Aprilwetter im Mai & ein neues Buch

Irgendwie hab ich am Sonntag Abend doch glatt vergessen ein paar Zeilen zu bloggen und sei es nur der Form halber.

Nun ja, der Sonntag hatte nicht sonderlich viel Spannendes zu bieten. Es regnete immer wieder und am Nachmittag musste ich los ins Theater für ein 5 Uhr Vorstellung. Alles lief wie am Schnürchen, keine besonderen Vorkommnisse. Am Abend schaute ich mir eine alte Folge von Miss Marple an mit Julia McKenzie. Ich kannte die Geschichte schon, doch hier war sie um einiges komplexer dargestellt, als in einer anderen Reihe mit Joan Hickson.

Am späten Abend von der Terrasse aus

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Der Montag war wetterbedingt ein Unding. Ich hatte per se geplant die Wohnung auf Vordermann zu bringen weil sich stellenweise die Dinge stapeln. Es war demnach eine Runde Entsorgen angesagt. Doch zwischendurch lockte die Sonne manchmal ganz kurz, dass ich beschloss nach draußen zu gehen. Wenn ich dann einen „Stappel“ abgearbeitet hatte, regnete es wieder und ich blieb drinnen. Zumindest habe ich viel weggeschafft.

Am Abend im Theater, weil ich fast zwei Stunden im Leerlauf war, hatte ich mir ein Buch heruntergeladen, von dem ich schon vor Wochen eine fantastisch positive Kritik im DLF Büchermarkt gehört hatte. Der Rezensent überschlug sich regelrecht mit loben Worten.
Ralf Rothmann: Hotel der Schlaflosen
Ich las vorab ein paar Kritiken von Käufern, wovon eine sehr davon abriet, weil das Buch mit den Erzählungen sehr grausam wäre. Ich lud mir also vorsichtshalber die gratis Leseprobe. Doch gleich die erste Erzählung fesselte mich so sehr, dass ich das ganze Buch kaufte. Und richtig, bei der zweiten Erzählung ,Hotel der Schlaflosen, die dem Buch auch den Titel gibt, schüttelte es mich. Es ist nichts für zart Besaitete. Ich musste auch erst einmal tief durchatmen.
Eine komplette Rezension folgt wenn ich es ganz gelesen habe. Nur soviel schon vorab, Rothmann hat einen fantastischen Schreibstil, der sich sehr gut liest.

Die Montagsfrage 12

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Heute möchte ich mal etwas überprüfen, was mir in all den Jahren in denen ich Blog schreibe, immer wieder auffiel. Heute geht es um Erinnerungen.

Kannst Du Dich noch an eine Begebenheit aus deiner Kindheit erinnern in der ums Essen ging? Erzähl mal!

Ich werde die Frage morgen beantworten, da habe ich mehr Zeit zu schreiben.

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Kurz aber schön

Und so toll wie der Tag gestern war, so beschissen war es heute.

Ich hatte schlecht geschlafen. Zuerst schien es als ob da doch ein wenig Sonne…aber nein. Als es dann richtig anfing zu regnen, zog ich bereits in Betracht nicht auf den Markt zu gehen. Letztendlich ging ich dann doch. Der Regen hatte auch viele abgehalten und es waren erträglich viele Mensch da.Ich kaufte alles ein was ich brauchte fürs Wochenende um nicht zu verhungern. Da ich eh nicht viel Zuhause sein werde, wird das völlig reichen. Kaffee gab es später mit der D, der K, und dem B. im Piazza. Doch war es sehr ungemütlich feucht und kalt.
Die K. nahm mich mit dem Wagen mit zurück in die Wohnung, denn es hatte inzwischen richtig losgelegt mit dem Regen. Und diese übertriebenen Schauern sollten wir den ganzen Tag nicht loswerden.

Ich werkelte ein wenig zuhause herum bevor es Zeit war ins Theater zu gehen. Dort hingegen war es ausgesprochen erfreulich weil ich ein paar alte Bekannte wiedersah.

Neue Reifen, Blue & Futterstoff

Ein Termin für das Aufziehen der Sommerreifen am Wagen ließ mich gleich am Morgen einmal quer durch die Stadt fahren. Es wird teuer werden, denn ich brauche vier neue. Das hatte zur Folge dass es nicht wie gewohnt, in knapp 40 Minuten erledigt ist, sondern länger dauerte.

Wenn ich schon im alten Viertel meiner Großeltern bin, kam mir die Idee das Grab aufzusuchen und nach dem Rechten zu sehen. Ich muss zugeben dass ich mich die letzten Jahre wenig darum gekümmert habe. Es war demnach auch keine Überraschung als ich den Grabstein stellenweise moosbewachsen vorfand. Zudem war ein weiterer Buchstabe abgelöst und hatte sich an einer Kante eingeklemmt. Ich kann ihn aber wieder befestigen lassen.

Ich sah mir die Namen an. Für mich sind sie kein Schall und Rauch. Als ich klein war und jedes Jahr zu Allerheiligen mit aufs Grab musste, kannte ich niemanden der dort lag. Inzwischen kenne ich über die Hälfte. Der Name meines Bruders versetzt mir immer noch eine Stich ins Herz…

Ich beschloss dass ich etwas unternehmen muss. Die moosbewachsenen Stellen sehen schlecht aus. Es gibt hier eine Firma, grabpflege.lu die das alles wieder auf Vordermann bringt. Hat einer meiner geschätzten Luxilesern die schon mal in Anspruch genommen, oder kennt noch ein anderes Unternehmen?

Ich fuhr mit dem Bus zurück in die Oberstadt. Ich beschloss den Mittagstisch in Renert in Anspruch zu nehmen. Da ich recht früh dort war bekam ich einen guten Tisch. Ich lass im letzten New Yorker die Kurzgeschichte von Magret Atwood, als die mit A. mit Blue vorbeisauste. Ich wollte nicht über die ganze Terrasse nach ihr schreien und rief sie an. Die A. war in Eile und, fagte mich ob ich ein wenig Zeit hätte, setzte mir Blue hin und meinte dass sie in 20 Minuten wieder da sei. Aus den 20 Minuten wurde fast eine Stunde. Die Stadt bevölkerte sich zusehends und den kostbaren Parkplatz, den sie aufgegeben hatte, war nicht mehr zu ersetzen.

Ich aß derweil meinen Mittagstisch in frecher* Begleitung.
*Ich sage hier immer frech, aber Blue ist eine sehr gut erzogene Hunddame, die nichts mehr liebt als in der Stadt unterwegs zu sein und die man überall hin mitnehmen kann, denn sie kann sich benehmen.

Ich fuhr mit dem Bus wieder zurück und holte den Wagen ab. Unterwegs erreichte mich eine Nachricht, dass die Stoffe für den Anzug da wären. Also flitzte ich fix zur Schneiderei.

Das ist der Futterstoff:

Ich war überwältigt. Mann, ist der schön! Der Stoff selbst ist auch schon da, aber den zeige ich noch nicht.

Abends dann die letzte Vorstellung des Musicals. Zwischendurch sah ich einen doppelten Regenbogen.

Der unnütze Feiertag

Ich empfinde den Christeishimmelfahrt Feiertag schon seit Jahren als einer der unnützesten Feiertage des Jahres. Ich weiß dass ich mir mit dieser Aussage eine Shitstorm unter den katholisch Gläubigen auf mich ziehen werde. Ich bin zwar katholisch aber nicht gläubig , also kann ich diese Aussage vertreten.

Angedacht war ein Spaziergang durch die Parks der Stadt und eventuell den großen Limpertberger Friedhof, den ich nur von ein oder zwei kurzen Aufenthalten kenne, als ich vor gefühlten 100 Jahren mal mit einer Filmcrew dort war. Ich fahre regelmäßig mit der Tram daran vorbei, und die Idee dazu kam mir am Tag davor.

Doch das Wetter das recht trüb und auch kalt war, machte all diese Pläne zunichte. Somit ist der Feiertag schnell erzählt.

Ich blieb daheim, las im Internet und ich in Büchern, daddelte ein Runde Runscape, und sah mir eine Show von Sarah Millican an.

Sarah Millican lernte ich vor etlichen Jahren als Gast in der Graham Norton Show kennen. Eine komplette Show von ihr hatte ich aber bis dahin noch nie gesehen. Während der Pandemie stellte sie mehrere davon integral online.

Millican scheut vor keinem Thema zurück, und genau das mach ihre Stärke aus und macht sie zugleich sehr liebenswert.

Später am Abend fing ich eine neue Serie auf Netflix an. Jupiter’s Legacy in die ich aber nicht so richtig einstieg, aber vielleicht kommt das ja noch.

Hektik

Ein Tag mit vielen Terminen.

Der erste war von der angenehmen Sorte. Es war nämlich Mittwoch und Markt. Da ich ein klein wenig spät dran verstöpselte ich mir die Ohren mit Musik und ging dann im strammen Tempo der Musik zum Zentrum. Dabei viel mir auf für wie viel Zeug die Ohren in letzter Zeit herhalten müssen. Siehe Foto:

Zwei Drittel davon hat nichts mit dem Ohr an sich zu tun.

Ich traf die D. und später auch den B., der uns erzählte dass frühere Koch aus der Weinbar jetzt im Wëllem arbeitet. Der A. kenne ich schon sehr vielen Jahren und weiß wie gut er kochen kann. Wir verabredeten uns dort zum Mittagstisch.

Zwischenzeitlich musste ich aber einmal schnell zur Klinik zum wöchentlichen, inzwischen leidlichen, Test. Das Schlechte daran, ich muss bis nach Kirchberg fahren. Das Gute daran, die Tram fährt dorthin und das im inzwischen 4 Minuten Takt. Ich kam an, es war niemand vor mir, und ich kam sofort dran. Ich nahm sofort die nächste Trambahn und fuhr wieder zurück.

Ich bin immer wieder fasziniert vom dem Farbenspiel im Innern der Wagen.

Mittagstisch dann im Wëllem:

Ragout de Boeuf à la pariseinne mit Gemüse und kleinen Kartoffelpuffern. Sehr sehr köstlich.

Anschließend ein Termin mit dem Elektriker meines Vertrauens, der sich um mehrere Dinge in der kleinen Wohnung und in meiner Wohnung kümmern musste. Das in der kleinen Wohnung bekam er sofort hin. Der Konverter für die LED im Badezimmerschrank war kaputt und in nicht weniger als fünf Minuten war das ersetzt. Im meiner Wohnung war es schwieriger. Die Klingel an der Wohnungstür gab schon vor längerem den Geist auf und einer der beiden Abzugsventilatoren im Badezimmer hatte auch keine Lust mehr. Bei beiden konnte er den Fehler nicht finden und versprach hoch und heilig er würde in den nächsten Wochen noch einmal vorbei schauen.

Und dann war es auch schon Zeit wieder ins Theater zu sausen zur vorletzten Vorstellung.

Alte Heimat & Antwort auf die Montagsfrage

Da am morgen ein Termin ausfiel, worüber ich mich insgeheim freute, (obwohl, jetzt da es hier steht ist es nicht mehr geheim) ließ ich den Morgen langsam angehen.
Ich bloggte alles vom Vortag weg uns las lange und ausführlich im Internet.

Als vor ein paar Monaten las, dass in meiner Alten Heimat neue archäologische Funde zu Tage kamen, wunderte mich das nicht. Der Ort ist einer der ältesten aus Luxemburg und wenn man dort auch nur ein wenig buddelt findet man altes Zeug.
Die Fundstelle ist mitten im Ort, auf dem Marktplatz und wie es scheint, ist es das Kloster, das der Lokalheilige im 7. Jahrhundert erbauen ließ.
Die Stelle selbst hat auch in der sehr viel jüngeren Vergangenheit für viel Unruhe und Streit gesorgt und das über Jahrzehnte. Ich wohnte in einer kleinen Dachwohnung, ein paar Jahre lang, gleich nebenan, und bekam das alles hautnah mit. In meiner Jugend stand dort ein Hotel, eines der besten vor Ort und es war eine Legende, allein schon wegen der großen Feiern und Bälle die dort veranstaltet wurden. Die Terrasse war eine der bestbesuchten weit und breit und es war im Hochsommer ein Ort für gediegenes „M’as-tu vu?“.
Nachdem sich niemand mehr fand um das Hotel weiterzuführen wurde das Gebäude zum großen Politikum. So sehr, dass niemand mit all den Auflagen auch nur daran dachte, das Gebäude zu übernehmen und es zu sanieren. Und so stand es über Jahrzehnte mitten auf dem Marktplatz wie gewaltiger Schandfleck und verrottete. Nach all den Jahrzehnten die ins Land flossen, hat die Stadt nun endlich beschlossen das Gelände selbst zu kaufen. Was in den 90ern noch hätte renoviert und saniert werden können, musste nun völlig abgerissen werden.
Die Kulturministerin hat sich jetzt wegen der Funde eingeschaltet und das Projekt gestoppt. Die Stadt ist in Aufruhr.

All meinen Bloggerbekannten im Internet nachgelesen und mich mit vielen mitgefreut, dass sie jetzt auch so langsam Termine für Impf haben. Langsam traue ich mich Hoffnung zu schöpfen, dass ich ein paar davon vielleicht noch dieses Jahr wiedersehe.

Als ich gegen Mittag raus wollte regnete es in Strömen und ich ließ es bleiben.

Am Abend dann wieder eine Vorstellung ohne weitere Vorkommnisse. Da sonst weiter nicht viel passiert ist, außer einer Vorstellung des Musicals, beantworte ich heute meine eigene Montagsfrage:

Wenn du einen deiner fünf Sinne aufgeben müsstest, auf welchen kannst du am ehesten verzichten und warum?
Da ich ja schon eine Diskussion mit der D. darüber hatte versuche ich die ein wenig nachzuvollziehen.
Bei mir halten sie Schmecken und Riechen die Waage, wobei ich eher auf den Geschmackssinn verzichten könnte als auf den Geruch. Das mag sehr seltsam klingen für jemand wie mich der gerne isst und trinkt und jeglichen lukullischen Genüssen absolut verfallen ist.
Aber nichts Schmecken zu können bzw. nichts zu riechen kenne ich zum Teil wenn ich schwer erkältet bin und damit könnte notgedrungen leben.

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Die neueste Restaurierung von Baumgartner geht in eine etwas ungewöhnliche Richtung. Ein Ölbild das durch unzähligen Schäden zu einem Artefakt geworden ist und nun als solches erhalten werden soll. Was ich an Julian hier wieder sehr schätze ist seine total unaufgeregte Art zu erklären warum er das macht.

Sonntag & Montag in einem Wisch

Der Sonntag war, was das Wetter angeht, wunderschön. Ich hätte mir gewünscht es wäre nicht unbedingt der Sonntag gewesen, weil Sonntags sind alle frei und alle unterwegs. Also blieb ich tagsüber zuhause schreib im Blog, las, und ließ mir die Sonne auf den Bauch auf dem Balkon scheinen.

Am Abend dann die letzte Vorstellung von „So Dunkel hier“.

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Den Montag ließ ich gemütlich anlaufen. Das Wetter hatte alles am Sonntag an Sonne und warmen Temperaturen verschwendet und es blieb nicht mehr für Montag übrig. Im Gegenteil, es regnete wieder.

Gegen Mittag statte ich einem anderen Projekt einen Besuch ab über das ich aber schweigen muss.

Ich hatte ins Auge gefasst, da der Elektrogroßhandel nicht weit entfernt ist, mich dort umzusehen zwecks einem neuen Staubsauger. Der kleine Dyson den ich vor fast zehn Jahren gekauft hatte, gibt langsam den Geist auf. Doch da ich sehr viel Zeit vertrödelt hatte mit den Kollegen zu tratschen, (muss auch ab und zu mal sein) musste ich den Elektrohandel streichen und Gas geben, dass ich ins Theater komme. Es lief dort alles mit der gewohnten Routine ab, mit Ausnahme dass ein Darsteller zu spät kam. Da kam mir dann wieder einmal zugute, dass ich den Plan, wann wer zur Maske kommen muss, mit viel Luft zwischen den Terminen angelegt habe. Somit ging es trotzdem auf.

Zuhause hatte ich nicht die geringste Lust zum Kochen und orderte eine Pizza per Lieferdienst. Es ist zum ersten mal überhaupt dass ich eine Pizza bestelle seitdem ich in dieser Wohnung bin.
Früher mochte ich Pizza sehr. Jetzt nicht mehr und das hat zwei Gründe, bzw. es stecken zwei Geschichten dahinter. Es hat einerseits mit schlechten Pizzen zu tun, bei denen es mich anschließend ekelte und andererseits gibt es eine traurige Geschichte, die ich nie aufgeschrieben habe in Verbindung mit meinem Vater. Ich werde sie in den nächsten Tagen mal aufschreiben, wenn es weniger zu berichten gibt.
Die Pizza die ich geordert hatte war ok, riss mich aber nicht vom Hocker.

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Fernsehunterhaltung hatte ich keine geplant, zappte einmal kurz durch die Kanäle, blieb eine Weile bei Inspektor Barnaby hängen, bis ich merkte dass ich den schon gesehen hatte und mich sogar noch an den Mörder erinnern konnte.

Dafür lieferte mir YouTube die Abendunterhaltung. Ihr kennt sicher alle den Film von François Ozon „8Frauen“ in dem er es fertigbrachte, die größten französischen Diven in einem Film unterzubringen. Der Film war ein Kammerspiel und basierte auf dem gleichnamigen Theaterstück von 1961, 8 Femmes. Das Original fand ich nun im Theaterkanal der INA wieder.

Die Montagsfrage 11

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Als ich am Samstag mit der D. auf der Terrasse vom Renert saß, rätselten wir herum was ich als nächste Montagsfrage stellen könnte. Und dabei kam diese Frage auf. Je mehr wir darüber diskutierten, umso komplexer wurde sie.

Wenn du einen deiner fünf Sinne aufgeben müsstest, auf welchen kannst du am ehesten verzichten und warum?

Ich werde die Frage wieder in der Woche beantworten, weil ich, jetzt da ich das schreibe, Sonntag ist, und wunderschönes Wetter, das regelrecht danach schreit dass ich eine Runde draußen drehe.

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Freitag und Samstag

Der Freitag ist schnell beschreiben.

Ich blieb den Großteil des Tages häuslich und bereitete das ganze Maskenzeugs für ein anderes Stück vor. So Dunkel hier hatte ich als Zuschauer im Februar in der Abtei Neumünster gesehen. Da war schon klar dass ich das Stück bei der Wiederaufnahme betreuen müsste, weil die Kollegin andere Verpflichtungen hätte. Ich hatte das damals sehr gemocht und wer sich ein bisschen mehr für den Hintergrund des Stückes interessiert, es wurde eine Art Making Of vom Stück gedreht.

Zu diesem Zweck für ich nach Mersch ins Kulturhaus und kam kurz nach vor 23:00 wieder zurück.

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Gleich am Samstag Morgen hatte ich Besuch von einer langjährigen Freundin, der S., die ich nicht oft sehe, mit der ich aber sehr viele gemeinsame Projekte aus meinen allerersten Jahren in der Theaterwelt verbinde. Es ist einer dieser Freundschaften die es schon über so viele Jahre gibt, die immer noch ihren Bestand hat und nie im Sand verlaufen ist, weil wir uns nur sehr selten sehen.
Wir saßen gemeinsam auf der Terrasse auf einen Kaffee und es gab viel zu erzählen.

Für den Samstag hatte ich mit der D. beschlossen, im Grand Café auf der Terrasse zu speisen. Doch es schon tagelang davor kein Tisch mehr zu bekommen. Wir versuchten unser Glück trotzdem. Doch mit dem angekündigten schönen Wetter ,das gar nicht so schön war, war halb Lothringen und Belgien auf einen Ausflug in der Stadt und es war so brechend voll auf der Place d’Armes, dass wir sofort flüchteten.
Im Renert hatten wir mehr Glück und bekamen sofort einen Tisch. Eine halbe Stunde später war es aber auch dort voll.
Es gab Hühnchen Curry und ein Glas Vulpes Molaris.
Doch die Temperaturen ließen uns nicht all zu lange dort verweilen.

Wieder daheim las ich eine Weile das Internet leer und machte mich ausgehfein. Die Schwester der N. hatte zum Abendessen geladen.

Sie hatte eine elsässische Spezialität gekocht, die ich glaube das letzte Mal gegessen habe, als mein Vater noch lebte, also vor 1988. Baeckeoffe
Es war ein sehr gelungener Abend, und ich wäre gerne noch länger geblieben, aber der Pandemie Zapfenstreich setzte dem kurz nach 22:00 Uhr ein Ende.

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Ich hatte Claire Saffitz schon in der Liste der YouTube Abos erwähnt. Doch ab und an kocht sie auch für andere Kanäle wie z.B. den von der New York Times. Ihre Begeisterung für Croissants, kann ich absolut nachvollziehen. Irgendwann werde ich das auch einmal versuchen.

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Ich glaube ich habe den nächsten Sommerhit gefunden. Ein sehr böser Ohrwurm. Ani Kuni von Polo & Pan (im Link in der langen Version) von der die D. zurecht meinte, dass eine Mischung aus Westernmusik und Bollywood ist.

Antwort auf die Montagsfrage 10

Da der Freitag ein Tag war, an dem weniger los war und ich auch Zeit zum schreiben hatte, beantwortete ich heute eigene Montagsfrage. Ich habe sie in die drei Kategorien aufgeteilt, für die auch mein Blog steht, Fressen,Kunst und Puderquaste.

Aber zuerst noch was so hier los war. Ein trister Tag mit viiiiel Regen. Am Morgen chattete ich mit dem H. in Australien, der am gleichen Tag geimpft wurde wie ich, aber halt mit Astra und am Tag danach sich fühlte als ob ein Laster über ihn gefahren wäre. Wir schmiedeten Pläne. Ob sie realisierbar sind wird sich zeigen…

Dann ein Friseurtermin, den ich nicht unbedingt nötig gehabt hätte, da es mir nicht so lang vorkam. Doch das ist jetzt wieder sehr chic:

Am Nachmittag setzte ich mich hin und schrieb die Liste mit den Video Kanälen.

Später dann wieder ins Theater unter heftigem Regen. Da es an mir war, die Umzüge mitzumachen, blieb ich bis zum Schluss.

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Fressen
Babish Culinary Universe. Ein wirklich guter Kanal von dem ich mit schon einiges abgeschaut habe, allen voran seine Gourmet Versionen von einfachen Gerichten.
-Americas Test Kitchen. Ein Klassiker aus den Staaten, den ich auch schon ab und an hier erwähnt habe.
Der Japaner Chocolate Cacao, postet etwas unregelmäßiger, macht aber dafür herrliche Desserts und es ist IMMER wieder Schokolade mit dabei.
-Emmy Made ist einer meiner großen Favoriten, einerseits weil sie eine quirlige fröhliche Person ist, andererseits weil sie immer wieder mit neuen seltsamen Rezepten und und anderen Ideen kommt. (letztens waren es essbare Pilze auf Klopapier wachsen lassen)
Maangchi die wohl bekannteste Koreanische Köchin, bringt es immer wieder fertig dass ich Hunger auf asiatische Kost bekomme, egal zu welcher Tageszeit.
Claire Saffitz, die bekannt wurde durch ihre Gourmet Versionen von gekauften Süßigkeiten, hat jetzt einen eigenen Kanal in dem sie die Rezepte aus ihren Buch Dessert Person vorstellt.
-Und dann wäre noch der Delish, ein Kochkanal bei der es aber nur eine der zahlreichen Köche bei mir auf die Liste geschafft hat, nämlich June, die während der Pandemie eine neue Serie machte Budjet Eats. Faszinierend daran ist Junes‘ Kreativität und was man letztendlich alles aus manchen Lebensmitteln herausholen kann.
(Die wirklich bekannten Kanäle wie Sally’s Welt lass ich hier mal außen vor, ich denke die kennt jeder)

Kunst
-Einer meiner großen Favoriten, und ich habe ihn schon öfter verlinkt, ist Julian Baumgartner. Er ist Kunstrestaurator. Durch ihn habe ich sehr viel über alte Kunstwerke gelernt und wie viel Arbeit in einer Restauration stecken kann. Manchmal stellt er Werke vor, bei denen ich glaubte dass sie hoffnungslos verloren wären. Doch er bekommt sie wieder hin. Was ich bei ihm auch kennengelernt habe ist die seine Philosophie der Zurückhaltung und dass alle Restaurationsabschritte immer wieder rückgängig gemacht werden können. Interessanterweise musste er einmal ein Kunstwerk zweimal restaurieren, weil zwischenzeitlich ein Unglück geschehen war. Spannend war, dass er noch einmal ganz von vorn anfing und seine eigene erste Restaurierung komplett rückgängig machte.
Der einzige Negativpunkt sind immer wieder seine Sponsorings, die ich aber inzwischen mit Schnellvorlauf überspringe.

Puderquaste
Ich habe die Liste derer durchgescrollt, die ich da alle so im Abo habe und ganz ehrlich, es gibt unendlich viel Quasselstrippen, die nie auf den Punkt kommen und eine reine Zeitverschwendung sind. Daher fällt die List der Beautyvlogger auch kurz aus.

Ein weites Feld mit sehr vielen Akteuren, wo es auch immer sehr viel Geschrei, Missgunst und Darma gibt und um sehr viel Geld geht. Meinem Beruf ist es geschuldet dass ich mir da Dinge ansehe. Eine der seltenen Kanäle die ich seit sehr langer Zeit verfolge und sie kann (zumindest sich selbst) richtig gut schminken, ist Nikkie. Irgendwie hat sie es immer fertig gebracht an den großen Dramen der Beautywelt heil heranzukommen oder daran vorbeizuschlittern, obwohl sie einer der Global Player ist in diesem Feld. Inzwischen postet sie sehr viel seltener, doch es geht eigentlich nur noch um das promoten ihrer eignen Person. Richtige gute Ideen, Inspirationen oder Produktteste liefert sie keine mehr. Schade, denn sie war mal richtig gut.
Wayne Gross, ist einer der seltenen, von dem ich eine ganze Reihe an wertvollen Tipps habe und der auch Produkte für Profis vorstellt.
Zabrena vertraue ich in den Testen weil ich vieles von dem Zeug kenne und die gleiche Meinung habe. Außerdem quasselt sie nicht endlos.

WMDEDGT: The day after „Piks“

Der Tag nach dem Piks, gekoppelt mit WMDEDGT, wenn Frau Brüllen wieder wissen will, was man man den ganzen Tag so macht, wäre ideal gewesen wenn ich denn ein paar Nebenwirkungen gehabt hätte. Doch ich hatte keine. Ich spürte nur die Einstichstelle noch am Tag danach und das auch nur bei bestimmtem Armbewegungen. Sonst war da nix.

Gleich am Morgen beratschlagte ich mit der D. per SMS :
To Markt or not to Markt,
That is the question because of the Pigweather.
Wir entschieden uns dafür. Nach mehreren Telefonaten für andere Dinge (es gibt Tage da bräuchte ich wirklich ein/e Telefonist*in) kam ich dann zur endlich zur Körperpflege und zog dann los zum Markt. Es blies wieder ein ungemütlich kalter Wind und es war Regen vorhergesagt, so dass ich wieder mehrere Lagen Kleidung anziehen musste. Ich bin das so leid, will endlich Frühling!

Derweil simste die D. wieder dass sie im Café de Paris säße, der Renert würde heute nicht öffnen. Zudem wäre der Baustellenkrach auf der Place Guillaume unerträglich. Also nahmen wir unseren Kaffee dort ein.
Ich jonglierte immer noch am Handy mit Terminen. Aber es fügte sich alles in Wohlgefallen auf.

Auf dem Markt nach der Tasse Kaffee, inspirierte mich nichts was ich hätte kaufen wollen, zum Teil auch aus dem Umstand dass ich es leid bin jeden Tag zu kochen. Die meiste Zeit koche ich schon für mich allein was den Aufwand auch nicht spektakulärer macht. Ich ging wieder zur Wohnung zurück und holte den Berg Bügelwäsche aus dem Keller, denn am Nachmittag sollte die Putzhilfe kommen.

Am Nachmittag dann einen Termin zur Stoffauswahl vom Anzug den ich nach Maß bekomme. Die D2 hatte verschiedene Stoffe kommen lassen.

Eier von denen wird es werden. Welchen verrate ich jetzt noch nicht. Doch die Auswahl war schwerer als ich dachte, zumal ich ein wenig Schwierigkeiten hatte, mir nur anhand dieses reicht kleinen Stück Stoffes ein komplettes Kleidungsteil vorzustellen. Dann suchte ich noch den Futterstoff für das Jackett aus, das ebenfalls diesen schönen blauen Farbton enthält. Oh, das wird alles sehr schön werden! Jetzt das der Stoff ausgewählt ist, kann es nicht schnell genug gehen.

Am Abend dann wieder eine reguläre Vorstellung im Theater.

Noch später schaute ich mir eine alte Folge der berühmten Reihe „Au Théâtre se Soir“ von INA an. Ich kannte sie als Kind, weil sie oft im elterlichen Hause liefen. In Stück Potiche spielte Jaqueline Maillant die Hauptrolle.


Alte französische Komödien, fand ich früher immer großartig, und sind wahrscheinlich mit der Grund warum es heute immer noch meine Welt ist. Potiche geht noch, doch es gibt viele schlecht gealtert sind.

Piks und fertig

Das Bild des Tages!

Eine unruhige Nacht. Ich kann nicht sagen ob es wegen lang ersehnten Termin war oder wegen dem drastischen Wetterumschwung. Wahrscheinlich beides.

Heute sollte ich die erste Impfung bekommen. Ich hatte vor einigen Wochen bei Anke Gröner gelesen wie das bei ihr von statten ging. Das war alles sehr durchorganisiert und ein wenig kompliziert. Hier ging das jedoch alles sehr locker und ruhig vonstatten.

Ich hatte einen Termin in der alten Victor Hugo Halle. Ich machte irgendwie alles viel bewusster als sonst. Ich stutzte den Bart gründlicher als sonst, duschte, föhnte die Haare alles mit einer gewissenhaften Akribie. Vor den Kleiderschrank wählte ich ein kurzärmliges Hemd, zog aber zwei Jacken an, weil es windig, nass und kalt war. Das war auch Grund warum ich mit dem Auto hinfuhr. Ich wollte nicht zu spät kommen.

Ich fuhr auf den Parkplatz der Halle, der eigens für die zu Impfenden gesperrt war. Ein Wachmann fragte mich ob ich dafür gekommen wäre und wies mit einen Platz zu. Im Eingang gab es vier Schalter und ich ging zu dem der frei war. Man scannte die Einladung durch die Glasscheibe zwischen mir und der jungen Soldatin ab (ja, de sind Menschen vom Militär dafür angefordert worden) und ich bekam ein Karton mit einem M. darauf. Dann ging ich den Gang weiter in die große Halle in der ich in einer großen Wartehalle einen Stuhl im Block M zugewiesen bekam. Vor uns waren Eingänge zu Büros mit Nummern in denen immer wieder jemand erschien und den nächsten aus dem Block der Wartenden aufrief. Das dauerte keine 5 Minuten. Als dann jemand aus den Block daneben, für den man den Buchstaben B haben musste, niemand mehr saß, winkte mich eine Assistentin von dort zu ihr hinüber. Sie scannte nochmal die Einladung und sagte mir dass ich Biontech bekäme. Also war ich hinüber in die andere Kategorie gerutscht. Mir war es recht, denn damit braucht der Folgetermin nur vier Wochen. Von dem Büro ging es dann noch mal in weiter in ein nächstes Zimmer in der ein älterer Herr mir die Spritze verpasste. Piks und fertig. Dann wurde ich zur anderen Seite der Halle wieder entlassen mit der Aufforderung mich dort noch einmal 15 Minuten hinzusetzten, dann könne ich gehen. Ich nutzte die Zeit diesen Beitrag schon etwas vorzuschreiben . Mir wurde weder schlecht noch spürte ich Schmerzen im Arm. Beim Ausgang bekam ich dann noch eine 50er Packung Masken mit. Das alles ging so schnell und zugleich entspannt, alle waren freundlich, zuvorkommend und total unaufgeregt, dass auch ich total entspannt war.
Der nächste Termin habe ich in 4 Wochen am 1.Juni, gleiche Stelle, gleiche Uhrzeit. Juchu!

Am Abend dann wieder eine Vorstellung vom Musical im Theater. Es lief alles wie gewohnt ab, nur dass ich diesmal bis zum Schluss der Vorstellungen für die Umzüge blieb.
Da ich den Wagen nicht mitgenommen hatte, (die Kollegin, die von weiter herkommt, hatte mir schon vorab eine Sims geschickt, dass das Parkhaus am Theater aus nicht bekannten Gründen geschlossen hätte) ging ich kurz vor 23:00 auch wieder zu Fuß nach Hause, durch die gespenstisch leeren Straßen der Stadt und fragte mich, wann das alles endlich ein Ende haben wird.

Wieder in Luxemburg

Die 48 Stunden in Knokke waren eine wahre Wohltat. Ich denke mal dass ich mich sehr glücklich schätzen kann, dass ich Freunde habe, die mich wie Familie ansehen und mich überall mitnehmen.

Am Morgen eine schnelle Putzwirbelrunde durch die Wohnung bevor wir aufbrachen.

Wir teilten uns den Weg. Ich fuhr die Strecke bis nach Brüssel, denn Rest fuhr die A. Unterwegs hörten wir ein Hörspiel vom E.M. Foster, Die Maschine steht still. Sehr interessant und hinsichtlich unserer Zeit von einer frappierenden Aktualität. Sehr hörenswert.

Noch einmal das Kunstwerk von Venet, diesmal von der anderen Seite.

Wieder daheim setzte ich nur schnell den Koffer und all die anderen Mitbringsel ab und sauste fix los um noch beizeiten in der Klinik zu sein für den wöchentlichen Test. Es war keine Menschenschlange vor der Tür und ich kam sofort dran; sehr gut! Anschließend noch eine fixe Einkaufsrunde, da ich ja den Kühlschrank vor Knokke leergeräumt hatte. Da es aber so unverhofft schnell mit dem Test geklappt hatte, hattea ich noch Zeit für einen Kaffee im Renert.
Natürlich sah ich mehrere Bekannte und der Plan mit dem schnellen einkaufen ging dann natürlich nicht auf.

Ich ging zu Fuß nach Hause und orderte Essen im Restaurant.

Derweil packte ich die Mitbringsel aus.

Ein neuer Teppich! Ich hatte ihn bereits erwähnt. Es ist der erste der mir richtig gut gefällt auch von den Farben her und passt perfekt in Büro.

Dann hatte ich ebenfalls wieder in dem Laden N.Z.A. zugeschlagen, bei dem ich aber eher aus Nostalgiegründen kaufe. N.Z.A. steht für New Zeeland Auckand. Langjährige Leser wissen dass ich Anfang 2020 dort war.

Die teuerste Anschaffung sind aber ein paar Schuhe für den Sommer samt dem Gürtel.

Ich weiß auch schon zu was ich sie anziehen kann.

Ich schmiss noch eine Waschmaschine an, und war dann auch Fix und Foxi für den Tag.

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Anke Gröner erzählt wie man in Pandemiezeiten heiratet,

Die Montagsfrage 10

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Via Christian fand ich letzte Woche eine interessante Liste an YouTube Kanälen bei Kiki, der ich nur unregelmäßig folge und war mir diese Liste auch entgangen. Da ich selbst auch recht viel YouTube schaue, (obwohl es mir inzwischen wegen der unzähligen Werbeinspielungen immer mehr auf die Nerven geht) wollte ich von euch mal wissen:

Welche YouTube Kanäle hast du abonniert und/oder verfolgst du regelmäßig?

Ich werde die Frage in der Woche beantworten, weil ich jetzt gerade in Knokke bin und dort nicht mehr als nötig vor der Tastatur hängen wollte. Macht euch aber schon mal auf eine längere Liste gefasst.

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Unten könnt ihr euren Link von eurem Post aus dem eigenen Blog eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Sonntag in Knokke

Wieder früh wach geworden und erstaml alles weggeblogt. Ein Foto vom Vortag bleibt noch:

Den Sonnenuntergang sahen wir nicht von der Wohnung aus und für den war es bereits zu spät als ich das Foto machte.

Die A. machte eine Runde mit mit Blue bevor wir ein sehr gemütliches Frühstück einnahmen. Wir entschieden uns nicht nach Brügge zu fahren und eine wenig durch Knokke zu wandern. Es sind dann doch nicht so viele Menschen hier wie ich zu Anfang befürchtet hatte. Weil das so war schlug ich in ein paar Geschäften zu. Hier hatten nämlich alle bis auf wenige Ausnahmen geöffnet. Unter anderem erstand ich einen Teppich fürs Büro und Gästezimmer. Ich kam, ich sah ihn und er siegte. Fotos davon gibt es später.

Später setzten wir uns auf die Terrasse für ein Nickerchen.

Das Abendessen bestand aus einem Kessel Buntes von dem was sich noch im Kühlschrank befand.

Es war insgesamt ein ruhiger Tag den wir bis zum Sonnenuntergang auf der Terrasse verbrachten

Nach der letzten Runde war die kleine Blue so platt dass sie auf meinem Arm einschlief.

Und nicht sehr viel später ging ich auch schlafen.

Am 1.Mai auf dem Rad

Der Abend davor gab es ein klein wenig zu viel Wein, was aber nicht weiter schlimm war, denn wir konnten ja ausschlafen. Doch ich war schon um kurz nach 6:00 wieder wach.

Ich bloggte den Vortag weg und setzte mich dann in den Salon und las bis die A. auch aufstand. Blue musste raus an den Strand und sie liebt ihn. Wir wanderten gleich ein große Runde und anschließend gab es ein spätes Frühstück. Ich legte mich dann noch einmal kurz hin.

Gegen Mittag waren wir mit einer Freundin von der A. verabredet und deren Mann für eine Fahrradtour. Wir holten also die Fahrräder aus dem Keller hervor und fuhren Richtung Catzand. Ich hatte derweil festgestellt dass ich mein Handy vergessen hatte und war es nix mit Fotos. Da es aber die gleiche Strecke wie letzten Sommer war, könnt ihr auch hier Fotos davon sehen.

Die A. und die K. machten ein paar Fotos die ich euch zeigen kann.

Auf dem Strand in Catzand, was übrigens schon in den Niederlanden ist.

Wir waren extra bis über die Grenze gefahren, weil in Holland die Terrassen geöffnet sind, in Belgien jedoch nicht. Es war mir aber auch klar dass wir keinen Platz nirgendwo bekommen würden, was auch der Fall war. Und so saßen wir längere Zeit an Strand in der strahlenden Sonne jedoch bei kalten Temperaturen.

Ich auf dem Fahrrad ist auch ein Foto mit Seltenheitswert.

Insgesamt legten wir gute 22 km zurück. An sich bei der immer flachen Strecke kein Problem, Aber mein Hintern war nicht für den Sattel gemacht (oder umgekehrt) und es schmerzte ganz gewaltig. „Den Aasch a Fränjelen“

Für den Abend hatten wir das Paar zu uns eingeladen und wir speisten einige spektakuläre Pastasorten die die A. beim Italiener nebenan gekauft hatte. Die Einschränkungsuhrzeit ist hier 0:00 Uhr und so gingen die Beiden wieder zurück zu ihrem Hotel kurz vor Mitternacht.

Knokke

Ich hatte mir dann doch mehr Häuslichkeiten aufgebürdet für den Morgen als gut war, plus Kofferpacken, aber dazu komm ich noch.

Erstmal entschied ich mich für die zweite Impfeinladung und nicht die erste. Was es damit auf sich hat, siehe Blogeintrag von gestern. Darum rief ich noch einmal auf der Hotline an, um zu erfahren wie ich das anstelle, ohne dass mich das System ganz aus den Impflisten rausschmeißt. Doch die Hotline war hoffnungslos überlastet, dass ich es dann über die reguläre Infoline versuchte, wo man mir auch weiter half. Das ganze übrigens immer sehr freundlich und zuvorkommend. Ich habe jetzt nächste Woche Dienstag den ersten Termin. Juchhuuu!

Danach musste es sehr fix gehen zwecks Kofferpacken. Gegen Mittag fuhr ich nämlich mit der A. los nach Knokke.

Unterwegs die bekannte Skulptur von Bernard Venet.

Vier Stunden später:

DAS MEER!

Mit Ausnahme der Restaurants, die hier noch alle geschlossen sind (in Luxemburg dürfen die Terrassen ja bis 18:00 Uhr geöffnet sein) sind die Geschäfte alle geöffnet mit Voranmeldung, die aber gleich vor der Tür abgehandelt werden.

Wir hatten aber schon allerhand aus unseren Kühlschränken zuhause mitgenommen, damit wir nicht verhungern. Und was soll ich sagen, es ist recht kühl aber die Sonne scheint und es genial endlich wieder am Meer zu sein. Fürs Abendessen war ich zuständig. Es gab Mäc‘n Cheese und Salat. (Und leider keine Fotos.)
Später dann, als es wieder erlaubt war die Hunde am Strand frei laufen zu lassen, zogen wir noch einmal zum Strand. Die kleine Blue war in ihrem Element.

Und dann sah ich wieder diese bekannte Staute, „Tomorrow man made by the sea“ von Catherine François.

Ich bin immer wieder fasziniert von ihr. Diese immer währende Demutshaltung gegenüber dem Meer und den Naturgewalten, ist etwas was wir uns alle zum Beispiel nehmen sollten. Gerade in diesen Pandemiezeiten…

Impf!

Was ich vom Vortag noch schreiben könnte ist, dass ich mich SOFORT an den Rechner gesetzt habe, um den Termin zu buchen. Es geht wie gewohnt über die Seiten von guichet.lu.
In der Woche als ich mir aus Gründen das Blogverbot auferlegt hatte, war in einer Regierungserklärung die Nachricht rausgegangen, dass man sich am gleichen Tag ab 18:00 Uhr auf einer Seite zur Impfung mit AstraZeneca anmelden könnte, weil das halt immer wieder liegen bleibt. Ich hatte für mich entschieden dass ich Impf will! Man kann es sich eh nicht aussuchen, was man gespritzt bekommt. Und wenn Astra, dann eben Astra, Hauptsache Impf!! Ich versuchte also den ganzen Abend mich auf die Seite einzuloggen, die natürlich hoffnungslos überlastet war. Gegen 21:00 schaffte ich es dann endlich und bekam auch eine Bestätigungsmail.

Gestern war nun dieser besagte Brief da, der mich vor Freude erzittern ließ. Die Anmeldung klappte reibungslos, aber mit ein paar Fragen mehr, doch sonst genau wie bei der Anmeldung für den Largescale. Am Ende wird dann eine Mail geschickt mit einem Scannercode den man ausdrucken oder auf dem Smartphone haben muss. Es steht immer dabei dass es bis zu 30 Minuten dauern kann, bevor man eine Antwort mit dem Code bekommt. Die Antwort jedoch ließ weitaus länger auf sich warten und war auch nach über einer Stunde noch nicht da. Es war inzwischen spät, die Hotline nicht mehr besetzt und ich beschloss gleich am Tag danach anzurufen.

Doch am Morgen war die Antwort mit Code da! Sie wurde irgendwann in der Nacht gegen 4:00 Uhr losgeschickt. Hurra! Das Gefühl ist schon ziemlich unbeschreiblich. Einen Moment lang, und ich schäme mich nicht das zu sagen, war ich den Tränen nahe. ENDLICH!

Dann musste ich los zur Schneiderin, der D2, für die ich ja Modell stehe, für die Meisterprüfung im Herrenfach. Sie hatte erste Schnitte gezeichnet und wo welche Taschen hinkommen, innen wie außen. Ich hatte ihr das Gilet mitgebracht, das ich mit zum 50. Geburtstag hatte machen lassen, an dem ein Detail war, das ich recht schön fand und sie befand das sofort für gut um es mit einzuarbeiten.

Wieder daheim zog ich aus dem Briefkasten eine ZWEITE Einladung zum Impfen. Hä?
Ein Anruf bei der Hotline klärte das sofort. Die Einladungen sind aneinander vorbei gerauscht. Da von der Regierung vorgestern, die sechste Phase zur Impfung eingeläutet wurde, für die Menschen 54 bis 16 Jahre, (und ich bin 54!) war ich gleich im ersten Schwall an Einladungen mit dabei. Ich hätte mir theoretisch das oben beschriebene „Gedaddel“ von letzter Woche sparen können. Ich klärte mit dem sehr freundlichen Herrn am Telefon ab was ich nun tun sollte. Ich kann jetzt die erste Einladung absagen und die zweite nehmen, bei der ich das geimpft bekomme was zur Verfügung steht, sprich Biontech, Astra oder Moderna. Oder ich behalte die erste Einladung bei, in der es mit Sicherheit Astra gibt. Ich habe noch bis zum 3.Mai Zeit mir das zu überlegen, anschließend sind beide Einladungen ungültig.
Gut, wenn ich dafür ein paar Tage Zeit habe um das zu entscheiden überlege ich mir das auch noch einmal in aller Ruhe.

Den gewaltigen Berg Wäsche in Angriff genommen, der sich von der Woche Blogverbot angesammelt hatte, weil da wirklich gar nichts ging.

Später dann ins Theater zur Premiere. Ich glaube das wird ein Erfolg.

Früh zu Bett aus Gründen die ihr morgen erfahrt.

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Die Großherzogin Maria Theresa gab ein exklusiv Interview in „Good Morning America“.

Nun sind die Amerikaner ja immer noch sehr verzaubert von dem Königreich Status mit viel Glitter und Glamour. Dass das nicht stimmt, wurde ja sehr deutlich im dem berüchtigten Interview von Meghan und Harry. Die Großherzogin bringt es noch genauer auf den Punkt und versetzt Meghan dabei indirekt einen Seitenhieb.

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Heute starb der wohl bekannteste Mann mit dem einzigartigen Lachen. Ich habe nicht viel von der Story verstanden die er da erzählte, doch gelacht habe ich trotzdem.

Vulpes Molaris & freudiger Brief

Der Dienstag war vor allem belegt mit viel Büroarbeit, die über letzte Woche liegengeblieben war. Ich mag sie eh nicht und prokrastiniere darin wo ich nur kann, aber es hilft ja nicht….
Am Abend dann im Theater für die zweite Hauptprobe. Da würde ich jetzt gerne mehr vom Stapel lassen, aber die Berufsehre und die Diskretion verbietet das… nun ja.

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Am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein auf den Markt und anschließend auf der Terrasse des Renert, der, nachdem das große Baustellenloch vor seiner Tür endlich geschlossen ist, auch wieder regulär arbeiten kann. Die Jungs von Renert waren in der Zwischenzeit übrigens nicht faul und haben in einer Kooperation mit zwei verschiedenen Winzern jetzt jeweils einen weißen und rosé Crémant und einen Weißwein herausgebracht.

Der weiße Crémant ist übrigens ein Millésime 2015.
© Beim Renert

Den Weißwein von den Frères Duhr aus der Gegend Clos du Vieux Moulin durfte ich heute verkosten. Huiiiii, der schmeckt zu gut und geht runter wie Limonade. Sehr gefährlich.
Vulpes heißt Fuchs. Molaris heißt Mühle.

Zum Mittagessen hatte ich ein Haschis Parmentier mit Salat und die D. ein Veggie Roulade mit Gurke und Tofu in einer Toamtenausce mit Couscous.

Mir ging es prächtig.

Am Abend dann Generalprobe.

Wieder daheim fand ich einen Brief im Kasten, der mich erzittern ließ:

Yep! Es ist soweit!

Masken & Musical

Ausgeschlafen und fix die Montagsfrage in die Welt geschickt. Wenn ihr übrigens Ideen habt für die Montagsfragen, ich bitte darum. (bitte nicht die 1000 Fragen an mich selbst, die hab ich schon seit Jahren durch)

Anschließend fix zum Zahnarzt, der kräftige Verspätung in den Terminen hatte, was bei ihm eher selten vorkommt. Heute war die normale Kontrolle dran inklusive ein wenig Zahnsteinentfernung.

Die ganze inzwischen ritualisierte Anti-Virus Prozedur, die ich vor der Behandlung durchlaufen muss, machte mich auf eine anderen Art von Masken aufmerksam die mir schon bei den Terminen davor angenehm aufgefallen waren. Ich muss meine Maske abgeben und und bekomme dann eine von der Zahnarzthelferin ausgehändigt.
Ich als Brillenträger bin da meistens nicht so begeistert von. Ich habe einen großen Kopf und ein großes Gesicht. Die meisten Masken passen mir nicht von der Größe und rutschen immer wieder weg, wenn ich den Mund aufmache um zu sprechen. Zudem kommt hinzu dass die Nasenpartie so starr und unnachgiebig ist, dass die Brille nicht sitzt, weggrutscht und (das macht mich am allermeisten wuschig) beschlägt. Darum trage ich meistens Stoffmasken die ich mir hier bestellt hatte. Es sind die einzigen mit denen ich wirklich den ganzen Tag klarkomme. Aber der Schutz ist dann auch nicht toll.
Die Masken aus der Zahnarztpraxis sind anders gearbeitet und sitzen perfekt. Da die Marke Euronda drauf steht hatte ich schon mal einen Versuch gestartet sie zu finden. Es gibt sie allerdings nicht für „Normalsterbliche“ sondern nur im medizinischen Gebrauch. Also fragte ich den Zahnarzt wo er sie her hätte. Er weiß was ich arbeite, kennt mich auch von Fernsehen, und über all die Jahre hinweg hat er mir schon öfters geholfen. So arbeite ich seit Jahren schon mit seinem Zahntechniker zusammen, wenn ich Dracula Zähne, Monstergebisse brauche.
Und wisst ihr was, der Zahnarzt schenkte mir eine volle Kiste Masken!

Von der Praxis aus ist es nicht mehr weit in die Alte Heimat, in der sich ja der einzige Rewe des Landes befindet. Also fix dahin für ein paar kleine Einkäufe.

Wieder daheim putzte und sortierte ich mein Makenzeugs das ich schon wieder brauchen würde, da ich am Abend schon wieder im Theater war, für dieses Musical. Diesmal nicht als Chef sondern als Assistent. Ist auch mal schön wenn man vorgeschrieben bekommt wie man was schminken soll und nicht alles selbst erfinden muss.

Spät ins Bett.

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A propos Zahnarzt. In meinem früheren Leben als Friseur in den 80ern, machten wir uns immer ein Spaß daraus die Leute nachzuahmen bei ihrer Sitzposition im Stuhl während der Kopfwäsche. Hier das gleiche beim Zahnarzt:

Die Montagsfrage 9

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Die Frage klingt vielleicht etwas doof. Zugegeben ich habe sie aus einer Liste von Bloggerfragen stibitzt, aber interessant ist es doch einmal darüber nachzudenken.

Was ist frustrierend am Bloggen?

Frustrierend ist halt in letzter Zeit dass es für mich als Tagebuchblogger schwer geworden ist keine Langeweile aufkommen zu lassen obwohl das Leben mit all den Einschränkungen sehr einseitig geworden ist. Andererseits ist es eine gute Kopfübung für die gleichen Ereignisse nicht jeden Tag die gleichen Wörter zu gebrauchen.

Ein andere Umstand der mich manchmal sehr frustriert ist, dass ich im Tagesablauf je nachdem wie stressig er ist, nicht die Zeit finde ein paar Zeilen zu Blog zu bringen.

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Unten könnt ihr eure Antwort eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Ein wunderschöner Sonntag

Ausgeschlafen geht anders, aber ok. Als ich zum ersten Mal die Augen öffnete und auf den Wecker sah, war es halb acht. Da ich versprochen hatte für den Brunch ein Brot zu backen, musste ich jetzt raus oder es würde mit den Aufgehzeiten nicht beizeiten fertig werden, denn die A. hatte sich für 11:00 Uhr angekündigt.

Hier das Resultat:

Die Kruste war ein bisschen zu kroß aber ok.

Dazu gab es allerlei für aufs Brot und ein Schskshuka, sowie ein Becher mit Joghurt und frischen Erdbeeren hineingewürfelt. Ja, so kann man ein Brunch für zwei auch machen.

Und wenn ich zu zweit sage müsste ich eigentlich zu dritt sagen, denn da war noch jemand:

Strahlende Sonne den ganzen Tag über.

Am Abend schaute ich mir nachträglich die Folge des Saarländischen Tatorts an, in dem ich eine der Hauptdarstellerinnen gut kenne.

Ich war beizeiten im Bett denn am Montagmorgen ist nochmal ein Termin beim Zahnarzt angesagt, aber das ist dann der allerletzte bis zur nächsten Kontrolle in einem halben Jahr.

Ein wunderschöner Samstag

Ich kam ja erst sehr spät/früh nach hause und legte mich sofort ins Bett, was aber nicht viel Schlaf brachte, denn gegen 10:00 Uhr war ich schon wieder wach.

Ich hatte der D. und dem B. vorgeschlagen dass wir einen Ausflug an die Mosel machen sollten. Die D. und der B. sind ja meine Market Gang jeden Mittwoch und Samstag. (Wir haben sogar schon eine gleichnamige WhatsApp Gruppe erstellt.)

Also machte ich mich, nachdem ich mich eine Woche lang die erprobte Kampfausrüstung für „Kunst“ bei jeglichem Wetter getragen hatte, endlich mal wieder ausgehfein.

Es war gut dass ich mich schon in der Woche darum gekümmert hatte einen Tisch in einem Lokal zu bekommen, denn jetzt so spontan wäre schwierig gewesen. Ich holte die beiden ab und wir fuhren zur K. die ja eh an der Mosel wohnt. Von dort aus gingen wir zu Fuß Zum Weinmuseum und Stube „A Possen“ in dem das letzte mal mit der N. war.

Da wir zu viert waren und hier auf den Terrassen aber nur zwei Menschen an einem Tisch erlaubt sind, erhielten wir zwei Tische mit vorgeschriebenem Abstand gleich nebeneinander.

A Possen ist ein Traditionshaus mit Landesgerichten. Ich wählte als Vorspeise eine Feierstengszalot. Als Hautgang wählte ich die Empfehlung des Tages: Poulet Jaune (Maishühnchen) mit Kartoffelstampf, Spargel und Pilzen in einer Rotweinsauce..

Es schmeckte großartig allein schon durch den Umstand dass ich wieder einmal bedient wurde und wir in geselliger Runde speisten was ich so sehr vermisst habe. Als Nachtisch gab es für mich ein Café Gourmand.

Zwischenzeitlich bekam ich eine Einladung der A2 zu ihrer spontanen Geburtstagsfeier auf vielen Picknickdecken im Park. Eigentlich hätte ich fürden Tag mit ein paar wenigen Stunden genug gehabt, doch ich die Einladung konnte ich nicht abschlagen. Geschenk hatte ich allerdings keines in Petto. Ich rief beim Winzer Kox an, der gleich nebenan in Remich seine Kellerei hat, ob sie zuhause wären und ich eine Kiste Crémant du Futur abholen könnte. Gesagt getan und dann ging es auch schon wieder zurück in die Stadt.

Wieder daheim machte ich mich ich gleich auf den Park in Merl, (die A2 hatte bewusst nicht die Königswiese ausgewählt, da es an einem Samstag Nachmittag ein Unding gewesen wäre) Es war eine lustige Runde, doch ich merkte auch wie ich immer müder wurde und der Schlaf von der Nacht davor fehlte. Zudem wurde es eisig kalt sobald die Sonne weg war.
Wieder daheim legte ich mich hin und schlief sofort ein.

Selbst auferlegtes Blogverbot & Einkaufen

Wenn ich ehrlich bin, bin ich froh dass ich mir ein kleines Blogverbot für die letzten Tage auferlegt habe. Ich konnte ja nicht über das Projekt schreiben, weil mich das in Teufels Küche gebracht hätte. Nur so viel: Es waren schon wahnsinnige Tage, in denen ich wirklich tolle Momente erlebt habe, die alle danach schrien im Blog verewigt zu werden. Aber ich habe sie als Erinnerung im Kopf und das muss vorerst reichen. Den Rest der Tage verbrachte ich mit Körperpflege, die Kaffeemaschine ein- und ausschalten und schlafen.

Am Freitag hatte ich tagsüber frei, schrieb schon ein wenig etwas hier vor und machte mich dann auf zum Einkaufen für ein Brunch am Sonntag, denn der Samstag ist schon mit einer anderen Unternehmung belegt, dass ich da höchstwahrscheinlich nicht zu einkaufen komme.

Ich hatte mir vorgenommen Shakshuka zu machen und, weil es letztes mal so gut geklappt hatte, ein Brot zu backen. Ob ich das alles so umsetzten werde wie geplant, dazu am Sonntag mehr.

Ich kaufte alles was ich brauchte. Am Nachmittag daddelte ich eine kleine Runde Runescape zwang mich dann zu einem Nickerchen, weil ich das später nötig haben würde. Gegen 18:00 dann noch ein letztes mal das Projekt „das nicht genannt werden will“.

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Ein paar Fotos von der Woche die ich so nebenbei machte, habe ich aber. Eines davon war am Donnerstag schon auf Insta zu sehen. Der Brackeweier bei der Kockelscheuer.

Die Kockelscheuer ist ein kleines Dorf im Süden vor den Toren der Stadt. Ich bin sehr selten dort weil es für mich nichts dort gibt, was interessant wäre. Würde ich Schlittschuh laufen wäre es anders. Dort befindet sich nämlich eine überdachte Schlittschuhlaufbahn.
Das letzte mal dass ich dort war, war glaube ich 1995 oder 1996 im Hochsommer zu einem Simple Minds Konzert in dieser Halle, die früher mal im Sommer für Konzerte genutzt wurde.

Und das war während der Nacht

Die Montagsfrage 8

Jeden Montag stelle ich eine Frage, die ihr in eurem Blog beantworten könnt. An welchem Tag der Woche ihr das macht bleibt euch überlassen. Am Ende des Postings sammelt Mr. Linky die Einträge aus eurem und aus anderen Blogs und es wäre nett wenn ich mich verlinkt.

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Wenn du dir ein teures, berühmtes Kunstwerk leisten könntest, mal abgesehen vom Preis und allen anderen Kosten, welches würdest du haben wollen?

Das ist ein sehr schwierige Frage für mich. Es gibt sehr sehr viele die gerne haben möchte. Ich werde da mal eine Liste machen, weil ich mich echt nicht für eines allein entscheiden kann.

Ich könnte die Liste noch lange weiterführen, doch das wäre jetzt mal so ein paar wenige die ich mir sofort im Wohnzimmer vorstellen könnte.

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Unten könnt ihr eure Antwort eintragen. Mister Linky kann nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.

Crémant & Chilli

Samstag heißt ja für gewöhnlich Wochenmarkt. Doch ich ließ ihn diesmal beiseite, weil ich für nächste Woche nichts weiter brauche.

Stattdessen ging ich zum Friseur, der sich diesmal Zeit genommen hatte und mir endlich die ganze Wolle vom Oberkopf wegschnitt, die ich schon letztes mal weghaben wollte. Ich fühlte mich anschließend als ob ich zwei Kilo abgenommen hätte. (Wenn es so einfach wäre…)

Der B. simste ob ich nicht auf einen Kaffee doch auf den die Place Guillaume kommen würde. Doch, sicherlich. Und so saß ich mit ihm eine längere Weile dort und irgendwann gab es Cremant. Es blieb nicht bei einem Glas….

Am Nachmittag ein paar kleine häusliche Dinge und dann war es auch schon Zeit der K2. zu fahren, von der ich ein spontane Einladung bekommen hatte, mir doch endlich mal ihr Haus anzusehen in das sie bereits vor über einem Jahr eingezogen ist. Es erinnerte mich ein klein wenig an mein Elternhaus, mit dem riesigen Garten.

Die K. Hatte Chilli con Carne gekocht, etwas das ich sehr lange nicht mehr gegessen hatte. Als Nachtisch hatte ich das Pistazien Eis mitgebracht und dazu gab es Erdbeeren.

***

Währendem ich die häuslichen Dinge erledigte hörte ich ein lustiges sehr altes Hörspiel, das ich in der ARD Audiothek fand: Mr. Deeds in New York

Ein unverhofft freier Tag

Das Gefühl wenn man unverhofft einen ganzen Tag geschenkt bekommt, ist im Grunde eines meiner Lieblingsgefühle. Es fühlt sich an wie ein kleiner Urlaub, den ich mir dann nicht durch sowieso Liegengebliebens zumülle, sondern ich tue spontan etwas was mir Spaß macht.

So ein Tag ist heute! Hurra!

Ich fuhr gleich nach dem Bloggen zum wöchentlichen PCR Test und setzte mich kurz auf die Terrasse vom Vis-à-vis. Natürlich liefen an mir etliche Bekannte vorbei weil das Kapuzinertheater gleich nebenan ist.

Ich beschloss mir die Ausstellung Gleef dat net im Museum der Stadt Luxemburg anzusehen. Die D. hatte mir davon erzählt.

Zwischendurch lief mir der F. über den Weg, den ich schon sehr lange nicht gesehen hatte. Ich beschloss den Museumsbesuch etwas zu verschieben. Auf der Terrasse vom Wellem, die durch Seitenwände von dem eisigen Wind ein wenig geschützt ist, gab es einen weiteren Kaffee.

Dann machte ich mich auf zum Museum.

Die Bügermeisterin der Stadt selbst stellt die Ausstellung vor. Es geht um Vertuschungen, Täuschungen und Fake News, und dass gerade in unserer Zeit eine solche Ausstellung von höchster Wichtigkeit ist.
Zum ersten mal wurde die Ausstellung in Deutschland in Dalheim 2019 gezeigt sollte eigentlich schon letztes Jahr zu uns kommen, was ja wegen der Krise nicht ging. Die Ausstellung wurde sie noch einmal mit aktuelleren Beispielen um Covid-19 erweitert.

All die bekannten Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit sind vertreten, wie zum Beispiel die Zwillingstürme in New York. Die meisten davon kannte ich und ich überflog sie ein wenig schneller. Es kommen auch Journalisten zu Wort wie sie mit diesem Thema tagtäglich umgehen und möglichst versuchen nichts davon als offizielle Nachricht weiterzuleiten.
Es wird aber auch analysiert wer auf die diversen Wagen der Fake News aufspringt, und wer die Fehlinformationen ganz bewusst in die Welt setzt.

Für einen kurzen Moment wurde auch ich schwach.
Wusstet ihr dass es ein Luxemburger gab der 1969 mit der Apollo Mission mit auf dem Mond war und ein Stück Mondgestein mitbrachte? Jean-Pierre Schneider war dort. Es wurde nur alles sehr geheim gehalten.
Das war tatsächlich eine Geschichte die auf Twitter und Facebook herum geisterte. Zum Beweis habe sie einen Schaukasten mit einem weißen Stein aufgestellt, den ich aber sofort als ein Stück versteinerte Koralle erkannte.
Es wurden sehr viele Beispiele aus der Geschichte von den Diktatoren Stalin und Hitler vorgestellt. Einige davon kannte ich manche aber nicht.

Ein großartige Ausstellung, absolut sehenswert. Wenn ihr könnt solltet ihr sie unbedingt in der Woche ansehen, dann an Wochenende werdet ihr durch die limitierte Anzahl der Personen, lange warten müssen.

Am Nachmittag machte ich mir Pistazieneis, einfach so, weil ich noch ein Glas der Paste da stehen hatte und weil das Ablaufdatum langsam auf sein Ende ging.

Am Abend schaute ich mit auf Arte eine Doku über Discomusik an. Doch es ging um eine ganz bestimmte Zeit, in der sie eigentlich nicht mehr Disco genannt wurde, sondern High Energy. Dass diese Musikrichtung nur von ein paar wenigen Produzenten kam wusste ich lange nicht. All die großen Klassiker auf die ich alle getanzt habe, wurden vorgestellt.
Wusstet ihr dass im Lied So Many Men, So Little Time der „Klingelingeling – Klangelangelangelang“ Sound von Kuhglocken stammte, die mal schneller mal langsamer mit dem Tonband abgespielt wurden?

Antwort auf die Montagsfrage

Da der Donnerstag nicht blogtauglich ist, (irgendwann wird er es wohl werden, aber jetzt nicht) beantworte ich heute die Montagsfrage 7, weil ich das aus Zeitgründen nicht konnte.

Welche drei Filme haben dich nachdrücklich geprägt und warum?

Ich musste eine Weile überlegen, ob ich überhaupt drei Stück zusammenbekomme.

Den ersten Film der mich prägte, war ein spanischer Film, bei dem ich schon so oft versucht habe ihn wiederzufinden, aber ich kenne den original Titel nicht. Er heißt auf deutsch „Sie nannten ihn Herbstrose“ und ich sah ihn als ich noch sehr jung war. Ich muss so zwölf oder dreizehn gewesen sein. Ich hatte einen kleinen schwarz/weiß Kofferfernseher im Zimmer. Der Film hatte mich schon in der Programmvorschau am Sonntagmorgen elektrisiert. (Kann sich noch jemand diese Wochenvorschauen erinnern?) Viel weiß ich nicht mehr über den Film. Es war eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern zur Zeit des Franco Regimes. Ich kann mich noch erinnern, dass es in der Geschichte ein kleine geheime Bar gab in der Männer mit Männer tanzten. Die Liebe nimmt ein tragisches Ende.
Es war zum allerersten mal, dass ich durch einen Film bestätigt bekam dass ich nicht allein bin mit meinen Gefühlen und dass es aber auch von der Gesellschaft nicht anerkannt wird. Wir schreiben das Jahr 1979/80 (oder war es noch früher?) und Luxemburg war noch sehr sehr weit davon entfernt, einen Premierminister zu haben, der mit einem Mann verheiratet ist.

Ich versuche in dieser Liste nicht meine zwei Lieblingsfilme hineinzubringen, Das wäre Les enfants du Paradis von Marcel Carnet und Cabaret von Bobo Fosse.

Doch einen davon muss ich wohl und das wäre Cabaret. Wenn ich heute an den Film zurückdenke, kann ich Parallelen mit meiner Zeit sehen. Im Film war eine Zeit der Unbeschwertheit, doch über ihnen schwebt dieses ungute diffuse Etwas, das sich kurze Zeit später zum Zweiten Weltkrieg entwickelte. Dieses unbeschwerte Abfeieren, sich um nichts Sorgen zu machen, keine Verantwortung zu haben, für den Moment zu Leben, all das erlebte ich in der 80ern und doch war mir unbewusst klar, dass es nur eine Seifenblase war.

Beim dritten Film bin ich unschlüssig. Es gibt mehrere.

Da wäre zum Beispiel The five Senses von Jeremy Podeswa, ein Film den ich unter vielen auf meinem ersten Festival in Cannes sah und den ich lange vergeblich als DVD suchte bis ich ihn endlich in einer japansichen Version fand. Doch er er ist glücklicherweise auch in OV darauf. So richtig nachdrücklich geprägt hat er mich nicht aber er ist einfach wunderschön und manchmal sehe ich ihn mir heute noch an.
Ein anderer Film der eher in die Richtung von oben beschriebenen spanischen Film geht ist Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence Damals verliebte ich mich ein klein wenig in David Bowie.

***

Die Montagsfrage ist übrigens immer noch gültig! Ich könnt sie auch zu einem späteren Zeitpunkt beantworten wenn schon eine neue Frage raus ist. Alles gut. Wer bin ich denn dass ich euch etwas vorschreibe!
Es gibt jetzt in der Blogroll auch die Liste mit all den vergangenen Montagsfragen.

Überfressen

Es war noch einmal richtig kalt als ich am Morgen zu Mittwochsmarkt ging. Ich wollte Spargel haben. Ich hatte schon den französischen Spargelhändler die Woche davor entdeckt, kaufte aber keine weil ich nie die Gelegenheit gehabt hätte sie richtig vorzubereiten. Aber dafür heute!
Ich bin zwar nicht so der große Spargelfan, dass ich alles stehen und liegen lasse aber ab und zu mag ich schon welche. Da ich Besuch bekommen sollte, hatte ich mir überlegt Spargeln mit der klassischen Sauce Hollandaise zu machen, Salat, und ein paar Scheiben Räucherlachs.

Am Nachmittag fix in die No Art Sendung, die sehr lustig war. Am Sonntag verlinke ich sie nach der Ausstrahlung.

Der Besuch sagte kurzerhand am Nachmittag ab. Ich war enttäuscht, machte dann aber die doppelte Portion Spargel mitsammt dem Lachs, denn die nächsten beiden Tage werden wieder außerordentlich lang und ich mag nicht wenn das zu lange in Kühlschrank gammelt.
Fazit: Ich überfraß mich völlig.