Ich schlief wie ein Murmeltier. Wenn etwas wirklich zu meiner absoluten Zufriedenheit klappt die letzten Tage, dann schlafen. Ich werde auch schnell müde.
Ich hatte beschlossen, je nach Gefühlslage, dass ich den Termin beim Friseur absage. Gegen 11:00 war ich aber soweit hergestellt dass ich wahrnahm.
Da das Wetter einigermaßen stabil war, beschloss ich, anschließend in die Stadt zu gehen. Ein paar Ravioli mir Linsen und Guanciale in der Casa Gabriele:
Wieder daheim fühlte ich mich halb erfroren und legte mich sofort wieder in Bett und schlief nochmal volle zwei Stunden.
Im Theater war es brechend voll und ich sah viele Menschen, die ich meistens nur im Theater sehe. Es lief jedoch alles glatt.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine Stimme am Abend langsam versagte. Das war seltsam, denn das war in den letzten zwei Wochen gar nicht der Fall.
Ich machte beizeiten Schluss und kroch sehr bald unter die Daunendecke.
***
Wegen ihrem neuen Film( den ich mir morgen ansehe) war Tilda bei Stephen Colbert zu Gast.
Sie spricht auch über den hervorragenden Film Twack! 😉 Und weil es da ein zweites Video gibt und ich von Tilda eh nicht genug haben kann, bitte schön, danke, gerne:
Ich hatte heute um 11:00 den allerletzten Kontrolltermin beim Zahnarzt meines langjährigen Vertrauens. Ende Januar geht er in Rente. Ich ging hin seit dem ich in dem Ort gearbeitet hatte in meinem früheren Leben als Friseur. Das war Ende der 80er.
Es kommt eine Gemeinschafspraxis hin, deren Hauptsitz in der Hauptstadt ist und bei der ich immer wieder einen anderen Zahnarzt haben werde. Will ich das? Ich glaube nicht. Ein Zahnarzt ist für mich eine Vertrauensperson und ich will da nicht alle Nase lang jemand anders der mir im Mund rumwühlt. Ich werde mich also auf die Suche begeben müssen. Ein paar Adressen habe ich schon. Ich habe jedoch schon mal in weiser Voraussicht einen Termin bei den neuen Ärzten in einem halben Jahr. Kann ja sein dass sie doch was taugen…
Ich fuhr von dort aus in die Alte Heimat, die inzwischen in von vorn bis hinten eine Baustelle ist und sich seltsam anfühlt. So wie es aussieht, wollen sie dort ein Einbahnstraßen System einführen, von dem ich bezweifle dass es die Verkehrslage verbessern wird. Ich brauchte ewig um durch zu kommen. Nun ja. Ich wollte eigentlich nach Irrel in einen deutschen Supermarkt. Das tat ich dann auch. In Irrel selbst hatte dann auch so mein Problem. Ich fuhr durch das Dorf und erkannte manches nicht wieder. Es gibt dort immer noch eine seltsame Umgehung die seit gefühlten 20 Jahren besteht und der Dorfkern ist davon ausgeschlossen.
Ich fand jedoch alles was ich suchte und fuhr zurück. Inzwischen hatte es wieder zu schneien angefangen.
Wieder daheim legte ich mich kurz hin, auch wenn ich so halbwegs wieder hergestellt bin, fit geht anders.
Ich sah mir eine Talkrunde an:
Die Roundtables vom Hollywoodreporter werden von vielen anderen imitiert, kommen aber nicht das Original heran. Ich hätte mir diese Runde nicht angeshen, wenn nicht meine Lieblingsschauspilerin dabei gewesen wäre, Tilda Swinton, von der Ende dieser Woche ein neuer Film hier anläuft unter der Regie von Pedro Almodovar.
Im Theater ging alles seinen gewohnten Gang.
Ich hatte Hunger auf Chinesisch, auch wenn ich noch nicht alles schmecke. Ich bestellte einen Tisch im Räiskär.
In den Empfehlungen stand ein Gericht, das ich noch nie auf einer chinesischen Karte gesehen hatte. Hühnchen mit Maronen.
Ich schmecke ja noch immer nicht alles, es kommt jedoch langsam wieder, aber das hier war sehr interessant, auch vom Beißen her.
Und dann wär da noch eine Tagesfrage:
Was ist deine Mission?
Wenn ich das Wort Mission nachschlage steht bei Wikipedia folgendes:
Mission (lateinisch missio „Sendung, Auftrag“) steht für:
Auftrag, allgemein eine Aufforderung zu einer bestimmten Handlung
Großprojekt bemannter oder unbemannter Raumfahrt, die Raumfahrtmission
Mit irgendeiner internationalen Auftraggebung habe ich nichts zu tun und Missionieren im religiösen Sinn ist mir höchst zuwider. Wenn, dann würde ich gegen religiöses Missionieren missionieren.
Am Morgen schickte die D. ein Bild von St.Jean vom Strand, als ob es gemalt worden wäre.
Ging es den ganzen Tag wie es jemandem geht der sich nicht fit fühlt. Ich machte einen Versuch zu Wochenmarkt zu gehen, der aber genau do ausgedünnt war, wie am Samstag.
Das Renert war aber geöffnet und hatte Wildschweinragout auf dem Menü. Ich blieb dort. Schmecken tat ich jedoch nicht sehr viel. Ich mochte zum ersten mal den Rotkohl, den er mir sonst immer zu säuerlich macht. Jetzt war er genau richtig.
Am Nachmittag machte ich eine Nasenhöhlenspülung, die mich hoffen ließ dass da noch was ist, denn für ein kurzen Moment roch ich wieder.
Am späten Nachmittag dann:
Schnee, der aber nicht lange blieb, denn es wurde wieder wärmer und es fing an zu regnen.
Später dann:
Im Theater in der Vorhalle.
Und das wars auch schon. Ich lag beizeiten in den Federn, denn morgen früh hab ich ein Kontrolltermin für die Beisserchen.
Es hinkt und hackt. Insgesamt fühlte ich mich körperlich einigermaßen wohl, mit Ausnahme einer Chose. Seit der Erkältung, die ich mir in in St.Jean zuzog, (wahrscheinlich aber schon ein paar Tage früher hatte) ist mein Geruchssinn weg. Es ging ja zum Teil mit einer kräftigen Nasennebenhöhlenentzündung einher, die nach ein paar Tagen verschwunden war, aber der Geruchssinn kam nicht wieder.
Die Tasse Kaffee am Morgen, roch am Montag nach gar nichts, am Dienstag dann roch sie leicht nach Gemüsebrühe. Auch mit dem Kochen ist das so ein Ding. Ich würze alles weil ich es so gewohnt bin, aber letztendlich merke ich nichts davon. Um wenigstens einen Geschmack zu haben ist mein Pfefferverbrauch enorm gestiegen.
Dabei war ich vor wenigen Wochen nich so stolz auf mich gewesen, dass ich brav alle meine Vitamine nehme und meine Abwehrkräfte genug geboostert sind. Aber es hat wahrscheinlich eh nichts damit zu tun.
Nun ja…
Ich werde wohl die versprochene Kochrunde nächste Woche ausfallen lassen. Denn so aus dem Handgelenk heraus, ohne dass ich etwas abschmecken kann, mute ich niemandem meine Kochkünste zu.
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Kommen wir zu kurzen Tagesberichterstattung vom Montag. Es war sehr stürmisch hier. Ich sollte Besuch bekommen, der aber krankheitsbedingt kurzfristig absagte. Es war mir recht, denn so toll fühlte ich mich auch nicht, dass ich in der Lage gewesen wäre, jemand zu bespaßen.
Auf Arte lief am Abend eine schöne Doku über Neuseeland über die Fjorde und Regenwälder. Es gab zwei Orte die ich kannte. Queenstown und Milford Sound. Vor allem bei Milford bekam ich ein wenig feuchte Augen. Das ist für mich einer der schönsten Ecken der Welt die ich je gesehen habe. In der Doku sah ich dann auch die Straße die nach Milford Sound führt, von der man mir damals erzählt hatte, aber befahren habe ich sie nicht. Wie ich dorthin kam, könnt ihr hier lesen.
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Den Dienstag fühlte ich mich keinen Deut besser. Ich blieb häuslich. Ich schlief viel und war zu nichts nutze.
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Eine kleine Doku möchte aber empfehlen. Ich hatte vor einer Weile im Blog alle meine Parfums beschrieben. Unter den Düften befindet sich auch ein (imzwischen zwei) Düfte vom „Schneider des Papstes“ Filippo Sorcinelli.
Über das Wetter zu berichten, käme einer knackigen Zusammenfassung der Todesanzeigen der Zeitung gleich. Also lassen wir das.
Springen wir gleich zu dem Moment als ich am Nachmittag ins Kino ging.
Vingt Dieux
Vingt Dieux ist eigentlich ein Fluch, wie so viele Flüche, die vom christlichen Glauben kommen, wie Himmel Skara oder auf luxemburgisch Nonditjö.
Der deutschte Titel das Films“ Könige des Sommes“ passt zwar irgendwie, sagt aber etwas völlig anderes aus.
Der 18-jährige Totone verbringt seine Freizeit mit dem Biertrinken und Herumhängen mit seinen Freunden. Doch dann wird er plötzlich gezwungen, sich um seine siebenjährige Schwester zu kümmern und seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Er beschließt, Käse zu produzieren und setzt sich das Ziel, den besten Comté der ganzen Region herzustellen. Denn dem Gewinner dieses Titels winkt ein hohes Preisgeld.
So die kurze offizielle Zusammenfassung. Der Film wurde im Jura gedreht, ausschließlich mit Laiendarstellern. Es gibt nicht ein bekanntes Gesicht. Das macht ihn ein wenig holperig und doch er ist sehenswert. Was vor allem sehr gut rüberkommt ist die Stimmung dieser dünn besiedelten Region und wie die Realität und das Schicksal zuschlagen kann. Der Film war die Überraschung auf den Filmfestspielen in Cannes.
Der Film erinnerte mich auch ein wenig an meine Jungend, da ich ja auch in der tiefsten Wildnis auf dem Lang groß wurde.
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Am Abend schaute ich mir ein Film mit einem Schwein an Arte an. Die haben zur Zeit sehr viele Filme mit Maggie Smith in ihrer Mediathek.
Ich fühlte mich immer noch wackelig und machte am Nachmittag recht langsam.
Für den Abend hatte ich eine Einladung zum Bear Afterwork. Ich war lange unschlüssig ob ich gehen sollte, aber letztendlich ging ich dann doch. Ich sollte es nicht bereuen, denn es wurde ein lustiger Abend.
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Den Samstag fing ich mit einer feuchteisigen Runde auf dem Markt an, die ich aber sehr fix beendete, weil ich den Markt noch nie ausgedünnter an Ständen gesehen habe. Mit der A. und einer Nachbarin gab es einen schnellen Kaffee in der Piazza, weil das Renert wegen Renovierungsarbeiten in der Küche geschlossen hatte.
Wieder daheim wurschtelte ich herum und war unschlüssig was ich tun sollte. Das Wetter war so gar nicht einladend noch mal eine Runde draußen zu drehen. Im Kino lief auch nichts was mich beflügelte, aber dafür fand ich einen Film für morgen Nachmittag, den die D. mit wärmstens empfohlen hatte.
Am Morgen gab es noch einen Kaffee im Chistera und kurz nach Mittag war es auch schon an der Zeit den Zug zu nehmen für die lange Fahrt zurück.
Unterwegs hörte ich, da meine Laune nicht die Beste war, erstmal Musik. Ich hatte mich bereits gestern mit einer ‚alten Liebe‘ beschäftigt, die da Erasure hieß. Ich war neugierig ob es sie noch gibt. Oh ja, und sie produzieren immer noch. Und von Erasure zu Vince Clarke, zu Alyson Moyet ist es nicht weit. Und ja, es gibt auch sie immer noch. Ich hörte ich ihr erstes Soloalbum Alf, einmal ganz durch. Es kamen Bilder und sehr altvertraute Emotionen zurück, diese undefinierbare Sehsucht nach Dingen von der ich damals selbst nicht richtig wusste auf was diese Sehnsucht ausgerichtet war… Bevor ich zu melancholisch wurde, schaute ich in den Hörbüchern nach, was passen könnte. Ich sah dass ich noch zwei Stunden von Vicky Baums ‚Vor Rehen wird gewarnt‘ zu hören hatte und hörte das zu Ende. Ich hatte das Buch schon ein paarmal erwähnt. Sehr große Empfehlung von mir.
In Paris dann ging alles wie am Schnürchen. Raus aus dem Zug und hinunter zur Taxistelle an der eine Schlange stand, die sich aber fix auflöste. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass ich zu spät dran sei, doch mein Taxifahrer fuhr kleine Umwege und in knapp 25 Minuten war ich einmal quer durch Paris an der Gare de l’Est. Es blieb reichlich Zeit für ein Kaffee und ein Sandwich.
Und dann ging es noch einmal für zwei Stunden durch die Nacht und kurz vor 22:00 war ich dann da.
In Luxemburg war es a….kalt. Die A. wollte mich abholen, dachte aber aus irgendeinem Grund ich wäre geflogen, statt zuggefahren. Es dauerte seltsam lange bis ich sie anrief und sie schon fast am Flughafen war. Alles ging glatt, ich musste nur ein klein wenig länger warten.
Daheim ging es ziemlich schnell in die Horizontale.
Der erste Tag des Jahres war eher ruhiger Natur. Ich war noch immer nicht ganz wiederhergestellt und ich tat besser daran nicjt ganz so sehr aufzudrehen. Zum herrschten am Morgen 0 Grad.
Gegen Mittag jedoch zogen wir los in die Bar de la Balaine an die auch ein kleiner Austern und Meeresfrüchteverkäufer angeschlossen ist. In der prallen Sonne aßen wir ein Portion Austern und Bulots (Wellhornschnecken)
Und das war schon alles was es zu berichten gibt.
Am Abend aßen wir das war ich gestern beim Feinkosthändler aus Halles gekauft hatte.
Es geht mir besser aber so ganz hergestellt bin ich noch nicht.
Am Morgen machte ich eine kurze Runde über dem Markt, der proppenvoll war. Ich kaufte ein bisschen was für nächstes Jahr, während die D. anderweitig beschäftigt war.
Es war sehr kalt und feucht und ich hielt es nicht lange draußen aus. Zudem wollte ich nicht den Teufel beschwören damit die Erkältung noch einmal von vorne startet.
Da wir eh nichts weiter für den Tag geplant hatten als am Abend im Instincts zu feiern und das Wetter überhaupt nicht einladend zum spazieren war, beschloss ich mir gleich zwei Filme anzusehen. Den ersten sah ich auf Empfehlung der D., die ihn schon gesehen hatte.
Oh, Cananda, gefiel mir gut. Interessant war vor allem die Machart die Paul Schrader gewählt hatte mit vielen Rückblicken, die sich überschneiden und manchmal auch widersprechen, den Zuschauer aber nie in die Irre führen. Mir einem genialen Richard Gere, der am Anfang so schrecklich aussieht, dass ich einen Moment brauchte um ihn wiederzukennen. Und dann die wunderbare Überraschung in Form von Uma Thurman, die ich sehr sehr lange nicht mehr auf der großen Leinwand gesehen hatte. Ich würde mir wünschen sie würde wieder mehr drehen.
Der zweite Film wurde im Rahmen Serie ‚Séance de rattrapage‘ gezeigt, in der Filme, die erst vor kurzem gezeigt wurden und schon aus dem Programm raus sind, noch einmal wiederholt werden, damit man sie nachholen kann.
Das kostbarste aller Güter ist ein Zeichentrick der dieses Jahr in Cannes lief. Was vom Trailer her sich wenig rührselig anfühlt, ist alles andere als das. Während des Zweiten Weltkriegs wird eine französische jüdische Familie nach Auschwitz deportiert. Auf dem Weg zum Vernichtungslager wirft der Vater verzweifelt eines seiner Kinder aus dem Zug in den Schnee. Dieses Mädchen wird von der Frau eines Waldarbeiters gefunden und gegen alle anfänglichen Hindernisse großgezogen.
Die Geschichte ist herzzerreißend, hat aber einen groben Fehler, den sie mehrfach begeht. Es ist an zwei oder drei Stellen im Film eine Schicht zu viel Grauen miteingeflossen, denn man weiß ja was im Zweiten Weltkrieg los war. Wen das nicht stört, die Geschichte ist sehr schön erzählt in sehr klaren Bilden ohne Schnickschnack. Sehenswert, wenn auch mit einem Abstrich.
Nach dem Kino ging es zurück ins Haus und wir machten uns fein für den Abend. Sylversteressen im Restaurant Instinct zum dritten Mal in Folge.
Es war bis jetzt, von all den Schlemmerabenden, der Beste. Und ich war hocherfreut, dass ich mit der ganzen Erkältung zum ersten mal wieder halbwegs etwas schmecken konnte.
Der Fotorückblick geht in seine fünfte Runde. Insgesamt war 2024 ein schwieriges Jahr. Es gab Hürden die nicht so leicht zu überwinden waren. Der Fotorückblick spiegelt aber all die schönen Momente wieder, an die ich mich gerne zurückerinnern mag und wofür der Rückblick auch gedacht ist.
Am Ende dieses Postings findet ihr wie gewohnt Mr. Linky, bei dem ihr euch gerne eintragen könnt wenn ihr mitmacht. Der Beitrag wird bis zm den 10. Januar oben angeheftet bleiben. Alle neueren Beiträge befinden sich logischerweise darunter.
Januar
Die Havarie eines Fischerbootes in St.JeanSchnee
Februar
WochenmarktMarienkäfer im Februar
März
Die Grand RueWährend einem Spaziergang beim Festungsmuseum ‚3 Eicheln‘
April
Erdferkel im Berliner ZooFreiburger Dom
Mai
Public Viewing des Eurovision Song Contest im Chou-ChouDas Bändchen durchschneiden am letzten Tag der re:publica
Juni
Der Skytower mitten in der Stadt gesehen vom Küchenfenster der A. Brügge
Juli
Wiedersehen mit dem H. aus MelbourneEine Ausstellung in Centre Pompidou in Metz
August
Meine erste DurianAm See der Alten Heimat
September
In Erromardi bei St.JeanSamstagsmarkt
Oktober
Die Terrasse bei Nacht in der Skybar Für mich das schönste Foto von diesem Jahr, das nur durch Zufall entstand.
November
Der renaturierte Fluss Petruss
Dezember
Schlittschuh Deko auf der KönigswieseSt.Jean-de-Luz
Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.
Die letzten beiden Tage waren ein wenig wie der Bäh Tag, also Bäh 2 und Bäh 3, wenn auch nicht ganz so schlimm. Was vor allem sehr Bäh war, war die Nasennebenhöhlenentzündung, die mir quasi 24 Stunden lang diesen Kopfschmerz bescherte. Und da sich auch noch ein Sonntag dazwischen befand, wo hier alle Apotheken geschlossen hatten, verzögerte sich alles. Es gibt also nicht sehr viel zu berichten von den letzten zwei Tagen. Wir waren zweimal essen und ich habe versucht so weit wie möglich häuslich zu bleiben, außer ich hielt es nicht mehr aus und gönnte mir kleine Rundgänge am maximal 30 Minuten. Es sind ein paar schöne Fotos dabei entstanden, da die letzten Tage ausnahmslos schönes Wetter war, wenn auch sehr kalt.
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Etwas dass ich vor Tagen schon hätte posten sollen: Ich hatte die beiden Damen mit der legendären Kochsendung ‘La cuisine des Mousquetaires‘ aus den Achtzigern, Maïté und Micheline, schon ein paar mal vorgestellt. Maïté, die Köchin wurde kurz vor Weihnachten beigesetzt. Sie war hier im Südwesten Frankreichs bereits zu Lebzeiten eine Ikone und sehr beliebt, nicht nur wegen ihrer sehr deftigen und gehaltvollen Küche, sondern weil sie ein Mensch war, der sehr viel Freude und Güte ausstrahlte.
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Noch eine kleine Notiz in eigener Sache: Um Mitternacht erscheint der alljährliche Beitrag vom Fotorückblick des Jahres. Ihr könnt da gerne wie gewohnt mitmachen. Der Beitrag bleibt auch eine Weile oben angeheftet, auch wie gewohnt. Wir lesen und sehen uns nächstes Jahr!
Ich fühlte mich gestern den ganzen Tag soweit okay. Doch am Abend nach dem Kino, als ich schon im Bett lag, fing meine Nase an, so viel Rotz zu produzieren, dass ich selbst erstaunt war. 
Und damit war der Samstag vorprogrammiert, mit Sinitus Schmerzen, Triefnase, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und all dem Zeug was dazugehört.
Angedacht hatten wir einen Abstecher nach San Sebastian. Die D. fuhr hin ich blieb unter Decke und hoffte auf ein wenig Besserung für abends, denn wir hatten einen Tisch im Gaua reserviert.
Für mich war es leider vergebene Liebesmüh, denn ich schmeckte nichts.
Nach der einer durchschwitzten Nacht in der ich mehrfach wach war, fühlte ich am Morgen doch um einiges besser. Uff…
Gegen 10:00 war ich dann unterwegs auf den Markt, der hier ja am Freitag ist. Die Haut kribbelte immer, als ob da gestern was gewesen wäre. Und ein sehr leichter Kopfschmerz machte sich im Sinus bemerkbar, das war aber alles verkraftbar. Wir kauften ein für einen Brunch den den wir dann am Mittag zu ins nahmen. Anschließend legte ich mich noch einmal eine Weile hin.
Am Nachmittag kaufte ich ein Buch nebenan im Buchladen:
…und ging (man sieht es am Foto) an den Strand.
Diese zwei Stunden am Meer waren an Qualität für mich das Doppelte, wenn nich das Dreifache wert. Ich las, ich schrieb und machte ein Reel:
Am Abend gingen wir kurz ins Chistera, auf einen Pertersfisch, der sehr lecker war.
Auf dem Foto sieht es aus, als ob er in Sauce ertränkt worden wäre. Aber darunter befand sich noch eine Kartoffelpüreeschicht.
Anschließend gingen wir ins Kino. Wir hatten Karten für Sarah Bernardt, la Divine. Mit Sandrine Kiberlain in der Hauptrolle.
Eines vorweg, bevor ich den Film kritisiere. Sandrine Kiberlain ist großartig. Diese Exaltiertheit und zu wissen, dass sie gut ist in seinem Beruf spielt sie sehr gut. Auch Laurent Laffite als Lucien Guitry, ihr Liebhaber zeitlebens, neben vielen anderen, die ihr aber weniger bedeuteten, ist sehr gut in seiner Rolle.
Aber man muss wissen, bevor man sich diesen einen Film ansieht, wer diese Frau war, denn sonst macht der Film streckenweise wenig Sinn. Ich hatte vor einiger Zeit eine kleine Doku hier gepostet, die es bei ARTE zu sehen gab. Leider ist sie schon weg. Man muss wissen, dass sie die erste Frau war die zu einer Zeit, in der es weder Fernsehen noch Film gab, ein Weltstar wurde. Es dreht sich hauptsächlich um die Liebesbeziehung der beiden Hauptakteure. Das birgt zum einen die Gefahr kitschig zu werden, wurde es aber gottlob nicht. Zum anderen ist es sehr spärlich nur davon zu erzählen, denn diese Frau war wesentlich mehr als das. Der Film wird sicherlich Preise für die darstellerische Leistung bekommen, aber von der Geschichte her finde ich ihn ein wenig schwach.
Die Überschrift sagt schon, dass nicht so sehr viel zu berichten gibt.
Ich erwachte am Morgen leicht schüttelfrostig mit einem Kratzen im Hals. Ach nee, nicht schon wieder! Was hab ich gestern denn getan, dass das jetzt wiederkommt?
Wir hatten aber beschlossen, einen kleinen Ausflug nach Bayonne zu machen. Im Frankreich gibt es ja keinen zweiten Weihnachtstag.
Doch das Wetter war dort noch ekliger als in Saint Jean. Es war so feucht kalt, dass es so sofort in die Knochen zog. Wir blieben nicht lange. Die D. kaufte sich ein Silvester Outfit. Ich kaufte Seife auf Vorrat, weil es dort einen Laden mit meinen Seifenstücken gibt. Da es wirklich ungemütlich war, fuhren wir kurz nach 13:00 schon wieder zurück.
Für den Rest des Tages lag ich dann viel in der Horizontalen.
Nach der Völlerei vom Vortag war etwas Leichteres als Kost angesagt. Und um ganz ehrlich zu sein; Weihnachten, war mit dem Abend davor für mich bereits erledigt.
Den Morgen ließ ich sehr langsam angehen.
Gegen Mittag machte ich einen Spaziergang zur St. Barbe.
Das Meer kerbt den Sand vom Strand und bildet wellenartige Deiche. Ich musste das mehrfach fotografieren, bis man es auf dem Foto einigermaßen sah.
Le bain de Noël. Aber nicht für mich. Brrrr.
Über Socoa riss der Himmel auf und man sah ein wenig blau.
Und in den angelegten Beeten blüht eigentlich immer was.
Am Abend gab es Raclette.
Es war lecker und der Wein von gestern passte auch dazu. Aber jetzt ist Käse erst einmal gut.
Ich hatte noch eine sehr interessante Unterhaltung mit dem Sohn der D. der mir ein paar Dinge hinsichtlich sozialen Medien erklärte, die ich nicht wusste. So ist zum Beispiel Snapchat gar nicht so aus der Mode, wie man vermuten mag. Es hängt an der Sprache. In allen französischsprachigen Ländern die soziale Plattform hoch im Kurs unter Jugendlichen. Vor allem in Frankreich ist sie sehr beliebt.
Es wurde nicht sehr spät, denn der M. und und der Sohn müssen morgen in alle Frühe los.
Ein Tag, der sehr regnerisch war. Aber es ist hier nicht so schweinekalt wie daheim.
Da der Sohn der D. und der M. diesmal auch hier sind, wurde ich in der unteren Wohnung einquartiert. Ich erwachte gegen 8:00 und hatte herrlich geschlafen.
Von gestern bleibt noch zu berichten, dass ich mit eine weitere Hemdjacke gegönnt habe von MG8, von denen ich mir zu meinem Geburtstag im September schon eine gekauft hatte. Diesmal kaufte ich sie in grau.
Nach dem Kaffee setzte ich mich in der Küche der unteren Wohnung an den hohen Tisch und schrieb das Posting von gestern fertig.
Inzwischen war der S. eingetroffen, der heute Abend auch dabei sein wird, und fing zusammen mit der D. die Kochvorbereitungen an. Ich flitze durch den Regen noch schnell zum Weinhändler und besorgte ein paar Flaschen Wein für heute und morgen. Das Wetter war gruselig, aber es ist nicht so kalt hier wir in Luxemburg.
Am Nachmittag wagten wir noch einmal ein kleine Runde durch die Stadt, wobei dieses Bild entstand, das ich für die Glückwünsche an alle sendete.
Der gedeckte Tisch:
Der Wein:
Ich musste den Aufkleber der Flasche ablichten, denn der Wein war eine Sensation.
Die Straße mit Deko:
Wir aßen, redeten und tranken bis spät in die Nacht, bis es nicht mehr ging und wir alle kurz nach 1:00 vor Übermüdung und Überfressung ins Bett fielen.
Ich wurde gegen 2:00 Uhr in der Nacht wach und musste aufs Klo. Irgendetwas stimmte nicht. Es fühlte sich alles so wattig an, als ob die Welt eingepackt worden wäre. Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster überraschte mich demnach nicht:
Schnee, und das nicht zu knapp. Mir egal, ich sollte in drei Stunden weg sein.
Ich hatte ein Taxi geordert. Ich wollte nicht durch den Matsch bis zur Tram laufen, denn gegen 6:00 begann es zu regnen.
So irre früh war es noch ruhig auf dem Bahnhof. Im Zug schlief ich dann für eine volle Stunde noch mal ein. Das war sehr gut. Eigentlich hatte ich vorgehabt ein wenig zu schreiben, doch das könnte ich auch noch immer im zweiten Zug machen.
Im Paris kam ich dann ohne Zwischenfall von der Gare de l’Est zur Gare Montparnasse mit einem weiteren Taxi. Paris war sehr leergefegt. Es herrschte kaum Verkehr.
Der Zug war proppenvoll. Auch am Bahnhof selbst stand auf den Abfahrtsanzeigen, dass alle TGV Züge für heute voll ausgebucht wären.
Ich versuchte ein wenig zu schreiben, fand aber keine Ruhe. Es gab viel Kindergeschrei. Auch die iPods mit Geräuschminderung halfen nicht viel.
Nach Bordeaux wurde es ruhiger im Zug. Aber ab Bordeaux fährt der Zug auch langsamer und nicht mehr mit 300 km/h.
Spätestens ab Dax wurde ich hibbelig weil es mir dann zu lange dauert.
Auf dem Foto sieht es nicht so aus, aber die Kugeln am Christbaum sind schon sehr rosa.
Am Abend ging es dann gemeinsam in den Suisse. Ein Restaurant das aus mehreren kleineren Units besteht. Es gibst die Brasserie, das Restaurant und ein Art Häppchen Restaurant. Die D. hatte einen Tisch im Restaurant bestellt. Es gab Sole für alle. Ein herrlicher Fisch. Leider keine Fotos.
Es wurde nicht sehr spät, zumindest nicht für mich, den war von der langen Fahrt und dem vielen Nichtstun und im Zug sitzen, doch sehr platt.
Es gibt sie noch, die kleinen Wunder. Als ich am Morgen erwachte, fühlte ich mich pudelwohl. Mein Körper hatte in der Nacht die ersten Erkältungszeichen weggeschwitzt.
Aufgestanden, Kaffee, Vitaminshake und das Internet leergelesen. Das Posting vom Vortag hochgeladen und im Anschluss unter die Dusche.
Den Koffer soweit fertig gepackt:
Am Abend holten die A. und ich unser Treffen nach. Wir gingen zum Weihnachtsmarkt, der sich auf der Königswiese befindet. Ich vergesse den immer wieder, weil er nie auf meinem Weg liegt. Dort steht auch die Schlittschuhanlage.
Von weitem sieht man die Beleuchtung durch den Park.
Es herrschte eine ziemlich ausgelassene Stimmung dort. Wir aßen eine Tariflette mit einem Glas Wein. Wir blieben aber nicht zu lange, denn die Kälte und die Nässe zog mir in die Knochen. Zudem muss ich morgen früh sehr früh raus.
Ich bekam erst am Samstagmorgen mit, was am Freitagabend auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg passiert ist. Ich war erschüttert. Ich las nicht in allen Medien nach was passiert ist, es reichte mir dass einer mich drüber informierte und mir zusätzlich all die Kommentare der Schreihälse lieferte, die diese Schreckenstat zum Anlass nahmen, ihr Gift zu verspritzen. Diese Schreihälse sind für mich fast noch abstossender, als der Täter selbst.
Gegen 14:00 zog ich los und machte ein paar letzte Besorgungen für die Reise am Montag. Die Stadt war brechend voll mit Menschen. Ich huschte kurz im Friseurladen vorbei da ich Pumpspray brauchte. Dann traf ich den L., ein Arbeitskollege den ich lange nicht gesehen hatte. Da wir beide Zeit hatten, gingen wir auf einen Kaffee ins Renert. Es gab seh viel Interna zu erzählen von beiden Seiten.
Wieder auf dem heimweg, fing es an zu regnen und mir wurde eiskalt. Zuhause drehte ich die Heizung höher. Ich hatte leichten Schüttelfrost. NEIN! Bitte nicht jetzt! Einen Tag vor der Abreise kann und will ich nicht krank werden. Ich sagte der A. ab, ließ eine Wanne voll laufen mit sehr heißem Wasser und nahm ein Erkältungsmittel. Eingepackt in zwei Schlafanzüge unter zwei Daunendecken ging ich ins Bett.
An Schlafen war jedoch noch nicht zu denken. Ich schaute mir auf den Tablet zwei Folgen von Top of Lake auf Arte an, die Krimiserie von der ich dachte, ich hätte sie vor über zehn Jahren ganz gesehen, als sie rauskam, doch ich hatte keine Erinnerungen daran.
Irgendwann schlummerte ich weg.
***
Kennt ihr Andr3w, der in Lettland Menschen im Zug unaufgefordert zu Essen einläd?
Ich erwachte relativ früh, weil ich die Wohnung noch aufräumen wollte, da Meisterin Propper für 11:00 Uhr ein Stelldichein vorgesehen hatte. Zugegeben, ich hatte mit dem Wecker ein wenig nachgeholfen…
Pünktlich um 11:00 war ich aber raus, denn ich hatte ein Termin beim Friseur.
Der J.-P. schnitt die Haare zwar wie gewohnt, stylte sie aber anders:
Ja, mit der Oberlänge kann man das machen. Ich finde es gar nicht so schlecht, denn das tägliche Stylen reduziert sich damit nur noch auf wenige Sekunden. Wuschel, wuschel und gut! Ich hatte sogar in den letzten Tagen überlegt, ob ich nicht mal was ganz anderes mache. Zu Beispiel mit der Haarschneidemaschine einmal drüber mit dem 5 Millimeter Aufsatz…
Mittagessen gab im Renert. Ein kleines Chicken Curry. Passte perfekt zum Freitag. Leider kein Foto.
Als ich zu Hause ankam, war Meisterin Proper immer noch am Besenschwingen. Sie sollte in der Nacht noch mit ihrem Mann fast 2000 km zurücklegen um zur Familie zu fahren. Sie fühlte sich aber nicht sehr wohl, weil eine Erkältung im Anmarsch ist. Ihr war kalt obwohl meine Wohnung ist eh immer ordentlich geheizt ist. Ich versorgte sie mit einem glühend heißen Tee und ich rieht ihr, denn so heiß wie möglich zu trinken zusammen mit einer Packung Lemsip. Eine halbe Stunde später fühlte sie sich schon um Längen besser. Ich gab ihr noch eine Packung von dem Zeug mit für unterwegs.
Für den Abend hatte ich angedacht, eine Runde um die Häuser zu ziehen, wie man das früher sagte. Doch mit kürzesten Tag im Jahr der ja Samstag bevorsteht, hatte ich um 17:00 schon keine Lust mehr irgendwas zu tun.
Ich las, hörte und schrieb Dinge. Ich hörte auch ein paar Podcasts aus der Serie Zeitzeichen, die ich die letzten Tage verpasst hatte und einer davon möchte ich hier vorstellen. Es ging dabei um die Königin Christina von Schweden. Ich wusste nicht, dass sie eine queere Ikone ist.
Ich fange gleich mal mit der Tagesfrage an, weil sie zum Tag passt.
Was war die letzte Aktivität, die du zum Spaß gemacht hast?
Die Aktivität an sich war schon zum Spaß, aber nicht nur. Da die Kopfschmerzen gestern den Tag vereitelt hatten, zog ich heute los und ging eine große Runde schwimmen und anschließend in die Sauna. Die Schwimmbewegungen taten mehr als gut und mein Rücken hörte mit Zwicken auf. Beim Saunagang beließ ich es bei der Dampfsauna, mit der ich meistens anfange und anschließend nehme ich eine andere, trockene mit höheren Temperaturen. Zwischendurch setzte ich mich in das schöne Kaffee und trank einen sogenannten D-tox Saft mit viel Ingwer und Möhren und noch ein paar Dingen, ich glaube, es war auch Kurkuma mit dabei. Am Abend fahr ich unschlüssig, was ich tun sollte. Einerseits hatte ich Lust auf chinesische Küche, andererseits wollte ich nicht wieder Geld für ein Restaurant ausgeben. Zudem ist es unsinnig jetzt noch viel für den Kühlschrank einzukaufen, da ich ab Anfang nächster Woche eh nicht mehr da bin. Ich kaufte Käse und einen frischen Salat und machte mir zwei Croque, Monsieur mit einer großen Schüssel Grünzeug.
Zur Abend Unterhaltung schaute ich mir den Livestream von Emily D. Baker an. Ich verlinke sie eigentlich recht wenig. Emilie ist eine Ex-Staatsanwältin und berichtet über aktuelle Fälle, die vor Gericht verhandelt werden, die immer etwas Spektakuläres haben, oder zumindest eine etwas seltsame Begebenheit. Sie ist zum Beispiel noch immer an dem Riesenskandal dran wo der Schadensersatzanwalt Thomas Girardi die ganzen Gelder seiner Klienten durchbrachte. Es waren viele Millionen. Sie berichtete auch über das tragische Ende der Kamerafrau auf die der Schauspieler Alec Baldwin schoss, weil seine Waffe unabsichtlich scharf geladen war. Herr Baldwin kam aber wegen einem groben Verfahrensfehler seitens, der Sonderermittlerin der Staatsanwaltschaft, ohne Verfahren davon.
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Ich hatte letztens ein Video verlinkt über Faithless und ihren Riesenhit Insomnia. In der gleichen Serie fand ich noch mehrere Videos, über alte Klassiker des Dancefloors. Interessant ist, dass ich bei Ultra Naté immer noch weiß, wo ich das zum ersten Mal gehört habe. Es war im Conquest, einer Bar die es schon sehr lange nicht mehr gibt. Alles tanzte und sang laut mit.
Interessant, fand ich auch die Geschichte von Robin S. die ihren Song zu Anfang gar nicht mochte. Show me Love. Dabei war das ein Lied bei dem ich nie stillsitzen konnte.
Ein etwas seltsamer Tag, der sehr positiv startete, dann aber durch den steilen Temperaturanstieg bis zu fast 10 Grad hoch, Kopfschmerzen verursachte. Ich plante demnach um und legte mich für eine Weile hin, was recht gut tat, den anschließend fühlte ich mich besser.
Am Abend hatte ich keine Lust zu kochen und überlegte, wo ich schon länger nicht gewesen war. In der Skybar! Der Chefkoch Renaud war leider nicht da. Schade, ich hätte ihn gerne ein letztes mal gesehen für dieses Jahr.
Das Essen war wie immer hervorragend,
Ein Espresso MartiniIn Kohl (der nicht kohlig schmeckte) gerollter Hummer auf Waffel. Ein Klassiker: Filetsteak mit Bearnaise. Ein Reistörtchen mit dunklem Boden und viel Vanille.
Dazu gab es ein Glas Riesling von Schmit-Fohl.
Und während ich da saß, machte ich eine Beobachtung.
Mir gegenüber saß ein Tisch von 11, die wahrscheinlich von Chef zum Weihnachtsessen eingeladen worden waren. Der Chef saß oben am Tisch. Es war nicht richtig auszumachen ob es die gesamte Belegschaft war oder nur ein Teil davon und er der Abteilungsleiter. Ich fragte mich in welcher Branche sie arbeiten. Vom Look her war es nicht auszumachen. Es hätten Dachdecker sein können oder Vertreter für Sicherheitssysteme im IT Bereich. Man merkte aber, dass alle etwas gezwungen wirkten. Die Stimmung war seltsam. Zudem sah man dass, die Tischordnung ( es gab keine, denn ich sah ja wie sie reinkamen) nicht optimal war. In der Mitte auf der Bank saß ein Mann, der sich immer wieder versuchte links oder rechts von ihm in ein Gespräch miteinzuklinken, doch es ging nicht. Er starrte schließlich vor sich hin. Als dann die Vorspeise kam und der erste Alkohol floss, löste sich die Stimmung.
Nun könnte man mir vorwerfen, warum ich die ganze Zeit mit meinem Blick auf dem Tisch gegenüber hing. Ich hatte wohl etwas zum Lesen mitgebracht, aber keine Lust dazu. Ich kam zu dem Schluss, dass ich Weihnachtsfeiern, wenn ich denn fest in einer Firma arbeiten würde, partout ablehnen würde. Ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass sie der Arbeitszeit angerechnet werden müssten, wenn es eine, halbwegs von oben herab diktierte Zwangsveranstaltung ist. Es ist und bleibt noch immer meine Entscheidung, ob ich ein Teil meiner freien Zeit mit dem Rest der Belegschaft verbringen will oder nicht.
Nun bin ich ja seit etlichen Jahren mein eigener Herr und habe auch keine Ahnung, über was ich da rede, weil ich nie in einem großen Beitrieb fest gearbeitet habe. Wenn, dann war das immer nur Projektbedingt. Doch ich weiß, dass Premierenfeiern im Theater etwas ähnliches sind und ich die auch versuche sehr kurz und knapp zu halten.
Als ich dann am Ende die Rechnung bekam, erschrack ich ein wenig. Ich hatte nicht so sehr auf die Preise geachtet. Aber auch hier haben sie massiv angezogen… huch!
Der H. aus Australien schickte mir ein Foto von Melbourne:
Vor fast drei Jahren war ich zum letzten mal dort. In dem Zusammenhang wollte ich auch hier einen Text festhalten, den er mir schon letzte Woche schickte. Es geht um das Schwimmbad in seinem Viertel, das es schon sehr lange gibt, doch es war zu einem Zeitpunkt gefährdet abgerissen zu werden. Um diesen Pool ranken sich mehrere Geschichten. Ich war mehrfach dort.
Die ganze lesenswerte Geschichte könnt ihr hier unten nachlesen. Es ist ein pdf aus The Age.
Die Geschichte einer Tanzhymne, die mich heute noch tanzen lässt. Faithless – Insomnia.
Ich hatte Faithless einmal in Luxemburg gesehen im Atelier und der Saal tobte. Letztens musste ich aber bei einer Diskussion feststellen, dass viele Jüngere das Lied gar nicht mehr kennen, obwohl DJ Avicii den Song später noch einmal richtig aufgemotzt hat.
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Außer einer Schwimmrunde in der Therme in Strassen war am Dienstag nichts, was der Rede wert gewesen wäre. Das Wetter war wie gewohnt eine kaltnasse Zumutung. Zudem kam am Abend so dichter Nebel auf, dass ich das Gefühl hatte in London zu leben, als das Industriezeitalter losging.
Ich lege beide Tage zusammen, da ich den Tagen hinterher hinkte. So war ich am Montag fest davon überzeugt, dass es erst Sonntag wäre. Das hatte aber damit zu tun, dass ich am Sonntag dienstlich beschäftigt war, und das schon früh am Morgen. Die M.I.L. asbl hatte ein Weihnachtskonzert am frühen Nachmittag, mit dem Chor der Demenzpatienten. Ich hatte schon einmal darüber berichtet.
Ich verabschiedete den Besuch am Sonntagmorgen zeitig, denn ich musste auch beizeiten losfahren. Kurz vor Mittag kam ich in Erpeldange in der A.L.A. an. Es war schön, ein paar der alten Gesichter wieder zu sehen. Aber es gab auch viele neue. Das ist so in dieser Branche. Mich erschreckt es immer wieder, wenn ich Chormitglieder dabei habe, die an einer Demenz erkrankt sind und jünger sind als ich, manchmal sogar wesentlich jünger. Was ich zum Beispiel lange nicht wusste, es gibt auch eine Demenz, die der Alzheimer Krankheit sehr ähnelt, aber eigentlich eine genbedingte Demenz ist.
Fotos habe ich keine gemacht. Es ist auch immer schwierig, gerade in diesem Bereich könnten Fotos schnell jemanden bloßstellen, der das nicht will.
Gegen 16:00 Uhr fuhr ich zurück und war zu Hause, bevor es dunkel wurde. Ich war restlos erledigt, obwohl die Arbeit nicht aufwändig oder schwierig gewesen wäre.
Am Abend zappte ich noch ein wenig im Fernsehen herum, fand aber nichts was mich fesselte und lag beizeiten flach.
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Der Montag begann mit leichten Kopfschmerzen die sich aber bald als leichte Migräne herausstellen sollten, da ein Teil der Anzeichen vorhanden waren (Gerülpse und Lichtempfindlichkeit). Ich begann den Tag also langsamer als sonst. Zudem fühlte sich alles wie ein Sonntag an.
Ich arbeitete die letzten Dinge am Rechner ab für dieses Jahr, so gut es eben ging, betätigte die Waschmaschine und legte ich mich dann noch einmal ein Stunde hin.
Der R. rief an, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Wir verabredeten uns spontan zu einer Tasse Kaffee in Vis-à-vis. Es gab so einiges zu erzählen.
Später eine Runde einkaufen im Supermarkt, wahrscheinlich ebenfalls die letzte für dieses Jahr.
Am Abend schaute ich mit auf Arte The Worst Man In London an. Es geht um Kunst, Fälschungen und Betrug. Alles, was ich mag.
Bei der Vorstellung hatte ich leider kein Exemplar bekommen, weil zu viele Menschen da waren und jeder eins haben wollte. Doch ich bekam eines als ich im Rainbow Center war. Der A. hat mir zudem von einem interessanten Projekt erzählt um Queere Geschichte endlich für die Forschung und Auswertung greifbar zu machen. Dabei geht es um die Kultur des klassischen Tagebuchschreibens. Man kann ein Tagebuch beim Rainbow Center bekommen, das man über Monate und Jahre hinweg füllt, um es dann später abzugeben damit es in den Archiven gelagert wird. Das bewegt sich alles im Rahmen der Anonymität und es wird kein Name preisgegeben. Ob ich Lust hätte mitzumachen, frage das A. Aber ich schreibe schon seit über 20 Jahren in mein Blog was mich bewegt und umtreibt. Zudem wird das von der Staatsbibliothek abgespeichtert. Doch ich verstand was er meinte. Im Blog habe ich Grenzen die ich nicht überschreite. Alles Intime und teilweise Zwischenmenschliche lasse ich hier ja bewusst weg, weil hier ja jeder mitlesen kann, Freund wie Feind. Aber jetzt noch ein zweites Buch anzulegen, indem alles steht was hier nicht steht, dafür fehlt mir die Geduld und die Zeit.
Nichtsdestotrotz finde ich es eine gute Initiative, für Menschen sie sich mit dem Schreiben schwertun. Wenn das Projekt durchstartet, werde ich noch einmal darauf zurückkommen. Aber jeder kann es auch für sich so schon tun.
Über das Buch der Großregion werde ich demnächst berichten, wenn ich es gelesen habe.
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Ich war sehr früh wach am Samstagmorgen. Es war noch dunkel. Die Tage der Minusgrade sind wieder da. Das Dach der Garage hinter dem Haus war fast zugefroren.
Das zweite Nachbarhaus neben meinem, hat einen kleinen Garten, der von Hohen Mauern umsäumt ist. In diesem Garten wuchs eine sehr hohe Wildnis. Vor allem Bambus. Diese gesamte Wildnis wurde entfernt und dem Boden gleich gemacht. Das ist ein bisschen schade, denn in dem Geäst saßen immer viele Vögel. Vorletzten Sommer hatte sich sogar ein Rabe in einem Gebüsch ein Nest gebaut, mit wenig Erfolg, denn die Elstern, die hier auch in größerer Zahl vertreten sind, vertrieben ihn.
Ich wurschtelte am Morgen zu Hause rum und ließ den Samstagsmarkt sausen. Es war mir eh zu kalt. Zudem war der Tag mit anderem verplant. Denn ich sollte am späten Nachmittag Besuch bekommen, der bis Sonntag bleiben sollte. Im Büro/Bibliothek/Gästezimmer baute ich das Sofa zur Schlafgelegenheit um.
… (hier ging was schief. Ein Teil des Postings fehlte. Das kommt davon, wenn man mit zwei verschiedenen Geräten postet und Teil wurde nicht abgespeichert)
Am späten Nachmittag kam dann der Besuch. Wir schlenderten durch sehr volle Stadt obwohl das Wetter absolut nicht dazu einlud. Es war feucht und kalt, zeitweise ging ein unangenehmer Wind und bisweilen schneite es auch.
Fürs Abendessen hatte ich ein Tisch im Tzukii reserviert.
Wir hatten großen Hunger und die Platten sahen sensationell aus!
Überfressen kamen wir daheim an und fielen wie die Steine ins Bett.
Den Berg zog ich aus dem Briefkasten und war alles andere als hocherfreut. Ich bin jedes Jahr nicht darauf gefasst wenn die große Versicherungsrechnumg kommt in der alles enthalten ist.( Feuer, Wasserschaden, usw.) Sie ist seit letztem Jahr vierstellig und es haut mich jedes mal nieder.
Zudem erhielt ich eine Einladung zu einer Umfrage zu Gesundheitswesen in Luxemburg und wie ich das als Senior mit 50+ sehe. Das Wort Senior habe ich selbst hinzugefügt, aber es schimmerte durch die Einladung durch. Ich selbst bin ja so nicht gar nicht Senior und fühle mich auch nicht so, auch wenn ich ab und an damit kokettiere.
Das Mittagessen im Renert war ein Klassiker; Bouchée à la Reine.
Am Abend war ich zu einer Preisverleihung eingeladen. Die Stadt Esch verleiht seit Jahren schon den Orden des kulturellen Verdienstes an diverse Persönlichkeiten. Es war schon lange überfällig dass Désirée Nosbusch ihn erhalten sollte. Esch ist ihre Geburtsstadt. Jetzt endlich war es soweit.
Leider konnten wir nur kurz ein paar Worte wechseln, denn das wollte jeder. Ich war verhältnismäßig früh daheim.
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Erzähle uns von deinem ersten Tag – in der Schule, an der Arbeit, als Elternteil usw.
Vom ersten Tag erzählen. Es gibt so viele erste Tage, die ich bereits hier beschrieben habe. Wie zum Beispiel, der erste Tag der Weltreise, die aus Gründen keine wurde.
Der erste Tag in der neuen Wohnung, als ich aus der Alten Heimat wegzog. Ich habe ihn nicht genau beschrieben, denn zur der Zeit, war ich noch nicht im täglichen Schreibmodus. Aber ich habe Bilder im Kopf von der ersten Nacht.
Der erste Tag jedes einzelnen dienstlichen Projektes… es gibt sooo viele.
Vom ersten Tag in der Schule, habe ich Bilder im Kopf, die zusammenpassen und auch nicht. Ich hatte einen orangefarbenen Schulranzen aus Leder. (Boy Scout…oder so ähnlich, gab es noch nicht) Ich weiß dass ich aufgeregt war, aber Angst hatte ich keine. Ich sehe mich an meinem neuen Schreibtisch sitzen, den ich von der Patentante bekommen hatte. Schultüten mit Süßes gab es in Luxemburg nicht. Ich kann mich noch an die erste Lehrerin erinnern, Frau Hoffmann die, glaube ich, immer noch lebt. Ich weiß, dass ein paar Klassenkameraden aus den allerersten Jahren hier mitlesen. Man möge mich berichtigen wenn dem nicht so ist.
Ein sehr ruhiger Donnerstag, der nichts beinhaltete, was ich hier niederschreiben könnte. Doch, halt. Es gibt eine Entscheidung, die an genau drei Euro hing.
Mit Ausnahme von Amazon Prime, an dem ja auch ein Streaming Angebot hängt, habe ich sämtliche Streaming Dienste gekündigt. Netflix hatte ich ja schon länger aufgegeben, weil es ein zu großer Einheitsbrei war. Jede Serie, jeder Film, mit Ausnahme der eingekauften Klassiker, hört, und fühlt sich gleich an. Auch die Dokumentationen reichen bei weitem nicht an das heran, was ARTE bietet. Vor ein paar Tagen hatte ich eine Nachricht auf dem Handy, dass Disney+ um drei Euro teurer wird. Somit wären wir bei 13,99 € pro Monat, sprich 14 €. Die ganzen Abos waren mir schon länger ein Dorn im Auge. Obwohl ich von Anfang an dagegen gezetert habe, hatte ich mich doch lange Zeit dazu hinreißen lassen. Jetzt ist Schluss damit! Zudem habe ich noch immer die Post Box mit dem regulär klassischen Fernsehen. Das muss reichen.
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Die, die schon länger hier mitlesen,wissen, dass ich ein Krimi Fan bin. Ich sah heute in einer Dokumentation von ARTE einen Mordfall, der sich 1993 zugetragen hat. Ich konnte mich auch vage daran erinnern. Die Geschichte eines Arztes, der keiner war, der seine gesamte Familie umbrachte, und versucht hat,sich ebenfalls das Leben zu nehmen. Enanuel Carrière hat darüber ein Buch geschrieben, eine Dokufiktion. Und wie es scheint, war das die Erste in dem Stil, die auf dem französischen Büchermarkt erschienen ist.
In dieser ARTE Doku ging es um den Schriftsteller und wie er, ob all der Widrigkeiten des Falles, es trotzdem fertig gebracht hat, ein Buch zu schreiben, das nicht in die unerträglichen Grausamkeiten abrutscht und somit zur Qual wird zu lesen. Das machte mich so neugierig, dass sich das Buch herunterlud.
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Warst du schon einmal auf der Bühne gestanden oder hast eine Rede gehalten?
Ja, auf der Bühne mehrfach. Reden gehalten eher weniger.
Am Morgen sehr zeitig aufgestanden, um noch eine schnelle Runde über den Wochenmarkt zu machen. Dabei traf ich die D., die ich jetzt für ein paar Tage nicht sehen werde, weil sie nach Saint Jean entschwinden wird.
Gegen Mittag fuhr ich dann mit dem A. aus dem Rainbow Center nach Trier. Wir hatten uns vorgenommen, etwas früher zu fahren da ab 14:00 Uhr, die Rush Hour schon wieder in die gleiche Richtung geht. Zudem ist das mit den Grenzkontrollen immer noch nicht ausgestanden.
Mittagessen gab es in der Trier Brasserie. Ich hatte Saibling auf Polenta.
Anschließend schlendern wir ein wenig durch die Stadt.
Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und schaute in der Parfümerie von Edith Lücke vorbei. Es ist eine Parfümerie, wie man sie eigentlich nur in Millionen Städten antreffen würde. Und was soll ich sagen, ich wurde wieder schwach. Ich verfiel einem neuen Duft. Ich bin einfach unverbesserlich.
Später gab es eine Buchvorstellung in der wissenschaftlichen Bibliothek von Trier, der eigentliche Grund, weswegen wir hin gefahren waren.
Ein Werk, dass von Geschichtsforschern geschrieben wurde. Das Buch will auf gar keinen Fall ein komplettes Wag sein, dass die gesamte Geschichte der qeeren Menschen aus der Großregion widerspiegelt. Im Gegenteil, man hätte mit diesem Buch versucht, einen ersten Stein ins Wasser zu werfen, so einer der Redner auf der Bühne. Mich hat die ganze Thematik sehr interessiert, weil ich mich in der nächsten Zeit auch ein mit der Queeren Geschichte in Luxemburg beschäftigen werde.
Die Großregion geht weit über das hinaus, was man annehmen mag. Sie besteht aus allem, was um Luxemburg herumliegt, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, und die Wallonie und sie umfasst 12 Millionen Menschen. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem Dreiländereck.
Letzte Woche fand ich in den kleinen Nachrichten, die Amazon Foto mir täglich schickt, ein Bild, dass mich an meine allererste Fernsehsendung erinnerte. Die Lust der Täuschung war eine grandiose Ausstellung in der Kunsthalle. München:
Eine Woche später saß ich dann in meiner allerersten Sendung und redete über die Ausstellung. Das sind fast auf den Tag sechs Jahre. Es gab sogar ein Erinnerungsfoto:
Heute war nun meine letzte Aufzeichnung. Es war die letzte reguläre No Art Sendung. Nächste Woche gibt es eine Spezialsendung wegen einer Preisverleihung und dann ist mit dem Talkformat vorerst Schluss. Ein klein wenig traurig bin ich schon, zumal die Aufzeichnung von heute sehr schön war und die gibt es ab Samstag hier zu sehen.
Wieder daheim schrieb ich erst ein wenig hier vor und ging aber zeitig zu Bett, denn morgen muss ich ein wenig früher raus.
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Weil ich für die alte Kochsendung von gestern aus diversen Kanälen viel Zuspruch bekam, schaute ich nach ob da nicht noch eine ist, in der die Damen etwas Außergewöhnliches kochen. Aber sicher doch! Wie bereitet man Neunauge zu? Es ist eine Spezialität aus Bordeaux.
Noch eine kleine Randnotiz zum Sonntag, nur damit ich das nicht vergesse, wenn ich es später mal nachlese. Am späten Nachmittag, als ich vom Brunch zurück nach Hause kam, war ein unendliches Gehupe auf den Hauptverkehrsadern zu hören. Zuerst konnte ich mir keinen Reim darauf machen, doch dann kam ich drauf. Es sind die Syrer. Ich verstehe ihre Freude, und doch bin ich skeptisch. Wie geht es jetzt weiter? Gehen alle wieder zurück? Werden sie alle freundlich hinauskomplimeniert? Was ist mit denen die sich jetzt über die Jahre etwas hier aufgebaut haben und nicht zurück wollen, können die bleiben? Wie geht es in Syrien weiter? Was kommt nach Assad?
Fragen über Fragen.
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Der Montag war ein äußerst ruhiger Tag. Das Wetter, ach ja… Siehe Foto:
Ich breitete mich auf die No Art Sendung vor, die bereits am Dienstag aufgezeichnet wird.
Am Abend sah ich mir eine alte Kochsendung an.
Ich hatte die beiden Damen schon einmal vor etlichen Jahren hier vorgestellt. La Cuisine des Mousqutaires war im französischen Fernsehen der Renner. Ich hatte mir sogar das Kochbuch der Sendung gekauft. Es war eine Kochsendung aus den Achtzigern in der Gerichte zubereitet wurden, die man heute so nicht mehr machen könnte. Die Beschreibung unter den Video, die ich unten übersetzt habe, ließ mich laut auflachen.
„Für die Feiertage bieten uns Maïté Ordonez und Micheline Banzet ein leicht bekömmliches Rezept an, Foie Gras, Truthahn, Magret, Trüffel, Wachteln… und natürlich ein Hauch von Armagnac.“
Da der Freitag abends etwas länger ging, ließ ich mir am Samstagmorgen sehr viel Zeit. Die erste Blick aus dem Fenster zeigte mir Regen, Regen, Regen. Das ließ die Lust, zum rausgehen, auf den Wochenmarkt quasi auf null sinken. Kurz vor Mittag ging ich dann doch. Ich sah den Y mit seiner Gattin, die ich schon eine Weile nicht gesehen hatte. Sie erzählten mir über ihre neue Errungenschaft, ein kleines Apartment in Paris.
Am Nachmittag hatte ich einen Termin für eine Maniküre, beziehungsweise ich lies mir den einen kaputten Fingernagel wieder neu mit Gel überziehen. Der wird bis nächstes Jahr halten.
Den Abend ließ ich recht ruhig angehen, da ich wusste, dass ich am Sonntag eine Verabredung hätte zum Brunch und irgendwo muss ich beim Fressen auch eine Bremse einlegen.
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Der Sonntag fühlte sich vom Wetter her nicht besser an als der Samstag. Weiterhin eine dicke Wolkendecke, feucht und kalt.
Doch ich hatte Lust, mich chic anzuziehen, denn ich sollte ins Hotel Royal gehen. Ich hatte einen Tisch bestellt für mich und eine langjährige Freundin, die ich schon fast ein Jahr nicht mehr gesehen hatte, die S. Sie war und ist noch immer Journalistin, arbeitet aber in einem völlig anderen Ressort. Mitte der Neunzigerjahre, waren wir beide in einem Theaterkursus. Überhaupt war dieser Theaterkursus eine Truppe so unterschiedlicher Menschen. Aber es gibt drei Menschen aus diesem Kursus, die bis heute meine besten Freunde sind. Es gab so viel zu erzählen und wir schlemmten uns durch das Buffet, fast volle vier Stunden lang! Leider habe ich es verpasst, ein Foto zu machen.
Am Abend schaute ich mir eine dreifache Folge von Fake or Fortune an. Vor allem die Folge über ein Bild von Ben Nicholson, das in einem Schlafzimmer auf den Gips gemalt war, fand ich äußerst spannend. Das Bild konnte nämlich nicht so einfach runter genommen werden, ohne dass es beschädigt wird. Im unteren Video habe ich es so eingestellt, dass gleich bei dieser Folge losgeht.
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Was ist dein Lieblings-Cartoon?
Eine interessante Frage, zumal das Wort Cartoon sehr unterschiedlich gebraucht werden kann. Bei Wikipedia steht folgendes: Ein Cartoon ist eine Grafik, die eine komische und/oder satirische Geschichte in einem Bild – meistens mit einer Pointe – erzählt. Das wäre also das, was man in den Tageszeitungen für gewöhnlich neben dem Kreuzworträtsel findet.
Im englischen wird das Wort aber auch für einen Zeichentrickfilm benutzt. Animated Cartoon. Wenn es sich um bewegte Bilder handelt, hätte ich ein Liebling. Er gehört auch zur Gruppe der Cartoons, obwohl er anders bezeichnet wird, nämlich Anime. Das wären alle Filme von Hayao Miyazaki.