Freitag Taschen zu verkaufen

Es gibt ja im Leben bekanntlich Phasen, Abschnitte, Übergänge. Seit ein paar Monaten schon ist bei so eine Übergangsphase die zu ihrem Abschluss kommt. Ich werde mich von meinen Freitag Taschen trennen.

Wer Freitag Taschen kennt weiß, dass sie unverwüstlich sind und jahrelang halten, egal wie rabiat man damit umgeht. Ich habe 3 verschiedene Modelle:

Da wäre zuerst mal das Modell ‚Dragnet‘ in dunkelblau. Sie ist vom Material her etwas glänzender, nimmt aber dafür weniger Schmutz an.

Dann hätte ich noch das Modell ‚Dexter‘ in schwarz und blau.

Und dann noch eine Bürotasche ‚Moss‘ mit gepolstertem Fach fürs Laptop in dezentem mausgrau.

Pro Stück hätte ich gern 20 € dafür. Billiger werdet ihr nie mehr an eine Freitag Tasche mit ‚Geschichte‘ kommen. Hinterlasst mir ein Kommentar auf dem Blog wenn ihr eine davon wollt oder auf Facebook. Gerne könnt diesen Post auf weiterleiten in den diversen sozialen Netzwerken. Die Taschen sind in Luxemburg-Stadt abzuholen und warten sehnsüchtig auf einen neuen Besitzer.

London

Die, die schon etwas länger hier mitlesen, wissen dass ich London mag und mindestens einmal im Jahr versuche herzukommen.
Doch dieses Mal nicht alleine. Ich war mit C. , der zu meiner großen Überraschung London bis dato nicht kannte. Höchste Zeit also das zu ändern.

Tag 1 (Freitag)

Mit einiger Verspätung kamen wir an, weil es Luxemburg schneite und die Startbahn für eine Weile geschlossen werden musste. Somit war der halbe Nachmittag futsch, den ich mit einer Visite in Kensington verplant hatte. Unser Hotel war der Strand Palace den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Wir wanderten also noch ein wenig durch Covent Garden und für jemand der London nicht kennt sind das schon tausend Eindrücke die erst mal verdaut werden müssen. Da ich keinen Tisch im Restaurant NOPI bekommen hatte, gingen wir stattdessen ins Waldorf Hotel essen. Sehr lecker und ausgesprochen günstig für ein Hotel dieser Klasse. Wir planten den drauf folgenden Tag in aller Ruhe und mit einem ganz außergewöhnlichen Highlight.

Tag 2 (Samstag)

Wir starteten den Tag in Kensinghton mit einer Visite von einem mir neuentdeckten Make-up Laden, der wirklich sehr gut sortiert ist. C. wollte unbedingt zu Harrods, das nun echt nicht mein Geschäft ist. Es ist zu groß, zu viel Auswahl und ab einer gewissen Uhrzeit zu viele Menschen die hindurch wandern als ob es ein Museum wäre.  Ich fand aber dort ein Parfüm das ich schon sehr lange nicht benutzt habe und schlug zu…. Nun ja. Anschließend fuhren wir zurück um eines meiner absoluten Lieblingsgeschäfte einzukehren;  Fortum & Mason. Der Laden verführt mich jedes mal zum ungezügelten hemmungslosen Shopping. Am späten Nachmittag gab dann es Tee. Aber nicht irgend wo, sondern im Savoy.

 

War Tee mag, sollte sich das einmal im Leben gönnen. Tee im Savoy mit all den kleinen Sandwiches und Teegebäck und und und… Es ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Und so sah der Tisch aus:

Abends wollte der C. sich dann doch ein Show ansehen und ich sah zu meiner großen Freude nochmal Kinky Boots.

Tag 3 (Sonntag)

Der Himmel war strahlend blau als wir aus dem Hotel kamen um einen großen Sparziergang entlang der Themse zu machen. London zeigen beinhaltet aber auch für mich dass ich versuche neue Dinge zu entdecken. So ging es mit der Tube zur London Bridge, wo seit 2012 das höchste Gebäude Londons steht, The Shard.

Frühstück gab es in einem richtig tollen Laden, nicht weit von Shard, gleich neben dem Borrough Market (der seltsamerweise Sonntags geschlossen ist) der sich The Breakfast Club nennt. Wir mussten eine kleine Weile anstehen bis wir einen Tisch bekamen, aber es hat sich echt gelohnt.

Anschließend ging es dann auf den Shard ins 75. Stockwerk. Der Eintritt verschlug mir fast die Sprache: Satte 31 Pfund pro Kopf. Die beiden Fahrstühle die uns hoch fuhren, rasen mit einen atemberaubenden Tempo. Die Aussicht ist der absolute Wahnsinn.

Wir gingen an der Themse vorbei in Richtung Tate Modern. Kurz vor der Tate Modern befindet sich das Shakespeare Globe Theater. Man kann es besichtigen und es laufen auch Vorstellungen, im Winter allerdings in dem neuen Anbau, dem Wanamaker Theater. Der C. entschloss sich spontan zu fragen ob es noch Karten für die 14:00 Uhr Vorstellung gäbe und es gab tatsächlich welche. Wir bekamen zwei tolle Plätze im Lower Circle für A Winter’s Tale. Der Saal wird übrigens nur von Kerzen beleuchtet, was ein unglaubliche Atmosphäre erzeugt. Folgendes Foto konnte de C. nur machen, als die Platzanweiserin nicht aufpasste.

Ich muss gestehen dass mich das Stück mit Shakespeare versöhnt hat. Ich hatte Angst dass ich nicht mal die Hälfte des Textes verstehen würde, aber ich verstand viel mehr als ich mir zugemutet hatte.  Meine letzten Erfahrungen mit den großen Schriftsteller waren nämlich nicht die Besten. Doch in diesem Stück stimmt wirklich alles. Großartige Schauspieler deren Spiel  so unter die Haut geht, dass man kaum zu atmen wagt. Die drei Stunden vergingen wie im Flug. Abends fuhren wir dann noch in die Brick Lane und speisten aufs köstlichste bei einem der zahlreichen Inder.

Und am Montag Morgen saßen wir im Flieger und es ging zurück. Wie immer viel zu kurz.

Spaß mit Google Translator

Durch eine Freundschaftsanfrage bei Facebook, wurde ich neugierig. Ich erwähnte vor ein paar Tagen einen Pianisten im Blog, jedoch ohne Namensangabe. Er kam in dem Post über das literarische Café vor. Ich nehme an, dass er davon über die Besitzerin des Cafés erfuhr. Aber soweit ich weiß, kann er kein Deutsch.
Und nach allen Schlussfolgerungen und Mutmaßungen, dachte ich mir, dass er  sich vielleicht den Text von Google hat übersetzten lassen. Ich mache das auch dann und wann, damit ich zumindest inhaltlich mehr oder weniger weiß was auf der jeweiligen Seite geschrieben steht, wenn auch mit vielen seltsamen Satzkonstruktionen.
Also tat ich dies mit diesem etwas längeren Post über das Café. Tja,… Google kommt leider mit meinen Texten nicht gut klar. Es ist ziemlich wirr, was da am Ende rauskommt. Bei einem Satz habe ich mich schlicht weggeschrien vor Lachen:

Original:
[…Doch für die ‚üblichen Verdächtigen‘, die sich nur mit Bier volllaufen lassen wollen, ist das eine fremde Welt…]

Übersetztung  Google:
[…Mais pour les suspects habituels, qui veulent être en cours d’exécution complète avec de la bière, qui est un monde étrange …]

Nostalgica 5

Es ist immer noch eines meiner Lieblingslieder und Videos. Vor allem das Video in dem ich immer wieder neue Dinge entdecke.

Und wenn wir schon bei Massive Attack sind (die ich leider verpasst habe, als sie vor wenigen Wochen in Luxemburg waren), dann darf das Lied hier nicht fehlen.

Café littéraire Le Bovary

Vor einigen Wochen noch, so erzählte mir die Besitzerin, kotzten ihr die Gäste vor die Theke und gingen. „Es war nicht einfach am Anfang. Ich war mir nicht sicher ob ich durchhalten würde. Die ersten Tage und Wochen als ich eröffnet hatte, waren grausam. Es kamen Leute ins Café die es nicht mal für nötig hielten zu grüßen. Sie gafften nur nach allen Seiten, bestellten nichts zu trinken und gingen wieder.“

Ich greife der Geschichte vor. Lili heißt die neue Besitzerin vom alten Café ‚Am Duerf ‚ in Weimerskirch, das sie in das Café Littéraire Le Bovary umgetauft hat.  Als Lilly die alte Kneipe zum ersten mal sah, spürte sie, dass hier etwas zu machen sei. Es war ihr Bauchgefühl das ihr sagte, sie solle das die Kneipe übernehmen. Freunde, Bekannte und Familie rieten ihr davon ab. „Was willst du in einer einer Kneipe mitten in einem Vorort vor Luxemburg? Das wird schief gehen!“ Aber Lilly setze sich durch. Im November letzten Jahres eröffnete sie.
Ich hörte über Umwege von dem Café und dass da jemand mit viel Courage in einem Vorort Luxemburgs ein literarisches Café eröffnen möchte. Eine Art von Café die es so in dieser Form in Luxemburg nicht (mehr) gibt.
Dazu muss man eines verstehen. Manche Vororte der Stadt Luxemburg funktionieren wie kleine Dorfgemeinden. Jeder kennt jeden und Fremdlinge müssen sich erst beweisen. Das ging natürlich mit der Formel mit der Lili aufwarten wollte, bei den einheimischen ‚Kurunnemecken‘ in den ersten Wochen gehörig schief. Lili hat im ganzen Café in Schränken und auf Tischen, Bücher verteilt, die von einem angesehenen Buchladen der Stadt zur Verfügung gestellt werden, und zum Verkauf gedacht sind. Doch für die ‚üblichen Verdächtigen‘, die sich nur mit Bier voll laufen lassen wollen, ist das eine fremde Welt…

Zudem werden sich die Innenräume langsam verändern. Lili besucht regelmäßig Flohmärkte und Antiquariate um dem Café einen ganz eigenen persönlichen Touch zu geben.

Ich war am Samstag Abend zum ersten Mal dort. Das Café war gerammelt voll. Meine Nachbarin und Schriftstellerin, die N., die mich davon überzeugt hatte mitzukommen hatte extra am Nachmittag angerufen, damit wir einen Tisch bekommen. Wir mussten, als wir dort ankamen, eine Weile an der Theke Platz nehmen, bevor wir einen Tisch bekamen und etwas Essen bestellen konnten. Von den oben erwähnten Leuten, von denen mir Lilly an dem Abend erzählte, war niemand mehr da.

Ich hatte die beste Bouché à la Reine, die ich seit Jahren gegessen habe.  Der Kaffee wird in richtig tollen altmodischen Tassen serviert.

An dem Abend, als ich dort war, gab es keine Musik aus der Dose. Es war ein Pianist zugegen der Chopin und Co. spielte. Es war ein wunderbarer Abend und ich war nicht zum letzten mal da.

Merken

Die Geschichte des L.

Wenn ich heute die Geschichte des L. erzähle, dann muss gleich vorrausschicken, dass es  im Ablauf ein paar Dinge gibt, die ich mir bis heute nicht erklären kann. Und doch ist sie so passiert wie ich sie hier erzähle, selbst wenn Manches unwahrscheinlich erscheint. Doch war es erst heute morgen dass mir die dazugehörige Geschichte meiner Mutter wieder einfiel.

Es war vor ungefähr 14 Jahren, ich war schon lange aus dem elterlichen Hause ausgezogen. Es war Anfang Sommer. Es klingelte an der Haustür meiner Mutter. Es muss so gegen sieben Uhr abends gewesen sein. Meine Mutter öffnete und vor ihr stand ein kleiner Junge mit seinem Fahrrad und verheulten Augen. Er hätte mit einer Gruppe anderer Kinder eine Fahrradtour gemacht und er wäre nicht schnell genug gewesen mit dem Rad. Er hätte dir Gruppe verloren und wüsste nicht wo er sei, und …und… Große Tränen liefen über sein Gesicht. Meine Mutter, nahm ihn mit in die Stube, beruhigte ihn und gab ihm erst mal ein Glas Milch. Er war völlig außer sich. Als er sich beruhigt hatte, erzählte er dass er schon den ganzen Tag unterwegs wäre. Meine Mutter machte ihm ein Butterbrot.

Wie er denn hieße und wo er wohne, fragte sie ihn. Er hieße L. und er wohne in F. Meine Mutter war etwas erstaunt denn F. liegt in Deutschland eine gute halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Sie fragte ihn nach der Telefonnummer und rief bei ihm zu hause an.  Seine Mutter war noch gar nicht beunruhigt, da die Fahrradgruppe auch noch nicht zurück sei. Doch sie sagte sie würde gleich ins Auto steigen und ihn abholen.

Als sie ankam erlebte meine Mutter ein Frau die heilfroh war, ihren Sohn wieder zu haben und zugleich eine recht wütende Frau, die schimpfte und schallt auf die Scout Gruppe und ihre Verantwortlichen die ihren Sohn L. einfach vergessen hatten.

Als der L. das Fahrrad in das Auto geladen hatte, rannte er noch einmal zur Haustür drückte meine Mutter ganz fest und rannte zurück zum Auto.

So erzählte meine Mutter mir ein paar Tage später die Geschichte. Ich war selbst nicht da als es passierte. Eine Woche später erhielt meine Mutter ein Brief von dem L. Er hatte ein Bild für sie gemalt und groß die Buchstaben DANKE darauf geschrieben. Meine Mutter hatte das Bild lange in einer Schublade.

Und jetzt kommt der Teil der mir unheimlich vorkommt.

Es war vor ein paar Wochen .
Ich saß in der Weinbar meines Vertrauens als mich ein junger Mann ansprach.
Er hieße L.
Ob ich Joël sei.
Ja, der wäre ich.
Er hätte mich gleich erkannt.
Er sprach perfektes Hochdeutsch. Er wohne im Ruhrgebiet, doch hätte er als kleiner Junge mit seinen Eltern für ein paar Jahre in F. gewohnt. Es wäre zum ersten mal nach über zehn Jahren dass er wieder hier in der Gegend sei.
Nun muss ich dazu sagen dass ich mit dem Ort F. lediglich eine alte Freundin verbinde, die dort aufgewachsen ist und die ich damals in einer benachbarten Dorfdisco kennenlernte. Sonst ist mir der Ort weitgehend unbekannt.

Der L. fragte mich nach meine Mutter und wie es ihr ginge.
Ich war inzwischen etwas perplex, denn ich nahm zuerst an dass er mich über meine Arbeit kenne oder weil ich schon mehrfach mein Gesicht ins Fernsehen hielt. Doch dies schien nicht der Fall zu sein.
Ich erzählte ihm dass meine Mutter vor drei Jahren gestorben sei. Der L. sackte regelrecht in sich zusammen. Er hätte sie so gern einmal wiedergesehen. Er wollte sich noch einmal bei ihr bedanken dass sie ihm damals geholfen hätte. Es wäre eine der wenigen schönen Erinnerungen die er an die Zeit in F. hat. Sonst könnte er sich nicht an viel erinnern. Er erzählte mir dass er sich damals mit dem Fahrrad verfahren hätte und lange am Waldrand gesessen und geheult hätte.
Mir kam diese ganze Begegnung recht unheimlich vor da ich den L. nicht kannte und mir die Geschichte des Jungen mit dem Fahrrad erst heute wieder einfiel. Ich schaute demonstrativ auf die Uhr sagte ihm dass ich jetzt los müsste, da die ganze Situation etwas unangenehm war und ich sie beenden wollte. Er bedankte sich für das Gespräch und verschwand.

Woher kannte der L. mich????

Nostalgica 3

Der erste große Hit der Simple Minds. Ich fand bei Netflix vor ein paar tagen den Kultfilm The Breakfast Club mit dem das Lied bekannt wurde. Wer den Film nicht kennt ist selber schuld und sollte das schleunigst nachholen.

Hail, Ceasar !

Wer, wenn nicht die Coen Brüder, sind heute noch im Stande einen großen Hollywoodfilm zu machen mit allen großen Hollywoodstars und das nicht nur für die Hauptrollen, sondern auch für alle kleinen Nebenrollen? Wer die letzten Tage nichts von der Berlinale mitbekommen hat und wie schwer dieses Mal der rote Teppich unter all den Hollywoodstars ächzten musste, angefangen bei der diesjährigen Präsidentin der Jury, Merryl Streep, ist selber schuld oder hört weder Radio noch sieht er fern.

Es kommt nicht oft vor dass ich einen Film am liebsten sofort und jetzt gleich sehen will, aber bei diesem musste es einfach sein. Heute lief er in Luxemburg an. Und ich kam begeistert wieder raus. Ein großes Hommage an die Filme der fünfziger Jahre mit sehr viel Humor und vielen kleinen Seitenhieben an die damalige Filmindustrie, und für jemand wie ich, der bereits auf einigen Filmsets mitgearbeitet hat, ist es ein ganz besonderer Spaß.

Wer, wenn nicht die Coen Brüder erlauben es einem George Clooney ein Römerkostüm durch den ganzen Film hinweg zu tragen, den Doofi vom Dienst zu spielen und dabei auch noch total glaubhaft zu sein? Wer, wenn nicht Scarlett Johannsen darf eine Esther Williams spielen mit einem ungezügelten, ordinären Mundwerk und dabei noch mega sexy aussehen? Wer wenn nicht Channing Tatum (den ich nie leiden mochte aber jetzt bei mir ein paar Punkte mehr hat) steppt und singt sich durch eine klassische Musical Hollywoodnummer als ob er nie etwas anderes getan hätte? Ganz besonders bei seiner Schussszene mit dem U-Boot habe ich mich weggeschrien vor Lachen.  Wer, wenn nicht Ralph Fiennes bringt es hin einen verkniffenen Regisseur zu spielen der mit einem minderbemittelten Jungstar nicht zurecht kommt?

Der Superheld im Film aber ist Josh Brolin, der als Mr. Mannix die Strippen im Studio zieht und dafür sorgt dass keiner aus der Reihe tanzt und wenn, alles wieder so hinbiegt dass daraus kein Skandal entsteht. Für mich der eigentliche Star aus dem Film.

Hach, alle Rollen sind derartig groß und toll besetzt, dass eine wahre Freude ist.

Dabei überlege ich gerade, ob ich mir den Film nicht ein zweites mal ansehen soll und all die kleinen Feinheiten noch besser mitzubekommen…

 

 

Nostalgica 1

Ich weiss nicht warum, aber der Post gestern katapultierte mich musikalisch um einige Jahrzehnte zurück. Und ich dachte daran wie mir der Y. vor kurzem sagte, dass wir in unserer Jugend tolle Musik hatten und heute wären da nur noch Justin Biber, Miley Cyrus und Rihanna…

Also dachte ich, dass ich mal wieder ein lose Serie anfange mit Songs aus meiner Jugend die mir damals wie heute etwas bedeuten.

Heute ein Klassiker den ich immer noch sehr mag den man aber kaum noch hört.
Real Gone Kid – Deacon Blue

Ein Tag in Bildern

Der Glücksklee blüht und gedeiht. Strahlend blauer Himmel. Eigentlich sollte ich zu hause bleiben und Papierkram erledigen. Aber das lassen wir jetzt mal und machen uns auf zu einem Spaziergang.

Der Weg führte mich wie schon so oft durch das Pertustal, von dem ich immer noch begeistert bin. Eine Naturoase mitten in der Stadt. Weitab von jeglichem Trubel und doch ist man mittendrin.

Die Petrus steht nicht mehr so hoch wie vor einigen Tagen.

Selbst wenn kein Baum und kein Strauch Blätter trägt, was für gewöhnlich immer etwas trostlos aussieht, ist es doch irgendwie wunderschön. Die Wege wurden ein paar Stunden davor frisch geputzt. Ich hielt Ausschau nach Frühblühern, fand aber keine. Vielleicht ist es hier unten im Tal wirklich noch etwas zu früh.

Mein Schatten.

Jetzt da die Bäume keine Blätter haben sieht man beide Brücken. 2017 soll der Pont Adolphe wieder geöffnet und die blaue Brücke abgebaut werden.

Die Brücke von der anderen Seite. Ich fragte mich, als ich sie fotografierte was wohl mit der gewaltigen Plane geschieht wenn sie wieder Instand gesetzt ist. Ist es das das gleiche Material aus den Lastwagenplanen gefertigt werden? Wenn ja, hätte ich eine tolle Idee dafür. Warum keine Schultertaschen davon anfertigen? Die beiden riesigen Planen würde bestimmt ein paar hundert Stück hergeben. Ich wäre der Erste der eine kaufen würde. Es wäre ein tolles Designerstück und in limitierter Stückzahl. Ich sollte mich mal mit der Bürgermeisterin unterhalten …

Und noch ein Gebäude das man im Sommer nicht sieht. Der Turm der Sparkasse.

Nach dem Petrustal kommt das Grund Viertel. Dort stieg ich in den Aufzug der mich wieder zur Oberstadt führte und ging durch die rue du St. Esprit. Dabei entstand dieses Foto. Licht und Schatten. Das Licht so hell als ob das Gebäude im Hintergrund brennen würde.

Der Abschluss war bei Nathalie Bonn im Chocolate House. Dem Stück Torte konnte ich nicht widerstehen.

Im oberen Stockwerk war eine neue Ausstellung zu sehen von … mit Portraits bekannter Persönlichkeiten, die mich an die Pop Art  Bilder von Andy Warhol erinnerten.

***

Später am Abend bekam ich Besuch. Ein Freund der gerade von einem Krankenhausbesuch kam und sehr bald einen Toten zu beklagen hat, kam vorbei und ließ seinen Tränen freien Lauf.  Noch später am Abend hörte ich von Everything but the girl – I don’t want to talk about it, ein Lied das ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört hatte. Einige Textzeilen daraus passen zu ihm und seiner Situation wie die Faust aufs Auge.

 

The X-Files 2016

Ich kann mich waage daran erinnern, dass David Duchovny einmal sagte, er wolle nieeee wieder X-Files drehen….nun ja.

Hier sind sie wieder. Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson)

Ich war früher mal ein großer Fan der Serie und „I wanted to belive…sooo much“. Irgendwann ging sie mir jedoch gewaltig auf die Nerven, da ich bei all den Handlungssträngen nicht mehr durchblickte. Der Kinofilm war glaube ich das letzte was ich von der Serie sah und danach war Schluss. Irgendwann ebbte auch die Mode der Verschwörungstheorien ab (worauf die Serie ja komplett aufgebaut ist) und der Erfolg schwand dahin.

Doch Nostalgie, vor allem Alien Nostalgie ist was schönes. Und so ging die Serie nach 13 Jahren Stillstand mit der 10 Staffel, Anfang des Jahres in den Staaten wieder auf Sendung.

Jetzt, da ich gestern die erste Folge sah, war es als ob sich nie etwas geändert hätte. Man erkennt die Handschrift des Erfinders David Carter sofort. Die Dialoge sind noch immer genau so bedeutungsschwanger und voller Pathos, wie vor 13 Jahren. David Duchovny ist in Würde gealtert, während Gillian Anderson das nur geringfügig tut. Sie  ist geliftet, gebotoxt und trägt eine Perücke. Seit HD Fernsehen sieht man den Tüll der Perücke nur allzu deutlich, egal wie perfekt sie sitzt. (Sorry, Berufskrankheit)

Ich werde mir wahrscheinlich noch ein paar Folgen anschauen aber dran bleiben werde ich nicht. Das was die Serie vor 13 Jahren so nervig machte, der bereits erwähnte bedeutungsschwangere Pathos, ist immer noch da. Eine gewisse Leichtigkeit und Ironie hätte der Serie vielleicht ganz gut getan, aber so….nee.

Zum Valentinstag

Da ich heute frei habe, dachte ich sollte mir einen schönen Tag machen mit einem gemütlichen Essen im Restaurant. Doch als ich auf den Kalender sah, fand ich es besser nicht zu gehen. Umgeben von knutschenden Pärchen…

Und somit erkläre ich den heutigen Tag zum Pärchenallergie Tag.

Annett Louisan, bitte:

 

Unwetter

Ich musste raus, trotz des Unwetters, das eigentlich dazu einlädt lesend auf dem Sofa oder im Bett rumzuliegen. Dabei fielen mir zwei Sachen auf.

Das Rinnsal Petrus hat sich inzwischen in einen reißenden Strom verwandelt. Ich möchte keinem raten dort hinein zu fallen, denn er ist, wenn auch immer noch klein, extrem gefährlich. Ich habe schon so einige Schauergeschichten gehört von Menschen die fast nicht mehr herauskamen.

Und hier stimmt auch was nicht…

Und noch Einer

…der für immer geht. Ich mochte Roger Willemsen sehr. Ich hörte ihm gerne zu wenn er über Gott und die Welt und überhaupt über alles mögliche redete. Vor Jahren schenkte mit der C. ein Buch von ihm; der Knacks, in dem ich zum ersten Mal die Brüche und Knackse in meinem Leben verstand und was sie mit mir angestellt haben.

Tschüss Roger, du wirst mir sehr fehlen…

Sonntage

Irgendwie sind die Sonntage immer besonders. Es kommt auch ab und an vor, dass ich arbeiten muss, aber meistens habe ich frei.

Letzten Sonntag zum Beispiel war ein Treffen von Blogger_lu angesagt in dem mittlerweile kultigen Café, Bouneweger Stuff, das Sonntags ein Brunch anbietet. Wir saßen geschlagene 1:15 Stunde am Tisch bevor das Essen kam, weil es ein Teller Service ist und kein Buffet. Irgendwann schlug ich vor dass alle ein negative Kritik in unsere Blogs schreiben sollten. Am Ende bekamen wir alle die Getränke aufs Haus und zahlten nur die Speisen.
Aber hallo, so gerade nochmal die Kurve gekriegt, Bouneweger Stuff, was?

Das auf den Tellern war äußerst lecker, reichlich und nicht zu teuer. Für Luxemburg schon fast günstig.

Hier ein kleine Fotoauswahl dessen was ich und andere auf den Tellern hatten

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Diesen Sonntag beschloss ich auf Nummer sicher zu gehen und besuchte seit ewigen Zeiten mal wieder das Oro e Argento. Das Restaurant befindet sich im Sofitel auf Kirchberg und ist ein sehr gehobenes italienisches Restaurant, das sich seit seiner Eröffnung nie verändert hat. Ich war zum ersten mal dort vor über 10 Jahren zusammen mit einer guten Freundin. Es ist einer der Orte an denen man sich sofort wohl und sicher fühlt, an denen einem nichts schlimmes passieren kann. Es war ein herrliches Mittagessen, das ich mit allen Sinnen genoss, damals wie auch heute. Die Speisen habe ich nicht abgelichtet, weil ich schlichtweg nicht daran gedacht habe. Jedesmal wenn ich dort bin vergeht die Zeit wie im Flug und nach einem Besuch in der Havanna Lounge kommt man unter vier Stunden nie dort weg. Wer das Sofitel noch nie von innen gesehen hat, sollte dies unbedingt einmal tun, denn die Architektur ist es wert dass man sie sich einmal ansieht.

Das Oro e Argento von innen

 

Nach kurzer Denkpause, „Ach, schau an!“

Mir fällt zu Beiträgen wie diesen echt keine gute Überschrift ein.

„Aus den Netz“, „Aufgelesen“, „Anderweitig ist es auch schön“, habe ich schon hundertmal gelesen. Nun ja… Dabei, fällt mir gerade auf, dass „Ach, schau an!“ (der vorvorige Post) nicht so verkehrt ist.

WTF should I do with my life?, ist eine interessante Seite für die, die nichts mit sich anzufangen wissen. Auf mich bezogen, stellt sich die Frage grundsätzlich nicht, doch plagen mich auch bisweilen Zweifel, immer dann, wenn es finanziell grad nicht wie geschmiert läuft. Wenn die Antwort nicht befriedigend ausfällt, klickt man auf Hell,no! und der nächste Vorschlag erscheint.

Geschichten hinter den Kulissen

Die freien Samstagmorgende verbringe ich meistens im Netz und lese meiner RSS Timeline hinterher. Dabei fand ein Video bei  Hollywood Reporter in der Timothy Spall eine sehr lustige Geschichte aus den Kulissen des Theaters erzählt. „This is so british, my dear.“

 

Everything Is Coming Up Roses

Langsam reicht es. Wie oft muss ich hier noch Tote beklagen? Er verstarb am 26 Januar.

Unter seinem richtigen Namen Colin Vearncombe kennt ihn kaum einer. Sein Künstlername war Black und er hatte in den 80er Jahren ein paar große Hits. Sein größter Hit war Wonderful Life, von ich heute morgen im Radio eine nicht besonders gute Coverversion hörte. Es war aber nicht ein Lieblingssong von ihm. Ich mochte Everything Is Coming Up Roses lieber.

14 Fragen

Da die letzten Tage sogenannte white noise Tage waren (also Tage die nichts wirklich Erwähnenswertes hervorbrachten) und ich trotzdem Lust zu Bloggen hatte, habe ich mir 14 Fragen gemopst bei Anke Gröner, die sie wiederum von jemand anders hat.

1. Wie hast Du Deinen ersten Korb erlebt? (receiving)

Meinen ersten richtigen Korb von Angesicht zu Angesicht war ziemlich schmerzhaft da schon eine mehrmonatige Liebschaft damit verbunden war.

2. Wie hast Du Deinen ersten Korb erlebt? (giving)

Habe ich per Brief erledigt. Und obwohl ich mir schäbig dabei vorkam, gab es keine andere Möglichkeit, da von der anderen Seite total Funkstille herrschte. Kein Anruf, nichts. Wie der Korb am Ende eingeschlagen hat weiß ich nicht. Die Funkstille hält bis heute an.

3. Wenn Du nochmal zurück könntest, worum würdest Du Deine erste Grundschullehrerin (m/w) bitten?

Oh je, ich bin meiner ersten Grundschullehrerin vor noch gar nicht so langer Zeit begegnet. Sie ist alt und zitterig geworden. Doch weiß sie noch immer wer ich bin und dass ich bei ihr im ersten Schuljahr war. Wenn ich sie etwas um etwas bitten würde, dann wären das all die Kinderlieder die wir bei ihr gelernt haben. Manchmal schwirren davon so kleine Fetzen in meinem Kopf herum aber ganz zusammen bekomme ich sie nicht mehr.

4. Zahnseide oder Munddusche?

Weder noch. Ich benutze diese kleinen Mini Bürsten für die Zahnzwischenräume.

5. Notlüge oder bittere Wahrheit?

Das ist Tagesformabhäning und wie wütend oder betreten ich bin.

6. Hütchenspiel oder Skat?

Wenn es denn unbedingt sein muss, dann Hütchenspiel, Skat kann ich nicht.

7. Musical oder Oper?

Wenn ich es mir ansehe, beides. Wenn ich dafür arbeite tendiere ich eher zu Musical, weil es Opern gibt die ich musikalisch kaum ertrage. Musical geht aber hinter der Bühne immer.

8. Nachschlag oder Nachtisch?

Nachtisch, MIT Nachschlag. 🙂

9. Wenn Du eine Sache an Deinem Körper ändern könntest, welche wäre das?

Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken ein paar Falten im Gesicht wegmachen zu lassen… Falten die Schwerkraft geschuldet sind ich die vor zehn Jahren noch nicht hatte.

10. Wenn Du eine Sache an Deinem Charakter ändern könntest, welche wäre das?

Ich bin durchaus ein geduldiger Mensch, doch gibt es gewisse Situationen bei denen ich jegliche Contenance verliere kann. Warten auf einer Tankstelle z.B. macht mich schier wahnsinnig. Noch schlimmer wird es, wenn im Tankladen eine Schlange vor der Kasse steht und jemand vor mir, Millionen an Zigaretten kauft und alles einzeln bezahlt weil er Einzelrechnungen haben muss. Da würde ich am liebsten manchmal abhauen und nicht zahlen. Wochenendtage im großen Supermärkten versuche ich auch so weit wie möglich zu meiden, weil ich sonst die Leute wüst anpöble.

11. Wenn Dir ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglichen würde, Dich – anstatt zu arbeiten – einer Aufgabe zu widmen – welche wäre das?

Davon mal abgesehen, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen das Unwort des Jahrzehnts ist und die Arbeit dadurch noch mehr entwertet als sie es eh schon ist, würde ich wahrscheinlich anfangen mehr und intensiver zu schreiben.

12. Deine größte irrationale Angst ist …?

Naturkatastrophen, Feuersbrünste, Krieg…

13. Gibt es einen Film, den Du immer wieder gucken kannst?

Es gibt mehrere. Cabaret gehört zu meinen ältesten Favoriten.

14. Wie stehst Du zu Deinen Füßen?

Ein Fußfetisch habe ich nicht. Meine sind, glaube ich, ganz okay und solange ich darauf stehen kann ohne dass sie schmerzen oder ich mir keine Blasen gelaufen habe, ist alles soweit in Ordnung.

 

Dumm statt Böse

„Ich denke mir“, erläuterte Miss Marple,….“dass viele Leute weder gut noch böse sind, sondern schlicht und einfach sehr dumm.“
Agatha Christie / Der Dinstagabend-Club in Das große Miss-Marple-Buch

Genau in diesen Sinne fand ich heute die neuste Kolumne von Sascha Lobo auf SpOn und musste bei jedem Satz so heftig mit dem Kopf nicken dass es fast wie Headbanging aussah.

]…Was sich an Schwachsinn in die sozialen Medien ergießt, ist mittlerweile nicht mehr auszuhalten. Oft scheint es, als sei es gar nicht Hass, sondern vor allem Dummheit, die sich da Bahn bricht…[

]…Wer etwa drei Minuten die begeistert-empörten Kommentare auf der Facebook-Seite studiert, muss Pegida nicht als politische Bewegung, sondern als Phänomen der schieren Dummheit begreifen…[

Darum lese ich zum Beispiel nie die Kommentare zu einschlägigen Nachrichten. NIE! Das gehört sich so.

Glücksklee Update

Ich hatte die Knollen als kleines Toi Toi Geschenk zur Premiere bekommen. Ich hatte sie abgelichtet als ich sie eingepflanzt hatte und auch einmal zwischendurch als sich im Topf etwas zu bewegen begann.

Jetzt sieht er so aus. die Blätter sind noch etwas spärlich aber erfreulicherweise hat er auch Blüten.

Die Geschichte des J.

Ich lernte den J. Mitte der Achtziger kennen, als ich meine Lehre als Friseur begann. Der Laden war recht groß mit neun Friseuren und  vier Auszubildenden. Solche großen Läden gibt es heute kaum noch. Es war einer renommiertesten Salons in Luxemburg, der fast nur die sogenannten oberen 10.000 bediente. Ich habe späterhin nie wieder in einem Laden gearbeitet, bei dem es eine Kundschaft gab, die jeden Tag kam nur um sich auffrisieren zu lassen. Es waren 4-5 Frauen die jeden Morgen im gleichen Stuhl saßen, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

J. war einer der Gesellen, der am längsten dort arbeitete. Besonders beliebt war er nicht weil er nebst der Chefin der einzige war der die Kasse machen durfte und bildete sich schwer etwas darauf ein.  Dabei war der schlechteste aller Friseure im Laden und bediente zum größten Teil nur alte Damen, denn auf den neuesten Trend verstand er sich nicht. Gehasst war vor allem von den Azubis da er uns herumkommandierte als seien wir Putzmägde. Doch Lehrjahre sind bekanntlich keine Jubeljahre und unter ihm waren sie noch ein bisschen schlimmer.
Dar J. hatte keine Freundin, lebte bei seiner verwitweten Mutter und hatte damals (er war Anfang 30) keinen Führerschein. Er trat immer auf wie ein Gutsherr, doch war er alles andere als das. Er trank damals schon nicht wenig, kam aber nie besoffen zur Arbeit, kaute aber regelmäßig viel Kaugummi.

Als ich nach drei Jahren meine Lehre beendete, war er immer noch da und sollte auch dort bleiben bis die Chefin des Betriebes in Rente ging und der Salon endgültig geschlossen wurde.

Da J. aber noch nicht alt genug war um selbst in Rente zu gehen, musste er wohl weiterarbeiten. Ich fragte mich manchmal,  wo er untergekommen sei. Ich begegnete ihm manchmal selbst am Sonntagen wenn er herum spazierte. Ich versuchte, die Höflichkeit gebot es, Hallo zu sagen, suchte seinen Blick, aber er sah durch mich hindurch. Ob er mich nicht erkannte oder nicht erkennen wollte, weiß ich nicht. Ich begegnete ab und zu alten Kollegen aus der Zeit aber niemand wusste etwas über ihn.

Gestern sah ich die Chefin des Friseurladens wieder. Ich fragte sie nach J.
„Oh, meinte sie, ich sehe du bist nicht auf dem letzten Stand. J. hat sich vor über einem Jahr das Leben genommen. Er sprang von der Corniche. Er hatte eine Stelle in einem anderen Salon gefunden. Und es schien auch gut zu klappen. Er hatte seine eigene Kundschaft… Dann eines Tages kam er morgens nicht zur Arbeit. Irgendwann gegen Mittag erreichte ihn die Chefin des neuen Landes dann doch. ‚Wie, meinte diese, du lebst noch?‘ ‚Ja, sagte er, aber nicht mehr lange. Man hat mich aus der Wohnung geschmissen.‘ und legte den Hörer auf. Einige Stunden später rief dann die Polizei an und sagte dass er sich das Leben genommen hätte. Er hatte seit Jahren keine Miete mehr bezahlt. Er lebte seit Monaten ohne Strom und Wasser. Sein Briefkasten quoll über. Er öffnete weder Rechnungen noch Mahnungen. Er hatte eine Unmenge Schulden. Ich weiß nicht was in ihn gefahren ist.“

HDR Fotos

Als ich heute Picasa durchwühlte, weil ich ein ganz bestimmtes Foto suchte, fielen mir diese Fotos auf. Ganz weit hinten versteckt in einem Ordner der schlicht ‚Back-Up‘ hieß und den ich, seitdem ich in Luxemburg City wohne noch nie geöffnet habe. Und dann vielen mir Fotos auf die alle das gleiche Motiv hatten aber verschiedenen Belichtungen. „Ach, dachte ich, DA sind die!“ Ich hatte diese Fotos in einem Sommer eigens für eine Serie von HDR Fotos gemacht die ich noch zusammen setzen wollte, es aber nie getan hatte. Ich mochte schon immer dieses Surreale was man damit erzielen kann. Inzwischen kann jedes iPhone HDR Fotos machen, aber man kann die dann nicht so sehr bearbeiten wie ich jetzt mit Photomatix.

Nun, hier sind sie:

Das hier war an einem heißen Sommertag in Trier, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Ich habe es absichtlich sehr hoch in Farben gezogen. Es sollte schon so aussehen wie eine alte nachcolorierte Postkarte.

Diese Treppe ist, aber sicher bin ich mir da auch nicht mehr, auf Troosknäppchen in Echternach. Es ist schon so lange dass ich die gemacht habe…

Diese Fachwerkhäuser stehen in Quedlinburg. Ich besuchte damals mit einer Freundin deren Mutter in Magdeburg und wir machten einen Tagesausflug nach dorthin.

Das muss auch in Trier gewesen sein aber sicher bin ich mir da nicht.

Dieses Foto hat schon Seltenheitswert. Wenn man heute auf der gleichen Terrasse sitzen würde, wäre die Sicht ein völlig andere. Es wurde in Echternach in der Fußgängerzone gemacht. Das Hotel Aigle Noir gibt es nicht mehr. Die Terrasse ganz rechts ist auch weg.

Ich sollte neue HDR Fotos machen, das Stativ hab ich ja noch.