Ein weitere langer Tag in einer großen Produktion die,was mich angeht, gar nicht so heftig ist. Es aber wegen dem Volumen an Arbeit aus allen Abteilungen, gibt es viel zu diskutieren zu planen und zu organisieren und das kostet Zeit.
Und dann kam der Moment, der gesetzlich so vorbestimmt ist, dass er Abends spät, möglichst an einem Freitag UND !!!sehr wichtig!!! vor nicht einem, sondern ZWEI Feiertagen kommt. Mir brach ein großes Stück von einem Eckzahn weg! Ja, meine Damen und Herren, das muss so sein!
Die zweite große Unbekannte bei der Aktion war, aber das wusste ich schon seit zwei Monaten, zu welchem Zahnarzt gehen? Bei der letzten Zahnkontrolle eröffnete mir mein Zahnarzt, dass er in Rente gehen würde. Ich hatte mich noch nicht darum gekümmert einen Neuen zu finden, weil die nächste Kontrolle wäre erst Anfang September. Aber wie gesagt, das muss alles so sein.
Eine Kollegin riet mir ihre Gemeinschaftspraxis anzurufen, denn die hätten auch am Samstagmorgen geöffnet.
Und da ich das hier ja am Samstagmorgen schreibe, kann ich bestätigen, dass ich einen Termin bekommen habe. Folgt mir für weitere spannende Geschichten über Zahnlücken und Co.
***
Vielleicht überrascht es wenn ich sage, dass ich nebst all der Elektromusik, die ich tagein tagaus höre, auch ein Fan von Lenny Kravitz bin. Hier zeigt er sein Heim in Paris, wo er die meiste Zeit lebt. Das ist schon sehr WOW!
Ich bin in den Endproben. Das Stück ist vom Kaliber her einige Nummern größer und verlangt mehr Aufmerksamkeit, als so manches Stück davor. Da bleibt wenig Zeit für andere Dinge. Darum gibt auch mal wieder eine Tagesfrage etwas weiter unten.
Den Mittwoch verbuchen wir unter viel Gerenne, hin und her, auf und nieder, immer wieder… Ich war am späten Nachmittag bereits so platt, dass ich mich hätte ins Bett legen können.
***
Der Donnerstag verlief nicht viel besser, aber es gab zusätzlich auch eine Reihe von privaten Terminen. Der Erste war gleich früh am Morgen mit einem Installateur. Ich habe nämlich beschlossen, dass ich eine neue Heizung bekommen soll. Meine ist über 30 Jahre alt und entspricht gar nicht mehr den Normen. Das wird, wenn der Preis nicht ins Unermessliche geht, die größte Anschaffung für dieses Jahr. Der Installateur machte mich aber auf ein paar Dinge aufmerksam die vom Haus her auch nicht ganz konform sind, und wenn, müsste da auch etwas gemacht werden, was aber auf Kosten der Allgemeinheit geht. Da wir aber da auch finanziell schon andere Baustellen bedienen, wird es eine Kostenfrage werden ob das überhaupt dieses Jahr machbar ist. Es hängt also von mehreren Faktoren ab, ob ich eine neue Heizung bekomme oder nicht. Ich bin gespannt.
Gegen 11:00 ein Friseurtermin. Ich hatte das Gefühl dass meine Haare noch mehr gewachsen sind in den letzten drei Wochen, als davor, Aber der Friseur meinte, dass der Schein trüge. Wahrscheinlich hat er recht.
Für Mittag hatten die PR J. und ich schon von langer Hand geplant, dass wir ins Romader essen gehen. Ich war schon ewig nicht mehr dort gewesen. Ich hatte mit Lasagne Salsiccia bestellt.
Sie war sehr gut, aber auch sehr teuer. Ich bin nicht gewillt für Pasta den gleichen Preis zu zahlen, wie anderweitig für Fisch oder ein Filetstück. Auch der Nachtisch schlug mit einem sehr hohen Preis zu Buche. Nee sorry, für mich kein Roma mehr, so gut es auch geschmacklich war und der Service einwandfrei, aber Nudeln sind Nudeln, „an ech hu net de Geldschësser.“
Danach begann ein langer Tag „unter Tage“. Der Maskenraum im Kapuziner befindet sich nämlich im Keller. Vom Wetter aber kein Problem, weil es wieder viel kälter und regnerisch geworden war.
Kurz nach 21:00 war wieder im trauten Heim.
***
Beschreibe eine Entscheidung, die du in der Vergangenheit getroffen hast und die dir geholfen hat, zu lernen oder zu wachsen.
Die Vergangenheit ist ja ein dehnbarer Begriff, denn sooo lange ist es noch nicht her, dass ich daraus gelernt habe und gewachsen bin. . Ich habe, seitdem ich für Queer.lu schreibe, so einiges dazu gelernt, was das Schreiben selbst angeht, aber auch über die LGBTIQ+ Gemeinschaft. Es geht hauptsächlich um eine Horizonterweiterung, die mir in manchen Themen schlichtweg fehlte. Aber es ließ mich auch Schlüsse ziehen, die dem LGBTIQ+ ein wenig kritisch…, nein das ist ist das falsche Wort, ein wenig andersdenkend, gegenüberstehen. Dabei geht es um den Blick von außen auf die Community und wie sie wahrgenommen wird. Über dieses Thema hatte ich auch eine längere Diskussion mit der D. schon vor einigen Tagen. Das Thema trottet mir seitdem im Kopf herum und ich werde darüber schreiben, aber dann wir es ein längerer Text, den ich ggf. anderweitig veröffentlichen werde.
Jetzt, da es schon Montag Abend ist, kommt mir der ganze Lichtenstein Abstecher wie ein seltsamer Traum vor. Es war stressig. Da wir nur den einen Vormittag und Mittag am Samstag frei hatten, war keine Zeit sich viel anzusehen oder einen Ausflug nach Feldkirch zu machen. Es ging alles so schnell. Aber zumindedt kann ich jetzt sagen dass ich in ZWEI Ländern war die kleiner sind als meines. Das andere war Singapur.
Denn Sonntag verbrachte ich somit weitgehend im Auto auf dem Weg zurück. Ich war mit dem Regieassistenten allein unterwegs, was sehr angenehm war. Am Abend war müde vom Nichtstun.
Ein Foto noch vom Samstagabend:
***
Der Montag dann ging am Morgen schon mit durchdrehenden Rädern los. Hui! Nebst allerlei Gehechte zwischen zwei Theatern musste ich auch in den Baumarkt. Ich habe nämlich meine Liebe zum Dremel entdeckt. Damit arbeitete ich bis in den Nachmittag hinein.
Weil ich die letzten Tage aber nicht so gut geschlafen hatte, war meine Batterie schon um 15:00 platt. Ich fuhr heim, legte mich kurz hin und ging dann zur jährlichen Eigentümerversammlung unseres Hauses. Das ging so schnell von statten, wie selten davor. Ich hatte nämlich schon vor Wochen, alles zur Sprache gebracht, als ich als Kassenwart alle Konten überprüfte. Und da sonst keiner anwesend war außer ich und zwei andere Parteien mir dir Vollmacht übergeben hatten, konnte ich allein entscheiden was zu tun war.
Danach gab es das hier zusammen mit der A. und später der N. …
Ich schlief aus und erwischte so just noch das Frühstück.
Ich fuhr mit Kollegen aus dem Theater mit ins Zentrum von Vaduz. Sie fuhren dann weiter zu einer Gondelbahn, die auf einen Berg führt, worauf ich aber nicht wirklich Lust hatte.
Ich wanderte durchs Zentrum, das wirklich sehr übersichtlich ist.
Die Kirche von Vaduz. Sie sieht der von Schaan ähnlich. Das ParlamentVon Modern auf Alt.Hoch oben die richtige Burg und unten die Miniatur davon.
Ich ging ins Landesmuseum, den ich wollte dich ein wenig mehr über Lichtenstein erfahren.
Bei dieser großen Freitreppe lachte ich laut auf. Die Hirschgeweihe sind wahrscheinlich echt, aber die Köpfe nicht:
Der sogenannte Fastenteppich. Die erste Reihe oben ist aus dem Alten Testament, alle darunter aus dem Neuen. Die Geschichte Jesu in Bildern, weil früher viele Menschen nicht lesen konnten.Das Bild hängt auch im Theater. Der Jünglingsverein spielte am gleichen Ort schon in den 20ern Theater.Die Lichtensteiner Tracht. Ein Dirndl etwas hochgeschlossener und eine ganz andere Kopfbedeckung. Die Ahnengalerie des Fürsten. Ganz rechts hängt der aktuelle Fürst und sein Sohn.
Wieder draußen, ging ich durch die Fußgängerzone. Am Ende sah ich das Rathaus:
Ich begegnete einer Kollegin die sich das Kunstmuseum angesehen hatte. Wir saßen nich eine Weile auf einer Terrasse in der Sonne. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus zurück nach Schaan.
Es gibt dafür eine App, die ich schon in Freiburg hatte und die über die Landesgrenzen hinaus funktioniert auch in der Schweiz und in Österreich. Es hängt von Fahrverbund ab, alle sind noch nicht drin. FAIRTIQ schaltet man ein, wenn man den Bus, Zug, oder die Trambahn nimmt, und wieder aus, wenn man aussteigt. Die berechnet genau den Preis und bucht ihn von der Geldkarte ab ohne zusätzliche Kosten. Sehr bequem, einfacher geht es wirklich nicht.
Wieder in Schaan ging ich zum Spar Gourmet (das habe so auch nich nie gesehen) und aß einen Teller mit allerlei Salaten, den ich mir selbst zusammengestellt hatte. Er wurde aufs Gramm gewogen und kostete stolze 21 Schweizer Franken. Peng!
Am Abend gab es dann nich mal eine zweite und letzte Vorstellung. Und morgen geht es wieder heimwärts.
Wieder einer der Tage, an denen ich dienstlich über viele Stunden hinweg gefordert war. Verhältnismäßig wenig springt aus den Tagen für‘s Blog raus. Zugegeben, ich bin auch nicht hier zum Urlaubmachen, sondern dienstlich.
Aber ein paar Fotos gehen immer.
Was in diesen Fotos nie zum Ausdruck kommt, ist diese unglaubliche Wucht der Berge und dass sie wie im oberen Bild sehr weit himter der Kirche sind.
Im Theater in den Kulissen Ich bin kein Bierfan weil es mich schläfrig macht, aber das hier nach der Probe war sehr gut.
Ja, die Fahnen erinnerten mich daran dass ich endlich mein Jodeldiplom machen sollte. (Der erste der mir in die Kommentare schreibt, an wen ich mit diesem Satz dachte, hat meine Hochachtung verdient 😜)
Wir sind nicht mitten in Vaduz, sondern in Schaan, das nördlich davon liegt. Auf der Landkarte kann man aber nicht so genau ausmachen, wo das eine aufhört und das andere anfängt. Das Schloß von Vaduz sieht man von hier aus nicht.
Eine interessante Beobachtung am Morgen. Ich hatte gestern schon berichtet, dass ich ein ziemlich geräumiges Zimmer habe. Der Zugang zum Badezimmer, gleich neben dem Bett, verfügt aber über keine Tür. So merkte ich erst, als ich bereits unter Dusche stand, dass man mir durch ein Seitenfenster ungehindert beim Duschen zusehen konnte. Und es lief auch tatsächlich eine Frau vorbei, die aber keine Notiz von mir nahm.
Es ist alles sehr ländlich, quitschsauber und gepflegt hier. Durch den Aufbau, das Einrichten und die Proben blieb nicht wirklich Zeit sich in der Gegend umzusehen.
Ich ging jedoch einmal den steilen Berg hoch zu Hotel…puh! Das mach ich aber nicht noch mal! Google meinte ich bräuchte 14 Minuten dafür. Ha! Da war die Steigung nicht mit eingerechnet. Auch das Hinabgehen zurück zum Theater ging ganz gewaltig in die Knie, so sehr dass ich mich für die kommenden Tage weigern werde, dem Berg noch einmal hinunter zu gehen.
Ansonsten kann ich aus dienstlichen Gründen nicht viel berichten. Es war viel und lang und am Abend war ich froh, als ich in mein Bett konnte.
Ich schaltete den Fernseher ein und war erstaunt dass man in Liechtenstein sehr viele Programme bekommt, die es in Luxemburg nicht gibt, wie z.B. alle britischen Sender. BBC, ITV, u.a. Einen fand ich sogar ganz besonders interessant, weil ich den auf meinen Reisen noch nirgendwo gesehen hatte. INDIA TODAY. Ich war fasziniert wie hektisch und mit was für irrsinnigen blinkenden Bannern das Bild versehen war. Es gab eine Breaking News über die Festnahme eines Terroristen im Rahmen der Mumbai Attacken von 2008.
Es war ein langer Reisetag, der aber entspannt ablief, weil uns die Kollegen vorgewarnt hatten. Sie standen auf der A4 in Frankreich im Stau. Und so fuhren wir eine andere Stecke durch die Vogesen, die um einiges langsamer aber dafür malerischer war.
Nach gut 6 Stunden waren wir da.
Doch ich war auch ein wenig platt bei der Ankunft. Wir checkten im Hotel ein, einem alten Kloster das mit viel Liebe renoviert und eingerichtet wurde, ein klein wenig stylisch aber nicht zu sehr. Ich habe ein sehr geräumiges Zimmer bekommen. Abendessen im Hotel. Das war sehr gut aber auch sehr teuer, wie, so habe ich mir sagen lassen, fast alles in Lichtenstein.
Ich fing das hier schon Montag am späten nachmittag an zu schreiben, mit dem flauen Gefühl, dass es eh erst am Mittwoch gepostet wird.
Montag morgen war ich sehr früh wach, postete den Reisetag und schmiss die Wachmaschine an. Dann kam ein Anruf der alles umschmiss. Ich werde das was ich an Arbeitspensum für drei Tage geplant hatte, auf zwei Tage zusammenstauchen müssen. Also rannte ich heute schon mal kreuz und quer um alles zusammenzusuchen was gebraucht wird. Ich legte alle Termine um, was aber erstaunlicherweise kein Problem war. Und für einen Termin werde ich eine Kollegin bemühen müssen, weil ich mich nicht in zwei teilen kann.
Kurz vor 18:00 war ich k.o. und gönnte mir das hier:
Am Abend kontrollierte ich lediglich ob alles geplant ist, was ich für Dienstag vorhatte und war sehr schnell unter dem Federbett.
***
Kleine Erinnerung an mich: Dienstag war der erste Tag an den ich erwachte und endlich das Gefühl hatte dass in den Nebenhöhlen alles wieder in Ordnung zu sein scheint. Ich roch Dinge die ich schon lange nicht mehr gerochen hatte, z.B. mich selbst. Das war schön.
Der Dienstag gestaltete sich strukturierter. Am Morgen eine Besprechung die genau das ergab, was ich vorausgeahnt hatte. Ich hatte mich schon im Kopf danach gerichtet es war keine Überraschung.
Ich hatte ja vor einigen Tagen von den Masken gesprochen. Das wird schon sehr klasse aussehen…
Gegen 17:00 hatte ich alles durch. Mehr kann ich nicht tun. Der Rest folgt am Montag.
Ich wollte eine kleine Luftveränderung, keine große, doch es erwies sich als… ich will nicht Fehler sagen, denn es war keiner, es war eher eine Unzulänglichkeit, die ich hätte vermeiden können wenn ich aufmerksamer gewesen wäre. Ich ging ins Bowary, weil ich auf einer Terrasse sitzen wollte . Doch an dem Abend waren ebenfalls zwei Lesungen bzw. zwei Buchvorstellungen. Die eine Schriftstellerin kannte ich seit langen Jahren. Sie war überglücklich mich zu sehen, denn sie hatte Angst dass niemand kommen würde. Sie hatte mir eine Einladung geschickt; ich hatte sie auch gelesen aber nicht mehr weiter daran gedacht. Dass ich jetzt dort erschien war, war reiner Zufall. Ich war so gar nicht im Modus für Lesung und zuhören, ich wollte alleine sein, mit meinen Gedanken und meiner Planung für die kommenden Tage. Doch ich gab mir einem Ruck. Zudem stellte ich mir vor, wie ich mich wohl fühlen würde, wenn ich in ihrer Lage wäre.
Das Buch ist autofiktional, so beschreibt sie es selbst und es geht um ein Jahr in dem sie in Südfrankreich gelebt hat. Sie beschreibt die Zeit als eine Herausforderung und ein Kampf obwohl es die Erfüllung eines Traumes sein sollte. Ich kaufte das Buch.
***
Die nächsten Tage werde ich in einem Land verbringen das kleiner ist als das, in dem ich lebe. Das kam erst ein einziges mal vor, als ich in Singapur war. Das hier ist aber nicht so weit weg.
Ich ging den Sonntag sehr langsam an weil die Fresserei am Samstag war dann doch heftig. Zudem hatte ich genug zu schreiben und zu posten von Tag davor. Aber das sind die Postings die mir Freude machen, denn der Alltagskram immer wieder neu und frisch zu beschreiben ist mitunter schwierig, zumal dann wenn so gar keine Inspiration da ist.
Ich ging hinunter zum Bahnhof und kaufte im dem Automatenladen Stephans Käsekuchen. Ich hätte ihn auch am Samstag auf dem Markt kaufen können, doch dann hätte ich ihn noch elend lange mit herum schleppen müssen. Anschließend fuhr ich nach Bad Krozingen zu dem S. dass wir uns noch ein letztes mal sehen.
Dann trat ich die Fahrt heim an. Ich hatte die gleiche Route aber die App zeigte mir eine andere Aufladestelle als das letzte mal und die war, na ja, etwas älter und anders als die anderen ich musste zwei mal versuchen bevor es klappte. Zudem gab es nur eine Säule zum Laden. Wenn sie besetzt gewesen wäre… Das nächste mal nehme ich die Ladestelle die auf der Route davor ist. Kurz nach 20:00 war ich zurück. Es war zu kurz wie immer. Das nächste mal muss ich mehr Tage einplanen.
Die Mitbringsel: Ich habe zwei neue Jeans gekauft. Die eine hatte ich bereits an. Auf dem ‚Joel‘ Foto von gestern sieht man sie. Sie sitzt perfekt.
Dann wären da zwei Flaschen Essig, einmal Himbeeressig und einmal weißen Balsamico auf Basis von Marc de Champagne. Die kleine Flasche ist eine Probierflasche mir Orangenessig.
Alle Präsente die mir die liebe C. mitgab: Marmalade aus der der Löwen Konditorei die ich das letzte mal besucht hatte und ein Nutellaglas als Spielzeug für Blue, Tonka Sablés und der Honig den ich gestern schon zeigte.
Ein halbes Pfund Kaffee aus einem neuen Laden der Origin heißt und der die Kaffeebohnen direkt von den Bauern importiert. Ein neues Buch von André Aciman. Und der Käsekuchen natürlich.
Am Abend machte ich beizeiten Schluss.
***
Zwei Hörtipps: auf der Hin- und Rückfahrt hörte ich zwei Podcasts vom DLF aus der Langen Nacht. Sie sind ja immer 3 Stunden lang und ich habe selten Zeit und Gelegenheit, sie zu hören. Da ich aber bei der langen Fahrt wusste, dass ich zumindest einen pro Fahrt hören kann, wählte ich zwei Stück aus. Einer war über Hans Albers. Ich wusste wenig über den Mann, der sich durch drei politische Regimes geschmuggelt hat und immer ein Star war und keines des Regimes konnte ihm wirklich etwas anhaben. Ich wusste auch nicht, dass er eine starke Frau im Hintergrund hatte, die die Fäden zog.
Die andere Lange Nacht war über Marlene Haushofer, eine österreichische Schriftstellerin, die lange verkannt war und postum zu den Ehern kam, zu denen sie schon zu Lebzeiten hätte kommen müssen. Einen Roman von ihr kannte ich. Die Wand, der vor einigen Jahren auch verfilmt wurde. Was mich bei ihr sehr faszinierte, waren die inneren Abgründe, die in jedem ihrer Bücher vorkommen. Diese dunklen Ecken, die jeder von uns hat und sich nie wagt dort hineinzuschauen.
Ich traf mich mit der lieben C. mit ihrem Gemahl R. auf dem Markt. Ein freudiges Wiedersehen. Für mich gab es eine „Lange Rote in der Seele“ mit Zwiebeln und Senf. Wer die noch nie in Freiburg gegessen hat, ist selbst schuld und hat was verpasst. Später machten wir uns auf den Weg und probierten gleich zwei Konditoren aus. Der R., als ehemaliger Bäcker und Konditor, die C. und meine Wenigkeit, könnten einen Konditoreiführer rausbringen. Der erste war so so la la, der zweite war im einiges besser aber mit einem kleinen B Note, weil die zwei Salzkaramel Käsetörtchen nicht gleich schmeckten und wahrscheinlich eines ein Tag alt war. Nun ja.
Wir verabschiedeten uns vom R., der Fussball kucken musste, weil der BVB in Freiburg zu Gast war. Die C. ind ich machten einen Ausflug nach Breisach. Es folgen viele Fotos:
Wir fuhren durch den Kaiserstuhl und machten Halt an einer Stelle mit einer wunderbaren Aussicht über den Breisgau bis nach Freiburg.Diese Bodenschicht nennt sich Löss und ist sehr sandig. Dies Schicht und das Mikroklima ist mit ein Grund warum es hier so tollen Wein gibt.Breisach und sein Münster im Hintergrund.Das konnte ich nicht NICHT ablichten.Die Bäume sind hier schon um Längen grüner als in Luxemburg. In Hintergrund sieht man den Rhein und auf der anderen Seite ist Frankreich. Es gibt Trumfalken.Das Münster von innen mit einem spektakulären Altar.Breisacher Honig. Die C. schenkte mir ein Glas.Ein Eis. Die untere Kugel war, ich lachte laut auf als ich das Eis in der Theke sah, Dubai Schokolade, also mit einer knusprigen Pistazien Creme.
Was zu Anfang als kleines umherziehendes Pop-up Restaurant begann, fand jetzt eine feste Stelle. Der Ort ist nicht besonders chic und gediegen, darum geht es nicht. Es geht um das was auf dem Teller ist und das war sensationell!
Es war ein Überraschungsmenü und die kleine Karte mit der Abfolge gab es erst am Ende.
Es waren 9 kleine Gänge. Ich hatte die Weinbegleitung gewählt, die C. die Saftbegleitung die sehr spannend war, denn sie ließ mich kosten. Zum Hauptgericht gab es eine kleine frische Brioche zum Abzupfen, die ich so großartig fand dass man uns am Ende ein kleine Brioche mitgab:
Ein wirklich tolles Menü und seit meinem Geruchsschwund das erste Mal, dass ich mich das wieder traue.
Ein letztes Absacker im Café Danz und ich war überfällig für die Horizontale.
Jedesmal wenn ich in Freiburg bin, empfängt mich die Stadt, von ihrer schönsten Seite mit wunderbarem Wetter:
Das Hochkant Panofoto war absichtlich. Nicht dass jemand glaubt, ich hätte mit den Füßen im Bächle gestanden und müsste, wie man das hier so sagt, noch in diesem Jahr in Freiburg heiraten. (Übrigens wenn schon heiraten, dann NUR in Freiburg)
Dann ging es hoch ins Münster in dem ich noch nie war. Bis zu der Plattform hoch sind es um die 270 Stufen.
Ich verabschiedete mich von den Boys und traf mich mit später mit dem S. auf dem Weg zu einer Eisdiele. Das Wetter war fast irreal schön.
Am Abend ging es zusammen mit der lieben C und und dem S ins Spicetrails
Und so wie es auf der Karte stand, dass es south Asien Soul Food wäre, so war es auch.
Ich hatte das schon vor einer Weile geplant, weil es was zu feiern gibt. Aber erstmal ein paar Fotos.
Es ging alles nicht ganz wie am Schnürchen. Ein Stau gleich hinter der Grenze in Frankreich, ließ mich erstmal ein Weile still stehen. Als es dann wieder rollte, war von dem Unfall der den Stau verursacht hatte, schon nichts mehr zu sehen. Danach lief es aber wie geschmiert. Auch an Straßburg vorbei, wo es immer ein wenig hinkt, lief alles glatt.
Ich lud das Wägelchen zwei mal , obwohl einmal gereicht hätte, doch ich wollte mich nicht gleich in Freiburg schon wieder eine Ladestelle suchen, und für Freitag wollte ich mobil sein ohne Zeit zu vertrödeln.
Fahrräder und Bächle, zwei Wahrzeichen von Freiburg, nebst dem Münster.
Als ich geparkt und im Hotel eingecheckt hatte, lief ich eine Runde durch die Stadt, doch mir war ein wenig schwummerig. Ich hatte noch nichts gegessen und vor allem während der Fahrt nicht genug getrunken. Also kaufte ich mir ein Brötchen und setzte mich beim Augustinermuseum auf eine Terrasse und kümmerte mich um meinen niedrigen Wasserstand. Nach einer halben Stunde war ich wieder hergestellt.
Es war um einige Grad wärmer hier als in Luxemburg. Ich hatte vorsichtshalber eine Jacke übergestreift, die es aber nicht gebraucht hätte.
Wieder um Hotel legte ich mich kurz hin. Die medikamentöse Behandlung wegen der Sinusentzündung ist ja noch nicht durch und eine gewisse Müdigkeit macht sich immer noch bemerkbar.
Später setzte ich mich ins Restaurant des Hotels.
Ein Steak:
Sehr gut. Zu viele Pommes für meinem Geschmack, aber dafür war der Salat sehr gut mit einem sehr guten Dressing.
Toll ist, dass ich ein Zimmer ganz oben im 7.Stock bekommen habe aber leider zur Rückseite. Ich war, obwohl es ein ungewohntes Bett ist, ziemlich schnell eingeschlafen.
Den Dienstag lassen wir mal aus dienstlichen Gründen außen vor, weil er so viele Menschen involviert, die alle keinen Vertrag mit Joel.lu unterschrieben haben, um hier verewigt zu werden. Nur so viel, der Tag war erfolgreich, wenn auch teilweise mühsam, weil die Technik versagte. Und da ich in der Nacht nicht so gut geschlafen hatte, war ich gegen 16:00 schon platt.
Später erstellte ich einen Arbeitsplan für Mittwoch damit ich alles wegschaffe, was noch zu tun ist, bevor am Donnerstag das lange Wochenende beginnt, auf das ich mich schon irrsinnig freue.
***
Der Mittwoch dann begann mit ein dezenten Klingelton am Handy um mir mitzuteilen, dass der Server von Joel.lu mal wieder ausgefallen ist. Es wäre auch zu schön gewesen. Aber es lief jetzt so lange gut, dass ich fast vergessen hatte, dass da mal was war. Ich schickte eine Mail, wie immer. Da ich keine Zeit hatte auf eine Antwort warten, schaltete ich im auf Abarbeitungsmodus. Dann kam ein Anruf und noch einer und eine Nachricht, so als ob man mich nicht in das lange Wochenende gehen lassen wollte. Ich ergriff die Flucht und ging zum Wochenmarkt.
Dort traf ich die D. und viele andere.
Ein schnelles aber leckeres Mittagessen bevor wieder los musste. Tagliatelle Cacio e Peppe mit Trüffel in der Casa Gabriele. Es war noch so einiges zu tun. Und ich wollte nichts was bei meiner Rückkehr von dem langen Wochenende noch immer unerledigt herumliegt.
Bis auf Kofferpacken schaffte ich alles weg. Und morgen geht es los!
Nun ja, der Sonntag war bis in den Nachmittag hinein mit viel far niente belegt. Ich hatte mir das auch vorgenommen, den der Kopf musste zur Ruhe kommen. Es war die letzten Tage zu viel zum Großteil unbezahlte Kopfarbeit. Am späten Nachmittag sah ich mit wenn auch klein wenig widerwillig die letzte Vorstellung von Elektra an. Eine tolle Arbeit und doch waren eine Reihe an Referenzen darin, Andy Warhol z.B., die sich mir nicht erschlossen. Was aber im Anschluss schön war, war der Drink mit der A, der D und der N auf der Terrasse der Brasserie Schuman in der Abendsonne. Die Abende sind endlich wieder länger.
***
Am Montagmorgen bekam ich einen Schreck, weil ich durch die geklaute Stunde zu spät wach wurde und dann im Eiltempo zu einem Termin hechten musste. Hier lernte ich wie neue Technologien sich auch in angenehmer Weise auf meinen Beruf Einfluss nehmen werden und mir ein gewisser Weise die Arbeit erleichtern. Ich kann euch ein Foto zeigen:
Die penible Arbeit einen Abdruck zu erstellen in dem man ein Negativ mit Alginat erstellt, entfällt in Zukunft komplett, weil das Gesicht mit Infrarot eingescannt wird. Der Kopf kommt dann aus dem 3D Drucker. Das ist sehr viel angenehmer für die Darsteller weil sie nur knappe 4-5 Minuten stillsitzen müssen. Die nächste Etappe wird die Prothesen Erstellung am Rechner sein und dass man sie ebenfalls ausdrucken kann, aber das ist noch Zukunftsmusik, den Drucker die mit Silicon klarkommen gibt es meines Wissens noch nicht.
Am Nachmittag ein weiterer und letzter Termin bei Chiropraktiker. Der drückte nochmal auf Stellen die mir nicht bewusst waren.
Am frühen Abend fuhr ich raus zu Gestüt weil die A eine Springstunde mit Dalton hatte. Als kleiner Minorkiner ist er zum Springen eigentlich nicht geeignet, aber da er das von kleinauf kannte macht er es gern. Zudem ist die A keine Springreiterin.
Blue war auch da und war sehr ungehalten dass sie an der Leine bleiben musste und nicht rummrennen durfte.
Danach gab es nich einen Schlaftrunk im Parc Belair und ab in die Federn.
***
Nachtrag: Ich wäre fast darauf hereingefallen, aber nur, weil alles was von Donald Trump kommt, einem Aprilscherz ähnelt:
Der Workshop war schon vor längerer Zeit geplant worden. Aber der Reihe nach.
Der Wetter war wie gestern wunderbar angenehm mit viel Sonne, dass der morgendliche Gang zum Markt ein Erlebnis war. Ich kaufte am Kräuterstand ein Päckchen Kampot Pfeffer und ihre Salatkräutermischung, die so wunderbar abgemischt ist, dass ich nicht genug davon kriegen kann. Ein Kaffee im Renert zusammen mit der D. gab es auch. Zum Mittagessen waren wir beide mit der J verabredet. Wir hatten uns in dieser Konstellation schon sehr lange nicht mehr gesehen. Die Idee hatte einen Tisch reserviert im Al Bacio.
Danach musste ich mich verabschieden. Ich hatte die Vorbereitungen für den Workshop.
Gegen 16:00 kamen die Teilnehmerinnen an. Eine davon kannte ich nich vom letzten Kursus. Die anderen waren neu. Es war wieder einmal ein Workshop den ich komplett auf Englisch halten musste, was kein Problem ist, aber fordert doppelte Konzentration. Nach drei Stunden war ich wirr im Kopf. Doch es schien ein voller Erfolg gewesen zu sein, den jede hatte im Verlauf einen kleinen Aha-Moment und lernte ein paar Tricks und Kniffe.
Nach dem Kursus packte ich alles ein und fuhr die leitende Angestellte heim, da sie sonst ewig auf den Bus hätte warten müssen. Wieder in der Stadt traf ich mich noch kurz mit der A auf einen Absacker, sprich Apérol Spritz auf „unserer“ Terrasse. Es wurde aber nicht sehr spät. Gegen 22:00 war ich schon fast bettfertig.
Nachtrag zum neuen Haarschnitt. So sieht das aus wenn ich das style. Ich mag es, wird aber ohne Wachs & Co. nicht aussehen.
Die G. habe ich hier, soweit ich weiß, noch nie erwähnt. Ihr Mann starb vor wenigen Wochen. Ich hatte ihr in meinem Beileidsschreiben, vorgeschlagen, dass sie mich anrufen soll, wenn ihr die Decke auf den Kopf fällt. Das tat sie dann auch. Wir verabredeten uns für das Mittagessen. Ich holte sie ab und wir fuhren in ein Restaurant, in dem ich das letzte Mal in den neunziger Jahren war. Das alte Casino in Dudelange beherbergte schon immer eine Gaststätte. Inzwischen gab es einen großen Anbau im hinteren Teil des Gebäudes und das Restaurant mir dem etwas seltsamen Namen ‚Loxalis‘ zog dorthin. Im eigentlichen Gebäude sind die Büros einer ambulanten Krankenversorgung untergebracht. Ich verpasste es völlig Fotos zu machen, aber da ich unser Treffen auch ein wenig wie eine Mission ansah, waren die Fotos zweitrangig.
Ich hatte vorab ein wenig überlegt, wie wir unser Treffen gestalten sollten. Ich schlug ihr vor, dass wir die gemeinsame Zeit dazu nutzen sollten, um sie wie einen Ausflug in die Sommerfrische, weg von all der Trauer zu gestalten. Sie nahm den Vorschlag dankbar an. Es wurde ein wunderschöner Mittag und Nachmittag. Ihr Mann war ein begeisterter Sportflieger und Fluglehrer. Und so fuhren wir nach dem Mittagessen zurück in die Stadt zum Flughafen. Dort saßen wir dann eine Weile vor dem Clubhaus und schauten den Flugzeugen zu. Sie bot mir an, wenn einer der anderen Fluglehrer eine Flugstunde geben würde, einfach mit zu fliegen. Doch leider ergab sich keine Gelegenheit. Aber auch so war das Ganze schon ein tolles Erlebnis, und es erinnerte mich an meinen letzten Flug mit einem Sportflieger. Das war in Neuseeland…
Später schlug dann wieder die Müdigkeit zu wegen der Medikamente und ich fuhr heim und legte mich eine Weile hin. Später las ich den ersten Band der zweiten Staffel der Aldebaran Comic Serie:
Auch wenn die erste Staffel mir eine Idee zu gesprächig war und sie lange brauchte um richtig in Gang zu kommen, so fängt der zweite Zyklus mit viel mehr Action an.
Es entschied sich dann doch schneller als gedacht. Vielleicht haben das die wenigsten in den Kommentaren mitbekommen. Ich werde doch zur re:publica reisen, einerseits weil ich es zu sehr vermisst hätte und andererseits weil es dort eine Job Opportunity geben wird, von der ich sehr stark hoffe, dass sie zustande kommt. Sie hat aber nur indirekt mit der re: zu tun. Also buchte ich schon mal die Reise. Das Hotel wird die Tage folgen. Wer mich kennen lernen will: Die re:publica ist von 26-28. Mai.
Um 11:00 Uhr, wie alle drei Wochen, der Friseurtermin. Es wurde diesmal kürzer und struppiger.
Mein Friseur war begeistert, weil er endlich etwas anderes machen durfte. Ob es mir so gefällt, sehe ich morgen, wenn ich es föhnen muss.
Mittagessen gab es bei Namur. (Kenner sehen das oben im Foto) Ich war schon länger nicht mehr dort. Und schon beim Eintreten merkte ich, dass etwas nicht stimmte.
Irgendwo in den Tiefen des Blogs ist ein Ehepaar versteckt, das ich einmal erwähnte. Ein älteres Ehepaar, beide immer einwandfrei klassisch elegant gekleidet. Er immer im Anzug, sie immer entweder im Zweiteiler mit Rock und Jackett oder Bluse und Rock. In Hosen habe ich sie nie gesehen. Als ich 2013 in die Stadt umzog, war eine meiner erster Anlaufstellen für dem Mittagstisch, die legendäre Konditorei Namur, die ich schon aus meiner frühen Jugend kannte. Wir gingen immer hin un eine richtig gute heiße Schokolade zu trinken, mit richtiger Sahne, die sonst nirgendwo üblich war. Da befand sich das Restaurant noch im ersten Stock. Seit der Pandemie ist das Restaurant ins Erdgeschoss gezogen. In dem kleinen Erker im ersten Stock mit den großen Fenstern, von dem man die ganze Kreuzung überblicken kann, stand ein Tisch, der immer fertig eingedeckt war und an dem immer das Ehepaar zu Mittag ass. Herr und Frau P. Ich glaube ich habe den Tisch selbst vielleicht ein oder zwei mal bekommen. Von dem Tisch übersah man das ganze Restaurant, aber auch das Geschehen draußen, ohne gleich im Blickfeld von jedem Passanten zu sein. Mit den Jahren lernte ich das Ehepaar, wenn auch nur sehr oberflächlich, kennen. Wir grüßten uns und sprachen übers Wetter, mehr nicht. Ich kann mich erinnern, dass ich einmal mit der D. über sie sprach, als es im das Thema ‚Unikate der Stadt‘ ging.
Als ich heute kam, und ich gehe weitaus weniger oft hin, als noch vor Jahren, merkte ich sofort dass der Tisch der beiden nicht eingedeckt war. Als ich die Bedienung nach den beiden fragte, machte sie ein trauriges Gesicht. Er sei schon eine Weile im Altenheim und sie kam noch ab und an aber nicht mehr jeden Tag. Sie ist im Februar verstorben und ihn haben sie seitdem nicht mehr gesehen. Als ich fertig gespeist hatte unterhielt ich mit einer der Bedienungen, die A., die schon dreißig Jahre dort arbeitet. Sie bekam feuchte Augen. Sie hätte die beiden gekannt vom ersten Tag. Und damit weitere Lebensgeschichte findet ihr Ende…
Es war wunderschönes Wetter und ich machte auf, auf eine Terrasse, die jetzt noch in der prallen Sonne war; die Renert Terrasse. Während einem Kaffee schrieb ich hier schon mal vor.
Doch irgendwann merkte ich, dass es mir nicht so besonders ging; die Medikamente vom ORL lassen grüßen. Da ich am Abend noch einen weiteren Termin hatte, beschloss ich daheim mich ein wenig hinzulegen und zu lesen.
Die N. holte mich ab und wir fuhren ins TOL, ein kleines Theater ein wenig außerhalb in Bonnevoie. Auf dem Programm die Weltpremiere von Foxfinder von Dawn King auf Französisch. Ich hatte mich vorab ein wenig über das Stück informiert, weil ich es gar nicht kannte. Zum einen gewann es vorab schon mal den Papatango Playwriting Price und das versprach so einiges. Das englische Stück ist von 2011 und wurde 2014 ins Deutsche übersetzt, aber jetzt erst auf Französisch. Eine dystopische Story über eine Gesellschaft die sich ein Feindbild, in Gestalt des Fuchses geschaffen hat, der an allem Unglück der Menschheit schuld sein soll. Ich sah ein wunderbares Stück gespielt von vier sehr guten Darstellern auf einer winzig kleinen Bühne die von ihrer Wandelbarkeit sechs oder sieben verschiedene Dekors hergeben musste und das erstaunlicherweise klappte.
Ach, ihr kennt das doch alle, wenn man versucht etwas wegzuignoieren. Den riesigen Berg an Dreckwäsche oder die Wühlschublade die nur noch mit Gewalt geschlossen werden kann. In meine Fall war es etwas gesundheitliches. Als ich mir an Weihnachten diese Nasennebenhöhlenentzündung zuzog und dabei den Geruchssinn völlig verlor, ging ich, als wieder von St.Jean zurück war, zu meiner Hausärztin, die mich mit Antibiotika versorgte und noch ein paar anderen verschreibungspflichtigen Dingen. Es wurde besser und als ich wieder anfing ein klein wenig zu riechen war die Freude groß. Ich versuchte mich zu schonen über all die Wochen und Monate und mich möglichst nicht nochmal zu erkälten.
Derweil fingen auch wieder die dienstlichen Dinge an, mit voller Wucht zuzuschlagen. Als die Medikamente alle waren, war es besser aber ganz weg war es nicht. Und wie das halt so ist, versuchte ich weiter mit Hausmitteln den Zustand in den Griff zu bekommen, weil einfach keine Zeit war. Es wurde auch langsam Stück für Stück besser. Inzwischen rieche ich wieder das Seifenstück das ich morgens in der Dusche verwende. Doch ganz ist der Geruchssinn nicht hergestellt und in Nase fühlt es sich an, als ob das etwas wäre, was da nicht hingehört. Es gibt immer noch Dinge, die ich gar nicht wahrnehme. Ich kaufte mir vor einigen Tagen herrlich frische Mangos. Nichts. Auch als ich vor einigen Tagen den Möhrenkuchen bug, zu dem ja eine kräftige Prise Zimt gehört, konnte ich die nicht herausschmecken. Auch Vanille, die ich sehr mag, nehme ich gar nicht wahr.
Ich fragte die A. die ja aus einer fast reinen Arztfamilie stammt, ob sie einen Hals-Nasen-Ohren Arzt kenne zu dem ich gehen kann. Dort nahm ich mir einen Termin. Und der war dann endlich am Mittwoch. Der Arzt hat seine Praxis im der Zitha Klinik in meinem alten Viertel.
Ich erklärte meinen Fall und ich musste ein Riechtest machen. Resultat: 11 von 16 Dingen rieche ich. Die restlichen Dinge gar nicht. Das heißt, ich nehme sie zum Teil wahr, dass da was ist, doch ich kann nicht ausmachen was es genau ist. unter anderem ist es Mango und Vanille, von denen ich überrascht war, dass sie als Option auf einem Zettel standen. Interessanterweise waren auch strengere Gerüche dabei. Alles was leicht faulig ist, wie Fisch oder Käse, nehme ich nicht wahr. Für mich ist das ein herber Schlag, denn die kleinen, feinen Geruchs- und Geschmacksnuancen bei einem Gourmetmenü, die die Freude am schlemmen und genießen ausmachen, sind bei mir nicht vorhanden.
Der Arzt war jedoch zuversichtlich, dass das wiederkommen würde. Also gibt es jetzt nochmal Medikamente für eine längere Weile.
Zu Mittag gab es im Renert Polpette a la Sorentina mit einem Salat. Solche deftigen Gerichte mit viel Geschmack sind zur Zeit das einzige was Freude macht.
Am Nachmittag hatte ich ein längeres Gespräch hinsichtlich unverblogbare Dinge die in den kommenden Wochen auf mich zukommen.
Am Abend schaute ich mir zwei Folgen von Delgliesh an, das heißt, ich wollte, denn in der ersten Folge schlief ich fest ein.
***
Das habe ich als Kind geliebt. Er war der erste Maler der mir im Kindesalter perspektivisches Zeichnen beibrachte. An den Schornsteinfeger konnte ich mich erinnern. Eines meiner Lieblingsmotive von ihm waren aber die Zugschienen, die ins Nichts führten.
Da das Wetter einigermaßen werden sollte und ich keine Lust hatte daheim zu bleiben, beschloss ich nach Metz zu fahren und zwar hierhin:
Centre Pompidou
Die Fahrt dorthin war beschwerlich, da ich gleich zu Anfang länger im einem Stau hing. Ich fragte much was die Ursache wäre. Es war weil ein Teil der verbreiterten Autobahn hinzukam und wegen der Malarbeiten alles auf eine Spur reduziert wurde.
Derweil hörte ich ein Interview mit einen norwegischen Autor im DLF Kultur über ein Buch, das mich sehr interessierte. Die Prinzen vom Birkensee von Lars Elling ist die Lebensgeschichte der beiden Großväter von Lars, die so lange er sich erinnern kann, kein Wort miteinander sprachen, obwohl sie Nachbarn waren und Tür an Tür lebten. Ich habe mir das Buch vorgemerkt.
Als ich dort ankam, zeigte vor dem Gebäude nichts darauf hin, dass es geschlossen wäre. Ich merkte es erst als ich vor der Tür stand. Das kommt davon wenn man vorab die Öffnungszeiten nicht einsieht! Ich hatte die ganze Fahrt umsonst gemacht. Nebenan im großen Einkaufszentrum Muse suchte ich nach ein paar neutralen T-shirts, weil ich vor kurzen ein paar entsorgt hatte und wurde ohne weiteres fündig. Ich erwägte kurz ob ich das Auto nicht umstellen soll und im Zentrum der Stadt eine Runde drehen sollte, doch ich verwarf den Gedanken.
Ich fuhr zurück. Daheim muckte mein Körper auf von der gestrigen Chiro-Aktion. Also legte ich mich eine Weile hin. Anschließend fuhr ich zum Rainbow Center um ein letztes Mal über das Layout zu schauen des Cover Artikels, den ich ja geschrieben hatte. Es werden noch ein paar kleine Änderungen in den Fotos kommen und am Freitag geht er in die Druckerei.
Am Abend lag ich beizeiten in der Horizontalen, las ein wenig und schaute mir eine Folge von Schwester Bonifas an, eine englische Krimiserie.
Ganz ehrlich, mein Chiropraktiker ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Ihr erinnert euch dass ich da eine falsche Bewegung gemacht hatte? Heute war der Termin! Der Mann ist erstens immer sehr zuvorkommend und nett aber auch sehr kompetent. Er nannte das scherzhaft was er mit mir machen würde, eine TÜV Kontrolle. Und er knetete meinen Rücken an Orten, von denen ich nicht wusste, dass sie schmerzen würden, wenn man etwas kräftiger hinlangt. Das was er macht, ist eine Mischung aus Ostheo und Chiro. Bitte fragt mich nicht wie das von den Philosophien her zusammenpasst. Ich habe keine Ahnung; Hauptsache es hilft!
Als ich von der „Streckbank“ aufstand fühlte ich mich so schmerzfrei wie lange nicht mehr. Die Begeisterung war groß und musste gefeiert werden. Es ging zu Oberweis in der Concorde. Auf dem Menü stand Lammkeule mit cremiger Polenta! Aber hallo!!!
Ein Festtagsmenü an einem gewöhnlichen Montag.
Doch danach setzte eine große körperliche Müdigkeit ein. Der Chiro hatte mich vorgewarnt. Ich kaufte noch schnell ein paar Dinge für den Haushalt, legte mich anschließend in der Wohnung hin und schlief sofort für eine ganze Stunde ein.
Und damit war auch der Rest des Tages weitgehend gelaufen. Ich kuckte eine bisschen hier las ein wenig da, konnte mich auf nichts wirklich konzentrieren und lag beizeiten im Bett.
Der Sonntag war vom Wetter her trüb und von den Ereignissen her ohne besondere Vorkommnisse.
***
CBS Sunday Morning hat eine Zusammenstellung von Berichten auf YT gestellt in denen sie kleine Geheimnisse aufdecken. Der zweite Bericht (ab 6:55) war hatte mich sehr fasziniert. Es geht um Geheimnisse. Schaut euch das bitte an und dann reden wir weiter:
Ich habe mir den Blog angesehen. Postsecret. Habt ihr auch so ein Geheimnis, dass euch so sehr belastet, dass sie es irgendwann erzählen müsst, aber ist es aus Gründen so schwerwiegend, dass ihr euch niemandem anvertrauen könnt? Also ich hätte schon eines. Eines das in manchen Aspekten hier immer wieder aufblitzt, aber nie in seiner Gesamtheit.
Es waren zum grössten Teil zeitgenössische Stücke. Vor allem das erste Stück gefiel mir sehr, das sich sehr anfühlte wie die Filmmusik eines Action Blockbusters. Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen einen ganzen Film nur mit Orgelmusik zu untermalen? Am Ende des Konzerts schnappte ich mir den kleinen Zettel auf dem stand was gespielt wurde. Das zeitgenössische Stück war von Grimoaldo Macchia. Variationen auf ‚Tantrum Ergo‘.
Wieder auf der Place Guillaume hatte ich Glück und bekam einen Tisch in der Casa Gabriele. Die Tische auf der kleinen Terrasse waren alle weg, weil das warme Wetter zu verlockend war um draußen zu sitzen, aber innen war Platz.
Ich hatte Hammer gute Cappelllacci mit Trüffel und Morcheln. Oh mein Gott!
Am Nachmittag hatte ich mich für eine kleine Performance im Rainbow Center angemeldet. Tom verwandelte sich in Tata Tom. Der Grund warum ich mir das ansah war nicht uneigennützig. Nächste Woche gebe ich am gleichen Ort einen Make Up Kursus für transfeminine Menschen und ich wollte ihm zusehen wie er kompliziertere Dinge selbst hinbekommt, wie Eyeliner oder falsche Wimpern. Der Trick ist der kleine Spiegel vor ihm. Ich habe einen hier und werde den nächste Woche auf jeden Fall mitnehmen.
Am Abend schaute ich mir die zwei ersten Folgen der ersten Staffel von Adam Delgliesh auf ONE an. Die Gesichte die einer Schwesternschule spielte war eine Idee einfacher gestrickt aber immer noch sehr sehenswert.
Ich machte am Morgen eine falsche Bewegung mit dem Arm und fühlte sofort einen stechenden Schmerz vorne, seitlich im Burstbereich. Es war genau die gleiche Stelle wie vor ein anderthalb Jahren als in St.Jean von Strand aufstand. Aber diesmal nicht auf der rechten Seite, sondern auf der linken. Ach, wie schön! 😡 Ich rief sofort meinem Chiropraktiker an und bekam einen Termin für Montag morgen. Das letzte mal hatte er mit drei Terminen alles wieder in Ordnung gebracht. Ich merkte eh schon die letzten Wochen, dass der ganze Schulter- und Rückenbereich knirscht wie ein alter Dachstuhl. Ich weiß auch, dass ich mir das immer wieder selbst einhandele und es nicht so schlimm wäre, wenn ich mehrfach die Woche Sport treiben würde. (Vor meinem geistigen Auge sehe ich die gesamte Leserschaft mit dem Kopf nicken.)
Da es Freitag war und ich an dem Wochentag am Nachmittag lieber aus der Wohnung verdufte, weil Meisterin Propper das Regiment führt, nahm ich eine Schmerztalblette und fuhr in die alte Heimat um eine Runde um den See zu machen.
Das Wetter war bedeckt aber es war sehr warm. Weit über 20 Grad.
An dieser Stelle fotografierte ich letztes Jahr immer das Nilgänse Paar mit den ihren Jungen.
Ich begegnete wie immer jede Menge von Bekannten unter anderem einer Kollegin vom Fernsehen die zur genau der gleichen Zeit eine Runde um den See drehen wollte wie ich. Und natürlich wurden wir beide erkannt. Es war eine schöne Runde, weil wir endlich mal außerhalb von Sender über andere Dinge konnten.
Die Bewegung tat gut ich war für den Rest des Tages quasi schmerzfrei. Die Tablette tat den Rest.
Beim Renert traf ich die freischaffende PR ( jetzt hätte ich beinah Aktivistin geschrieben) also ich traf die J. , die vor allem in der Kunst und Kultur PR arbeitet. Wir waren uns erst letzte Woche über den Weg gelaufen. Diesmal hatten wir beide ein wenig Zeit um zu reden. Wir zurrten einen Termin im April fest für ein Dinner.
Ich war beizeiten daheim und sehr früh in den Federn.
Welche Sache würdest du gerne täglich häufiger tun?
Darauf werde ich jetzt eine äußerst blöde Antwort liefern, aber jeder kann es nachvollziehen. Ich würde gerne täglich ein wenig mehr Geld verdienen, als ich das jetzt tue. Ich beschwere mich nicht, aber wenn die Preise für den Lebensunterhalt, vor allem hier in Luxemburg, weiter ansteigen, wird es in naher Zukunft eng werden.
Aus Gründen, die ich leider verschweigen muss, war der Morgen noch einmal mit gestrigen Schreibkram belegt, doch fand es endlich seinen Abschluss. Uff! Und jetzt bin ich gespannt auf der Dinge, die folgen werden. Denn es wird Folgen haben, dessen bin ich mir sicher! Wenn alles unter Dach und Fach ist, seid ihr im Blog die ersten, die davon erfahren. 
Gegen 14:00 Uhr zog ich los in die Stadt. Es war so schönes Wetter dass wir ich die Jacke nicht gebraucht hätte. Ich hatte Bücher bei Ernster bestellt, die ich abholte.
Zwischendurch gab es ein Kaffee im Renert. Dort überlegte ich was ich am Abend machen könnte. Der Kühlschrank ergab von Inhalt her nichts, was selbst in bizarrsten Kombi essbar gewesen wäre. Auf ein Restaurant hatte ich keine Lust. Nach was stand mir der Gusto?
Die Frage wurde mir mit einem Anruf abgenommen, den die A fragte mich ob ich Lust hätte, mit ihr zum ersten mal dieses Jahr auf der Terrasse des Parc Belair zu speisen.
Gegen 21:00 wurde es jedoch unangenehm kalt und kurze Zeit später war ich daheim.
Welches Tattoo möchtest du und an welcher Körperstelle?
Ich habe ein sehr gespaltenes Gefühl zu Tattoos. Einerseits muss ich mich immer wieder beruflich damit beschäftigen, weil falsche Tattoos immer wieder verlangt werden. Andererseits sind Tattoos so sehr in unserem Alltag verankert, dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Wenn sie in einem Theaterstück verwendet werden, um eine gewisse Aussage zu machen, dann verpufft sie meistens. 
Aber das war nicht die Frage. Welches Tattoo ich gerne an welcher Körperstelle hätte, danach wurde gefragt. Sich mal kurz eben ein Tattoo stechen lassen, ist so ein Unding in unserer Gesellschaft geworden, dass ich beschlossen habe, mir nie eines stechen zu lassen. und wenn, dann müsste es schon etwas sein, dass ich mein Leben lang mit mir tragen werde und zu dessen Aussage ich auch noch in 20 oder 30 Jahren stehe. Da ich aber in 20 oder in 30 Jahren nicht mehr der gleiche sein werde, habe ich keine Ahnung, was das sein könnte.
Manchmal finde ich an Darstellern kleine versteckte Tattoos an diskreten Stellen:
Das fühlt sich dann so an wie ein bisschen schwanger sein. Ein Tattoo um des Tattowillen aber bitte so, dass es dem Beruf nicht zu sehr in die Quere kommt. Das kann ich für mich nicht nachvollziehen.
Versteht mich nicht falsch, es gibt Tattoos, die ich wunderschön finde und bei denen ich staune, was für Kunstwerke da geschaffen wurden. Das einzige, was ich mir in dieser Richtung für mich vorstellen könnte, ist, dass ich durch das Tattoo zu einem lebenden Kunstwerk werde. Das berühmteste Beispiel ist Tim der vom Künstler Wim Delvoye tätowiert wurde und der sich vertraglich immer wieder in Kunstmuseen ausstellen muss. Ich hatte Tim einmal in Tasmanien gesehen.
Der Dienstag war ein langer Schreibtag der sich ewig hinzog bis zu dem Punkt wo mein Gehirn sich wie Brei anfühlte. Es brauche eine Verschnaufpause und Alkohol. Im Renert gab es einen wohlverdienten Negroni.
Ein gemeinsames Abendessen mit der A. im Bovary. Wie waren schon länger nicht mehr dort gewesen.
Natürlich musste jemand mit und auf meinen Schoß:
Das Lokal hat ja den Untertitel ‚le café litéraire‘ und ist folglich zudekoriert mit Büchern aller Art. Neben mir auf dem Tresen fand ich ein Buch von 1990 das mir bekannt sein müsste es aber nicht war:
200 Rezepte mit Bier. Herausgegeben von der luxemburgischen Brauerei Bifferding. Entweder wird Bier im Rezept selbst gebraucht oder es ist das ultimative Getränk das man dazu trinken muss. Zudem gibt es am Anfang ein Exkurs in die Biergeschichte, die 7000 v.Ch in Mesopotamien beginnt. Vergleicht man es mit der neuesten historischen Forschung , ist Bier noch um 2000 Jahre älter. Ich hätte das Buch gerne gemopst, stellte es aber wieder hübsch an den Platz und werde meine Sammlung an Büchern durchforsten ob ich da nicht was an Stelle hinstellen kann. Denn das Buch möchte ich wirklich gerne haben.
***
Der Mittwochmorgen fing mit einem Besuch und einer längeren Besprechung an, die uns aber ein gutes Stück weiterbrachte, hinsichtlich eines zukünftigen Projektes. Ich war sehr froh wie gut dass wir vorankamen und bin guter Dinge dass wir dafür mehrere Partner und Koproduzenten finden werden.
Der Nachmittag war dann nochmal mit Schreibaktivitäten belegt.
Am Abend schaute ich mir eine zweiteilige Doku auf Prime an. Das Geständnis. Sie war nicht schlecht, aber ich bin jetzt noch wütend, dass ich sie mir überhaupt angesehen habe, weil es wieder eine dieser Stories war, die auf zwei Stunden in die Länge gezogen wurde. Interessant war aber, dass der vermeintliche Mörder seiner Frau selbst zu Wort kommt.
Ein Tag der sehr ruhig anfing. Ich wurschtelte daheim ein wenig herum, schrieb den Blogeintrag vom Vortag fertig und beschäftigte mich noch mit anderem Schreibzeug.
Angedacht war, dass ich mit dem J. ins Kino gehen sollte, der aus Arbeitsgründen aber nicht konnte. Ich hatte den Film auch schon hier in den Kommentaren empfohlen bekommen.
Eine Liebesgeschichte basierend auf dem semi-autobiografischen Roman von William Burroughs mit dem gleichen Titel.
Daniel Craig zeigt wieder einmal dass er ein grandioser unterschätzter Darsteller ist. Vor allem in den Anfangsszenen, wenn er den jungen Mann so linkisch und unbeholfen umwirbt sind so rührend, dass sie mich an Szenen aus meinen sehr jungen Jahren erinnerten. Auch Details, z.B. in der Maske fand ich großartig. Craig hat nie saubere Hände und ist sieht immer verschwitzt aus. Warum er so schwitzt stellt sich später heraus. Ein Teil der Geschichte ist in Traumsequenzen angelegt, die versuchen in Bildern das zu zeigen was in den Köpfen vorgeht. Sehr gelungen. ‚I want to talk to you without speaking‘ ist, im Nachhinein gesehen der Satz, der die ganze Liebesgeschichte auf einen Nenner bringt. Absolut sehenswerter Film, wenn auch sehr traurig.
Das war doch was mit Möhrenkuchen vor zwei Tagen, oder? Richtig, das war was! Ich hatte Lust darauf. Die Anregung kam wegen einem Video der Kuchenfee, die gleich drei Rezepte postete.
Das dritte Rezept sprach mich an. Mir fehlte nur noch Frischkäse den ich fix in den neuen Supermarkt kaufte der Ende Februar in meinem Viertel eröffnete. Die Alima Kette, die eine Reihe von kleinen Supermärkten durch die Stadt verteilt hatte, gibt nicht mehr. Delhaize hat ein Teil davon übernommen und Gott sei Dank auch den bei um die Ecke.
Und so sah der Kuchen aus:
Im Rezept stand 35 Minuten backen, was aber definitiv nicht reicht. Es braucht 40 wenn nicht 45 Minuten.
Das mit der Frischkäsecreme als Toping hatte ich noch nie probiert, es passte aber sehr gut.
Und dann war es schon an der Zeit für eine letzte Runde Dienst und, weil Sonntag, schon um 15:00 Uhr für mich.
Bevor jemand fragt, was die Zahnbürste soll, ich putze den Darstellern damit nicht die Zähne, die ist zum Reinigen des Tülls der Perücken wenn sie geklebt werden müssen. Besser noch geht es mit einem Stupfpinsel, doch meiner hat sich vor ein paar Tagen in den Pinselhimmel verabschiedet. Eine weiche Zahnbürste tut es auch.
Am Abend war ich im Räiskär, weil ich keine Lust hatte zu kochen. Sie hatten Bibimbap auf der Karte bei den Empfehlungen stehen, das mich an Australien erinnerte, weil ich es dort zum ersten mal bei einem Koreaner aß. Es war eine gewaltige Portion und leider gibt es kein Foto davon.
Am Abend schaute ich mir die zwei letzten Folgen der Serie von Adam Delgliesh auf ONE an. Jede Kriminalgeschichte findet ihren Abschluss in zwei Folgen und das ist sehr gut so. Zudem bedienen die Charaktere die Geschichte, sprich den Krimi an sich und nicht den ganzen privaten Befindlichkeitskram, der sich von einer zur Folge nächsten, nicht-enden-wollend hinzieht, und der in anderen Serien, immer Überhand nimmt. Eine große Empfehlung von mir und ab nächster Woche zeigt ONE die erste Staffel auf die ich sehr gespannt bin.
Ich hatte erstaunlich schlecht geschlafen. Morgens kurz nach 4:00 Uhr wach werden ist schon außergewöhnlich. Ich versuchte zu lesen, was aber nicht ging. Also Podcast und dabei schlummerte ich wieder weg. Gut so!
Wunderschönes Wetter, das sich aber nicht lange währte. Die niedrigen Temperaturen hielten ein paar Mutige nicht davon ab sich auf die Terrasse des Renert zu setzen.
Ich hatte den New Yorker mitgenommen. Es ist und bleibt eine der seltenen wöchentlichen Zeitschriften, die den Schreibenden genug Platz bietet um eine Story in allen Details auszuarbeiten. Als Lesender braucht man dann aber auch die Muße es zu lesen, die ich leider nicht immer habe. Zwischen all dem was ich sonst noch lese, höre und sehe, kommt der New Yorker ab und an zu kurz. Das die 100-jährige Ausgabe so dick geworden ist, hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es gleich drei Coverseiten und viele ihrer Werbekunden haben mehrere Seiten geschaltet, um ihnen zu gratulieren.
Ich sah wie so oft Bekannte und Freunde unter anderem sah ich seit sehr langer Zeit die Innenarchitektin wieder die meine letzten zwei Wohnungen gestaltet hat.
Ich fing an eine Geschichte über schweigende Nonnen aus Texas zu lesen, die sich umFrauen kümmern, die im Todestrakt sitzen. Eine lange aber sehr lesenswerte Geschichte. Interessant ist dass es vieles gibt was die Nonnen mit diesen Frauen verbindet. Sisterhood.
Zum Mittagessen war ich mit dem J. verabredet, den ich zuletzt an seinem Geburtstag sah. Wir aßen Kniddelen.
Am Abend gab es dann eine Runde Dienstliches ohne besondere Vorkommnisse.
Ein eiskalter Freitag. Am Morgen schien ein wenig die Sonne, doch am späten Nachmittag vielen Schneeflocken.
Ich hatte ein kurze emsige Phase daheim, weil Freitag ist Meisterin-Propper-Tag. Kurz vor Mittag entschwand ich aus der Wohnung und ging zum Renert. Es gab Lasagne die sehr gut war und ordentlich wärmte, denn es war wirklich eisig.
Vom Renert aus ging es weiter zum einem ersten Teil einer Dienstrunde die ‚Einrichten‘ hieß. In einer knappen Stunde war ich fertig und alle Perücken sahen wieder schick aus.
Es waren noch zwei Stunden bis zum eigentlichen Einsatz ich fuhr kurz in die Concorde und kaufte alles ein für einen Möhrenkuchen. Ich weiß nicht wo die Lust auf ausgerechnet den Kuchen herkommt. Hier in der Region man findet hier kaum welchen. Wahrscheinlich deswegen.
Ich lud alles daheim ab. Aus dem Briefkasten zog ich die endlich die dicke Ausgabe vom New Yorker für ihr hundertjähriges Jubiläum. Ich hatte schon lange darauf gewartet.
Den Abend verbrachte ich dann mit dem gewohnten Dienst und ein paar nervösen Darstellern, denen die Pause von zehn Tagen zu lang war, so dass sie selbstständig am Nachmittag einen kompletten Durchlauf einlegten und dadurch schon einiges an Energie verpufft hatten. Die Vorstellung lief aber ohne Zwischenfälle und der proppenvolle Saal war begeistert. 
Den Tag mit Schreibkram verbracht. Draußen war es sehr trüb mit Nieselregen. Ich blieb bis zum Abend häuslich
Für den Abend hatte die A. vorgeschlagen, weil wir schon sehr lange nicht mehr dort waren, doch mal wieder in die Hostellerie du Grünewald zu gehen. Es war eine hervorragende Idee. Die A. hatte einen Tisch an der Bar reserviert, was immer noch die schnuckeligste Ecke des ganzen Lokals ist. Der Barman war völlig aus den Häuschen, als wir auftauchten. Die beiden Besitzer, der Chefkoch C.und die seine Frau A. waren auch da, was nicht so häufig vorkommt, denn sie haben inzwischen drei Lokale zu managen.
Für mich gab es Entenbrust mit Roter Beete und anschließend Cheesecake.
Es war ein herrlicher Abend. Den letzten Absacker tranken wir mit Freunden im Wintergarten und kurz vor Mitternacht waren wir daheim.
***
Auf die Gefahr hin, sehr langweilig zu werden, gibt es wieder etwas von Tilda Swinton. Ich habe Tilda schon so oft verlinkt mit allen möglichen Zeug, dass es fast nicht mehr wahr ist. Sorry aber ich kann nicht anders.
Das Interview wurde im Rahmen des letzten Filmes aufgenommen, den sie mit Pedro Almodovar gemacht hat. Doch wer die Interviews von Sunday Morning kennt, weiß, dass sie immer ein gutes Stück über die Promo eines Filmes hinausgehen. Zudem sagte Tilda ein paar Dinge, die meine eigenen Ideen wieder zurecht rückten.
Am Dienstag erledigte ich sehr viel Schreibzeug. So viel, dass mir am Abend der Kopf dröhnte und ich nicht mehr in der Lage war, irgendetwas ins Blog zu schreiben. Aber die sind ganzen vorab arbeiten sind ja für einen guten Zweck. Ob sie irgendwann einmal finanziell fruchten, steht auf einem anderen Blatt.
***
Am Mittwoch war ich mit der D. im Kino und das gleich morgens um 10:00. Ein Film aus dem Lux Filmfest stand auf dem Programm, darum auch die frühe Uhrzeit. Der Film Bound in Heaven war ein sehr typischer Arthouse Film der von einem Festival zum nächsten gereicht wird. Wunderschöne Bilder zu einer tragischen Liebesgeschichte. Er ist nicht schlecht, aber richtig gut ist er auch nicht, obwohl er alle Zutaten hätte um besser zu sein.
Da die Filmvorführung im Utopolis war, gingen wir anschließend zu Oberweis im Auchan und aßen dort zu Mittag. Es gab sehr guten Lachs.
Für die abschließende Tasse Kaffee ging es zurück in die Stadt zum Renert.
Wir beratschlagten wer wie welche Pläne für die kommenden Wochen und Monate hat und wie sich das kombinieren lässt. Dabei entdeckte ich eine terminliche Ungereimtheit, die mir die Augen öffnete, und mich einen traurigen Schluss ziehen ließ. Ich werde dieses Jahr nicht auf der re:publica sein. Ich könnte sehr wohl hinfahren, aber aus terminlichen Gründen muss ich früher zurück und ich würde nur anderthalb Tage der Veranstaltungen mitbekommen, die ja drei Tage dauert. Deshalb habe ich schweren Herzens beschlossen, nicht hinzugehen. Es lohnt sich nicht für knapp anderthalb Tage mit Hotel- und Reisekosten.
Ich habe also ein early Bird Ticket zu verkaufen für die Re:publica 25 vom 26.-28. Mai zum Vorzugspreis. Man kann es nämlich umschreiben lassen. Wer also vorhatte, hinzugehen, und mit sich hadert wegen dem stattlichen Eintrittspreis, kann sich bei mir melden. Ich verkaufe das Ticket für 200€ Ein Standart Ticket kostet 329€ ohne Gebühren. Man hat also satte 130€ gespart. Der/die Erste der sich in dem Kommentaren dafür meldet, bekommt es.