Eine Tour vom Kirchberg ins Pfaffental / Vauban Wanderung

Solange das Wetter so schön bleibt, sollte man unbedingt davon profitieren und den Vitamin D Gehalt steigern. Heute eine andere Tour, die ich anfangs nicht geplant hatte weil ich ins Kino gehen wollte. Ich wollte mit Dr. Strange ansehen, doch als ich im Kino ankam sah ich dass nur die Deutsche Version lief anstatt die VO. Letztendlich war es mir recht, denn bei dem schönen Wetter…

Hier also eine Tour vom MUDAM am Fort Thüngen vorbei hinunter ins Pfaffental. Es ist ein Teilstück der Vauban Wanderung in 13 Bildern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vauban
Der Pfaffental Lift den ich hier beschrieben habe.

Vauban

 

Vauban

 

Paname
Und zum Abschluss gab es eine schöne Tasse Kaffee im Paname.

 

Merken

Meine erste Lesung seit Jahren

Gestern wurde es öffentlich .
Ich hatte es schon letztens in einem anderen Beitrag erwähnt.
Ich werde am 15. November bei ‚Word in Progress‘ lesen!

Word in Progress ist ein Abend an dem ein richtiger Austausch zwischen Zuschauer und Autor stattfindet. Jeder der drei Schriftsteller liest für ungefähr 15 Minuten lang. Anschließend gibt es eine Diskussion über das Gehörte mit dem Publikum, die von einem sogenannten ‚ Henker‘ geleitet wird. Es ist also nicht so schlimm wie in Klagenfurt beim Ingeborg Bachmann Preis, wo der Schriftsteller sich nicht verteidigen, sondern nur still zuhören kann,  wie sein Text hochgelobt und/oder zerrissen wird. Zudem war ich ja auf dem Abend im Oktober, und das Publikum war sehr wohlwollend.

Mit mir lesen noch Elise Schmit und Sandrine Hoeltgen.

Meine Texte sind bereits ausgesucht. Es sind drei Stück. Einer steht bereits, einer wird noch umgeschrieben, und einer ist noch nicht ganz zu Papier gebracht.

Word in Progress- 15. November/20:00 – Ratelach/Kulturfabrik Esch – Eintritt frei

Ich freue mich euch dort zu sehen.

Merken

Merken

re:pulica 2017

Was ich letztes Jahr verpasst hatte weil ich nicht schnell genug war, habe ich dieses Jahr bekommen. Ein early bird Ticket für die re:publica, das empfindlich billiger ist, als ein normales Ticket. Zudem haben sie das Festival zeitlich etwas nach hinten geschoben, das mir sehr zuvor kommt. Es findet diesmal vom 8.-10.Mai statt.

Ich kann nur sagen, dass die letzte re:publica 2016 mir viele neue Ideen gebracht hat. Es war vor allem die Erkenntnis, dass ich aus meinem Blog noch so viel mehr rausziehen kann, als nur ein Zeitvertreib in meiner Freizeit. Und es haben sich daraufhin ein paar neue Türen geöffnet, über die ich aber noch nichts sagen kann… Wenn sich was tut, werdet ihr es hier im Blog erfahren.

Hat eigentlich jemand Lust mitzukommen nach Berlin?

Merken

Merken

Eine Reise tief in den Untergrund

Gestern Abend hatte ich die Gelegenheit die neueste Kreation „Terminus“ von Maskénada zu sehen. Gleich vorab, es ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art und ein absoluter Knaller, wenn man sich im Geist darauf einlässt. Ich hatte mehrfach Gänsehaut.

Multitalent Misch Feinen und die Bühnenbildnerin Anouk Schiltz haben in der stillgelegten Erzmine in Hussigny-Godberange eine Installation erschaffen, die sich mit der Arbeit und dem Leben der Minenarbeiter auseinandersetzt.  Eine Wanderung führte mich tief in die Mine hinein, weit abgeschnitten vom Rest der Welt. Nichts wird didaktisch erklärt, im Gegenteil, es läuft alles in einer großen Ruhe ab. Und gerade diese Ruhe lässt es um so eindringlicher werden. Die eingespielten Töne, Geräusche und Musik hallten durch die weiten Gänge und begleiteten mich von einer Installation zur nächsten.

Gerne würde ich euch hier noch weitere Fotos zeigen von dem was ich gesehen habe, doch würde ich euch den Spaß verderben es selbst zu entdecken.

Ihr solltet festes Schuhwerk und einen warmen Mantel oder Jacke anziehen. In der Mine herrschen nämlich Sommer wie Winter nur 11 Grad bei einer höheren Luftfeuchtigkeit. Und haltet euch ran um euch für die Tour anzumelden. Die Anzahl der Leute pro Tour ist stark begrenzt und so viele Führungen wird es nicht geben.

Alle weiteren Infos  zur Anmeldung  gibt es auf der Seite von Maskénada.

Merken

Merken

Merken

Medizin für triste verregnete Montage

Da ich heute keinen Außenauftrag hatte und keine Besprechungen, beschloss ich Papierkram zu erledigen, weil es an verregneten tristen Montagen nichts besseres gibt um die Stimmung zu heben.  Wer nicht verstanden hat, dass der vorige Satz Ironie pur ist, ist hier falsch.

Und während ich unter leisem Stöhnen eine Rechnung nach der anderen überwies, viel mir ein, dass Thierry ein Hinweis auf eine Radioshow der BBC hinterlassen hatte.

Cabin Perssure mit u.a. Benedict Cumberbatch.

Gesucht, Gefunden. http://amzn.to/2en3Swr

Die Show rettete mir den Montag Morgen. Ich bin so oft in schallendes Gelächter ausgebrochen wie schon lange nicht mehr.

Merken

Vom Umgang mit Erinnerungen und Souvenirs

©Pixabay

Gestern berichtete die Kaltmamsell von einem T-shirt.

(Jetzt, wo ich es fotografiert habe, kann ich das T-Shirt eigentlich endlich ausmisten; ich trage es nie.)

In mehreren Kommentaren bat man sie es doch nicht wegzuwerfen, es sei doch so ein schönes Souvenir…

Das regte mich zu diesem Beitrag an. Ich habe lange überlegt wie ich dieses Thema angehen könnte, da ich eigentlich auch immer jemand war, der alles hortete, so wie alle in meiner Familie und durch Lebensumstände dazu gezwungen wurde, es nicht mehr zu tun. Aber dazu komme ich noch.

Vor vier Jahren noch, lebte ich im Haus meiner Großmutter (die damals aber schon nicht mehr dort wohnte sondern bei meiner Mutter in einem Bungalow ohne Treppen). Ein riesiges zweistöckiges Haus mit einer großen Essküche, drei Wohnzimmer, zwei Badezimmer, vier Schlafzimmer, zwei Mansarden, zwei Speicherräume, ein Heizungskeller, eine Garage und ein Verschlag mit zwei Etagen. Jetzt lebe ich in einer Wohnung mit 25 m3.
Um von diesem Riesenhaus in eine winzige Wohnung zu ziehen, war es nötig, sehr sehr sehr viel Krempel loszuwerden. Es fing damit an, dass ich nichts an Möbeln in die neue Wohnung mitnahm. Drei Kleiderschränke zum bersten voll, reduzierte ich runter auf einen. Meine gewaltige CD Sammlung digitalisierte ich größtenteils auf zwei mobile Festplatten. Die Vinylplatten Sammlung wurde komplett verkauft. Das einzige was ich mitnahm, waren die Fotoalben, sämtliche Bilder an den Wänden und eine kleine Reihe ausgewählter Bücher.

So lernte ich zum ersten Mal in meinem Leben richtig zu entrümpeln, und ich muss sagen, dass es mir sehr gut getan hat. Manchmal gibt es winzig kleine Momente in denen ich ein paar Dingen nachtrauere, und bedauere dass ich sie nicht mitgenommen habe. Letztens war es der große gusseiserne Topf der Großmutter.
Doch insgesamt war es die größte und wichtigste Entscheidung in den letzten Jahren, so als ob ich damals schon einer inneren Stimme gefolgt wäre, die mich davor schützte was danach kommen sollte.

In den letzten Jahren starb alles dahin was ich noch an Familie besaß. Ich musste zwei Häuser und eine Wohnung ausräumen und bin zum Teil immer noch dabei. Das Haus der Großmutter ist seit einem Jahr verkauft und abgerissen, weil dort ein Appartementhaus entsteht. Das Haus der Mutter ist soweit leer, es müssen nur noch die Entrümpler kommen. Dort habe ich auch lediglich die Fotoalben, die Super8 Filme meines Vaters (die inzwischen digitalisiert sind) und die Ölbilder der Großmutter väterlicherseits behalten. In der Wohnung meiner Tante war ich noch rigoroser. Dort sind es lediglich die Fotoalben, die ich aber schon zum Großteil aussortiert habe.

Ich habe mich schon oft gefragt wie es um mich stünde, hätte ich damals diesen Schritt von Haus in meine jetzige kleine Wohnung nicht getan. Ich wäre wahrscheinlich in all dem Mobiliar, Souvenirs und Erinnerungen erstickt. Erstickt an Erinnerungen, die nicht die meinen sind, sondern von Verstorbenen. Erinnerungen die mich den Rest meines Lebens in der Vergangenheit festgehalten hätten.

Versteht mich nicht falsch. Des Ausräumen von Häusern und Wohnungen von Menschen die man liebte, ist eine schwersten Aufgaben die man je auferlegt bekommt. Und ich versuchte, es nie alleine zu tun, was aber nicht immer möglich war. Ich bin oft unter Tränen zusammengebrochen, dass ich nicht weiter machen konnte.

Mein Aufruf an euch alle :
Hinterlasst euren Liebsten so wenig wie möglich an Kram und Zeug und entrümpelt regelmäßig sämtliche Schränke und Dachböden. Ihr werdet viel freier im Kopf werden, und euch Luft und Platz für neue Ideen schaffen.  Die Nachfahren werden es euch danken. Denn Erinnerungen und Souvenirs sind nicht materieller Art, sondern im leben im Kopf und im Herzen.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Bilder der letzten Tage , ein Restaurantbesuch und Sonstiges

Vor ein paar Tagen schon, als es draußen richtig anfing kalt zu werden, und der Kühlschrank nichts hergab, ging ich hinüber in die rue Adolphe Fischer ins Restaurant Athena.

Die Straße in der in diesem Teil nur Wohnhäuser stehen, ist nur spärlich beleuchtet, doch dazwischen befindet sich eine kleine hell erleuchtete Insel. Das Athena ist ein griechisches Restaurant, von denen es in Luxemburg nur wenige gibt. Bei Tripadivisor steht es zur Zeit auf Platz 5!!! Innen taucht man in eine komplett andere Welt ab. Lustigerweise sagen alle das Gleiche die mitkommen: „Ich komme mit vor als ob ich gar nicht im Luxemburg wäre, sondern irgendwo im Süden.“ Die Speisen sind reichlich und lecker und man sollte großen Hunger mitbringen. Sehr zu empfehlen ist das Kleftiko. Preislich ist es für Luxemburg schon fast günstig.

 

 

***

Ein Marienkäfer verirrte sich gestern in der Wohnung. Er krabbelte halb erfroren auf der Gardine umher und wollte später nicht mehr von meiner warmen Hand weichen. Marienkäfer im so spät Oktober?

***

Ein Kaffee im Vis-a-vis.

Merken

Merken

Merken

Merken

Sage mir was du dir ansiehst und ich sage dir

…was ich mir ansehe.

Durch den vorigen Post kam mir die Idee eine Liste zu erstellen war für Serien ich mag. Dabei dachte ich auch an die Serien die ich als Kind und Jugendlicher sah. Hier also meine Top 10, wobei ich betonen möchte, dass die Reihenfolge willkürlich ist.

 

1. Mad Men
Für mich eine der schönsten Serien seit jeher. Im Nachhinein betrachtet gibt die Storyline nicht so sehr viel her, doch ist es die Entwicklung der Charaktere, die präzise Darstellung einer Epoche, mit Ausstattung, Kostümen, Frisuren und all die gesellschaftlichen Konventionen und Bräuche, die es Ende der 50er bis Anfang der 60er Jahre gab.

 

2. Miss Marple (mit Joan Hickson)
Als die Serie zum ersten Mal in den 80ern im ZDF lief, war ich hin und weg davon, weil ich bis dato nur die Darstellung von Margret Rutherford kannte. Die Miss Marple die Agatha Christie in ihrem Büchern beschreibt, ist eine ganz andere als die Rutherford Figur, und Joan Hickson kommt ihr, meiner Meinung nach, bis heute noch immer, am nächsten.  Bis auf eine Folge, in der die Autoren sich zu viele Freiheiten erlaubt haben, sind die Geschichten identisch mit den Büchern.

 

3. Twin Peaks
(hierfür bitte den vorigen Post lesen)

 

4. Keeping up Apperneces
Wer die nicht Serie nicht kennt, ist selber Schuld. Patricia Ruthlege spielt die Hauptrolle in dieser Sitcom aus den 90ern. Sie spielt Hyacinth Bucket, (ausgesprochen Bouquet) eine Frau der englischen Mittelschicht , die um jeden Preis mit den Großen mithalten möchte und immer versucht, auch in den schlimmsten Momenten die Haltung zu wahren. Das führt zu den komischsten Situationen, bei denen ich heute noch quietsche vor Vergnügen.
2016 bestätigte die BBC dass es ihre meist verkaufte Serie ins Ausland sei.

 

5. Waiting for God
In einem ähnlichen Stil wie Keeping Up Appaerences, geht es in dieser Sitcom um zwei ältere Herrschaften im Altenheim Bayview, dargestellt von Stephanie Cole und Graham Corden. Sie, eine frühere Fotojournalistin, die rücklings aus Hubschraubern hing um Fotos in Kriegsgebieten zu machen. Er, ein einfacher Büroangestellter, der in seine Phantasiewelten abtaucht in denen er sich für ein Filmstar hält. Und als Zimmernachbarn stellen sie das Altenheim bisweilen gehörig auf den Kopf.

 

6. Commissaire Maigret (mit Bruno Cremer)
Als ich ein kleiner Junge war, schauten wir alle gemeinsam immer Commissaire Maigret im Fernsehen. Es war eine der seltenen Serien die die ganze Familie von dem Bildschirm versammelte. Damals spielte der Zirkusdirektor Jean Richard den Kommissar und das von 1967 bis 1990. Ab 1991 begann dann eine komplett neue Verfilmung der Bücher von Geroges Simenon mit Bruno Cremer. Zwei davon wurden in Luxemburg verfilmt und ich hatte das Glück bei dem zweiten Film 2002 mitzuarbeiten und Bruno kennenzulernen. Meine Mutter war damals völlig aus dem Häuschen, als ich ihr ein Autogramm von ihm mitbrachte. Auf einem Seriensender aus Frankreich wurden vor kurzem viele der Folgen wiederholt und ich war hell auf begeistert.

 

7. The Golden Girls
Zu der Serie muss ich nicht viel sagen. Jeder wird sie kennen. Der Disney Channel strahlte sie vor eine Weile aus und wenn ich beim rumzappen darauf stieß blieb ich immer hängen.

 

8. The Big Bang Theory
Ich muss gestehen dass ich ein Spätzünder für diese Serie war. Das kommt daher, dass ich mir keine kommerziellen Sender mehr anschaue und das seit weit über 10 Jahren. Somit ging sie ziemlich spurlos an mir vorbei. Mein Ex war ein Reisenfan der Serie und ich schaute mir auch ein paar Folgen auf Deutsch an, doch konnte ich ihnen nichts abgewinnen. Erst als ich die Serie auf Netflix in OV anfing, sprang der Funke über.

 

9. Sherlock
Ja ich gestehe,ich bin eine Cumberbitch. Aber das auch nur wegen Sherlock. Ich habe mir letztens eine andere Serie mit Benedict Cumberbatch angeschaut und war weitaus weniger begeistert von ihm.

 

10. The Avengers
Nein, nicht der Comic, sondern die Serie die in deutsch ‚Mit Schirm, Charme und Melone‘ hieß, auf französisch ‚Chapeau Melon et Botte de Cuir‘. Vor einigen Jahren zeigte Arte die komplette Serie, sogar mit den Folgen noch vor der berühmten Emma Peel, die davor auf dem Kontinent unbekannt waren.

 

Vielleicht ist euch aufgefallen dass sehr wenige Serien neueren Datums dabei sind. Das hat kommt daher, dass viele davon mich absolut nicht ansprechen. Es gibt selten welche die ich mir immer wieder ansehen kann. Game of Thrones zum Beispiel hat mich nie begeistert. Penny Dreadfull war zwar wunderschön, und ich habe auch mehrmals davon im Blog berichtet, aber ein zweites Mal werde ich sie mir nicht anschauen. Überhaupt alle übernatürlichen Storys hauen mich nicht mehr vom Hocker, sie langweilen mich eher.

So und jetzt seit ihr dran. Schnappt euch das Thema und stellt eure Liste zusammen. Entweder hier in den Kommentaren oder in eurem Blog, egal. Ich bin gespannt.

Merken

Merken

Auf der Suche nach einer verlorenen Zeit: Twin Peaks

Als ich heute morgen erwachte nach einer ziemlich unruhigen Nacht, (das passiert immer wenn ich am Abend davor ein Cognac getrunken habe) war dieser Beitrag im Kopf so gut wie geschrieben.

Da wir jetzt auf die kalte Jahreszeit zusteuern, sollte ich mich langsam vorbereiten, mit was ich mich an den kalten Abenden zu hause beschäftigen will. Ich träumte in der Nacht von Laura Palmer, die schönste Leiche die jemals im Fernsehen gezeigt wurde. Laura Palmer war eine Figur aus der Fernsehserie Twin Peaks von David Lynch. Ich hatte mir letztes Jahr die neu aufgelegte Blu-ray Box gekauft, die dazu auch noch wunderschön gestaltet ist. Die Box vermittelt schon beim Öffnen durch ihre Aufmachung genau die Stimmung die ich damals verspürte als ich die Serie im Fernsehen sah… Aber angesehen habe sie sich noch nicht.

Es war in meinem früheren Leben als Friseur, und ich hatte meine erste Arbeitsstelle nach der Ausbildung angetreten. Jede Woche fieberten wir der nächsten Folge entgegen. Meine große Liebe für Krimi und Mystery  wurde mit den irrsinnigsten Verschwörungstheorien gefüttert. Ich diskutierte heiß und innig mit Freunden im Café „Philo’soff“ über jede Möglichkeit wer der Mörder von Laura Palmer sein könnte.  Wir wollten unbedingt mal einen Abend veranstalten, an dem es Kaffee und Pie geben sollte. Doch es kam nie dazu.

Ich kann mich noch an den Abend erinnern an dem endlich der Mörder entlarvt wurde, war ich so erschüttert, dass ich nicht zu hause bleiben konnte. Ich traf mich mit Freunden in unserem öffentlichen Wohnzimmer, dem „Philo’soff“. Alle schauten so verdattert drein wie ich.  Sat1 leakte damals die Auflösung Wochen davor im Teletext. Wir hatten alle den Leak ignoriert.

Als bis feststand wer der Mörder war, ging die Serie ob ihrem großen Erfolg weiter, und weil das Motiv des Mörders nicht klar war. Viele meiner Freunde schweiften ab, doch ich blieb eisern an der Serie dran. Irgendwann schmiss RTL (damals noch PLUS) die Serie aus dem Programm. Ich weiß sogar noch dass ich damals die letzte Staffel nicht zu Hause nicht sehen konnte weil wir den Sender (TELE5) nicht mit der Gemeinschaftsantenne empfingen. Ich ließ mir die Folgen auf Videokassetten aufnehmen, vom Bruder einer Arbeitskollegin.

Und so werde ich mich demnächst auf die Suche nach einer verlorenen Zeit begeben, obwohl ich weiß, dass es nicht mehr so sein wird wie damals…

PS: Im Sommer 2017 soll die Serie voraussichtlich weitergehen.

Nachtrag 19.10.2016:
Und als ob ich es gespürt hätte, kam gestern dieser Tweet von Showtime. Ich hab gerade Gänsehaut.

https://twitter.com/Showtime/status/788379504255246336

Merken

Merken

Brot backen für Dummies

Ach ja…
Ich habe es schon so oft versucht und bin häufig daran gescheitert. Mein Großvater, der Bäckermeister war, würde sich im Grab umdrehen. Der Ehrgeiz verbietet es mir natürlich davon im Blog zu berichten. Doch kann ich jetzt den ersten Erfolg zu verbuchen. Zugegeben die Brotmischung ist so kinderleicht zuzubereiten, dass auch ich es hinbekomme. Für den Brödmix Fledkorn von IKEA braucht man lediglich 600 ml Wasser, eine Kastenform und zwei Stunden Zeit, die Gehzeit mit eingerechnet.

Ich hatte die Mischung vor ein paar Tagen gekauft als ich auf der Suche war für ein neues System für in meine Kräuterdosen Ordnung zu bekommen.

Und das kam dabei heraus. Zugegeben, die obere Kruste riss während den Backen auf. Aber insgesamt sieht der Laib gut aus und schmeckt. Nun ist es ein Brot was eher in die Richtung Pumpernikel geht, als dass es leicht und locker ist, was ich persönlich bevorzuge. Eine schöne Alternative für den Winter wenn es draußen ungemütlich und kalt ist und man trotzdem frisches Brot genießen will.

 

 

Merken

In Sachen Nationbranding

Serge Tonnar trifft des mit diesem Gedicht, das er vorgestern bei Facebook einstellte,  ziemlich auf den Punkt.

Mir wëllen net weise wat mer sinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
An de Spigel gekuckt awer näischt gesinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
Wéi gutt dass kee weess wee mer wierklech sinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
Op Englesch well mer eis Sprooch selwer net verstinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
Ëmmer maachen wéi wa mer en aneren sinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
Keen Inhalt mee nëmme Form gesinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
Ëmmer nëmme schéngen an net wierklech sinn
Komm mir loossen et geschéien dinn
Mam richtege Liewen huet datt alles näischt ze dinn
Komm mir loossen et dach einfach sinn.

 

Als vor einer gefühlten Ewigkeit die Diskussionen dazu los gingen, fühlte sich das für mich sofort an falsch an. Eine Nation kann nicht selbst entscheiden was für ein Branding sie haben will. Das wird von Anderen drumherum entschieden aber nicht von der Nation selbst.  Der Stempel wird von AUSSEN aufgedruckt, nicht von innen.

Nehmen wir mal als Beispiel ein anderes Land das ein Branding hat; die Schweiz. Wenn ich an die Schweiz denke, denke ich an hohe Berge, Schokolade, Uhren … Die Schweiz machte vor allem aus ihrem Uhrengeschäft ein nationales Prädikat. Präzision und Qualität. Und wenn man heute ein Produkt aus der Schweiz sieht, denkt man sofort an höhere bessere Qualität. Als Zeichen dafür ihre Landesflagge, das weiße Kreuz mit rotem Hintergrund. Das ging nur in jahrzehntelanger harter Arbeit.

Nehmen wir ein anderes Land; Schweden. Wenn ich an Schweden denke, denke ich sofort an Bücher, Krimis, weltbekannte Schriftsteller, ABBA, und seit kürzerem auch Möbeldesign.

Vor fast zwei Monaten sah man das auch ein, und es wurde nicht mehr von Branding gesprochen, sondern von Promotion.

Vor ein paar Tagen  wurde das neue Branding, pardon, das Promotingkonzept  für  Luxemburg samt Logo vorgestellt, aufgrund einer Profilerstellung, die man hier nachlesen kann. Darin sind vor allem drei Wörter zu lesen.

Verlässlich, dynamisch, offen.

Für mich hört sich das an wie eine Jobdescription. Es ist nichts Konkretes, nichts Handfestes. Luxemburg stellt nichts her, das seit Jahrzehnten weltweit vertrieben wird. Unser Bankengeschäft, für das wir bekannt sind, flog uns in den letzten Jahren gründlich um die Ohren. Der Tank-, Kaffee-, und Zigarettentourismus sind schon lange auf dem absteigenden Ast und ein Branding mit Tabak, Kaffee und Benzin, das wir nur verkaufen und nicht herstellen? Nicht wirklich!

Die neue Kampagne gibt es hier zu sehen.

Und jetzt mal ganz ehrlich; hat die Welt eine neue Werbekampagne für Luxemburg gebraucht?  Ich habe die Kampagne überflogen und es stach mich nichts ins Auge. Sie ist aseptisch clean und auf Hochglanz poliert, und das macht sie sehr sehr sehr langweilig. Ich erkenne mich darin nicht wieder.

Auf meiner Facebooktimeline steht der geteilte Artikel von Tanja Frank, die die ganze Kampagne noch viel genauer analysiert, und ich stimme ihr in allen Punkten zu.

 

Merken

Merken

Word In Progress, eine Plattform für Schriftsteller und die, die es vielleicht werden wollen

Word In Progress nennt sich der Abend der gestern zum ersten Mal in Luxemburg stattfand. WIP gibt es schon seit 3 oder 4 Jahren in Paris und ist eine Plattform für Schriftsteller, die dort Texte vor Publikum vortragen mit anschließender Diskussion. Diese Texte sollten unveröffentlicht, vielleicht neu und unfertig, also in Progress sein, und dürfen nicht länger als 10-15 Minuten dauern. Eine gute Gelegenheit um etwas Neues auszuprobieren oder einen alten Text aus einer Schublade hervorzukramen.  Diese Plattform wird es ab jetzt einmal im Monat in der Kulturfabrik in der neuen Bar ‚Ratelach‘ geben.

Gestern war also der erste Abend und da einige der Pariser WIP Protagonisten zu Gast waren, war der Abend auf französisch. Da wir aber hier in Luxemburg sind, wird der nächste Abend auf Deutsch sein und der übernächste auf Luxemburgisch.  Für den ersten Abend war die Latte sehr hochgelegt. Es lasen Florent Toniello, Karim Miské, und Altmeister Lambert Schlechter, der übrigens auch ein Blog hat, (was ich beschämderweise nicht wusste.)

Meine benachbarte Schriftstellerin und Mitorganisatorin, drängte mich dazu mich doch auch zu melden, um einmal meine Texte vorzulesen. Für die nächsten zwei Monate hätten sie schon genug Vorleser doch würde sich späterhin bestimmt ein Platz finden. Ich sagte zu.

Doch stellte sich heraus, dass Nico Helminger, der für den nächsten Abend im November vorgesehen war, nicht kann, und… ich… werde… seinen… Platz… einnehmen! Nico ist ja auch keine unbekannte Größe und ich, ich wiederhole, ich, werde seinen Platz einnehmen. Als ich das erst mal verdaut hatte, wurde mir schlagartig klar, dass ich ja dann schon nächsten Monat dran bin. Der nächste Abend ist am 15. November.

Ich habe schon soooo lange nicht mehr vor Publikum gelesen, dass ich schon allein bei dem Gedanken Lampenfieber habe. Doch freut es mich sehr, dass nach all diesen Jahren des Bloggens sich für mich eine neue Tür öffnet, in der ich meine Texte auch mal anders verwenden kann als nur im Blog.

Also bitte vormerken: In einem Monat und 3 Tagen.

15 November, 20:00 Uhr. Word In Progress / Kulturfabrik-Esch / Ratelach.

 

Merken

Leben wie andere Leute: Onkel Nicolas

© Pixabay

 

Angeregt durch die Familiengeschichte von Allen Bennett ‚Leben wie andere Leute‘, werde ich versuchen die Lebensgeschichte meines Großonkels Nicolas aufzuschreiben. Eine ausführliche Besprechung von Bennetts Buch wird später folgen.

Die Idee dazu kam mir als ich letztens wieder still in einer Ecke in einem Café saß, das Buch in Händen. Und wenn ich sonst von Allen Bennett, kleine ironische Pointen gewohnt bin, so ist dieses Buch, zumindest am Anfang, sehr traurig. Es riss mich durch einzelne Sätze immer wieder aus der Lektüre , und ich dachte an meine eigene Familie und wie wenig ich doch über manche weiß.

Eine Geschichte die mir schon lange im Magen liegt, ist die Geschichte von Großonkel Nicolas, der sein Leben lang einer Liebe nachtrauerte, durch einen Umstand der mir heute sehr sauer aufstößt. Aber dazu komme ich noch.

Nicolas kam Anfang des 20.Jahrhundert zur Welt, war der Zweitgeborene von fünf Geschwistern (2 Mädchen, 3 Jungen) und der älteste Bruder meiner Großmutter. Da er der erstgeborene  Sohn war, sollte er auch den Familienbetrieb, eine kleine Schreinerei, übernehmen. Ob er sie wirklich wollte, da er lange Priester werden und in Kloster gehen wollte, weiß ich nicht so genau. Doch er fügte sich. Er fügte sich wie in vielen Dingen seines Lebens, und ich kannte ihn nur als verbitterten alten Junggesellen, bei dem etwas furchtbar schief gelaufen war, das ich aber erst viel später erfahren sollte.

Als ich zur Welt kam, lebten bereits zwei der fünf Geschwister nicht mehr. Onkel Josy, der jüngste Bruder, war an einem Sonntagnachmittag während eines Picknicks im Fluß ertrunken, weil ihm im Wasser schlecht geworden war. Man fischte ihn erst Tage später ein paar Kilometer weiter weiter aus einer Böschung.

Ich durfte späterhin nie nie nie nach dem Mittagessen ins Planschbecken das mein Vater im Sommer im Garten aufstellte, sondern musste mindestens drei bis vier Stunden warten. Für mich als kleiner Junge, der nur spielen wollte, war es eine Qual, bei der oft aus Enttäuschung, bittere Tränen flossen.

Der andere Bruder, Onkel Jängi, verstarb ebenfalls früher als erwartet. Dessen Tod sollte ebenfalls ein sehr einschneidendes Erlebnis für Nicolas werden, da er mitten im einem eiskalten Winter verstarb und das Grab nicht ausgehoben werden konnte, da der Boden steinhart gefroren war. Erst im Frühling wurde das Loch auf dem Friedhof gebuddelt und die sterblichen Überreste beigesetzt. Die Frau von Onkel Jängi bat damals Nicolas, bei der Öffnung des Sarges dabei zu sein, (damit man feststellen konnte, dass die richtige Leiche in das richtige Grab kam)  und einer von der Familie bei dieser Prozedur beiwohnen musste. Sie selbst hätte es nicht gekonnt. Onkel Nicolas hat oft davon erzählt, wie schrecklich der Gestank war und wie aufgeblasen der Körper von Jängi aussah. Der Totengräber reichte ihm anschließend wortlos den Flachmann den dieser in der Hosentasche hatte, da Nicolas‘ Gesicht weiß wie ein Bettlaken war.

Zwischen den beiden Weltkriegen lernte Nicolas seine erste große Liebe kennen. Sie hieß Josiane und stammte aus einer Familie die sich um einiges besser stand, als Nicolas mit seiner kleinen Schreinerei. Doch barg die Familie von Josiane ein Geheimnis das Nicolas zum Verhängnis werden sollte. Josiane und Nicolas liebten sich und wollten heiraten. Von Josiane’s Familie her war man auch nicht gegen eine Heirat. Doch Josiane hatte einen Bruder der schwul war. Dieser lebte es auch mehr oder weniger offen aus.  Es war eigentlich kein Geheimnis, doch man erzählte es sich nur hinter vorgehaltener Hand. Als Nicolas‘ Vater (mein Urgroßvater) dies erfuhr, was es aus. Nicolas musste sofort die Beziehung mit Josiane beenden. Der Vater hatte nichts gegen Josiane selbst, doch was wäre wenn sie Kinder bekämen. Josiane trug schließlich dieses Schwulen Gen in sich und womöglich würden ihre Kinder auch ’so‘ werden…

Und Nicolas fügte sich.

Er muss unglaublich enttäuscht und wütend gewesen sein. Doch rächte er sich auf seine Art auch am Vater. Er sorgte dafür dass der Familienname und die Schreinerei nicht weitergehen würden. Er sah nach Josiane nie wieder eine andere Frau an. Wenn er sie nicht haben könnte, dann gar keine. Nicolas wurde zu einem verbitterten alten Junggesellen. Selbst als er Josiane hätte haben können, als die Eltern verstorben waren, hatte Josiane nicht auf ihn gewartet, und hatte jemand anders geheiratet.

Alles was Nicolas an Zuneigung und Liebe geben konnte, ging an seine beiden Nichten, meine Mutter und Tante Gritty. Der letzte große Auftrag der Schreinerei war der Dachstuhl meines Elternhauses, für den Nicolas keinen Pfennig haben wollte. Er steuerte Gritty ein Drittel der Summe bei, als sie sich zusammen mit ihrem Mann eine Wohnung kaufte.

Kurz nach der Fertigstellung des Dachstuhls, ging er in Rente. Und ab da beginnen meine eigenen Erinnerungen an ihn. Ich kannte ihn nur als alten Mann der ab seiner Rente im Sessel saß, und keinen Finger mehr krumm machte. Er rostete regelrecht ein. Die älteste Schwester, die ebenfalls nicht geheiratet hatte, kümmerte sich um seinen Haushalt.

Wenn ich als kleiner Knirps mit 3/4 Jahren bei Großmutter zu Besuch war, spazierte er mit mir ab und zu in den Park Laval, wo es einen kleinen Spielplatz gab. Einer der seltenen guten Momente. Späterhin empfand ich ihn nur noch als missmutig, schlecht gelaunt, grantig und ohne Lebensfreude. Doch verstand ich nie warum das so war, und alle ihn immer in Schutz nahmen, wenn er mich anschnauzte und ich mich zur Wehr setzen wollte.

Als ich neunzehn war, starb er an einem Sonntag in einem Hospiz der Hauptstadt. Er hatte in späten Jahren noch eine Amputation von einem Fuß über sich ergehen lassen müssen, und war nach dieser schweren OP nicht mehr klar bei Verstand.  Ich fuhr zusammen mit meiner Mutter der Großtante und der Großmutter hin um ihn ein letztes Mal zu sehen.  Beide Schwestern brachen unter Tränen zusammen als sie ihn sahen und meine Mutter verfrachtete sie aus dem Zimmer. Ich sah zum ersten Mal in meinem Leben einen Toten. Im Nachtisch entdeckte meine Mutter seine Brieftasche und suchte nach seinem Ausweis, den sie für den Totenschein brauchte. In einem Seitenfach fand sie das Passfoto einer mir unbekannten Frau.  „Das ist Josiane“, sagte sie. „Mein Gott, er hatte all die Jahre immer ein Foto von ihr!“

Und so erfuhr ich ein paar Tage später in einem vertraulichen Gespräch von seinem Schicksal.

Wenn ich heute daran zurück denke ,macht es mich wütend und traurig zugleich. Die Tatsache, dass der Bruder von Josiane schwul war und die Engstirnigkeit und Ignoranz der eigenen Urgroßeltern, trifft mich so sehr wie selten etwas anderes.

Wenn sie alle wüssten…. ha!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Kleine Kuriosität

Ich weiß nicht ob es ein Kunstprojekt ist oder vielleicht klärt mich mal jemand darüber auf. Ist es vielleicht eine Banksy Aktion? Das wäre zu schön!!!

Neben den Artisten Eingang der Kapuziner Theaters befand sich vorgestern urplötzlich dieser unkenntlich gemachte Mann an der Wand.

Wenn man auf Google Streetview nachschaut, findet man ihn auch auf dem Bürgersteig am gleichen Ort.

Link: Bild auf Streetview von der Place des Théâtre

 

***

In der rue des Capucins das Gleiche. Ein Mann klebt am Schaufenster vor der Pâtisserie Namur.

Link: Bild auf Streetview

Und man erzählte mir dass einer am Postamt beim Bahnhof klebt.

***

PS: Gestern stand ein Artikel darüber im LW.  Es ist kein Banksy.  (*traugig dreinschau und hoffend dass Banksy sich doch mal nach Luxemburg verirrt)

Merken

Merken

Merken

Was ich als Fremdenführer letzte Woche nicht gezeigt habe

… und mich dafür ein wenig schäme.

Ich bin zum ersten mal mit dem neuen Aufzug des Pfaffentals gefahren. Wenn man so gar nicht schwindelfrei ist, ist es ein kleines Abenteuer.

Von unten gesehen

 

Man sieht hier ganz klar dass die Brücke ein kleines Stück über Aufzugturm hinausgeht…

 

…und auf dem letzten Teilstück ist der Boden aus Glas. Ich setzte nur einen Fuß drauf.

 

Unten im Tal fand ich dieses schöne Bild in einem Wohnzimmerfenster und es spricht für sich selbst.

Und zum Schluss ein kleines Video mit der Auffahrt.

Unten im Tal fand ich gleich neben dem Aufzug ein kleines vielversprechendes Restaurant über das Anouck von Luxessed schon einmal bloggte.  Ich werde am Wochenende darüber berichten.

Merken

Veränderungen

Ihr kennt das. Manchmal führt eine kleine Veränderung zu einer Großen. Aber erst mal zu der kleinen Veränderung.

Am Samstag sah ich die erste Show der neuen Staffel von Graham Norton. Robbie Williams war zu Gast mit einer neuen Frisur, bei der ich sofort dachte: Die will ich auch!

Also zeigte ich heute dem Friseur meines Vertrauens das Video. (Beginnt ab 32:47 wenn Robbie kommt.)  Und das kam dabei heraus.

Es bisschen Länge fehlt noch oben, aber dann sollte es machbar sein sie ganz nach hinten zu kämmen.

 

***

Eine große Veränderung bahnt sich in meinem Hardware Bereich an. Es fing damit an, dass ich gestern eine Treiberdaktualisierung der Grafikkarte vornehmen wollte. Im Prinzip ein Vorgang, der nicht weiter kompliziert ist. Doch wollte NVIDIA Geforce Experience plötzlich, dass ich ein Konto anlege, und /oder mich mit Facebook oder Google anmelde, ansonsten gibt es keine Aktualisierung mehr.

Ganz ehrlich, geht’s noch? Ich habe doch schon ein gewaltige Stange Geld für die Karte an sich gezahlt, was wollt ihr denn noch??? Ich will keine Gratispreise und Geschenke!

Und ich bin immer mehr gewillt mich dem Apple Clan ganz zu verschreiben…

Oro e Argento im Sofitel Kirchberg

Ich hatte schon mal etwas über das Oro e Argento geschrieben, ihm aber nie einen eigenständigen Post gewidmet. Höchste Zeit also dies nachzuholen.

Es gibt ein kleines Juwel mitten zwischen den großen Klotzgebäuden der EU auf Kirchberg. Es gibt es schon seit etlichen Jahren, und ich gehe 2-3 mal im Jahr hin.

Das Oro e Argento ist eines der zwei Restaurants im Sofitel Kirchberg. Dem Namen nach kann man sich schon denken, dass es italienischer Natur ist. Es ist ein Restaurant gehobener Klasse.  Aber es ist viel mehr als das.

In all den Jahren in denen ich hingehe hat das Servicepersonal nicht gewechselt, was bekanntlich ein sehr gutes Zeichen ist. Sie kennen meinen Namen (noch) nicht, wissen aber dass ich nicht zum ersten Mal dort bin, und freuen sich immer wieder mich zu sehen. Die Feude ist ehrlich, wenn sie es nicht wäre, würde ich es merken.

Und genau diese Herzlichkeit und Freundlichkeit ist es, die fast alles ausmacht.

Das samtige Dekor, das sich über die Jahre hinweg nicht geändert hat, vermittelt einem sofort, das hier ein Ort ist, an dem einem nichts böses passieren kann. Ein Gefühl das ich nur selten habe.

Ich war gestern Mittag dort, und ich muss gestehen ich war wie jedes mal verzaubert.

Ich hatte mir das Menü mit drei verschiedenen Pasta und/oder Risotto ausgesucht. In diesem Menü kann man sich 3 verschiedene Nudel- bzw. Risottegerichte aussuchen.  Den Wein ließ ich den Sommelier aussuchen, der das sowieso viel besser kann als ich.  Und so gab es für jedes Gericht einen passenden Wein.

Es gab Gnocchi aus Kastanienmehl mit verschiedenen Pilzen.

Gefüllte Tortelloni im einem herzhaften Sud, den ich bis zum letzten Rest mit Löffel und hausgemachtem Brot verzehrte und leider kein Foto.

Risotto mit Wildschwein.

Den Nachtisch kann man sich von einem Rollwagen aussuchen, was jedes mal eine Qual der Wahl ist, denn es sieht alles vielversprechend aus.

Der Knaller diesmal war der kleine Windbeutel vorne rechts.

Als ich mich verabschiedete, sagte ich der Kellnerin, dass ich immer wieder die Zeit vergesse, wenn ich hier speise. “ Wir auch“, antwortete sie mit einem Augenzwinkern.

Ich setzte mich anschließend gegenüber in die Havannabar und genoss einen letzten Kaffee bevor ich nach Hause fuhr.

Als ob jemand in meine Wohnung eingebrochen wäre

Beim Durchforsten des Blogs, fand ich seltsame Links in eigens verfassten Texten und ich habe das dumpfe Gefühl, als ob jemand wieder mein Blog gehackt hat.

Es ist mir vor noch gar nicht so langer Zeit passiert. Gott sei Dank bemerkte damals ein regelmäßiger Leser sofort den seltsamen Post und informierte mich per Twitter.  Noch am gleichen Abend, hatte ich wieder alles im Griff.

Ich bemerkte aber erst vor ein paar Tagen dass sich jemand ein Konto für das Blog angelegt hat und das nicht über meinen eigenen Server, sondern über den verlängerten Arm von WordPress.org . Ich bin bei beiden registriert und beide sind miteinander verbunden. (Jetpack b.z.w. Askimet  laufen über WordPress.org)

Ich musste mich lange durch eine unbekannte Umgebung klicken bis ich diesen Eindringling löschen konnte. Er wird wahrscheinlich von der letzten Attacke übrig geblieben sein. Dass er aber nicht in der Benutzerliste auf meinem Server erschien, und ich ihn nur per Zufall fand, ist sehr beunruhigend.

Und frage mich ob ich wieder beides voneinander trennen soll.

Das schlimmste aber ist, das Gefühl als ob jemand in meine allerheiligste Privatsphäre eingebrochen sei. Hätte er sonst ein Konto gehackt, wäre das Gefühl nicht so schlimm wie hier. Das Blog ist ein Stück meines Lebens und der Gedanke, dass jemand darin herum pfuscht, ist unerträglich.

 

Luxemburg zeigen

Die Kaltmamsell war zu Gast in Luxemburg. Am Donnerstag noch wanderte sie auf dem Moselstieg und kam gestern in Trier an. Wir hatten uns für den Nachmittag verabredet und ich fuhr nach Trier. Es regnete in Strömen als ich hinfuhr und es war mir nicht ganz klar, was wir bei dem Schmuddelwetter machen sollten.  Da es in Trier nichts weiter zu sehen gab, entschloss ich mich spontan dazu sie mit nach Luxemburg zu nehmen.

Es war ein wunderbarer Nachmittag an dem es erfreulicherweise nicht mehr regnete.

Ich zeigte ihr in den paar wenigen Stunden die uns zur Verfügung standen, Kirchberg mit all dem Europa Gedöns, (wir fuhren dran vorbei), und quälten uns mit dem Auto durch die Avenue de la Porte Neuve und über den Boulevard Royal. (Ich sollte diese Straßen definitiv in den Nachmittagsstunden meiden. Es ist, durch die Baustellen, eine Zerreißprobe für das Nervenkostüm)

Als ich das Auto in der Garage abgestellt hatte, schlenderten wir  durch die Oberstadt und fuhren per Lift hinunter in den Grund.  Dort setzten wir uns auf Terasse des Scott’s und ich musste mit großem Entsetzen feststellen, dass deutsche Umtata Musik lief und der ganze Pub mit blauweißen Girlanden ganz im Sinne vom Oktoberfest dekoriert war. Also genau der Gräuel vor dem mein Gast eigentlich aus München geflüchtet ist. Es war sehr beschämend, und hätte ich es gewusst, hätte ich ein anderes Lokal ausgesucht…

Ich war mit ihr bei Lea im Laden und verführte sie dazu Madelaines kaufen und zeigte ihr das Chocolate House.

Später gingen wir ins Annexe (wohin sonst) und fraßen uns durch ein köstliches Menü.

Gefüllte Carpaccio Rolle mit Crumble und zwei verschiednen Pesto. (Pesti?)

 

Cordon Bleu gefüllt mit Ziegenkäse und getrockneten Tomaten mit einer leichten aufgeschäumten Honigsoße, dazu ein Rucolasalat und Pommes Frites.

 

Der große Klassiker: Crème Brulée

 

Ich erhielt eine offizielle Einladung sie in München zu besuchen, und die Kaltmamsell versprach mir, dass sie nicht zum letzten Mal hier war und das nächste mal den Gatten mitbringt.

Merken

Merken

Merken

Paname

Ich hatte schon vor längerem versprochen, dass ich etwas über die kürzlich neu eröffnete Bar Paname schreiben würde.

Das Wort Paname ist etymologisch sehr ungenau. Es bedeutet umgangssprachlich ‚Paris‘, es hat aber auch mit dem Panama Hut zu tun. Historisch ist nicht genau nachzuverfolgen wann und wie das Wort genau entstand. Es wurde erstmals konkret in einem Lied von Albert Dauzat erwähnt. Tu le r’verras, Paname ! ist ein Lied von 1916/1917.

Dass ich so lange dafür gebraucht habe um etwas zu schreiben, kommt wahrscheinlich daher, dass ich meistens nicht alleine dort war, und mich nie still in eine Ecke sitzen, und die Gäste und das Personal beobachten konnte. Das war gestern der Fall. Ich bin regelmäßig hier, weil es keine 2 Minuten von meiner Wohnung entfernt liegt.

Es war eine kühle aber nicht kalte Nacht. Ich saß draußen auf der Terrasse und las den New Yorker.

Den Besitzer Gabriel kenne ich schon seit etlichen Jahren. „Als wir hier eröffneten, war mir nicht klar, das es vom ersten Tag so boomen würde“, erzählte er mir vor kurzem. „Wir wollten eine offizielle Eröffnung machen, ich dachte daran alle Freunde und Bekannte einzuladen, aber die hat es gar nicht gebraucht. Das Seltsame ist, es strömen unzählige Gäste hier rein, und ich kenne keinen Einzigen davon.“ Dabei ist Gabriel kein Unbekannter.

Und hierbei sollte ich vielleicht etwas vorab erklären. Die Stadt Luxemburg ist radikal in zwei Teile gespalten. Es gibt die Oberstadt (Norden) und das Bahnhofsviertel (Süden). Beide sind durch das Petrustal voneinander getrennt und es ist zugleich eine Art unüberwindliche Grenze für die „Hochwohlgeborenen“ der Oberstadt. Dass sich die Grenze immer mitten durch das Herz der Stadt zieht, hat auch einen historischen Hintergrund, den ich hier aber nicht weiter ausführen möchte.  Tatsache ist, dass das Bahnhofviertel einen Ausländeranteil von über 70% hat.

Das bringt mit sich dass die Klientel hier eine andere ist, als in der Oberstadt. Es ist eine Mixtur sie so sehr Querbeet geht, dass sie nicht zu fassen ist. So ist es auch im Paname mit der Kundschaft und dem Personal. Das Personal ist aus so vielen verschiedenen Nationen zusammengesetzt, dass ich selbst noch nicht richtig herausgefunden habe, wie viele Nationen es tatsächlich sind. Englisch funktioniert  als Verständigungssprache sehr gut, französisch etwas weniger.

Der große Erfolg der sich quasi sofort einstellte, war für Gabriel und das Personal eine der größten Herausforderungen. Und ich muss gestehen, dass die ersten paar Male der Service nicht so klappte wie er sollte. Es war ein heilloses Durcheinander und Gabriel war stets bemüht die Scherben aufzusammeln, und sich bei den Gästen zu entschuldigen. Inzwischen klappt der Service aber ganz gut und die Crew ist routinierter als zu Anfang.

Ihre Speisekarte ist klein, aber oho. Es sind kleine Gerichte, ideal für Mittags zwischendurch, oder für Abends gemütlich bei einem Glas Wein, wenn man nicht den Riesenhunger hat.

Apropos Wein. Es ist keine Weinbar. Somit ist die Auswahl auch nicht so riesengroß, doch die Weine die sie anbieten, sind gut. Cocktails sind die Stärke des Paname, vor allem Gin Tonic. Ich habe selten so leckeren Gin Tonic getrunken wie hier.

Als ich gestern Abend in aller Ruhe auf der Terrasse saß, setzte sich später ein älterer Herr an den Nebentisch rechts und bestellte ein Bier. Auf der anderen Seite, gleich neben der Eingangstür, standen ein paar jüngere Frauen, schon leicht beseelt und quietschten vor Lachen. Über was sie lachten, weiß ich nicht. Ich verstand die Sprache nicht und konnte sie auch nicht einordnen. Danach nahmen zwei Männer den Platz an dem Tisch links und unterhielten sich in sehr gebrochenem Englisch.

Es sausten mit lauter Sirene ein Krankenwagen und zwei Feuerwehrautos an uns vorbei. Auf einem Dorf wäre es das Tagesgespräch. Hier hob niemand den Kopf. Nicht einmal das Pärchen nebst Gassihund, das an uns vorbeiging, und sich laut und vehement miteinander stritt. Ich verstand nur ’stupido‘.

Später kam ein Mann mit seinem halbwüchsigen Sohn, die ich vom Aussehen her als Osteuropäer einschätzte. Ich schaute ihnen zu wie sie sich das Lokal ansahen und der Mann an einen Tisch setzte. Sein Sohn schien sich nicht so ganz schlüssig zu sein….

Der Grund ,warum ich hier so ausführlich die Kunden beschreibe ist, dass außer den jungen Frauen, keiner so richtig in diese Bar passte, und doch passten sie alle. Die Attribute Hip, Jung, Reich, Schön treffen hier auf Älter, Bodenständig, Retro.

Und das Tolle daran, es funktioniert hervorragend!

PANAME
50, rue Sainte Zithe
Place de Paris
Luxembourg

Merken

Merken

Merken

Merken

Die letzten Tage

Dabei überlege ich ob ich die Fotos vom letzten bis zum neuesten oder umgekehrt zeigen soll.

Ach, ich fange einfach mal mit dem letzten an, weil ich das sooo schöön finde.

 

Das Cover des neuesten New Yorker ist atemberaubend schön.
Das Cover des neuesten New Yorker ist atemberaubend schön.

 

Diese Blumen entdeckte ich heute im Annexe und sie sind noch von meiner Geburtstagsfeier vom 10 September. Sie sind also 13!!! Tage (und mehr) alt.
Diese Blumen entdeckte ich heute im Annexe und sie sind noch von meiner Geburtstagsfeier vom 10 September. Sie sind also 13!!! Tage (und mehr) alt.

 

Dieses Menü gab es letzten Deinstag im Dipso bei der Cuisine des Amis. Gastkoch war Nicolas Szele aus dem Fin Gourmand.

 

Einer der Läden in Trier an dem ich immer vorbeigehe ohne hinzusehen, sonst betrete ich ihn, und mein Geldbeutel leidet augenblicklich an Schwindsucht.
Einer der Läden in Trier an dem ich immer vorbeigehe ohne hinzusehen, sonst betrete ich ihn, und mein Geldbeutel leidet augenblicklich an Schwindsucht.

 

Die Indian Association Luxembourg feierte ihr 25 jähriges Bestehen letzten Samstag...
Die Indian Association Luxembourg feierte ihr 25 jähriges Bestehen letzten Samstag…

 

...mit einem farbenfrohen Markt auf der Place d'Armes.
…mit einem farbenfrohen Markt auf der Place d’Armes.

Merken

Der Grund warum ich Amazon Prime Test Abo wieder abbestelle

Er ist schnell und einfach mit einem Bild erklärt.

Es ist und bleibt der einzige Grund warum man sich dann versucht auf illegalen Wegen Zugang zu verschaffen. Diese Lizenzen sind für mich ein Reibach mit dem Unsummen an Dritte fließen die mit den Ursprüngen einer Filmproduktion überhaupt nichts zu tun haben. Ich habe mich schon so oft, gebetsmühlenartig, darüber aufgeregt hier im Blog, dass es schon fast nicht mehr wahr ist.

In diesem Sinne, liebe EU, anstatt uns vorzuschreiben wie eine Gurke auszusehen hat, kümmert euch doch mal darum, anstatt beständig zu stöhnen dass es sooo kompliziert ist.

(Ich weiß, ich polemisiere gerade, sorry, aber ich bin stinksauer.)

Merken

Zwischen Tutanchamun & Dalí

Im ihrem Blog fragte sich Modeste wie es eigentlich um sie als Kind und Kunstausstellungen bestellt war. Die Frage stelle sich, als sie jetzt mit ihrem kleinen Sohn in der Toskana war.

…Oder wieso man diese unfassbar großartigen, weltbewegenden Gemälde von Velázquez und Vermeer, vor denen ich mal als Achtjährige stand und mich und alle mich herum ausdauernd mit der Frage beschäftigt haben soll, wann es denn hier endlich Eis gibt. Eis.

Ich habe versucht an meine Kindheit zu denken und es kamen mir seltsamerweise keine Erinnerungen an Kunstausstellungen die ich mit meinen Eltern besichtigt habe. Wann fing das also an mit der Kunst?

© Pixabay

Ich kann mich an eine Tutanchamun-Ausstellung in Köln erinnern die wir mit der Klasse 1980 während einem Schulausflug besuchten. Ich war 13. Wir hatten natürlich vorab mehr als gründlich die Geschichte von Carter und der Entdeckung der Grabkammer durchgenommen. Didaktisches Material gab es massenweise vorab und danach. Und ich kann mich erinnern, dass ich fasziniert und wie versteinert vor der Totenmaske stand und zuweilen dachte sie würde leben…

 

© Pixabay

Mit 14 wurde ich Internatsschüler und kam in die Hauptstadt. Die Villa Vauban war damals schon ein Ort für Kunstausstellungen. Ich war im Lycée Technique du Centre und in der Bibliothek hing ein Plakat von einer Dalí Ausstellung. Und so besichtigte ich die Ausstellung an meinem freien Nachmittag an dem ich Ausgang hatte. (Das Wort Ausgang hört sich seltsam, so als ob es ein Gefängnis gewesen wäre.) Ich weiß, dass meine Mutter ein Poster von Dalí hatte; Jesus auf dem Kreuz von oben gesehen. Sie mochte es sehr. Doch das was ich dann in der Ausstellung sah, war für mich sehr befremdlich. Sehr gut kann ich mich an die brennende Giraffe im Zirkus erinnern.

Ein paar Jahre später sah ich in der gleichen Villa eine Marc Chagall Retrospektive, die ich aber nicht mochte. Es waren hautsächlich Blumenstäuße und Heilige zu sehen..

Ich kann nicht richtig sagen wann das mit der Kunst losging. Es war wahrscheinlich schon immer irgendwie in mir drin. Und die Gene meiner Großmutter Marie, die eine sehr talentierte Malerin war, werden das Übrige getan haben.

Fotoausbeute & Sonstiges

Kann mir bitte jemand den Stil dieses Bauwerks erklären? Das Haus steht in einer Nachbarstraße und ich gehe fast täglich daran vorbei. Es ist kein Jugendstil, Art Deco, Art Nouveau, und kein Bauhaus. Aber was ist es dann? Ich frage mich das immer wieder.

Zu meiner Lehrzeit als Friseur befand sich dort ein Friseurladen, in dem eine Freundin von mir ihre Lehre machte. Wir fuhren nach der Arbeit oft gemeinsam nach Hause und ich holte sie dort ab. Heute ist ein Restaurant drin, das nie Abends geöffnet ist, sondern seinen Umsatz mit der Mittagsclientel macht.

 

***

Ich verwende selten Produkte im Beruf an anderen, die ich nicht an mir selbst ausprobiert habe. In den Beauty Vlogs wurde die Glamglow Maske so hochgelobt, dass ich beschloss sie selbst auszuprobieren.  Gut dass ich kein Päckchen geliefert bekam und auch sonst niemand an der Tür klingelte, er hätte einen Lachkrampf bekommen…

Die Maske ist, mal davon abgesehen, dass sie sehr metallisch aussieht, sehr gut, um die Haut vor dem Make-Up mit Feuchtigkeit aufzuplustern und das Porenbild zu verfeinern. Zudem braucht man kein Wasser um sie abzunehmen; sie zieht sich ganz leicht ab wie eine zweite Haut. Die Einwirkzeit beträgt ungefähr 15 Minuten. Das hängt auch davon ab wie dick man sie aufträgt.

Glamglow Gravitiymud gibt es in Luxemburg bei Sephora.

Mehr Infos über Glamglow hier.

 

***

Folgendes Foto, das ich vor ein paar Tagen auch in meinem Blog hatte, wurde von einem hiesigen Klatschblatt aufgegriffen.

Was die Dumpfbacke, die den Artikel schrieb übersehen sehen hat, (wahrscheinlich weil sie, die Dumpfbacke, noch nie in dem Lokal war, denn so wie es ausschaut, weiß sie den Namen das Lokals auch nicht) wir saßen auf der Terrasse draußen unter sternenklarem Himmel, und das Rauchen war somit kein Problem.

Und ich bin mit 50 Jahren endlich in der Schmuddelpresse angekommen!
Ein kleines nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
Danke schön!
Oder auch nicht!

Merken

Rezension: Allen Bennett / Cosí fan tutte

Alan Bennett habe ich vor sehr vielen Jahren zum ersten Mal kennengelernt durch ein verfilmtes Kammerspiel, das spät abends im Fernsehen lief. Wenn ich mich richtig erinnere hieß es auf deutsch „Wir haben gelacht.“ Die Geschichte einer Frau die krank wird und in Wartezimmern der Ärzte und im Krankenhaus ihre Geschichte erzählt wie es dazu kam. Ursprünglich wurde das Kammerspiel mit Patricia Routledge verfilmt und hieß „A Women With No Importance“, den ich ungleich prägnanter finde. Der Deutsche Titel ist ein Satz den Protagonistin immer wieder ausspricht. Das englische Version habe ich schon mehrfach im Blog erwähnt und ist hier bei You Tube zu sehen.

In Cosi Fan Tutte geht es um ein älteres kinderloses Ehepaar, das eines Abends nach einem Opernbesuch (eben zu Mozarts Cosí Fan Tutte) zurückkehrt, und mit Erschrecken feststellen muss, dass ihre Wohnung ausgeraubt wurde. Es wurden nicht nur einzelne teuere Gegenstände entwendend, sondern die ganze Wohnung ist komplett mit Stumpf und Stiel leergeräumt. Es ist nichts mehr vorhanden…

Was ich sehr Alan Bennett schätze ist seine elegante Sprache und einwandfreier Stil. Seine Romane lesen sich mit Hochgenuss. In Cosi Fan Tutte geht weniger um den schmerzlichen Verlust als um die Tatsache, was es mit dem Ehepaar anstellt und wie dieser Raub sie aus ihrem jahrelangen Alltagstrott wirft. Ein herrliches Lesevergnügen mit einer interessanten Auflösung und etwas traurigen aber schönen Schluss.

Wie man den perfekten 50. Geburtstag organisiert

Tja, nun habe ich ihn hinter mir, den 50. Geburtstag. Und vielleicht interessiert es ja jemanden wie man eine solche Feier organisiert. Es sind ein Reihe von Faktoren zu bedenken doch im Grunde ist es,  bis auf eine Sache, ziemlich einfach.

Die erste und alles umfassende Frage ist: „Was will ich?“

Wenn man den Entschluss gefasst hat eine Party zu veranstalten sollte man sich im Klaren sein was man will. Ich werde die einzelnen Schritte anhand meiner eigenen Erfahrung darlegen. Eine Reihe davon sind allgemein gültig, andere sind speziell auf meine Party zugeschnitten.

Der Ort.

Wenn man den Entschluss gefasst hat eine große Party steigen zu lassen, wäre die erste Überlegung WO man sie veranstaltet. Ich selbst hatte mich für ein Restaurant entschieden, dass man für solche Events buchen kann. Diese Buchung sollte sehr früh (mindestens 6 Monate im voraus, bei mir war es ein Jahr) machen und mit dem Restaurant Besitzer die Bedingungen durchgehen. Wie viele Leute passen in das Restaurant? Dadurch ergibt sich automatisch die Größer der Feier, die allerdings auch von Budget abhängt das man zur Verfügung hat. Ich hatte einen Kostenvoranschlag angefragt für eine bestimmte Anzahl an Personen und eine Zusammenstellung von einem Menü. Vom Budget her hatte ich eine bestimmte Summe pro Kopf angegeben für Speisen und Getränke. Diese Summe nahm ungefähr 3/4 des vorgesehenen Budgets ein. Daraus ergab sich dann die Anzahl der Gäste.

Die Auswahl des Restaurants ist sehr wichtig, da sich dadurch auch der Stil der Party ergibt. (Ein gastronomisches Restaurant ist nicht Mc Donald’s) Ich wollte es schon etwas chic und gediegen haben und von Speisen her eine gehobene Küche.

Wenn man sich für einen Stil entschieden hat und eine ungefähre Zahl an Gästen, kommt der schwierigste Teil.

Die Gästeliste.

Schwierig daher, weil man diese Liste selbst und allein erstellen soll. Wenn man in einer Partnerschaft lebt ist, es vielleicht um eine Idee leichter, doch sollte der zu Feierende immer das letzte Wort haben. Ich hatte für die Erstellung die Facebook Freundesliste, das Email Adressbuch und ein altes Adressheft zu Hilfe genommen, damit ich ja niemanden vergesse. Heraus kam eine erste Liste von fast 200 Stück.

Es gibt eine Art Faustregel. Bei großen Feiern, kann man rechnen, dass ungefähr 1/3 der Gäste absagt weil sie andere Verpflichtungen haben. Diese Regel stimmt aber nur bedingt. Bei mir hat sie nicht funktioniert, und es kamen bis auf ein paar wenige Ausnahmen alle Freunde die ich eingeladen hatte. Man sollte für diesen Fall also auch finanziell gewappnet, und das Restaurant in dieser Hinsicht flexibel sein.

Meine Liste betrug am Anfang 200 Leute. Da ich aber auf eine Anzahl von maximal 85 kommen wollte, strich die Liste runter auf 110 Stück. Dieses Runterstreichen ist der komplizierteste und sensibelste Teil. Wenn man wie ich Freunde und Bekannte aller Couleur hat, sollte man dies von verschiedenen Standpunkten aus betrachteten. Wer „passt“ zu dieser Feier, wer kennt wen und vor allem, wie stehe ich selbst zu diesen Leuten? Sind es gute Freunde? Sind es Bekannte? Sind es Leute die ich einladen muss weil ich bei ihnen auch auf eine Party geladen war? Sind es Leute die aus beruflichen Gründen einladen muss?  Fragen über Fragen die man letztendlich nur selbst beantworten kann. Hierbei sollte man immer die Homogenität im Auge behalten. Kennen die Gäste sich untereinander? Und wenn nicht, sind sie kontaktfreudig und finden schnell Anschluss? Ich habe zugunsten der Homogenität und der „Passform“ eine Reihe von Leuten ausgeschlossen, die ich eigentlich hätte einladen müssen und glaubt mir, das war emotional nicht so einfach.

Für dieses ganze Hin- und Herüberlegen sollte man sich genug Zeit lassen und niemanden um Rat fragen, sondern die Entscheidung allein treffen.

Die Einladungen.

Wenn die Liste dann endlich steht, geht es an die Einladungen. Ich hatte mich für eine Einladungskarte entschieden die ich per Post verschickte. Am Anfang dachte ich die Gestaltung selbst zu machen und die bei einer Online Druckerei machen zu lassen wie Vistaprint zum Beispiel. Doch ich entschied mich einen Graphiker anzuheuern, der ebenfalls die Anfrage für die Kostenvoranschläge der Druckereien übernahm. Für die Bildgestaltung heuerte ich einen Fotographen an, da ich ein ganz bestimmtes Foto von mir haben wollte, das einem alten Foto von mir als Kind glich.  Den Text für die Einladung habe ich selbst geschrieben. Er sollte schon etwas persönlicher sein, witzig und rührend zugleich. Eine Einladung die noch per Post verschickt wird etwas Offizielles hat und sofort den Eindruck vermittelt, dass sich da jemand wirklich viel Mühe gegeben hat und es ihm wichtig ist, dass man auf der Feier erscheint. Ich habe späterhin erfahren, dass ich bei vielen meiner Gäste als Deko auf dem Kühlschrank oder Pinwand hänge. Ich hatte zudem ein Datum hineingeschrieben bis wann man sich anmelden muss.

Die Deko.

A propos Deko. Bei der Deko ist abzuklären wie viel, oder was das Restaurant zulässt und/oder selbst hinzu steuern kann. Im meinem Fall bekam ich vom Besitzer weitgehend freie Hand, was mich sehr freute. Da ich in die Einladung einen Dresscode geschrieben hatte, der da lautete: „Ein bisschen Chic hat noch niemandem geschadet.“, war es nur logisch dass die Deko das auch vermitteln sollte. (Der Dresscode war, um zu vermeiden, dass jemand in zerrissenen Jeans und Turnschuhen erscheint.) Da ich selbst in räumlicher Gestaltung zwar Geschmack habe, ihn aber nicht unbedingt herstellen kann, heuerte ich hierfür eine Bühnenbildnerin an. (Wenn man, wie ich, viel am Theater arbeitet, sollte man das auch ausnutzen) Hierfür sollte man auch unbedingt ein Budget vorsehen und sich beraten lassen, denn eine aufwendige Deko kann teuer werden. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, setzten wir uns mit dem Restaurantbetreiber zusammen um alle Details zu besprechen, wie z.B. der Auf- und Abbau.

Die Unterhaltung.

Essen und Trinken allein reichen bei einer solchen Party nicht. Man sollte auch für Unterhaltung sorgen.  Ich persönlich finde dass, es einer wichtigsten Punkte ist, ob die Party ein Erfolg wird oder nicht. Ich war schon auf Abenden, bei denen ein einsames Radio in einer Ecke vor sich hin krächzte. Oder es war schlichtweg nichts vorgesehen. Oder die Unterhaltung passte nicht zu dem Gästen.

Letzteres erlebte ich vor gar nicht so langer Zeit, ebenfalls auf einer runden Geburtstagsfeier, und es war (zumindest sah ich es so) ein grandioser Reinfall. Es waren eine Rockband und eine Liveshow vorgesehen. Beides passte nicht in das Lokal, das zudem keine Bühne hatte und beides, Band und Liveshow, war erschreckend mittelmäßig.  Die Mischung der Gäste stimmte hier übrigens auch nicht.

Ich entschied mich für einen DJay, den ich bereits von anderen Abenden kannte, dessen Stil ich sehr mag, und der versteht die Stimmung hochzuhalten und auf das Publikum einzugehen. Hier sind ebenfalls die Kosten für DJay und ggf. die Anlage einzurechnen.

Daumen halten und hoffen dass der Kuchen hochgeht

Wenn man alles vorher gründlich geplant und bedacht hat, dürfte nichts mehr schief gehen. Bis auf die Gästeliste, die man wirklich allein und im stillen Kämmerlein zusammenstellen sollte, sollte man den Rest der Arbeit weitgehend an Dritte abgeben. Man sollte sich um nichts mehr kümmern müssen und das Fest in vollen Zügen genießen.

Ich hatte es leider bei all den anderen Vorbereitungen verpasst einen Fotografen zu bestellen. Doch da fast jeder heute ein Smartphone besitzt, das gute Fotos macht, bat ich später die Gäste mir doch bitte ihre Fotos zu senden. Es war mein einziger… Faux-pas.

Und was soll ich sagen. Es war ein wunderbarer Abend und alle waren glücklich und zufrieden.

 

Merken

Merken

Ein bedenklicher Pokéstop und was ein Foto wert war.

Das Wort Fotoausbeute geht mir inzwischen auf die Nerven. Darum mal eine andere Überschrift.

Es gab ja schon Berichte, dass es Pokémons an Orten gibt die durch ihre Geschichte sich absolut nicht dafür eigenen. So gab es vor einiger Zeit den Skandal dass man ein bestimmtes Feuer- und Gas Pokémon in den Konzentrationslagern in Auschwitz fangen konnte. In Luxemburg gibt es ein Pokéstop der für einige Aufregung sorgen könnte. Die Villa Pauly in der im zweiten Weltkrieg Leute im Keller gefoltert wurden ist ein Pokéstop. Ich weiß nicht was ich davon halten soll….

***

 

Ein paar wunderschöner Manschettenknöpfe in einem Antiquitätenladen erstanden.

***

Ein vergnüglicher Abend im Dipso mit Freunden und Bekannten

Fotoausbeute & Nervosität Teil 2

Die Fotos bedürfen einer kleinen Erklärung.

Letzten Samstag aß ich in einem der besten Restaurants Luxemburgs, La Gäichel. Der Guide Michelin meint das übrigens auch und gibt ihm seit Jahren schon immer wieder einen Stern.

Später am Abend nach einem großartigen Mahl, setzten wir uns wieder hinaus und tranken den Espresso mit Aussicht auf die Parkanlage.

***

Gestern vielen mir seltsamerweise zum ersten Mal diese Abflussrohre der Balkone in meiner Straße auf, wie adrett sie in Reih und Glied das Wasser auf den Bürgersteig schütten, wenn es denn je auf diese Balkone regnen sollte. Sie sind alle überdacht.

***

Als ich heute Mittag die Wohnung verließ wurde mir schlagartig klar dass es ein Außnahmemontag ist. Die alljährliche Braderie (Räumungsverkauf) war heute. Irgendwie hatte ich das verdrängt.

***

Nervosität Teil2 steht in der Überschrift.

Mein Geburtstag steht an. Und im Gegensatz zu anderen Jahren habe ich dieses mal  beschlossen, ihn mit Glanz und Gloria zu feiern. Vom organisatorischen her arbeite ich schon seit ungefähr einem Jahr daran. Die Auswahl des Ortes, die Art der Feier, die Zusammenstellung der Gästeliste, die Zusammenstellung des Menüs, die Gestaltung der Einladungskarte, die Deko, der Dresscode. und und und… Ich habe Monate damit verbracht die Adressen zusammenzutragen, diversen Freunden aus dem Ausland schon weit vorab Bescheid zu geben, damit sie die Reise planen können, Hotelzimmer gebucht, und dazwischen immer wieder über Gästeliste gebrütet, was für mich persönlich der schlimmste Teil war.

Doch es ist alles fertig geplant und organisiert. Am Samstag ist es soweit. Da in Luxemburg noch Ferien sind bis Mitte September, hatte ich mir eine etwas höhere Absagequote erwartet. Aber dem ist nicht so. Bis auf ungefähr 10 Stück kommen alle die ich eingeladen habe, was die Gästeliste zu einer dreistelligen Zahl anwachsen lässt.

Und während ich das hier schreibe, kommt wieder dieses altbekannte Kribbeln hoch das man auch noch Lampenfieber nennt…

Merken

Merken

Merken

Zwischen Nervigkeit, Nervosität und Entspannung

Wenn man in höher gelegenen Stockwerken wohnt, so wie ich, dann schallt der Lärm von Straße zwischen den Häusern hoch, und hört sich doppelt so laut in der Wohnung an, als er eigentlich ist. Ganz besonders nervig ist es, wenn Mütter ihre Kinder in der nah gelegenen Tagesstätte abholen, und dann in aller Öffentlichkeit laut schreiend erziehen. Noch besser, wenn morgens gegen halb acht das erste Geschrei schon los geht wenn die Kinder hingebracht werden, und ich davon wach werde. Oh, wie ich es liebe!!!

***

Es macht sich langsam eine leichte Nervosität breit. Ich bin seit fast einem Jahr dabei, die Vorbereitungen für übernächsten Samstag zu treffen, und es ist so gut wie alles fertig geplant. Es ist nicht so dass ich irgendetwas vergessen hätte (oder doch?) aber langsam werde ich nervös weil das Ganze größer wird als ich dachte. Allein jetzt schon beim Schreiben kribbelt es in der Magengegend als ob ich Lampenfieber hätte.

***

 Entspannung fand ich abends im Bovary. Da ich ja selbst kein Balkon habe, ist einer der schönsten Orte um mich einfach hinzusetzen und zu lesen. Das schöne an dem Café ist, mit wieviel Liebe zum Detail alles eingerichtet ist.

Der kleine blaue Zettel ist die Abendkarte, wenn man Hunger hat. Er ändert sich jeden Tag.

Ich saß später inmitten vom Kletterpflanzen und Blumen und lass die schöne aber traurige Geschichte einer Begegnung, bei der mir vor allem der Mann zum Schluss leid tat. Schade, dass sie sich nie zurückgemeldet hat. Gender Studies im New Yorker.

Ein Abendsparziergang

Zugegeben, das Foto habe ich aus den Tiefen des Servers ausgegraben, weil ich schlichtweg keine gemacht habe während dem Spaziergang. (Ich habe immer die Tendenz Spazieren mit „t“ zu schreiben, als ob es war mit Spatzen zu tun hätte)

Ich musste ein Abendessen absagen wegen einer wichtigen Verabredung, die dann allerdings auch ins Wasser viel. Fazit:  Ich hatte einen Abend für ganz für mich. Da ich in der Wohnung keinen ordentlichen Durchzug machen kann weil ich nur ein Fenster habe, ist sie immer noch sehr heiß, und ich bekomme trotz großem Ventilator die kühle Abendluft nicht ‚reingepumpt‘. Ich beschloss einen Abendspaziergang zu machen.

Es gibt im Viertel ein neues Café, das Paname.

Ich kenne den Besitzer schon seit Jahren, weil er eine Zeit lang mit dem Filmgeschäft zu tun hatte, wie ich auch.Über das Paname selbst werde ich ein ander mal schreiben.

Ich beschloss mich dort auf die Terrasse zu setzen, und die letzte Ausgabe des New Yorker zu lesen.

Ich habe mir dieses Jahr endlich ein Abo vom New Yorker zugelegt. Ich hatte ihn vor langer Zeit kurzzeitig für das iPad abonniert, was ich aber als höchst unbefriedigend empfand. Es ist mit Abstand einer der besten Zeitschriften für  Kunst und Kultur und so gar nicht amerikanisch.  Es ist verhältnismäßig wenig Werbung drin und auch wenige Fotos. Es ist noch eine richtige Zeitschrift zu LESEN. Den Journalisten wird genug Platz eingeräumt um richtig gute und lange Beiträge zu schreiben. Es ist alles andere als Häppchenjournalismus.

Und so saß ich dann zwischen all dem Mittwochpartyvolk und wollte lesen, was leider nur bedingt ging. Ich las die absonderliche Story von einem Restaurant das bis 2025 ausgebucht ist.

Also wechselte ich die Boulevard Seite und setzte mich ins Café de Paris das wesentlich ruhiger war.

Manchmal bei solchen Abendgängen laufen die Gedanken derart rund dass ich sie nicht zu fassen kriege. So schwirrte mir wieder die Idee eines neuen Romans im Kopf… Ich habe unzählige dieser Geschichten angefangen und nie fertig geschrieben. Der Gründe dafür sind immer die Gleichen. Entweder habe ich die Geschichte nicht zu Ende gedacht, oder im Laufe des Niederschreibens verhaspelte ich mich in Nebensächlichkeiten.

Auf den Rückweg kam ich an einem neu eröffneten Coffee Fellows vorbei.   Es ist inzwischen das zweite das hier in der Stadt eröffnet hat, und die Gentrifizierung schreitet unaufhaltsam auch in Luxemburg voran. Wie schon vor ein paar Tagen, als ich noch in Berlin war, musste ich feststellen dass diese Art von Café nichts für mich ist, wo man anstehen muss und und dann mit seinem Tablett umherwandeln muss um einen Platz zu finden.  Ich werde definitiv lieber am Tisch bedient.

Zuhause angekommen schaute ich mir noch ein paar Videos an und ging dann zu Bett, da ich morgen ungewohnt früh raus muss.

Merken

Merken