Bov Bjerg – Die Modernisierung meiner Mutter

 

Ich war von seinem ersten Roman Auerhaus total begeistert weil er mich sehr an meine eigene Jugend erinnerte.

Als nun das zweite Buch von ihm erschien, griff ich sofort zu, ohne zu wissen was es genau ist.

Es sind Bov’s Geschichten aus seinen Lesungen.  Ich mag nicht aus den einzelnen Geschichten zitieren, denn es sind deren so viele und so unterschiedlich, dass zu einem Kuddelmuddel führen würde, so wie die Rezension die ich vor zwei Wochen in der Beilage des Spiegels las. Sie machte für mich keinen Sinn, erst als ich sie heute wieder hervor kramte, verstand ich was damit gemeint war.

Die meisten Geschichten handeln von Menschen die einsam sind, manchmal sehr einsam. Es sind Geschichten die teilweise mit jedem Satz eine andere Richtung einschlagen als man erwarten würde. Und es ist sehr schwarzer, sogar trauriger Humor. Ich musste mich gestern als ich das Buch im 12 Apostel fertig las, sehr zusammen nehmen um nicht laut loszulachen. Das Pärchen am Tisch nebenan bekam es trotz allem mit, und schien leicht pikiert.

Mit den 160 spärlich bedruckten Seiten ist man schnell durch, wenn man will. Doch musste ich ab und an das Buch beiseite legen weil die Geschichten nachhallten und erst ein wenig verarbeitet sein wollten, bevor ich die nächste in Angriff nahm.

Sehr schön fand ich die Geschichte vom Bomben-Klaus, oder von dem Deko Bänkchen in einer Einkaufspassage. Interessant auch die Geschichte von den Schinkennudeln. (die mich an meine eigene Schinkennudel Story erinnerte…) Lesenswert auch die Geschichte über die Zwillingstürme von New York.

Absolut lesenswert und ein schönes Geschenk für Leute mit einer Vorliebe für dunklen Humor.

Bov Bjerg – Die Modernisierung meiner Mutter

Berlin Tag 18 – Tierpark

Das wird ein Tag in Bildern werden.

Vielleicht vorab ein paar Worte über Zoo’s. Ich bin grundsätzlich mit der Idee eines Zoo’s einverstanden, wenn der Gedanke dahinter steckt, verschiedene Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren und sie, wenn möglich, irgendwann wieder in die Natur einzugliedern.

Womit ich nicht einverstanden bin, und das macht z.Z. der Zoo von Amnéville, wenn mit Tiger und Löwen „gearbeitet“ wird. In Amnéville gibt es seit einer Weile ein regelrechte Zikusshow mit den Wildkatzen, und das will und kann ich ich keiner Form unterstützen, so schön und vorbildlich der Zoo auch sonst gestaltet sein mag. Wenn ich auf der Homepage lese, „Un spectacle époustouflant“ kommt mir die Galle hoch.

Ganz anders der Tierpark in Berlin.

Das Gelände ist im Gegensatz zum Zoo im Westen von Berlin, riesengroß. Ich habe knapp die Hälfte davon geschafft. Da ich „gute“ Schuhe an hatte, anstatt meine Laufschuhe, war nach 3 Stunden Schluss.

Aber der Reihe nach.

 

Ich führte ein neues Hemd aus, das ich vor ein paar Tagen in einem leichten Anfall von Shoppingwahn gekauft hatte. Der Spiegel ist übrigens sehr schmeichelhaft für die Figur. Ich sehe um einiges schlanker aus als in Wirklichkeit.

 

Durch den ganzen Park, der sehr naturbelassen ist findet man immer wieder kleine Bronze Skulpturen, wie die von diesem Bär.

 

Sehr bemerkenswert und wahrscheinlich einzigartig für einen Zoo, ist der kleine Friedhof mitten im Park, der Familie von Treskow. Er wurde im Rahmen der Renovierungen von 2014 komplett erneuert.

 

Ein großes Gelände für Eisbären. Ich musste sehr nah heranzoomen, daher die leichte Unschärfe.

 

Hängebauchschwein mit Nachwuchs.

 

Und jetzt alle gemeinsam: Ooooooch, wie süüüüüüüüß!

 

Viel Platz zum spielen für Kiddies…

 

…und dann wieder große weite Wiesen, hier auf dem Bild mit Kamelen und ganz weit hinten, Flamingos….

 

Manchmal hatte man das Gefühl man steht mitten in einem Wald, der gar kein Zoo ist…

 

…doch dann, urplötzlich, wie aus den Nichts, ein Watussi-Rind. (Öh…bin mir nicht so sicher mit dem Watussi, aber Rind ist es.)

 

Zu Mittag gab es eine Brezel mit Geflügelfleischkäse, Gurke und Senf. Dazu ein Kaffee (der übriges sehr gut schmeckte)

 

Durch den ganzen Park hinweg wurde immer wieder mit kleinen diskreten Schildern darauf hingewiesen, welche Wege und Wiesen für Zuschauer nicht gestattet sind. Doch auf manchen Wiesen gab es dann eine nackige Skulptur, die darauf hinwies: hier kann man… Ob man sich auch nackt ausziehen sollte, stand nicht explizit da. Vielleicht war es ja erlaubt und es traute sich bloß keiner…..

 


Balgende Tiger

 

 

Und zum Abschluss diesen Gelbschnabeldings… ich hab den Namen vergessen.

 

Das ist nur eine Auswahl der Fotos die gemacht habe. Insgesamt waren es über 100 Stück. Fotos von Tieren sind halt nicht so einfach zu machen und die meisten werden durch die Scheiben und Gitterstäbe nicht besonders oder die Tiere drehen den Kopf zur Seite. (das machen sie übrigens sehr oft)

***

Anschließend ging es auf den Hackischen Markt zu Häagen Dasz,weil sie guten Kaffee haben. Ich las das Buch von Bov Bjerg zu Ende und werde morgen davon berichten.

Abendessen gab es im 12 Apostel, denn ich hatte keine Lust auf Restaurantexperimente und wollte auf Nummer sicher gehen. Das Saltimbocca a la Romana war hervorragend.

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Berlin Tag 16 – Wölfe & Eine Stippvisite in Leipzig

Morgens dachte ich noch, uuuh, nimm eine Jacke mit, zieh eine lange Hose an. Es war alles zu viel. Die Jacke schleppte  ich den ganzen Tag über die Tasche gefaltet mit herum. Es wurde nämlich ein richtig heißer Sommertag.

Am Hauptbahnhof standen seltsame Gestalten.

Selfie mit Wolf

Ein ganzes Wolfsrudel stand vor dem Hauptbahnhof. Es ist eine Aktion der Umweltstiftung mit dem Titel. Die Wölfe sind zurück.

 

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Ich hatte mich mit dem J. in Leipzig verabredet. Die Fahrt dorthin mit dem ICE war bequem und reibungslos. In etwas mehr als einer Stunde war ich dort.

Leipzig hat sich verändert. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort gewesen. Das letzte Mal war… ich weiß es nicht mehr.

Hier eine kleine Auswahl an Fotos aus der Stadt.

Das neue Rathaus.

 

 

 

 

Das neue Rathaus von MDR Turm aus.

Ich verbrachte einen sehr schönen Tag mit dem J.

Hervorzuheben ist die unglaubliche Freundlichkeit der Leipziger, von denen sich die Berliner ein Scheibe abschneiden könnten. Wir wurden in allen Lokalen und Geschäften in denen wir waren, aufs herzlichste begrüßt und verabschiedet, dass ich baff war. Ich war nicht um letzten Mal dort.

 

Radikale Selbstakzeptanz

Ich weiß dass ich ab und an meine Probleme damit habe, meinen Körper so akzeptieren wir er ist. Wenn ich morgens in den großen Spiegel schaue ist der Frustlevel je nach Tagesform bisweilen sehr hoch.

Das was Amy Bence-brown in diesem Video tut hätte ich mich nicht getraut. Und es ging mir gerade sehr nahe…

Berlin Tag 15 – 12von12

Nach ungezählten Monaten, in denen ich das Datum von 12. immer wieder verpasst habe, hier nun endlich wieder.  Der 12. des Monats mit 12 Bildern.

 

Der Blick zum Fenster hinaus verheißt kein gutes Wetter.

 

Das iPad wollte ein Update haben. Bitte schön…

 

An die Damen, die immer sagen, Männer seien nicht multitasking. Versucht mal morgens früh, leicht verschlafen, die erste Tasse Kaffee IN die Tasse zu schütten UND gleichzeitig ein Foto davon zu machen! HA!!!!

 

Wenn man in Berlin unterwegs ist, kommt man um das Plakat der neuen Show im Friedrichstadt Palast nicht herum. Überall hängt diese Dame mit dem Perlen/Tattookleid und Federkopfschmuck. Wenn man das Foto jedoch genauer betrachtet, merkt man, dass man ihr wegen des Arm/Augentricks, einen länglichen Wasserkopf per Photoshop verpasst hat.

 

Von weitem betrachtet fällt der Wasserkopf weniger auf.

 

Da sich vor .wei (da ist es wieder!!!…grr…das „Z“ will nicht)  2 Tagen der Wasserkocher mit einem Knall verabschiedet hat, zog ich los um einen neuen zu besorgen. Es gibt an der Urania ein Elektrosupermarkt. Es gibt bestimmt noch mehrere, aber es ist der einzige, den ich in Berlin kenne, und in dem ich schon letzte Woche war, wegen einer Maus. Ein anderthalb Liter Wasserkocher und möglichst nicht von einer Highend Marke, auch kein Billigbillig, sondern was dazwischen. Es wurde dieses Teil im Sonderangebot. Alles andere überstieg meine finanzielle Vorstellungskraft.

 

Abends traf ich mich mit meiner ältesten Freundin aus Berlin. Susanne hatte ich bereits im Mai getroffen als ich zur re:publika hier war. Wir gingen in ein uriges Restaurant das es bereits seit 100 Jahren gibt; die Henne. Es gibt dort nur ein Gericht. Gebackenes Hühnchen. Dafür ist es bekannt und dafür geht jeder hin.

 

Der Nachtisch ist aber auch nicht schlecht. Rote Grütze mit Vanillecreme. Ich bin nicht so der Fan von roter Grütze, aber hier war die Mischung von sauer und süß so perfekt, dass ich mich hätte rein setzen können.

 

Susanne war von der Grütze hin und weg.

 

Zur Verdauung gab es ein Mampe Halb und Halb. Ein Berliner Kräuterlikör, das ich bis dahin auch nicht kannte.

 

Wir schlenderten anschließend bis zum Moritzplatz und kamen an der „Markthalle“ vorbei, ein anderes Lokal in das wir auch gegangen wären, wenn wie in der Henne keinen Tisch bekommen hätten.

 

In der Oranienstraße fand ich dieses Riesen Mondgesicht, kurz bevor ich wieder untertage in der U Bahn verschwand und nach hause fuhr.

Berlin Tag 14 – Sich in Muße üben

Als dieser Tag vorbei war, dachte ich plötzlich daran, dass ich mir für den gesamten Berlin Aufenthalt vorgenommen hatte jeden Tag etwas ins Blog zu schreiben. Und für heute wird es eine kleine Herausforderung.

Dieser Tag begann damit, dass ich viel zu früh wach wurde. Es fing gerade an zu dämmern und es war kurz nach 5 Uhr morgens. Doch schlafen ging nicht mehr. Da ich den Blogeintag vom Tag davor schon abends erledigt hatte, und ihn für morgens gegen 8 geplant hatte, war an und für sich nichts zu tun. (Ja ich mache das ab und an, dass ich Einträge vorschreibe und erst später online stelle.  Ja,Wordpress kann das, und ich nutze es relativ häufig.)

Dann stellte ich missmutig fest, dass das „Z“ auf der Tastatur Ladeschwierigkeiten hat. Dass heißt, dass ich bei jedem Wort mit „Z“ aufpassen muss. Mistvieh von einem Tablett mit Tastatur!!! Gut, das Ding hat nur 199 Euro gekostet MIT Tastatur, und ich schone es wo ich nur kann. Es läuft immer nur ein Programm. Wenn Firefox geöffnet ist, öffne ich Thunderbird nicht und umgekehrt. Wenn WordPress in einem Tab geladen ist öffne ich höchstens den externen Server für die Fotos um die Links zu laden, und einzufügen, mehr nicht. Es klappt auch alles ganz gut, bis auf diese blöde „Z“.

Was ich heute getan oder erlebt habe ist nicht weiter erwähnenswert, oder es gehört nichts ins Blog.  Vielleicht so viel: ich dachte plötzlich an einen Satz von der Großfürstin Maria Pawlowna, deren Biographie ich letztes Jahr während der Kur las. Als Kind wurde sie dazu gezwungen sich in Muße zu üben und sie hasste es. Früher unter Reichen galt es als edel und schick nichts zu tun. Nun, das habe ich heute auch getan. Nichts. Mir war nicht danach außer Haus zu gehen, stattdessen las ich, und holte später die Stunden Schlaf nach, die sich am Morgen nicht einstellen wollten.

Ich dachte zudem viel über Dinge nach, die sich in den letzten Monaten ereignet, und mein Laben ziemlich auf den Kopf gestellt haben. Da ich nicht zu hause bin, kann ich das hier viel besser und reflektierter machen. Dabei vielen mir auch die Orakelkarten von gestern ein. Ein Glücksschwein, Gold, ein Neuanfang…

 

Berlin Tag 13 – Spreegold & Magie

Spreegold ist, (das wusste ich bis vor ein paar Sekunden nicht) eine Berliner Restaurant Kette, mit Selbstbedienung. Das mit der Selbstbedienung war, als ich heute morgen dort mit Freunden eine Art Brunch aß, sehr kurios. Wir waren in dem Laden in (bzw. bei) der Schönhauser Allee, und er gibt sich den Anschein als ob man bedient werden würde. Wird man aber nicht. Man reiht sich in die Schlange und sucht aus. Entweder was hinter der Kasse auf dem Plakat seht oder das vorne in der Theke liegt. Für heiße Getränke muss man dann wieder anstehen. Es war alles sehr lecker was wir dort aßen, jedoch waren die Bedienungen hinter dem Tresen, für meinen Geschmack, mit zu viel Berliner Charme versehen.. (ihr versteht was ich meine?) Zudem sind die Preise dafür, dass man immer wieder anstehen muss wie in einer Kantine, zu hoch.  Anderweitig gibt es die gleiche Qualität mit Menükarte und man wird am Tisch bedient. Nun ja…

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Weiter ging es dann am frühen Nachmittag zum Hackischen Markt, an dem ich ein Magic Museum entdeckt hatte, aber nicht drin war. Ein Magie Museum, so dachte ich, ist vor allem Museum mit einer Retrospektive über Zauberkünstler und vielleicht der eine oder andere Trick. Das Plakat das ich am Tag davor irgendwo entdeckte, gab auch mehr oder weniger dies vor.

Doch als ich dort war, ging es an und für sich mehr um Esoterik, Mythen und alte Künste an die die Menschen in früheren Zeiten (und heute auch noch) glaubten. Der Zauberkünstler wurde in einer kleinen Ecke nur sehr beiläufig erwähnt. Das war auf den ersten Blick etwas ernüchternd und ein wenig enttäuschend. Doch wenn man sich auf das Museum einlässt kann es sehr unterhaltsam sein. So konnte man zum Beispiel Wasserklangschalen aus China probieren und versuchen das Wasser zu schwingen zu bringen. Zu Anfang versagte ich völlig damit doch dann hatte ich den Dreh raus und das Wasser sprudelte regelrecht in der Schale.

Meine allumfassende Zahl meiner Selbst ist die 5. Die Fünf bezieht sich auf das Pentagram als Form und schützt mich demnach vor allem Bösen und dem Teufel.  Im Tierorakel zog ich das Schwein, was bekanntlich Glück bedeutet. Mein Baum ist die Weide und steht für Melancholie. Im Naturelementen Orakel zog ich das Gold; im Indischen Orakel war es der Gott Garuda, der für den Neubeginn steht.

Demnach geschützt von von allem Negativen, mit Glück, Reichtum und einem Neubeginn gesegnet, verließ ich das Magicum Museum melancholisch dreinblickend…

Berlin Tag 12 – Das goldene Zeitalter

Nach einem Besuch eines Bekannten in Friedrichstadt, zog es mich nach Mitte zum Kulturforum. Die Gemäldegalerie hat zur Zeit ein Ausstellung mit dem Titel: El Siglo de Oro.

Leider war es nicht gestattet in der Ausstellung Fotos zu machen. Schade, denn es waren ein paar sehr schöne Bilder dabei. Also werde ich auf die Pressebilder der Hompage zurückgreifen.

Es gab zwei Bilder die ich gerne als Kopie in der Wohnung hätte.

Da wäre um einen die Vision von Belsazar.

Jusepe de Ribera: Vision des Belsazar, 1635, © Arcidiocesi di Milano, Curia Arcivescovile, Foto: Paolo Manusardi, Milano

 

Das andere Bild trieb mir beim ersten Anblick fast die Tränen in die Augen. Ich hatte es mir nicht so groß vorgestellt. Meine Großmutter besaß jahrelang eine kleine Kopie davon die sie immer Wohnzimmer hängen hatte. Was sie später, als sie in Rente ging, damit angestellt hat, weiß ich nicht. Als ich nach ihrem Tod das Haus räumen musste, war es nicht mehr da. Das Bild ist mir so vertraut wie selten ein anderes.

Bartolomé Esteban Murillo: Die Pastetenesser, um 1670/75, © Bayerische Staatsgemäldesammlungen München – Alte Pinakothek

 

In der Walther König Buchhandlung war ich dann fest entschlossen mir den Katalog der Ausstellung zu kaufen. Ein schwerer Brocken, der mich mit Sicherheit Übergepäckgebühren beim Rückflug kosten wird. Seufzend ließ ich ihn liegen. Ich werde ihn bestellen, wenn wieder zu hause bin.

Berlin Tag 11- Erkundungen

Irgendwo habe ich ja doch ein bisschen Papierkram der sich in der Heimat nicht von alleine regelt. Die befreundete Nachbarin schaut regelmäßig nach dem Briefkasten, der Wohnung und gießt meine Pflanzen. Ich war auch der Suche nach einem Geschenk als Dankeschön für sie und fand etwas sehr niedliches. Was es genau ist, kann ich nicht hier reinschreiben, die Gute liest nämlich hier mit… Nur so viel, so touristisch der Ku’damm sein mag, es gibt immer noch ein paar sehr schöne Geschäfte, die keine Kette sind und in denen man originelle Dinge zum Verschenken findet, die nicht die Welt kosten.

So, jetzt zu den Bildern.

Mir ist dieses Kunstwerk am Ku’damm nie aufgefallen, oder steht es noch nicht so lange dort?

 

So ähnlich wie dieses Foto hängt hier in der Wohnung ein Poster mit dem Mercedes Stern und dem Zoopalast. Bei mir an der Ecke angeschnitten, ist die Gedächtniskirche.

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Und wenn ich schon in der Ecke bin, habe ich mir dann auch das Bikini Berlin angesehen. Eine etwas andere Shoppinggalerie. Ich hörte viele Blogs vor Jahren davon schwärmen. Nun ist es schon beeindruckend, was man architektonisch im Inneren damit angestellt hat, und die Idee es fast ausschließlich mit Designern von kleinen Labeln zu bestücken, ist auch nicht schlecht. Doch fand sich in der gesamten Galerie nicht ein Landen der meinen Geschmack traf. Alles jung und hip, aber eben nichts für mich, obwohl ich in Shoppinglaune war.

Zu Mittag aß ich auf der oberen Terrasse, im One, von dem ich schon viele Fotos online gesehen hatte. Leider macht die Lage des Lokals das Essen nicht wett. Ich hatte ein Risotto mit Kräuterseitlingen, das mir nicht schmeckte und ich musste es gehörig mit Salz und Pfeffer aufpolieren. Meine Großmutter hätte dazu gesagt: …als ob man einem Toten in den Zeh beißt.

 

Hier ein paar Bilder vom Bikini

 

Von der oberen Terrasse des Bikini sieht man in den Zoo.

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Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich zum Friseur war. Ich war zu Udo. Ja…, dem Udo. Er selbst war nicht da, aber ich lief ihm später über den Weg, als er mit Bekannten auf im Kempinski auf Terrasse saß. Der Haarschnitt ist nicht ganz so kurz wie ich es mir gewünscht hatte. Doch es sieht sehr gut aus und ich komme zurecht damit. Die Haare schnitt mir ein Friseurmeister der jahrelang Lehrgänge für Toni&Guy in ganz Deutschland machte und erst seit ein paar Monaten bei Udo ist. Ich zahlte 45 Euro für alles, was nicht wesentlich teurer ist, als das was ich in Luxemburg dafür zahle.

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Auf der Rückfahrt mit der U Bahn las ich ein Kurzbericht. Neue Studien belegen, dass wenn man Berlin aus Deutschland ausradieren würde, dann wäre das Bruttosozialprodukt für das ganze Land um 0,2 % höher.  Armes Berlin…

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Berlin Tag 9 – Ein Tag in Bildern

Sie Sonne strahlte grell als ich verschlafen im Badezimmer stand. Die Kontur der Trockenpflanzen hinter der  Rollogardine war so geschnitten scharf wie noch kein Tag davor.

 

Nicht speziell für die Berlin Reise, aber für den Sommer kaufte ich bereits letztes Jahr ein Ferienduft. Leicht und sehr zitronig. Eau de Vacances von Fragonard.

 

Auf den Ku’damm das neue Buch von Bov Bjerg angefangen, zwischen Palmen und rotem Teppich.

 

Bei dem schönen Wetter, so dachte ich, wäre ein Spaziergang durch den Tiergarten nicht schlecht. Doch dort angekommen, schlug das Wetter um.

 

Ich rettete mich in den angrenzenden Burger King, bis der Platzregen vorbei war. Dabei entdeckte ich eine der Berlin typischen Gaslaterne.

 

Und als ob davor nichts passiert wäre, strahlte wieder alles in der Sonne. Es roch nach frischem Grün, alles schien wie frisch herausgeputzt.

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Abends speiste ich im Maselli Restaurant, das man mir wärmstens empfohlen hatte.

Ich vergaß völlig ein Foto von den noch gefüllten Schwertmuscheln zu machen. Das letzte mal dass ich welche gegessen hatte war in Korsika. Sehr lecker.

 

Zum Hauptgang hatte ich gefüllte Schweineröllchen.

 

Zum Nachtisch gab es kleine Blätterteigtaschen gefüllt mit einer Vanille/Zitronen Creme.

 

Berlin Tag 8 – Völlerei & ein Todesfall

Hatte ich gestern erwähnt, dass ich mich hoffnungslos überfressen hatte? Nein? Vergaß ich zu sagen, dass ich aus dem 12 Apostel zurück nach Kreuzberg wankte?

Die Pizza „12 Apostel“ war schuld daran. Tomatensoße, Garnelen, Lachs, Créme Fraiche, Rucola… und riesengroß.

Nach der Völlerei gestern, gab es heute… nichts. Ein Fastentag. Ihr könnt euch erinnern, dass ich das gut kann? Dass ich schon mehrfach Fastenkuren gemacht habe? Wenn nicht dann lest bitte ab hier (2015) und ab hier (2014).

 

Ich fand vor einigen Wochen als ich die Bücher von meinem Elternhause durchging ein Kinderbuch meiner Mutter. Wahrscheinlich wurde es schon vor dem Krieg gekauft, also müsste es theoretisch auch meiner Tante gehört haben. Das Nesthäckchen war einer der bekanntesten Kinderbücher damals.

Als ich gestern, vom Restaurant zurück ging, ging ich durch den Else Ury Bogen, eben besagte Schriftstellerin des Nesthäckchen Bücher.

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Ich habe den tödlich Unfall meines Föns zu vermelden. Er rutschte mir heute morgen aus den Fingern und knallte auf die Fliesen.  Es war mein Reisefön der mich jahrelang überall hin begleitet hat. Ich denke dass ich ihn sogar in Berlin damals gekauft habe. Wahrscheinlich wollte er auch hier sterben, und sprang mir aus der Hand.

Berlin Tag 7 – Nachrichten von daheim & neue Erkenntnisse

Ein Bild das ich in einer Galerie in der Bleibtreustraße sah, kurz nachdem ich neue Erkenntnisse hatte.

Gute wie schlechte Nachrichten erreichten mich heute aus der Heimat. Die schlechte Nachricht ist ganz besonders lästig, aber Gott sei Dank bin ich nicht alleine damit und muss sie auch nicht lösen, aber lästig ist sie schon.  Die gute Nachricht erreichte mich per Email in Form eines Menüs. Mir lief beim lesen das Wasser im Mund zusammen. Das Menü werde ich meinen Gästen servieren an meinem Geburtstag.

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Was die neuen Erkenntnisse angeht, bin ich mir noch nicht so sicher ob ich die überhaupt hier reinschreiben soll. Aber ich glaube dass sie wichtig sind und sie vielleicht jemand anderem auch helfen können.

Ich muss dazu ein wenig ausholen. Als ich da alte Design noch im Blog hatte, gab es eine zweite Spalte in der das Buch stand, das ich gerade lese und auf dem Nachttisch liegt. Mit dem neuen Design ist die Spalte jetzt weg.  Das letzte Buch war ein alter Roman von Hilde Spiel – Lisas Zimmer. Es war irgendwann im Frühling, als ich mich das Buch erinnerte und beschloss, es mir noch einmal zuzulegen, da ich es mal verliehen, aber nie wieder zurück bekommen hatte.  Ich erinnerte mich, dass mich das Buch damals sehr bewegt hatte und noch lange nachgewirkt hat. Irgendwann kurz bevor meine Tante starb, hatte ich auch angefangen darin zu lesen. Doch legte ich es weg, weil der Schmerz und die Trauer zu sehr an mir nagten. Ich hatte keine Geduld und keinen Nerv mich weiter mit dem Buch zu beschäftigen.

Als ich den Koffer für Berlin packte, nahm ich das Buch mit.

Heute auf der Terrasse des 12 Apostel Restaurant, hatte ich es ausgelesen und saß eine Weile wie versteinert da, weil mir plötzlich bewusst wurde warum mein Unterbewusstsein wollte, dass ich dieses Buch nochmal lese.
Und es sollte auch so sein, dass ich es jetzt erst zu Ende lesen sollte.

Es ist die Geschichte eines Dienstmädchens Ende des 40er, Anfang der 50er Jahre. Lele ist eine von vielen Emigranten aus Europa die nach dem zweiten Weltkrieg nach Amerika kommt. Sie ist knapp zwanzig Jahre alt als sie ankommt, hat ein Kleinkind, ist alleinerziehend, hat ihre ganze Familie im Krieg verloren, und ist heilfroh eine Stelle als Dienstmädchen anzutreten. Zuerst kommt sie zu einer älteren, auch emigrierten Psychoanalytikerin, die sich es sich zur Aufgabe gemacht hat, Lele durch und durch zu analysieren, indem sie sie immer wieder die Grausamkeiten der Konzentrationslager schildern lässt. Lele hält es nicht mehr aus, und sucht sich eine andere Stelle, bei einem jüngeren Ehepaar, Jeff und Lisa.  Und diese Lisa ist eine der schillerndsten Figuren die Lele je in ihrem Leben treffen wird….

Da die Geschichte in der Ich Form aus der Sicht von Lele geschrieben ist, wirkt sie um so eindringlicher. Vor allen der Schluss den ich heute im Restaurant las, erinnerte mich sehr an das was ich die letzten Wochen erlebt habe.

Lele beschreibt wie sie alle Geister der alten Welt los wird. Wie sie alles hinter sich lässt, was sie noch an das alte graue Europa erinnert, und mit Lisas Tod wird auch das letzte Band gekappt was sie damit verbindet…

So ähnlich geht es mir zur Zeit.
Ich kann mich nur zu genau an den Moment erinnern an dem ich die Tante zum letzten Mal aufgebahrt sah, und mich anschließend  ins Auto setzte, und von dem hohen Berg wieder hinunter nach Vianden fuhr. Ich verspürte eine unglaubliche Erleichterung und mir wurde sehr leicht ums Herz. Das letzte Band wurde gekappt. Es ist niemand mehr da.

Und ich stelle mir jetzt die Frage was ich nun mit meinem Leben anfange. Ich habe keinen Partner und bin an nichts gebunden. Mir stehen alle Türen offen…

Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht auf der Suche nach mir selbst. Das sollte ich mit knapp 50 Jahren hinter mir haben. Aber mir bietet sich eine Chance noch einmal alles in Frage zu stellen und, wenn ich denn will, noch einmal neu anzufangen.
Noch einmal die Tür zum Abenteuerland aufstoßen…
Eine verlockende Vorstellung, wenn ich denn ein Ziel vor Augen hätte…

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Berlin Tag 6 – Keine Besichtigung

Erst mal ein Nachtrag vom Tag davor.

Ein Zeitraffer Video das ich in dem Wiener Café machte, bevor ich ins Bluemax Theater ging.

Ich wollte ein Museumstag einlegen, auf der Museumsinsel. Merke: Die Museumsinsel in Sommer ist ausschließlich Touristen vorenthalten.
Ok, ok, ich bin auch einer aber ich fühl mich nicht so und vor allem benehme ich mich nicht so. Das bezeugte man mir gestern am Hackischen Markt, als mich jemand fragte, ob ich weiß wie man zum Zoo kommt. Natürlich wusste ich das ohne auf einen Plan zu schauen. Ich war stolz wie Bolle.

Ich fotografierte ein bisschen auf der Museumsinsel herum.

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In den Hackischen Höfen fand ich dann endlich das, was ich schon so lange suchte.

In einer der ältesten Krawatten Manufakturen in Berlin, Auerbach, wurde ich fündig. Was es genau ist, und wie es aussieht, werde ich noch nicht verraten. Nur so viel, es wird extra für mich angefertigt, und ich war erstaunt dass der Preis dafür mich nicht umgehauen hat.

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Später am Nachmittag traf ich eine Freundin und Schauspielerin mit der ich letzter Saison ein sehr actiongeladenes Stück bestritt.

Den Abend zu hause lesend verbracht.

Berlin Tag 5 – Blue Blue Blue

Nach einer Runde Bloggen, rbb Info hören und heimatliches Zeitunglesen, zog ich mich heute etwas wärmer an, denn Temperaturen in Berlin sind auf Talfahrt.

Und während ich zur U Bahn schlenderte und nicht so ganz aufpasste, verrannte ich mich regelrecht und das so sehr dass ich die Berlin App hervorholen musste um zu sehen wo ich war. Seltsamerweise passiert mir das nur hier. In London oder in Paris habe ich einen viel besseren Orientierungssinn.

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Das Mittagessen bei Josty auf dem Potsdamer Platz war ein Reinfall.

Für ein Entrecôte mit Gemüse und Kartoffelgratin plus ein Glas Wein, zahlte ich satte 52 Euro (das ist sogar für Luxemburg ein stolzer Preis)  und das Fleisch war zäh wie Leder. Nun steckt man nicht im Steak drin, doch bei dem Preis kann ich eine ordentliche Qualität an Fleisch verlangen.

Man stellte mir den Kaffee nicht in Rechnung, was ich aber als unbefriedigend empfand. Tut mir leid aber bei Tripadvisor gibt das ein schlechte Note.

Es sah appetitlich aus, nur kauen ließ es sich nicht.

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Ich wanderte durch die Arkaden und setzte mich im Obergeschoss in ein Wiener Café, das kurz nach mir keine Kunden mehr annahm und jedem weiteren Kunden erklärte, sie hätten geschlossen. Ich durfte aber sitzen bleiben und wurde auch weiterhin bedient, was mir seltsam erschien. Ich las eine Weile vor mich hin und merkte dann plötzlich, dass dann am Tisch vor mir dann doch wieder Leute bedient wurden.  Ich fragte dann die Bedienung warum die Leute bedient wurden und andere nicht. Sie erklärte mir, dass sie wegen Personalmangel, zeitweise einfach nicht mehr weiter Kunden bedienen könnten, sonst würde das völlige Chaos hinter der Theke ausbrechen. Zudem seien die Kühlschränke leer und müssten aufgefüllt werden. Sie seien heute nur zu zweit und es ginge leider nicht anders. Ich war heilfroh dass ich aber angenommen wurde und eine große Flasche Wasser und ein Kaffee bekam.

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Etwas später entstand dieses Foto.

Leider ein wenig verwackelt aber es musste sehr schnell gehen, da ich nicht der Einzige war, der ein Foto zusammen mit dem blauen Herrn wollte.

 

Ich sah die Show um ersten Mal als sie noch im Theater am Potsdamer Platz war, und nicht im Blue Max Theater. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, denn sie haben die Show ein wenig abgeändert. Die Nummer mit den Ampelmännchen ist nicht mehr drin und die Schlussnummer ist auch nicht mehr I Feel Love von Moroder. Schade, denn es war die Nummer, auf die ich mich am meisten gefreut hatte.  Stadtessen fliegen jetzt gigantische Ballons über die Köpfe des Publikums hinweg. Die gewaltigen Papierfahnen, die sonst über das ganze Publikum hinweg liefen, sind nicht mehr dabei. Es ist trotzdem immer noch ein Riesenspaß und die Musik zieht einem auch noch immer die Schuhe aus.

Berlin Tag 4 – Erkundungen

Nun gut, ich gestehe ich bin ein U1 U2 U3 U4 Fahrer. Das waren in all den Jahren davor immer meine U Bahnen, die ich von ihren Routen her fast auswendig kenne. Da ich jetzt aber in Kreuzberg bin, muss ich mich auf U6 U7 umstellen. Ich habe mich also gestern erstmals intensiv mit allen Beförderungsmöglichkeiten beschäftigt. So passierte es mir 2 mal hintereinander, dass ich beim Umsteigen anschließend in die falsche Richtung fuhr. So entstand auf der, mir unbekannten Station Mohrenstraße folgendes Foto.

Das Foto entstand am Morgen gegen 10:00 Uhr zu einem Moment als die Station menschenleer war. Erstaunlich um diese Uhrzeit.

Da ich noch nie auf den Alex gestiegen bin, dachte ich dies mal, es an einem Montagmorgen zu versuchen. Doch folgende Menschenschlange machte mein Vorhaben zunichte.

Dabei sieht der Turm von unten sehr schwindelerregend aus.

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Im gleichen Komplex gibt es ein Körperwelten Museum. Vor fast 20 Jahren wollte ich in die erste große Ausstellung nach Mannheim, doch habe ich nicht geschafft. Hier war es im Vergleich zu langen Schlange auf der anderen Seite der Turms, sehr ruhig.

Da ich vor gefühlten 100 Jahren mal ein paramedizinisches Studium begonnen hatte, lieferte mir dir Ausstellung an sich nichts Neues. Interessant war für mich, dass man so winzig kleine Knochen, wie die im Ohr zu sehen bekommt, oder auch sämtliche Blutgefäße im Arm und der Hand. Doch wird einem bei anderen Exponaten bewusst, dass es sich hier um echte Körper handelt, von Menschen die irgendwann einmal gelebt haben. Ganz besonders heftig fand ich die liegende Frau mit offenem Bauch, in der das zu gebärende Kind zu sehen ist. Auch der Körper des Babys das mit einem Wasserkopf zur Welt kam ist für meinen Geschmack sehr grenzwertig.  Es ist eine Sache, wenn Menschen ihrer leibliche Hülle nach ihrem Ableben zur Plastinierung freigeben, doch die Fötusse und Babys in der Ausstellung haben sich das nicht ausgesucht.

Fotografieren war in der Ausstellung verboten, doch machte ich, wie die meisten anderen auch, den einen oder anderen Schnappschuss. Ich dachte zu Anfang auch, dass ich zumindest ein Bild davon hier einstellen würde, doch werde ich es nicht tun.  Am Ende der Ausstellung konnte man eine Petition unterschreiben zur Erhaltung des Museums, da der Bezirk Mitte die Ausstellung dort weghaben will. Ich habe sie nicht unterschrieben.

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Den Rest des Tages verbrachte ich mit lesen.

Berlin Tag 3 – White Noise Sunday

Ein white noise day ist ein Tag an dem wirklich nichts passiert ist das irgendwie erwähnenswert wäre. Hier ist das noch etwas anderes gelagert. Ich habe mir eine white noise day verordnet.

Da ich sehr spät aufgestanden war, dachte ich zuerst daran in einem der zahlreichen Cafés in der Umgebung ein gescheites Frühstück zu mir zu nehmen. Doch nach ersten Tasse Kaffee siegte das Buch in das ich die Nase gesteckt hatte.

Anschließend schaute ich mir eine Serie auf Netflix an, die mich an etwas erinnerte, das ich so nie hatte und wahrscheinlich auch für mich abgelehnt hätte.
Gilmore Girls ist seit einer Weile ganz auf Netflix zu sehen. Das gab der Serie einen neuen Aufschwung und das so sehr, dass ein paar neue Folgen gedreht wurden, die im November zu sehen sein werden.  Zugegeben, wenn ich eine Mutter wie Lorelei gehabt hätte, wäre ich auch um eine so fusionsartige Freundschaft nicht herumgekommen.
Doch es ist schön all diese etwas verschrobene Figuren aus Stars Hollow wieder zu sehen.
Es gab zudem ein Wiedersehen aller Schauspieler auf dem ATX Festival letztes Jahr, als noch nicht feststand dass weitergehen würde.

Ich entdeckte ein paar Schauspieler in der Serie bei denen ich baf, war sie dort zu sehen. Zum Beispiel hatte der spätere ‚Mad Man‘ John Hamm eine kleine Rolle in einer Folge, sowie Seth MacFarlane und Traci Lords.

Es gab draußen zwei kräftige Gewitter, dass ich am Nachmittag beschloss, nichts zu unternehmen.

Berlin Tag 2 – Erste Erkundungen

Gegen 7 Uhr morgens wach. Die Matratze ist, da es nicht meine ist, gewöhnungsbedürftig. Gestern Abend stolperte ich zudem im Treppenhaus auf den sehr ausgelaufenen Stiegen, fing mich aber auf dass ich nicht der Länge nach hinknallte. Resultat: Heute morgen schmerzte der rechte Fuß. Nun ja… Da ich immer noch Ibu Tabletten wegen dem Zwischenfall von letztem Samstag nehmen muss, werden die auch dabei helfen. Invalide sollten nicht reisen…

Da ich gestern nur eine kleine Runde Einkäufe machte und ich den Kiez kaum kenne, wurde er heute gründlicher erkundet. Außerdem beschloss ich mir eine Maus für das kleine 200 Euro Notebook zu besorgen, da das Touchpad nicht so toll ist. Ansonsten schreibt das billige Ding hervorragend.

Der Bergmannkiez ist eine schöne Ecke mit vielen Läden, alles nur einen Katzensprung von der Wohnung entfernt.

Doch nach einer Weile beschloss ich meine „alten Plätze“ aufzusuchen. Schöneberg, Charlotteburg, Bezirke die ich von meiner Zeit her kannte als ich in Berlin noch liirt war. (Das ist alles schon so lange her, dass ich es manchmal für einen Mythos halte.)

Mein Mittagstisch:

Da sich der Tisch mitten auf dem Ku’damm befand, konnte ich zusehen wie ein schwerer Mercedes nach dem anderen abgeschleppt wurde, wegen einer Veranstaltung die heute dort stattfindet.

Auf dem Rückweg schaute ich kurz in dieses Büchergeschäft rein und fand mit dem ersten Griff das was ich suchte. Ein Lyrikband von Ingeborg Bachmann. Seitdem Thierry mir die 11 Fragen stellte, fiel mir diese eine Passage aus ‚Undine geht‘ nicht mehr ein.

Mein Blogplatz

Den Rest das Tages verbrachte ich mit Lesen.

Berlin Tag 1 – Ankommen in Kreuzberg

Die letzte Nacht in Luxemburg war sehr unruhig und ich hatte kaum geschlafen.

Da ich die Mutter ALLER Porzellankisten bin, stellte ich mir den Wecker auf 4 Uhr und bestellte das Taxi für 5:15. Da die große Reisewelle bald losbricht, so warnte ich mich selbst, wäre es besser bei Zeiten am Flughafen zu sein. Aber den Koffer war ich binnen 5 Minuten los, und durch die Sicherheitskontrolle ging es noch schneller. Nun ja. Also hing ich am Flughafen rum. Ich ging dann zum ersten mal zum Starbucks. Der Kaffee schmeckt noch ekelhafter als ich ihn in Erinnerung hatte. Nach zwei Schluck warf ich den Becher weg.

Ich habe die Wohnung eines Freundes in Kreuzberg für drei Wochen bezogen. Eine sehr schöne geräumige Wohnung im vierten Stock, mitten im sogenannten Bergmannkietz.

Lesestoff den ich mitgebracht habe. Ja, der New Yorker gehört seit kurzem dazu. Ich wollte ihn schon immer bestellen. Und vor zwei Wochen hab ich es einfch gemacht. Es werden also drei Ausgaben in Luxemburg liegen wenn ich zurückkomme. Da mir der erste Roman „Auerhaus“ von Bov Bjerg schon so gut gefiel, habe ich mir das nächste Buch ebenfalls gekauft. Und auf dem Tablett befinden sich auch noch ein paar Leseproben. Vielleicht ist da ja was dabei. Das Gehirn ist also die nächsten Tage gut versorgt.

Und was soll ich sagen, es ist schön wieder auf die U Bahn zu warten.

Und wenn ich ganz dringend körperliche Nähe brauche, dafür ist in einem Nachbarhaus besterns gesorgt.  Hach, Berlin… man muss dich einfach gern haben.

 

Ab morgen

…wird von einer anderen Stadt aus berichtet. Berlin hatte mich im Mai zu Re:publica wieder so in den Bann gezogen, dass ich beschlossen habe, diesen Sommer etwas länger dort zu sein.

 

Schmerzen in der linken Brust

Ich wachte bereits am Sonntagmorgen auf, mit einem leicht stechenden Schmerz in der linken Brust, der sich bis in Achselhöhle zog. Nun bin ich kein Hypochonder und nicht schnell zu erschrecken. Ich schrieb den Schmerz einer falschen Schlafposition zu. Und während des Tages beruhigte es sich auch. Ich schrieb es der Überanstrengung des Tages davor zu, an dem ich Nachmittags nach langer Zeit wieder einmal schwimmen war, und es wahrscheinlich übertrieben hatte.

Am Montagmorgen hatte sich der Schmerz jedoch verstärkt und ich konnte nicht richtig einatmen. Mir war zudem schwindlig, aber das schrieb ich dem Auf und Ab des Wetters zu. Am Abend als ich zu einen kleinen Geburtstagsfeier geladen war, erzählten mir andere auch über Schwindelgefühle.

Am Dienstagmorgen war der Schmerz noch etwas heftiger und ich war sehr beunruhigt. Also ging ich zum Hausarzt. Auf dem Weg dorthin versuchte ich den Schmerz zu analysieren. Eigentlich fühlte er sich an wie ein „innerer blauer Fleck“. Und dann fiel mir der unschöne Zwischenfall von Samstagabend wieder ein, den ich bereits verdrängt hatte.  Es war nachdem der Film zu Ende war, wollte die A. unbedingt noch um die Häuser ziehen und in der Unterstadt ins Café der Artistes. Ich willigte nur zögerlich ein. Ich hatte zudem verdrängt, dass die Jazz Rallye voll zu Gange war und das Tal überfüllt mit Meschenmassen. Irgend ein Alkie rempelte mich dann auch und knallte mir den Ellenbogen in die Brust… Meine Stimmung war auf dem Tiefpunkt angelangt und ich ging sofort nach hause.

Die Hausärztin bestätigte mir dann auch meine Vermutung und hörte Lungen und Herz ab. Doch es gab nichts zu beanstanden. „Sie haben keinen Herzinfakt, das fühlt sich anders an“, sagte sie, und verschrieb mir Lidokain Pflaster und und ein stärkeres Ibu zum Einnehmen.

Uff.

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Sonntagsbilder

Mit A., dem langjährigen Freund aus der alten Heimat und seiner Mutter fuhren wir zum Grundhof. Das Hotel-Restaurant Brimer ist immer noch ein Umweg wert. Es war eines der Lieblingsrestaurants meiner Mutter und mit dem Ort sind ein paar sehr schöne Erinnerungen verbunden. Wir haben dort tolle Abende verbracht mit tollen Speisen und Weinen.

Eine etwas denkwürdige Erinnerung ist mir auch noch im Gedächtnis. Es gab ein Jahr in dem ich dort meinen Geburtstag einen Tag nach dem eigentlichen Tag feierte. Es somit der 11. September und es war im Jahr 2001. Die Feier war überschattet vom Einsturz der WTC Türme in New York.

Das Hotel ist ein Familienbetrieb. Die Tische werden immer noch sehr klassisch und elegant eingedeckt.

Das Sonntagsmenü ist immer noch das Gleiche. Es gibt ein gewaltiges Vorspeisen Buffet, bei dem man ich nie widerstehen kann mir den Teller zweimal voll zu laden. Hier ein Foto der ersten Ladung.

Beim Hauptgang hat man die Wahl zwischen sechs verschiedenen Gerichten. Ich entschied mich für Kalbsbäckchen, die so zart waren dass man fast kein Messer dafür brachte. Ein Foto habe ich leider nicht gemacht.  Die Nachspeise war ein Kirschclafoutis und ein Erdbeer Parfait. Auch hier fehlt das Foto. Leider.

***

Beim Aufräumen fand ich das Hochzeitsfoto meiner Großeltern. Großmutter Thérèse die letztes Jahr mit 99 Jahren verstarb und Großvater Emile den ich nie kennengelernt habe. Er verstarb sehr jung, denn sie waren nur 16 Jahre miteinander verheiratet. Die Großmutter heiratete nie wieder. Ich habe vor Jahren zu ihrem Geburtstag einen längeren Text geschrieben, zu lesen hier.

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Open Air Cinéma

Gegen 19:00 Uhr hatte es endlich aufgehört zu regnen. Kurz nach halb zehn startete der Film.

Ein Klassiker aus meiner frühesten Jugend. Grease, mit John Travolta und Olivia Newton-John. Wir hatten uns zu viert schräg zur Leinwand ins Café de la Presse gesetzt. Wenn schon draußen, dann bitte mit einem Glas Wein.

Es war ein Riesenspaß. Wir sangen lautstark mit und konnten kaum stillsitzen wie man auf den Video unschwer erkennen kann.

Legotrip goes Wild Wild West

Mit einer neuen Konzerttour startete gestern Serge Tonnar zusammen mit seiner Band Legotrip plus Starguest.

Nach einem Abstecher zu den „Bopen“, dann in einer Zirkusmanege und anschließend als Crooner zum Nachmittagstee, geht es jetzt ab in den Wilden Westen. Die Location war gut ausgesucht, denn es war in Colpach (westlicher geht es in Luxemburg nicht, sonst ist man in Belgien) im alten Pferdestall.

 

Ich habe so ziemlich alle Konzerttouren von ihm gesehen, und ich muss gestehen, dass ich ein wenig beunruhigt war, dass es die gleichen Lieder in gleicher Vortragsweise wären aber eben im Cowboykostüm. Aber dem war Gott sei Dank nicht so. Viele der Klassiker waren mit anderen Musikinstrumenten besetzt, vor allem mit dem Banjo aber auch diese kleine Tröte.

 

Die Überraschung das Abends war Coco Faber, der ab der Hälfte des Konzerts mit auf der Bühne stand. Coco war Mitglied von Zap Zoo, der ersten Band von Serge, als sie Lieder noch in Englisch waren. Eine gute Gelegenheit ein paar von den über zehn Jahren alten Klassikern zu spielen.

Es erinnerte mich an die eine Zeit als ich so gerade noch nicht mit bloggen angefangen hatte, mich aber schon intensiv mit Internet und Homepages beschäftigte, und Serge ein paar Nachmittage in meiner alten Heimat verbrachte, um die Homepage der Band zu erstellen. Irgendwo in den Tiefen eines Bakup Hard Disk verstecken sich noch die Bilder der Seite. Wenn ich sie finde reiche ich sie nach.

Sehr schön war die ‚Belsch Plage‘ in einer Countryversion, die sofort ins Ohr ging und jeder mitsingen konnte, und ein Lied über die Großmütter, die ‚Boma‘ das ich noch die ganze Nacht im Kopf hatte.

Legotrip ist meines Wissens die einzige Band in Luxemburg, die es versteht neben den Songs, auch immer wieder etwas für’s Auge zu bieten. Über die letzten Jahre hinweg gab viele Kostümwechsel (Opas, Zirkus, Crooner) und es macht immer wieder Spaß zu sehen in welche Richtung sich die Band vom Look her entwickelt.

Die Daten der nächsten Konzerte stehen hier.

 

 

11 Fragen der Kaltmamsell

Die Fragen waren so gut, dass ich sie beantworten musste.

1. Ziehst du deine Existenz der Nicht-Existenz vor, und wenn ja warum?
Ja. Meine Existenz hat einen Grund und einen Zweck. Und wenn wir den Grund dafür in unserer Lebenszeit nicht herausfinden, so können wir doch den Zweck selbstbestimmen, oder wir sind zumindest in der Lage. Eine sehr spannende Frage, weil ich mich damit nie auseinandergesetzt habe. Ich tue es erst seitdem ich mein letztes Familienmitglied vor ein paar Wochen begraben habe. Da ich keine Nachkommen habe und auch nie welche haben werde, ist die Zweckfrage in der letzten Zeit sehr relevant geworden.

2. Wie fühlt sich bei dir der Impuls zu bloggen an?
Es ist immer noch gleiche wie vor 13 Jahren als ich mit bloggen anfing. Zum einen ist es Kick, dass es sofort online ist und für die ganze Welt verfügbar. Zu anderen ist es der Drang mich mitzuteilen und weil ich etwas zu sagen habe und gehört bzw. gelesen werden will.

3. Wo wärst du jetzt am liebsten, wenn dieser Ort in jeder möglichen Zeit liegen dürfte?
Wenn man mich das vor ein paar Jahren gefragt hätte, hätte ich wahrscheinlich irgendeinen Ort genannt und eine Zeit in der Vergangenheit. Heute sage ich: ich bin gerne da wo ich bin, im Hier und Jetzt.

4. Was war besser, als du jünger warst?
Ich hatte weniger Pfunde auf den Rippen und war gelenkiger.

5. Welcher Mensch kennt dich am besten?
Mein Ex-Mann und das auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Ganz kennt wahrscheinlich niemand mich.

6. Welchen Menschen kennst du am besten?
Meine Eltern und mein Bruder.

7. Was ist das Schöne am Rauchen?
Die Entspannung. Der Moment der kurzen Pause. Die Bekanntschaften mit wildfremden Leuten vor der Lokaltür am großen Aschenbecher, die man sonst nie kennengelernt hätte.

8. Kannst du dir eine große Veränderung in deinem Leben vorstellen, und wenn ja, welche wünschst du dir?
Ich glaube ich habe die größten Veränderungen hinter mir. Wenn noch eine zukommen hätte, wünschte ich mir, es wäre eine die mich ein weit entferntes Land führt, mit völlig anderen Bedingungen und Umständen, also noch einmal ein spannender Neuanfang.

9. Wenn du von heute auf morgen ein reines Geistwesen wärst: Was würdest du an Körperlichkeit am meisten vermissen?
Die körperliche Berührung in jeder Form.

10. Wen würdest du am liebsten bei 24 Stunden Alltagsleben begleiten?
Zur Zeit wäre das Donald Trump. Das mag seltsam klingen, aber gerade weil ich den Egomanen, Macho und schon halbwegs Diktator wie Trump nicht verstehe würde ich das sehr spannend finden.

11. Womit schreibst du am liebsten von Hand?
Wenn ich heute per Hand schreibe, ist es meistens ein Kugelschreiber. Aber am liebsten schreibe ich mit Bleistift; immer schon.

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Ein ‚Liebster Award‘

Danke Thierry für den ‚Liebster Award‘.

Die Regeln des ‚Liebster Award‘ sind denkbar einfach. Man bekommt 11 Fragen und beantwortet sie. Anschließend stellt man selbst 11 neue Fragen zusammen und gibt diese an 3 – 11 Blogger weiter.

Ich werde die Fragen aber auf deutsch beantworten. Nicht dass mir Englisch nicht liegen würde, aber ich habe mir die Fragen angesehen und des sind ein paar sehr knifflige dabei, bei denen ich auf englisch sicherlich ins stolpern komme…

Here we go:

1. Was ist deine Lieblingszeile aus einem Roman und warum?
Es gibst eine sehr schöne Schlusspassage in ‚Stoner‘ von John Williams:

… Es war sein eigenes Buch, das er suchte, und als er es in Händen hielt, lächelte er angesichts des vertrauten roten Einbandes, der seit so vielen Jahren schon verblasst und abgegriffen war. Es kam kaum mehr darauf an an, dass das Buch vergessen war und keinem Zweck mehr diente, und die Frage, was zu es irgendeiner Zeit genützt haben mochte, schien ihm beinahe trivial. Er hing auch nicht der Illusion an, dass er sich dort finden würde, in der vergilbten Seiten; und doch, und das wusste er, ein kleiner Teil von ihm, den er nicht leugnen könnte, war dort und würde es bleiben…
… Die Finger lockerten den Griff, und das Buch, das sie gehalten hatten, rutschte langsam und dann immer rascher über den reglosen Leib und fiel in die Stille des Zimmers.

Hinsichtlich dessen was ich den letzten Wochen erlebt habe, und überhaupt die letzten vier Jahre, komme ich mir manchmal vor wie das abgegriffene Buch mit dem roten Einband das zu Boden fällt.

2. Möchtest du lieber eine impressionistische oder einer expressionistische Malerei zu Hause haben ?
Ganz klar ein impressionistisches Bild. Ich saß vor Jahren in mal in Beyeler Foundation in Basel fast eine Stunde lang vor dem großen Seerosenbild von Claude Monet und konnte mich nicht satt sehen.  (hier das Foto des Saales in der Foundation)

3. Was ist dein Lieblingskäse?
Da gibt es ein paar. Da wäre Conté, Leerdammer und wenn er kräftiger sein soll Roquefort.

4. Was würdest du mit $ 10.000 zu tun?
Erstmal umrechnen wie viel das in € ergibt und dann von der rosa Wolke herunterfallen die diese fünfstellige Zahl ausmacht. Es wären nämlich dann aktuell nur noch 9 060,84 €. Es ergäbe ungefähr einen dreiwöchigen Urlaub in einem 5 Sterne Hotel.

5. Du tauschst den Platz mit deinem Alter Ego in einem Paralleluniversum und müsstest so tun als ob du das Alter Ego wärst . Wer bist du?
Für mich ist ein Paralleluniversum ein Spiegelbild dessen war hier passiert. Mein Alter Ego wäre ein negatives spiegelverkehrtes Abbild. Ich wäre Rechtshänder und blond mit ungewaschenen fettigen Haaren, immer äußerst langweilig angezogen und hätte einen Bürojob, wahrscheinlich etwas mit Zahlen. Ich wäre spindeldürr und die Nahrungsaufnahme wäre mir egal; ich würde irgendwas futtern was satt macht. Kunst und Kultur wären völlig überflüssiges Zeug für das ich absolut kein Interesse hätte… (Was für eine schreckliche Person)

6. Die Menschheit erfindet schließlich doch eine Zeitmaschine , aber die einzig möglichen Ziele sind 1866 und 2166 – welches Jahr wählst du?
Ich würde gerne ins Jahr 1866 und meine Urgroßeltern kennen lernen und zwar alle acht. Eine Reisefunktion müsste somit auch vorhanden sein.

7. Welche Zeit wählst du, wenn es ein One-Way-Trip wäre?
Gar keine. Die Zukunft kommt sowieso. Und die Vergangenheit, zumindest meine eigene, kenne ich ja.

8. Was ist dein Go-to-Frühstück?
Das ist die meiste Zeit schlicht und einfach Kaffee, schwarz ohne Zucker.

9. Was macht dein perfektes Wochenende aus?
In einem großartigen Hotel in Südfrankreich erwachen. Hinaus auf die Terrasse schlendern und über ein azurfarbenes Meer blicken und in einen strahlend blauen Himmel. Mich dort an einen perfekt gedeckten Frühstückstisch setzen. Anschließend barfuß durch den weißen Sand schlendern an einem menschenleeren Strand. Ein paar Muscheln sammeln. Den Möwen nachschauen…

10. DC oder Marvel?
Bei der Frage musste ich erst nachschauen wer wo hingehört. Wenn ich dann an meine Kindheit zurückdenke war ich stets faszinierter von den DC Helden. Also Superman, Batman, Wondergirl und Co.

11. Wenn du herausfinden könntest, wann du sterben würdest, würdest du es tun?
Ganz klar, nein. Es gilt im hier und jetzt zu leben ohne zu wissen was kommt oder wann es zu Ende sein wird.

Und hier nun meine 11 Fragen an 4 andere Blogger.

  1. Wenn veganes Leben ab morgen gesetzlich vorgeschrieben werden würde, würdest du…?
  2. Was war dein peinlichster Moment? (den du wohlwollend mit uns teilen willst 🙂 )
  3. Du darfst dich einmal rundum neu erfinden. Wer oder was möchtest du gerne sein oder ändern?
  4. Da darfst im Sandkasten spielen. Was baust du?
  5. Loslassen heißt die Hände freihaben. Was ‚fasst‘ du als erstes an?
  6. Dein Leben wird verfilmt. Welche/r Darsteller/in übernimmt deine Rolle.
  7. Dein runder Geburtstag steht an. Was machst du?
  8. Mal was über das Bloggen: Wie ist der Name deines Blogs entstanden?
  9. Was wäre deine erste Amtshandlung als gute/r  Diktator/in?
  10. Was mochtest du als Kind nicht essen, was dir bis heute noch ein Gräuel ist?
  11. Du sollst eine ultimative Lobhudelei schreiben. Wem widmest du sie?

So,…uff, die Fragen zusammenstellen hat etwas länger gedauert.

Diese Fragen gehen an:

Yaya van Chique

Luxessed

Vorspeisenplatte
(wenn die Kaltmamsell denn mag, denn ich glaube sie wurde schon einmal nominiert. Die Zusammenstellung 11 neuer Fragen entfällt dann wohl.)

Clothes & Camera

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La Cuisine des Amis @ Dipso

„Schreib doch mal was über die Cuisine des Amis“, sagte Tanja, die Besitzerin des Dipso, als ich am Dienstag die Rechnung bezahlte und glückselig nach Hause gehen wollte. Irgendwie hatte sie meine Gedanken gelesen, denn ich hatte es tatsächlich vor.

Ich habe schon mehrfach über das Dipso berichtet, eine Weinbar, die etwas mehr zu bieten hat als nur Wein. Als sie eröffnete machte mich der Namen stutzig. Let’s google it…shall we?
Dipso ist abgeleitet aus dem Wort Dipsophobie beziehungsweise der Dipsomanie und bezeichnet die Angst vor Alkohol beziehungsweise die  anfallsweise auftretende Trunksucht.
Da die wenigsten unter uns weder der einen noch der anderen Gattung angehören, sind wir schlicht und einfach nur Dipso. (Das ist meine Schlussfolgerung, nicht die von Google)

In unregelmäßigen Abständen werden die ‚Cuisine des Amis‘ Abende veranstaltet, an denen Tanja Köche aus der nahen und weiten Umgebung einlädt. Man kann den Köchen dabei zuschauen da sie hinter der Theke das Lokals kochen. Es sind fünf bis sechs, manchmal sieben kleine Gerichte. Ein kleines Entdeckungsmenü und eine Visitenkarte des Kochs. Da Tanja durch ihren früheren Job als Fernsehmoderatorin unzählige Sendungen über Gastronomie gemacht hat, kennt sie die Branche in und auswendig.

Diese Abende sind immer wieder was ganz besonderes, da man auf eine Entdeckungsreise geht und sich zum Beispiel von einem zwei Sterne Chef bekochen lassen kann, den man so, ohne weiteres nicht aufsuchen würde. Da das Lokal nicht riesengroß ist, sind die Plätze schnell weg und man sollte nicht zu lange überlegen. Hier sind die Leute mit einem Facebookaccount klar im Vorteil, denn die Abende werden meines Wissens nach nur dort angekündigt. Erwartet nicht dass ihr einen Tisch in einer Ecke zu zweit bekommt. Das ist an dem Abend nicht machbar. Man sitzt entweder mit Bekannten und Freunden zusammen, oder mit völlig fremden Leuten, die aber alle genauso gespannt sind und das gleiche Ziel haben; sich gastronomisch verwöhnen zu lassen. Demnach auch eine gute Gelegenheit neue Bekanntschaften zu machen.

An Dienstag war René Mathieu zu Gast aus der Distillerie in Bourglinster, der dafür bekannt ist, mit vielen außergewöhnlichen Kräutern und Gewürzen zu kochen.

Jeder Bissen im Mund war eine Explosion an Geschmack.

Rohe Erbsen die mich sehr an meine Kindheit erinnerten in einem Sud aus allerlei Kräutern und Gewürzen.
Melone auf Eis in einer Kräutermarinade. Die hätte ich pfundweise (fr)essen können.

Das sind nur ein paar der Leckereien die wir an dem Abend bekamen. Und wie schon zu Anfang gesagt, schwebte ich glückselig nach hause.

Merci Tanja 🙂

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Penny Dreadful

Der Titel der Serie bezieht sich auf die sogenannten Groschenromane aus der viktorianischen Zeit in England. Man bekam für ein paar Penny ziemlich viel grausiges Zeug zu lesen. Genial auch das Plakat das ja ein auf dem Boden hockender Mann ist, von weitem aber ausschaut wie der Schädel eines Monsters.

In der Serie werden verschiedene sehr bekannte Charaktere aus Gruselromanen der Zeit miteinander zu einem neuen Plot vermischt. So gibt es eine Art van Helsing der in der Serie Sir Malcom heißt. Dr. Frankenstein und seine Monster (ja, es gibt mehrere) kommen ebenfalls vor sowie Dorian Gray. Sie alle verbindet eine Frau, Vanessa Ives, hervorragend gespielt von Eva Green, die sogar völlig herutergerotzt immer noch schön aussieht. Vanessa umgibt ein Geheimnis das es heraus zu finden gilt. Sie wird beständig von seltsamen Kreaturen heimgesucht und weiß nicht warum.

Als ich die erste Staffel vor zwei Jahren sah, ging es mir seit langem einmal wieder so wie es mir auch bei Mad Man ging. Ich tauchte völlig ab in eine andere Welt. Sehr interessant fand ich auch die Tatsache dass John Logan, der Erfinder der Serie, darauf bestand keine CGI Monster zu verwenden. Das spürt und fühlt man in jeder Folge. Logan heuerte den bekannten Maskenbildner Nick Dudman mit seiner Crew an. Es gibt sogar eine Folge in der zweiten Staffel, in der Bauchredner Puppen vorkommen bei denen man auf die guten alten Animatronics zurückgreift.

Zugegeben die Serie hängt in der zweiten Staffel ein bisschen durch. Doch dafür ist die dritte Staffel, in der sich alles zusammenfügt, ganz großes Kino auf dem Fernsehbildschirm.

Zu sehen auf Netflix.

Absolut sehenswert.

Nachtrag zum Wochenende

Gegen halb drei Uhr nachts war endlich Ruhe. Durch die riesengroße portugiesische Gemeinschaft in Luxemburg war bei deren Fußball Europameister Gewinn an Schlafen nicht zu denken. Also legte ich auch eine Art Nachtschicht ein mit der dritten und letzten Staffel von Penny Dreadful. Nebenbei bemerkt, eine ganz großartige Serie für Gruselfans.  Morgen schreibe ich mehr darüber.

Ich sollte nach ein paar Fotos nachreichen.

Fast auf den Tag genau berichtete ich letztes Jahr über die Original Bettendorfer Tschechow Kirschen. Am Sonntag war es wieder soweit und ich konnte von dem gleichen Bäumchen wieder ernten. Bäumchen ist nicht mehr so ganz das richtige Wort. Verglichen mit letzten Jahr ist er ein ganzes Stück größer. Morgen steht also eine zwischen Kirschkuchen und Marmelade ein Menge Kirschen Entkernen an.

***

Vor zwei Jahren standen seltsame aus Blechdosen geformte Männchen auf der place Clairefontaine. Jetzt sind es afrikanisch anmutende Holzskulpturen.

 

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