Sonntag mit langer Fahrt

Die Fahrt, die ich gestern ins benachbarte Ausland nicht angetreten hatte, musste ich heute tun. Ich blieb aber nicht sehr lange, schaute nur nach, ob alles im Haus rechtens war und was noch im Briefkasten lag. Außer Werbung war nichts drin. Von dort aus fuhr ich dann in die Alte Heimat was eine längere Fahrt einmal quer durchs ganze Land war, und kaufte ein bisschen was bei Rewe ein. In dem ganzen Einkaufszentrum war übrigens die Hölle los. Im Supermarkt aber war es seltsamerweise ruhig.

Wieder daheim bereitete ich ein paar Dinge vor, die ich alle für morgen brauche, da es morgen stressig werden wird. Das kam durch meine eigene Schuld, weil ich bei der Terminplanung nicht aufgepasst hatte. So habe ich zur selben Uhrzeit an zwei verschiedenen Orten einen Termin. Da ich mich nicht in zwei Teilen kann, entschied ich, dass ich einen Termin auf 2 Stunden vorverlege, ich muss das aber morgen erst abklären. Theoretisch ist es kein Problem.

Ein neues Bild. Ich versuchte mich in abstrakte Malerei.

Das Foto entstand kurz nachdem es fertig war. Ich hatte es noch nicht wieder glatt beziehungsweise platt gedrückt. Darum sind die langen Seiten so kurvig.

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Es gibt Menschen, so wie ich, die sich schwer tun mit den immer kürzeren Tagen und der Dunkelheit. Andere freuen sich darauf wie z.B. Cecilia.

Dieser eine Feiertag,

… den ich nicht mag und an dem das Melancholie Level steigt. Es ist der Tag, an dem die katholische Kirche verlangt, für seine Verstorbenen zu beten oder an sie zu denken. Das tue ich bereits das ganze Jahr über und in der dunklen Jahreszeit, verstärkt sich das bei mir immer wieder um ein mehrfaches. Ich muss dafür nicht extra einen Feiertag haben. Ich habe über all die Jahre hinweg, seitdem ich in der Stadt lebe und nicht mehr in der ‚Alten Heimat‘, versucht, den Tag so zu gestalten, dass er erträglich ist. Ich kann mich an Jahre erinnern, wo ich kleine Ausflüge gemacht habe und schöne Spaziergänge mit vielen Fotos.

Ein schöner Spaziergang mit vielen Fotos war an diesem 1. November nicht machbar. Das Wetter war trist und grau und man hatte uns Regen versprochen. Also saß ich am morgen ein bisschen ratlos herum, und überlegte mir, was ich tun könnte. Nur zu Hause hocken und in die Röhre gucken, war keine Option.

Ich beschloss ins benachbarte Ausland zu fahren, um dort nach dem Rechten zu sehen, in einem Haus, von dem ich zur Zeit die Schlüssel habe. Doch der Blick zum Fenster hinaus, verhieß nichts gutes.

Ich blieb daheim.

Ich malte alle Toi-toi‘s für die nächste große Theaterproduktion fertig, damit ich mich damit nicht mehr beschäftigen muss. Die sind jetzt alle eingetütet und gehen am Montag mit ins Theater. Zeigen kann ich sie nicht, denn es gibt Menschen in der Truppe die hier mitlesen.

Ich las den neuen Asterix den ich vor ein paar Tagen gekauft hatte. Asterix in Lusitanien. Dabei lernte ich etwas neues über die Iberische Halbinsel.

Am Abend, während ich kochte, hörte ich eine vergnügliche Podcastserie. Die Kur Oase. „… ja, und das nehmen wir dann mit in den Themenspeicher.“

Und als ich zum Küchenfenster hinausschaute, hatten sich die Wolken ein wenig verzogen und der Himmel färbte sich blutrot.

Zwei Tage

An Donnerstagmorgen fix alles abgearbeitet, was sich noch im Haushalt angestaut hatte. Da Meisterin Proper schon am Donnerstag kam, musste alles picobello aufgeräumt sein, damit sie durchwischen konnte. Am Nachmittag erreichte mich ein Anruf und eine SMS, die unheilvolles verhießen. Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf, von dem ich dachte dass es sich eventuell nicht so abspielen würde, sondern anders. Wir werden sehen, ich bin auf alles gefasst.

Des weiteren zog ich mit meinem ganzen Arbeitsmaterial um ins Theater, wo es jetzt erst mal bis Ende des Jahres bleiben wird.

Am Abend schaute ich noch ein paar Folgen Will & Grace bevor mir die Augen zu vielen.

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Sehr früh ging es dann am Freitag los. Filmaufnahmen im Wald mit zwei Darstellern. Dabei habe ich ein paar sehr schöne Motive entdeckt, die mir eventuell auch als Vorlage zum Malen dienen.

Ich war recht früh daheim und mir war eiskalt, weil es im Wald dann doch recht feucht gewesen war und mit der Feuchtigkeit kroch die Kälte in die Glieder.

Ein blutroter Himmel daheim:

Am Abend war ich dann wieder seit längerem einmal mit alten Schulfreundinnen unterwegs, die ich noch alle aus dem medizinischen Jahren kenne. dabei gab es ein kleines Durcheinander. Man hatte vorgeschlagen, dass wir in die Charly‘s Gare gehen. Ich war damit einverstanden, da es nur einen Katzensprung von meiner Wohnung entfernt ist. Doch als ich dort ankam, war niemand da.

Als ich dann nachfragte, schickte man mir die Adresse, die in einer völlig anderen Ortschaft ist, knappe 20 Minuten aus der Hauptstadt raus. Es ist ebenfalls ein Restaurant mit genau dem gleichen Namen. Also kam ich sehr viel später an, weil ich den ganzen Weg erst zu Fuß zurückgehen musste, um dann ins Auto zu steigen. Es wurde trotzdem ein lustiger Abend.

Der erste Tag

… an dem ich jetzt auch, wie so viele andere, zu der Liga Ersatzteillager gehöre. Die Details erspare ich mir und den geschätzten Lesern; es sind wahrscheinlich die ganzen Unannehmlichkeiten, durch die wohl jeder gehen muss.

Insgesamt war es ein ruhiger Tag, der nichts hervorbrachte, das in seiner Wichtigkeit für das Blog gereicht hätte. Ein Bild möchte ich jedoch zeigen. Ich hatte es schon vorgestern gemalt. Es ist für mich eines der gelungensten:

Am Abend schaute ich mir einen Film Noir an. Phone Call from a Stranger (1952) mit einer sehr jungen Shelly Winters und einer erst sehr spät im Film auftretenden Bette Davis, die erfolglos versucht das Beste aus dieser Opferrolle herauszuholen. Jetzt verstehe ich, warum sie sich zeitlebens gegen solche Frauenbilder in Filmen gewehrt hat. Trotzdem sehenswert.

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Welche Sache sollte deiner Meinung nach jeder wissen?

Wie man respektvoll mit seinem Gegenüber umgeht. Oder, wenn man aus Gründen diesen Respekt partout nicht aufbringen kann, ein Minimum an Höflichkeit, und da rechne ich Ignorieren mit dazu. Ignorieren ist immer noch höflicher, als dem Gegenüber eine Ohrfeige zu verpassen.

Zwischen Zahnfee, Debriefing,Tagesfrage & neuem Podcast

Nachtrag, weil ich es beinah vergessen hatte. Der neue Podcast ist da. Es geht ans Meer!

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Am Morgen gelesen was andere so schreiben:

Herr Buddenbrohm hat in einen öffentlichen Bücherschrank geschaut und das gefunden, was ich auch in Bücherschränken hier in Luxemburg finde; unsere Vergangenheit. Dabei tat er genau das, was ich auch immer mache, mir die Vorbesitzer der Bücher vorstellen. Ein schöner Text.

Manche wussten dass heute die Zahnfee kommen sollte und wünschten mir alles Gute, gleich schon früh am Morgen. Das war schön.

Zwischendurch bediente ich die Waschmaschine und las in diesem Buch:

Es ist zu groß und dick um Abends im Bett zu lesen. Ich hatte es versucht und lag dann so unbequem, dass ich nach wenigen Minuten aufgab.

Am frühen Nachmittag fuhr ich zur „Zahnfee“.

Ein obligates WAZIFUBO Foto.

Und keine halbe Stunde später war ich wieder raus und konnte wieder lachen ohne die Monster Zahnlücke.

Dann tat ich etwas was ich mir gerne verkniffen hätte, aber so kurzfristig konnte ich das nicht mehr absagen. Es war ein Debriefing was mir wichtig war und bei dem ich jetzt gerne den Mund gehalten hätte, denn mit dem Fremdkörper im Mund war sprechen erst mal schwierig. Aber da musste ich jetzt durch.

Danach war ich erledigt. Ich fuhr noch kurz ins Theater weil dort noch etwas zu erledigen war und dann ging es fix heimwärts.

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Wenn dir ein Flaschengeist drei Wünsche erfüllen würde, was würdest du dir wünschen?

Der große Klassiker aller Fragen. Der erste wäre, dass ich sich bei einer Wunschäußerung die Anzahl der Wünsche immer wieder zurück gestellt wird auf drei Wünsche. Der zweite Wunsch, (der dann wieder der erste wäre) wäre Frieden auf Erden, schlicht und einfach. Der Dritte wäre ein Bankkonto, das nicht leer wird, so wie ein Füllhorn. All die anderen Wünsche, die ja dann endlos wären, wären um Missstände zu beseitigen und kleine Wunder zu bewirken, die man für Geld nicht kaufen kann.

Wie das mit dem Malen anfing

Sehr viel wirres Zeug geträumt während der Nacht. Es passiert nicht oft, aber ich träumte, ich wäre mal wieder an einem Filmset, und alles nervte. Es sind immer die gleichen Gesichter dabei, wenn ich denn vom Film träume. Davon erwachte ich kurz vor 5:00. und an Schlaf war nicht mehr zu denken.

Doch irgendwann, nach ein wenig lesen, schlummerte ich dann doch noch mal für zwei Stunden weg.

Da es ein sehr ruhiger Montag war, machen wir ein bisschen was anderes. die Überschrift verrät es bereits.

Zum Malen kam ich vor vielen Monaten schon, als ich das Doodlen für mich entdeckte. Ich hatte noch kleine, abgerundete Visitenkarten ohne Name von einem anderen Projekt übrig und fing einfach mal an darauf herum zu malen nach den sogenannten Doodle Kriterien. Das machte irgendwie Spaß, aber es war nicht so ganz meins.

Hier ein paar Exemplare. Es ist halt so Rumgekritzel mit beruhigendem Effekt. Es hat sogar einen eigenen Namen: Zentangle

Dann kam die große Zahn OP, bei der ich schon vorab wusste, dass ich für fast drei Wochen nicht vor die Tür gehen werde. Also musste ich mir etwas suchen, um mich daheim zu beschäftigen.

Vielen Dank für all die Komplimente für meine ersten Gehversuche im Aquarell malen. Ich war am Sonntag mit der ganzen Malstation in die Küche umgezogen, um zu sehen, ob es sich da besser malt, wenn ich auf einem Hocker sitze. Das Resultat davon gab es gestern zu sehen. ich habe drei Stück gemalt!

Zu Anfang war das nur ein Kasten mit Wasserfarben ein paar Pinsel und zwei verschiedene Größen in Papier, A5 und Postkartengröße. Inzwischen ist das Ganze ein wenig eskaliert:

Da wäre zuerst mal die Unterlage (die große Rolle im Hintergrund), die ich zu Anfang nicht hatte, die aber schwer von Nöten war, vor allem auf dem weißen Tisch im Wohnzimmer. Wer malt macht Sauerei. Dann war das alte Abklebeband ein bisschen zu stark, und es riss mir kleine Fetzen Papier aus dem Rand, was ganz besonders ärgerlich war, wenn das Bild fertig und gelungen war. Dann kaufte ich anderes Papier, weil das, was ich zu Anfang hatte, ein bisschen zu viel Textur für meinen Geschmack hatte. Dann kamen die Pigmentstifte dazu, weil ich manchmal gerne die Ränder alle nachzeichne. Dann kam die Heißluftpistole dazu, weil ich irgendwo doch ein ungeduldiger Mensch bin, der nicht warten mag, bis das Bild getrocknet ist um weiter zu malen. Nun ja, es ist halt eskaliert…,

Inzwischen versuche ich ab und an ein Bild einfach aus meiner Fantasie heraus zu malen, was aber immer noch recht schwer ist. Die meiste Zeit suche ich mir Motive und male sie nach.

Nicht später als gestern fragte mich jemand, wann ich denn meine erste Ausstellung mache. Ich musste unweigerlich lachen. Das Malen ist für mich, ein reines Hobby, um etwas anderes zu machen als Schreiben, Podcasts produzieren und meinem Beruf nachgehen. Und das wird es erst mal bleiben.

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Die heutige Tagesfrage kommt nicht wie gewohnt von Day One, sondern ist von mir selbst.

Wie und wann nutzt Du KI?

Da ich in Luxemburg lebe und das tagtäglich Leben in mehreren Sprachen vonstatten geht, (ich selbst bin viersprachig) gebrauche ich häufig DeepL um mir bestimmte Wörter oder ganze Sätze übersetzten zu lassen. Vor allem dann, wenn ich in einer Sprache (Deutsch z.B) etwas sehr präzise formulieren kann, mir aber in Französisch, oder auch Englisch, die genaue Übersetzung partout nicht einfällt. Durch das jahrzehntelange Training ohne KI, bin ich zwar sehr fit darin, und das ohne je eine Übersetzer Schule besucht zu haben, aber KI ist da schon eine sehr gute Stütze.

Ansonsten gebrauche ich KI oft um mir eine Zusammenstellung von Fakten zu einem Thema zu geben oder, was ich in letzter Zeit häufiger mache, ganz präzise nach Forschungsergebnissen zu suchen. Die prüfe ich dann ggf. immer noch einmal selbst nach, da es auch Quellenangaben dazu gibt. Ich nehme dazu nicht den feudalen Platzhirsch ChatGPT sondern die europäische KI Le Chat, die inzwischen ganz schön aufgeholt hat in ihrer Performance, und in der Bezahlversion günstiger ist, als der U.S. Platzhirsch.

Die KI von Google ist, nebenbei bemerkt, eine einzige Katastrophe und als seriöse Suchmaschine seit dem Einsatz von KI nicht mehr zu gebrauchen. Ich nehme inzwischen drei andere. DuckDuckGo, Ecosia und manchmal auch das gute alte Yahoo! (Ja, das gibt es noch!)

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Und morgen kommt die Zahnfee!!!

Ein Sonntag um zu malen

Ich glaube es war heute zu allererstem mal, dass mir die Zeitumstellung erst am Morgen des eigentlichen Tages auffiel. Der Wecker im Schlafzimmer springt nicht von selbst um. Und als ich erwachte, war es kurz vor 6:00, also erst kurz erst kurz 5:00!!! Ich bemerkte das zu Anfang nicht, stand auf, schaute aufs Smartphone…dann fiel erst der Groschen. Viiiiel zu früh! Doch da ich schon die Kaffeemaschine angeworfen hatte, war es jetzt eh egal.

Ich schreib den Beitrag von gestern fertig und beschloss, dass heute ein Tag zum Malen ist. Ich hatte am Abend davor noch ein wenig bei Pinterest gesucht (ja, das gibt es noch, wenn auch sehr werbeverseucht). Es sprangen mir immer wieder Motive ins Auge, die von der Perspektive herausfordernd sind. Das bedeutet ausmessen, weil es sonst ein Reinfall wird, wie bei dem letzten Bild, das ich nicht zeigen kann, weil ich es verschenken wollte, Es ging gehörig schief. Zudem zog ich mit der ganzen Malstation von Esszimmertisch in die Küche um sehen ob es sich dort besser malt. Dort sitze ich auf einem Hocker und der Blickwinkel ist anders.

Ich malte zum Aufwärmen erst mal etwas anderes:

Die Tannen werden langsam besser, und ich fragte mich ob man im Aquarell die gleiche Technik wie Bob Ross in der Ölfarbe anwenden kann, nämlich die Tannen mit dem Fächerpinsel malen? Das neue Aqurellklebeband ist auch nicht sooo toll. Es ist jetzt schmaler, so wie ich es haben wollte, aber es suppte doch an man Stellen durch.

Und noch eins:

Der Horizont ist nicht ganz grade, ansonsten mag ich das Bild sehr. Ich habe nur mit Schwarz gemalt und der Verdünnung mit Wasser. Das nöchste mal probiere ich das Grau selbst anzumischen mit Blau, Rot und Gelb. Auch die Steine im Wasser vorne sehen aus wie Maulwurfshügel. Gibt es Seemaulwürfe?

Und noch eins:

Von den Motiven her sind es Variationen von Bildern die ich schon mal gemalt habe, aber es geht ja auch ums Üben. Hier ging es mir um die Ratio von Farbe und Wasser so wie im obigen Bild auch. Schatten, wie z.B. der vom Giebel muss schon sehr präzise sein, sonst verpufft die Wirkung. Die Mini Details habe ich mit einem Pigmetstift hinzugefügt.

Am späten Nachmittag fuhr ich ins benachbarte Ausland. Ich hatte versprochen, dass ich bei einer Videoaufnahme helfen würde. Das war sehr schnell im Kasten, weil jeder vorbereitet war und ich den Ort mit ordentlichem Licht schnell ausgewählt hatte. In weiser Voraussicht hatte ich die Podcast Mikrophone eingepackt, damit der Ton sauber wird. Zwei Aufnahmen reichten.

Anschließend gab es mein erstes Reclette für diese Wintersaison und das war ausgesprochen lecker. Es wurde ein lustiger Abend mit ein paar guten Lachern.

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Was ist deine Lieblingsform der körperlichen Betätigung?

Schwimmen! Darüber gibt es auch einen ausführlichen Podcast bei Ëmgefall an Ausgelaf. Op Lëtzebuergesch.

Samstag mit Oberkopf

Ich war sehr früh erwacht, beschloss aber, dass es zu früh war, drehte mich noch einmal um und schlief weiter. Kurz nach acht rockte ich dann den Blogbeitrag von gestern runter und machte mich ausgehfertigt für den Wochenmarkt.

Die Haare am Oberkopf sind inzwischen so lang dass sie bis zur Nasenspitze reichen:

Ich könnte, wenn ich wollte, mir eine Frisur à la Leningrad Cowboy machen. Als ich dann los wollte, hatte sich das Wetter wieder geändert und es regnete. Bäh. Ich strich den Wochenmarkt weil ich keine Lust hatte wieder klatschnass zu werden, wie vor ein paar Tagen.

Und dann passierte das, was vorgestern auch schon passiert war, meine Homepage fiel aus. Es geht wieder von vorne los. Ich schrieb eine Mail wie gehabt an den Host. Kurz vor 11:00 zog ich dann doch los. Meine Kaffeevorräte waren alle.

Wieder daheim kam ein Anruf… Ich machte einen Krankenbesuch. Es war schön diese Person wiederzusehen… Mehr kann ich dazu nicht schreiben. Kurz vor 19:00 war ich wieder daheim. Das Wetter war den ganzen Nachmittag ein einziger Wasserfall gewesen, ich war müde und hatte dunkle Gedanken.

Am Abend malte ich noch ein Bild fertig, das ich gestern angefangen hatte, das aber trocknen musste.

Zudem gab es noch drei kleinere Bilder in Form eines Lesezeichens, die auch den letzten Schliff bekamen.

Die dunklen Gedanken kreisten um so manche Begebenheit das Tages und um mich selbst, so dass ich keinen anderen Ausweg sah, als früh ins Bett zu gehen.

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Wie viel würdest du bezahlen, um zum Mond zu fliegen?

0 Euro. Was soll ich dort? Nur um später sagen zu können, dass ich mal ein Astronaut war? Es gibt noch so viele schöne Flecken auf der Erde, die ich noch nicht besichtigt habe und die möchte ich davor sehen. Ich würde es mir höchstens überlegen, wenn mich jemand einladen würde, um mitzufliegen.

Merklich kürzere Tage

Ich erwachte sehr früh. Draußen war es noch stockfinster. Da ich ja gestern in einem alten Märchenbuch gelesen hatte, schrieb ich am Morgen an einem größeren Text, der voraussichtlich erst im Frühjahr erscheinen wird. Ich möchte ihn aber dieses Jahr noch fertig bekommen.

Jeden morgen und Abend veranstalten die Krähen eine Flugshow und Tonkonzert. Ich war nicht schnell genug mit Smartphone. Es sind immer riesige Schwärme. Das hier ist der Rest, der sich auf dem Baum gegenüber niedergelassen hatte:

Es ist erstaunlich wie schnell es in den letzten zwei Wochen morgens immer später hell wird. Wer schon länger hier mitliest weiß, dass ich kein Fan der dunklen und kalten Jahreszeit bin. Damit kommen auch immer wieder die dunklen Gedanken wieder, wann auch nicht mehr so schlimm wie noch vor zehn Jahren. Ganz verschwinden werden sie wahrscheinlich nie.

Das Gute an dem Tag jedoch war, dass am Nachmittag Meisterin Proper kommen sollte. Das bewog mich, die Wohnung weitgehend aufzuräumen, damit sie putzen kann. Am Nachmittag malte ich eine Reihe von Dingen. Ich versuchte mich vor allem in Bäumen, die ich nicht so ohne weiteres hinbekomme. Ich schaute mir noch einmal ein paar Videos an. So gegen 5:00 Uhr musste ich dann schon wieder damit aufhören, denn draußen wurde es schon wieder dunkel und bei elektrischen Licht malt es sich nicht gut.

Am Abend gab es ein Tomatensalat, den ich in winzig kleine Würfel geschnitten hatte, mit einem Karottenpüree. Dann gab es noch einmal drei Folgen von Will & Grace und damit war der Freitag soweit gelaufen.

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Welche alternativen Berufswege hast du erwogen bzw. für welche interessierst du dich?

Alternative Berufswege kommen nur dann infrage, wenn der eigentliche Beruf keinen Spaß macht. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich könnte mir vorstellen stattdessen irgendetwas mit Schreiben zu machen. Aber das mache ich ja eh schon. Ich schreibe vierteljährlich größere Reportagen für queer.lu und täglich hier im Blog. Alternativ könnte ich mir noch vorstellen, dass ich irgendetwas mit Reisen mache. Eine Kombi von beidem wäre schön. Ich könnte mir vorstellen Reiseführer zu schreiben.

Theater im Kino: Mrs. Warren‘s Profession

Es war wirklich kein Wetter um vor die Tür zu gehen und doch ich musste zweimal raus. Das erste mal war ein beruflicher Termin, der bei dem ich trocken ankam jedoch klatschnass wurde, als ich das Gebäude verließ. Zudem stürmte ein heftiger Wind mit 50-80 km/h. Ich hatte mir im Anschluss vorgenommen einen schnellen Abstecher in die Alte Heimat zum Rewe zu machen, weil ich andere Dinge zum Essen haben wollte. Zudem kaufte ich mir bei Rossmann wieder 0% trockenen Riesling,

Wieder in den eigenen vier Wänden, krallte sich der Sessel derart an meinem Hinterteil fest, das ich mir wirklich einen Ruck geben musste um ihn abzuschütteln und am Abend wieder aufzustehen und nochmal rauszugehen, denn ich hatte eine Spezialkarte fürs Kino ergattert.

Ich habe mich gefragt ob es das auch in Deutschland gibt? Aus dem West End von London werden hier regelmäßig Theaterstücke live im Kino übertragen. In Luxemburg ist die englische Community begeistert davon und der Saal war brechend voll. Ich denke, dass ich aber mit meinen 59 zu den Jüngeren im Saal gehörte.

Auf dem Programm:

Ich hatte vor etlichen Jahren die Gelegenheit nicht wahrgenommen Imelda Staunton in dem Musical Guys and Dolls zu sehen. Heute sah ich sie in einem alten Theaterstück und doch auf seine Weise hochaktuell. Frau Warrens Beruf von Bernhard Shaw ist ein für seine Zeit sehr feministisches Stück. Staunton steht zum ersten mal gemeinsam mit ihrer eigenen Tochter Bessie Carter auf der Bühne, die im Stück ebenfalls ihre Tochter spielt. Ein paar Fotos aus dem Stück, das zur Zeit im Garrick Theater läuft, gibt es hier zu sehen.

Eine Mutter-Tochter Beziehung die keine ist; beide sind sich fremd. Die Tochter, die gerade erfolgreich ihr Mathematik Studium in Cambridge abgeschlossen hat, kennt ihre Mutter nur aus den wenigen Tagen im Jahr, in denen sie sie immer unangemeldet, besucht. Was die Tochter nicht weiß, ist, was ihre Mutter arbeitet und mit was sie ihr das teuere Studium bezahlt hat. Sie betreibt mehrere Bordelle über Europa verteilt. Hervorzuheben ist noch Robert Glenister, der den Geschäftspartner von Mrs Warren verkörpert und neben Staunton eine weitere kleine Theaterurgewalt ist.

Bei dem ganzen Backlash der grad in den Staaten stattfindet, hat das Stück eine hochaktuelle Brisanz, weil es zeigt wo die Frauen Anfang 1900 sozial und gesellschaftlich standen und sich daraus zu lösen versuchten, und wo es grad in großen Schritten mit „The Idiot Trump“ wieder hingeht.

Durch Wind und Regen wieder heim.

Erinnerungen und andere Gedanken

Viele wurschtelige Gedanken beim Aufwachen.

Am Morgen beim Lesen in anderen Blogs einen verlinkten Artikel bei hmbl gefunden, über eine KI, die mit Erpressung drohte, um nicht abgeschaltet zu werden. Merke: KI ist immer nur gut oder schlecht wie, wie die Menschen die sie ins Leben gerufen und gefüttert haben. Da KI uns ja schon im tagtäglichen Leben bestraft,wenn wir durch Rot fahren, am Steuer mit dem Handy hantieren oder zu schnell unterwegs sind und der Strafzettel automatisch im Briefkasten landet, frage ich mich was der nächste einschneidende Schritt der KI in unserem Alltag sein wird…

Ich behauptete vor kurzem in einem Podcast, der demnächst erscheinen wird, dass ich mich nie langweile oder es höchst selten vorkommt. Nicht später als gestern schrieb ich, dass mich meine Ernährung und aufgrund des ‚Esszimmerumbaus‘ langweilen würde, sprich, es ist sehr eintönig, was ich zur Zeit zu mir nehme. Dabei stellte ich mir die Frage wie mein Leben wohl aussehen wird, wenn der Horizont immer enger wird und ich viel weniger tun kann als heute. Wie werden dann wohl meine Aktivitäten aussehen?

Ein Bild von gestern Abend spät:

Ein Leuchtturm. Er einnerte mich an die Reise zum einsamsten Leuchtturm auf Tasman Island, eine der abgelegensten Inseln der Welt. Einst lebte dort ein Leuchtturmwärter über mehrere Monate, munterseelen alleine, bis ein anderer übernahm. Heute ist er komplett automatisiert.

Er ist winzig klein oben links zu sehen.

Draußen regierte scheußliches Grau:

Ich beschloss ein neues Bild anzufangen, dass ich aber, wenn es gut wird, verschenken werde. Darum kann ich es auch nicht zeigen.

Das hatte mich dann derart angefixt, dass ich lange daran herumbastelte.

Das Abendessen bestand aus Pü mit Omlette und klein gewürfelter Tomate. Alles Dinge ich seit Tagen esse und nicht wirklich mehr schmecken.

Da ich nichts geplant hatte ging ich früh ins Bett und las Märchen, zu Rechrechezwecken.

Malen & Tagesfrage

Ich war sehr spät eingeschlafen, wachte aber auch punktgenau wieder um 7:25 auf, wie die letzten Tage auch. Ich hätte mich noch einmal auf die andere Seite drehen können und weiterschlafen, aber das hätte nicht geklappt.

Der Himmel am Morgen verhieß nichts gutes.

Dann beging ich einen Fehler. Noch vor der ersten Tasse Kaffee, also völlig unvorbereitet, schaute ich in die Mails, weil ich das gestern wegen der ganzen Aufregung nicht getan hatte. Großer Fehler! Es war eine Zeitbombe dabei. Merke: IMMER erst Kaffee, dann erst irgendetwas anderes.

Ich fing an zu malen.

Ich kann doch nicht ganz genau sagen, was das werden soll, aber irgendetwas wird es schon werden.

Inzwischen hatte sich das Wetter ein wenig gebessert. Ich kaufte allerlei Joghurts auf Pflanzenbasis und Puddings, wegen dem situationsbedingten Esszimmerumbau. So langsam wird es langweilig. Ich bin nah dran die Tage rückwärts zu zählen, obwohl das die Warterei bekanntlich schlimmer macht.

Wieder daheim malte ich das Bild fertig:

Ich werde mich weiter in Perspektive versuchen. Ich finde hier ist das schon mal nicht schlecht geworden. Auch das mit den Wolken ist fast ok. Ich traue mich immer noch nicht mit der Nass-auf-nass Technik einfach loszulassen und die einfach Farben laufen zu lassen. Ich wünschte ich hätte darüber mehr Kontrolle. Üben,üben,üben…

Ich hatte nicht wirklich das Verlangen am Abend etwas zu unternehmen. Das Wetter war sehr unstetig und ich beschloss mir etwas anzusehem. Mit großer Freude stellte ich fest, dass Prime jetzt endlich die erste komplette Staffelserie von Will and Grace hat. Für mich eine der lustigsten und frechsten Sitcoms die es je gab. Heute wäre eine solche Serie gar nicht mehr machbar.

Ich malte noch ein Blid, weil mich die Nass-auf-nass Technik immer noch reizt.

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Was ist das größte Risiko, das du eingehen würdest – aber bisher nicht konntest?

Da ich kein wirklich risikofreudiger Mensch bin und nur das mache, bei dem es ein kontrolliertes Risiko gibt, wird es wahrscheinlich nie eintreten. Ich würde gerne auswandern, wenn auch nicht für immer. Meine großen Reisen in den letzten Jahren waren ja ein erster Ansatz, aber eben kontrolliert, weil es ja eine fixen Rückflug gab. Aber ich könnte mir vorstellen ein Jahr oder länger weg zu sein und dort einen völlig anderen zu Job machen, vielleicht etwas mit Sprachen, ich kann ja ein paar.

Wendung einer tragischen Geschichte

Ich hatte es gestern kurz im Vorbeigehen gelesen, dass das Wetter wieder in ‚Bäh‘ umschlagen würde, sprich grau in grau, Nieselregen und knappe 12 Grad. Immerhin sind die Grade noch im zweistelligen plus Bereich.

Als ich in aller Ruhe das Posting von gestern geschrieben und hochgeladen hatte, kam ein Anruf. Ein Anruf, auf den ich schon lange gewartet hatte und der im Prinzip erlösend sein sollte, aber er war es nicht wirklich. Als ich diesen Beitrag schrieb, war alles schon derart eskaliert, dass das, was sich gestern ereignete, die logische Schlussfolgerung von allem war. Sie hätte nur viel früher kommen müssen. Sie hätten vor allem vor etlichen Wochen kommen müssen, auf viel gut zureden und Vertrauen, das aber nicht mehr vorhanden war, im Gegenteil, es machte es nur schlimmer. Mehr kann ich mir hier nicht von der Seele schreiben, weil das Blog nun mal seine Grenzen hat. Es sind in dieser ganzen Geschichte so viele Menschen involviert, u.a. auch ein sehr verabscheuungswürdiger Mensch, der sich wegen „Ausnutzung einer Schwächesituation“ verantworten muss.

Ich kann nichts tun, außer Hoffen und gedanklich ganz viel Kraft und positive Energie senden. Es ist alles sehr tragisch und traurig und meine eigene Hilflosigkeit in der ganzen Angelegenheit, lässt mich noch verzweifelter sein, als ich es eh schon bin. Das einzige was hilft, ist demütig und dankbar zu sein, dass es mir psychisch und physisch gut geht, und meine ganze Zahn-OP im Vergleich dazu, nur ein Klacks ist.

Nach dieser Nachricht war ich den Rest des Tages sehr unkonzentriert. Zu nervös zum Malen, zu unruhig um mich auf etwas lesbares zu konzentrieren. Ich flüchtete mich ins Fernsehen. Auf 3sat fand ich die Sendung Wunderschön übers Elsaß. Das Elsaß, wo ich zur Hälfte väterlicherseits herkomme. Die Reportage war so schön gemacht, dass ich große Lust verspürte wieder einmal ein paar der Orte aufzusuchen, an denen ich so lange nicht gewesen war. Und da ich so dünnhäutig war, war ich kurz vor den Tränen.

Später am Abend malte ich dann doch um mich abzulenken.

Was für ein Tag…

Im Kino: One Battle after another

Ein Sonntag, von dem ich mir gewünscht hätte, dass er mit Sonne gesegnet gewesen wäre. War er aber nicht. Ich wurschtle viel zu Hause rum. Ich schnitt unter anderem den neuen Podcast zusammen von nächster Woche. Er wird ein wenig anders sein als die Folgen davor.

Ich malte ein Bild fertig, eine weitere Variation vom Mond mit dem toten Baum. Sonst geschah nichts weiter erwähnenswertes.

Am späten Nachmittag ging ich ins Kino. Die D hatte mir den Film wärmstens empfohlen, mich aber vorgewarnt, dass er etwas lang ist mit seinen 2 Stunden und 40 Minuten. Doch wenn sie einen Film empfiehlt, kann ich mich meistens darauf verlassen, dass er gut ist.

Ich hatte keine Ankündigung im Kino davor gesehen, und wenn ich allein von dem sehr klassischen Poster ausgehe, mit den Köpfen der Hauptdarsteller einer Straße und Leonardo DiCaprio, mit Waffe in der Hand, hätte ich mir den Film wahrscheinlich nicht angesehen.

Da die D mir auch nichts über den Inhalt erzählt hatte, ging ich völlig ahnungslos hinein. Das war wahrscheinlich die beste Idee, sich den Film anzusehen, ohne irgendetwas davon gehört oder gelesen zu haben. Es ist eine aberwitzige und verrückte Geschichte über eine Gruppe von Revoluzzern, die French75, von der man gar nichts erzählen kann, ohne zu viel zu verraten. Bei Wiki steht: Das zwischen Actionthriller und absurder Filmkomödie angelegte Werk ist lose von dem 1990 erschienenen Roman Vineland von Thomas Pynchon inspiriert. Das ist eine Mischung von zwei Genres, die gut zueinander passen, aber es geht oft und gerne schief. Hier geht nichts schief! Mit 2 Stunden 40 gibt ein paar Längen, vor allem im letzten Teil, aber der Film ist hochspannend und sehr unterhaltsam. Wenn ihr einen grandiosen Sean Penn erleben wollt und einer nicht minder guten Leonardo DiCaprio, dann schaut euch den Film an. Auch die noch junge Chase Infiniti und Teyana Taylor sind erwähnenswert.

Als ich aus dem Kino kam war es fast halb zehn.

Samstag mit Malen, Tagesfrage & Editing

Ein ruhiger Samstag. Ich war am Morgen doch auf dem Wochenmarkt, entgegen meiner Eitelkeit, die mir ja befohlen hat, mich nicht so zu zeigen, einerseits um rauszukommen, andererseits um zu sehen was Markt an Wäre hätte, die für mich in Frage kommt. Suppe, Yoghurt, Püree, Pudding, Mousse au Chocolat… es ist ein bisschen langweilig. Inzwischen träume ich von einem Steak mit Pommes und Salat, aber das geht ja nicht.

Ich traf auch kurz die D. auf einen Kaffee im Renert. Es war schönes Wetter doch es war auch schweinekalt. Wir unterhielten uns über unseren Podcast und kamen auf weitere Ideen und Themen. Die Folgen bis Ende des Jahres sind gesichert.

Wieder daheim malte ich ein wenig. Immer auf der Suche nach Motiven, fand ich eines das ich ausprobieren wollte. Das Prinzip erst die hellen Dinge zu malen und dann immer dunkler zu werden, habe ich noch nicht so richtig verinnerlicht. Dabei ist das wichtig wenn man Landschaften malen will. Ich fand eine von der ich glaubte dass ich sie hinbekäme.

Das schwierigste waren dann die Steine im Vordergrund. Einer davon passt farblich nicht.

Am frühen Nachmittag hörte und sah ich sie. Ich hatte sie bereits in der Nacht gehört aber nicht gesehen. Schneegänse:

Über den ganzen Tag verteilt hörte ich sie immer wieder. Dann wird es jetzt wohl definitiv kälter werden.

Meine Abendunterhaltung bestand aus Podcastschneiden. Mittwoch in achten Tagen kommt er raus.

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Würde der Sketch auch andersrum funktionieren, wenn wir in einem Matriarchat leben würden? Oder ist es nur ein dummer Macha* Witz?

*Das weibliche Pendant vom Macho.

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Nenne eine Sache, die die meisten Leute nicht über dich wissen.

Nein, das werde ich nicht tun! Es hat schon seinen Grund, warum es nicht alle wissen und das soll auch so bleiben. Denn wenn ich es schreiben würde, wüssten es ja alle, und die Frage wäre hinfällig. Es gab einmal eine ähnliche Tagesfrage: „Verrate ein Geheimnis über dich.“ Nein, das kann ich auch nicht, sonst wäre es ja kein Geheimnis mehr.

Eine weitere Ära endet

Als ich zum ersten mal dort hin ging, war ich mit meinem Friseur in der Alten Heimat nicht mehr zufrieden. Die ersten anderthalb Jahre war es einer der Mitarbeiter ( von dem ich den Namen vergessen habe) der mir die Haare schnitt. Sehr gut aber er brauchte manchmal eine Stunde und mehr. Irgendwann war er weg und ab da kümmerte der Chef selbst sich um mich. Das sind jetzt fast 20 Jahre her. Heute schnitt er mir zum letzten mal die Haare. Ab dem 1.November geht er in Rente. Und somit gingen dieses Jahr gleich zwei Menschen meines langjährigen Vertrauens in Rente. Der Zahnarzt und der Friseur.

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob ich bleiben werde oder nicht, denn der Friseur der dem Laden übernimmt, hat als Lehrling dort angefangen. Er hat auch schon mehrfach mich bedient, wenn der Chef im Urlaub war, doch es ist nicht das gleiche. Wir werden sehen.

Zwischendurch hatte ich Anrufe und SMS von besorgten Menschen. Irgendwas lag heute in der Luft,… Das Irre ist, dass es mich aus Gründen selbst nicht mehr trifft, und ich beschloss am Abend, dass ich raus bin aus dem Spiel. Es war zwar nie ein Spiel per se, und ich spreche auch wieder in Rätseln, doch ich weiß was damit gemeint ist.

Am Nachmittag begab ich mich auf die Suche nach neuen Vorlagen und Motiven zum Aquarell üben. Die Nass-auf-nass Technik beherrsche ich nich so gut, erkenne sie aber auf anderen Bildern sofort. Das hier kam dabei heraus und ich mag es ganz gern:

Ich mag auch das Postkartenformat, nur das Papier hat für meinen Geschmack zu viel Textur. Ich mag es glatter.

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Das hier wird das erste Festessen sein wenn ich alle Zahnarzttermine hinter mir habe. Jawohl!

Ich mag Babish nicht so sehr. Er ist macht mir bisweilen zu sehr einen auf Macho, aber kochen kann er!

Eine Tagesfrage die den Tag gleich mit beschreibt

Fühlst du dich an faulen Tagen ausgeruht oder unproduktiv?

Das ist eine sehr gute Frage, weil sie davon ausgeht, dass Ausgeruhtheit mit Unproduktivität einher geht, was absolut nicht stimmt. Dazu sollte ich erst einmal definieren was bei mir an einem sogenannten ‚lazy day‘ passiert, bzw. nicht passiert. Da ich mich zur Zeit grad in einer Periode befinde, in der ich wegen der Zahnbehandlung keine Projekte am Start habe, sprich ich habe das so bewusst so eingetaktet, sind diese Tage ja prinzipiell alle faule Tage.

Ich fühle mich, um auf die Frage zu antworten und nicht noch ausschweifender zu werden, nicht unproduktiv. Es gibt immer was zu tun. So bereite ich im Kopf und auch per Mail das große Projekt vom Jahresende vor. Wenn ich mich damit nicht beschäftige, mache ich andere Dinge. Podcast schneiden, Malen, in spezifischen Büchern über Dinge recherchieren für die nächsten große Reportage für Queer.lu. Alles Dinge die ich nach meinem Gusto tun oder lassen kann. Ich mache sie, weil sie Spaß und Freude machen. Und ja, ich fühle mich auch ausgeruht. Dabei stellte ich mir die Frage ob es in meinem Fall wirklich faule Tage, sprich lazy days, sind. Ich finde dass ‚Lazy Days‘ im Englischen viel positiver besetzt ist, als ‚faule Tage‘ auf Deutsch. In meinem Fall sind es ja Krankheitstage, obwohl ich nicht krankgeschrieben bin und ich theoretisch arbeiten könnte. Es ist nur meine eigene Eitelkeit, die mir verbietet mich so zu zeigen.

Zusammenfassend gesagt, ich fühle mich ausgeruht UND produktiv!

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Und mit dieser Antwort ist der Donnerstag auch so weit beschrieben. Am Abend hatte ich ausgewählten Besuch hier, denn ich hatte Lust zu kochen. Der Besuch brachte Blumen mit:

Es gab ein Großväterchen Menü, der sein Gebiss vergessen hat; Hachis Parmentier. Ich hatte dafür alles eingekauft. Ich hatte das schon lange nicht mehr zubereitet und war erstaunt wie viel Arbeit das dann doch ist. Die Fleischfüllung bestand aus mehr Gemüse als Fleisch. Ich hatte Möhren und Frühlingszwiebeln burnoise ähnlich kleingeschibbelt und vorab gekocht, damit alles butterweich sein sollte. Der ausgewählte Besuch fand das ganz großartig und die riesige Schüssel von der ich dachte, dass davon mindestens die Hälfte übrig bleibt, war leergefuttert.

Leider kein Foto, aber es sah auch nicht sehr fotogen aus.

Der erste Tag ohne Schneidezähne

Ich hatte erstaunlich gut geschlafen. Ich hatte mit mir selbst gewettet, dass es nicht der Fall wäre und dass ich irgendwann in der Nacht von hämmerndem Schmerz geweckt würde. Aber nein. Ich erwachte zwar sehr früh aber das war ok.

Büroarbeiten und jede Menge SMS ließen ließen den Morgen schnell vorbei gehen. Jede und jeder der wusste was los war, hielt sich an die Abmachung und rief nicht an. Ich versuchte wie sprechen geht so ganz ohne Schneidezähne. Alle Zisch-Laute wie S,Z und C gehen seltsamerweise recht gut. Aber F,W und V sind schwierig.

Der Zahnarzt hatte Kaffee und Tee verboten. Er hatte es im gleichen Atemzug wie warme Speisen gesagt, also nahm ich an es am Heißgetränk lag und nicht daran, dass es Kaffee ist. Ich machte mir also eine Tasse und ließ ihn auf lauwarm abkühlen.

Gegen 10:00 bekam ich eine SMS vom H., der noch immer in Luxemburg verweilt. Er fragte ob ich zum Markt gehe. Gegen meine eigene Verfügung nicht raus zu gehen, ging ich dann doch, denn ab nächster Woche wird der H. wieder weg sein und es war die letzte Gelegenheit sich noch einmal zu sehen. So war er der einzige der mich ohne Beisserchen sah.

Am Nachmittag malte ich. Dank ein paar YouTube Tutorials fand ich heraus wie man in Aquarell Schattierung in einer bestimmten Farbe macht. Man arbeitet mit der Gegenfarbe. Z.B. bei Gelb wäre das Lila. Ich malte eine Zitrone:

Die Schattierung klappte auf Anhieb. Das was bei Aquarell ungewöhnlich ist, sind die Zeiten zwischen dem Farbeaufträgen, wo man es trocknen lassen muss. Damit ich nicht immer wieder aufhören musste, malte ich zeitgleich an verschiedenen Dingen. So habe ich mir vorgenommen, dass ich die Toi Toi‘s für das nächste große Weihnachtsstück selbst malen werde. Es wird Hänsel & Gretel sein. Und so in etwa wird das aussehen:

Eine kleine Hexe fliegt davon.

Und wenn wir schon bei Hexen sind, meine Abendunterhaltung passte hervorragend dazu. Ich sah mir auf Arte die Geschichte der Hexenverbrennugen im Baskenland im späten Mittelalter an, die recht gut dokumentiert sind. Eine sehr grausame Geschichte, die heute noch erschaudern lässt.

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Diesen Podcast vom Zeitzeichen möchte ich noch verlinken. Es geht um den erfolgreichsten Film von Chaplin. Und ich musste nicht nur einmal an den jetzigen Präsidenten der USA denken.

Agonie & neuer Podcast

Ein Wort das mir im Sinn kam für die heutige Überschrift, obwohl es viel zu überhöht ist:

Mit Agonie wird eine Reihe von Erscheinungen im Sterben bezeichnet, welche – das allmähliche Erlöschen der Nerventätigkeit anzeigend – dem Eintritt des Todes unmittelbar vorausgehen. Der Begriff wird im Sinne von „Todeskampf“ inzwischen als unwissenschaftlich und unpräzise betrachtet. Das Wort Agonie wurde aus dem kirchenlateinischen agonia („Angst, Todeskampf“) entlehnt, das auf altgriechisch ἀγωνία agonía(„Kampf, Wettkampf; Angst, Furcht, Beklemmung“) zurückzuführen ist. Dies leitet sich wiederum ab von ἀγών agṓn („Kampf, Wettkampf; Versammlung“), das mit ἄγειν agein („führen, leiten“) zusammenhängt.

Wikipedia

Das was an diesem denkwürdigen Tag anstand, war schon seit langem geplant und ich hatte eine beklemmende Angst davor.

Es war eine gewaltige Zahnoperation.

Anfang dieses Jahres hatte ich den letzten Termin beim Zahnarzt, der kurz danach in Rente ging. Im April brach mir dann ein großes Stück eines Eckzahnes weg und ich musste mir schnellstens einen Neuen suchen. Der erste von ihnen, den ich wegen dem Notfall aufsuchte war ein Reinfall. Sehr unsympathisch und selbst mit viel Mühe meinerseits stellte sich kein Vertrauen ein. Der zweite, der die Praxis meines alten Zahnarztes übernommen hatte, war ein Chaot und er sowohl wie die Sprechstundenhilfe, waren sehr von oben herab, was ich partout nicht haben kann. Dann fand ich einen in meinem Viertel, mit dem es auf Anhieb klappte. Er erklärte und zeigte mir auf dem großen Scan, den er gleich zu Beginn gemacht hatte (die anderen zwei hatten das nicht), einige Dinge die mein alter Zahnarzt übersehen hatte. Ich habe im vorderen Bereich, dort wo auch die beiden Stiftzähne sind, die ich schon seit meinen Teenagertagen habe, eine gewaltige Entzündung, wahrscheinlich seit Jahren schon, die bereits den Kieferknochen angegriffen hat. Das einzige was alles zusammenhielt war das Zahnfleisch das ich hegte und pflegte, doch dahinter schwelten unheilvolle Dinge. Es musste alles raus! Es wird wahrscheinlich mit einer der Gründe sein, warum ich Migräne habe.

Der erste Termin von sechs Stück war heute.

Ich hatte alles daraufhin vorbereitet, damit ich in diesen fast drei Wochen keine anderen Termine habe. Ich habe kein weiteres berufliches Projekt angenommen. Mit der D. hatte ich alle Podcasts vorab aufgenommen. Sogar noch gestern Abend spät, nahm ich noch schnell ein neues Outro des Podcastes auf, weil mir das noch siedend heiß eingefallen war.

Nach einer guten Stunde war die OP vorbei. Ich bekam Antibiotika und Schmerztabletten verschrieben. Er war letztendlich nicht so schlimm wie befürchtet, weil der Zahnarzt alles komplett tot gespritzt hatte doch er musste zwischendurch einmal nachspritzen, was durch die Entzündungen kam, die ich davor nicht spürte, aber jetzt frei lagen.

Ich ging danach leicht benebelt zur Apotheke und schluckte schon mal gleich eine Schmerztablette noch im Laden, denn die Spritzen sollten bald ihre Wirkung verlieren.

Daheim lag ich dann ein Weile danieder, als schon die erste Anfrage für ein Miniprojekt kam, mit einer Perückenanprobe. War ja klar. Ich sagte ab, und versprach mich erst im drei Wochen darum zu kümmern, wenn ich wieder Zähne habe, denn so wie ich jetzt aussehe gehe ich nicht vor die Tür.

Ich versuchte ein wenig zu schlafen, denn die Nacht über hatte ich kein Auge zugetan. Ich schlief tief und fest ein. Als ich wieder erwachte war es fast 15:00 Uhr. Huch! Es hämmerte im Mund vor Schmerz. Zeit eine weitere Tablette zu nehmen!

Ich setzte mich ins Wohnzimmer und malte ein wenig. Was ich die letzten Tage nämlich verschwiegen habe ist, dass ich wieder male. Ich hatte nur eine Foto des Mterials gezeigt. Ich habe seit fast 40 Jahren nicht mehr mit Aquarell gemalt, sah aber in letzter Zeit so viele schöne Dinge, dass ich das auch wieder wollte. Zudem habe ich ja in den kommenden Wochen genügend Zeit dazu.

Ich stellte sehr schnell fest; Aquarell ist üben, üben, üben, und sich nach und nach die Techniken aneignen, die so anders sind als in der Ölmalerei. Happy little accidents à Bob Ross gibt es hier nicht.

Am Abend schaute ich mit einen kleinen Guilty Pleasure an. Auf deutschen Sendern läuft die Serie Brokenwood zur Zeit nicht, aber im dritten französischen Programm. Auf dem zweiten Tonkanal sogar im Original.

Mit Schmerztablette recht früh zu Bett.

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Der neue Podcast ist da!

Nr.6 Mir ginn an de Kino

Es geht nicht um aktuelle Filme, sondern vielmehr um das Wie und Warum.

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Könnt ich euch an Stephen und Stephen in der Lucy Darling Show erinnern? (Die beiden letzten Videos aus diesem Post.) Da Carisa Hendrix alias Lucy Darling auch die Lizenz zum Verheiraten hat…

Wut im Bauch

Mit einer Wut im Bauch aufgewacht. Ich hatte geträumt, dass irgendjemand im Hinterhof, seinen fetten Bentley hinter meine Garage gestellt hatte und mir mit Handzeichen zu verstehen gab, dass ich mit meinem Auto nicht rausfahren könnte. Der Typ sah aus wie ein Arsch, also so wie ich mir einen Archetypen von Arsch vorstelle. Ich war so echauffiert, dass ich aufstehen musste. Ich ging in die Küche und trank einen Schluck Wasser. Da wurde mir bewusst, dass es draußen noch stockfinster war. Als ich auf den Wecker sah, war es erst 6:30 Uhr. Ich legte mich noch einmal hin und versuchte noch einmal einzuschlafen, was erstaunlicherweise gelang. Richtig aufstehen tat ich dann erst gegen 8:00 Uhr.

Als ich später noch einmal an diese Episode dachte, wurde mir bewusst, dass sie fast etwas Schlafwandlerisches hatte und ich fragte mich, was für seltsames Zeug mein Kopf da wieder abgearbeitet hat. Ich kann mir vorstellen, wo es herkommt, aber das gehört nicht ins Blog.

Am Nachmittag gab es einen wichtigen Termin der für die kommenden Monate ausschlaggebend sein wird.

Danach noch eine kleine Einkaufsrunde für Dinge die ich speziell für Dienstag brauchen werde und wahrscheinlich auch für den Rest des Woche. Aber das erzähle ich morgen.

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Nach welchen Prinzipien lebst du?

Die Frage hört sich sehr nach einer Frage an, die man in einem Einstellungsgespräch gestellt bekommt. Mein erster Gedanke war, dass ich nach den Prinzipien der Askese und der Völlerei lebe. Ich weiß, das passt nicht zusammen, aber ich könnte es auch anders drehen. Ich bin ein Genussmensch, der sich in Verzicht übt. Und Üben ist immer gut. Ich weiß auch jetzt schon, wenn ich diese Frage irgendwann in den nächsten Jahren noch einmal lese, ich mich ärgern werde, dass ich sie wieder auf diese etwas überhebliche Art beantwortet habe, die ich nicht an mir mag.

„Ich versuche, ehrlich zu mir selbst und anderen zu sein, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen und Menschen mit Respekt zu begegnen. Mein Grundprinzip ist, anderen so zu begegnen, wie ich selbst behandelt werden möchte.“ Das wären zwei Sätze, die ich in einem Einstellungsgespräch antworten würde. Ich selbst musste solche Fragen, Gott sei Dank nie beantworten.

Es läuft an einem Sonntag

Ein Foto noch von Freitag von einem glücklichen Paar, dessen Wahrscheinlichkeit wieder geschieden zu werden in Luxemburg bei 53-54% liegt. Viel Glück.

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Ich schlief am Sonntag erst einmal lange aus, das war schön. Dann war ich ein wenig unschlüssig ob ich lesen und ein wenig was daheim tun sollte. Aber die Sonne draußen lockte. Ich ging raus.

Nach einem Mittagessen in der Osteria und Lektüre der Tageszeitung, beschloss ich mir eine Ausstellung anzusehen mit dem Titel „Et leeft“ (Es läuft). Interessant wäre jetzt, ohne weitere Info zu der Ausstellung, vom meinen geschätzten Lesern zu erfahren, was für eine Art von Ausstellung ihr euch unter dem Titel „Es läuft“ vorstellt. Schreibt einfach mal eure Vermutung jetzt sofort in die Kommentare, ohne weiterzulesen. Also einmal ganz schnell nach unten scrollen, Augen schleißen ohne die Fotos anzuschauen, antworten und dann nach den Auslassungspunkten weiterlesen.

Auf dem Weg dorthin kam ich an der englischen Buchhandlung vorbei und sah diese Kinderbücher im Schaufenster:

Große Namen vergangener Persönlichkeiten kindgerecht in einer Biografie erklärt. Eine schöne Idee. Ich staunte dann aber als ich das erste Buch der Reihe sah:

Im Gegensatz zu all den anderen lebt Swift ja noch. Das macht das Buch nicht per se schlecht, aber im Vergleich zu Beethoven z.B. ist es irgendwann nicht mehr aktuell. Ich schaute mir dann die Seite des Verlags an. Die Reihe wird beständig erweitert auch mit aktuellen Popstars.

Kommen wir zur Ausstellung:

Et leeft behandelt die Geschichte der Menstruation. (Was dachtet ihr denn?)

Im der Einleitung erfahre ich:

Als Menstruierende bluten wir nicht einfach nur ab und an. Als Menschen mit Periode gelten für uns Verhaltensregeln, die je nach Zeit und Ort ganz unterschiedlich ausfallen.Dabei handelt es sich nicht um offizielle Regelungen, sondern vielmehr um Meinungen und Vorannahmen: So sollst du sein! Mach das (nicht)! Das gehört sich so!

In diesem Bereich versammeln sich Aussagen zu Themen, die den Diskurs der letzten 150 Jahre bestimmten.Was jeweils von Menstruierenden erwartet wurde und wird, hing und hängt stets eng mit der Gesellschaft zusammen.Die Botschaften dazu stecken in den Dingen um uns herum: in Werbeanzeigen, Bildern, Produkten und natürlich in dem, wie Menschen sich öffentlich zur Periode äußern.

Was mich in diesem ersten Abschnitt schon mal stutzig machte war, dass von menstruierenden Menschen gesprochen wird. Und damit sind wir gleich mittendrin im Thema; es gibt auch menstruierende Transmänner. Eine Tatsache, die ich nie bedacht habe, obwohl ich ja auch zur LGBTIQ+ Community gehöre. Ein Transmann spricht in einem Video sehr offen darüber.

Es geht vor allem um all die seltsamen Mythen, Meinungen und abstrusen Vorstellungen, die man noch gar nicht vor so langer Zeit als unumstößliche Wahrheiten ansah.

Ein paar kuriose Dinge habe ich abgelichtet.

Als Jay Critchley am Strand komische „Pfeifen“ fand, sammelte er sie neugierig ein und besorgte Tausende davon. Er fand heraus, dass es Applikatoren aus Plastik waren, bastelte ein Kostüm und wurde Miss Tampon Liberty“, um mit Kunst gegen den Plastikmüll zu protestieren.

Die Geschichte der Menstruationsartikel ist übrigens erst 140 Jahre alt. Unsere moderne Wegwerfgesellschaft erfand Einwegbinden und Tampons, die den Alltag der Menstruierenden zwar erleichtern, aber für die Umwelt eine Katastrophe sind. Ich verstehe den Aufschrei der Frauen, dass Menstruationsartikel, endlich frei zur Verfügung stehen sollen, aber auf der anderen Seite wird es das Umweltproblem nicht lösen. Es muss in der Hinsicht wahrscheinlich noch einmal völlig umgedacht werden.

Ein Zeitungsbericht und was für Folgen es haben bzw. nicht haben kann:

Wie wurde früher mit der Monatsregel umgegangen, als es noch keine Binden und Tampons gab? Es gab seltsame Konstruktionen, wie diese hier, die mich an Folterinstrumente erinnern.

Bei einer Tafel musste ich an eine Begebenheit im elterlichen Hause denken:

Mein Vater war daheim immer zuständig für die Zubereitung der Saucen, wenn es eine Fondue Bourguignonne gab. Wenn die Mayonnaise nicht gelang, schmiss meine Mutter aus der Küche.

Es gab auch eine Reihe kurioser Unterhosen für Menstruierende, die man anprobieren und anschließend ein Foto machen konnte und es in der Galerie aufhängen. Ich tat das aber nicht.

Durch die strahlende Sonne ging ich zurück nach Hause.

Am Abend schaute ich mir eine Doku auf ARTE an: KI Der Tod des Internets

Seltsamerweise ließ sich der YouTube Link nicht einsetzen, vielleicht aus gutem Grund? Der Beitrag stimmte mich nachdenklich. Ich wusste vieles von dem, was sie erzählt haben, wie KI das Internet langsam zum Slob macht, sprich eine große, schleimige Masse, in der wir nur noch mit maschinengenerierten Mist zugemüllt werden. Es versicherte mir, dass ich vor ein paar Monaten richtig gehandelt habe, die Globalplayer zu boykottieren und alle Konten zu schließen. Wer es nicht mitbekam: ich habe kein WhatsApp, kein Facebook und kein Instagram mehr. Twitter habe ich schon lange nicht mehr. Aber es gab auch noch eine Menge Infos mehr, die mir die Augen öffneten. Eine sehr sehenswerte Doku.

Es ließ mich auch nachdenken über den Podcast, den ich zusammen mit der D mache, und inwiefern ich den auf anderen sozialen Netzen promote. Wir sind , Gott sei Dank, nicht auf Klickzahlen angewiesen, um Geld damit zu verdienen. Wenn wir den Podcast irgendwann monetarisieren, werden wir das auf andere Weise tun. Aber keine Angst, die Hörer werden nicht zur Kasse gebeten.

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Cecilia besucht eine Geisterstadt auf Spitzbergen:

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Hunde und Treppen. Oder wenn ein Corgi zum länglichen Zebulon wird.

Freitag und Samstag

Am Freitagmorgen gab es noch jede Menge Schreibarbeit am Rechner. Ich wollte die komplett erledigt haben, weil ab dem Nachmittag Meisterin Proper wieder das Zepter schwang. Ich verzog mich für den Rest des Nachmittages ins Renert und schnitt den nächsten Podcast für Ëmgefall an Augelaf zusammen. Er wird am Mittwoch erscheinen.

Am Abend gab es dann noch einmal eine letzte Dienstrunde für ein Stück, dass in Luxemburg, zum letzten Mal lief. Im März nächsten Jahres stehen noch Tourneedaten dafür an. Und das wird noch mal ein Abenteuer!

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Der Samstag war dann endlich ein Tag, an dem keine dienstlichen Verpflichtungen hatte, uff! Ich traf mich zeitig am Morgen mit der D auf dem Wochenmarkt. Ich kaufte mir lediglich ein paar kleine Dinge beim Eifler Bäcker, bevor ich den Weg in einen anderen Teil des Landes antrat. Ich löste ein Geburtstagsgeschenk ein.

Es ging zu Alexis Bodin. Es folgen viele leckere Fotos:

(vlnr/ onu) Amuse Bouche, rote Beete mit Kakao, Variation vom Kürbis, Dorade, Rinderfilet und Cremes und Eis mit allerlei Kräutern.
Zu dem Stück Brot gab es eine sehr leichte, salzige Butter und Olivenöl mit Bienenwachs (der absolute Hammer!!!)

Zu trinken gab es Champagner.

Sehr voll gefressen, denn die Portionen waren dann doch mächtiger als ich dachte, fuhr ich zurück und legte mich erst mal für eine Weile hin, denn die Fressnarkose schlug mit aller Gewalt zu.

Später am Abend fand die Wahl des neuen Mister Bear Luxemburg statt. Es war nicht die all die Jahre davor im Ground, sondern in dem kleinen Saal vom Melusina.

Kurz nach 1:00 Uhr war ich auf dem Heimweg.

Was zum lesen & Tagesfrage

Am frühen Morgen hatte ich einen Termin mit einer Person, die mit zu der Gruppe gehört, die sich gerade viele Sorgen machen. Aber nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid, war mir danach wohler und es half auch der Person mit der ich mich getroffen hatte.

Ansonsten war der Tag sehr ereignislos. Am Abend gab es noch eine Dienstrunde, die ohne Zwischenfälle verlief und keine zwei Stunden später lag ich im Bett.

Darum gibt es heute etwas anderes zu lesen. Mein Text über eine Königin von Schweden aus dem 17. Jahrhundert, kam vor ein paar Tagen endlich raus. Da ist immer ewig dauert, bis der Text auch online erscheint, gibt es hier ein PDF mit dem ganzen Bericht.

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Wenn du eine Million Euro zu verschenken hättest, wem würdest du sie geben?

Niemandem. Denn dem wäre damit nicht geholfen. Ich würde die Million so einsetzten, dass sie nicht nur einem hilft, sondern mehreren zu Gute kommt. Ich würde das Geld in einem Fond anlegen dessen Gewinn mehrere Menschen unterstützt.

Mittwoch, Nachtrag zum Dienstag & Tagesfrage

Zwei Dinge die ich gestern nicht berichtet habe.

Zum einen kaufte ich mir eine Aquarell Palette und entsprechendes Papier. Ich folge schon länger einer Youtuberin, die vor allem Aquarell malt. Sie macht das so gekonnt, dass ich richtig angefixt wurde. Ich habe als Kind viel gemalt (heute auch noch, aber mit Schminke) und wollte das mal wieder ausprobieren. Eine schöne Beschäftigung für die langen kalten Winterabende, wenn ich keine Vorstellungen habe.

Zum anderen vergaß ich, darüber zu berichten, dass ich im Rainbow Center war und die neue Quer.lu frisch aus der Druckerei geliefert wurde. Da ich dieses Mal nicht so lange warten will, bis mein Text endlich online erscheint, werde ich hier die nächsten Tage ein PDF einsetzen.

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Kommen wir zur heutigen Tagesberichterstattung. Es war Mittwoch und Wochenmarkt. Ich kaufte ein bisschen Obst, aber das Hauptevent war das Wiedersehen mit dem H. Er kam gestern aus Australien an. Es gab viel zu erzählen. Wir speisten gemeinsam zu Mittag in der Casa Gabriele, wo ich schon länger nicht mehr war.

Im Anschluss fuhr ich mit der D zu mir und wir nahmen noch einen Podcast auf. Jetzt sind die Folgen bis Anfang November gesichert. Ich muss sie nur noch schneiden, aber dafür habe ich nächste Woche Zeit genug.

Am Abend war ich dann wieder dienstlich im Einsatz.

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Die Tagesfrage ist ein bisschen redundant hinsichtlich dessen, was ich schon alles im Blog über mich steht.

Was war das schwierigste persönliche Ziel, das du dir gesetzt hast?

Das schwierigste persönliche Ziel war in dem Sinne schwierig, weil es sehr lange gedauert hat, um endlich dahin zu kommen.

Beruflich war ich nicht von Anfang an Maskenbildner. Ich war Friseur. Dass dies immer nur ein Zwischenziel war, hatte ich mit den Jahren ein wenig aus den Augen verloren. Ich wollte schon Maskenbildner werden, als es den Beruf in Luxemburg so noch gar nicht nicht anerkannt war. Brotlose Kunst! Das war das Argument, das meine Eltern mir immer wieder vor Augen hielten und dass ich irgendwann auf der Straße sitzen würde. Doch mit Anfang 30 bekam ich dann endlich die Kurve. Es war auch der richtige Moment damit zu starten, da sich damals in Luxemburg, die Filmindustrie langsam etablierte.

Eine Tagesfrage

Der Tag war angefüllt mit nachträglichem Herumgerenne, für Dinge, die ich schon längst abgeschlossen habe. Ansonsten war ein ruhiger Tag, der fürs Blog nicht viel hergab. Darum gibt es eine Tagesfrage:

Wer sind deine Lieblingskünstler?

Die, die mich bei der Arbeit nicht in den Wahnsinn treiben und glauben alles besser zu wissen. Das wird übrigens jeder MUA bestätigen.

Aber das ist ein anderes Thema. Der Grund warum ich diese Tagesfrage beantworten wollte, ist weil ich erst gestern erfahren habe, dass Patricia Routledge am 3.Oktober verstarb. Sie war vor allem eine Theaterschauspielerin, doch die breiten Masse kennt sie für die legendäre Rolle der Hyacinth Bucket aus Keeping up Appearences.

Sie war auch eine der Talking Heads von Alan Benett in der Folge A Woman With no Importance. Hervorragende Schauspielkunst und eine recht traurige Geschichte.

Montag, wie Montage halt so sind

Ich machte mich am Morgen erstmal auf die Suche nach einem Lippenstift den es so nicht mehr gibt. Ich hasse nichts mehr als wenn Darsteller mir Produkte aus ihren eigenen Beständen aufzwingen die sie TOTAAAL TOLL finden. Ich kann mich dann im Anschluss plagen, um den Lippenstift nochmal zu kaufen, weil er von einer Billigmarke aus der Drogerie kommt, die beständig die Farben wechseln und diese eine Referenz seit Jahren nicht hergestellt wird. Darum greife ich immer auf Profimarken zurück, deren Farben und Produkte sich über Jahrzehnte nicht ändern. Dann kommt dieses Gerenne und Getue nicht vor! So! Das musste einmal gesagt werden und jetzt gehts mir besser.

Ich fand eine Farbe die fast gleich ist aber eben nur fast.

Am Nachmittag stand jede Menge Büroarbeit an. Als ich später auf die Uhr schaute, war schon fast 18:00 und ich machte Schluss, obwohl ich nicht mit allem fertig war.

Am Abend schaute ich mir eine Doku über die verschlüsselten Briefe der Mary Stuart an, die sie während ihrer Gefangenschaft schrieb. Spannende Geschichte, wenn auch ein bisschen lang.

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Kurios: Ich mache dann und wann beim Foto Vorschlag mit. Was ich nicht verstehe, ist, warum ich immer wieder pfundweise Likes bekomme, und andere nicht, denn so viel schöner sind meine Fotos im Vergleich zu den andern auch nicht. Gibt es im Fediverse ein Algorithmus der Dinge im Hintergund regelt und ausgewählte Posts häufiger anzeigt?

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Erkenntnis: Ich habe erst vor ein paar Tagen entdeckt, dass Grace Jones in „I’ve seen that face before“ (Libertango) „über mich“ singt. Dabei ist das Lied steinalt und ich kenne es vom Text her prinzipiell auswendig. Aber dass mein Name darin vorkommt…fällt mir erst jetzt auf!

Dans sa chambre, Joel et sa valise
Un regard sur ses fringues
Sur les murs, des photos
Sans regret, sans mélo
La porte est claquée, Joel est barré.“

WMDEDGT an einem freien Sonntag

Ich konnte bis 2:00 Uhr am Vortag nicht einschlafen. Ich sah mir auf Arte die Folge Der Verlorne Sohn aus der Serie Ein Fall für Conti an. Und irgendwann schlief ich im Sessel ein. Nicht dass der Film langweilig gewesen wäre, aber die Müdigkeit schlug endlich zu und ich schlummerte weg.

Wenn ich die letzte Woche im Kopf durchspiele, kommt sie mit ein ganzer Monat vor. Einerseits bin ich froh, dass ich mit strenger Disziplin und gute Organisation eine solche Woche ohne Zwischenfälle hinbekomme. Sie wäre übrigens vor zehn oder 20 Jahren auch sehr heftig gewesen. Dass ich das immer noch hinkriege mit 59, macht mich ein bisschen stolz, aber ich muss lernen besser auf mich aufzupassen.

Den Sonntagmorgen verbrachte ich erst mal gammelnd im Bett. Ich hole mir nur eine Tasse Kaffee und legte mich wieder hin.

Heute ist Vatertag in Luxemburg. Ein Tag, den ich seit 1988 nicht mehr feiere. Es ist trotzdem schön dass es ihn gibt, denn somit leben die Väter, die es nicht mehr gibt, in der Erinnerung weiter, zugegeben für mich in einer idealisierten Form, denn zu Lebzeiten kamen wir nicht miteinander klar.

Und dann fiel mir plötzlich ein, dass heute ja ein. „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ Tag. ist. Eine Aktion von Frau Brüllen, die schon seit Jahren läuft. Ich beschloss, da mal wieder mitzumachen.

Gegen 10:30 Uhr, schälte ich mich dann doch aus dem Bett. Nochaml Kaffee, Dusche, anziehen und los! Schön an den Sonntagen ist, dass ein paar Läden um die Ecke geöffnet haben. Der kleine Supermarkt ist seitdem er kein Alima mehr ist, nicht mehr so gut sortiert und hat viel weniger Auswahl. Das bestätigen mir auch, hinter vorgehaltene Hand, die VerkäuferInnen, die schon seit Jahren dort arbeiten.

Draußen war es inzwischen freundlicher geworden und es hatte mit regnen aufgehört.

Wieder in der Wohnung blieb noch ein bisschen Zeit, um im Feed Reader zu lesen, wie es anderen Bloggern so geht.

Anschließend ging ich zu einem lang geplanten Brunch zu ‚Comé à la maison‘. Dass die am Sonntag Brunch anbieten, wusste ich nicht. Anfangs war geplant worden, dass wir im Hotel Royal speisen sollten. Aber das war schon vor langer Zeit voll ausgebucht, eben wegen Vatertag. Ich fand es im Comé ausgesprochen lecker und die Auswahl war gewaltig. Ich habe ein Foto vom ersten Teller gemacht.

Das Restaurant ist riesengroß und über die Maßen dekoriert. Alles ist ein bisschen überdimensioniert und über die Maßen, sagen wir, bling bling-iert. Hier ein Beispiel:

Gleich nebenan im gleichen Gebäude wird ab November ein neues Restaurant öffnen.

Bouillon Batignolle ist eine kleine Kette die es vor allem in der Lorraine gibt, und sie macht jetzt ihr erstes Restaurant in Luxemburg auf.

Ich wackelte völlig überfressen nach Hause. Und der Rest des Tages verbrachte ich weitgehend mit Lesen, Hören und ein bisschen Fernsehen. Vom Lesen her war es ein Theaterstück, vom Hören her war es der Mehrteiler von Klaus Mann/ Der Vulkan, (ganz hervorragend gut vorgelesen!!!) und vom TV her waren es drei Folgen Mrs. Maisel, die ich immer noch nicht ganz gesehen habe.

PUNKT!

Ich habe heute beschlossen dass es ein schöner Tag werden wird PUNKT!

Da die N. wegen der Feier im Gästezimmer übernachtet hatte, gab es am Morgen ausnahmsweise Frühstück. Die N. hatte es besorgt. Das war schön.

Dann kam eine SMS von der Post mit einer freudigen Nachricht:

Bonne nouvelle ! Depuis le 1er octobre vous bénéficiez de 20GB de data par mois, au lieu de 10GB, sur votre forfait POP Mobile S, sans augmentation de prix ! Cette amélioration est automatique et ne nécessite aucune action de votre part. 

Gute Nachricht! Seit dem 1. Oktober profitieren Sie bei Ihrem POP Mobile S Tarif von 20 GB Daten pro Monat statt 10 GB – ohne Preiserhöhung! Diese Verbesserung erfolgt automatisch und erfordert keine Aktion Ihrerseits.

Sehr schön. Wenn die drahtlosen Volumen noch weiter steigen, werde ich mir überlegen ob ich das WLAN eventuell abschaffen soll.

Das Draußen regnete und stürmte, was das Zeug hielt, während einer guten halben Stunde.

Ich machte beim #FotoVorschlag mit. Thema: Handwerk.

Da kann ich mit dienen. Aber es gibt nicht sehr viele Fotos, die meine eigentliche Handwerksarbeit auch zeigen. Ich fand vier Stück und setzte sie zusammen.

Ab dem Nachmittag war ich dann wieder im Einsatz für den Thronwechsel. Es war eine irre Arbeit und ein wilder Ritt. Kurz vor der Show goss es nich einmal so richtig dass alles Angst hatten, sie müssten im strömenden Regen Tanzen. Es folgen Fotos vom Nachmittag und Abend.

Und hier geht es zur ganzen Show die live übertragen wurde.

De Replay vun Diddeleng vun der RTL-Spezialemissioun ab der 40:00 Minute.

Durcheinander gewürfelt

Ein Telefonat. Mitten Supermarkt klingelte das Handy. Die Person die anrief konnte nichts dafür, aber sie stellte mir genau die Fragen die ich nicht hören und schon gar nicht beantworten wollte. Der Anruf zog mich so sehr runter, dass ich eine Pause machen musste. Ich ging nach dem Einkauf zu Oberweis und trank in aller Ruhe ein Kaffee, sammelte meine Gedanken und durcheinander gewürfelten Gefühle wieder zusammen und fuhr in den Süden des Landes.

Der erste komplette Durchlauf der Show für den Thronwechsel. Ich war danach etwas durch Wind. Von dort aus zurück in die Stadt zum Theater zu einer Premiere.

Dort geschah dann etwas, das ich nur mit viel Beherrschung ertragen konnte. Ich konnte erfolgreich die Distanz wahren, die ich mir selbst seit einiger Zeit auferlegt habe, für mein eigenes Seelenheil und um es nicht noch schlimmer zu machen.

Und irgendwann später sah ich eine ältere Frau die ich seit Jahren kenne, die mich in den Arm nahm und den Tränen nahe war. Sie bedankte sich. Ich wusste warum. Und wieder wurden meine ganzen zwiespältigen Gefühle durcheinander gewürfelt.

Ich weiß, ich spreche in Rätseln, aber mehr kann und darf ich nicht schreiben und wäre auch nicht fair. Doch wer schon länger mitliest, weiß um was es geht…

Zu viel, zu lang

Ich mag die Tage nicht, an denen ich morgens erwache und nicht weiß, wo hinten und vorne ist, welchen Tag wir haben, wie ich ich heiße… Das passiert immer dann, wenn ich zu viele Hochzeiten an einem Tag regeln muss. Das geht mit einer strengen Planung, aber es ist sehr ermüdend.

Das Flachdach von nebenan sah am Morgen verdächtig weiß aus. Frost am 2. Oktober? Doch von den Wettervorhersagen her sollte es ein schöner Tag werden.

Ich war froh, dass der erste Termin nicht so früh wie gestern war, sondern eine Stunde später. Er ging ohne Reibung vonstatten. Danach hatte ein klein wenig Leerlaufzeit und ging in die Stadt.

Ich nahm mir vor, ein bisschen mehr Fotos heute zu machen. Ich bin seit ein paar Tagen dabei die Fotos von 2024 rauszusuchen für den alljährlichen Fotorückblick, und die Auswahl fällt mir schwer, nicht so sehr weil es zu viele sind, sondern nicht genug.

Ein Foto von der Place Guillaume und Place d‘Armes:

Morgen werde ich so gut wie möglich versuchen die ganze Ecke Place Guillaume / Place d’Armes und großherzoglichem Palais weitläufig zu umgehen. Der offizielle Thronwechsel findet morgen statt. Am Samstag dann macht der frischgebackene Großherzog eine Tour durchs Land. Da werde ich dann auch damit zu tun haben. Aber darüber schreibe ich, wenn es soweit ist.

Der Nachmittag und Abend völlig umverblogbar. Manchmal bin ich sogar froh darüber, denn das was zu berichten wäre, wäre gna gna gna…

Am Abend nach getaner Arbeit, hatte ich gewaltigen Hunger auf etwas etwas Deftiges.

Es gab Imperiales Hühnchen im Le Zai

Ich hatte so einen Heißhunger, dass ich erst ein Foto machte, als ich schon die Hälfte davon gegessen hatte. Die Portionen sind riesig und ich schaffte nicht alles.

Und während ich dort saß rekapitulierte ich ein paar Gedanken vom Tag. So fragte mich eine der Ankleiderinnen heute über meine Familie. Der Grund war dass sie über ihre Mutter sprach die jetzt 86 ist. „Jeder Tag ist wie ein Geschenk in dem Alter“, meinte sie. Ich erzählte ihr vom meiner Großmutter die mit 99, ihren Hundertsten plante und es dann doch nicht schaffte. Drei Monate nach ihrem 99. Geburtstag war sie nicht mehr da. Damit hatte ich die Stimmung auf den Nullpunkt gebracht, was nicht meine Absicht war. Ich wollte lediglich damit sagen, dass sie absolut recht hat. Jeder Tag ist wie ein Geschenk und das von Anfang an.

Am gab es schöne Lichtspiele am Himmel für die morgige Feier:

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Heute vor 10 Jahren:

Ein Foto aus der kleinen Wohnung als mein Leben noch ein wenig anders verlief als heute. Ich bin mir nicht sicher, aber die 100€ Klorolle war ein Geschenk. Von wem und zu welchem Anlass weiß ich nicht mehr.

Zu früh

Weckerklingeln um 6:00. Das ist für mich ein paar Müh zu früh…püh! Aber es half nichts, ich musste raus.

Unverblogbares den ganzen Tag über, aber es gab ein paar Momente am Tag wo ich ein wenig Ruhe hatte um hier ein paar Zeilen zu schreiben.

Ich traf mich kurz mit der D., die aus dem Baskenland zurück ist und es gab einen Kaffee im Renert und etwas Obst und Gemüse vom Markt. Es war schließlich Mittwoch. Und es wurden ein paar Entscheidungen für Ende das Jahres getroffen auf die ich mich freuen kann.

Am Abend schaute ich mir weil ich den Kopf frei von Arbeit bekommen wollte, eine Reportage auf Arte an, schlief aber darüber ein.

Morgen ist nochmal so ein Tag der es echt in sich haben wird und dann geht es besser.

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Ich bin immer noch total geflascht von dem neuen Teppich:

Es war sowas von Liebe auf den ersten Blick wie selten davor. Auf den Fotos gibt er gar nicht das her was er in Wirklichkeit hergibt.