
Morgen fliegt sie wieder nach Luxemburg. Ich werde noch vier Tage länger bleiben.

Am Morgen schwadronierten wie ein wenig durch St.Jean auf der Suche nach ein paar Mitbringsel. Die N. wurde fündig. Die D. und ich wurden es nicht. Wir hatten zwar schon vor Tagen etwas gefunden was sich sehr mühsam im Transport erweisen wird, doch wenn wir nichts anderes finden wird es das trotzallem werden.

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug in das weltbekannte Dorf Espelette, aus dem der Piment d’Espelette stammt. Das Dorf ist nicht sehr groß aber dafür über die Maßen idyllisch.

Ein kurzer Abstecher nach Cambo, wo ich vorletztes Jahr schon einmal gewesen war und über das ich hier geschrieben hatte, ließ uns einen alten Freund wiedertreffen. sehr große Wiedersehensfreude. Wir werden am Dienstag noch einmal hinfahren.

Am Abend trafen wir uns wir zwei weiteren Freunden, dem J. und seiner Freundin der S.
Wir hatten uns in Erromardie verabredet, ein Stadtteil der etwas außerhalb von St. Jean am Strand liegt, mit einem sagenhaften Meerblick. Dort sahen wir dem Sonnenuntergang zu.

Und wieder waren es wunderbare Gespräche und diese wunderschöne Landschaft, die den Abend unvergesslich machten.
(Die Fotos oben sind übrigens immer von der gleichen Stelle aus fotografiert. Man sieht auch sehr deutlich wie das Meer sich langsam zurückzieht und die Felsen freigibt.)

St.Jean-de-Luz: Regen mit Hindernissen

Wenn es dicke kommt es knüppeldick.

Ich mag eigentlich gar nicht darüber schreiben. Die D. fühlte sich am Morgen nicht besonders und die Wetteraussichten waren sehr trübe. Ich beschloss der N. Bayonne zu zeigen, für mich eine der schönsten Städten Frankreichs.

Wir fuhren mit dem Mietauto hin. Wir zogen eine wenig durch die Straßen und ich zeigt ihr das was ich von der Stadt kannte. Ich hatte mal vor Jahren einen geführten Rundgang durch Bayonne gemacht der sehr interessant war.
Doch gaz lustig war es dann doch nicht weil außer einer knappen Stunde, ununterbrochen regnete.

Als wir zum Auto zurück wollten, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass die Autoschlüssel nicht mehr da waren. Wie liefen noch einmal alle Geschäfte ab in denen wir waren und riefen im Fundbüro an. Nichts! Also blieb uns nichts anderes übrig, als durch die telefonische Servicehölle der Autovermietung zu gehen. Und das kostete insgesamt mehr als drei Stunden Wartezeit bis das Auto abgeschleppt, ein Taxi gerufen war und wir wieder in St.Jean waren. Der schlimmste Moment war, als wir am Parkplatz ohne Unterstand im strömenden Regen warten mussten der über eine Stunde auf sich warten ließ. Da war ich der Verzweiflung nahe.

Wieder in der Wohnung der D. bereitete ich den Tomatensalat zu, den ich schon einmal hier gemacht hatte.

Das Tolle an dem Salat ist dass er nur hier so gut schmeckt weil ich die irrsinnig guten Tomaten aller Couleur nur hier bekomme, die nicht nur gut aussehen, sondern auch noch großartig schmecken. In Luxemburg dagegen sind sie fade. Dazu ein paar Aprikosen, Fetakäse, Persillade, Balsamico Essig und eine Senfvinegrette.

Relativ früh zu Bett.

St. Jean-de-Luz: Ein paar Einkäufe

…was mich aber nicht davon abhielt meine morgendlich Schwimmrunde in einem leicht unruhigen Meer zu machen.

Später kaufte ich paar frische Croissants, und wir frühstückten auf dem kleinen Balkon.
Wir wanderten ein wenig durch die St.Jean bis es Zeit war die S. die vom Bahnhof abzuholen und wir zeigten ihr dann zu dritt St.Jean, aber diesmal mit einer Regenschauer nach der nächsten.
Ich kaufte mir eines neues Badetuch,

und ein neues Marine T-Shirt.

Am Abend fuhren wir nach Socoa zum Traditionsrestaurant Chez Margot. Margot ist inzwischen in Rente und führt das Restaurant seit einer Weile nicht mehr. Doch die Nachfolger werden dem Ruf von Margot leider nicht gerecht.
Die Seezunge war im Piment d’Espelette ertränkt und so erging es auch den Gambas die ich bestellt hatte. Sie schwammen in einer dicken Sahnesauce, was ich als ein ziemliches Unding empfand.
Auch der Café Gourmand am Ende riss es nicht raus. Der Hammer war die Mini Crème brulée auf der man den Zucker nicht karamelisiert sondern verbrannt hatte, (schmeckte sehr scheußlich) und die Creme selbst eher einem Omelette glich, anstatt einer Vanillecreme.
Ich muss dazu sagen, dass immer, wenn ich solche Aussagen treffe, ich mich auch selbst in Frage stelle. Habe ich kleines Luxemburger Luxusschwein, das mit einem sehr verwöhnten Gaumen ausgestattet ist, überhaupt das Recht dazu?
Ja, habe ich! Nicht später als gestern speiste ich in der kleinen Buvette neben der Markthalle, wo die Speisen sehr basic sind, und war begeistert, ob der Qualität und dem Geschmack.
Chez Margot ist somit leider keine Empfehlung von mir.

St.Jean-de-Luz: Regen

Der Tag fing gewohnt mit einer Schwimmrunde an. Ich ging aber etwas später los, weil ich unbedingt, noch den Blogeintrag fertig haben wollte. Die N. (die ein Apartment separat gebucht hat) meldete sich dass sie bald bei uns sein wollte. Wir hatten entschieden dass, weil es Montag war, wir einen Ausflug nach Biarritz machen würden, da wir ja mobil sind und dieses Mal ein Auto zu Verfügung haben. Übrigens ein ein Fiat 500 Automatic, bei dem ich schon am ersten Tag ein paar graue Haare mehr bekam. Ich mag keine Automatik. Doch über den Tag hinweg, gewöhnte ich mich daran. Ich muss halt nur das linke Bein sozusagen lahmlegen, sonst komme ich in Versuchung eine Kupplung zu treten, die es ja nicht gibt und trete stattdessen auf die Bremse….

Nach einer kurzen Aufregung in der ich ergebnislos meinen Sonnenclip für die Brille suchte (ich fand ihn schließlich ein der Hosentasche von der Hose die ich an Tag davor an hatte) fuhren wir los.

Ich sollte vielleicht noch erzählen, dass ich am Abend davor einen gehörigen Schreck durch einen Anruf von der Nachbarin in Luxemburg bekam, weil in unserem Wohngebäude eingebrochen wurde und die Wohnung im ersten Stock wurde ausgeraubt. Ich war mir aber ziemlich sicher, dass sie bei mir nicht in die Wohnung eindringen konnten da ich eine schwere Sicherheitstür habe und sie komplett abgeriegelt.

Am späten Morgen rief dann meine Putzhilfe an. dass alles in Ordnung wäre und es wäre nichts passiert. Uff.

Auch wenn man es in St.Jean nicht merkt, weil es dort diese gewaltigen Deichmauern vor der Bucht gibt, so ist das Baskenland eines der beliebtesten Ziele für Surfer aus ganz Europa, weil es hier großartigen Wellen gibt, und die waren heute außergewöhnlich hoch.

Wir saßen eine ganze Weile in dem Café des Casinos am Strand und schauten dem Schauspiel zu. Es gingen derweil auch ein paar heftige Schauer nieder.

Die D. führte uns in die älteste Konditorei in Biarritz. Miremont, ist einer der ältesten Betreibe vor Ort und die Einrichtung ist wirklich sehenswert. Hier und hier ein Bild davon. Ihre Spezialität ist die heiße Schokolade die Sünde pur ist.

Der Hang gleich neben dem Casion voll von…ja … der Name fällt mir nicht mehr ein. Wird nachgereicht. Rhododendron

Anschließend fuhren wir ein kleines Stück zurück nach Guéthary, (Den Ort den die D. immer Paris Plage nennt und das aus gutem Grund) und wir zeigten der N. noch ein paar außergewöhnliche Ausblicke.

Zwischenzeitlich hatte es noch einmal geregnet und die Sonne kam ganz kurz hervor, was dieses außergewöhnliche Bild mit strahlendem Meer und dunklem Himmel ergab. Ich hatte dann die Eingebung dass es jetzt wirklich Zeit wäre zum Auto zurückzugehen oder wir würden komplett nass werden. Und tatsächlich wir gerieten in den einen heftigen Platzregen mit dem Wagen dass ich nichts mehr durch die Windschutzscheibe sah.

Später dann gingen wir noch einmal zum Marktrestaurant, die Buvette de la Halle. Ich hatte Thunfisch mit Piperade und die D. ein Stück Coeur d’Entrcôte.

Das Hightlight das Abend war eine Trommlergruppe die durch die Straßen zog weil demnächst die berüchtigten St.Jean Tage kommen, die aber auch dieses Jahr nicht so wie sonst gefeiert werden.

Der erste Tag in St. Jean-de-Luz

Es ist so schön wieder hier zu sein!
Die N. ist dieses mal auch dabei.

Gleich am Morgen die Aktion, von der ich schon in Luxemburg geträumt hatte, immer und immer wieder.
SCHWIMMEN!

Und all die Verspannungen im rechten Arm, im linken Bein und in der Brust, mit denen ich die letzten Wochen mich sehr herum plagen musste (auch wenn ich hier nicht weiter darüber berichtet habe, weil ich nicht jammern mag und mir damit nur selbst sehr auf die Nerven gehe) waren wie weggeblasen. Wasser ist und bleibt mein Element.

Nach dem Schwimmen machten wir uns auf nach Ciboure, der Nachbarort von St.Jean, wo Sonntags ein schöner kleiner Markt stattfindet und wir tranken den ersten Kaffee. Dann zeigten die D. und ich der N. ein wenig St.Jean und all seine Sehenswürdigkeiten.

Und es gab die erste Kugel Eis von Bargeton, dem weltbesten Eisladen der Welt und der Umgebung:

Im frühen Nachmittag überfiel mich eine unglaubliche Müdigkeit und ich legte mich hin für Schläfchen.

Am Abend gab es gegrillte Sardinen von der kleinen Bar an der Markthalle mit Tomatensalat und ein paar Pommes. Sehr lecker.
Kurz vor 11:00 Uhr war schon wieder mehr als müde und schlief sofort ein.

Die Montagsfrage 17

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Die Frage kam mir in den Sinn als ich diese Woche jemandem erklären wollte, dass ich prinzipiell ein geduldiger Mensch bin. Doch es gibt Ausnahmen ( die ja bekanntlich die Regel bestätigen) Darum will ich heute von euch wissen:

Wann wirst du ungeduldig und warum?

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Weg nach St Jean

Den Freitag vergessen wir weil es nichts Bloggenswertes gab.

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Der Samstag dann in Bildern die für sich selbst sprechen:

Der Flug verlief dann doch sehr holperig und dauerte länger da wir dann doch ein paar heftige Gewitter umfliegen mussten.

Mein erstes Paperazzi Foto 😉

Diesmal liehen wir einen Wagen was sehr viel Zeit kostete. Doch dann am Abend:

Überglücklich und zufrieden eingeschlafen. Morgen schreibe ich wieder mehr.

Zwei Tage

Es ist heiß und langsam sehe ich das Ende des Tunnels.

Den ganzen Mittwoch mit administrativen und technischen Dingen verbracht, von denen ich anfänglich glaubte dass ich in zwei Stunden durch wäre. Denkste. Neuinstallationen von Programmen, sämtlichen Sicherheitsmaßnahmen und Updates dauern eeeewig lange. Zudem hatte ich mich ein paar mal vertan und dann streikte ein Smartphone komplett,(nicht meines, das wäre eine Katastrophe!!!) dass ich NOCH EINMAL von vorn beginnen musste.

Am Abend zum ersten mal seit die Ausgeheinschränkungen ganz aufgehoben wurden, ein Abend unter Männern. Mit Genehmigung aller darf ich dieses Foto posten.

Apéro gab es im Palais. Der P. hatte extra eingeladen weil ein Gast aus den Staaten zugegen war, mit dem ich wahrscheinlich nächstes Jahr beruflich mehr zu tun haben werde.

Abendessen gab es im Bodega, ein portugiesisches/spanisches Restaurant. Ich war schon lange nicht mehr dort und hatte auch ein Gericht was ich seit der Alten Heimat nicht mehr gegessen hatte. Bacalhau in seiner simpelsten Version. Am Stück im Ofen im Ofen gegart mit Olivenöl und Kräutern, dazu Gemüse und Bratkartoffeln.

Glücklich und überfressen. Zudem waren die ganzen Gespräche sehr anregend und bewegend.

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Noch einmal einen letzten Versuch gestartet das Smartphone so zu konfigurieren, dass es das tun soll was ich will. Und siehe da, jetzt schnurrt das Ding wie ein Kätzchen. Na also, geht doch!

Sehr viel häusliches erledigt und später in eine Probe.

Am frühen Abend dann, hatte die A. zur einem Picknick in die väterliche Obstbaumwiese geladen, die ich vor etlichen Jahren zum ersten mal gesehen hatte. Sie liegt etwas abseits der Stadt.

Die kleine Blue war nicht so begeistert, weil sie nicht umherrennen konnte wie gewohnt sondern an der Leine bleiben musste, der der Schäfer zur Zeit seine Herde dort grasen lässt und die kleine Terrierdame jagt ihnen hinterher als ob es keinen Morgen gäbe.

Wir saßen dort bis es fast stockfinster und wir noch so just unseren Weg zum wagen zurück fanden.

Meine Betriebstemperatur

Am Morgen gleich eine Unzahl an Telefonaten und DM, dass mir schwindlig wurde. Herr im Himmel, wie kann man so kompliziert sein! Zwischendurch mit der A. telefoniert und sie gefragt ob ich ihr Auto ausleihen könnte, zwecks einer Ikea Fahrt. Ihr Wagen hat nämlich ein gewaltiges Fassungsvermögen, was meiner nicht hat. Nach einem schnellen Autotausch, (die A. fährt übrigens sehr gern mit meinem Auto) ging zusammen mit dem R. in Richtung Arlon zum Möbelladen. Wir fanden alles was wir brauchten für das Theaterstück.

Ich hatte schon länger mit der Idee gespielt einen neuen Bürostuhl zu erwerben und war sehr unschlüssig. Ich hatte schon einmal auf ihrer Internetseite verbeigeschaut ob sie keinen schönen hätten, und fand nur einen einzigen der mir wirklich gefiel.
Und der wurde es dann auch.

Als ich den Wagen zurück zur A. fuhr war sie bereits auf dem Pferdegestüt um nach Dalton zu sehen. Wer schon länger mit liest weiß, dass ich der Pate von Dalton bin. Es inzwichen richtig heiß geworden, doch für mich ist das die ideale Betriebstemperatur.

Wir machten eine Runde mit ihm, doch er schien auch wegen der Hitze ziemlich platt zu sein.
Anschließend picknickten wir zum Abendessen noch gleich neben einer großen Wiese des Gestüts wo ich dieses Foto von Blue schoss:

Hunde die auf Hecken starren.
(Was jedoch seinen Grund hatte, es trottete eine Katze vorbei)

Montag & bleierne Müdigkeit

Am Morgen schnell der Blogbeitrag vom Vortag fertig geschrieben und dabei rechts neben mir auf die Liste geschielt, auf der alles stand was heute erledigt werden muss. Puh, ganz schön viel. Trotz aller Widrigkeiten doch ein wenig weiter im Internet gelesen und einen schönen Zugenbrecher gefunden:

Mich dann trotzdem aufgemacht und überlegt wo ich alles für die kommende Produktion bekomme, ohne hundert mal kreuz und quer durch die Stadt zu fahren. Kurz ein Telefonat mit der Bank geführt, das mich schon mal einen unnützen Weg hat sparen lassen. Auch gut.
Als ich dann duschen wollte, tröpfelte nur wenig aus dem Duschkopf. Die Baustelle in der Straße lässt grüßen. Das Wasser wurde wieder für eine Weile abgestellt. Na gut, dann eben mit dem wenigen Wasser was da noch kam, eine Katzenwäsche und eine bisschen mehr Eau de Toilette als üblich. Für einen kurzen Moment dachte ich an Ludwig den XIV.

Ich beschloss alles soweit wie möglich in der Cloche d’Or einzukaufen ob wohl ich dieses Einkaufszentrum nicht besonders mag. Aber vielleicht könnte ich bei der Gelegenheit ein Mittagstisch bei Namur abstauben, denn ich habe mein Covid Check dabei und theoretisch sollte das jetzt wieder möglich sein. War es auch.

Eine Lachsrolle gefüllt mit Lauch, dazu Gemüse und Reis.

Ich fand auch alles was ich brauchte, aber ich mag dieses Zentrum wirklich nicht und war echt froh als wieder draußen war.
Es blieb noch ein wenig Zeit und mich überfiel ein bleierne Müdigkeit. Ich beschloss noch einmal nach Hause zu fahren denn bis zur Probe war noch ein wenig Zeit. Ich legte mich kurz hin schlief sofort ein.

Am späten Nachmittag war dann endlich die Probe angesagt und ich fühlte mich wie durch ein Mangel gedreht. Es wird echt Zeit dass ich Urlaub bekomme. Sogar die hochsommerlichen Temperaturen, die ja eigentlich meine Betriebstemparatur sind, machten mich nicht fitter.

Wer bei mich bei Insta abonniert hat, hat dann auch vielleicht drei Storys gesehen in denen ich dabei war.
Da ich grundsätzlich keine Storys poste, weil mir das für den Aufwand und in kurze Lebensdauer keinen Spaß macht, (Tik Tok mag ich übrigens noch weniger) poste ich das auch nicht weiter.

Früh zuhause und früh ins Bett um aber erst sehr spät einschlafen zu können.

Die Montagsfrage 16

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Heute geht die Frage auf eine Recherche von mir zurück, von einem englischen Wort das mir nicht geläufig war: Fad.
Als Fad bezeichnet man kurzlebige Trends und Hypes, die nur eine Saison oder manchmal noch kürzer,ein paar Wochen, anhalten. Manche davon ziehen sich auch ein wenig länger hin. Ein etwas seltsamer Modetrend z.B., oder ein seltsames Wort das für ein kurze Zeit im eigenen Sprachgebrauch war, oder es kann auch ein kurzlebige Sammelleidenschaft sein.
Darum will ich heute von euch wissen:

Was war dein letzter ‚Fad‘ den du mitgemacht hast?

Ich werde die Frage in der Woche beantworten, da ich dafür ein paar Fotos raussuchen muss.

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Samstag mit einem Abschied & Sonntag mit einem Geburtstag

Ich erwachte früh, drehte mich noch einmal um schleif noch eine Weile weiter. Eine schnelle Runde zum Friseur, zu dem ich eigentlich erst nächste Woche sollte. Aber er wird nächste Woche nicht da sein. Er hat es kürzer geschnitten, was mir gerade sehr gut in dem Kram passt.

Eine Abschiedseinladung vom B. wahrgenommen, der ab Montag für einen Monat lang in Südfrankreich sein wird, aber der Côte d’Azur. Wir trafen uns im Wëllem und es war sehr gemütlich dort. Zwischendurch kaufte ich für ein Geschenk für die N. die am Sonntag ihren Geburtstag feiert. Also genau der Tag an den alle Ausgeheinschränkungen zum ersten mal, seit ungezählten Monaten wieder komplett aufgehoben werden.
Ich kann auch zeigen was sie bekommt. Denn dieser Beitrag wird erst online gehen nachdem sie die Geschenke bereits erhalten hat.

Die Kiste mit der Magritte Pfeife sind mit holländischen Keksen gefüllt, die ich persönlich jetzt nicht sooo toll finde. Ich kaufte sie ihr wegen der Dose und dem legendären Magritte Bild. „Ceçi n’est pas une pipe.“
Nein, stimmt, es ist eine Keksdose.
In der anderen Packung verbirgt sich eine Sonnen Creme und eine Sonnen Milch von Clarins, die sie Ende dieser Woche bitter nötig haben wird. Wieso und warum seht ihr dann.

Am Abend früh ins Bett.

***

Am Sonntag früh wach geworden und einer Probe beigewohnt. Anschließend den Rest der Woche durchgeplant. Es wird noch so einiges auf mich zukommen bis Samstag. Wenn es deswegen etwas ruhiger im Blog werden sollte, wisst ihr warum. Das gilt auch für die Montagsfrage. Ich weiß echt nicht ob das hinbekomme. Aber ihr dürft sie ja beantworten. 🙂

Anschließend wieder zurück um noch einmal zu Duschen und mich für die Geburtstagsparty der N. fein zu machen. Sie hatte zu Freunden eingeladen die einen wunderschönes großes Gelände am Rande der Stadt haben, mit unzähligen Obstbäumen, Schafen, Bienenstöcken und einem Karpfenteich.

Die N. ließ sich feiern und es war ein schöner ausgelassener Abend, der erste seit Monaten an niemand auf die Uhr schauen musste, weil die Ausgehsperre endlich aufgehoben war.

Donnerstag & Freitag

Im Gegensatz zu Mittwoch Morgen ging es am Donnerstag wirklich besser. Die überfälligen Papiere von gestern schaffte ich fast bis zur Hälfte, dann musste ich los in die Probe.
Am Nachmittag fuhr ich in die Alte Heimat um kurz und knackig ein paar Einkäufe zu erledigen die ebenfalls überfällig waren.
Es wurde richtig heiß, das Thermometer zeigte endlich meine Betriebstemperatur an. 24-25 Grad und darüber. Ich saß lange auf dem Balkon und las, bis es wieder Zeit war ins Theater zu fahren ,die vorletzte Vorstellung.
Da ich wirklich keine Lust hatte schon wieder in meinen 4 Wänden zu sitzen, fuhr ich noch einmal zurück in die Innenstadt und setzte mich ins Renert, das sehr voll war.
Ich lernte den Maler Jacques Schneider kennen, von dem man annehmen könnte, dass ich ihn schon lange kennen müsste, doch wurden wir uns bis heute nie vorgestellt. Ein sehr schöne Begegnung und Unterhaltung.

***

Und dann kam der Freitag der mich erschrenderweise auf etwas hinwies, von dem ich immer immer glaubte dass es für mich nicht gelten würde. Das Wort nennt sich Burnout. Aha, dachte ich, so fühlt sich das also an. Ich hätte es eh wissen müssen, denn am Mittwoch war die Situation ähnlich.
Ich erwachte Morgens und hatte nicht mal die Kraft aufzustehen. Ich schaltete das Handy ab und schlief so lange ich konnte. Irgendwann tat der Körper weh vom liegen. Zudem musste ich eine kleine Besorgung beim Optiker machen. Tat ich, ging sofort wieder heim, legte mich wieder hin und schlief noch einmal volle 4 Stunden ein. Dann endlich teilte mir mein Körper mit dass er ausgeruht wäre und ich dürfte jetzt ein bisschen was machen.
Und dann war es auch schon höchste Eisenbahn zum Theater zu fahren zur letzten Vorstellung. Gut an dem Stück ist, dass es keine Umzüge gibt. Das gab mir Zeit genug alles in aller Ruhe das ganze Material einzupacken und zu säubern, bevor es wieder für eine Weile in den Koffern verschwindet.
Anschließend hatte die Regisseurin, zu einem letzten Umtrunk geladen, insbesondere da einer Darsteller morgen nach über viereinhalb Monaten in Luxemburg wieder in seine Heimat nach München fährt. Ich habe ihm versprochen, dass ich ihn besuchen werde, noch dieses Jahr.

Wieder daheim stellte ich fest dass im Haus nebenan eine Party auf dem Balkon stattfand. An und für sich kein Problem, selbst wenn es etwas später wird, aber um halbdrei nachts sollte langsam Schluss sein. Irgendein anderer Nachbar wetterte dann auch über den Hof hinweg und es kehrte Ruhe ein.

Es gibt solche Tage

Ich hatte wirklich grottenschlecht geschlafen. Ich erwachte gerädert als ob ich die ganze Nacht durch Schwerstarbeit geleistet hätte. Jede einzelne Muskel schmerzte. Zudem waren die Schmerzen im rechten Arm wieder so präsent als ob ich nie bei Chiropraktiker gewesen wäre. Es ging mir schlecht, richtig schlecht. Inzwischen bin ich der Überzeugung, dass ich die letzten Monate gewaltig übertrieben habe, aber es ging nicht anders. Zugegeben, ich kann aus logischen Gründen nur wenig über meine Arbeit schreiben und hier im Blog sieht es oft so aus, als ob mein Tagesablauf nur aus Lust und Leidenschaft besteht, doch dem ist bei weitem nicht so. Sobald die Theater Anfang des Jahres wieder geöffnet hatten, hörte es nicht mehr auf. Ich sprang von einem Projekt ins nächste ohne wirklich Pause zu machen. Es gab Zeiten in denen ich ohne Pause 14 Tage am Stück arbeitete. Ich nehme an, dass mein Körper mir mitteilen wollte: „Schluss, jetzt sofort!“

Und doch musste ich mich schwerst anstrengen um ein größeres Dokument am Pc hinzubekommen, das mehr als überfällig war. Ich brachte nicht mal ein Drittel zustande. Der Kopf wollte nicht mehr. Ich legte mich kurz hin und schlief sofort tief und fest ein. Die Putzhilfe hatte ihre Arbeit diese Woche ausnahmsweise gesplittet hatte,trat heute noch einmal an. Ich hörte sie nicht mal zur Tür reinkommen. Erst als wenige Minuten später der Paketdienst klingelte schreckte ich hoch.

Dann musste ich doch, wohl oder übel, fürs nächste Projekt einer Probe beiwohnen. In der Probe selbst absolvierte ich meine Arbeit wie gewohnt, weil es mir einfach im Blut liegt und ich es kann. Das soll bitte nicht großspurig oder eingebildet rüber kommen, aber ich kenne meinen Job. Es wäre schlimm wenn es nach über 22 Jahren nicht so wäre.

Da die Probe an einem ungewohnten Ort war, nicht weit vom der Hostellerie entfernt, und das Wetter auch heute wieder wunderschön, versuchte ich mein Glück. Und ich hatte Glück, ich bekam einen Tisch!

Alle freuten sich mich wiederzusehen. Der Empfang war so herzlich dass ich nahe den Tränen war.

Das Essen war wie immer grandios!

Amuse Bouche: Ein Gemüsegaspacho
Vorspeise: Frische Luxemburger Mini Spargel mit Serano Schinken und darunter verbarg sich eine Vinegrette mit winzig kleinen Apfelstückchen und Trüffel.
Hauptgang: Ein Filetsteak perfekt gegart mit Gemüse und eine einer Portweinsoße.
Nachtisch: Ein Eclair außen mit Schokolade innen mir Caramel.

Zwischendurch simste ich mit der D. die zur Zeit in St Jean ist. Sie schickte mir ein paar Fotos und ich ihr. Und (ich kann es nicht mehr geheim halten!) ich werde sie sehr bald besuchen!

Ein Tag der so gräulich begann, endete perfekt!

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Backen wurde mir ja irgendwie mit in die Wiege gelegt. Mein Großvater mütterlicherseits war Bäcker. Brandteig ist eine der einfachsten Teige und doch kann man hier vieles falsch machen oder so genau steuern, indem man aufs Gramm genau arbeitet und sich Zeit nimmt. So kleine perfekt runde Windbeutel hinzubekommen ist eine Kunst für sich. Überhaupt sind die Videos von La Pâte de Dom eine Klasse für sich.

Wie war das mit dem Sommerjob?

Da es sonst nicht viel zu berichten gibt, beantworte ich die Montagsfrage.

Was war dein aufregendster oder schönster Sommerjob als Schüler oder Student?

Ich wollte schon mit 11 den ersten Sommerjob haben aber ich war definitiv noch zu jung dafür. Großmutter Thérèse erbarmte sich, und lud mich für eine Woche zu sich ein um ihr im Bekleidungsgeschäft zu helfen. Ich durfte dann, weil sie auch Kurzwaren führte, die große Schrankwand, die bis unter die Decke ging, mit Wolle wieder auffüllen. Ich musste nach ihrer Anleitung, diverse Wollsorten und Farben von einem Regal in ein anderes verlegen, neue Ware auspacken, einräumen, einzelne letzte Wollknäuel, von denen nur noch wenige da waren, umbeschriften und ins Regal der Sonderangebote packen. Zudem musste ich auf die Chargenummer der Einfärbung aufpassen, weil die Wolle und Farbe zwar die selbe war, aber im Farbbad konnte es manchmal Abweichungen geben. Ich stand über Stunden auf der Leiter, packte aus und ein und sortierte um.

Ich kann mich erinnern dass ich über die Pfingstferien einmal eine Woche lang in einer kleinen Edelparfümerie in der alten Heimat aushelfen durfte. Düfte sind heute noch ein großes Faible von mir.

Den ersten richten Job hatte ich dann in einer Frittenbude, wo meine Mutter den Besitzer kannte. Diese hatte nur im Sommer geöffnet, das ganze Jahr über führte er einen Feinkostladen gleich nebenan. Der Frittiergeruch, der auch nach dem Waschen nicht richtig aus den Klamotten rausging, machte mir erstaunlicherweise wenig aus. Gekündigt habe ich wegen der Tochter des Besitzers, die das Regiment in der Pommesbude führte, und alles und jeden herumscheuchte wie Ungeziefer. Ich hielt das ganze zwei Wochen aus, dann war es aus.
Meine Mutter schalt mich aus ich sollte mich nicht so anstellen. Doch als sie später mit dem Besitzer sprach, meinte dieser dass ich der einzige gewesen wäre, der es so lange mit seiner Tochter ausgehalten hätte. Alle anderen hätten schon nach maximal zwei Tagen das Handtuch geschmissen.

Ich fand ich gleichen Sommer dann glücklicherweise sofort eine weitere Anstellung hinter der Bar in einem Hotel. Ich bediente keine Kunden, sondern war zuständig für die Ausgabe der Getränke die am Tisch geordert wurden. Das ging am Mittagstisch und am Abendtisch sehr rund und ich lernte zum ersten mal was heißt in einer Crew zu arbeiten. Ich fand Gefallen den Job, so sehr dass ich mir kurz überlegte die Hotelfachschule zu besuchen.

Später jobbte ich noch viel in Bars, Kneipen und Diskotheken. Es waren schöne und zugleich harte Zeiten, aber ich bereue keine davon.

***

Bei der Tagesberichterstattung gibt es nicht viel nennenswertes. Die Putzhilfe kam recht früh und ich machte mich vom Acker. Ich kaufte verschiedene Putzartikel die ihr fehlten und drehte eine Runde durch die Stadt. Gegen Mittag sah die, S. sich die kleine Wohnung an und war sehr angetan. Sie mochte sie auf Anhieb. Wieder in meiner Wohnung, merkte ich dass mein Smartphone weg war. Mist! Die Suchapp zeigte es in der alten Wohnung an. Ich hörte meine Mutter schon sagen, „Wat e net am Kapp huet muss een an de Been hunn!‘ Ja,ja,ja. Also nochmal zurück.

Ein Eis in der Bonomeria machte alles wieder wett. Und dann war es auch schon an der Zeit ins Theater zu gehen.

Da heute insgesamt sehr schönes Wetter war und ich nicht genug davon mitbekommen hatte machte ich mich auf ins Bovary auf einen letzten Absacker:

Prost.

Ein ruhiger Tag? Denkste! Wohnungsbrand!

Ja, der Montag war zu Anfang sehr ruhig. Am Morgen ein bisschen Haushaltszeug. Gegen Mittag hatte ich Besuch von einem der Darsteller aus dem Stück was ich zur Zeit betreue. Es war ein lange sehr anregende Unterhaltung und ich freute mich den D. um so vieles jetzt besser zu kennen und zu schätzen.

Später wollte ich mich hinsetzen und im aller Ruhe die Montagsfrage beantworten, hatte auch schon zu Teil begonnen als ich plötzlich Rauch roch. Nein kein Holzkohlegrill, sondern dieser beißende Geruch von brennendem altem Holz.

Ein Blick zum hinteren Fenster hinaus zeigte mir dicke ungewohnte weiße Rauchschwaden und dass es offensichtlich von Nachbarhaus kam. Ein Blick vom vorderen Balkon ließ mich sofort die Notrufnummer wählen, denn ich sah schon kleine Flammen unter dem Dach. Binnen 5 Minuten war die Feuerwehr da , mit großem Aufgebot.

Mir war zwischendurch heiß und kalt, weil ich genau die gleiche Situation schon einmal vor etlichen Jahren erlebt habe, als ich noch in der Alten Heimat wohnte und nebenan auch ein Haus, damals aber komplett in Flammen aufging.

Hinzu kam dass die ältere Nachbarin ein Stockwerk über mir, sehr aufgeregt war und die Treppe hinunter stürzte und sich massiv den Knöchel verstauchte bzw. wahrscheinlich sogar brach. Dafür musste dann ein weiterer Krankenwagen angefordert werden, Denn einer stand schon da im Falle dass man „jemand“ in der brennenden Wohnung findet.

Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und gegen halb acht kehrte wider Ruhe ein in die Straße.

Die Montagsfrage kommt in den nächsten Tagen denn die Ruhe dafür war weg.

Am Abend schaute ich zweite Folgen der Serie Partners in Crime auf One. Es gibt nur zwei Geschichten über Tommy & Tuppence Beresford von Agatha Christie und vor etlichen Jahren wurde schon einmal eine Serie in der BBC dazu gedreht. Die neue (obwohl so neu ist sie nicht) scheint gut zu sein aber David Williams ist da irgendwie fehl am Platz.

Die Montagsfrage 15

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Was war dein aufregendster oder schönster Sommerjob als Schüler oder Student?

Ich gebe zu, ich habe die Frage aus den Friday Five stibitzt, weil mir selbst keine gescheite Frage für diese Woche einfiel.
Ich werde sie selbst in der Woche beantworten, denn das ist so Thema über das ich noch nie im Blog berichtet habe. Ich bin gespannt auf euere Antworten.

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Ein Sonntag mit Nachmittagsvorstellung

Am Morgen sehr früh wach geworden. Es war kurz nach 5:00 Uhr. Ich hatte einen Fehler gemacht und hatte mir gestern dann doch sehr spät noch einen doppelten Espresso gegönnt, der mich sehr unruhig schlafen ließ. Selbst schuld. Ich las ein wenig und schlummerte dann aber wieder weg bis um 8:00.

Ich bloggte den Tag in seiner Ausführlichkeit weg, weil es ein WMDEDG Tag war. Anschließend bereitete ich die Mopntagsfrage vor.

Es war überhaupt ein Tag der Ruhe und Gelassenheit die ich selten habe, weil immer irgendwas ansteht. Anstehen tat nur eine Nachmittagsvorstellung von Midsummer. Einmal Schönschmicken und Schönfrisieren und einmal Verwegenschminken mit verwischtem Augenmakeup und Augenbrauennarbe.

Anschließend gönnte ich mit einen Drink im Renert auf der Terrasse der Sonntags jetzt auch geöffnet hat und, zumindest nach deren Aussage auch weiterhin, im Sommer offen bleibt.

Ich überflog die Tageszeitungen der letzten Tag, weil ich dafür keine Zeit hatte. Später gesellte sich die A. mit Blue dazu und die C. sowie dem A.
(irgendwann muss ich mir etwas anderes einfallen lassen, als die Anfangsbuchstaben der Vornamen. Ich habe zu viele Bekannte und Freunde deren Namen mit A. anfangen)

Es gab noch einen letzten Absacker bevor das Renert schon um 20:00 schloss.

Früh ins Bett.

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Ich mag Rhabarber aber keine Mathematik. Was passiert wenn man beides verbindet? Es passieren wunderschöne visuelle Dinge. (Scrollt durch die Drukos, da kommen auch noch ein paar schöne Beispiele))

WMDEDGT in Juni: Eine Geburtagsfeier

Ich hatte den Post schon fast fertig als mich an den Aufruf von Frau Brüllen erinnerte: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Also schreib ich alles etwas ausführlicher und fügte hier und da noch ein bisschen etwas dazu.

Die dunklen Wolken am Morgen sahen nicht einladend aus mich auf den Markt zu begeben, doch so kurz vor Mittag ging ich dann doch. Die A. begleitete mich mit Blue, die ja nichts lieber tut, als durch die Stadt zu wandern. Zwischendurch rief die K. an, sie hätte einen Tisch im Renert bekommen. Später gesellte sich doch der J. hinzu und es wurde ein lustige Runde, obwohl es feucht und nicht sooo warm war.

Ich war am Abend auf einen Geburtstag eingeladen, und hatte immer noch keine Idee hatte was einem Mann mit 49 schenken soll, der in prinzipiell alles hat. Dann erinnerte ich mich dass es einen Laden in der Innenstadt gibt, der nur luxemburgische Produkte führt und ich erinnerte mich an eine Schnapsflasche die die A. mal dort gekauft hatte. Hondsaarsch Drëpp . Auf deutsch hat sie überraschenderweise in manchen Regionen den gleichen Namen; Hundsärsch Schnaps. Wiki klärte mich auf: es ist ein Mispelgewächs.

Am Nachmittag legte ich noch einmal für ein kurze Stunde hin, da die Müdigkeit zuschlug.

Der P. hatte ins Podenco geladen, über das ich schon vor ein paar Tagen berichtet hatte. Es gab Tapas a gogo. Ich konnte sie gar nicht schnell genug ablichten, Sobald die nächsten auf dem Tisch standen, griffen alle zu.

Ich lernte P.’s Schwester kennen, die mir auf Anhieb sehr sympathisch war. Wir redeten lange über die Häuserrenovierung und ich konnte ihr ein paar Tipps geben, da ich in dem Bereich auch schon einiges an Erfahrung habe.
Dann kam der obligate Geburtstagskuchen.

Sehr spät wurde es nicht da die Restaurants alle um 22:00 schließen müssen, doch das hat ja, ab dem 13 Juni endlich ein Ende.

Bis zum Zapfenstreich um Mitternacht war noch Zeit für einen Absacker bei P. zuhause und um genau 5 Minuten vor fuhr ich daheim in die Garage.

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Durch die Feier hatte ich die No Art Sendung nicht gesehen. Bitte schön! Mit Nathalie Ronvaux ( hier im Blog die N.) als Gast.

Donnerstag & Freitag

Der Tag begann früh mit einem letzten Termin bei Chiropraktiker, der mich noch einmal auseinander und neu zusammen setzte. Inzwischen weiß ich dass die Nachwehen erst am Folgetag beginnen also versuchte ich das Meiste heute zu schaffen.
Der Mann wirkte Wunder an meinem Arm. Auch wenn ich hier nur selten über Wehwehchen schreibe,; ich hatte seit Wochen schon einen Schmerz im rechten Ellenbogen, wo jeder mich davon überzeugen wollte, dass es eine Sehnenentzündung sei, woran ich aber nicht glaubte. Also versuchte ich es beim Chiro, zu dem die N. regelmäßig geht, wegen ihrem Knie. Und er meinte auch dass es nicht vom Ellenbogen herrührt sondern von einer Verspannung im Nacken und Halsbereich. Das überzeugte mich, weil ich schon so schlimme Verspannungen im Nacken hatte dass, sie zu einem gewissen Zeitpunkt mein Gleichgewichtszentrum in Ohr störten. Ich kann mich noch sehr gut an all die Tests erinnern wo ich mit dem Kopf von einer Seite zur anderen schleuderte, was aber zu keinem Ergebnis führte…

Ein kurzer Abstecher zum Bovary zum Mittagstisch. Anschließend in die Innenstadt um auf eine leider erfolglose Jagd nach Permierengeschenken zu gehen. Stattdessen landete ich in ein Laden, den ich noch nie betreten hatte und bestellte etwas, mit der Ausrede dass ich mir selbst ein Geschenk mache zu meinem diesjährigen Schnapszahl Geburtstag. Ob ich wirklich für meinen Geburtstag haben werde, weiß ich nicht und man konnte mir in Laden auch keine genaue Angaben dazu machen. Die Chancen dass es ein Weihnachtsgeschenk werden wird, sind weitaus größer.

Noch einmal schnell die Wohnung zum Umziehen und dann ging es schon ab in die Generalprobe. Ich möchte meinen Luxi Lesern das Stück noch einmal wärmstens empfehlen. Es sind nicht sehr viele Vorstellungen geplant, und wer gerne einen unbeschwerten Moment verbringen möchte mit viel Gelächter und englisch versteht, sollte sich ranhalten.

Recht früh zu Bett.

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Das mit Nachwehen war mir klar. Welche es ein werden war aber nicht klar. Und seltsamerweise war es das linke Bein.

Am Nachmittag dann die erste Anprobe des neuen Anzugs, den ich ja bekomme weil ich mich als Modell zur Meisterprüfung zur Verfügung gestellt habe. Oh, er wird wunderbar werden. Die Versuchung war groß ein Foto hier einzustellen. Doch ihr werdet ihn erst sehen wenn er fertig ist.

Am Abend dann die Premiere von Midsummer. Es ist die kleinste Produktion die ich betreue dieses Jahr, aber dafür eine der schönsten. Zum einen finde ich dass das Stück nicht nur gelungen, sondern wir haben nicht einen sogenannten faulen Apfel in der ganzem Crew. Somit war auch die kleine improvisierte Feier unter uns (mit Freunden und Bekannten geht ja noch nicht) am Abend sehr lustig und ausgelassen.

Impf, the day after & Brasserie Guillaume

Viele haben ja bei der zweiten Impfdosis ein paar Nebenwirkungen. Ich machte das keine Ausnahme. Als ich erwachte, fühlte ich mich zwar einigermaßen fit, aber als ich mich dann bewegte, hatte ich Gliederschmerzen. Nichts was ich nicht schon gehabt hätte, nach einem überlangen Arbeitstag mit anschließender Feier und ein wenig zu viel Alkohol. Ich war dankbar, dass der leicht wummerende Brümmschädel, ausblieb. Ich nahm vorsorglich eine Schmerztablette, wie man mir im Impfzentrum angeraten hatte, dann dürfte das alles nicht so heftig werden. Interessanterweise spürte ich am Tag nach dem Pikser erst die Einstichstelle im Oberarm.

Ein Interview mit den Vize-Premier Minister am Morgen im Radio gab Hoffnung. Es werden noch ein paar Einschränkungen wegfallen. So wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Ausgehbeschränkung ab dem 12. Juni, ganz aufgehoben, was schon mal eine sehr große Erleichterung wäre.

Nach ein bisschen Wohnung aufräumen und Wäsche, machte ich mich auf in die Innenstadt wegen Einkäufen für die Theateraufführung.

Zu meinem Erstaunen fand ich genau das was ich suchte. (Sephora erstaunt mich manchmal doch)

Im Renert wo ich den Mittagstisch wahrnehmen wollte, war die Küche geschlossen, da der Koch in Quarantäne ist, wegen Kontakttracing. Tja, auch wenn ich oben über kommende Lockerungen geschrieben habe und unsere Zahlen verschwindend gering sind, vorbei ist es noch lange nicht.

Also ging ich dort hin wo ich schon sehr lange nicht mehr war; in die Brasserie Guillaume. Ich hatte letzte Sommer darüber berichtet, wie lecker und wie irreal teuer es war.

Aber eines muss man ihnen lassen. Es ist IMMER über die Maßen lecker und sie verwenden nur Spitzenqualität. Der Thunfisch war allererste Sahne.

Es ist übrigens das einzig mir bekannte Lokal, das den Pavolva auf der Speisekarte hat. Meines Wissens wird er sonst nirgends in der Stadt angeboten. Zudem ist es das National Dessert in Australien und Neuseeland und wer hier schon länger mitliest, weiß warum ich das bestellte. Und er sah spektakulär aus! Was für eine riesige Portion!!!

Anschließend war mir ein bisschen schlecht, weil ich mich total überfressen hatte. Kein Wunder bei dem Monster Nachtisch.

Ich schleppte mich nach hause wo ich mich kurz hinlegen wollte, bevor ich ins Theater musste, doch die Putzhilfe war am wüten und so wurde nichts daraus. Inzwischen hatte auch die Impfung mit voller Wucht zugeschlagen und ich fühlte mich wirklich krank. Alle typischen Symptome einer Grippe. Vor allem Gliederschmerzen und eine belegte Stimme, so als ob ich Schnupfen, Halsweh und Husten hätte, was aber nicht der Fall war. Sehr seltsam. Hinzu kam eine bleierne Müdigkeit.

Im Theater dann bat ich darum früher gehen zu dürfenn, da ich nicht weiter gebraucht wurde und die Abschlusskritk nicht unbedingt brauchte.

Früh zu Bett.

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Das Moby mal ein Album bei dem Deutsche Grammophon Label herausbringen würde, hätte auch niemand gedacht. Mit Reprise hat er seine großen Hits verklassischt. Ich habe das Album nur zum Teil durchgehört, und ich bin sehr angetan.
Überhaupt finde ich dass Moby eine recht interessante Persönlichkeit ist. Seine Biografie (der erste Teil erschien 2016, 2019 kam der zweite Teil), steht schon eine Weile auf meiner Liste.

Impf, die zweite

Wieder so ein Tag an dem ich morgens wieder alles bewusster machte als sonst, das war schon beim ersten Pikser so. Zum Teil aber auch, weil ich heute eine Aufzeichnung von No Art mit der N. als Stargast habe.

Überpünktlich um kurz nach 11:00 trat ich im Impfzenrtum an. Diesmal spürte ich nicht mal den Einstich. Ich diskutierte mit der Ärztin/Krankenpflegerin über Schokolade, weil sie keine mag. (Die Abneigung gegen Schokolade , wurde das schon wissenschaftlich erforscht? Ist das ein Gendefekt? Oder ist das heilbar?)

Ich fragte bei Twitter nach:

Anschließend im Sauseschritt zur Corniche wo die Sendung aufgezeichnet wurde. Am Samstag seht ihr das Resultat.

Durch das herrliche Wetter zurück durch den Park in die Wohnung:

Und dann ab ins Theater in dem alles wie am Schnürchen lief. Da die Probe früher war, war ich schon kurz vor neun Uhr wieder draußen und plötzlich merkte ich, dass ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte. Da ich so früh schon zur Sendung da sein musste, war keine Zeit gewesen etwas zuhause zu essen oder einen Mittagstisch irgendwo wahrzunehmen.

Im Chinese King gab es Hühnchen Satay.

Die Terrasse ist nicht die schönste aber die Speisen sind wirklich immer einwandfrei und ich bin heilfroh dass sie die schwierige Zeit der Schließung überstanden haben.

Wellness & Probe

Da ich am Dienstag in einer No Art Sendung mitmache musste ich mich heute dafür ein wenig vorbereiten. Ich werde eine 500 Seiten Starke Schwachte vorstellen. Mehr darüber morgen.

Gegen halb zehn hatte mein Gefährt ein Termin in seinem ureigenen Wellnesscenter. Also musste ich notgedrungen mit hin. Eine Innen- und Außenreinigung war bitter nötig.

Währenddem sich das Gefährt hegen und pflegen ließ, ging ich hinüber zu meinem Supermarkt des Vertrauens, an dem auch ein kleines Restaurant angeschlossen ist. Dort gab es einen Becher Kaffee und ich setzte mich damit auf die Terrasse und schrieb schon ein wenig hier im Blog vor. Das Viertel an sich ist nicht spannend, denn es ist eine Gewerbe- und Industriezone in der zur Zeit viel abgerissen wird. Auch der Matratzenladen in dem ich mal Kunde für die kleine Wohnung war, ist nicht mehr da. Das ganze Gebäude sieht verlassen aus und wird sicherlich dem Bagger zum Opfer fallen. Dort fand ich aber zu meiner großen Überraschung eine Popup Gallerie von Valerius.

Darin ausgestellt werden die neuesten Bilder von Eric Mangen, der hierzulande kein Unbekannter ist.

Durch die großen Panoramafenster konnte ich das Foto oben machen, das fast so aussieht als ob ich die Ausstellung besucht hätte, doch sie hatte geschlossen.

Eric Mangen stammt aus dem Streetartbereich und hat sich hier vor allem mit Neonfarben ausgetobt. Es ist nicht so ganz mein Ding, aber wem es gefällt; die Gallerie ist am Wochenende nach Terminvereinbarung noch bis zum 16. Juni zugänglich.

Zum Mittagstisch fuhr ich fix in die Oberstadt zum Renert und anschließend ins Theater. Ich betreue dieses Stück zur Zeit, sah heute den ersten Durchlauf und war sehr begeistert. Haltet euch ran denn es gibt sehr wenige Plätze.

Am Abend bekam ich die Schlüssel der kleinen Wohnung zurück. Der R. der jetzt so lange dort war, zog aus, weil er mit seiner Frau eine größere Wohnung braucht wegen dem Nachwuchs. Doch er verlässt sie ungern, weil er dort, wie ich auch, sehr schöne Jahre verlebt hat.

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Heute im Wort: Die Flucht der Luxemburger über die Grenze.

Nichts treibt die Luxemburger so sehr um wie der überhitzte Wohnungsmarkt… Verwundern kann das nicht angesichts der astronomischen Preise, die auf dem Wohnungsmarkt inzwischen gefragt werden. Laut der Statistikbehörde Statec liegt der Durchschnittspreis eines Hauses im Kanton Luxemburg bei rund 1 350 000 Euro. Je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt, desto günstiger wird es zwar, aber im Landesdurchschnitt müssen Hauskäufer knapp 900 000 Euro berappen…

Für meine Luxi-leser nichts neues. Ich selbst kann mich mehr als glücklich schätzen dass ich Besitzer und nicht Mieter bin. Doch wollen das auch viele meiner Freunde und Bekannte werden und darum wandern viele ins nahe Ausland ab.

Der Spitzenreiter ist Frankreich mit aktuell fast 28000 Einwohnern aus dem Großherzogtum.

In meinem nahen Umfeld habe ich aktuell drei Menschen die das vor kurzem getan haben oder tun werden.

Ja, Luxemburg ist ein begehrenswertes Ziel, aber nicht um jeden Preis.

Die Montagsfrage 14

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. Wie es dazu kam steht hier. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Was war dein liebstes oder schönstes Ausflug- / Reiseziel als Kind /Jugendlicher?

Bei dieser Frage bin ich mir ein wenig unschlüssig, weil es mehrere gab. Im ersten Grundschuljahr machten wir am Ende des Schuljahres einen Ausflug in den Parc Merveilleux in Bettembourg. Fotos davon und wie ich ihn nach etlichen Jahren zum ersten mal wieder besucht habe gibt es hier.


Ein anderes Ziel ist Korsika, das meine Eltern heiß und innig liebten, seit ihrer Hochzeitsreise. In den darauffolgenden Jahren ging es immer wieder dorthin.

Das kleine Hotel du Pont in Porto in dem wir regelmäßig zu Gast waren. Das Foto machte ich im September 2006, auf meiner letzten Reise dorthin.

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Sonntag & Hotel der Schlaflosen

Es ist erstaunlich wie wenig Lust ich Sonntags zum Schreiben habe. Da am Montagmorgen ja immer die Montagsfrage erscheint, die sich zu meiner Freude immer größerer Beliebtheit erfreut (und damit auch der Druck steigt gescheite Fragen zu finden) ist es mir fast wurscht ob ich den Sonntag verblogge oder nicht.

Diesen Sonntag hatte ich mir fest vorgenommen NICHTS zu tun.
Ein Anruf der N. mit einer freudigen Nachricht, die sie wahrscheinlich viel Mühe gekostet hat es uns bis jetzt nicht zu verraten. Die A. ,pragmatsich wie sie manchmal sein kann hatte gleich die üblichen Fragen gestellt. „Hast du vor zu heiraten?“ und „Bist du schwanger?“, konnte die N. jedoch getrost verneinen.
Da aber alles noch nicht hieb- und stichfest ist, kann ich auch hier nicht mehr darüber schreiben, doch wenn es wirklich klappen sollte freue ich mich sehr für sie.
Später bekam ich noch eine Einladung zu einem Geburtstag, auf die ich mich sehr freue.

Ich las weiter im Buch von Ralf Rothmann- Hotel der Schlaflosen. Doch zwischendurch musste ich immer wieder Pause machen, da die Kurzgeschichten es in sich haben. Interessant finde ich dass der Erzählstil von Geschichte zu Geschichte wechselt. Diese Wechsel lassen bisweilen eine seltsame Distanziertheit aufkommen, andere wiederum sind so nah und roh, dass man es kaum aushält. Allen voran die Erzählung ‚Hotel der Schlaflosen‘, die dem Buch den Namen gibt, schüttelte mich so sehr, dass ich froh war in dem Augenblick nicht alleine zu sein. Eines haben alle Erzählungen gemeinsam. Die Protagonisten gehen allesamt einen Schritt zu weit ins Verderben, in die Finsternis, in das Ungwollte, dass es kein Zurück mehr gibt.
Von mir eine absolute Leseempfehlung, aber ihr seid gewarnt.

***

Diesen Tweet schwirrte in der Timeline an mir vorbei:

Ich habe mir weitgehend abgewöhnt Druckos zu lesen, weil ich mich dann sehr oft aufrege. Doch hier tat ich es und wurde belohnt. Es gibt eine komplette Doku über dieses berühmte Foto „Men at Lunch“.
Der Mann auf dem Foto im Tweet ist nicht Charles C. Ebbets sondern Thomas Kelly. Das ändert aber nichts an dem Umstand dass das Foto Ebbets zugeschrieben wird, was durchaus sein kann, denn an dem besagten Tag waren mehrere Fotografen zugegen, die alle ihr Leben riskierten um ein gutes Foto zu schießen.
Ein sehr schöne Doku, wenn zu Beginn auch ein wenig langatmig.