Nach dem Bloggen machte ich mich fertig um nach Trier zu fahren wegen dem Interview. Doch ich hatte die Befürchtung dass es dort so voll von Luxemburgern sein würde und eine Pein um einen Parkplatz zu ergattern, das ich mit dem Zug fuhr. Das sah dann so aus:
Und es war eine gute Idee, denn Trier war es sehr voll wenn auch nicht zwingend mit luxemburger Volk.
Ich besuchte die Galerie Netzwerk die den ganzen Juni unter anderem eine luxemburgische Künstlerin zu Gast haben. Das Interview lief sehr locker ab, (ich muss dazu gestehen, das ich schon sehr lange keines mehr geführt habe) worüber ich sehr froh war. Wer,wie,wo und was erfahrt ihr wenn Teile des Interviews ausgestrahlt werden. Ich machte aber ein paar Fotos und Kunstkenner werden sofort wissen wer die Künstlerin ist.
Anschließend gönnte ich mir eine feudale Portion Eis.
Bei Seidensticker entdeckte ich zwei Sommerhemden sehr günstig, bei denen ich Stilaugen bekam und mit dem sehr dünnen Vorwand kaufte, dass ich ja wieder im Fernsehen bin und nichts mehr im Kleiderschrank habe, was ich nicht schon vor der Kamera getragen hätte.
Gegen halb fünf ging es zurück mit dem Zug. Zuhause überfiel mich dann die Müdigkeit und ich schlief kurz auf dem Sofa ein.
Ich konnte noch lange auf der Terrasse sitzen begleitet von einer hauchdünnen Mondsichel.
Gefeiert sollte nicht werden und es herrschte auch ein wenig Verunsicherung, da die Restaurants und Bars ja geöffnet haben. Es war aber klar dass alle große Feierlichkeiten in der Hauptstadt abgesagt waren. Kein Fackelzug, kein Feuerwerk. Keine kleinen Kioske mit Live Bands durch die ganze Stadt verteilt.
Ich begann den Tag ruhig. Kaffee auf dem vorderen kleinen Balkon. Die Tomatenpflanze wächst und gedeiht und trägt hoffentlich in den nächsten Wochen irgendwann ein paar Tomaten.
Dann bekam ich einen unerwarteten Arbeitsanruf für die Sendung. Huiii. Es musste sehr schnell gehen, denn am Mittwoch ist bereits die Aufzeichnung. Da ich aber wieder weit vorab über etwas berichten soll, was eigentlich noch im Aufbau ist, wird es schwierig werden. Ich musste sofort am Telefon loslegen, Termine festzurren und da Dienstag ein Feiertag ist, erleichterte das die Chose nicht.
Am Nachmittag zog ich mit der Kamera los, machte ein paar Aufnahmen von einer Ausstellung im Aufbau, und zurrte noch einen Termin für Dienstag mit einer Küsterin fest, zwecks einem schnellen Interview.
Ich bekam alles was ich wollte. Uff. Und ich muss sagen, für jemand der sonst seine Beiträge für die Sendung von langer Hand plant, war das hier eine sehr gute Übung, sich in kürzester Zeit einzuarbeiten und genug Material zusammen zu bekommen, dass man nicht wie ein Doofie anschließend in der Sendung sitzt.
Am Abend rief die A. an, nachdem sie Dalton versorgt hatte und war sich unschlüssig was sich machen sollte. Ich hatte schon für mich beschlossen, dass ich nicht raus gehen würde, sondern einen gemütlichen Balkonabend einlegen würde, der erste seit Wochen, denn es war warm genug. Denn wenn trotz aller pandemischer Widrigkeiten, viele Menschen unterwegs wären, würde auch sicherlich ein großes Polizeiaufgebot durch die Straßen ziehen. Da muss ich nicht dabei sein. Ich also lud die A. auf ein zwei drei Glas Wein zu mir ein. Es wurde ein sehr gemütlicher Abend. Die D. schickte uns zwischendurch liebe Grüße aus Erromardie (ein Nachbarort von St.Jean) mit einem Sonnenuntergang bei dem man neidisch werden konnte.
Gegen 23:00 hörte ich dann doch ein kleines privates Feuerwerk in der Nachbarschaft und noch etwas später sah ich auch eines von weit weg.
Eine Verabredung mit der K. auf dem Wochenmarkt ließ mich am Samstag Morgen dann doch hingehen, obwohl ich gar nicht gemusst hätte. Es war brechend voll. Als Foto könnte ich genau das gleiche Foto wie das von letzter Woche einsetzen. Ich ging mit der K. seit langem einmal wieder zum Lea Linster Laden, der die Krise überlebt hat. Ich kaufte ein paar Madelaines dort als Mitbringsel für eine Einladung zum Abendessen, die die A. und ich schon seit über einer Woche festgezurrt hatten.
Am Nachmittag bereitete ich ein wenig Zeug vor für meinen ersten richtigen Arbeitstag nach den Einschränkungen, der am Sonntag stattfinden sollte.
Am Abend dann ging es ein wenig raus aus der Stadt, zu der C und dem M., die zum Essen eingeladen hatten. Es war wunderbar, vor allem weil ich die C, schon seit über einem Jahr nicht mehr gesehen hatte. Und somit gab es auch viel zu erzählen. Da wir alle vier im kulturellen Milieu abrieten, war es wohl klar um was sich alle Gesprächsthemen drehten. Und das darüber nichts schreiben kann, versteht sich wohl auch von selbst.
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Am Sonntag dann meiner erster Arbeitstag, seit März! Er fällt zugleich auf den längsten Tag im Jahr der auch noch eine kleine Mondfinsternis beinhaltet, die war aber nicht sehen werden, da sie am Nachmittag sein wird. Ich deute das mal als gutes Omen für den Rest des Jahres. Die C., die ihren Garten sehr nach den Mondphasen ausrichtet wann sie was aussäht, meinte, dass der Sonntag nur gut werden könne.
Ich stand also recht früh auf, verbloggte fix den Samstag und entschied dann einen Doppeleintrag zu machen, da es sich für die paar Zeilen oben nicht lohnen würde. Zudem hatte ich kein einziges Foto gemacht, was mir inzwischen seltsam vorkommt wenn nicht mindesten ein Foto im Beitrag ist. Doch dann erinnerte ich mich daran dass die D. ein paar Fotos von St.Jean geschickt hatte.
Sie kam man Samstag dort an. Ich bekam auch ein Video von den Festlichkeiten von St.Jean die ich ja letztes Jahr ausführlich gefeiert hatte. Sie können dort nicht nicht stattfinden, weil es einfach das größte Fest im Jahr ist von der kleinen Stadt. Die großen Events waren sicherlich abgesagt. Aber man hörte doch in dem kleinen Restaurant La Boëte, in dem die D. war, die traditionellen baskischen Lieder.
Gegen 10 Uhr startete ich dann durch und es wurde ein langer Tag.
Es war die Aufzeichnung eines Konzertes über das ich schon einmal hier geschrieben hatte. Da wir durch die Pandemie die Konzertreihe nicht weiterführen können, wurde beschlossen das ganze auf DVD herauszubringen.
Die Aufzeichnung fand im Stued Theater statt, ein kleines privates Theater das ich bis dato nicht kannte. Es befindet sich in einem wunderschönen kleinen Hinterhof in dem früher mal eine Stellmacherei untergebracht war.
Und was soll ich sagen, als Wiedereinstieg in die Arbeit nach der Quarantäne war der Tag perfekt. Ich hatte noch befürchtet, dass es, da es ja ein Drehtag war, schlechte Erinnerungen an längst begrabene Filmsets hervorrufen würde, doch das Gegenteil war der Fall. Niemand war gestresst oder schlechter Laune. Es lief alles in größtmöglicher Harmonie ab. So sollte das immer sein.
Der anschließende Restaurantbesuch mit der ganzen Truppe im Ristorante Sei Ottavi rundete den Tag perfekt ab.
Ein sehr ruhiger Tag, der wenig Interessantes bot, weil es auch mal solche Tage geben muss. Mit ist das ganz recht, denn sonst wäre mein Leben ja nicht zum auszuhalten.
Mein Abendessen: Allerlei kleingeschnibbeltes Gemüse mit Pasta. Es muss langsam aber sicher alles aus den Kühlschrank raus, denn Ende nächster Woche bin ich für ein paar Tage weg. Die Silberflasche ist nicht neu, stand aber sehr lange verstaut im Regal in der Garage, zusammen mit diesen Windlichtern.
Es ist Dekozeug das noch von der großen Feier an meinem 50. Geburtstag übrig blieb. Lang wusste ich nicht was ich damit anstellen sollte. Ich hatte angefangen den Blakon damit einzudecken, doch es sieht, bis auf die Flasche, nicht besonders aus. ich weiß nicht recht… Dabei sehen sie in der prallen Sonne ziemlich cool aus:
Es sind nur knappe 14 Tage, aber da mein Haarkünstler nächste Woche nicht da ist, war ich eine Woche früher. Er sollte übrigens mit seiner Prognose recht behalten, dass mir das lange Deckhaar sehr bald auf den Senkel gehen würde.
Vorher:
Ich hätte die Haare eine Weile auch ohne schneiden hinbekommen. Ist ja nicht so als ob ich das nicht irgendwann gelernt hätte. Da ich aber inzwischen auch zu der schnellen, praktischen Truppe gehöre, nervt es wenn ich da so viel Zeit investieren muss.
Nachher:
Jetzt geht das morgens wieder ruck-zuck.
Anschließend kaufte ich meiner Putzhilfe einen neuen Besen, da der alte schon länger das zeitliche gesegnet hatte und der zweite Besen extrem harte Borsten hat und eher für den Hof oder Bürgersteig gedacht ist.
Und wenn ich schon deswegen nach Howald fahren muss, dann ist die Cloche d’Or nicht weit und ich wollte dort kurz im Einkaufszentrum mit dem gleichen Namen vorbei schauen. Ich hatte kurz bevor die Einschränkungen los gingen ein größeres Fotoshooting und ich wollte sehen was man an Fotos davon zurückbehalten hat und was man jetzt im Geschäft findet.
Und wenn ich schon bei Namur vorbeischaute, blieb ich auch gleich zu einem ausgesprochenen rudimentären Mittagessen. Von der Qualität war alles einwandfrei, doch es war sehr lieblos auf den Teller geschmettert und sah ‚traurig‘ aus. Ich hatte ein Sirloin-Steak mit Pfeffersoße, Pommes und Salat. Es schmeckte alles, aber… ach vielleicht bin auch zu sehr verwöhnt und wählerisch.
Am Nachmittag kam die Putzhilfe und erzählte mir eine Schauergeschichte von einem Ehepaar. Sie kommt die letzten Wochen sehr unregelmäßig zu mir, manchmal Montags, manchmal Mittwochs, dann wieder Donnerstags. Sie ist recht froh darüber dass ich darin flexibel bin. Der Grund dafür ist besagtes Ehepaar. Er Mitte Achtzig, sie Anfang Achtzig. Sie sind seit 50 Jahren verheiratet und es läuft gar nicht gut zwischen den beiden. . Nun hat die Covid Krise die Ehe Krise weiter verschärft. Der Mann hätte inzwischen eine regelrechte Phobie gegen das Virus entwickelt. Er zieht zwei Masken übereinander an wenn die Putzhilfe ist. Er hat ihr Overalls und Handschuhe gekauft, die sie anziehen muss in einem extra Raum und auch dort wieder ausziehen und alles wird danach sofort entsorgt. Das Geschrei zwischen den beiden, sei noch schlimmer geworden. Seit letzter Woche darf sie nicht mehr kommen weil er „sehr krank“ sei, was aber nicht ganz stimmt. Nun hat die Putzhilfe Angst dass alles noch weiter ausarten könnte. Entweder einer von den beiden sich etwas antut oder den anderen umbringt. Ich gab ihr den Rat regelmäßig anzurufen um sich nach den „Gesundheitszustand“ zu erkundigen.
Ich kann die Begebenheit hier ruhig wiedergeben, da ich das Ehepaar nicht kenne. Aber die Geschichte ließ mich noch lange grübeln. Letztendlich kann man nichts tun bis das Unvermeidliche passiert, was immer das auch sein mag.
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Und dann wollte ich noch an sie erinnern, weil ich erst vor kurzem an sie gedacht habe, und dabei im Blog zurückblätterte. Vor drei Tagen war der erste Todestag von Sophie…
Ich hatte Glück. Ich kam vom Wochenmarkt so just zurück bevor es anfing zu regnen und das ohne Unterlass bis in der frühen Abend. Es rutschten ein paar Bäumchen und blockierten die Straßen, zudem schaffte die Kanalisation stellenweise das Wasser nicht und es gab ein bisschen Überschwemmung.
Eigentlich der ideale Tag zum Schreiben, doch fehlte mir gänzlich an Inspiration.
Also schaute ich mir auf Netflix ein paar Paradiesvögel bei ihrer ungewöhnlichen Balz an.
Am Abend war ich zu der S. geladen die erst vor kurzem ihre nigel-nagel-neue Wohnung bezogen hat, in einem kleinen Dorf gute 10 Kilometer außerhalb der Stadt. Eine Wohnungsbesichtigung.
Es erinnerte mich ein wenig an mein Leben als ich noch in der Alten Heimat wohnte. Ich verstehe durchaus Leute die aufs Land ziehen wollen, weil dort noch Luft und Platz ist, aber ich könnte das nicht mehr. Vor sieben (holy shit! schon sieben!) Jahren trat ich den verkehrten Weg an und zog ins Stadtinnere.
Die S. hatte tellerweise Käse, Wein und Trauben bereitgestellt.
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Wer von euch hat früher Mad gelesen? Das immer etwas frechere Comic Magazin? Mein Bruder konnte nie genug davon bekommen. Ihr Zeichner Al Jaffee der seit 1964 dabei war, geht jetzt mit 99 in Rente. At 99, Al Jaffee Says Goodbye to Mad Magazine
Ein Tag mit viel Schreibarbeit, die mir aber eher schlecht von der Hand ging. Irgendwann merkte ich dass ich aus dem „Dreh“ so wie ich ihn mir vorgestellt hatte, nicht rauskam. Für gewöhnlich hängt es an einem oder manchmal zwei Sätzen. dass es nicht weitergeht, doch hier war es etwas anderes. Ich las noch einmal den alten Text durch und mir dämmerte es langsam dass die eigentliche Grundidee vom Ursprungstext, hier nicht mehr passt. Na ja, vielleicht passt sie doch und ich muss nur einen anderen Weg wählen… Schwierig, schwierig….
Das waren so die Gedanken, mit denen ich mich fast den ganzen Tag beschäftigte.
Es ist schon lange her dass ich mit den Jungs abends essen war. Das letzte mal war weit vor der Downunder Reise. Doch der J. nahm das in die Hand und trommelte alle zusammen. Eine altes neues Restaurant, wurde vom einem der bekannteren Chefköche aus Luxemburg übernommen. Jan Schneidewind eröffnete, vor kurzem das KAVA in Bertrange.
Sehr schönes Innenabiente, (siehe Fotos oben im Link) Die Gerichte sind alle durchweg auf Leichtigkeit und mediterran ausgelegt, was nicht heißen will dass die Portionen klein sind, sondern man hat nach dem Essen nicht das Gefühl dass man sich total überfressen hat.
Es war schön nach so langer Zeit die ganze Bande wiederzusehen. Und bei so einem ‚Mädels‘ Abend gibt es natürlich viel zu erzählen dass ich hier verständlicherweise nicht wiedergeben kann.
Ich hatte Steak de Thon Blanc (Mi-Cuit) Auch der A. mir gegenüber hatte das gleiche Gericht. Sehr gut.
P. neben mir (das konnte ich noch schnell ablichten) hatte die Poitrine de Pintade, und der J. hatte das Lachsgericht.
Was den Nachtisch angeht, so handhaben sie es dort wir auch im Grünewald. Sie präsentieren dir alle Desserts gleich am Tisch. Das ist natürlich fies, dass man fast nicht NEIN sagen kann und die Masche klappt bei mir ausnahmslos immer.
Ich hatte Creme Brulé mit darin versenkten Erdbeeren. Alle anderen hatten ein Auswahl von drei verschieden kleineren süßen Häppchen. Wir machten beizeiten Schluss.
Ein sehr schönes Lokal, gleich neben dem Bahnhof, das denn Vorteil hat dass man auch den Zug nehmen kann und nicht selbst fahren muss.
Als ich erwachte, war es als ob ich den ganzen Sonntag nie krank gewesen wäre. Sehr seltsam.
Ich verbloggte den den Vortag (Warum schreibe ich das immer explizit auf? Es gehört zum Alltag wie Duschen und Klogang.) und fuhr nach Trier wegen diverser Haushaltsartikel. Dafür muss man wissen dass diese Artikel, wie zum Beispiel Waschmittel, Kosmetiktücher, Reinigungsmittel und ähnliches, dort wesentlich billiger ist als hier. Das lohnt sich dann schon wenn ich einen Großeinkauf starte.
Ich fragte ebenfalls im Gewürzladen nach Dukka, das ich für ein Rezept von Pappilles & Pupilles brauche. Ich hatte welchen aus Australien mitgebracht, doch der ist schon längst alle. Dabei sah ich dass man sich das auch selbst herstellen kann. Man kann es auch sehr gut so futtern, wenn man eine Paste mit ein wenig Olivenöl damit anrührt und Brot hinein tunkt. Hoher Abhängigkeitsfaktor!
Schreib- und Lesearbeiten am Nachmittag.
Am Abend war ich mit der D. noch einmal im Bovary. Ich hatte Fisch and Chips:
Sie Saltimbocca a la Romana (oder eine zumindest eine entfernte Verwandte davon):
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Zuhause hörte ich dann noch ein Kriminalhörspiel vom DLF Kultur: Die Ohrenzeugin.
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Das brachte mich sehr zum Lachen und ich hatte einen kurzen Anflug von Fernweh nach den Kiwis.
Ein Foto noch vom Abend davor. So sieht das Bovary von innen aus. Ich hatte schon lange kein Foto mehr davon gemacht und mit den Jahren hat sich doch so einiges geändert.
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Ich kann den gesamten Sonntag mit einem Wort beschreiben, nämlich „Bäh“. Am Morgen fühlte ich mich partout nicht fit und hing noch genauso in den Seilen wie am Tag zuvor.
Ich wachte auf, verbloggte den Samstag und legte mich wieder ins Bett. Ich schlief noch einmal durch bis kurz vor Mittag. Danach ging es einigermaßen, doch für viel Kopfarbeit, wie an einem Text arbeiten oder wichtige Texte lesen, ging einfach nicht. Ich erledigte Haushaltszeug, Mehrere Maschinen Wäsche waschen, Blumen gießen und ließ mich ansonsten von irgendwelchen doofen Videos berieseln. Nun ja.
Am späten Nachmittag ging es mir dann langsam besser.
Am Abend eine Doku über Toulouse-Lautrec geshen. Anschließend früh zu Bett.
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Und wenn wir schon bei Video Empfehlungen sind: Billie Eilish im Kürbis Remix.
Tanz in Zeiten von Social Distancing. Das Monster-Tutu ist beeindruckend.
So sah es am Morgen aus auf dem Wochenmarkt. Es unglaublich wie viele Menschen unterwegs waren. Traumhaft schönes Wetter. Doch am Nachmittag schlug es um und es zogen dicke Wolken auf .
Ich bin ab und an wetterfühlig und es geht mir gewaltig auf den Senkel. Nach ein paar häuslichen Dingen legte ich mich kurz hin, weil ich anfing Kopfschmerzen zu bekommen. Ich hatte nichts gegessen oder getrunken was es veranlasst hätte, also schrieb ich es dem Wetter zu. Das es sich zu Anfang ein klein wenig wie Migräne anfühlte dachte ich dass es eine gute Idee wäre sich ein wenig hinzulegen, doch es wurde nicht besser.
Am späten Nachmittag war ich verabredet mit der D. und der I. zum Apéro und ich hätte ihn beinahe verschlafen, hätte die D. mir nicht gesimst. Da ich anschließend noch zu einer kleinen Feier geladen war, zum Geburtstag der N., riss ich mich zusammen.
Doch der Brumschädel ging nicht weg. Dabei hatte ich wirklich nichts getrunken was ihn hätte auslösen können. Auf der Terrasse von Bovary sah es dann so aus:
Wolkenverhangen und nicht sehr einladend. Zudem war es recht kühl.
Die N. freute sich sehr über die kleinen Mitbringsel. Und der kleine Frechdachs war natürlich mit von der Partie.
Und als ich gestern den ruhigen Donnerstag verbloggte, wusste ich noch nicht dass der Freitag so viel mit sich bringen würde. Um es gleich vorneweg zu sagen aus den 12von12 sind nur 9von12 geworden, weil… aber der Reihe nach.
Ein Foto von Vortag das die A. mir schickte: Mein Patenkind Dalton hat Hautausschlag. Er ist den Tests nach allergisch gegen die Spucke der Triebelmücke und muss jetzt den ganzen Sommer über eine Mückendecke anhaben wenn er draußen steht. Und da die Decke ein Zebramuster hat, wurde aus den Minorkiener ein Zebra. Armer Dalton. Ich hoffe sehr dass es irgendwann ein anderes Mittel dafür gibt, sonst muss er die nächsten Jahre Sommer für Sommer eine Decke anhaben.
Die Petunien gedeihen prächtig. Beim ersten Gang über auf dem Balkon zupfte ich die welken Blüten ab.
Mrogenkaffee. (Wobei mir jetzt erst auffällt dass das die Marke der Maschine und des Wasserfilters zu sehen sind, obwohl das nicht beabsichtigt war)
Zwischendurch eine Mail mit einer Absage eines Projekts bekommen. Es machte mich traurig und fuchsig zugleich. Die Produktion hatte offensichtlich zu schnell geschossen und musste dann wieder schuldbewusst zurückrudern. Letztendlich bin ich froh nicht zum Team zu gehören, wenn in der Produktion die linke Hand nicht weiß was die rechte tut. Das ist kein gutes Vorzeichen.
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Am Nachmittag besuchen die A, und ich eine Location auf der wir beide demnächst arbeiten werden. Ein kleine Saal der mit viel Liebe und alten Zeug eingerichtet wurde und in dem immer wieder kleine Konzerte und Kabarettvorstellungen zu sehen sind.
Die Ecke mit der Bar gefällt mir ganz besonders gut.
Anschließend fuhren wir zurück in ein kleines Restaurant in Senningen. Als wir dort ankamen stellte ich mich Schrecken fest, dass ich mein Smartphone nicht mehr hatte. Die A. gab mir ihres und obwohl bei nicht gekopplet sind konnte ich mit ihrem, mein Smartphone orten. Und in der Tat zeigte es mir das Gerät dort an, wo ich es vermutete, nämlich im dem Saal oben. (Darum auch keine Fotos der Speisen) Derweil ging ein kräftiges Donnerwetter nieder mit Wolkenbruch wie ein Weltuntergang. Als wir fertig gespeist hatten, hatte das Unwetter sich verzogen und wir fuhren zurück. Ich stellte mit Schrecken fest dass ich das Smartphone DRAUSSEN im Vorgarten auf dem Tisch hatte liegen lassen. Also mitten im Regen. Doch die Hülle hat es gut geschützt und war trocken geblieben…. Uff!
Es folgte noch eine weitere Widrigkeit per Textnachricht und diesmal war es die A. die fuchsig wurde. Wir fuhren auf einen letzten Absacker in den Grünewald und bekamen einen Tisch draußen auf der Terrasse auf der es noch pitschnaß war doch man trocknete uns ein paar Stühle und einen Tisch ab…
Keine Stunde später folgte ein weiterer Wolkenbruch und wir saßen bei Martini Espresso im Regen.
Ein Tag der bolgtechnisch wenig zu bieten hatte, darum ist der Eintrag heute kurz.
Nachdem ich morgens alles verblogt hatte, kamen ein paar häusliche Dinge dran. Am Abend sollte ein Arbeitsmeeting bei mir daheim stattfinden und ich hatte versprochen ich würde etwas kochen. Ich überlegte hin und her beschloss eine ‚Salade Niçoise‚ zu machen. Das ist ein wenig mehr Vorarbeit aber wen die Gäste da sind geht es fix. Zudem kann man ihn immer ein wenig abwandeln, wobei Puristen dann wieder lauthals krähen, es wäre kein Nizza Salat mehr.
Also zog ich am Nachmittag los um alles dafür einzukaufen. Mein Salat bestand letztendlich aus Feldsalat, Tomaten, Eiern, Paprika, Zwiebeln, Thunfisch, Sardellenfilets, Oliven und Prinzessbohnen und Fetabrösel, also meine ganz eigene Kreation und somt ein „Salade Joeloise“. Nein, es gibt leider kein Foto davon. Es sah ein wenig so aus wie auf dem Foto der oben verlinkten Wikiseite, Er hatte Erfolg denn es blieb nicht übrig.
Die Besprechung dauerte länger als geplant und für nächste Woche ist noch mal ein Meeting geplant. Und da es alles arbeitsbedingt ist muss ich hier schweigen.
Morgen gibt es hier mehr zu sehen denn es ist ja ein 12von12 Tag.
Dienstag Morgen viel Lust zum Schreiben. Da es sich ja um des Umschreiben eines schon bestehenden Textes handelt und die Grundideen schon da sind geht es mir flott von der Hand. Doch nach fast drei Stunden intensiver Schreibarbeit war mein Gehirn leer.
Am frühen Nachmittag rief die D. an und hatte irre Lust auf Eis, ob ich mitkommen möchte. Mich muss man nicht zwei mal fragen, ich habe IMMER Lust auf Eis. Doch ich fragte auch sie ob sie Lust hätte mitzukommen Blümchen kaufen. Hatte sie. Also fuhren wie vorab zum Baumarkt und ich kaufte noch ein paar Setzlinge mehr. Wie das jetzt aussieht, davon gibt es weiter unten ein Foto.
Die beste Eisdiele der Stadt ist in meinem Viertel ich habe sie schon soooo oft erwähnt. Die Bonomeria. Das Eis ist immer irre lecker. Und nach der ersten Portion hätte auch noch eine zweite reingepasst, was ich aber vermied.
Von den paar Stühlen und Tischen vor der Diele steht dieser Baum auf der Place de France der mich schon, seit ich hier wohne, stutzig macht. Wahrscheinlich habe ich ihn auch schon mal erwähnt. Der Baum hat ein Genfehler, da er zwei völlig verschiedene Blätterarten und es ist nicht so als ob da von unten her zwei verschiedene Arten herangewachsen wären, nein es ist ein regulärer Baumstamm. Eine Sorte Blätter ist dunkelgrün, die andere gelblich und in der Mitte hellgrün. Hat jemand eine Idee was das sein soll?
Am Abend plagten mich Kopfschmerzen und Unruhe. Zudem schaute ich mit eine Doku im Schweizer Fernsehen über Harvey Weinstein an, die nicht dazu beitrug dass ich ruhiger wurde, im Gegenteil sie regte mich sehr auf.
Ich schaute gegen 2:30 zum letzten mal auf den Wecker bevor ich irgendwann einschlief.
***
Ich wachte am Mittwoch dementsprechend gerädert auf, gab mir einen Ruck und setzte mich an den Rechner. Zum bloggen hatte ich wahrlich keine Lust, deshalb auch kein Posting. Ein bisschen rumgewurschtelt am Text, ein paar Fehler und seltsame Satzkonstrukte verbessert. Dann war es auch schon Zeit um auf den Wochenmarkt zu gehen.
Ich hatte die Setzlinge am Tag davor durchgezählt und festgestellt dass es nicht ganz reichen würde, ich schaute also nochmal auf dem Markt nach ob ich was passendes finden würde. Dem war aber leider nicht so.
Stattdessen hatte sich eine sehr fröhliche Runde im Renert eingefunden bestehend aus der D., dem B. und dem C., sowie später auch der I.. Das riss mich dann doch sehr aus dem Stumpfsinn und der Marschigkeit heraus, dass es für den Rest des Tages anhielt.
Wieder zurück kam die A. kurz vorbei und brachte mit den Katalog der Edward Hopper Ausstellung der Beyeler Foundation in Basel. Sie war übers Wochenende in der Schweiz aus Familiengründen und hatte kurz Halt in Basel gemacht.
Am Nachmittag, nach einer kurzen Stippvisite in der Gärtnerei, nahm ich dann die Setzlinge in Angriff. Und das jetzt so aus:
Blumen und Kräuter (Oregano, Minze, Thymian und Estragon) Der Sommer kann kommen.
… und ich ließ mich am Ende treiben und nahm an was kam.
Sich die Tage so zu strukturieren, dass ich am Abend nicht mit dem Gefühl ins Bett gehe, er wäre für die Katz gewesen, ist in Zeiten wie diesen nicht immer einfach.
Heute war so ein Tag an dem alles völlig anders kam als ich es zu Beginn angedacht hatte und es war total in Ordnung.
Den Morgen vergammelte ich ein wenig weil ich zwar lange aber nicht besonders gut geschlafen hatte. Ich hatte seltsame Träume von denen ich nichts mehr weiß und mich mit einem eher ratlosen Gefühl zurück ließen. Ich watschelte verschlafen herum und wusste bis auf das Blogposting nichts mit mir anzufangen.
Die A. rief am frühen Nachmittag an und fragte ob ich eine Besorgung für sie machten könnte in einem Geschäft in dem ich noch nie war. Ich nahm die Gelegenheit wahr und ging hin weil ich auf den Laden neugierig war. Da sich der Laden in meinem alten Wohnviertel befindet das zur Zeit eine gewaltige Baustelle ist wegen der Trambahn musste ich den Großteil des Weges zu Fuß machen weil dort auch kein Bus hinfährt.
Ich ging am Paname vorbei ein Lokal in das ich früher oft ging. Ich machte dort vor Jahren mal sehr schöne Fotos. Dort traf ich den F. den ich schon seit letztem Jahr nicht mehr gesehen hatte, später stieß der P. dazu und noch eine Weile später die M.B. die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Es war ein kurzes aber sehr schönes Zusammentreffen.
Ich ging von Paname aus hinüber zur Place Wallis um dort den Bus zurück zum Belair zu nehmen. Doch ich fühle mich extrem unwohl in dem Bus und stieg gleich bei der Kathedrale wieder aus. Ich ging durchs Zentrum hoch zum Vis-a-Vis. Doch setzte ich mich auf die Terrasse und als die Tageszeitung.
Dort lernte ich einen Schriftsteller kennen, das heißt richtig kennen, denn er wusste wer ich war und ich kannte ihn, aber begegnet waren wir uns nie. Es war eine lange und interessante Unterhaltung über das Schriftstellertum in Luxrmburg. Gerne würde ich noch ein paar Details mehr preisgeben, doch ihr wisst ja…. von dritten Personen habe ich gerne eine Einwilligung, dass ich sie Blog verewigen darf. Nur so viel: er ist auch Deutschland nicht völlig unbekannt und hat schon eine Reihe Bücher herausgbracht.
Es wurde später als gedacht und als ich dann endlich zurück nach Hause wollte, waren die Läden alle dicht der Einkauf fürs Abendessen wurde somit hinfällig. Ich rief ich dann spontan im Bovary an und bestellte einen Tisch.
Ich las während dem Essen das neueste Buch von dem oben erwähnten Schriftsteller, das ich schon hatte aber noch nicht angefangen hatte. Mehr darüber die nächsten Tage.
Ein Kaffee auf dem recht kühlen aber sonnigen Balkon. Dabei gleich die Gelegenheit genutzt und die neue Liege aufgestellt. Sie sieht nicht so aus ist aber so ungemein kuschelig, dass ich fast wieder eingeschlafen wäre. Ich sehe mich schon im vollen Sommer bei richtig heißen Tagen nachts im Sessel auf dem Balkon schlafen.
Am Nachmittag nahm ich dann das Pistazieneis in Angriff. Ich las davor ein paar Rezepte durch unter anderem bei Eis Machen und schaute noch einmal bei Claire Saffiz im Gourmet Video wie sie ihre Pistazien Variation hergestellt hat.
Ich nahm dann mein altbewährtes Creme Anglaise Rezept für Vanilleeis der Villa Martha und fügte dem die 150gr Paste aus dem Glas hinzu. Ich reduzierte aber die Zuckermenge von 200gr. runter auf 175gr., weil die Paste auch schon Zucker enthielt und ließ die Glucose, durch die ich sonst ein Teil der Zuckers ersetze, ganz weg. Zusätzlich fügt ich noch einen Tropfen Bittermandel Aroma hinzu und den Pistaziengeschmack zu verstärken. (Im Video der Villa Martha erhitzt man die Creme über dem Wasserbad, was ich grundsätzlich nicht tue, weil ich das mit dem Induktionsherd auch sehr gut steuern kann.)
Auf dem Foto sieht es nicht so aus aber die Creme IST leicht grünlich. Und gleich vorweg, das Eis ist irre lecker geworden! Ich musste mich schwer beherrschen nicht gleich loszulöffeln.
Nach einer kurzen Pause mich dann dazu aufgerafft die Petunien ein die Kübel zu pflanzen. Das sieht jetzt so aus:
Ja da fehlt noch ein bisschen was. Es gibt noch drei bzw. vier Kübel, aber für die kaufe ich Montag oder Dienstag den Rest.
Am Abend im Fernsehen „The Great Gatsby“ mit Leonardo Di Ciaprio. Und wieder störte mich an der Verfilmung, die aufgesetzte zeitgenössische Musik zwischen Charlston und Rap. Vieles wirkt so aufgesetzt und falsch und es ist jammerschade für eine so fabelhafte Geschichte, die schon einmal richtig gut verfilmt wurde.
Es war dann doch recht spät geworden im Rooftop und ich hatte mir vorsichtshalber den Wecker gestellt. Grummelig stand ich auf schrieb das Blogposting und begab mich dann zum Wochenmarkt. Ich kaufte ein wenig Gemüse fürs Wochenende und fand wie durch Zufall, auf dem griechischen Stand endlich Pistazienpaste, zur Herstellung von Pistazieneis. Das wird am Sonntag in Angriff genommen. Einen schnellen Kaffee mit der D. die beruflich schon wieder um kurz vor 11 weg musste. Wieder zurück fiel ich kurzerhand aufs Bett und schlief nochmal ein.
Am Nachmittag mehrere Telefonate die alle recht lang gingen.
Die Rosen von Mittwoch sehen noch immer sehr schön aus.
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Am Abend dann. ich hatte es beinahe verpasst, meine erste Sendung für dieses Jahr. Seit langem war ich wieder Gast bei NO ART ON AIR. Die Sendung läuft seit einiger Zeit wieder, wird aber im Studio aufgenommen. Darum kommt immer einer nach dem andern ins Studio. Ich bin ab der 19:50 Minute zu sehen, und stelle zwei Kunstausstellungen vor, eine in Trier und eine Luxemburg. Man sitzt übrigens erstaunlich schlecht in den neuen Sesseln.
Ich stand verhältnismäßig spät auf, setzte mich an den Rechner und erledigte viel Schreibkram. So langsam tut sich wieder was im Job, wenn auch nur tröpfchenweise. Einen kleinen Hammer hinsichtlich einer Produktion bekam ich doch noch. Also steigt die Zahl jetzt auf zwei Produktionen die Infolge der Pandemie nicht verschoben werden konnten, sondern restlos abgesagt wurden.
Ich hatte mir fest vorgenommen die Blumen in die Balkonkästen zu umzupflanzen, doch das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Es regnete und stürmte unentwegt, so dass der Regen quer flog und alles patschnass wurde. Sogar das Schlafzimmerfenster, das für gewöhnlich nie nass wird, hatte Regentropfen abbekommen.
Als ich irgendwann alles erledigt hatte was sonst noch so an häuslichem anstand, daddelte ich eine Runde RuneScape, und spielte ein recht langwieriges Abenteuer durch, das ich aber ohne die Hilfe von Schnupp Trupp nicht geschafft hätte. Viele sehen das ja als Schummeln an, aber hier war es stellenweise so unlogisch im Spielverlauf, dass ich mich nicht mehr zurecht fand.
Am Abend ein Apéro im Rooftop. Ich war unschlüssig ob ich überhaupt hingehen sollte, wegen dem Mistwetter. Doch da ich den F. seit Beginn der Pandiemie nicht mehr gesehen hatte, war es eine gute Gelegenheit. Ich sollte dort den P. treffen, der zu meiner Überraschung ebenfalls die M. geladen hatte. Es wurde ein lustiger Abend unter rauschendem Regen der manchmal so laut war, dass man fast sein eigenes Wort nicht verstand. Doch irgendwann klatre es auf und ich sah ein spektakuläres Wolkenbild.
Es wurde ein vergnügter Abend wenn auch von den Temperaturen her sehr kühl. Als ich nach Hause fuhr zeigte das Thermometer im Wagen nur noch 9 Grad an. Brrr.
Wenn ich gewusst hätte dass es heute regnen würde, wäre ich mit dem Wagen nicht in die Waschanlage gefahren. Doch da ich nun schon mal den Termin dort hatte, denn er wurde innen und außen gereinigt, trat ich ihn dann doch an. Ich gehe übrigens immer dorthin, weil ich nun mal ein Stoffdach Cabrio habe und ich den Bürsten in einer Waschstraße nicht traue. Zudem habe ich schon das Resultat bei anderen Stoffverdecken gesehen, die, wenn sich schwarz waren, alle einen Grauschleier hatten, der nie wieder weg ging.
Und während das Auto im Wellness stand ging ich hinüber zum meinem früheren Lieblingssupermarkt und setzte mich dort in die Cafeteria. Ich las ausführlich die Tageszeitung und zurrte noch ein paar Termine fest.
Anschließend, da es gründlich abgekühlt hatte, beschloss ich noch mit ein paar Blumen für den Balkon zuzulegen, im Cactus Hobby. Wenn ich schon diesen Sommer nicht viel verreisen kann / darf / will, werden es Ferien auf Balkonien mit Tagesausflügen. Ich fand Petunien in rot und weiß , die farblich perfekt zu meinen Blumenkästen passen.
Ich kaufte mir auch endlich eine Liege, für den vorderen kleinen Balkon, die mir schon lange wünschte. Ich fand eine die nicht zu klobig ist, jedoch faltbar und robust, sehr bequem, mit satten 5 Jahren Garantie. Ein Foto davon wird nachgereicht wenn ich sie draußen aufstellen kann, nicht heute bei grauem Himmel und Regen.
Am Nachmittag kam die D. vorbei und brachte Erdbeertörtchen mit.
Am Abend eine Visite auf dem Gestüt von meinem Patenkind Dalton.
Es hat sehr viele Fortschritte gemacht. Er wird auch regelmäßig von einer der Freundin der A. geritten, die Landesmeister im Dressurreiten war. Und sie ist schlichtweg begeistert von ihm wie schnell er lernt und eigentlich alles kann, wenn er nur will. Denn er mag nicht jeden und kann bei mitunter sehr stur sein. Doch so stur wie er sein, genauso lieb kann er sein. Ich als ich hier eine Weile neben ihm stand und mich einen Moment nicht um ihn kümmerte, zog er am Ärmel der Jacke, ER wäre jetzt bitteschön im Mittelpunkt. Das kann aber auch damit zu tun haben dass er sehr verfressen ist und ich ihm eine Möhre und einen Apfel gab.
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Männer allein zu Hause. Wie viele Filmausschnitte erkennt ihr auf Anhieb wieder? Ich erkannte sieben Stück sofort.
Schnell zum Mittwochsmarkt. Ich mag ihn inzwischen mehr als den am Samstag. Ich brauchte nicht wirklich viel, kaufte aber Blumen.
Anschließend zum Friseur da ich ja jetzt wieder meinen alten Drei-Wochen-Rhythmus einhalten kann.
Am Nachmittag ein Besuch bei der D.D. die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Die D.D. ist meine Innenarchitektin und für die Wohnung verantwortlich ist in der ich jetzt wohne. Wir unterhielten uns lange bei ihr im Garten. Sie hat ihre Liebe zur Gärtnerei entdeckt und versorgt sich zu großen Teilen selbst mit Gemüse. Ich bekam ganzer drei Geschenke:
Von Marset eine kleine Stehlampe die ich schon beim Einzug in die neue Wohnung erhalten hatte, aber sie musste umgetauscht werden und das dauert ewig lange.
Zwei italienische Kirschtomatenpflanzen, weil ich ihr irgendwann mal erzählt hatte dass meine Tante hier auf dem vorderen Balkon immer Tomaten züchtete und das mit recht großem Erfolg. Der dritte Geschenk war eine Tüte voll Eichblatt Salat die ich euch nicht mehr zeigen kann denn sie ist schon verzehrt.
Und während wir bei ihr im Garten saßen schlug das Wetter langsam aber ich um und es wurde sehr schwül und dunkel. Ich fuhr zurück.
Die angekündigten Unwetter kamen und bescherten mir folgendes Foto mit strahlend leuchtenden Gebäuden und einem sehr unheilvollen Himmel.
Am Abend Fernsehen. Die wohl bekannteste Geschichte von Hercule Poirot „Mord im Orient Express“ diesmal mit David Suchet. Es ist inzwischen die dritte Variante die ich als Film gesehen habe, und leider die Schwächste von allen.
Am Pfingstmontag war wenig blogtaugliches dabei außer ein Meeting am Nachmittag das, wenn wir uns clever anlegen, wahrscheinlich Geschichte machen wird. Ach ja, die N. zusammen mit Darwin waren zum Mittagessen da.
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Die Nacht zu Dienstag schlecht geschlafen und leicht matschig und nebelig im Kopf aufgewacht. Nichts gebloggt weil es halt nicht viel gab. Stattdessen meine zwei Ungetüme am Fensterblättern zurechtgestutzt und dabei fest gestellt dass, nachdem ich einem von ihnen alle braunen Blätter weggeschnitten hatte, er nun im Vergleich sehr mickerig aussieht. Wenn ihn die Kur nicht bekommt muss ich ihn ersetzten.
Heute wäre das große alljährliche Hightlight in meiner alten Heimat, die Springprozession.
Seit ein paar Tagen übrigens können die Theater hier wieder ihre Türen öffnen wenn sie wollen, bzw. können, bzw. es sich lohnt. Einer der größten Säle in Luxemburg im Theaterbereich ist das Grand Theatre. Der Saal fasst beinah 1000 Leute. Doch mit den gebührenden Abständen werden daraus nur noch 130. Da stellt sich natürlich die Frage ob es sich lohnt Millionenschwere Opern einzuladen. Ein anderes Beispiel am anderen Ende der Kette ist das kleine Theatre du Centaure mit knapp 50 Sitzplätzen. Da werden nach den Vorschriften nur noch ganze fünf Leute Platz nehmen können. Lösungsvorschläge gibt es einige. Was letztendlich umgesetzt wird bleibt abzuwarten.
Am späten Morgen eine Stippvisite in Trier um Material zurückzugeben, und nach ein paar neuen Jeans Shorts Ausschau zu halten.
Ich fand ein Paar Shorts die ganz ok aussahen und zudem jetzt schon massiv reduziert sind.
Am Nachmittag eine Verabredung mit der D. und der J. auf der Terrasse vom Bazaar Bar. Mit der J. hatte ich schon seit ewigen Zeiten nichts mehr unternommen und sehe immer nur dann wenn ich was für den Fernsehsender mache. Für mich war der Bazaar eine Premiere. Ich gehe oft daran vorbei aber die Klientel schreckte mich immer ein wenig ab. Doch es war in Gesellschaft recht angenehm.
Am Abend verhalfen die D. und ich jemandem der noch immer heftigst in der Tele Arbeit steckt und dadurch kaum bis gar nicht das Haus verlässt zu seiner ersten großen Entschränkung. Wir luden ihn in den Grünewald ein. Er war zu Anfang etwas überfordert wieder so komplett unter Menschen zu sein. Doch ich denke dass das eher seinen eigenen leichten Agoraphobie zuzuschreiben ist. Es war jedoch ein herrlicher Abend und er entspannte sich zusehens.
Ich hatte diesmal den Fisch des Tages:
Seeteufel aus dem Ofen an Risotto mit brauner Butter, Oliven und Pinienkernen. Es war wie immer herrlich.
Wenn man ein wenig zurückblättert durch die letzten Tage, dann waren sie schon heftig wegen der vielen Restaurantbesuchen und Einladungen zum Essen. Darum beschloss ich das Wochenende sehr langsam angehen zu lassen und hatte für die beiden Feiertage nichts geplant.
Am Sonntag lange ausgeschlafen und ein bisschen häusliche Arbeit verrichtet. Das Posting vom Vortag verbloggt und anschließend das Internet leergelesen.
Dabei habe ich mich recht lange durch eine Blog Empfehlung aus den Kommentaren geklickt. Eine Empfehlung die sich echt gelohnt hat, denn hier wird sehr viel Fachwissen vermittelt was die Eisherstellung angeht. Das Blog ist von einem Food Journalisten und einem Koch. Schon gleich beim ersten Durchblättern habe ich sehr viele gute Tipps gefunden. Selbst Eis machen.
Ein neues Video vom BA Test Kitchen gesehen. Claire Saffitz geht darin einzelne Gourmet-Mix Rezepte noch einmal durch und vereinfacht sie, damit man sie zu hause nachkochen kann. Dabei bat sie die Zuschauer ihr die Resultate zu schicken. Eine sehr herzerwärmende Gourmet Mix Folge:
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Schweren Herzens eine Jeans Shorts entsorgt, die zwischen den Beinen durchgeleiert war. Ich hatte sie noch den gesamten Winter in Australien an und mich ergriff ein bisschen Fernweh.
Am Abend einen weiteren Myazaki Film auf Netflix. Prinzessin Mononoke. Gegen Mitternacht in Bett.
Gegen 10 war ich auf der Wochenmarkt der brechend voll war. Doch ich wollte unbedingt hin weil es der letzte Samstag meiner Marmeladenfrau war. Sie wird in die wohlverdiente Rente gehen. Es war für sie sehr emotional und sie hatte sich als Verstärkung ihre Tochter und und die zwei Enkeltöchter mitgebracht. Es gab zum Abschied für jeden treuen Kunden ein kleines Glas Sekt mit Oliven- und Käsegebäck. Sie gestand mir dann auch dass sie voll und ganz wohl doch nicht aufhören kann. Sie wird in der kommenden Zeit so ein oder manchmal zweimal im Monat einen kleinen Stand in der kleinen Gaststätte ihrer Tochter in Oberbillig haben. Ich jubelte innerlich. Ich werde sicherlich das eine oder andere mal hinfahren. Die genauen Daten wird sie per Whatsapp rausschicken.
Ich schlug noch einmal ordentlich zu.
Zuhause legte ich mich noch einmal hin, weil die Nachtruhe etwas zu kurz gekommen war.
Am späten Nachmittag fuhr ich mit der N. und Darwin an die Mosel.
Ein neu bepflanztes RebenfeldDie ersten Trauben für 2020
Am Abend gab es Spargel bei der K. mit vielen Beilagen.
Gähn! So früh schon jemand fremdes in der Wohnung zu haben… Ich hatte mir den Wecker auf 6:00 gestellt und ich war zumindest geduscht und angezogen als der Installateur kam.
Und so saß ich ungewollt sehr früh schon am Rechner und wusste nicht so richtig ich mit mir anfangen sollte. Ich fing an ein Manuskript zu lesen, das man mir zur Begutachtung zugeschickt hatte. Es versteht sich wohl von selbst dass ich da nichts darüber preisgeben kann. Ich konnte mich jedoch schlecht konzentrieren, weil der Installateur herumwuselte.
Zwei Stunden später war das Problem gefunden. Es war der Wasserboiler der ein Leck hatte. Ich rief die Innenarchitektin an, um nachzufragen, wer das vor drei Jahren bei der großen Renovierung eingebaut hat und ob ich es eventuell über die Garantie oder über die Hausratversicherung bezahlen lassen kann . Doch dann fiel es uns beiden wieder ein, dass ich ihn aus der alten Küche recycelt hatte, und ihn nochmal hatte einbauen lassen. Ich rechnete zurück wann er zum ersten mal eingebaut wurde und kam auf das Jahr der Heirat von Tante Gritty, 1985, also 35 Jahre. Von der Garantie her war nichts mehr zu machen. Ich rief bei der Versicherung an und wurde seltsamerweise mit einem Teleservice in Belgien verbunden, der sich zur Zeit der Einschränkungen auch um alle Anrufe aus Luxemburg kümmert, weil die Büros hier nicht besetzt sind. Man versprach mich zurückzurufen. Zehn Minuten später hatte ich meine Antwort. Da es ja keinen zusätzlichen Schäden gab, die die Versicherung übernommen hätte, wird der Boiler nicht erstattet. Na gut, ich habe ja zur Zeit sonst keine großen Ausgaben, (und kein Einkommen) und irgendwo muss das Geld ja hin…
Der Missetäter auf dem Balkon kurz vor seinem Abtransport.
Der Installateurfuhr zurück ins Lager, kam zurück mit einem neuen Heißwasserbereiter und binnen einer Stunde war er eingebaut.
Kaum war er weg klingelte die N. mit Welpe Darwin. Sie hatten sich zum Besuch angekündigt.
Kurze Zeit später zog ich los um noch ein paar Einkäufe zu tätigen, denn es wird ja wieder ein längeres Wochenende. Es waren so viele Menschen unterwegs, dass es fast unheimlich war. Die Grand Rue war so voll wie schon seit Monaten nicht mehr.
Für den Nachmittag hatte ich mir vorgenommen Eiscreme zu machen. Doch zum meinem großen Erstaunen misslang sie mir. Ich produzierte süßes Vanillerührei. Ich konnte die Masse nicht mehr retten. Für eine weitere Fuhre hatte ich nicht mehr genug Eier da. Also muss ich mir für morgen als Mitbringsel für die K. etwas anderes einfallen lassen oder ich muss sehr früh loslegen.
Am Abend dann zum ersten mal dieses Jahr in der Hostellerie du Grünewald. Die A., die N. die D und ich. Ich lasse die Bilder für sich sprechen.
Und der kleine Frechdachs war natürlich der Star des Abends. Ich war weit nach Mitternacht zu hause.
Ihr könnt euch erinnern dass da mal was war? Ich zweifelte teilweise sogar an meinem Verstand, weil da plötzlich eine Wasserpfütze stand und ich wusste ob ich das war (nein, ich habe kein Leck!) ob ich unbewusst was verschüttet hätte, oder das Wasser sonst irgendwo rausrinnt.
Heute war nun endlich der Installateur da.
Ich hatte die hängenden Mülleimer samt der Tür schon selbst entfernt. Aber soweit war ich beim ersten mal auch schon und fand nichts. Doch der Installateur fand. Aber um da ran zu kommen muss die Spülmaschine raus und der Warmwasserboiler muss ausgebaut werden. Da es heute zeitlich für den Installateur nicht mehr ging, telefonierte er sofort mit dem Kollegen aus der Firma der hier auch auf der Baustelle war, als ich die Wohnung renovierte. Er kommt morgen gleich um 7:00.
Da ich in der Küche nun gar nichts tun kann, wollte ich auch nicht kochen und bestellte mir für Abends per Wedely beim Japaner Takajo eine Sushi Platte. Es ist eines der ältesten japanischen Restaurants der Stadt und hat keine fancy-schmancy Sushi Teile, sondern die gängigen Klassiker wie Nigiri, Maki, Sashimi u.s.w. aber immer in einer 1A Qualität.
Heute mal wieder zwei Tage, da der Dienstag Abend mit zu viel Wein endete und ich keinen gescheiten Satz mehr zusammen bekam. Da es am Mittwoch morgen schon sehr früh los ging mit einem leichten Kopfschmerz, (selber schuld) war ich froh dass ich alles geschafft bekam was ich mir vorgenommen hatte.
Aber der Reihe nach.
Dienstag war ein recht ruhiger Tag. Viel Schreibarbeit quasi über den ganzen Tag hinweg und es ging mir flott von der Hand. Am Abend rief die die A. an. Sie hatte eine Lieferung von Hellofrech bekommen, die aber weitaus mehr beinhaltete als sie geordert hatte. „Joël, du musst eine Runde mitessen, ich schaffe das nicht alles.“ Na gut. Also kochten wir bei ihr zu hause. Es gab Reis mit einer Salsa von Tomaten Chilli und Mais nebst gebackener Süßkartoffel und schwarzen Bohnen. Ein etwas ausgefallenes Menü, da vier Sättigungsbeilagen zusammengewürfelt waren. Dazu gab es Pinot Noir und wie oben schon erwähnt, ein ganz klein wenig zu viel, denn mein Kopf präsentierte am Morgen danach die Rechnung.
Zum Apéro gab es Gin Tonic alkoholfrei, der erstaunlich gut schmeckte. Die A. hatte bei Delaize verschiedene Ginsorten entdeckt die alle durch Bank „bleifrei“ sind. Seedlip gibt es in verschieden Varianten, wir hatten Spice.
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Am Mittwoch, morgens zeitig nach Trier, mit der Kamera. Was ich da genau gemacht habe erfahrt ihr Anfang Mai. Juni.
Heute ist der allererste Tag in Luxemburg seit den Einschränkungen dass die Terrassen der Bars und Restaurants wieder geöffnet haben können. Da es Mittwoch war und Wochenmarkt war die ausgedünnte Terrasse vom Renert entsprechend gut besucht. Ich traf bei meiner Rückkehr kurz auf die D. und den B. die einen Tisch ergattert hatten. Doch es war eine seltsame Stimmung, denn vor dem Renert gab es eine Pressekonferenz zusammen mit dem Gastronomenverband, mit uns allen auf der Terrasse im Hintergrund, so als ob wir Deko wären. Sehr wohl fühlte ich mich nicht dabei. Ich trank meinen Kaffee und machte schnell Schluss.
Kurz nach Hause umziehen…
… und dann in die Studios von RTL. Es war so schön alle wiederzusehen. Das Resultat sehr ihr wie schon oben erwähnt, in anderthalb Wochen wenn es ausgestrahlt wird.
Und am Abend kam das Highlight des Tages!
Wir hatten einen Tisch im Bovary auf der Terrasse bestellt. Die N. hatte Darvin mitgebracht.
Er liiiiiebt meinen Bart.
Anschließend Asiatische Nudeln für mich und tellerweise Tappas für die anderen.
Es ist zwar so einiges passiert am Montag, aber nichts was blogtauglich wäre. Darum eine Runde Familienalbum:
Das Bild ist 33 Jahre alt. Ich war 20 und im Urlaub bei dem G. und der A. Der G. war der Cousin meiner Mutter. Als der G. in Rente ging, suchten sich die beiden einen kleinen Nebenverdienst im Süden Frankreichs. Sie wohnten in der Pförtner Wohnung einer großen Villa im auf den Hügel der „Croix Des Gardes“ in Cannes und hielten die Villa und den Garten in Schuss. Die Villa war bis auf die Sommermonate im Jahr unbewohnt. Der Besitzer kam nur selten im Jahr vorbei. Im Winter schon gar nicht. Wie jede Villa im Süden Frankreichs hatte sie einen Pool.
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Das wanderte gestern durch meine Twitter Timeline. Die Serie Knight Rider mit David Hasselhof war ja…lassen wir das. Aber wenn die Musik davon nur auf Cello gespielt wird, das klingt schon sehr cool.
Ein sehr ruhiger Sonntag, der mir zu kalt war um etwas draußen zu tun. Ich hörte am Morgen einen weiteren Teil des Hörspiels dass ich ein wenig vergessen hatte. Die juten Sitten. Mit über 8 Stunden Spiellänge ist das ein ganz schöner Brocken. Doch er lenkte mich gut ab von den Putzarbeiten in der Küche und im Bad.
Ich daddelte ein Runde Runescape und levelte das neue Skill Archäologie noch mal um eins höher.
Am späten Nachmittag ein erster sehr erfreulicher Anruf zwecks einem ersten richtige Job, mit festem Datum, Ort und Auftrag. Endlich! Er ist nicht gewaltig und dauert nur einen Tag, aber immerhin ist es ein Anfang zurück in die Realität, auch wenn es technisch für mich schwieriger werden wird.
Hinsichtlich dessen habe ich ein konkrete Frage. Ich brauche ein Shield Maske. Eine die die Sicht nicht trübt oder gar verzerrt und nicht so schnell verkratzt. Vor allem Trübung wegen Farbe und Verzerrung dürfen nicht sein wenn ich schminke, das wäre fatal, zumal ich auch Brillenträger bin. Hat jemand meiner geschätzten Leser bereits Erfahrung mit diesen Masken und kann mir eine empfehlen? Bitte nur schreiben wenn ihr wirklich aus eigener Erfahrung etwas wisst. Googeln kann ich selbst. 😉
Am Abend schaute ich mir, da ich noch voll um Rausch des Hörspiels war, das in der gleichen Zeit angesiedelt ist, die erste aufgenommene Folge von Babylon Berlin an, die zur Zeit im Schweizer Fernsehen läuft. Ich hätte mir beinahe noch eine Folge angesehen doch ich wollte beizeiten im Bett sein, da ich morgen früh raus muss.
Kräftige Regengüsse am Morgen. Ich war unschlüssig ob ich zum Wochenmarkt gehen sollte oder nicht. Kann er überhaupt ohne mich stattfinden? Ich musste das nachprüfen. Die D. hatte die gleiche Idee. Also sahen wir uns dort im strömenden Regen. Ich kaufte fix ein paar Kleinigkeiten und machte mich auch schon wieder auf den Heimweg.
Ich nahm die gebackenen Bananen vom Vortag in Angriff. Die Nacht im Kühlschrank hatten sie gut überstanden und ich war letztendlich froh, dass sie eiskalt waren denn sie kühlten mir die Creme Anglaise ab als ich sie mit dem Pürierstab hinein mixte.
Erst am Schluss als die Creme schon fast gefroren war, kamen die Walnüsse dazu.
Am späteren Abend kam die A. vorbei auf eine Verkostung der der Eiscremes. Das Bananeneis war sensationell!
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Ich fand beim Zurückblättern im Blog ein Video von der Eröffnung der Tony Awards von 2019. James Corden singt von dem das was ich so sehr vermisse:
Etwas später dann wieder ein Dämpfer der garstigen Art. Ich hatte es vorgestern schon kurz angedeutet. Das Projekt für das ich mich am Anfang der Einschränkungen so sehr gequält hatte, um diesen gottverdammten Text fertigzustellen, obwohl mir absolut nicht danach war, wurde nicht verschoben sondern ersatzlos in die Tonne gekickt. Das bestärkte mich andererseits meine Mitgliedschaft in dieser Künstlergruppe bis Ende des Jahres auslaufen zu lassen und nicht mehr zu erneuern. Ich spiele schon seit letztem Jahr mit dem Gedanken, den ich aber immer wieder verwarf, hauptsächlich aus Loyalitätsgründen, weil ich schon so lange dabei bin. Doch ich denke es ist an der Zeit zu gehen.
Später rief ich einen Freund an der sich besser in Autoren- und Verwertungsrechten auskennt als ich und erkundigte mich was ich mit dem Text machen könnte bzw. nicht machen kann.
Doch aus diesem Gespräch heraus bekam ich auch ein Angebot völlig anderer Art, über das ich mir sehr freute doch da ist es viel zu früh um etwas preiszugeben.
Am Nachmittag kaufte ich alles ein um zur Eisproduktion. Ich hatte mir drei Sorten vorgenommen. Mokka, Banane mit Walnuss und Vanille.
Zwischendurch ein Wolkenfoto.
Wenn man das malen würde, würde es irreal aussehen.
Dann drei Bananen mit einem Grillspieß oder Messer mehrfach einpieksen und auf einem Blech im Ofen gebacken. Sinn der Sache ist dass die Bananen Feuchtigkeit verlieren und der Geschmack intensiver wird. Zeitgleich in einer Pfanne Walnüsse geröstet und abkühlen lassen. Und dann begann ich einen Fehler. Ich kochte die Milch/Sahnemasse auf und wollte noch ein wenig Vanillexrakt mit hineingeben als ich mich in den kleinen Flaschen im Schrank vergriff und stattdessen Kaffeeextrakt reinschüttete. MIIIIST!!!!! Ich stellte mir kurz vor, wie das mit Bananen einhergehen würde, doch das verwarf ich dann. „Na gut, dann mache ich wohl das Mokkaeis vorneweg.“ Da ich nun schon die Sahne mit dazu gegeben hatte, war mir klar dass ich den gemahlenen Kaffee nicht mehr so in die Mischung hinein geben könnte, denn das filtert sich anschließend sehr schlecht, es sei man opfert ein Küchentuch dafür, aus dem die Kaffeeflecken nie wieder rausgehen. Und nur Kaffeextrakt wollte ich nicht nehmen, das schmeckt man. Also bastelte ich aus Filtertüten drei kleine Säckchen prallgefüllt mit Kaffee, schmiss sie in die Milch und ließ das einmal aufkochen und dann mit den Säckchen abkühlen. Es klappte und es bekam einen sehr kräftigen Kaffeegeschmack.
Zwischendurch mehrere Telefonate beruflicher Art die alle viel Aufmerksamkeit und Zeit verlangten. Und bis das Kaffeeeis fertiggestellt war es so spät dass ich nicht noch mit den Bananen weitermachen wollte. Das kommt morgen dran. Die Bananen geschält, in eine Dose gefüllt und in den Kühlschrank gestellt.
Am Nachmittag ging es gemeinsam mit der D. an die Mosel. Wir hatten schon letzte Woche beschlossen dass wir die K. besuchen. Wir machten eine Wanderung durch die Weinberge.
Es waren ungewöhnlich hohe Temperaturen, was das die steilen Aufgänge durch die Hügel erschwerte. Doch es entstanden ein paar schöne Bilder. Die K. hatte gekocht und wir saßen bis weit nach 23:00 auf ihrer lauschigen Terrasse, fast wie im Hochsommer.
Ich las erst heute bei Croco dass Michel Piccoli gestorben ist. Ich lernte ihn in Cannes auf den Filmfestspielen kennen, zu der Zeit, als ich mit Françoise jedes Jahr dort war. Es war eine kurze Begegnung am Abend im Vorraum vor den Kinosaal im damaligen Noga Hilton Hotel. Er war einer der Hauptdarsteller in einem anderen Film gewesen und war, wie wir beide auch, nur ein Zuschauer und wir warteten auf den Einlass. Da er nicht gut laufen konnte, ließ man ihn, wie mich und Françoise die im Rollstuhl saß, schon vorab in den Saal bevor die Menge hineinströmte. Piccoli ging am Stock weil er gestürzt war und die Hüfte schmerzte. Es war ein kurzer aber netter Wortwechsel. Er fragte uns was wir denn schon so gesehen hätten an Filmen und wie wir mit dem Rollstuhl hier so zurecht kämen. Dann öffneten sich schon die Türen vom Saal und er humpelte und ich schob Françoise hinein. Er scherzte: „Ah, la course des vieux pour la meilleure place!“ Es ist schon seltsam wir man manche Begegnungen so lebendig in Erinnerung behält, denn das ist über 15 Jahre her!
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Im Park auf dem Weg in die Innenstadt
Wochenmarkt am Mittwoch und es war fast wie in alten Zeiten. Ich begegnete vielen Bekannten und Freunden und alle waren ob dem wunderschönen Wetter in bester Laune. Wir standen anschließend zu dritt etwas abseits vom Markt und lachten uns dumm und dämlich, was ich sehr vermisst habe in all den Wochen.
Ich kaufte Lilien.
Am Nachmittag eine schlechte Nachricht bekommen bezüglich eines Projektes in das ich schon sehr viel Vorarbeit gesteckt hatte und nun wahrscheinlich gar nicht mehr zustande kommt. Mist, Mist, Mist!
Um mich von der schlechten Nachricht abzulenken schaute ich ein Video das ich schon mal vor einem halben Jahr gesehen hatte ohne wirklich darauf zu achten was Claire Saffitz tatsächlich tat. Als ich es jetzt wieder sah, taten sich für mich Welten auf! Es wird dieses Jahr Eiscreme in rauen Mengen im Hause Joel.lu geben!
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Am Abend hatte ich einen Tisch reserviert im Eurener Hof in Trier für die A. und mich. Es war sensationell!
Zu trinken gab es einen spritzigen Sommerriesling mit dem Namen Piu Piu,
Der Eurener Hof ist ein Traditionshaus das ich schon sei Jahrzehnten kenne, in dem ich aber schon sehr lange nicht mehr war. Das letzte mal war, glaube ich im vorigen Jahrtausend. Für die A. fühlte es sich an als ob sie im Urlaub wäre.
Es insgesamt eine Nacht in der viel gefeiert wurde, denn wieder daheim, beim Nachbarn hörte ich noch lange bis weit nach Mitternacht lautes Gelächter.