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Fressen, Kunst und Puderquaste

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Mal was eklig Sauberes

Irgendwann ( ich weiß nicht mehr genau wann) suchte ich wie besessen nach einem Foto im Net von einem Gegenstand aus meiner Kindheit. Wie wusch man sich die Hände auf öffentlichen Toiletten vor über 35 Jahren? Damals gab es noch keine Flüssigseifenspender. Es gab feste Seifenstücke, die, wenn niemand sie mitgehen ließ, am Beckenrand herum lagen. Und irgendjemand erfand deswegen mal diese Dinger hier:

Das Foto habe ich gestern am Set gemacht. Es gehört zur Deko und im Prinzip dürfte ich es nicht zeigen. Aber es ist genau das Teil nachdem ich gesucht habe.
Seife am Stiel.
Unten kann man die Schraube abnehmen wenn das Stück alle ist und ein Neues drauf schieben. Wenn jemand davor mit besonders dreckigen Pfoten das Ding benutzte und nicht noch einmal drüber wischte bevor er fertig war, musste der nächste voll in den Dreck des Vorgängers greifen.
Äußerst lecker…

Fundstück

Und dann muss ich dem Postboten endlich sagen, er soll nicht immer die Amazon-Päckchen im Buchladen nebenan abgeben, wenn er mich nicht antrifft.

Via Jump Cut

Die Apfel Frage

Man möge mir meine Unwissenheit verzeihen, aber da ich nur am arbeiten bin und sehr wenig an luxemburgischen News mitbekomme…
Mit welchem Mobilfunkanbieter hat Apple eigentlich einen Vertrag in Luxemburg abgeschlossen wegen dem iPhone? Oder ist da noch nichts passiert? Ich lese grade in der Welt am Sonntag, in Deutschland ist es T-Mobile. Und hier? Oder ist Luxemburg mal wieder die „quantité négligable“? Ich selbst bin ja Null interessiert an dem Ding. Es nur aus Neugierde und weil meine Mutter so ein Ding haben will.

Kostbar

Wie unglaublich kostbar und erholsam rumgammeln sein kann, merke ich heute mehr als sonst.

Ich werde heute Abend zum ersten Mal Adelheid wiedersehen, seit dem Abschied vom Philo. Da sie keinen Computer hat, habe ich ihr alle Einträge mit sämtlichen Kommentaren aus dem Blog der letzten Tage ausgedruckt, damit sie sie lesen kann.
Sie wird sich sehr freuen, bestimmt.

Bääh

Wenn ich mich so fühle wie im Moment, habe ich das dringende Gefühl mich abzukapseln und in eine andere Welt zurück zu ziehen. Ich bin froh wenn heute die letzte Klappe fällt.

Wollte,könnte,hätte

Ich bin grad ziemlich angepisst. Es kam heute aber auch in geballter Ladung über mich. Das Schlimmste ist, dass ich nicht darüber schreiben darf. Meine Stammschnuffis wissen dass es sich dabei um meinen Job handelt. Aber ehrlich, wenn ich könnte wie ich wollte, könnte ich euch Dinge erzählen, so unmöglich, dass man mir vorwerfen könnte ich hätte sie erfunden. Dabei wäre es nur die ungeschminkte volle Wahrheit.

Wie gut dass es den Konditionaldeklinierung gibt.

Wrap Party

Ich muss das jetzt noch schnell schreiben, obwohl ich schon schlafen sollte.
Wrap Party ist ein im Film sehr geläufiges Wort. Es ist die Fete die am letzten Drehtag stattfindet. Ich komme grad von einer solchen. Heute fiel die letzten Klappe für den Film den wir in den Weinbergen gedreht haben. Ich muss sagen, dass ich diese Dreharbeiten sehr genossen habe, obwohl es die ganze Zeit a….kalt war und ich jeden Tag lange Unterhosen tragen musste. Ich hoffe inständig dass es ein Erfolg werden wird.

Morgen (also in ein paar Stunden) bin ich schon auf den nächsten Dreh.

Am Morgen getanzt 13

Suzanne Vega -Tom’s Diner

Im Grunde hat die Dame mit ihrer softig weichen Stimme und ihren immer etwas melancholischen oder zeitkritischen Texten, mit Dancemusic nichts am Hut.
Auf ihrer ersten LP gab es ganz am Schluss den Acapella Song, Tom’s Diner.
Jahre später unterlegte jemand das ganze mit einer Ohrwurmmelodie, dass es ein unglaublicher Gassenhauer wurde.
Hier sind beide Versionen.

Zwischendurch

Ich denk grad sehr intensiv an schlafen. Aber bis 10 Uhr werden wir bestimmt noch drehen.
Manchmal sind mir diese Wartezeiten dann doch zu viel und zu lange, zumal dann wenn ich in der Kälte stehen muss.
Morgen drehen wir nur 6 Stunden.

Erinnerungen

Ich habe eben ein paar wunderschöne Fotos vom Philo bekommen die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.
Vielleicht versteht man da noch eher was das Philo ausmachte und warum es mich immer wieder dorthin zog.

Merci Bob

Gruselschocker

Schlafen könnte ich noch bis um acht. Doch da ich die letzten Tage so früh raus musste, bin ich nun mal so eingependelt. Da wir jetzt jeden auch ein paar Nachtszenen haben, fangen wir später an und machen auch später Schluss.
Ansonsten geht’s mir gut.

Ach ja, darüber wollte ich noch schreiben. Am Samstag morgen habe ich eine Nachricht im Radio gehört die so schrecklich war, dass ich sie kaum glauben konnte. In den Staaten ist eine Frau zum Tode verurteilt worden, weil sie eine schwangere Frau umbrachte und deren Baby mit einem Messer aus dem Bauch heraus schnitt… Link ORF
Was sich anhört wie ein billiger Gruselschocker ist leider bittere Realität.

Wirres

Bin grad aufgestanden obwohl ich erst gegen 11:00 am Set sein muss.
Der Philo ist weg…
Das Thema will mir nicht aus dem Kopf obwohl ich ja Gott weiß, Zeit genug hatte um mich darauf einzustellen.
Höre grad im Deutschlandfunk die Sendung „Geistliche Musik“. Soweit ist es also schon gekommen…
Der Philo ist weg…
Es ist nicht so, dass ich Adelheid ihren Ruhestand nicht gönne,nein, sie soll ihn in vollen Zügen genießen.
Aber DER PHILO IST WEG!
Es fühlt sich wie ein bisschen Sterben an.

Der Abschied

Ich habe selten so lange überlegt wie ich anfangen soll über dem letzten Abend des Philo zu schreiben, jetzt wenige Stunden nachdem die Türen endgültig zu sind. Besonders im Hinblick auf das Lob das ich für den vorherigen ‚Philo‘ Text von Sandra Kass bekam, NICHT melodramatisch zu sein. ( Sie war es übrigens in ihrem sehr schönen Kommentar hier umso mehr, aber das ist mehr als ok, denn alles was sie dort sagt können hunderte anderer blind mit unterschreiben)

Ich kam recht spät vom Drehtag zurück weil man dort ebenfalls eine kleine Feier für die Crew bei Drehschluss organisiert hatte. Ich kam somit erst gegen 11 Uhr im Philo an. Der Hinterhof, die Bar und die Straße war brechend voll mit Leuten. Bis ich mich endlich durch die Menge bis zur Theke gedrängt hatte, hatte mir irgendjemand ein Plastikbecher mit Bier in die Hand gedrückt. Alle Getränke waren aufs Haus. Es spielte ein Zigeunerband live. Und während ich mich weiter durch die Menge schob sah ich mir die Gesichter an. Alle kamen mir bekannt vor. Alle die kommen konnten waren da. Es fühlte sich an wie das Treffen einer riesengroßen Familie. Jeder stieß mit jedem an und strahlte um bei diesen letzten Abend noch dabei sein zu dürfen.
Und mittendrin Adelheid, die an diesem Abend nicht arbeitete sondern mitfeierte. Sie konnte keinen Schritt tun ohne in Arm genommen oder geküsst zu werden. Immer wenn sie irgendwo vorbeikam blitzten Fotoapparate auf.

Ich bin nicht bis zum bitteren Schluss dort geblieben, weil ich zu müde war und weil ich wahrscheinlich losgeheult hätte.
Für den Rest lasse ich Bilder sprechen.


Die Zigeunerband


Adelheid und ich (leider ohne Blitzlicht)


Einer der unzähligen Momente, wo sie ganz viel gekunddelt wurde


Auch für diese Art von Foto musste sie unzählige Male grade stehen.

Man hat mir noch weitere Fotos versprochen. Wenn ich sie habe werde ich sie alle hier einsetzen.

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