So traumhaft schön wie es gestern war, so zu war Himmel heute. Es klarte nur einmal kurz am späten Nachmittag auf.
Ich hatte den ganzen Tag jedoch genug zu tun denn um 9:00 Uhr stand Blue vor der Tür. Die Mutter der A. hatte sie gebracht und ich sollte sie bis am Nachmittag hüten. Wir wissen alle, dass Blue eine sehr gesittete Hundedame ist, die bedenkenlos überall hin mitgenommen werden kann. Aber sie muss auch beschäftigt werden.
Nachdem ich fertig gebloggt und geduscht hatte, zog wir gemeinsam um die Häuser. Erst ging es in die Stadt rein auf einen Kaffee im Renert, wo man mich überall wieder fragte ob ich auf den Hund gekommen sei. (Die Witz hat einen elend langen Bart und ist so flach dass er im Stehen unter der Tür durchgeht.) Blue störte das nicht weiter, sie liebt es ja im Mittelpunkt zu sein. Anschließend ging es in den Park.
Am Nachmittag holte ich die A. vom Bahnhof ab. Ich nahm Blue mit auf den Bahnsteig, was einwandfrei klappte. Im größten Menschengewühl kommt sie einwandfrei klar.
Am Abend dann ein war ich auf einer szenischen Lesung. Die N. ist nämlich dieses Jahr Residenz Autorin im TNL.
Ja das ist das Foto vom Abend. Aber die Sonne schien den ganzen Tag über. Es war jedoch ziemlich kühl.
Auf dem Mittwochsmarkt fand ich nichts was mich inspirierte. Im Renert gab es auf der Terrasse ein Kaffee mit der D. Später wanderten wir durch die Stadt und waren unschlüssig was wir tun sollten. Irgendwann meldete sich auch der Hunger und wir gingen entgegen aller unser Gewohnheiten ins Al Bacio. Ich glaube ich war noch nie dort, aber die D. versicherte mir, dass dort wirklich alles sehr gut wäre. Dem war auch so. Leider habe ich kein Foto gemacht. Da es zum Teil auch ein Feinkostgeschäft ist, und morgens schon ab 8:00 geöffnet ist, ist es am Abend geschlossen.
Als wir an dem Wäschegeschäft in der rue Beaumont vorbei gingen, dichtete die D., ohne zu überlegen den Slogan für das Fenster. Ein Traum im Baum. Jetzt da ich es schreibe, ist es nicht mehr so lustig. Aber in dem Moment kugelten wir uns vor Lachen. Sitcom pur.
Am Abend sah ich eine Arbeitskollegin wieder, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Es gab sehr viel zu erzählen und wir brachten uns gegenseitig auf den letzten Stand der Dinge. Im Anschluss gab es für mich das da:
Die Sonne schien, ich dachte an nichts Schlechtes bis 10:30. Dann gab mein Handy einen durchdringend lauten Ton von sich, obwohl es auf lautlos gestellt war. Ein Ton den es noch nie von sich gegeben hat. Ich flog regelrecht um die Ecke aus dem Badezimmer ins Schlafzimmer um zu sehen was so einen seltsamen Ton von sich gab:
Ich hatte schon über die Test Alarme letzte Woche berichtet und war der Meinung, damit wäre das erledigt. Aber das hier hatte eine andere Wirkung.
Am Mittag ging es raus in die Stadt. Ich hatte Hunger. Es gab Blanquette de veau, ein Gericht dass meine Großmutter an Sonntagen manchmal kochte.
Später ging ich zum Rainbow Center und holte die 4. Ausgabe von Queer.lu ab, die aus technischen Gründen etwas später erschien als gewöhnlich. Sie hätte schon Anfang Oktober erscheinen sollen.
Den Artikel den ich für diese Ausgabe geschrieben habe, kann ich nur mit Fotos zeigen, im Internet ist er noch nicht. Der Link wird nachgereicht. Ich muss gestehen, dass ich nicht unstolz darauf bin. Es ist zum ersten mal, dass ich etwas auf französisch veröffentliche. Ich kann zwar sehr gut französisch sprechen, aber schreiben ist nicht meine Stärke. Ich habe sehr viel länger gebraucht als sonst.
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Am Abend hörte ich eine weitere Folge des Lederhosenkartell. Ein spannender Podcast über die Wiesn und das Oktoberfest. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass das Biergeschäft in München auf der Wiesn, unter ein paar wenigen Brauereien aufgeteilt ist, und dort niemand sonst Bier verkaufen darf, es sei denn, er gehört dieser Vereinigung an und erfüllt alle Kriterien.
Sonntag war Ruhetag. Es gab nichts, was es wirklich wert gewesen wäre, zu berichten. Doch ich fing an die ersten Fotos für den Fotorückblick 24 rauszusuchen. Ich will das nicht auf den letzten Drücker machen. Es ist ja immer eine Mischung aus ästhetisch schönen Fotos und Fotos, die etwas Erinnerungswürdiges zeigen. Ich gab dieses Mal den erinnerungswürdigen Fotos den Vorrang. Zudem war ich erstaunt, wie wenig Fotos ich dieses Jahr gemacht habe.
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Der Montag war auch ein Ruhetag, irgendwie. Und da es nichts weiter gibt, was es wert wäre aufzuschreiben, mache ich eine Tagesfrage.
An welche wichtigen historischen Ereignisse erinnerst du dich?
Ich gehe mal davon aus, dass es wichtige historische Ereignisse sind, die zu meinen Lebzeiten stattfanden, sonst hätte die Frage wenig Sinn, und die Liste würde elend lang werden.
Es gibt ein Ereignis, an dem ich noch weiß, was ich an dem Tag so alles getan habe. Der 11. September 2001. Ich musste an dem Tag ins Filmstudio fahren wegen einer Besprechung. Dort hatte man einen Fernseher aufgestellt und man verfolgte die Nachrichten auf CNN über die einstürzenden Türme. Da ich am Tag davor keine Zeit gehabt hatte, um meinen Geburtstag zu feiern, hatte ich für diesen Abend in ein Restaurant geladen. Die Stimmung war gedrückt. Und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, habe ich mit niemandem mehr Kontakt, der an dem Abend dabei war. Es war ein anderes Leben, eine andere Zeit.
Ein anderes Ereignis, an das ich mich auch erinnere, ist der Todestag von Elvis Presley.  Es war der 16. August 1977. Ich war so grad noch zehn Jahre alt und mit meinen Eltern im Urlaub im Jägerthal im Elsass. Die Erinnerung ist auch nur dem Umstand geschuldet, dass wir nicht zu Hause waren. Zu meinem Geburtstag, der ein paar Wochen später war, erhielt ich dann ein Doppelalbum von Elvis Presley mit seinen größten Hits. 
Am Morgen zum Wochenmarkt wo sich das Wetter länger nicht entscheiden konnte was denn nun. Die Sonne gewann, wenn auch mit vielen Wolken. Das obere Foto machte ich als ich den Markt verließ. Es war so eine Eingebung, dass es vielleicht gut werden könnte.
Auf dem Markt traf ich das Paar das nun seit zwei Jahren in dem Haus wohnt, das auf dem Grundstück errichtet wurde auf dem mein Elternhaus stand. Es war ein bisschen seltsam die beiden wieder zu treffen und später dachte ich lange darüber nach wann ich das letzte mal an dem Haus vorbei gefahren war.
Anschließend fuhr ich nach Gasperich beziehungsweise zur Cloche d‘Or in ein leerstehendes Autohaus, in dem dieses Jahr die Fuelbox stattfindet. Es folgen viele Bilder:
Ich habe dieses Mal versucht Fotos zu machen von den Kunstwerken, die mir wirklich gefielen, denn es war wesentlich mehr. Was ich schade finde ist dass es immer wieder die üblichen Verdächtigen sind, die mitmachen von denen man die Kunst kennt. Es waren aber auch ein paar neue dabei. Sehr schön fand ich die kleinen pinkfarbenen Kakteen. Aber auch das Octrychon (sagt man das so, oder doch eher Polyptychon ?), das vorletzte Bild. Aber auch das mit den Ameisen von Theid gefiel mir gut.
Am Abend schaute ich mir diesen kleinen liebenswerten Film an. Wenn es eine Schauspielerin gibt, die immer wieder vergessen wird, neben Maggie Smith und Judi Dench, dann ist es Patricia Routledge.
Ich sag es gleich vorne weg, der Freitag war sehr durchwachsen wettermäßig. Und da ich quasi die der ganze Woche über dieser immer einen Tag voraus war, war ich felsenfest überzeugt, es wäre schon Samstag und ich war voll im Modus Wochenmarkt. Kennt sonst noch jemand das Gefühl?
Doch die Vernunft siegte über das Gefühl und ich fing an die Wohnung aufzuräumen. Freitag ist Meisterin Proper Tag.
Am Abend war ich dann mit der A. im Tzukii, die noch nie dort gewesen war.
Es war wie immer großartig.
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Ach ja, beim Durchsichten der Fotos, fand ich diesen Screenshot.
Vor anderthalb Wochen, als es so fürchterlich lange regnete, fast 24 Stunden am Stück, hatten jede Menge Leute in meinem Umfeld eine Warn SMS bekommen. Nur ich nicht.  Ich dachte noch scherzhaft, dass sie mir keine SMS schicken, weil die wohl wissen werden, dass ich im dritten Stock wohne und wenn bei mir das Wasser in der Wohnung steht, dann ist halb Luxemburg ertrunken. Doch wie es scheint, geht jetzt ein neues System an den Start, dass jetzt mal eine Testphase durchläuft und das stabiler sein soll, als das alte. Interessant war, dass viele Menschen das in Großbuchstaben geschriebene TEST übersahen und die Warnung für echt hielten. Ach ja…*seufz*
Rosa Flecken in den dunklen Wolken. Es wird doch nicht etwa ein schöner Morgen werden?
Keine drei Minuten später, klingelte der Heizungsinstallateur. Na endlich! Zumindest war er pünktlich, und es hat sich gelohnt, so früh aufzustehen. Er baute mir eine neue Pumpe ein, und jetzt ist es endlich, endlich wieder warm in der Wohnung.
Um 8:10:
Da sah das Wolkenbild noch vielversprechender aus. Am Nachmittag jedoch, ging wieder ein Wolkenbruch nieder.
Am Abend dann, wie schon gestern angekündigt, eine letzte Dienstrunde. Einen letzten Absacker gab es im Theater selbst. Das war schön, denn ich konnte seit Anbeginn dieser Produktion zum ersten Mal mit ein paar Leuten reden, ohne dass wir beständig durch irgendetwas anderes unterbrochen worden.
Kurz nach 23:00 Uhr war ich daheim.
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1988 schrieb Steve Stoliar der der brühmten Schauspielerin aus der Stummfilmzeit, Lillian Gish und fragte, ob Stummfilme tatsächliche Dialoge in den Drehbüchern hatten oder ob es nur eine allgemeine Beschreibung dessen gäbe, was gesagt wurde. Sie antwortete ihm in einem schönen Brief. Und ich war baff über die Antwort, denn es gab keine Drehbücher!
Ein rasend spannender Podcast über Fälschungen in der Kunst. Der doppelte August Macke. Die Geschichte eines Bildes das 2023 bei Christie‘s versteigert werden sollte. Das Problem, es wurde schon einmal 1999 bei der Konkurrenz Sotheby‘s versteigert und beide (das sieht man deutlich auf der DLF Seite) sind nicht identisch. Ich sage es noch einmal, rasend spannend! Und da wo die beiden Folgen herkommen, gibt es noch mehr zu hören. Ich hatte vorgehabt am Morgen die beiden Folgen gemütlich im Bett zu hören und vor mich hin zu dösen, da ich nichts weiter vor hatte. Fazit: ich saß anderthalb Stunden kerzengrade im Bett. Dabei fiel mir eine Geschichte ein, aus längst vergangenen Tagen. Doch die braucht etwas länger, und eine kleine Recherche und dafür habe ich grad keine Zeit.
Währenddessen, oh Wunder, rief der Heizungsmonteur an. Er wäre bereits gestern Abend da gewesen. Aber da ich ja eine Dienstrunde hatte, traf er niemanden an. Er vereinbarte einen Termin mit mir für morgen früh. Es wird auch Zeit, denn langsam wird es ungemütlich kalt.
Den Rest blieb ich jedoch häuslich eine Reihe von Dingen zu erledigen galt, die ich aufgeschoben hatte.
Als das erledigt war, sah ich mir auf Arte einen restaurierten Film von Alfred Hitchkock an. Blackmail. Die Geschichte hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Sicherlich nicht bei jedem, aber bei mir schon. Sehenswert ist der Film allemal.
Am Abend dann eine vorletzte Runde Dienst für diese Woche. Und damit wäre diese Baustelle dann auch zu. Morgen noch einmal und dann… „Uff!“ Versteht mich nicht nicht falsch, die Arbeit war völlig in Ordnung. Sie forderte mich nur nicht sonderlich. Das ist ab und an mal ganz nett, doch befriedigend ist es nicht.
Befriedigend aber war das spontane Abendessen in der Skybar. Ich hatte keine Lust daheim bei elektrischem Warmluftpuster Trübsal zu blasen.
Es gab ein kleines Süppchen mit Tofu, Jakobsmuscheln und ein Tartar mit Wasabi. Am tollsten war der Nachtisch. Die Vanille einmal durchdekliniert. Mit Mascarpone, Milchreis, Eiscreme und Karamell und einem Biscuit aus schwarzer Schokolade.
Das einzige was wirkich nicht gut war, war das Glas Chardonnay. Die müssen einen anderen offenen Wein haben, anders ist es nicht zu erklären. Er war käsig im Abgang. Das war mir völlig neu und hatte ich bis dato noch nie bei einem Chardonnay erlebt.
Ein letztes Bild von der Terrasse von spektakulär beleuchteten Bäumen, bevor es ins Bett ging. Morgen muss ich früher raus als sonst.
Die Heizung geht immer noch nicht. Aber mir ist seltsamerweise auch nicht kalt. Ich las jetzt im den regelmäßigen Mails die ich von AG1 bekomme, dass ich ab dem dritten Monat eine Veränderung spüren würde. Mein Immunsystem käme jetzt so richtig auf Touren. Ich kann das so nicht bestätigen, aber ich fühle mich in der letzten Zeit sehr wohl in meiner Haut. Ob das tatsächlich an dem Vitaminpräparat liegt, kann ich nicht sagen. Aber mit geht es recht gut damit. Um mich herum husten und niesen alle, doch ich habe bis jetzt noch nichts abbekommen. Wenn ich diesen Winter tatsächlich ohne Erkältung überstehen sollte, war das tägliche Gesöff, das nach ekeligem Red Bull schmeckt, die Mühe wert.
Aber eigentlich wollte ich von der Heizung schreiben. Auf mein gestriges Telefonat, reagierte niemand, also rief ich heute noch einmal an. Die Hausverwaltung versicherte mir, dass sie sofort beim Heizungsmonteur anrufen würden. Ich könnte auch selbst dort anrufen, doch da wir über die Hausverwaltung einen Wartungsvertrag mit der Firma haben, ist es theoretisch einfacher, die kümmern sich darum. Und die können auch mehr Druck machen, da sie sonst die Verträge kündigen, denn die Hausverwaltung hatte sicherlich nicht nur ein Apartmenthaus das von denen gewartet wird. Es bleibt spannend.
Am Mittag hatte ich einen Termin mit einer Arbeitskollegin. Wir trafen uns im Renert zum Mittagessen. Es wurde deftig. Ich hätte Blutwurst, sie hatte Bohneneintopf mit Würstchen. Ich war anschließend pappsatt.
Es gab so manches zu besprechen, arbeitstechnisch, was die letzten Monate passiert ist und was in Zukunft passieren wird. Solche Gespräche sind immer wichtig, weil wir uns gegenseitig auf dem Laufenden halten können, was alles in der Szene passiert.
Wieder daheim werkelte ich ein bisschen im Büro und in der Küche. Dabei hörte ich einen spannenden Podcast über James Baldwin. Dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Sein Name war mir geläufig, doch ich wusste wenig über ihn. Der Podcast der Langen Nacht setzte dem ein Ende.
Am Abend eine ereignislose Dienstrunde, also ohne Zwischenfälle.
Einen kleinen Absacker gab anschließend noch mit der A. (Nein, nicht die A. , sondern die Schwester vom H. aus Australien) Ich war ihr letztens in der Staatsbibliothek begegnet. Sie hatte Karten für das Theaterstück, und wir verabredeten uns im Vis-a-Vis.
Es wurde nicht sehr spät. Kurz vor Mitternacht war ich zu Hause.
Der T. aus England (sorry aus Wales), schickte mir ein Podcast. Queerphoria. Jack Guiness interviewt darin Persönlichkeiten aus der queeren Szene in Großbritannien. Ein großartiges Interview hatte er mit Graham Norton.
Ich hörte diesen Podcast am Morgen bei meinem ersten Kaffee und Graham Norton muss ich wohl nicht vorstellen.
Gegen Mittag ging ich zum Bärenbrunch ins Paname, in dem ich schon lange nicht mehr war. Als ich noch in der kleinen Wohnung im Bahnhofsviertel wohnte, war ich öfters dort.
Die Sonne schien:
Ich habe leider keine Fotos gemacht. Die Gerichte die ich in meiner Zusammenstellung hatte, waren alle durchaus lecker und ok, ABER…. Der Preis!!!! Für zwei Tassen Kaffee, ein Orangensaft, ein Croissant (immerhin von Oberweis, aber ohne Butter oder Marmelade) ein kleiner Granola Bowl und ein grilled Cheese Sandwich, musste ich 42€ bezahlen. Das steht in keinem Verhältnis. Wenn ich nämlich noch 20€ drauflege kann ich ein Brunch im 5 Sterne Hotel ‚Le Royal‘ haben. Und dort steht ein Buffet und die Gänge zum Tisch werden nicht gezählt. Und damit kommt ein weiteres Restaurant/Bar/Brasserie/Café, auf die Liste der Lokale, die aus Preisgründen nicht mehr besuchbar sind. Es stehen schon ein paar darauf.*
Es folgte eine Dienstrunde bei der alles glatt ging
Am Abend schaute ich mir zwei Folgen über die Flora und Fauna von Ecuador an.
*Ich fragte mich, ob ich die Liste öffentlich machen soll.
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Der Montag dann:
Bähhhh.
Zudem wollte ich heute dann doch endlich die Heizung hochfahren. Nein. Geht nicht. Die Pumpe ist, denke ich, ganz hinüber. Ich rief bei der Hausverwaltung an, die versprachen sich darum zu kümmern. Ich bin gespannt ob der Worte Taten folgen.
Am Abend traf ich mich der A. im Parc Belair zum Abendessen. Es gab ein köstliches Risotto:
Das Fazit unserer Gespräche an dem Abend war, dass wir jetzt wieder sechs Monate Dunkelheit überstehen müssen. Der Sommer war viel zu kurz. Die A. leidet genauso unter den winterlichen Aspekten wie ich. Wir versprachen uns gegenseitig, dass wir ein bisschen mehr nach uns selber schauen in diesem Winter. Mehr Sauna, mehr schwimmen und überhaupt ein bisschen mehr Selbstliebe betreiben, als wir das sonst tun. 
Ein wettermäßig trüber Samstag, mit einem schnellen Wochenmarkt. Ich war auch kurz im Renert auf einen Kaffee mit der D. Doch da wir drinnen saßen und der Geräuschpegel sehr hoch war, hielt ich es nicht lange aus.
Ich machte noch ein paar Besorgungen und dann war schon wieder Dienstrunde.
Später am Abend sah ich mir den Film Haftbefehl -Im Zweifel gegen den Angeklagten von Vincent Garenq auf ONE an. (Es gibt ihn auch in OV ) Es geht dabei um einen der größten Justizirrtümer in Frankreich der Nachkriegszeit. Ich kannte die Geschichte bereits, weil ich sie vor Jahren einmal in einem Dokumentarfilm gesehen habe. Aber sie hier noch einmal in konzentrierter Form mit einem großartigen Phillipe Torreton in der Hauptrolle zu sehen, wühlte mich unglaublich auf, so sehr, dass ich ein paarmal dazwischen Pause machen musste. Der Film, der auch Preise gewann, ist wirklich sehenswert, aber es ist ein hartes Stück emotionale Arbeit für den Zuschauer.
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Die D. schickte mir ein Foto eines Gedichtes, das diese Woche im Land stand. Aber es braucht eine kleine Erklärung. Es geht darum, dass der Erbgroßherzog nun langsam, aber sicher die Geschäfte des aktuellen Großherzoges übernimmt. Es ist schon sehr despektierlich und ich werde es nicht übersetzen. Versucht es einfach mal zu lesen:
Der Freitag ist in weiten Teilen immer vorgeschrieben, weil die Putzhilfe kommt. Und weil die Meisterin Propper nunmal so heißt und nicht Aufräummeisterin, musste ich den Part vorher selber machen.
Ich stellte dabei fest, dass in der Kaffeedose sich nur noch ein paar wenige Bohnen tummeln. aber dafür sollte ich heute keine Zeit haben. gegen elf musste ich im Fernsehsender sein, um die Bilder abzugeben für die No Art Sendung.
Danach machte ich mich auf zur Nationalbibliothek, weil mir etwas eingefallen war, aus den 80ern, das ich nachsehen wollte. Das braucht eine Erklärung. Als ich in den Achtzigern in der Schule war, war ich auch in einer Pantomime Gruppe dabei. Diese Gruppe hatte ziemlich großen Erfolg. So sehr, dass wir nebst den Schulaufführungdungen auch anderweitig eingeladen wurden, um dort zu spielen. 1985 hatten wir das Stück die „Die Konferenz der Tiere“ auf dem Programm. Eine der Vorstellungen hatten wir in Grevenmacher auf einem Festival von Pfadfindern. In meiner Erinnerung schwirrten Bilder im Kopf, auch von mir, die in einer Zeitung waren.  Aber in welcher? In der Revue, die bis zum Jahr 2020 online komplett zur Verfügung steht, gab es nur eine kleine Anzeige. Also müsste es theoretisch in dem anderen Wochenmagazin drin sein, dem Télécran. Beide Magazine gibt es übrigens heute noch. Ich fand was ich suchte, aber es waren nicht die Fotos drin, die ich im Kopf hatte. Also muss es logischerweise noch in einer anderen Zeitung sein. Zumindest habe ich jetzt mal das konkrete Datum.
Am Abend war dann wieder eine Dienstrunde angesagt.
Ein freier Tag! Gott sei’s gelobt, getrommelt und gepfiffen! Naja, eine kleine Chose war dann doch. Aber die hätte ich auch gemacht, wenn sie nicht in einem dienstlichen Kontext gestanden hätte.
Was nicht so gut geklappt hat, war das Schlafen. Kurz nach 5:30 Uhr war ich wach und ich musste aufstehen.
Der Mittagstisch im Renert bestand aus einem Toast mit Champignons und Salat.
Wenn ich hier irgendwann den Koch überzeugt bekomme, ein bisschen besseres Brot zu nehmen als nur das schlichte, weiße, einfache Toastbrot, dann wäre das Gericht perfekt.
Am Nachmittag sah ich ein sehr schönes Interview mit Kathy Bates:
Am Abend ging ich zusammen mit der D ins MUDAM. Die Eröffnung der neuen Ausstellung von Cosima von Bonin.
Es waren sehr viele Menschen da. Ich hatte jedoch Glück und konnte vieles ablichten, bevor mir alle Nase lang jemand vor die Kamera läuft. Es gab auch eine Performance, die ich aber soso lala fand. Insgesamt ist es doch eine schöne Ausstellung mit kleinen subtilen Botschaften darin versteckt. Auch Kinder werden ihren großen Spaß daran haben.
Der Hunger trieb die D. und mich ins Bovary. Wir diskutierten noch eine Weile über die Ausstellung.
Zu essen gab es Fish and Chips.
Die Remoulade war mit Estragon, was dem ganzen eine spezielle Note gab. Ich mochte es.
Vor der Tür vom Bovary:
Das bringt schon fast Weihnachtliche Stimmung auf. *schrieb er, schüttelte sich und dachte mit größtem Wohlbehagen daran, dass die kommende Weihnacht alles andere als besinnlich werden wird*
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Was hört ihr? Der uralte Trick dass es vom Lesen her auch so ins Ohr geht.
Montag Abend ging es meinem Kopf so so la la. Der drastische Wetterumschwung hatte Auswirkungen und ich brauchte lange um einzuschlafen. Demnach fiel die Nacht kurz aus, da ich am Dienstag früher raus musste für eine Reportage. Cosima von Bonin. Eine recht spannende Ausstellung. Sie wird am Donnerstag im Mudam eröffnet.
Wieder zu Hause recherchierte ich noch über die Künstlerin und legte mich eine halbe Stunde hin, bevor ich wieder eine Diensterunde antrat.
Am Abend nach Generalprobe fiel ich wie ein Stein ins Bett.
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Am Mittwoch hatte man ein Unwetter angesagt, das ich gleich beim ersten Augenaufschlag schon im Kopf spürte. Ich wehrte mich sofort dagegen, denn es war nicht der Tag um schlapp zu machen. Ich sollte eine Sendungsaufzeichnung haben und das früher als normal. Ich musste fit sein, egal was es kostet. Nach zwei Stunden liegen und rummgammeln war der Schmerz soweit weg.
Die Sendung verlief gut, ich war konzentriert und brachte alles zu Wort was ich bringen wollte, ohne etwas Wichtiges zu vergessen. Uff.
Die Mittagspause verbrachte ich mit der Crew in der Grocerie du Grund. Ich habe leider keine Fotos gemacht, aber schaut euch die Homepage an. Das sieht schon sehr toll aus!
Auf dem Rückweg ging ich am Rainbow Center vorbei und schaute kurz rein, denn dort war die Ausstellung mit dem schönen Titel A Hug Is Always The Right Size fast ganz aufgebaut.
Wieder daheim legte ich mich kurz hin und schlief ein halbe Stunde fast tief und fest. Das war nicht gut, ich hätte besser gehabt es nicht r bei 15 Minuten zu belassen. Die Folge war dass ich ein wenig durch den Wind im Dienst erschien.
Es lief alles glatt bis auf eine kleine Chose, die dem Umstand geschuldet war, dass man dem ‚alten Haudegen‘, der 25 Jahre diesen Job macht, nicht für voll hält und von sich selbst denkt, man wüsste mit 25 Lebensjahren alles besser. Tja… Der Spruch ‚I told you so!‘ lag mir auf der Zunge.
Ich ließ die anschließende Feier sausen und fiel nicht wie Stein sondern wie ein Fels ins Bett.
Ein Montag der mit sehr viel Sonne startete und mit viel Regen endete.
Am Morgen war viel Rechner angesagt. Es gab zu schreiben, zu lesen, zu beantworten… Das war alles so intensiv, dass ich vergaß zu essen. Kommt nicht so oft vor. Ich zurrte noch ein paar Termine fest und dann war es auch schon an der Zeit Unverblogbares zu tun. Auf dem Weg dorthin brummte der Kopf. Ja, das Wetter schlug um. Alles Dienstliche lief dann wie am Schnürchen.
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Ich erwähnte gestern kurz den neuen Film Joker „Folie à Deux“ Nach dem Lesen dieser Kritik im New Yorker, denke dass ich ihn mir nicht ansehen werde.
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Via die D: Das Lederhosenkartell. Ein Podcast für alle, die das Oktoberfest lieben oder hassen, oder wie ich, noch nie dort waren. Ich habe jetzt die ersten drei Folgen gehört und bin sehr angetan, weil man so manches Hintergrundwissen die großen Player der Wiesn erfährt.
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Wusstet ihr schon…? Nashörner sind eigentlich Einhörner, die sich haben gehen lassen und ihre Figur ist aus dem Ruder gelaufen.
Eine sehr gute Nacht. Fast neun volle Stunden durchgeschlafen. Ein wenig rumgegammelt und das WMDEDGT Posting vom Vortag fertiggestellt. Das war eine gute Übung hinsichtlich der Ausführlichkeit, obwohl, wenn ich ihn jetzt lese, könnte noch ein wenig detailreicher sein.
Es war „vide grenier“ Sonntag. Ich war schon lange nicht mehr auf einem. Also überlegte ich nach was ich suchen könnte, das ich bräuchte. Eine neue Seifenschale auf der Ablage in der Dusche. Die zwei die jetzt dort stehen, sind zwar wunderschön und passen gut aber sie sind aus Eisenguss und fangen an zu rosten. Schon bei Kauf war mit klar, dass das irgendwann passieren würde.
Mir war nach drölfzig Ständen durchforsten klar, dass man nicht mit einer fixen Idee auf so einen Flohmarkt gehen darf. Ich würde es eh nicht finden.
Also setzte ich mich im Renert auf die Terrasse, blieb aber nicht lange, weil ein unangenehmer Wind aufkam. Ich schaute nach was im Kino lief, aber es war nichts was mich vom Hocker gehauen hätte. Der neue Joker oder Beetlejuice liefen erst um 20:00 Uhr. Also ging wieder heim mit einem kleinen Umweg.
Es herbstelt schon sehr. Der Sommer war viel zu kurz…
Dieses komplette Outfit von Brunello Cucinelli gefiel mir schon sehr. Zusammengerechnet zum Schnäppchenpreis von 12.415€. (Die drei Teile die sonst noch im Schaufenster lagen, nicht mitgerechnet)
Bei Chanel fand ich das Foto im Hintergrund sehr schön.
Ich ging am Vauban Museum vorbei und rätselte, ob ich mir die Ausstellung Im Goldenen Licht schon angesehen hatte. Nein, hatte ich noch nicht. Es ging um holländische Maler aus den 17. Jahrhundert die alle Italien bereist hatten. Alles sehr naturbezogen und romantisch. Interessant war auch, dass viele Bilder nur ihrem Malstil und Pinselstrich nach, den einzelnen Malern zugeordnet werden konnten. Aber mit Sicherheit kann man es nicht sagen. Aber es sind schon ein paar sehr schöne dabei. Absolut sehenswert auch immer die permanente Ausstellung. Die Marmorbüsten unten gehören dazu:
Vor der Haustür beschloss ich dass ich doch noch etwas anderes sehen wollte, denn es war erst kurz nach 14:00 Uhr.
Ich fuhr in die Alte Heimat. Es ist die einzige Ecke die mir einfällt an der Sonntags zumindest irgendetwas geöffnet ist.
Es gibt dort, und das hatte ich schon das letzte mal entdeckt, eine kleine Weinbar mit dem Namen Mistral, mitten in der Fußgängerzone. Man sitz ein wenig sehr mittendrin. Aber um Studien am Mensch zu betreiben, ist es ideal. Zwischendurch schrieb schon hier vor.
Und als ich so vor mich hinschieb, wurde mir bewusst dass wir schon Oktober haben und es langsam Zeit wird, die Fotos für den Rückblick auszusuchen. Der jährliche Aufruf geht inzwischen in seine vierte FÜNFTE Runde! Da ich mein Blog immer vollstopfe mit Fotos ist die Auswahl von zwei Fotos pro Monat immer heikel.
Ich sah dass das Philo’soff geschlossen ist. Man hat, so erzählte man mir, den Betreiber per Gerichtsvollzieher vor die Tür gesetzt. Ups!
Ich kaufte zwei neue schwarze Hosen im Herrenladen meines Vertrauens. Ich hatte die letzten Tage festgestellt, dass ich nur noch eine habe, die zudem auch noch löcherig ist. ich kann dienstlich auch eine blaue Jeans anziehen, aber schwarz ist immer besser. Zudem erzählte mir der Besitzer, dass er auch bald schließen wird. Und damit geht eine weitere Ära zu Ende… Ich habe all die Jahre immer dort eingekauft, seit der Eröffnung des Ladens.
Wieder daheim, sah ich mir eine Komödie von Maggie an.
Na los! Da ich heute ausnahmsweise mal daran gedacht habe, mache ich auch seit langem mal wieder mit. Zudem ist heute ein Tag, der nicht mit dienstlichem Zeug gekrönt ist. Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag ist ein Aktion von Frau Brüllen.
Ich stand verhältnismäßig spät auf. Ich hatte gut und lange geschlafen. Draußen schien die Sonne.
Gegen 11:00 Uhr hatte ich einen Termin mit einer Bekannten. Da dies aber ein Termin sehr privater Natur war, kann ich hier nicht darüber schreiben. Nur so viel. Es ging um Krankheit, um Heilung und um Haare.
Gegen Mittag nahm die Bekannte mich mit in ein Restaurant in in ihrem Viertel. Bo Zai Fan ist ein kleines, asiatisches Restaurant, das sich vor allem auf Dumplings spezialisiert hat.
Es waren bis dato die besten die ich je in Luxemburg gegessen habe. Wow!
Im Anschluss ging ich einkaufen. An einem Samstagnachmittag gestaltet sich das schwieriger als gedacht. Ich wollte nirgendwohin, wo die Menschenmenge tobt. Also entschied ich mich für die Concorde. Der große Supermarkt dort hat ja vor kurzem den Besitzer gewechselt und und gehört nun der E. Leclerc Kette. Ich kaufte alles ein für den grünen Schackshuka, den ich gestern erwähnt hatte. 
Im Tiefkühlregal, fand ich etwas Neues:
Nutella Eiscreme von der Marke selbst. War das lecker? Nein, nicht so richtig. Es ist Schoko Eiscreme, die oben mit einer Nutellaschicht überzogen ist, die im Tiefkühler steinhart wird. Muss ich nicht noch einmal haben. Draußen schien immer noch die Sonne, und sie ließ sich nicht von der großen schwarzen Wolke beirren.
Am Abend war ich mit dem J. verabredet. Ich sah ihn das erste Mal seit St.Jean wieder. Wir waren im Dipso zum Aperitif verabredet. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort gewesen. Für mich gab es ein Glas Pinot Gris.
Wir probierten anschließend ein neues Restaurant aus, das ist vor wenigen Monaten eröffnet hat. Es hatte die Geschäftslokale übernommen, in denen ich vor acht Jahren meinen 50. Geburtstag feierte. Im Annexe. Jetzt heißt es Chinchin und ist ein asiatisches Restaurant. Es ist lecker, aber auch sehr teuer.
Vier kleine Vorspeisen zum teilen, zwei Hauptgänge, ein Dessert und zwei Gläser Wein für zwei Personen schlugen insgesamt mit 145 € zu Buche! Peng!
Einen letzten Absacker gab es im Renert. Ich fror ein bisschen und war froh, als ich zu Hause ankam.
Ein freier Donnerstag der aber nur so halb einer war. Dienstlich zog ich um in ein anderes Gebäude. Das ist meistens so. Wenn etwas Neues kommt, muss ich umziehen. Meine Aufträge sind selten hintereinander im gleichen Haus.
Am Abend hatte ich Karten für ein Stück, das vor zwei Jahren das erste mal lief, das ich aber damals nicht gesehen hatte. Shakespeares Sommernachtstraum auf französich. Le songe d’une nuit d’été. Schön daran war, dass das Ganze in eine Diskothek verlegt wurde. Das Studio des Grand Théâtre wurde umgemodelt und die große Zuschauertribühne kam komplett raus. Dabei entstand ein riesige Tanzfläche mit Poledancing und allem was sonst noch benötigt wird.
Fotos aus dem Programmheft
Es war eine großartige Show von zweieinhalb Stunden. Ich bin froh dass ich sie doch noch zu sehen bekam.
Ein Foto wollte ich noch zeigen von meiner Kochkunst und weil ich das Gericht im Moment sehr mag und es einfach schnibbeln und schichten und den Ofen schieben ist.
Ein Briam frisch aus dem Ofen. Ich schaffte ihn zur Hälfte.
Hier noch ein Gericht was ich mit Video verlinke, weil mich das sehr angesprochen hat und ich das am Sonntag wahrscheinlich nachkoche. Ein grüner Schakschuka mit einem Blech voll Reibekuchen.
***
Der Freitag dann war einerseits dienstlich endlich ein Lichtblick. Es gab einen sauberen Durchlauf der dann endlich einiges klärte.
Am Abend ein wohlverdientes Twisted Cat:
Ach ja, da wäre noch eine Frage die ich in einem Thread fand:
Da musste ich erstmal die Hitparade aus dem Jahr googeln und fand dann auch sofort die Band. Yazoo! Die waren schon groß!
Am Morgen eine größere Einkaufsrunde im benachbarten Ausland. Ich musste Dinge für den Haushalt kaufen. Dann gab es noch ein paar Dinge am Rechner, die zu erledigen waren. Und sehr viel mehr war am Dienstag nicht.
Am Abend schaute ich mir einen Film an, von einem Roman, der in den achtziger Jahren über Wochen und Monate auf Platz 1 in der Bestseller Liste der Belletristik stand. Die Muschelsucher von Rosamunde Pilcher. Das Buch wurde mehrfach verfilmt, doch ich fand eine auf YouTube mit Angela Lansbury in der Hauptrolle. The Shellseekers. Es war der Roman der Pilcher zum Durchbruch verhalf. Meine Großmutter konnte zu Lebzeiten nicht genug Rosamunde Pilcher Filme gucken, und es war schon fast wie ein heiliger Akt, dass sie sich jeden Sonntagabend im ZDF ein Rosamunde Pilcher Film anschaute. Mir war das alles zu seicht. Da in diesem Film aber Angela Lansbury die Hauptrolle übernahm, war ich neugierig.
Ich muss gestehen, dass ich den Film gar nicht so schlecht fand, aber dazu hat auch Lansbury viel beigetragen. Alle anderen Charaktere sind sehr eindimensional.
***
 Als ich am Mittwochmorgen erwachte, merkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Es kündigte sich eine Migräne an und zwar eine von der schlimmen Sorte. Eine halbe Stunde später merkte ich, dass ich Symptome hatte, die ich davor noch nie hatte.  Wenn ich sonst Migräne habe, wird mir immer schlecht aber nie so schlimm, dass ich mich tatsächlich übergeben müsste. Diesmal hing ich über dem Waschbecken und würgte. Aber es kam nichts, da ich ja noch nichts im Magen hatte. Ich schluckte eine erste Pille, legte mich eine Weile hin und hoffte auf Besserung. Nach einer Stunde jedoch merkte ich keinen Unterschied. Also würgte ich noch einmal 1000 mg Paracetamol hinunter und betete, dass sie bitte schön drin bleiben und ich sie nicht ausspeien müsste. Kurz vor Mittag war ich dann endlich bereit aufzustehen und den Tag zu begehen.
Ich fragte mich später, warum ich in letzter Zeit wieder mehr Migräne habe? In meinen Dreißigern und Vierzigern hatte ich sie häufig. Dann lies es nach und ich hatte überhaupt keine mehr. Meine Wetterfühligkeit mit Kopfbrummen ist nicht das gleiche. Seit ein paar Monaten jedoch und man kann es im Blog ja sehr schön nachlesen, treten sie wieder verstärkt auf, vor allem am Morgen, was sonst nie der Fall war. Ich frage mich, ob das mit der Andropause zu tun hat?
Ich traf mich mit der D. im Renert und bestellte Mittagessen. Es gab einen Renert Swiss Burger. Sehr gut aber eine gewaltige Portion.
Anschließend fuhr ich zum Optiker denn ich hatte ein Glas aus dem Sonnenclip verloren. Er setzte mir ein neues ein.
Und dann war es schon wieder an der Zeit um dienstlich anzutreten.
Die Temperaturen sind ganz schön den Keller gerutscht. Aber ich weigere mich die Heizung schon anzumachen. Noch haben wir September.
Am Sonntagmorgen ging es mir eigentlich ganz gut. Nur die Nase war etwas zu und ich merkte dass ich den Großteil der Nacht durch den Mund geatmet hatte. Nun ja…
Ich wurschtelte etwas daheim umher und sah nochmal alle Termine für nächste Woche durch, den die wird nicht besser werden als diese Woche.
Eine Vorstellung am Nachmittag, die gut von statten ging, ohne Zwischenfälle.
So sieht das übrigens hinter der Bühne aus. Es ist stockfinster und schmal, mit nur sehr wenig Licht. Die Pfeile am Boden sind dafür gedacht, dass man die Ein- und Ausgänge findet ohne dass man irgendwo anrempelt.
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Der Montag, dann war von einer Tristesse, die fast nicht zu übertreffen war. Es war unentwegt grau, und es regnete und regnete und regnete…
Ich las im Blog bei der Kaltmamsell über ihre Wanderwege auf Mallorca und freute mich über die schönen Fotos. Inzwischen kann ich gut nachvollziehen, wenn Leute sich bei mir im Blog bedanken über meine Reiseberichte, denn irgendwie reist man ja mit.
Am Abend hatte ich eine Verabredung mit dem Damen Trio aus den Neunzigern. Wir hatten uns schon eine Weile nicht mehr gesehen und da es an einem Montag war, und sehr viele Restaurants geschlossen sind, fiel die Wahl auf eines, dass ich nicht besonders mochte. Das Sazio. Zugegeben, der Ort ist schön und auch im Sommer ist die Terrasse eine Wucht. Aber das was aus dem Tellern ist, ist überteuert und nicht lecker.
Ich hätte Pasta mit Ragu, die Pasta war mir ein Ticken zu sehr aldente und das Ragu war zäh. auch der eine Kellner war mir etwas zu überdreht. Er dachte, er sei lustig, war er aber nicht. Auf dem Weg zurück machte ich noch ein Foto vom Cercle Münster.
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Kris Kristofferson ist gestorben. Ich war ihm einmal in meinen Cannes Jahren, als ich noch nicht bloggte, begegnet. Damals noch zusammen mit der F., die mich immer mitnahm und deren Rollstuhl ich durch die Gegend schob. Er blieb nach der Filmvorführung im Foyer bei uns stehen und machte der F. ein Kompliment über den knallbunten Rollstuhl, der damals ein echter Hingucker war und gab uns die Hand. Ich kann mich erinnern, dass er einen sehr festen Händedruck hatte. Der Rollstuhl war überhaupt mehrfach der Grund dass wir dort immer wieder angesprochen wurden. Den Film den wir gesehen hatten, war Lone Star.
Wie der Samstag war, fragte ich mich am Sonntag, kurz nachdem ich aufgestanden war. Tja,… Es war der erste Samstag an dem ich auf den Wochenamrkt ging. Ich kaufte ein Walnussbrot, vom Eifler Bäcker dass mir aber, das kann ich jetzt sagen, nicht schmeckte. Doch das Dinkeltürmchen, das ich sonst nehme, war nicht mehr da, da ich zu spät losgekommen war. Beim Renert war die Strimmung angenehm und ich sah seit langem den Y. vom Renert Social Club wieder. Es gab so einiges zu erzählen. zwischendurch kamm die Sonne heraus und wärmte, denn es war kühl und feucht.
Anchließend fuhr ich zum Bahnhof, weil ich wissen wollte, warum ich keinen Zugticket für Weihnachten kaufen kann, denn offensichtilich sind die Slots für die Feiertage schon geöffnet. Aber noch nicht für jederman wie es scheint. Frankreich fängt da eine Manie an zu entwicklen, alles was aus dem Ausland kommt oder damit zu hat, zu benachteiligen, die mir gar nicht gefällt. Ich lass den Satz jetzt ganz provokativ so stehen, wenn er falsch ist, ich lasse mich genre eis Besseren beleheren.
Wieder daheim befiel ein ganz leichter Schüttelfrost und ein Niesanfall. Ich werde doch nicht etwa…? Doch, ich werde! Jetzt da ich es schreibe, kann ich es bestätigen. Halsschmerzen und trockner Husten. Nein, nicht das was alle denken, das habe ich schon getestet. Und damt blieb ich den Rest das Tages häuslich.
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Manchmal, aber immer selterner kucke ich noch in mein altes Twitter Konto. Dort fand ich von Danny Lee Wynter einen wunderschönen Nachruf auf Maggie Smith und eine kleine persönliche Geschichte.
A tribute to the DAME
I will never forget you.
My thoughts are with your sons, grandchildren, family, friends & your legions of fans throughout the world who admired & loved you.
Am späten Nachmittag vom Vortag hatte ich sie bereits auf dem Balkon gesehen:
Eine asiatische Hornisse. Eine invasive Art. Sie hatte den gewaltigen Regensturm vom Tag davor überlebt und saß am Morgen auf dem Sims. Ich überließ sie ihrem Schicksal, denn es war recht kühl, und sie bewegte sie sich kaum noch. Ich hätte mit dem Pantoffel draufhauen können, doch andererseits könnte sie auch eine Mahlzeit für einen Vogel sein. Ich ließ sie in Ruhe.
Gegen Mittag zog ich los, denn ich hatte Einkäufe zu besorgen. Doch zuerst Mittagstisch im Renert. Kniddelen à la provencale. Sehr lecker, leider kein Foto. Da seit ein oder zweit Tagen auf der Fiederwäissen raus ist, probierte ich ein kleines Glas. Er schmeckt leider sehr gut. Ich bin einmal reingefallen und danach nie wieder.
Danach war eine Premiere angesagt.
Die Bühne war diesmal sehr fotogen. Ich nutzte die Gelegenheit und schoß einige Fotos als niemand im Saal war.
Es lief alles glatt und morgen habe erst einmal einen Tag frei.
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Nachtrag: Ich las mit Bestürzung, dass Maggie Smith verstorben ist. In den zwei oder drei Nachrufen, die ich las, würde ich ein wenig sauer, dass sie immer nur wegen der beiden Rollen in Harry Potter und Downton Abbey erwähnt wird. Das waren wahrscheinlich die bekanntesten Filme, die sie gemacht hat aber bei weitem nicht ihre besten. Sie hat so viele schöne tolle Filme gedreht, hier nur ein paar zur Auswahl. The Lady in the Van. Ladies in Lavender. Travels with My Aunt und nicht zuletzt Room with a View wo sie die legendäre poor poor Charlotte spielt. Ich habe sie leider nie live am Theater gesehen.
Ich blieb häuslich bis zum Abend. Ich hatte genug zu tun daheim. Ich war aus unerfindlichen Gründen sehr früh wach und stand auf. Es war nich dunkel. Doch da ich je jetzt wieder mehr Abends unterwegs bin, legte ich mich nach Bloggen und Zeitunglesen noch einmal hin.
Der Papst war da. Ich hielt mich fernab von den Trubel, den ich aber gar nicht so trubelig empfand, zumindest auf den paar wenigen Bildern die ich kurz im Fernsehen sah. Zudem regnete es immer wieder und das bisweilen sehr heftig. Er wurde ein wenig hier hin und da hin gekarrt, machte eine Spritztour im Papamobil durch die Straßen der Innenstadt, gab eine kleine Audienz fürs Fußvolk, besuchte die großherzogliche Familie, nur eine ordentliche Messe gab er keine. Nun ja… es tangiert mich sehr peripher.
Ich hingegen hatte sehr viel wichtigere Dinge zu tun, wie Wäsche waschen, Mails beantworten, und der Kaltmamsell bei ihrer Mallorca Tour hinterher zu lesen.
Am Nachmittag und Abend Dienstliches, das aber alles zur Zufriedenheit aller ablief. Zwischendurch regnete es immer wieder so heftig, dass man dachte, die Welt würde untergehen.
Das Restaurant Chinese King ist nicht mehr. Der Besitzer hatte einen schweren Herzanfall und musste schließen. Das hatte ich aber nur so am Rande mitbekommen, da ich den ganzen Sommer über nicht dort war. Ich hatte oft über ihn berichtet. Wenn ich Lust auf Chinesisch hatte, war er meistens mein Ziel. Alles, was ich bei ihm aß, fiel unter die Kategorie Comfort food. Es war nichts besonderes, aber es war immer sehr gut zubereitet und lecker. Es stimmte mich ein bisschen traurig und melancholisch, als ich mitbekam, dass er nicht mehr da war.
Vor ein paar Wochen war mir aufgefallen, dass das Interior gewechselt hatte. Jetzt ist dort ein nepalesisches Restaurant dort beherbergt. Nach Dienstschluss ging ich hin. Der Raum wirkt jetzt so anders. Er ist nicht mehr dieses, cremefarbene Ambiente,, sondern alles wurde knallorange gestrichen. Ich hatte Chicken Biryani.
Es war lecker, aber eine so gewaltige Portion, dass ich sie nicht ganz schaffte.
Ich liege noch im Bett, starre auf mein Handy und tippe den Text hier ein. So in etwa sieht es öfters aus, wenn ich hier morgens schreibe. Was war gestern? Ach ja! Ein ziemlich unverblogbarer Tag. Aber ein bisschen was geht immer.
Ich hätte mir den Wecker gestellt, den ich aber nicht gebraucht hätte. Kurz vor Mittag hatte ich einen Termin in Saarbrücken. Er war dienstlicher Natur. Dabei musste ich feststellen, dass die Tiefgarage meines Vertrauens vorübergehend geschlossen war. Nur gut, dass ich inzwischen auch andere Orte kenne, wo ich das Auto abstellen und laden kann. Während dem Termin habe ich den Kostümbildner S. wiedergesehen, mit dem ich in Bad Ischl letztes Jahr gearbeitet habe.
Den Nachmittag und Abend verbrachte ich mit dienstlichen Sachen und damit war der Tag gelaufen.
Ein Bild vom Vortag wollte ich noch zeigen:
Die Bäume an der Place du Théâtre fangen an gelbe Blätter zu bekommen. Das macht mich trübselig, vor allem, weil der Sommer dieses Jahr sehr kurz war.
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Auf welche Aspekte deines kulturellen Erbes bist du besonders stolz bzw. für welche interessierst du dich besonders?
Dafür muss ich erst einmal definieren, was mein kulturelles Erbe ist. Zudem ist auf etwas stolz sein, nicht das gleiche, wie sich dafür zu interessieren. Ich finde sogar dass das Wort Stolz hier völlig fehl am Platz ist. Meiner Meinung nach kann man nur auf etwas stolz sein, wenn man etwas selbst erschaffen hat, aber nicht auf etwas, das einem bei der Geburt in den Schoß fiel. Ihr werdet von mir nie hören, dass ich stolz bin, ein Luxemburger zu sein, denn das hat für mich einen nationalistischen Beigeschmack. Ich hatte einfach nur das große Glück hier geboren zu sein, in einem Land, in dem (noch), Milch und Honig fließen.
Aber es wurde ja nach einem Aspekt vom kulturellen Erbe gefragt. Es gibt hier in Luxemburg einen sehr multikulturellen Aspekt, dass ich sehr vermissen würde, wenn wir ihn nicht hätten.
Ich hatte mir geschworen, keine Doppeltage mehr im Blog zu machen doch ich befürchte, dass es wieder demnächst der Fall sein wird. Der Dienstag war dienstlich gesehen, einer der längsten Tage seit langem.
Mich erreichte während der Aufnahme der Fernsehsendung eine sehr traurige Nachricht. Fernand Fox, eine der bekanntesten und beliebtesten Schauspieler Luxemburgs ist mit 90 Jahren verstorben. Noch im Januar hatten ihm alle für seinen 90. Geburtstag gratuliert und er war in allen Zeitungen. Ich hatte das große Glück, mehrfach mit ihm zu arbeiten in meinen aller ersten Jahren im Kasemattentheater. Später traf ich ihn auch auf Filmsets wieder. In Lingo Vino zum Beispiel. Und damit sind jetzt drei der vier Darsteller aus dem kleinen Film nicht mehr da.
Ansonsten war ich für den Tag froh, dass es nicht zu spät wurde und ich war am Ende dankbar, dass ich um 19:00 Uhr schlussmachen konnte. Ich kaufte mir noch ein paar Dinge im kleinen Supermarkt nebenan ein und machte mir eine Royale Brotzeit. Auf ONE schaute ich mir Kommissar Maigret an, mit Rowan Atkinson in der Hauptrolle. Ich hatte ihn schon einmal gesehen, doch er war es wert, dass ich ihn mir noch einmal ansah. Er ist wirklich gut. Alle drei englischen Verfilmungen mit ihm findet man zur Zeit in der ARD Mediathek.
Der Montag war mit dienstlichen Zeug so sehr zugepackt, dass nichts mehr fürs Blog übrig bleibt.
Doch über eine kleine Chose bleibt noch zu berichten. Ich freue mich ja nicht unbedingt, wenn jemand krank ist. Der Papst kränkelt ein wenig und sein Besuch am Donnerstag, steht auf der Kippe. Er täte besser daran, in Rom zu bleiben und seine „kleine Grippe“ , wie sie in der Presse beschrieben wird, auszukurieren. Seine Reise nach Luxemburg soll ja nicht zu seinem persönlichen Kreuzgang werden. Nicht auszudenken, wenn Luxemburg einen Papst auf dem Gewissen hätte…
Da es sonst nichts zu berichten gibt, gibt es eine Tagesfrage:
Mit welchen Marken fühlst du dich verbunden?
Mit keiner einzigen. Ich denke die Verbundenheit zu Marken, sei es in Bekleidung oder in Lebensmittel, ist bei mir höchstens dann gegeben, wenn sie Kindheitserinnerungen hervorrufen. Ich sehe es aber bei Freunden, die heute im Ausland wohnen und nur noch selten in Luxemburg sind. Der C. aus Neuseeland erzählte mir eine Geschichte. Er flog mit einer größeren ausländischen Fluggesellschaft, es war keine neuseeländische, aber wahrscheinlich eine kanadische, und er entdeckte dort kleine abgepackte Butterpäckchen von Rose , die in Luxemburg hergestellt wurde.  Eine andere kleine Story von ihm hat mit Senf zu tun. Er kaufte sich, als er im August hier war, ein kleines Glas Luxemburger Senf, der einen unverkennbaren Geschmack hat.
Für mich gibt es eine Verbundenheit mit der Bekleidungsmarke K-way aus der Kindheit, die ich schon einmal hier kurz beschrieben habe. Und dann gäbe es noch Orangina, eine Orangenlimonade aus meiner Kindheit, die es immer noch gibt, aber heute nicht mehr so schmeckt wie früher.
Den Sonntag verbuche ich unter Ruhe und Häuslichkeit.
Für Mittag hatte ich mir eine Ratatouille gemacht. Zudem gab es die zwei fertig gebratene Hähnchenkeulen vom Samstagsmarkt, von denen ich sorgfältig alles wegschnibbelte und mit dem Gemüse langsam miterhitzte.
Den Nachmittag über las ich ein Buch das ich am Dienstag in der Sendung vorstellen werde. Es ist eine Comicbuch das mich zum Nachdenken brachte, weil für die paar Minuten die ich nur habe doch sehr komplex ist.
Am Abend fand ich im den französischen Sendern drei Folgen von meiner neuseeländischen Lieblingsserie Brokenwood.
Ich lag erst spät im Bett.
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Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast?
Da gibt es mehrere.
Es widerfährt dir nichts im Leben, dass so schlimm ist, dass es nicht auch für etwas gut ist. Zugegeben, der Spruch ist ausgeleiert, aber er stimmt. Und er hat mich vor 25 Jahren aus dem tiefsten Loch rausgezogen, in das sich je gefallen war.
Ein anderer Rat stammt von meiner Mutter, den sie in ihrer bittersten Stunde von sich gab. Du bist die meiste Zeit in deinem Leben alleine! Gewöhn dich dran!
Am Morgen auf den Markt, der sehr belebt war und seit langem wieder ganz bestückt. Es fehlte kein Stand. Ich traf mich kurz mit dem H. der zur Zeit aus familiären Gründen in Luxemburg ist. Ich mag keine Einzelheiten erzählen, aber es ist eine traurige Angelegenheit. Er wird am Montag zurückfliegen nach Melbourne.
Wegen einem Einkauf aus dienstlichen Gründen musste ich später noch in die Cloche d‘Or. Ein großes Einkaufszentrum am Rande der Stadt. Ich gehe nicht schrecklich gerne dorthin, weil es halt wieder so ein Riesending ist und man mehr Zeit darin vertrödelt als nötig. Da es kurz vor Mittag war, nahm ich den Mittagstisch bei Namur mit:
Bouchée à la Reine. Ein Klassiker.
Am Abend war ich spontan zu einer kleinen Geburtstagsfete eingeladen worden. Die S. hatte Geburtstag. Sie wohnt am Ende meiner Straße in einem größeren Apartmenthaus als ich. Aber dafür hat sie eine großartige Aussicht über die Stadt vom achten Stock:
Es wurde viel gelacht und erzählt und ein paar neue Menschen lernte ich auch kennen. Die Zeit flog nur so dahin und ehe ich mich versah, war es 3:00 Uhr morgens. Huch!
Sehr früh ohne Wecker wach geworden. Den Rest des vorigen Postings fertig geschrieben beziehungsweise diktiert. Ja, das ist einer meiner neuesten Ticks oder auch Tricks. Ich schreibe die Beiträge nicht mehr, ich diktiere sie. In St.Jean habe das nie getan, denn dort war ich ja fast nie alleine.
Da in den nächsten Tage wieder sehr viel dienstliches anstehen wird, dass ich im Blog außenvor lasse, sah ich mir die Tagesfrage an. Es war aber eine, die ich schon beantwortet hatte. Aha! Die kleinen Schlingel denken sich also nicht jeden Tag eine neue Frage aus! Die Frage selbst war übrigens die, nach dem absoluten Lieblingsalbum. Ich konnte mich sogar daran erinnern, dass ich geschrieben hatte, dass ich keines hätte, sondern jedes Album mit seiner Zeit verankert ist.
Dieses Mitbringsel wollte ich noch zeigen:
Den kleinen Teppichläufer fand ich in einem Teppichladen in Donostia. Er wurde von Nomaden im Iran gefertigt und ist etwas älter als ich. Ich hatte ihn in der Auslage gesehen und war schockverliebt. Das passiert nicht so oft und wenn, stimmt der Preis meistens nicht. Hier aber stimmte alles. Er passte auch in den Koffer, also kam er mit. Und genau dort wo er jetzt liegt sollte er auch hin.
Kaffee, Dusche, Anziehen.
Kaffee gab es aus der neuen Tasse aus dem Baskenland:
Und wenn ich schon dabei bin, die Mitbringsel zu zeigen, fehlt noch das Foto der Fressalien:
Die Piment d‘Espelette Vorräte wurden aufgefüllt, ein Flasche Vanille von der Vanilledame meines Vertrauens, Madam‘Gascar und eine Flasche Trabilt, die ich mehr aus Nostalgie kaufte, als dass ich sie wirklich brauche. In Luxemburg habe ich sie bis jetzt nie gefunden. Meine Großmutter schwärmte immer davon, dass schon mein Großvater, der Bäcker und Konditor war, dieses flüssige Kaffeeekonzentrat genommen hat, um Buttercreme mit Kaffeegeschmack herzustellen. Buttercreme ist nicht so mein Ding, aber Eiscreme schon. Ich werde versuchen damit welche herzustellen.
Mittagessen im Renert. (Ja, ich habe nich immer nicht eingekauft um selbst zu kochen.) Es gab ein Cobb Salat der richtig lecker war.
Am Nachmittag war ich dienstlich unterwegs.
Am Abend im Bovary mit der A. Einen der letzten Abende auf der wir auf der Terrasse sitzen konnten, obwohl es am Ende sehr kühl war.
Ich traf auf eine alte Bekannte, die C. die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Große Wiedersehensfreude. Wir beschlossen uns in den nächsten Wochen in aller Ruhe zu treffen.
Der Text ist übrigens herrlich! Ja, ich weiß, ich provoziere, aber nach meiner Auffassung, absolut zu recht!
Ich kann mich lebhaft daran erinnern, dass der Papst schon einmal hier war in den 80ern. Damals war es Wojtyla. Er trat auch in meiner Alten Heimat auf. Damals erschien ein satirisches Buch ‚In Sachen Papst’ im Eigenverlag der Autoren selbst, die alle dazu beigetragen hatten. Ich hatte es irgendwann mal. Aber es ist wahrscheinlich mit all den Umzügen abhanden gekommen. Ich fand im „Land“ eine kleine Besprechung dazu.
Am Morgen fühlte ich mich noch recht beschwingt. Ich war kurz nach 6:00 wach. Ich packte alles aus dem Koffer und betätigte die erste Waschmaschine. In der Post war nichts dabei was beunruhigend war. Um 11:00 ein Termin beim Friseur, der wie gewohnt lief.
Aber dann…! Ein dienstlicher Termin zerlegte mir meine ganze sogfältige Planung der nächsten zwei Wochen. Nondidjö! Es war nicht wirklich mein Fehler sondern kam aus einer Ecke aus der man ihn nicht vermutet hätte. Ich fand eine Lösung, wenn auch nicht die Beste. Ich hoffe dass es geht.
Im Renert ein schnelles Mittagessen und einmal tief durchatmen. Mit meiner Planung passierte genau das, was ich mir fest vorgenommen hatte nicht mehr zuzulassen. Es macht niemanden froh und mich am allerwenigsten. Und der wunderschöne Urlaub fühlte sich schon so an, als ob er nie stattgefunden hätte…
Am Nachmittag und am Abend blieb ich häuslich. Es war genug zu tun. Im Gästezimmer baute ich das Bett wieder zu einem Sofa zusammen, das fast über einen Monat aufgebaut war, für die zwei Neuseeländer. Beide waren einen Tag vor meiner Heimkehr noch einmal hier, um die beiden kleinen Reisetaschen abzuholen, bevor sie wieder die lange Reise um den halben Erdball antraten. Es war reichlich Bettwäsche zu waschen. Zudem musste ich Dinge vorbereiten für nächste Woche. Unter anderem fing ich ein Buch an, dass ich nächste Woche in der Sendung vorstellen werde.
Am Morgen stand ein Riesenvieh in der Bucht von St.Jean:. Die große Brandungsmauer Artha sah dagegen wie eine kleine Gartenmauer aus.
Ich packte in aller Ruhe mein Zeug zusammen, spielte wir immer ein bisschen Tetris, um alles in den Koffer zu bekommen, ließ ihn aber noch offen, denn zuerst war die unvermeidliche Schwimmrunde dran. Das Wasser ist merklich kälter geworden. Aber es war belebend und herrlich wie immer.
Nach einem Kaffee in der Bar de la Marine, packte ich den Rest und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Ich hatte mich gestern am Strand künstlerisch betätigt. Das kommt jetzt zu Einsatz:
Gegen Mittag fuhr ich den Mietwagen zurück zum Flughafen und stieg in einen bis zum letzten Platz ausgebuchten Flieger.
Die Gegend der LandesLuxemburg von oben.
Die A. holte mich vom Flughafen ab, wofür ich dankbar war, denn der Koffer war dann doch schwerer als gedacht.
Hier war es dann doch techt warm und wir konnten uns auf ‚unsere’ Terrasse setzen.
Wir machten sehr früh Schluss, denn morgen geht es gleich in aller Herrgottsfrühe mit Unverblogbarem los. Der Alltag hat mich wieder fest im Griff.