Premieren Geschenke

Premieren Geschenke  im Theater sind kein Muss. Manchmal gibt es welche, manchmal nicht. Ich mache immer dann welche wenn ich mich vom Stück selbst dazu inspiriert fühle.

Ich bin tolerant, weltoffen, verständnisvoll und versuche soweit wie möglich geschlechterneutal zu agieren. Doch beim Thema Premieren Geschenke wurde dies letztens massiv auf die Probe gestellt, und ich musste erst einmal tief durchatmen. Die A. schenke mir das hier:

Ein Regenbogen Pony…

…mit Streufunktion für farbige Sprinkles. Das ist so girlie das es sogar mir zu viel ist.

Ich mag zudem farbige Sprikles nicht. Sie schrecken mich sogar eher ab, mir ein Cupcake oder anderes Gebäck einzuverleiben. Wochenlang stand das Ding jetzt im Schrank. Wegwerfen wollte ich es nicht, denn das bringt Unglück. In Münster bei Violas fand ich dann endlich das passende Füllzeug dazu.

Zucker geht immer. Auch in bunt.

Die versprochenen Bilder und eine Stippvisite in Münster

Unten findet ihr ihr die Bilder von St. Pölten.

Es war schön dort. Ich wurde selten so herzlich und zugleich professionell  in einem Theater empfangen wie hier. Es war beständig eine Maskenbildnerin von Haus mit dabei, was sehr gut war, denn ich hätte mich sonst mehrfach im Gebäude hilflos verrannt. Die Vorstellung lief sehr gut und die Intendanz lud uns alle zum gemeinsamen Abendessen ein.

Am Freitag ging es dann zurück nach Luxemburg per Flieger. Für ein paar Schauspieler gleich in eine Probe, für mich sofort ins Auto und dann weiter nach Münster.

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In Münster war ich schon oft, der Liebe wegen. Doch die ist ja seit letztem Jahr im Sommer aus. Und so sah ich die Stadt dieses Mal mit anderen Augen und bemerkte viele Dinge, die ich davor nie sah. Von der Landschaft und den Gebäuden erinnert es ein wenig an Holland und Belgien. Es ist flach und es werden viele Klinkersteine verbaut. Es gibt dort unzählige Museen und Ausstellungen auf die mich mein Ex mich nie aufmerksam gemacht hat. Und es wurde mir klar wie wenig Kultur er besaß. Es wurden mir insgesamt ein paar Dinge klar, die ich als sehr heilsam empfand. Es war gut dass ich dort war…

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Das Landestheater St. Pölten

Gastspiel in St. Pölten

Ich erzähle ja nicht so sehr viel im Blog über meine Arbeit als Maskenbildner. Das kommt aber daher, dass ich mich deswegen gehörig in Nesseln setzen könnte.

Ich befinde mich zur Zeit in Österreich in St. Pölten im einem niegelnagelneuen Hotel, keine fünfzig Meter vom Theater entfernt. WIr sind auf Gastspiel mit einem Stück aus Luxemburg, für eine Vorstellung morgen.

St.Pölten war mir seit den frühen 80ern ein Begiff, als ich zum ersten Mal hier war. Das war damals aber nur sehr kurz, weil ich anschließend gleich weiterfuhr nach Wien. Von St.Pölten selbst habe ich damals nur den Bahnhof kennengelent.

Gelandet sind wir heute nachmittag mit einiger Verspätung am Flughafen Wien Schwechat, um dann noch mal eine Stunde in einem Kleinbus zu fahren. Unterwegs lag, zu meinem großen Entsetzen, Schnee. Irgendwie hatte ich keine Wetter App konsultiert (und habe es wahrscheinlich auch verdrängt), aber ich hatte keine Klamotten für Schnee eingepackt. Als wir dann aber hier ankamen, war eitel Sonnenschein und man sagte mir dass es die nächsten Tage wärmer werden soll.

Das Theater an dem wir spielen, ist das niederöstreichische Landestheater und ein herzallerliebstes Haus von dem ich mir wünschen würde dass es dies in dieser Form in Luxemburg geben würde.

Das Hotel hat ein ausgezeichentes WLAN und morgen werde ich mehr berichten.

Fotos werden nachgereicht.

Endlich vereint

Es war mir schon eine Weile ein Dorn im Auge dass mein Blog zweigeteilt war. Doch habe ich nach einigem hin und her mit dem Host alles unter einen Hut bekommen. Joel.lu beinhaltet jetzt auch das alte Blog das noch unter den Subdomain Wortgefecht lief.

Das hatte damals den Grund, dass ich mein Domain auch für eine berufliche Seite nehmen wollte in der ich mich und meine Arbeit vorstelle, als Webvisitenkarte.  (oder auch öffentliches Klüngeln…oder so ähnlich) Nur habe ich das in all den Jahren nie gebraucht.  Es ging auch ohne.

Und jetzt herrscht endlich Ordnung. Das alte Blog ist weg.

In der alten Heimat

Ich suchte schon seit längerem einen Apparat mit dem ich Polstermöbel reinigen kann. Mein früher strahlend blaues Sofa strahlt nicht mehr. Also begab ich mich ins Netz und kaufte mir eine Maschine von Cleanmaxx speziell für Teppiche und Polster. Und was soll ich sagen, das Ding macht einen Höllenkrach sonst nichts. Wenn ihr irgendwann in Versuchung kommen solltet  dieses zwar handliche aber völlig nutzloses Ding anzuschaffen, vergesst es. Es sind 69€ für den Ar…

Nach einem Aufruf auf Facebook, ob niemand so eine oder ähnliche Maschine hat, hat sich dann jemand aus der alten Heimat gemeldet. Und so bekam ich heute ein Ungetüm ins Auto geladen.

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Es war seltsam hier zu sein und nicht in die gewohnte Straße zu fahren und das Auto in der Garage des alten Hauses abzustellen. Ich meide die Straße soweit das nur möglich ist. Man hat mir berichtet dass das Haus kurz nach dem Verkauf abgerissen wurde. Und wie es scheint war es sogar dem Luxemburger Wort einen Artikel wert. Es gab auch einen kleinen politischen Krawall, als der Bagger zuschlug…

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Ich sitze in dem Café Aal Eechternoach von dem ich bereits bei meiner letzten Visite berichtete. Und es kommen Erinnerungen hoch, die so weit weg sind und dann doch so nah. Ich erinnere mich an eine Zeit in der es noch das berühmt berüchtigte Philo’soff‘ gab, in dem ich fast jeden Tag war. Ich erinnere mich an die erste Zeit in der ich überhaupt hin ging, Tee oder Tonic trank und in ein kleines graues Tagebuch per Hand schrieb. Ich erinnere mich an Zeilen der Wehmut und dass alles furchtbar kleinkariert sei und ich mich all diesen Konventionen nicht beugen will. Gebeugt habe ich mich nie, aber meine Jugendjahre war dafür umso schwieriger. Doch wenn ich mich heute betrachte, bin ich froh dass ich mich selbst nie verraten habe und so lebe wie ich es mir damals immer vorgestellt habe. Ein Umstand übrigens um den mich einige beneiden.

Das Philo’soff (2005)

Ich besuchte den A., ein Freund, der einzige den ich wirklich so nennen kann, der noch in der alten Heimat wohnt. Einer der ganz seltenen der mich aus meiner Kindheit kennt, der meine Eltern und meinen Bruder kannte. Es ist fast ein Must, dass ich ihn besuche wenn ich hier bin. Es ging nach Aal Echternoach weiter ins Restaurant Grappe d’Or in den ich schon sehr lange nicht mehr war.  Die Kalbsmedaillons waren köstlich. Und die obligate Crème Brulée durfte nicht fehlen.

Freitag Taschen zu verkaufen

Es gibt ja im Leben bekanntlich Phasen, Abschnitte, Übergänge. Seit ein paar Monaten schon ist bei so eine Übergangsphase die zu ihrem Abschluss kommt. Ich werde mich von meinen Freitag Taschen trennen.

Wer Freitag Taschen kennt weiß, dass sie unverwüstlich sind und jahrelang halten, egal wie rabiat man damit umgeht. Ich habe 3 verschiedene Modelle:

Da wäre zuerst mal das Modell ‚Dragnet‘ in dunkelblau. Sie ist vom Material her etwas glänzender, nimmt aber dafür weniger Schmutz an.

Dann hätte ich noch das Modell ‚Dexter‘ in schwarz und blau.

Und dann noch eine Bürotasche ‚Moss‘ mit gepolstertem Fach fürs Laptop in dezentem mausgrau.

Pro Stück hätte ich gern 20 € dafür. Billiger werdet ihr nie mehr an eine Freitag Tasche mit ‚Geschichte‘ kommen. Hinterlasst mir ein Kommentar auf dem Blog wenn ihr eine davon wollt oder auf Facebook. Gerne könnt diesen Post auf weiterleiten in den diversen sozialen Netzwerken. Die Taschen sind in Luxemburg-Stadt abzuholen und warten sehnsüchtig auf einen neuen Besitzer.

London

Die, die schon etwas länger hier mitlesen, wissen dass ich London mag und mindestens einmal im Jahr versuche herzukommen.
Doch dieses Mal nicht alleine. Ich war mit C. , der zu meiner großen Überraschung London bis dato nicht kannte. Höchste Zeit also das zu ändern.

Tag 1 (Freitag)

Mit einiger Verspätung kamen wir an, weil es Luxemburg schneite und die Startbahn für eine Weile geschlossen werden musste. Somit war der halbe Nachmittag futsch, den ich mit einer Visite in Kensington verplant hatte. Unser Hotel war der Strand Palace den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Wir wanderten also noch ein wenig durch Covent Garden und für jemand der London nicht kennt sind das schon tausend Eindrücke die erst mal verdaut werden müssen. Da ich keinen Tisch im Restaurant NOPI bekommen hatte, gingen wir stattdessen ins Waldorf Hotel essen. Sehr lecker und ausgesprochen günstig für ein Hotel dieser Klasse. Wir planten den drauf folgenden Tag in aller Ruhe und mit einem ganz außergewöhnlichen Highlight.

Tag 2 (Samstag)

Wir starteten den Tag in Kensinghton mit einer Visite von einem mir neuentdeckten Make-up Laden, der wirklich sehr gut sortiert ist. C. wollte unbedingt zu Harrods, das nun echt nicht mein Geschäft ist. Es ist zu groß, zu viel Auswahl und ab einer gewissen Uhrzeit zu viele Menschen die hindurch wandern als ob es ein Museum wäre.  Ich fand aber dort ein Parfüm das ich schon sehr lange nicht benutzt habe und schlug zu…. Nun ja. Anschließend fuhren wir zurück um eines meiner absoluten Lieblingsgeschäfte einzukehren;  Fortum & Mason. Der Laden verführt mich jedes mal zum ungezügelten hemmungslosen Shopping. Am späten Nachmittag gab dann es Tee. Aber nicht irgend wo, sondern im Savoy.

 

War Tee mag, sollte sich das einmal im Leben gönnen. Tee im Savoy mit all den kleinen Sandwiches und Teegebäck und und und… Es ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Und so sah der Tisch aus:

Abends wollte der C. sich dann doch ein Show ansehen und ich sah zu meiner großen Freude nochmal Kinky Boots.

Tag 3 (Sonntag)

Der Himmel war strahlend blau als wir aus dem Hotel kamen um einen großen Sparziergang entlang der Themse zu machen. London zeigen beinhaltet aber auch für mich dass ich versuche neue Dinge zu entdecken. So ging es mit der Tube zur London Bridge, wo seit 2012 das höchste Gebäude Londons steht, The Shard.

Frühstück gab es in einem richtig tollen Laden, nicht weit von Shard, gleich neben dem Borrough Market (der seltsamerweise Sonntags geschlossen ist) der sich The Breakfast Club nennt. Wir mussten eine kleine Weile anstehen bis wir einen Tisch bekamen, aber es hat sich echt gelohnt.

Anschließend ging es dann auf den Shard ins 75. Stockwerk. Der Eintritt verschlug mir fast die Sprache: Satte 31 Pfund pro Kopf. Die beiden Fahrstühle die uns hoch fuhren, rasen mit einen atemberaubenden Tempo. Die Aussicht ist der absolute Wahnsinn.

Wir gingen an der Themse vorbei in Richtung Tate Modern. Kurz vor der Tate Modern befindet sich das Shakespeare Globe Theater. Man kann es besichtigen und es laufen auch Vorstellungen, im Winter allerdings in dem neuen Anbau, dem Wanamaker Theater. Der C. entschloss sich spontan zu fragen ob es noch Karten für die 14:00 Uhr Vorstellung gäbe und es gab tatsächlich welche. Wir bekamen zwei tolle Plätze im Lower Circle für A Winter’s Tale. Der Saal wird übrigens nur von Kerzen beleuchtet, was ein unglaubliche Atmosphäre erzeugt. Folgendes Foto konnte de C. nur machen, als die Platzanweiserin nicht aufpasste.

Ich muss gestehen dass mich das Stück mit Shakespeare versöhnt hat. Ich hatte Angst dass ich nicht mal die Hälfte des Textes verstehen würde, aber ich verstand viel mehr als ich mir zugemutet hatte.  Meine letzten Erfahrungen mit den großen Schriftsteller waren nämlich nicht die Besten. Doch in diesem Stück stimmt wirklich alles. Großartige Schauspieler deren Spiel  so unter die Haut geht, dass man kaum zu atmen wagt. Die drei Stunden vergingen wie im Flug. Abends fuhren wir dann noch in die Brick Lane und speisten aufs köstlichste bei einem der zahlreichen Inder.

Und am Montag Morgen saßen wir im Flieger und es ging zurück. Wie immer viel zu kurz.

Spaß mit Google Translator

Durch eine Freundschaftsanfrage bei Facebook, wurde ich neugierig. Ich erwähnte vor ein paar Tagen einen Pianisten im Blog, jedoch ohne Namensangabe. Er kam in dem Post über das literarische Café vor. Ich nehme an, dass er davon über die Besitzerin des Cafés erfuhr. Aber soweit ich weiß, kann er kein Deutsch.
Und nach allen Schlussfolgerungen und Mutmaßungen, dachte ich mir, dass er  sich vielleicht den Text von Google hat übersetzten lassen. Ich mache das auch dann und wann, damit ich zumindest inhaltlich mehr oder weniger weiß was auf der jeweiligen Seite geschrieben steht, wenn auch mit vielen seltsamen Satzkonstruktionen.
Also tat ich dies mit diesem etwas längeren Post über das Café. Tja,… Google kommt leider mit meinen Texten nicht gut klar. Es ist ziemlich wirr, was da am Ende rauskommt. Bei einem Satz habe ich mich schlicht weggeschrien vor Lachen:

Original:
[…Doch für die ‚üblichen Verdächtigen‘, die sich nur mit Bier volllaufen lassen wollen, ist das eine fremde Welt…]

Übersetztung  Google:
[…Mais pour les suspects habituels, qui veulent être en cours d’exécution complète avec de la bière, qui est un monde étrange …]

Nostalgica 5

Es ist immer noch eines meiner Lieblingslieder und Videos. Vor allem das Video in dem ich immer wieder neue Dinge entdecke.

Und wenn wir schon bei Massive Attack sind (die ich leider verpasst habe, als sie vor wenigen Wochen in Luxemburg waren), dann darf das Lied hier nicht fehlen.

Café littéraire Le Bovary

Vor einigen Wochen noch, so erzählte mir die Besitzerin, kotzten ihr die Gäste vor die Theke und gingen. „Es war nicht einfach am Anfang. Ich war mir nicht sicher ob ich durchhalten würde. Die ersten Tage und Wochen als ich eröffnet hatte, waren grausam. Es kamen Leute ins Café die es nicht mal für nötig hielten zu grüßen. Sie gafften nur nach allen Seiten, bestellten nichts zu trinken und gingen wieder.“

Ich greife der Geschichte vor. Lili heißt die neue Besitzerin vom alten Café ‚Am Duerf ‚ in Weimerskirch, das sie in das Café Littéraire Le Bovary umgetauft hat.  Als Lilly die alte Kneipe zum ersten mal sah, spürte sie, dass hier etwas zu machen sei. Es war ihr Bauchgefühl das ihr sagte, sie solle das die Kneipe übernehmen. Freunde, Bekannte und Familie rieten ihr davon ab. „Was willst du in einer einer Kneipe mitten in einem Vorort vor Luxemburg? Das wird schief gehen!“ Aber Lilly setze sich durch. Im November letzten Jahres eröffnete sie.
Ich hörte über Umwege von dem Café und dass da jemand mit viel Courage in einem Vorort Luxemburgs ein literarisches Café eröffnen möchte. Eine Art von Café die es so in dieser Form in Luxemburg nicht (mehr) gibt.
Dazu muss man eines verstehen. Manche Vororte der Stadt Luxemburg funktionieren wie kleine Dorfgemeinden. Jeder kennt jeden und Fremdlinge müssen sich erst beweisen. Das ging natürlich mit der Formel mit der Lili aufwarten wollte, bei den einheimischen ‚Kurunnemecken‘ in den ersten Wochen gehörig schief. Lili hat im ganzen Café in Schränken und auf Tischen, Bücher verteilt, die von einem angesehenen Buchladen der Stadt zur Verfügung gestellt werden, und zum Verkauf gedacht sind. Doch für die ‚üblichen Verdächtigen‘, die sich nur mit Bier voll laufen lassen wollen, ist das eine fremde Welt…

Zudem werden sich die Innenräume langsam verändern. Lili besucht regelmäßig Flohmärkte und Antiquariate um dem Café einen ganz eigenen persönlichen Touch zu geben.

Ich war am Samstag Abend zum ersten Mal dort. Das Café war gerammelt voll. Meine Nachbarin und Schriftstellerin, die N., die mich davon überzeugt hatte mitzukommen hatte extra am Nachmittag angerufen, damit wir einen Tisch bekommen. Wir mussten, als wir dort ankamen, eine Weile an der Theke Platz nehmen, bevor wir einen Tisch bekamen und etwas Essen bestellen konnten. Von den oben erwähnten Leuten, von denen mir Lilly an dem Abend erzählte, war niemand mehr da.

Ich hatte die beste Bouché à la Reine, die ich seit Jahren gegessen habe.  Der Kaffee wird in richtig tollen altmodischen Tassen serviert.

An dem Abend, als ich dort war, gab es keine Musik aus der Dose. Es war ein Pianist zugegen der Chopin und Co. spielte. Es war ein wunderbarer Abend und ich war nicht zum letzten mal da.

Merken

Proust

Ich habe vor ein paar Tagen im alten Blog herum gestöbert. Ja, das ist immer noch online! Durch einen technischen Fehler kann ich es leider nicht in das hiesige Blog integrieren, sonst hätte ich es längst schon getan. Oder sagen wir, wenn ich technisch etwas bewanderter wäre und nicht gleich bei jedem Hilfe Text von WordPress laut aufstöhnen würde,…

Eine Sache fiel mir ganz besonders auf. Mein Schreibstil hat sich verändert. Tatsache ist, dass ich heute gewaltige Schachtelsätze schreibe, manchmal ohne Punkt und Komma. Wenn ich die Posts dann nochmal überlese, wird mir selber schwindelig. Woran das liegt weiß ich nicht. Es ist so, als ob ich tief Lust hole und versuche in einem Satz alles zu sagen was zu sagen ist. Wie Marcel Proust. Ich will aber nicht Proust sein! Dabei gefallen mir meine alten Texte wesentlich besser, als die von heute.

Ich schreibe, seit 2004 ein Blog. Ich habe es nie zu einem thematisierten Blog gemacht, das irgendwelche journalistischen Ansprüche für sich erhebt. Es ging weitestgehend immer um meine Person, was ich erlebe, was sich um mich herum bewegt und was mich selbst bewegt, im Prinzip ein Online Tagebuch.

Die wenigsten meiner anfänglichen Mitstreiter die ein Blog aus den gleichen Gründen betrieben, schreiben heute noch und wenn, dann weitaus weniger als früher.

Und manchmal, so wie jetzt, frage ich mich ob ich nicht eine aussterbende Art bin. Ich gebe mir zwar die größtmögliche Mühe um Schritt zu halten mit all den neuen Netzwerken, doch kann und will ich nicht mehr alles mitmachen.

Ich habe ein Blog, ein Twitter Konto und eine Facebook Seite.  Aus beruflichen Gründen habe ich ein LinkedIn Account, ein Pinterest Konto, eine Dropbox, und ein Doodle Konto.  Ach ja, ein Skype Konto habe ich auch, verwende es aber kaum. Ich habe KEIN Instagram, Snapchat, Periscope und, und, und…

Ich hatte mal ein ICQ Konto. Das ist schon soooo lange her, dass es schon fast ein Legende ist. ICQ war ein Chat Programm. (heute sagt man ja App) Es hatte einen sehr nervigen ‚Oh-Oooo‘ Ton für eingehende Nachrichten, der mich wahnsinnig machte. Hinzu kam eine Einstellung die bewirkte dass jeder Buchstaben Anschlag sich anhörte als ob man auf einer alten manuellen Schreibmaschine  schreiben würde. Die Return Taste war ein Klingelsound. (Es gibt ICQ übrigens immer noch)

Und nach längerer Überlegung ob ich diesen Post überhaupt hochladen soll, komme ich zur Schlussfolgerung dass das hier, Schreiben gegen das Vergessen ist. Und das ist gut so. Es lebe Proust!

Die Geschichte des L.

Wenn ich heute die Geschichte des L. erzähle, dann muss gleich vorrausschicken, dass es  im Ablauf ein paar Dinge gibt, die ich mir bis heute nicht erklären kann. Und doch ist sie so passiert wie ich sie hier erzähle, selbst wenn Manches unwahrscheinlich erscheint. Doch war es erst heute morgen dass mir die dazugehörige Geschichte meiner Mutter wieder einfiel.

Es war vor ungefähr 14 Jahren, ich war schon lange aus dem elterlichen Hause ausgezogen. Es war Anfang Sommer. Es klingelte an der Haustür meiner Mutter. Es muss so gegen sieben Uhr abends gewesen sein. Meine Mutter öffnete und vor ihr stand ein kleiner Junge mit seinem Fahrrad und verheulten Augen. Er hätte mit einer Gruppe anderer Kinder eine Fahrradtour gemacht und er wäre nicht schnell genug gewesen mit dem Rad. Er hätte dir Gruppe verloren und wüsste nicht wo er sei, und …und… Große Tränen liefen über sein Gesicht. Meine Mutter, nahm ihn mit in die Stube, beruhigte ihn und gab ihm erst mal ein Glas Milch. Er war völlig außer sich. Als er sich beruhigt hatte, erzählte er dass er schon den ganzen Tag unterwegs wäre. Meine Mutter machte ihm ein Butterbrot.

Wie er denn hieße und wo er wohne, fragte sie ihn. Er hieße L. und er wohne in F. Meine Mutter war etwas erstaunt denn F. liegt in Deutschland eine gute halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Sie fragte ihn nach der Telefonnummer und rief bei ihm zu hause an.  Seine Mutter war noch gar nicht beunruhigt, da die Fahrradgruppe auch noch nicht zurück sei. Doch sie sagte sie würde gleich ins Auto steigen und ihn abholen.

Als sie ankam erlebte meine Mutter ein Frau die heilfroh war, ihren Sohn wieder zu haben und zugleich eine recht wütende Frau, die schimpfte und schallt auf die Scout Gruppe und ihre Verantwortlichen die ihren Sohn L. einfach vergessen hatten.

Als der L. das Fahrrad in das Auto geladen hatte, rannte er noch einmal zur Haustür drückte meine Mutter ganz fest und rannte zurück zum Auto.

So erzählte meine Mutter mir ein paar Tage später die Geschichte. Ich war selbst nicht da als es passierte. Eine Woche später erhielt meine Mutter ein Brief von dem L. Er hatte ein Bild für sie gemalt und groß die Buchstaben DANKE darauf geschrieben. Meine Mutter hatte das Bild lange in einer Schublade.

Und jetzt kommt der Teil der mir unheimlich vorkommt.

Es war vor ein paar Wochen .
Ich saß in der Weinbar meines Vertrauens als mich ein junger Mann ansprach.
Er hieße L.
Ob ich Joël sei.
Ja, der wäre ich.
Er hätte mich gleich erkannt.
Er sprach perfektes Hochdeutsch. Er wohne im Ruhrgebiet, doch hätte er als kleiner Junge mit seinen Eltern für ein paar Jahre in F. gewohnt. Es wäre zum ersten mal nach über zehn Jahren dass er wieder hier in der Gegend sei.
Nun muss ich dazu sagen dass ich mit dem Ort F. lediglich eine alte Freundin verbinde, die dort aufgewachsen ist und die ich damals in einer benachbarten Dorfdisco kennenlernte. Sonst ist mir der Ort weitgehend unbekannt.

Der L. fragte mich nach meine Mutter und wie es ihr ginge.
Ich war inzwischen etwas perplex, denn ich nahm zuerst an dass er mich über meine Arbeit kenne oder weil ich schon mehrfach mein Gesicht ins Fernsehen hielt. Doch dies schien nicht der Fall zu sein.
Ich erzählte ihm dass meine Mutter vor drei Jahren gestorben sei. Der L. sackte regelrecht in sich zusammen. Er hätte sie so gern einmal wiedergesehen. Er wollte sich noch einmal bei ihr bedanken dass sie ihm damals geholfen hätte. Es wäre eine der wenigen schönen Erinnerungen die er an die Zeit in F. hat. Sonst könnte er sich nicht an viel erinnern. Er erzählte mir dass er sich damals mit dem Fahrrad verfahren hätte und lange am Waldrand gesessen und geheult hätte.
Mir kam diese ganze Begegnung recht unheimlich vor da ich den L. nicht kannte und mir die Geschichte des Jungen mit dem Fahrrad erst heute wieder einfiel. Ich schaute demonstrativ auf die Uhr sagte ihm dass ich jetzt los müsste, da die ganze Situation etwas unangenehm war und ich sie beenden wollte. Er bedankte sich für das Gespräch und verschwand.

Woher kannte der L. mich????

Nostalgica 3

Der erste große Hit der Simple Minds. Ich fand bei Netflix vor ein paar tagen den Kultfilm The Breakfast Club mit dem das Lied bekannt wurde. Wer den Film nicht kennt ist selber schuld und sollte das schleunigst nachholen.

Hail, Ceasar !

Wer, wenn nicht die Coen Brüder, sind heute noch im Stande einen großen Hollywoodfilm zu machen mit allen großen Hollywoodstars und das nicht nur für die Hauptrollen, sondern auch für alle kleinen Nebenrollen? Wer die letzten Tage nichts von der Berlinale mitbekommen hat und wie schwer dieses Mal der rote Teppich unter all den Hollywoodstars ächzten musste, angefangen bei der diesjährigen Präsidentin der Jury, Merryl Streep, ist selber schuld oder hört weder Radio noch sieht er fern.

Es kommt nicht oft vor dass ich einen Film am liebsten sofort und jetzt gleich sehen will, aber bei diesem musste es einfach sein. Heute lief er in Luxemburg an. Und ich kam begeistert wieder raus. Ein großes Hommage an die Filme der fünfziger Jahre mit sehr viel Humor und vielen kleinen Seitenhieben an die damalige Filmindustrie, und für jemand wie ich, der bereits auf einigen Filmsets mitgearbeitet hat, ist es ein ganz besonderer Spaß.

Wer, wenn nicht die Coen Brüder erlauben es einem George Clooney ein Römerkostüm durch den ganzen Film hinweg zu tragen, den Doofi vom Dienst zu spielen und dabei auch noch total glaubhaft zu sein? Wer, wenn nicht Scarlett Johannsen darf eine Esther Williams spielen mit einem ungezügelten, ordinären Mundwerk und dabei noch mega sexy aussehen? Wer wenn nicht Channing Tatum (den ich nie leiden mochte aber jetzt bei mir ein paar Punkte mehr hat) steppt und singt sich durch eine klassische Musical Hollywoodnummer als ob er nie etwas anderes getan hätte? Ganz besonders bei seiner Schussszene mit dem U-Boot habe ich mich weggeschrien vor Lachen.  Wer, wenn nicht Ralph Fiennes bringt es hin einen verkniffenen Regisseur zu spielen der mit einem minderbemittelten Jungstar nicht zurecht kommt?

Der Superheld im Film aber ist Josh Brolin, der als Mr. Mannix die Strippen im Studio zieht und dafür sorgt dass keiner aus der Reihe tanzt und wenn, alles wieder so hinbiegt dass daraus kein Skandal entsteht. Für mich der eigentliche Star aus dem Film.

Hach, alle Rollen sind derartig groß und toll besetzt, dass eine wahre Freude ist.

Dabei überlege ich gerade, ob ich mir den Film nicht ein zweites mal ansehen soll und all die kleinen Feinheiten noch besser mitzubekommen…

 

 

Nostalgica 1

Ich weiss nicht warum, aber der Post gestern katapultierte mich musikalisch um einige Jahrzehnte zurück. Und ich dachte daran wie mir der Y. vor kurzem sagte, dass wir in unserer Jugend tolle Musik hatten und heute wären da nur noch Justin Biber, Miley Cyrus und Rihanna…

Also dachte ich, dass ich mal wieder ein lose Serie anfange mit Songs aus meiner Jugend die mir damals wie heute etwas bedeuten.

Heute ein Klassiker den ich immer noch sehr mag den man aber kaum noch hört.
Real Gone Kid – Deacon Blue

Ein Tag in Bildern

Der Glücksklee blüht und gedeiht. Strahlend blauer Himmel. Eigentlich sollte ich zu hause bleiben und Papierkram erledigen. Aber das lassen wir jetzt mal und machen uns auf zu einem Spaziergang.

Der Weg führte mich wie schon so oft durch das Pertustal, von dem ich immer noch begeistert bin. Eine Naturoase mitten in der Stadt. Weitab von jeglichem Trubel und doch ist man mittendrin.

Die Petrus steht nicht mehr so hoch wie vor einigen Tagen.

Selbst wenn kein Baum und kein Strauch Blätter trägt, was für gewöhnlich immer etwas trostlos aussieht, ist es doch irgendwie wunderschön. Die Wege wurden ein paar Stunden davor frisch geputzt. Ich hielt Ausschau nach Frühblühern, fand aber keine. Vielleicht ist es hier unten im Tal wirklich noch etwas zu früh.

Mein Schatten.

Jetzt da die Bäume keine Blätter haben sieht man beide Brücken. 2017 soll der Pont Adolphe wieder geöffnet und die blaue Brücke abgebaut werden.

Die Brücke von der anderen Seite. Ich fragte mich, als ich sie fotografierte was wohl mit der gewaltigen Plane geschieht wenn sie wieder Instand gesetzt ist. Ist es das das gleiche Material aus den Lastwagenplanen gefertigt werden? Wenn ja, hätte ich eine tolle Idee dafür. Warum keine Schultertaschen davon anfertigen? Die beiden riesigen Planen würde bestimmt ein paar hundert Stück hergeben. Ich wäre der Erste der eine kaufen würde. Es wäre ein tolles Designerstück und in limitierter Stückzahl. Ich sollte mich mal mit der Bürgermeisterin unterhalten …

Und noch ein Gebäude das man im Sommer nicht sieht. Der Turm der Sparkasse.

Nach dem Petrustal kommt das Grund Viertel. Dort stieg ich in den Aufzug der mich wieder zur Oberstadt führte und ging durch die rue du St. Esprit. Dabei entstand dieses Foto. Licht und Schatten. Das Licht so hell als ob das Gebäude im Hintergrund brennen würde.

Der Abschluss war bei Nathalie Bonn im Chocolate House. Dem Stück Torte konnte ich nicht widerstehen.

Im oberen Stockwerk war eine neue Ausstellung zu sehen von … mit Portraits bekannter Persönlichkeiten, die mich an die Pop Art  Bilder von Andy Warhol erinnerten.

***

Später am Abend bekam ich Besuch. Ein Freund der gerade von einem Krankenhausbesuch kam und sehr bald einen Toten zu beklagen hat, kam vorbei und ließ seinen Tränen freien Lauf.  Noch später am Abend hörte ich von Everything but the girl – I don’t want to talk about it, ein Lied das ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört hatte. Einige Textzeilen daraus passen zu ihm und seiner Situation wie die Faust aufs Auge.

 

The X-Files 2016

Ich kann mich waage daran erinnern, dass David Duchovny einmal sagte, er wolle nieeee wieder X-Files drehen….nun ja.

Hier sind sie wieder. Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson)

Ich war früher mal ein großer Fan der Serie und „I wanted to belive…sooo much“. Irgendwann ging sie mir jedoch gewaltig auf die Nerven, da ich bei all den Handlungssträngen nicht mehr durchblickte. Der Kinofilm war glaube ich das letzte was ich von der Serie sah und danach war Schluss. Irgendwann ebbte auch die Mode der Verschwörungstheorien ab (worauf die Serie ja komplett aufgebaut ist) und der Erfolg schwand dahin.

Doch Nostalgie, vor allem Alien Nostalgie ist was schönes. Und so ging die Serie nach 13 Jahren Stillstand mit der 10 Staffel, Anfang des Jahres in den Staaten wieder auf Sendung.

Jetzt, da ich gestern die erste Folge sah, war es als ob sich nie etwas geändert hätte. Man erkennt die Handschrift des Erfinders David Carter sofort. Die Dialoge sind noch immer genau so bedeutungsschwanger und voller Pathos, wie vor 13 Jahren. David Duchovny ist in Würde gealtert, während Gillian Anderson das nur geringfügig tut. Sie  ist geliftet, gebotoxt und trägt eine Perücke. Seit HD Fernsehen sieht man den Tüll der Perücke nur allzu deutlich, egal wie perfekt sie sitzt. (Sorry, Berufskrankheit)

Ich werde mir wahrscheinlich noch ein paar Folgen anschauen aber dran bleiben werde ich nicht. Das was die Serie vor 13 Jahren so nervig machte, der bereits erwähnte bedeutungsschwangere Pathos, ist immer noch da. Eine gewisse Leichtigkeit und Ironie hätte der Serie vielleicht ganz gut getan, aber so….nee.

Zum Valentinstag

Da ich heute frei habe, dachte ich sollte mir einen schönen Tag machen mit einem gemütlichen Essen im Restaurant. Doch als ich auf den Kalender sah, fand ich es besser nicht zu gehen. Umgeben von knutschenden Pärchen…

Und somit erkläre ich den heutigen Tag zum Pärchenallergie Tag.

Annett Louisan, bitte:

 

Unwetter

Ich musste raus, trotz des Unwetters, das eigentlich dazu einlädt lesend auf dem Sofa oder im Bett rumzuliegen. Dabei fielen mir zwei Sachen auf.

Das Rinnsal Petrus hat sich inzwischen in einen reißenden Strom verwandelt. Ich möchte keinem raten dort hinein zu fallen, denn er ist, wenn auch immer noch klein, extrem gefährlich. Ich habe schon so einige Schauergeschichten gehört von Menschen die fast nicht mehr herauskamen.

Und hier stimmt auch was nicht…

Und noch Einer

…der für immer geht. Ich mochte Roger Willemsen sehr. Ich hörte ihm gerne zu wenn er über Gott und die Welt und überhaupt über alles mögliche redete. Vor Jahren schenkte mit der C. ein Buch von ihm; der Knacks, in dem ich zum ersten Mal die Brüche und Knackse in meinem Leben verstand und was sie mit mir angestellt haben.

Tschüss Roger, du wirst mir sehr fehlen…

Sonntage

Irgendwie sind die Sonntage immer besonders. Es kommt auch ab und an vor, dass ich arbeiten muss, aber meistens habe ich frei.

Letzten Sonntag zum Beispiel war ein Treffen von Blogger_lu angesagt in dem mittlerweile kultigen Café, Bouneweger Stuff, das Sonntags ein Brunch anbietet. Wir saßen geschlagene 1:15 Stunde am Tisch bevor das Essen kam, weil es ein Teller Service ist und kein Buffet. Irgendwann schlug ich vor dass alle ein negative Kritik in unsere Blogs schreiben sollten. Am Ende bekamen wir alle die Getränke aufs Haus und zahlten nur die Speisen.
Aber hallo, so gerade nochmal die Kurve gekriegt, Bouneweger Stuff, was?

Das auf den Tellern war äußerst lecker, reichlich und nicht zu teuer. Für Luxemburg schon fast günstig.

Hier ein kleine Fotoauswahl dessen was ich und andere auf den Tellern hatten

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Diesen Sonntag beschloss ich auf Nummer sicher zu gehen und besuchte seit ewigen Zeiten mal wieder das Oro e Argento. Das Restaurant befindet sich im Sofitel auf Kirchberg und ist ein sehr gehobenes italienisches Restaurant, das sich seit seiner Eröffnung nie verändert hat. Ich war zum ersten mal dort vor über 10 Jahren zusammen mit einer guten Freundin. Es ist einer der Orte an denen man sich sofort wohl und sicher fühlt, an denen einem nichts schlimmes passieren kann. Es war ein herrliches Mittagessen, das ich mit allen Sinnen genoss, damals wie auch heute. Die Speisen habe ich nicht abgelichtet, weil ich schlichtweg nicht daran gedacht habe. Jedesmal wenn ich dort bin vergeht die Zeit wie im Flug und nach einem Besuch in der Havanna Lounge kommt man unter vier Stunden nie dort weg. Wer das Sofitel noch nie von innen gesehen hat, sollte dies unbedingt einmal tun, denn die Architektur ist es wert dass man sie sich einmal ansieht.

Das Oro e Argento von innen

 

Nach kurzer Denkpause, „Ach, schau an!“

Mir fällt zu Beiträgen wie diesen echt keine gute Überschrift ein.

„Aus den Netz“, „Aufgelesen“, „Anderweitig ist es auch schön“, habe ich schon hundertmal gelesen. Nun ja… Dabei, fällt mir gerade auf, dass „Ach, schau an!“ (der vorvorige Post) nicht so verkehrt ist.

WTF should I do with my life?, ist eine interessante Seite für die, die nichts mit sich anzufangen wissen. Auf mich bezogen, stellt sich die Frage grundsätzlich nicht, doch plagen mich auch bisweilen Zweifel, immer dann, wenn es finanziell grad nicht wie geschmiert läuft. Wenn die Antwort nicht befriedigend ausfällt, klickt man auf Hell,no! und der nächste Vorschlag erscheint.

Geschichten hinter den Kulissen

Die freien Samstagmorgende verbringe ich meistens im Netz und lese meiner RSS Timeline hinterher. Dabei fand ein Video bei  Hollywood Reporter in der Timothy Spall eine sehr lustige Geschichte aus den Kulissen des Theaters erzählt. „This is so british, my dear.“