Neuer Blick

Mit meiner besten Freundin aus Berlin Zmud gefrühstückt.
Berlin war heute die Hochburg für jede Menge Demos. Vielleicht ist das öfter so. Ich kannte das bloß nicht. Vielleicht auch grade deshalb weil zur Zeit die Berlinale ist. Das ist in Cannes auch jedes Jahr so. Die profitieren von der der großen Medienpräsenz.
Heute heißt es Abschied nehmen, mit einem anderen neuen Blick auf Berlin. Und mit der Gewissheit etwas über mich herausgefunden zu haben. Ihr kennt das Gefühl, wenn man durch kleine belanglose Dinge die einem zustoßen, plötzlich merkt dass man etwas ändern muss? Zum Beispiel krachte mir vorgestern die Uhr im Bad auf den Boden und hat jetzt ein Riss im Glas. Etwas was mir noch nie in meinem Leben passiert ist. Manch einer würde sagen, dass es eben einfach Pech war. Doch ich könnte noch mehrere solcher Beispiele aufzählen. Alles deutet darauf hin, dass ich etwas ändern muss, nur weiß ich noch nicht was. Vielleicht ist es nur ein eine kleine Feineinstellung, eine Sichtweise gegenüber einem Tatbestand, aber es muss schon recht wichtig sein, sonst würden mir diese Dinge nicht passieren. Denn davon gehe ich aus, dass es nichts im Leben gibt das einem per Zufall widerfährt.
Das war mein Wort zum Sonntag, der Tag meiner langen Heimreise.

Wo fang ich an?

Die 3 Musketiere.
Es war entgegen diverser Vorabstimmen gar nicht so schlecht. Die Musik ist genial. Viele der Lieder sind Ohrwürmer. Es erinnerte mich an das Musical Notre-Dame, das vor sieben acht Jahren einen Megaerfolg im französischsprachigen Raum war. Jeder der Hauptdarsteller wurde ein Star und mehrere Lieder waren monatelang in der Hitparade vertreten. Als es dann nach Jahren abgesetzt wurde und im Fernsehen kam, verstand ich was den Erfolg ausmachte. Es war nicht so sehr die Aufmachung, es vor allem die Stimmen der Sänger und die Musik. Das ist in den 3 Musketieren ist das etwas anders. Man hätte das Stück etwas straffen sollen, etwas weniger Opulenz mit Dekor und Kostüm, dafür aber mehr auf richtig gute Sänger setzten. Aber es wird eben mehr auf Schauspiel gesetzt was hier weniger von Belang ist. So kam es, dass die Rolle der Mylady und der Kardinals wesentlich besser besetzt waren als die Hauptrolle Dartagnan, einfach der Stimmen wegen.
Heute habe ich endlich mal alles das erledigt was ich die letzten Tage habe schleifen lassen. Die Hose die ich letztens erwähnte, habe ich heute zur Änderungsschneiderei gebracht und sitzt nun wie angegossen. Ich war bei Lush…mehr brauch ich da wohl nicht zu sagen.

Schnee in Falten. Gibt es nur in der Xantener Straße in Berlin.

Und was mach ich heute Abend? So wie es jetzt aussieht werde ich da bleiben wo ich auch jetzt bin. Auf dem Bett der Pension liegend und lesen oder fernsehen.

Wunder & Musik

Es geschehen noch Zeichen und Wunder; Zmud werde ich am Samstag morgen zum Frühstück treffen. Als ich sie heute nachmittag endlich erreichte, hätte ich fast einen Schreikrampf gekriegt.

Wenn ich auch vorhin was von Gammeln und Bummeln erzählt habe, so war das nun doch nicht ganz der Fall. Ich war im Theater der Westens und habe die 3 Musketiere gesehen. Opulent, bombastisch, eben so eine Monstermusical Produktion. Was ich genau davon halte, erzähle ich euch morgen. Jetzt bin ich müde und will ins Bett.

Bummeln

Gestern erhielt ich eine Mail aus Luxemburg, dass ich ja wahrscheinlich wegen der Berlinale hier sei. Nein bin ich leider nicht. Irgendwie habe ich das verdrängt. Ich fahre hier weg wenn es richtig los geht. Schade, denn es hätte sich gelohnt einfach mal hier zu bleiben und zu sehen wie das hier im Vergleich zu Cannes abläuft. Es ist bestimmt etwas weniger elitär und die breite Masse hat ebenfalls die Chance ein Reihe von Filmen zu sehen.
Heute ist so ein Tag an dem ich nichts vorhabe, nichts geplant ist und an dem ich nur bummeln werde. Eventuell mir eine Ausstellung ansehen. Oder eine Vorstellung…

Ich habe die Kurzgeschichten von Poe eingepackt die kürzlich erwähnte. So alt wie die Geschichten auch sind, der Mann konnte wirklich Urängste hervor rufen.

Meinen Schnupfen erwähne ich heute nicht. Aber das Auge sah heute morgen sehr schlimm aus. Als ob es zugeschwollen wäre…

Motto Tage

Es gibt Tage die fangen so scheußlich an dass man sie am liebsten vergessen möchte.
Immer noch unter dem Motto mit-schnupfen-bin-ich-unausstehlich, verbrachte ich heute den Tag mit Birgit, einer Maskenbildnerin, mit der ich letztes Jahr im Sommer den Kreuzzug gemacht habe. Wir waren wahrlich königlich frühstücken, danach einkaufen für das Theaterstück im Inoui.
Und der Tag war gar nicht schrecklich…

Schnuddel me a river

Was für eine Nacht! Zu allem Überfluss habe ich jetzt auch noch einen Pickel am Augenlid. Ich sehe aus als ob man mir ein Veilchen verpasst hätte. Ich komme mir schwehrstbehindert vor. Eben in der Apotheke gewesen und mir ein paar Hammerpillen gegen Schnupfen gekauft. Ich weiß, ganz gut sind die Pillen nicht. Aber immer besser, als dass Berlin in dem Wasserfall aus meiner Nase untergeht.

Schneutz

Bin grad am überlegen, ob ich noch was essen soll oder es bei den 2 Stück Kuchen belassen soll.
Die Gilmore Girls die ich mir grad auf VOX ankucke, sind ööööde. Stattdessen wäre ich gespannt wie es bei Six Feet Under weitergeht. Kommt aber erst um 11. Alles wahnsinnig schwierige Entscheidungen.
Ach ja, mal ganz was Neues. Ich habe den riesen Spaziergang dann doch unternommen, mit dem tollen Ergebnis dass ich jetzt SCHNUPFEN habe. Ich niese was das Zeug hält. Mein Zerchfall schmerzt bereits…
Und während ich den grünen Schleim der aus meiner Nase der eben gegen den Bildschirm flog, wegwische, weiss ich immer noch nicht was ich machen soll. Essen oder nicht essen.
Wenn ich meinen Schnupfen bei eBay versteigere, bin ich ihn dann los? Ich bin unausstehlich wenn ich Schnupfen habe.

Loxx

Es schmuddelt vor sich hin. Ich hätte letzte Woche herkommen sollen.
Loxx wäre was für meinen Vater gewesen. Er hätte seine helle Freude daran gehabt. Ich fand es nicht so berauschend. Es war witzig manchen alten Herren zuzusehen, wie die zu Kindern mutierten. Fotoapparate knipsten unentwegt. Ein paar habe ich auch gemacht…

Das hier fand ich ganz witzig. Ein Konzert mit Robbie Williams. Im Hintergrund lief Let me entertain you in der live Version

Schmuddelwetter

Aber echt. Gestern Nachmittag noch Schnee und minus Teperaturen, und heute Regen und plus Grade. Alles ist voller Schneematsch. Dabei wollte ich heute einen richtig langen Spaziergang durch Berlin machen…
Schreibe meinen Eintrag von einem Internetcafé aus. Eine Stunde, 1 Euro. Der T-Mobile Hotspot in der Pension ist einfach zu teuer. Eine Stunde, 8 Euro. 15 Minuten, 2 Euro. Es ist echt nur für Notfälle gedacht.
Ich war schon das letzte Mal in diesem Cybercafé, als das mit dem Zugang in der Pension gar nicht klappte. Es sieht alles so neu aus. Easyinternet. Es ist die geliche Firma wie Easyjet und Easycar. Alles gaaanz Easy.

Draussen gleich um die Ecke ist die Ausstellung Loxx. Da war vor kurzem eine Spiegel-Reportage, die über diese und eine ähnliche Ausstellung in Hamburg berichtete.

Berlin in Miniatur. Das Foto oben habe ich von deren Homepage. Wenn ich selber welche machen darf, setzte ich die nachher ein.

Eiszeit

Doch sehr müde heute. Einen Riesenburger, ich hatte sie gar nicht derart gross in Erinnerung, bei Tim’s verdrückt. Und es ist verdammt kalt hier. Viiiiel kälter als in Luxemburg. Eine Hose gekauft.

Die Stadt der Gedanken

Als ich eben über den eiskalten Kuhdamm ging schlenderte kehrte ich in ein Restaurant ein mit einer großen Fensterfront. Ich saß ganz vorne und schaute auf die fast menschenleere Straße. Die Terrassentische und Stühle standen zum Teil noch draußen und es brannten Teelichter in Gläsern einsam vor sich hin. Ein Umstand den ich noch sonst nirgendwo gesehen habe außer in Berlin. Ich ließ den Gedanken freien Lauf.
Ich bin Berlin. Ich bin Berlin. Ich bin in Berlin.
Und ein seltsamer Gedanke befiel mich. Einsamkeit. Die Einsamkeit einer Großstadt…
Es fühlt sich nicht fremd an, es ist schön und traurig zugleich.
Da gab es doch ein Lied von Konstantin Wecker, mir fällt nur noch ein Satz davon ein.
„… und man ist einsam wenn man friert.“

Bingo

Ich bin da. Dieses Mal flutschte ich über die Autobahn wie nichts. Es ging so flott voran dass ich mir fast selbst nicht traute. Die A1 um Köln war wie ausgestorben. Nur hier in Berlin war es etwas heftiger. Und jetzt muss mir erst mal klar werden dass ich hier bin…

Reise

Es ist spät, zu spät als dass ich noch viel berichten werde. Zwischen einer Probe für das eigene Thaterstück und einer weiteren Vorstellung des Basilikachores, war nur Hetzerei angesagt.
Morgen bzw. heute geht es ab nach Berlin…jaaaaaaaa!!!!!

Das kleine Glück

Manchmal braucht es nicht viel zum kleinen Glück. Immer auf der Suche nach dem ganz großen Glück, von dem man nicht die geringste Ahnung hat wie es aussehen soll, übersieht man oft die kleinen Momente. So einen hatte ich gestern Abend.
Ich wurde vor Jahren gefragt ob ich Zeit hätte, die Maske für ein Dorftheaterstück zu machen, das alljährlich von Echternacher Basilikachor aufgeführt wird. Es wurde mit den Jahren zur Pflichtübung und ich habe mich schon manchmal gefragt, ob ich es nicht an jemand anders abgeben soll. Es kennt jeder jeden schon seit Jahren. Der Regisseur war einer meiner Grundschullehrer, die Souffleuse ist eine Schulfreundin meiner Mutter und war ebenfalls eine meine Lehrerinnen in der Grundschule…. Es ist eine Pflichtübung.
Ich stand also gestern morgen reichlich genervt auf, weil ich extra deswegen noch Crèpewolle besorgen musste. Als ich im Wagen saß und Richtung Luxemburg-Stadt fuhr, sah ich dass ich den Fotoapparat dabei hatte. Die vereiste Landschaft in strahlender Sonne wollte ich nicht undokumentiert lassen. Als o tat ich das was ich schon mal gemacht habe, Fotos während der Fahrt schießen, obwohl es schweinegefährlich ist.
Meine Stimmung hob sich merklich.

Als ich dann abends die Maske für all die Laien machte, waren alle nett und begeistert. Da das Stück 3 Akte hat, hatte ich viel Zeit dazwischen um zuzusehen. Die Aufregung, der hohe Adrenalinspiegel, die Begeisterung über den Szenenapplaus…es ist nicht anders als im Profitheater. Als die Vorstellung vorbei war und ich mich auf dem Nachhauseweg befand, gingen zwei alte Frauen an mir vorbei. Dabei sagte die eine zu anderen, „Heute haben wir mal wieder richtig viel gelacht.“
Da war es, das kleine Glück. Und in dem Augenblick war es reisengroß.

Zwei Wiedersehen

Schnell noch ein Posting bevor ich mich wieder der Kunst des Zunehmens im Körpergewicht widme, indem ich mit Romain essen gehe. Romain habe ich in Augenblicke I verewigt. Den Link suche ich nachher. Ich habe Romain schon länger nicht mehr gesehen…

Heute auf dem Weg zum Friseur lief mir Jean-Claude über den Weg, den ich bestimmt schon über 2 Jahre nicht mehr gesehen habe. Jean-Claude war einer der besten Freunde von meinem Bruder. Er ist Kunstschreiner und lebt immer irgendwie am Rande des absoluten Chaos ohne selbst je ganz hineingerutscht zu sein. Er hat sich verändert. Dieses leicht spitzbüische ist weg. Man erkennt es noch in seinen Augen, die immer noch strahlen, aber auch seine turbulente Vergangenheit wiederspeigeln. Die Vergangenheit holt mich ein. Aber nicht im negativen Sinn.

Wiedersehen

Ich war nicht faul. Das Auto zur Werkstadt gebracht, das jetzt fit ist für Berlin. Text gelernt. Das wird im übrigen ein Satz werden den ich jeden Tag schreiben werde, abr da es langweilig wäre lass ich es. Das Hinschreiben, nicht das Textlernen…
Als ich gestern in der Buchhandlung war, fand ich eine alte, sehr alte Liebe wieder. Edgar Allan Poe. Ein Buch mit einer Reihe von Kurzgeschichten. Große Wiedersehensfreude.

Müde

Ein langer Tag. Es kommt mir vor als ob ich 2 Tage lang nichts geschrieben hätte. Eben erst nach hause gekommen, schalte den Fernseher ein und finde High Art auf 3sat, ein Film über eine lesbische Liebe, den ich vor 4 oder 5 Jahren in Cannes auf den Filmfestspielen geshen habe. Ein seltsamer Film. Richtig verstanden habe ich ihn nie. Wahrscheinlich weil er zuviel Subtext hat. Alles in dem Film ist so gespielt als ob es eine ganz andere Bedeutung hätte, nur findet man nicht heraus was. Abgehoben, aber man erkennt nicht richtig in welche Richtung. Wahrscheinlich in gar keine. Ich bin müde, zu müde um noch herausfinden was der Film wirklich sagen will. Es tummelen sich zu viel andere Gedanken in meinem Kopf herum. Die Proben für das neue Stück im Inoui, die Aufführungen des Theaterstücks der Laientruppe in Echternach. Die Vorbereitungen für Sonntag, wenn ich nach Berlin fahre. Alles spitzt sich langsam zu.

Unheimliche Zufälle

Wie seltsam die Zufälle doch manchmal sind. Gestern Abend während dem Champagner Tsunami unterhielt ich mich länger mit einem Freund über Anne Rice. Ihr erfolgreichster Roman ist und bleibt wohl Interview mit einem Vampir. Ich wurde an einem Menschen aus den Staaten erinnert, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen habe und ebenfalls ein großer Fan ihrer Bücher ist. Und heute Abend, als ob es hätte so sein müssen, sah ich die Verfilmung vom Interview auf Vox. Und als ob es so vorbestimmt war, fand ich eben eine Mail des besagten Freundes aus den Staaten.
Fast schon unheimlich.

Zweite Generation

Sehe grade im Dritten Ich trage einen großen Namen. Passt eigentlich zu dem was ich jetzt berichten werde. Davor solltet ihr aber das hier lesen, denn sonst versteht ihr den Auslöser zu dem Gedanken nicht. Ich bin zu einem Teil ein Einwanderer in zweiter Generation. Aber eben nur zum Teil. Mein Vater war Franzose. Jedoch einer der in seiner Vergangenheit und seiner ererbten Vergangenheit immer wieder hin und her gerissen wurde zwischen Frankreich und Deutschland. Mein Vater war Elsässer. Meine Mutter ist Luxemburgerin von luxemburgischen Eltern, heutzutage fast eine kleine Rarität. Obwohl, wenn man ihren Stammbaum weiter zurückverfolgt stammt sie von Deutschen ab. Ich selbst kam in Luxemburg zur Welt und ging auch hier zur Schule. Ich habe aber dank meinem Vater einen französischen Ausweis besessen bis ich 18 war. Zudem war mein Vater sehr antideutsch und profranzösisch, das aber zu der Zeit keine Seltenheit war, denn er hatte den zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt.
Wenn ich heute an die Zeit meiner Erziehung zurückdenke, kommt es mir es vor als hätte mein Vater mir die Entwurzelung mit aller Gewalt anerziehen wollen. „Du bist Franzose und lebst im Ausland.“ Er zwängte mich sozusagen in die Rolle des eingewanderten Außenseiters, obwohl ich im Inneren nie so gefühlt habe. Das luxemburgische lag mir immer näher als das französische. Meine Mutter machte ihr Nationalgefühl nie derart geltend, denn es umgab mich sowieso Tag für Tag.
Wenn ich heute zurückdenke, mit all dem Wissen über die elsässische Geschichte das ich vorher nicht besaß, dann weiß ich dass das Thema des Zugehörigkeitsgefühls meines Vaters viel komplexer war. Zum Beispiel mein Familienname hört sich keinster Weise französisch an. Ganz im Gegenteil, er klingt sogar sehr deutsch. Mitunter ein Teil des Dilemmas.
Ich für meinen Teil bin ein Luxemburger fühle wie ein Luxemburger und sehe die Geschichte Luxemburgs als ein Teil meiner Geschichte an. Und das ist gut so.    

Aufschieben

Eigentlich sollte ich jetzt mit der Abhandlung über die zweite Generation anfangen, so wie im vorigen Posting versprochen. Aber habt ihr schon auf die Uhr geschaut? Nee nee. Ich komme grad von einer chinesischen Sylvesterfeier, mit Champus in tsunamiartigen Mengen, fragt nicht nach Sonnenschein.Wenn ich, so Gott denn will, morgen die Stellprobe einigermaßen überstehe, werde das ich am Nachmittag tun. Denn ich möchte das endlich loswerden. Es kribbelt bereits in den Fingern.

Schnell

Und schnell noch etwas von der Kaltmamsell.

Vorgestern Abend dann doch nicht mehr in die Muckibude gegangen, weil über eine Stunde auf dem Bahnhof der Arbeitsstadt festgesteckt: Streckensperrung wegen „Personen auf den Schienen“. Zynische Ränke geschmiedet, ob die Bahn nicht einen Suizid-Service anbieten sollte: „Bevor Sie sich selbstmörderisch auf unsere Schienen legen, melden Sie sich bei uns unter Tel. 030/XXXXX. Wir erschießen Sie diskret, schnell und zuverlässig.“ Damit wäre doch allen Beteiligten geholfen.

Ausserdem hat sie ein sehr interssantes Posting über die Einwanderer zweiter Generation geschrieben, auf das ich später noch mal zurückkommen werde, weil ich das auch bin.

Autsch

Oh Gott. Morgen wird ein Desaster werden.
Ich hatte heute einen Job auf einer privaten Veranstaltung und ich bin vor einer knappen halben Stunde nach Hause gekommen. Es war schön. Das Motto des Abends war Viva Las Vegas mit Roulettetischen und Black Jack. Die Showeinlagen auf der Hauptbühne wurden von Laien dargeboten und um die zurecht zu machen, wurde ich angeheuert. Es war eine schöne Arbeit, vor allem weil die Laien immer total begeistert und dankbar sind, dass sie toll aussehen. Nach der Arbeit kam das Vergnügen mit tanzen und Absacker.
Aber dafür bekomme ich morgen die Rechnung in den Proben präsentiert. Wenn ich jetzt nicht schleunigst ins Bett verschwinde.

Desktop & Rain Dog

Zur Abwechselung mal ein längeres Posting. Ich habe bisweilen eine Bastelleidenschaft, die darin besteht mit der Maus so lange hin und her zu klicken bis im Fotoprogramm ein eigenwilliges Bild entsteht. So bastele ich mir immer wieder einen neuen Desktophintergrund und rede mir ein ich hätte einen neuen Computer. Das hier ist brandneu.

Ich hör es schon. Wie eingebildet muss man sie um sich den eigenen Namen aufs Desktop zu knallen? Ein schöner Spruch fiel bei der Spielerei nicht ein sonst hätte ich den genommen. Irgendwie mag ich diesen Metalliclook.

Anderes Thema: Ich hatte vor ein paar Tagen meiner Neugierde an dieser Stelle freien Lauf gelassen in der Hoffnung dass ich dabei nicht umkomme. Und siehe da, es klappt! Stubentiger meets Rain Dog from Alkmaar. Und es gab kein blutiges Gemetzel. Hunde und Katzen vertragen sich ganz hervorragend.
Wie war der Satz von Tom Waits? (den ich übrigens auch vor langer Zeit bis zum Erbrechen hörte): There ain’t no devil, there’s just god when he’s drunk.
Schöner Satz. Kannte ich nicht. Hab ich vom Regenhund!

Trauer

Heute morgen gleich ein Schock als ich aufstand. Ein sehr guter Bekannter ist gestern Abend in einem Autounfall ums Leben gekommen. Da er Bürgermeister von Rosport, (dort wo auch das berühmte Rosporter Sprudelwasser herkommt) der nächstgelegnen Gemeinde südlich von Echternach ist und zudem sehr bekannt, ging die Nachricht heute Morgen durch sämtliche Zeitungen und Radiostationen. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen.

Äddi Luc.

Befremdlich

Da ich nicht weiss wie der Tag heute zu Ende geht und noch so einiges ansteht, schreibe ich jetzt schnell ein paar Zeilen. Obwohl das schnelle Hingekritzel nicht mein Ding ist. Vielleicht werden es ja ein paar mehr.
Gestern Abend auf einer Geburtstagsparty gewesen, von einer Freundin die jetzt 54 geworden ist. Also satte 15 Jahre mehr als ich. Ich kann jetzt noch immer nicht richtig beschreiben wie das war. Es war eine kleine Familienzusammenkunft. Irgendwie ehrte es mich sehr dass ich dabei sein durfte und doch kam ich mir als Außenseiter vor. Ich war der Einzige der nicht verwandt war. Es war schön und zugleich befremdlich.

Was war heute?
Das schreibe ich nachher oder morgen, denn ich muss nochmal los.

Nightwatching

Gestern Abend hatte ich eine Tasse Kaffe zu viel. Die Folge davon: Schlaflosigkeit bis halb fünf morgens. Wenn man zu diesen Zeiten im Fernsehen rumzapt, begegnet man einer eigenwilligen Mischung. Interessant sind die Wiederholungen die man tagsüber verpasst hat. Zum Beispiel Nano und Kulturzeit von 3sat. Spielfilme die vor wenigen Tagen zur Primetime liefen. Interessant dabei ist, dass sie weniger und kürzere Werbepausen haben. Fast ideal zum Aufnehmen. Ein Computerprogramm das mittels einer seltsamen Hasenfigur eingeschickte SMS vorliest, zum Spotpreis von 99 cent pro SMS. Einschläfernd sind die schönsten Bahnstrecken die das öffentlich Rechtliche zeigt. Die Werbespots der Privaten versprechen Sex in allen Variationen und ohne Ende. Das alles auch spotbillig für 49 Cent pro Minute. Man kann richtig sparen dabei und rammeln bis Arzt kommt. Eines hätte ich beinahe vergessen. Manche Sender entpuppen sich nachts zu Spielesendern, mit Spielchen für Vorschulkinder in denen „jede Menge Kohle rausgehauen“ wird. Man muss nur JETZT in die Leitung. Und last but least Shoppingsendungen, da tanzt die Marktwirtschaft ne Polka im Dreivierteltakt.
Da lob ich mir doch das Surfen im Internet.

Test

Das ist ein Testeintrag ob ich auch per Mail bloggen kann, was mitunter in
Berlin billiger werden wird als auf normalem Weg.

(Nachtrag: Es geht, auch wenn der Zeilenumbruch hinkt.)

Wenn es mal soweit kommen sollte

Wenn die Besucherkinder Schneeflöckchen singend mit den Staubflocken spielen,
wenn die gähnende Leere im Kühlschrank zu einem Gespräch über caritative Einrichtungen führt,
wenn Du beim Betreten des Badezimmers über den Berg Schmutzwäsche stolperst,
wenn der Boiler nur noch lauwarmes Wasser für die Wanne liefert,
wenn der Blick in den Schrank zeigt, dass nicht ein Stück Wäsche für den nächsten Tag zur Verfügung steht,
wenn Du von Freunden mit den Worten „lebst Du auch noch?“ begrüßt wirst,
wenn sich die Lieblings-CD bei den Topfuntersetzern befindet,
wenn das einzig trostspendende Buch auf nimmer wiedersehen verliehen ist,
wenn Du Spammails liest, weil das die einzig neuen Mails in Deinem Postfach sind,
wenn Dich die Macken der Anderen mehr als die Deiner Eltern nerven,
wenn Du selbst über all das nicht mehr lachen kannst,

dann weißt Du, dass Du einen Scheißtag hattest.

Müde

Das Festlesen hatte heute wie erwartet die Konsequenz, dass ich müde und unkonzentriert in der Probe saß. Na klasse.
Es wird kein Zuckerschlecken werden.
Von überall her höre ich wie sich langsam sie die sibirische Kältewelle nach Westeuropa verlagert. Hoffentlich hat sie sich verzogen wenn ich zwei Wochen nach Berlin fahre. Aber da es bis dahin noch eine Weile ist habe ich mich eben wieder der Lichttherapie unterzogen, bzw. ins Solarium gelegt. Es scheint zu helfen, denn der Anflug von großer Müdigkeit ist weg. Fragt sich nur wie lange das anhält.

Festgelesen

Ich habe mich in einem anderen Blog festgelesen. Sonst wäre ich schon längst im Bett. Ihr wisst schon, die Leseprobe morgen bzw. heute.
Da geht es um diese Riesenwerbekampagne Du bist Deutschland die mehr als eine Kontroverse ausgelöst hat. Es hat sich so ziemlich alles und jeder darüber ausgelassen. Und dann fand ich diesen Eintrag hier bei Jens Scholz, der sich auf eine Newsletter der Werbeagentur Jung von Matt bezieht, die an dem Werbespot mitgearbeitet haben. Ha, Kinder da geht die Post ab. Vor allem in den über 100 Kommentaren. Da macht Bloglesen richtig Spaß. Wie war das mit den Klowänden…?

Ich selbst habe mich nie darüber ausgelassen, obwohl…wenn es denn schon so aktuell ist…könnte ich ja…oder doch nicht…oder? Na gut! Ich fand die Kampagne anfangs rührend. Als Außenstehender, der von der ganzen deutschen Konjunkturflaute nicht betroffen ist, wirkte der Spot zu Anfang so wie er gemeint ist. Doch nach dem fünften, sechsten Mal schlich sich der Gedanke ein ob es denn auf die Deutschen die gleiche Wirkung hat? Wie oben schon erwähnt, anscheinend nicht!