Tugend

Der Tag so schön und ich saß seit heute morgen in dieser Besprechung die kein Ende nahm. Jetzt sitze am PC meiner Tante schaue zum Fenster hinaus, lasse den Gedanken freien Lauf…
Ich hätte heute morgen wenn ich schnell genug gewesen wäre noch einen Traum aufschreiben können. Doch war er so kurz und schnell, dass er schon weg war bevor ich auch nur auf die Idee kam ihn richtig niederzuschreiben.
Ein Umstand den ich mir vielleicht zur Gewohnheit machen sollte.

Ein angenehmes Laster ist einer langweiligen Tugend bei weitem vorzuziehen.
Molière (1622-73), eigtl. Jean-Baptiste Poquelin, frz. Komödiendichter u. Schauspieler

Hochform

Nur ganz kurz und ganz schnell. Es ist traumhaft schönes Wetter, so sehr dass mal wieder erwähnt werden muss und ihr wisst was dies bezüglich meiner Stimmung auslöst. Ich bin in Hochform! Jetzt um 11 eine Besprechung und ich hoffe dass ich da nicht länger sitzen muss als nötig.

Träume

Der Mann kommt immer nur in meinen Träumen vor. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ihn nicht aus dem richtigen Leben her kenne. Es muss mindestens schon 10 Jahre wenn nicht länger her sein als ich das letzte Mal von ihm träumte. Er stand auf der Strasse und ich erkannte ihn sofort wieder. Er hat ein ziemlich schmales Gesicht, graublonde leicht strähnige Haare eine etwas zu spitze Nase und eine Fliegerbrille, eine von der Sorte wie Atze Schroeder sie auch hat. Er erkannte mich auch, war aber sehr reserviert und verschlossen. Er wollte mir die Hand nicht geben zur Begrüßung. Stattdessen spielte er mit seinem Schlüsselbund herum. Um ins Gespräch zu kommen bemerkte ich, dass er an seinem Schlüsselbund den gleichen Anhänger von einer Kleidermarke hat wie ich. Plötzlich weinte er und sein Gesicht verzog zu einer wirklich sehr hässlichen Fratze. Ich erinnerte mich sofort daran, dass er das schon früher gemacht hat und ich es damals schon unglaublich hässlich fand. Es ist fast so als ob sein Gesicht sich in eine froschähnliche Fratze verwandelt. Er sagte etwas im Sinne von, dass die Leute ihn immer nur ausnützen würden…und dann wachte ich auf.
Erklärung? Ich verstehe den Traum nicht!

Der Traum ist all das, woraus man erwachen kann.
Paul Valéry (1871-1945), frz. Dichter

Falsches Bild

Seit ein paar Wochen sehe ich auf meinem Counter dass immer wieder jemand oder etwas sich meine Page anschaut unter Yahoo.com und in Klammeren dahinter steht Inktomi Corporation. Bei Google fand ich vor kurzem einen Forumbericht der darauf hinweist, dass es sich um eine Art Bot handelt der die Seiten regelmäßig neu indexiert. Das heisst, dass die Seiten der Homepage in den Suchmaschienen regelmäßig upgedatet werden. Der negative Aspekt dabei ist, dass er so oft über die Seiten geht, dass er dem Counter ein falsches Bild vermittelt, das Trafficvolumen erhöht und, dass, einaml ein gewisses Volumen überschritten, ich dafür draufzahlen muss oder joel.lu ist für eine Weile offline. Außerdem dürfte ein Bot prinzipiell im Zähler nicht sichtbar sein.

Aus Wikipediea
Unter einem Bot (angelehnt an robot) versteht man ein Computerprogramm, das weitgehend autonom solchen Aufgaben nachgeht, mit denen eine menschlich-interaktiv gesteuerte Software zeit- oder mengenmäßig überfordert wäre.
Ein Bot ist ein tendenziell eher simples, fleißiges „Arbeitswesen“. Ungebräuchlich ist die Bezeichnung daher für quasi-selbständige Programme im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Prominentes Beispiel für Bots sind die Webcrawler von Internet-Suchmaschinen, die selbsttätig Webseiten besuchen, wobei sie den vorhandenen Links folgen und dabei ggf. den Inhalt der Seiten auswerten.

Somit starte ich hier den Aufruf, dass sich derjenige melden soll aus Sunnydale in Californien von Inktomi Corporation. Wenn nicht lasse ich die IP Adrersse sperren. Ich weiss zwar noch nicht wie aber irgendwie wird das schon machbar sein.

***

17:46
Ich habe bezüglich dieses Bots oder was das auch sein mag, nochmal recherchiert. Ich kann nichts dagegen tun….pfff

Grotesk & schön

Zu später Stunde eine Entdeckung gemacht. Vor ein paar Tagen fand ich bei Spiegel-online, die Designklicks Seite. Unbedingt sehenswert! Einer der Künstler der dort ausstellt, Ray Caesar, hat auch eine eigene Homepage.

Puppenhaft, kitschig, antik. Doch auf den zweiten Blick grotesk, fast bösartig und doch ziehen sie magisch an. Die kindlichen Puppengesichter wirken alt. Die Augen geben den Gesichtern einen verlebten Ausdruck.

Hier nur zwei Beispiele. Auf der Homepage sind noch mehr. Lesenswert ist auch die Art und Weise wie er die Bilder herstellt.

Urinstinkt

Eine Verabredung viel ins Wasser. Oder besser ausgedrückt: man hat mich schlicht und einfach versetzt. Da ich keine Lust hatte zu kochen, ging ich ins das Restaurant aus dem ich schon mal berichtet habe. Es war äußerst ruhig. Außer mir einem holländischen Paar mit Kindern und noch einem weiteren Paar mit Baby, war niemand da. Das Paar mit dem Baby kannte ich vom Sehen her, nur wusste ich nicht dass die beiden zusammen sind und bereits Nachwuchs gezeugt hätten. Den Mann kannte ich als er noch ein Kind war. Er ist ungefähr sieben oder acht Jahre jünger als ich. Aus einer ziemlich zerrütteten Familie stammend, ist er nicht wie einer seiner Brüder völlig abgerutscht.

Immer wenn ich Leute treffe die mit mir zur Schule gingen und sie mit Kinderwagen fahren sehe, wird mir klar, dass ich eine Etappe der menschlichen Evolution ganz bewusst überspringe. Eine Familie gründen. Das mit der Beziehung ist eine Sache, an der ich mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg arbeite. (Womit ich zwischen Zeilen verraten habe, dass ich Single bin…ups) Aber Kinder möchte ich keine haben. Es war nie mein Wunsch und wird es auch nie sein. Es ist eine Entscheidung die ich nicht bereue.
Und doch, wenn ich Bekannte und Freunde mit ihren Kindern sehe, versetzt es mir manchmal ganz überraschend einen Stich. Warum kann ich nicht sagen. Der Urinstinkt? Wahrscheinlich.

Nosferatu

Eben erst wach geworden. Es ist trüb draußen. Leichter Nieselregen. Auf MDR Info kann grade was von den Überschwemmungen in Ostdeutschland und Tschechien. Wenn man wie ich in einer Stadt wohnt, in der das auch schon mehr als einmal vorgekommen ist, kann man nur all zu gut nachempfinden wie denen in Dresden zumute ist.

Es kommt mir so vor als hätte ich schon mal was über Nosferatu in Augenblicke I berichtet. Es kann aber auch sein, dass ich mich schon wesentlich früher damit beschäftigt habe, zu einer Zeit als es noch keine Logs gab.
Ich war gestern in der „Philharmonie“ dem nigelnagelneuen protzigen Gebäude in einer Live-Cinema Vorstellung in der allerersten Fassung von F.W. Murnau . Ich hatte ihn schon vor Jahren in Fernsehen gesehen, ihn aber auf riesengroßer Leinwand noch mal zusehen zusammen mit Live Orgelmusik…. Das sehr progressive Spiel von Wolfgang Miterer,(manche nenen ihn den Kinski der Orgel) war zu Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, dass er Orgeltöne entlockte die ich noch nie gehört habe, kombiniert mit Samplergeräuschen…es war sehr seltsam.
Der Film ist Gott sei Dank so stark in seiner Aussage und seinen Bildern, dass er diese „musikalische“ Begleitung unbeschadet überstand. Der Gruselfaktor ist mit den Jahren nicht schwächer geworden.
Max Schreck als Nosferatu, ist eine von den sagenumwobenen Gestalten, von dem es lange sehr wenig Informationen gab. Mittlerweile findet man aber so einiges über ihn z.B. hier, hier und hier sogar mit Foto wie er wirklich aussah.

K wie…

Die Geschichte mit dem Buchstaben läßt mir noch immer keine Ruhe. Sieht so jemand aus der unfreiwillig einen Buchstaben im Namen angefügt bekommt?

Zu was gnz anderem.
Vor geraumer Zeit machte ich einen Spatziergang durch den Park in Echternach und ich hatte dabei ein paar Bilder versprochen.

Versprechen eingelöst.

K ?

Manchmal erfährt man Dinge über sich selbst, bei denen man sich existentielle Fragen über sich selbst stellt. Heute wurde das Schulstück aufgeführt, das ich bereits vor ein paar Tagen erwähnt hatte. Im Programmheft stand mein Name mit K. , also Joel K., und davor mein Familienname. Ich tat es zu Anfang als Tippfehler ab, bis jemand mich fragte was denn dieses K. zu bedeuten hätte. Ich hätte – ich zitiere mich über dritte- gesagt, dass ich absolut auf dieses K. bestehe. Es wäre sehr wichtig!
Ein K???? Wo soll das bitteschön herkommen? Mein zweiter und dritter Vorname sind Jules und Emil, also nichts mit K! K???? Wie König, Kaiser, Künstler, Kurbelwelle, Kotztüte?
Warum eigentlich kein K? Ist doch ein schöner Buchstabe, oder? Warum sollte ich ihn nicht beibehalten? Sollen sich doch andere den Kopf darüber zerbrechen was er bedeutet.

Spaß ?

Zwischen einer laaangen Probe, einem 5 Minuten Nickerchen, und einer  zwei Stunden Vorstellung. Hetzerei, Rennerei, Packerei  …. und morgen das gleiche in der gleichen Reihenfolge. Manchmal macht es echt keinen Spaß mehr.

Stress ist die Anpassung eines Materials bei Verformung.
Unbekannt

Immer (Teil 2)

Wie ich schon sagte, es kommt IMMER alles auf einmal. Ich wiederhole mich zum wiederholten Male. Das Telefon steht nicht still. Die Filmhäuser klingelten heute Sturm. Gerne würde ich ja, aber ich kann mich nicht in 3 Teile spalten. Also sage ich ab. Das ist im übrigen etwas was ich bis dato noch nicht richtig gelernt habe. Ich sage ungern ab. Und das schlechte Gewissen läutetet mit allen zu Verfügung stehenden Sturmglocken.  Ich muss einfach lernen, dass ich mir dadurch keine Jobs versaue. Denn das war bis jetzt noch nie der Fall.

Das Gewissen ist die leise Stimme im Innern. Dort wo die Akustik so schlecht ist.
Unbekannt

Melonen

Schwelgte eben in vergangenen Tagen zwischen Dalli Dalli (hierfür habe ich keinen einzigen Link gefunden der auch nur annähernd etwas her gibt) und den Avengers, besser bekannt unter „Mit Schirm Charme und Melone oder in Französisch „Chapeau melon et bottes de cuir“.
Es ist immer so wenn ich wahllos herumsurfe. An irgend etwas bleibe ich dann hängen und sauge mich fest und verbringe Stunden damit. So ging es mir heute mit Melodien von TV-Serien und Shows.

Es ereignet sich nichts Neues. Es sind immer dieselben alten Geschichten, die von immer neuen Menschen erlebt werden.
William Faulkner amerikanischer Schriftsteller (1897 – 1962)

Grau & Blau

Und das Grau in Grau,
Wird auf einmal blau.
Wo kommt das jetzt her? Es ist ein Satz aus einem Lied aus dem Film Cabaret. Ich glaube das Lied heißt Heiraten
Dabei ist alles gar nicht so blau. Es ist leicht durchwachsen. Ich denke noch immer über die Kabeldurchschneideaktion nach.
Der Erwartungsdruck hinsichtlich des Theaterstücks steigt und steigt….das ist dann graublau.

Bunt ist meine Lieblingsfarbe.
Walter Gropius (1883-1969), amerik. Architekt dt. Herkunft

Klauen & durchschneiden

Dunkle Gedanken. Warum weiss ich nicht so recht.
Eigentlich war ich heute zu einem Brunch eingeladen. Aber die Probe dauerte wesentlich länger als erwartet, und ich war danach körperlich so fix und foxi, dass ich zuhause blieb. Mal ganz davon abgesehen, dass es wieder dieser alljärliche Sonntag ist, in dem wir ein Stunde geklaut bekommen. Dass wir sie irgendwann später im Jahr zurückbekommen, fällt gar mir gar nicht auf. Jetzt ist sie erst mal weg und sie fehlt mir.
Ich sitze vor der Glotze und glotze die todlangweilige männlich-weiblich Show auf RTL. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass ich den Fernsehkabel bald durchschneiden werde. Ich kenne das von Freunden, die sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben…

Immer

Tage wie dieser hauen mich um. Ich habe das seltsame Gefühl dass ich mich wieder zu viel zumute. Aber eigentlich müsste ich es wissen. Es kommt IMMER alles auf einmal.
Es steht mir ein Probenwoche  bevor , in der wir jeden jeden Tag proben was bis jetzt nicht der Fall war. Im Prinzip freue ich mich drauf, weil wir dann größere und schnellere Fortschritte machen. Doch habe ich zusätzlich noch das Schulstück, von dem ich bereits sprach, am Ende nächster Woche. Und ein Film ist auch in Aussicht.
Wie ich schon sagte, es kommt IMMER alles auf einmal.

Gewohnheit & Abwechslung

Kleine Gewohnheiten. Zu dem Wort gibt es zwei Zitate die widersprüchlich sind.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Der Mensch liebt die Abwechslung.

Da ist mir seit ein paar Wochen angewöhnt habe einmal die Woche in die Sauna zu gehen, stellt sich die Frage ob ich es zur richtigen Gewohnheit werden lasse oder soll ich zur Abwechslung dazwischen auch ins Hallenbad gehen?
Dabei kommt mir grade in den Sinn dass das Hallenbad in Echternach, als ich das letzte Mal bewusst dran vorbei ging, eine Baustelle war. Ist das immer noch so?

Kaugummi

Bin noch nicht allzu lange wach.
Eben ein Zitat gefunden, über das ich sehr lachen musste. Der Tag beginnt gut.

Durch den Kaugummi wird man daran erinnert, dass der Mensch eher von einem Rindvieh als vom Affen abstammt.
Ernst R. Hauschka, deut. Aphoristiker (geb. 1926)

Und wenn wir schon bei dem Wort Aphorismus sind, dazu gibt es hier eine gute Erklärung und hier eine noch bessere. Und nach genau 5 Klicks fand ich den Spruch hier.

Antworten finden, heißt: vom Fragen ermüdet sein.
Hans Kudszus (* 7. Juli 1901 – † 13. April 1977) deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Demnach ist mein Frage-ohne-Antwort Spiel ein Muss!

Der Weg

In einer halben Stunde muss ich los zur Probe. Am meisten nervt mich die verlorene Zeit, die für die lange Anfahrt draufgeht. Wenn ich sie mit Bus und Bahn zurücklegen könnte wäre es nur halb so schlimm, weil ich die Zeit mit lesen oder Musik hören, verbringen könnte. Ich muss sie selbst fahren. Und da es keine Autobahn ist sondern eine kurvenreiche gemeine Strecke, kann ich mich von nichts ablenken lassen. Ich plädiere dafür, dass Luxemburg einmal kurz in einem Kochwaschgang etwas geschrumpft wird, damit der Weg kürzer wird. Doch wenn ich es mir vorstelle muss ich unweigerlich lachen. Luxemburg ist klein genug.
Zudem habe ich ein passendes Zitat dafür bei Else gefunden die es wiederum aus Six Feet Under hat.

Das Objekt der Beobachtung verändert sich durch den Akt der Beobachtung.
Six Feet Under, Erste Staffel

Voll krass

Das Märchen das so schön angefangen hatte ist aus. Die Tekkan Jungs sind entlarvt. „Die haben voll krass kopiert.“ Warum mussten auch die von SPIEGEL-online rumschnüffeln! Aber der Katzenjammer hatte doch zu sehr Ohrwurmcharakter der nicht nur auf Laienmist gewachsen ist. Die Sternenstaubglasur hat ihren Glanz verloren…

Der Hauptfehler des Menschen bleibt, daß er so viele kleine hat.
Jean Paul (1763-1825), eigtl. Johann Paul Friedrich Richter, dt. Erzähler

Spielchen

Das gestrige Pläne schmieden ist heute wieder ganz in Frage gestellt. Manchmal glaube ich dass es absichtlich geschieht, dass das Schiksal Spielchen mit mir treibt…

Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie.
Immanuel Kant (1724-1804) deut. Philosoph

Neu

Alles neu macht der Frühling. Warum nicht auch das Design meines Blogs? Wie findet ihr das neue Design oben? Bin schwer am überlegen ob ich mir das nicht zulegen soll.

Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge – solange sie nur genau den alten gleichen.
Charles F. Kettering (1876-1958), amerik. Industrieller, zuständig für Forschung u. Entwicklung bei General Motors

Zwischen Proben und Zitaten

Hatte ich schon mal gesagt, dass die Proben immer strammer werden? Bestimmt! Wenn die Intensität steigt habe ich den Hang mich zu wiederholen in dem was ich hier schreibe.
Heute war der allererste Tag in diesem Jahr in dem das Thermometer bis auf 14 Grad stieg und es in der Sonne richtig warm war. Endlich… endlich Frühling! Ich hatte ja gestern darüber berichtet aber da waren die Temperaturen noch anders.
Hoffentlich bleibt das jetzt so. Denn einen weiteren Kälteeinbruch werde ich nicht überleben.

Eine Socializing Woche steht bevor. Außerdem steht das alljährliche Schulstück wieder ins Haus. Ein Stück, das ich glaube ich im dritten oder vierten Jahr mache. Es ist eine ähnliche Pflichtübung wie der Basilikachor. Nur ist es mit den Kiddies wesentlich einfacher. Das Divaprinzip steht nicht an der Tagesordnung.
Jedoch wird mir immer wieder von Jahr zu Jahr bewusst dass ich älter werde, wenn ich mit ihnen arbeite. Ich erinnere mich noch an das allererste Mal als ich die Maske für sie gemacht habe. Jetzt sind die damals Jüngsten schon fast die Ältesten in der Truppe….

An dieser Stelle folgt ab jetzt eine neue Rubrik: Zitate

Das Alter ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt.
Wilhelm Raabe (1831-1910), dt. Dichter

Der erste Tag

…an dem man endlich in Luxemburg draussen sitzen kann. Ich sitze auf der Vorderterasse vom Philo’soff und schaue den Leuten zu. Man merkt, dass förmlich danach gelechzt haben, endlich wieder draußen sitzen zu dürfen. Es wird langsam Frühling. Und meine Stimmung steigt!

Kälte & Text

Bei eisiger Kälte und strahlendem Sonnenschein ein langen Spaziergang mit R. und ihrem Hund an der Sauer absolviert. Jetzt so kurz vor 18:00 Uhr ist es noch immer richtig hell. Man merkt dass die Tage länger werden.

Ich muss Text Text Text lernen. Sonst werde ich erschossen.

Iiischhh liebe diiischhh…

Die „kleine Kostbarkeit“ ich hier vor ein paar Tagen erwähnte, entwickelt sich zum Kult. Die drei Pickelgesichter waren bei TV Total eingeladen. Jetzt weiss die ganze Menscheit, dass sich die drei Grup Tekkan nennen. (Nee, nee… Grup… das ist schon richtig geschrieben!! Ausnahmsweise mal kein Unterhaltungsschreibfehler!)
Wer das Video überigens nicht auf meiner Seite sehen kann sollte es mal hier versuchen. Wer es dann immer noch nicht sieht, dem fehlt das Flashplayer Plug-in im Browser und sollte diesen bei Adobe Macromediea herunterladen.

Lavendel

Wenn ich sehe wie viel dass die olle Else schreibt zusätzlich ihres ganzen Arbeitspensums und wie schändlich wenig ich hier zu Blog bringe, habe ich gleich ein schlechtes Gewissen.
Dabei gibt es doch Dinge zu berichten die unbedingt ins Log gehören. Zum Beispiel war ich gestern Nachmittag im Kino mit einer Freundin die ich schon eine Weile nicht gesehen hatte. Da sie, soweit ich dass noch in Erinnerung habe, hier nicht erwähnt werden möchte, nennen wir sie mal R. R litt längere Zeit unter einer Mangelkrankheit und hatte sich ganz aus allen sozialen Verpflichtungen zurückgezogen. Umso erfreuter war ich als ich endlich wieder etwas von hier hörte.
Ladys in Lanvender mit Judy Dench, Maggie Smith und Daniel Brühl. Der Film kam schon 2004 in die Kinos, hat aber ziemlich lange gebraucht bis er den Weg nach Luxemburg fand. Das kommt manchmal vor. (Deshalb habe ich hier auch schon den Amazon Link der DVD)
Absolut rührende Story und blendend gespielt, allen voran Judy Dench die mal wieder alle Register ihres Könnens zieht. Der Film basiert, genau wie Brokeback Mountain, auf einer Kurzgeschichte. Es scheint ein Trend der Zeit zu sein.

Druck

Die Proben haben an Intensität zugenommen. Ich habe schon länger nicht mehr drüber geschrieben, weil sie in der Regelmäßigkeit einer Kuckucksuhr jede Woche stattfinden. Seit gestern geht es in den Endspurt des zweiten Teils und somit gehen wir in Riesenschritten auf die Endproben zu.  Seit gestern ist auch das Plakat raus mit der Ankündigung des Stückes, was es nicht leichter macht, im Gegenteil. Ich wurde gestern und heute schon mehrfach darauf angesprochen und der Erwartungsdruck steigt.
Hatte ich nicht irgendwann mal gesagt, dass ich mir das nie mehr antun würde?

Die Beule

Man geht ein Schritt vor und merkt dass es klappt, dass dieser eine Schritt den Erfolg hatte den man sich vorgestellt hat. Dann versucht man noch einen und ist regelrecht begeistert wie gut es vorangeht. Dann wird man übermütig und versucht gleich zwei Schritte auf einmal. Und da passiert es. Man knallt mit dem Kopf gegen die Wand. Vor lauter Erfolg hat man die Wand nicht gesehen. Doch sie stand schon immer da. Man hat sie ganz zu Anfang bemerkt und doch irgendwie übersehen. Die Beule am Kopf lässt einen rückwärtstaumeln, zurück zur Startlinie.
Und dann?
Im zwischenmenschlichen Bereich ist das mitunter irreparabel.

Schreibfaul

Seit Samstag nichts mehr geschrieben. Dabei gäbe es viel zu erzählen. Angefangen mit der Geschichte meiner verlorenen Brieftasche, die mir allerdings sehr peinlich ist. Also lassen wir die mal sein.
Das Echternacher Puppenhaus, das ich ihm vorigen Eintrag erwähnte, wäre noch einen Eintrag mehr wert. Aber dafür bräuchte ich Zeit und Ruhe. Da gäbe es Seitenweise Schwänke aus meiner Jugend zu erzählen. Eingefallen sind sie mir als ich die Fotos sah, die am Freitag herumgereicht wurden. Ich selbst erkenne mich kaum wieder darauf. Ich sehe irgendwie androgyn aus.
Den Sonntag habe ich in einem leicht alkoholisierten Zustand verbracht, begleitet von einem latenten Kopfschmerz. Wenn ich zurück überlege war das gar nicht so verkehrt, weil ich sonst  all die belanglosen Gespräche und Themen nicht schadlos überstanden hätte.
Seit zwei Tagen haben wir ein traumhaft schönes Wetter in Luxemburg mit eisigen Temperaturen. Aber traue dem Frieden nicht.
Jetzt gleich muss ich nach Trier. Und wenn mir unterwegs noch was einfällt gibt es später noch einen Eintrag.

Wiedersehen

Die Fotos die nun folgen bedürfen einer längeren Erklärung. Ich glaube ich habe noch nie erzählt wie ich überhaupt zum Theater gekommen bin und warum diese Ausdrucksform mich derart fasziniert. Ich stand zum ersten mal 14 auf einer Bühne in einem Schultheaterstück. Damals gab es noch sogenannte Optionsstunden, die zu den eigentlichen Schulstunden hinzugezählt wurden, aber nicht benotet wurden. Ich hatte damals Theater als Optionsfach gewählt.
Jahre später als ich in Echternach zur Schule ging, stieg ich bei einer Pantomimegruppe ein, die sich das Echternacher Puppenhaus nannte. Das war in den frühen Achtzigern. Diese Truppe hatte schon fast Proficharakter, weil wir regelrecht auf Tournee durch andere Länder gingen. Damals wurde mir der Theatervirus unwiderruflich eingepflanzt.
Gestern sahen wir uns alle nach sehr langer Zeit zum ersten Mal wieder.

Sie sind mir alle sehr wichtig und haben zu einem Großteil dazu beigetragen, dass ich das bin was ich heute bin.

Entlastung?

Seit 2 Tagen finde ich keinen geeigneten Zeitpunkt um etwas niederzuschreiben, oder auch nur ansatzweise einen Gedanken so zu Ende zu denken dass es Sinn macht ihn niederzuschreiben. Und das hier ist ein „Schlechtes-Gewissen-Entlastungsposting“. Aber so richtig helfen tut es nicht.
Ich verspreche Besserung.