Zwei Vorstellungen

Vorgenommen hatte ich mir, dass ich noch eine kleine Dienstrunde einlege, bevor ich auf den Wochenmarkt gehe. Das ging schon mal schief weil ich trödelte. Auf den Wochenmarkt ging ich dann doch wo ich kurz die D sah und mit ihr ein Termin für Dienstag festzurrte, für dem letzten Podcast für dieses Jahr. Das Thema steht schon fest.

Dann machte ich mich auf für eine Dienstrunde, weil mich das schlechte Gewissen plagte. Ich hatte mir fest vorgenommen noch eine Kopfbedeckung fertig zu bekommen, das hätte auch geklappt wenn ich nicht eine Karte für die Nachmittags Vorstellung vom Schwanensee bekommen hätte. Der Swan Lake von Matthew Bourne war so ratzifatzi ausverkauft, dass ich wenig Hoffnung hegte, doch ich bekam eine. Yay!!!

Diese Variation auf den Schwanensee (in dem die Schwäne von Männern getanzt werden und nicht von Frauen) gibt es schon seit 1995. Das Stück läuft also in seinem 30. Jahr. Für dieses Jahr gab eine Welt Tournee von dem Stück und die letzten fünf Vorstellungen gab es in Luxemburg. Ich bin froh dass ich es gesehen habe, weil es nach all den Jahren nichts an Kraft verloren hat.

Der letzte Akt (unten) rührte mich zu Tränen. Selbst jetzt als ich ihn noch einmal sah.

Danach brauchte ich eine Pause, setzte mich ins Vis-à-vis und trank einen ‚heißen Apfel‘.

Für den Abend, das war schon länger geplant, traf ich mich mit dem J um mir in der Cinématheque den Film Pillow Talk anzusehen. die Cinématheque selbst hat zur Zeit keinen Saal, da dieser ganze Komplex, zudem auch der Saal gehörte, für mehrere Jahre umgebaut und renoviert wird. Während der Zeit zeigt ihre Filme entweder im Circle Cité oder im Capuziner Theater.

Es war das totale Kontrastprogramm. Den Klassiker mit Doris Day und Rock Hudson in den Hauptrollen kennt wohl jeder. Aber es war zum ersten Mal, dass ich ihn auf einer großen Leinwand sah. Mit Ausnahme von zwei Szenen, die man heute wirklich nicht mehr so drehen würde, ist der Film immer noch recht lustig. Eine davon spielt im Auto, wo ein junger Bursche versucht, Doris Day an die Wäsche zu gehen. Das ist schon sehr grenzwertig und sollte lustig sein. Interessanterweise lachte dabei niemand im Raum. Eine andere gibt es im Restaurant, wo Rock Hudson versucht Tony Randall klar zu machen, dass er mit einer recht beleibten Frau unterwegs ist und Randall sie doch bitte übernehmen sollte. Der nimmt jedoch reißaus. Es ist Body Shaming pur.

Am Ende hatte ich einen gewaltigen Ohrwurm, den ich jetzt beim Schreiben immer noch nicht los bin. Pillow Talk….Pillow Talk.

Anschließend ergatterten wir im Grand Café noch einen Tisch und aßen eine Kleinigkeit zu Abend.

Zwei Tage

Das Foto gilt für beide Tage. Fifty Shades of Grey mit Nebel.

Der Donnerstag bestand vor allem aus Büroarbeit, die ich über die Maßen NICHT mag. Andere verdienen eine Menge Geld damit ich muss das für lau tun.

Am Nachmittag wollte ich dann eine Dienstrunde antreten, die aber für die Katz war, weil das bestellte Material immer nich nicht eingetroffen war. Pfff.

***

Der Freitag dann bescherte mir endlich das Material. Ich konnte weiterarbeiten.

Mittagessen gab es in der Casa Gabrièle.

Zudem kaufte ich mir den ersten Panettone dieses Jahres. Einen, der ohne alles ist, ohne Rosinen und ohne irgendeine Creme. Die Besitzerin der Casa empfahl ihn mir. Er war zugegeben nicht geschenkt. Morgen berichte ich ausführlich darüber.

Als ich zurück zur Dienstrunde ging, arbeitete ich noch eine Weile weiter, wurde aber nicht ganz fertig.

Am Abend fuhr ich in den Süden des Landes für ein Abendessen in einem Restaurant, in dem ich noch nie war. (Ja, ich weiß, ich war zweimal auswärtig essen.) Die Schmëdd im Ellergronn liegt etwas abseits mitten im Wald. Ich werde sie einmal besichtigen tagsüber denn es scheint eine sehr schöne Ecke zu sein.

Die Gerichte sind alle etwas heftiger und luxemburgischer. Für mich gab es Blutwurst und für mein Gegenüber Choucroute.

Es war lecker, deftig und mächtig. Überfressen war vorprogrammiert.

Wieder zu Hause fiel ich augenblicklich in die Horizontale.

Zuwachs

Ich weiß nicht so richtig wo ich anfangen soll, Die Reihenfolge ist eigentlich unwichtig,

Aber zuerst noch etwas von gestern, das ich beinah vergessen hätte. DER NEUE PODCAST IST DA! Diesmal haben wir etwas neues ausprobiert. Wir haben uns die Ausstellung X-Ray in der Völklinger Hütte angesehen und die Aufnahme gemacht während wir dort waren.

Die Dienstrunde verlief ohne Zwischenfälle.

Zwei Stück sind noch nicht ganz fertig. Eine muss nachgearbeitet werden und für eine brauche ich weiteres Material.

Ich malte. Ich versuchte ein Foto das ich im Sommer gemacht hatte, aus dem Gedächtnis zu malen ohne es mir anzusehen.

Hat so halbwegs geklappt.

Dann erhielt ich einen Anruf dass ich mich auf eine Überraschung gefasst machen sollte.

Ich traf eine alte Bekannte wieder; Blue.

Sie hat eine acht Monate alte Freundin bekommen:

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Am Abend schaute ich mir Storm Center mit Bette Davis an.

Die Geschichte einer Bibliothekarin, die sich weigert ein Buch über Kommunismus auszusortieren und dafür ihren Job verliert. Die McCarthy Ära lässt grüssen. Der Film hat einen bitteren aktuellen Beigeschmack.

Als ich ihn mir fertig angesehen hatte, war ich neugierig, wer der sehr junge Bursche war, der zwar überzeugend aber doch sehr überdreht spielte. Kevin Coughlin. Viel fand ich nicht, es gibt keine Wikiseite von ihm. Ich fand eine Notiz in der NY Times. Ein Kinderstar, der bereits mit 30 Jahren starb.

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Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:

Wenn du keinen Schlaf bräuchtest, was würdest du mit all der zusätzlichen Zeit machen?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Die Frage kam schon einmal vor Jahren bei mir auf, als ich mir eine Sience-Fiction Serie ansah, in der größte Teil der Menschheit nur noch aus einem Gehirn bestand, der Rest war nicht mehr organisch. In dieser Welt landete ein Mensch aus Fleisch und Blut, der schlafen und sich analog ernähren musste. Alle anderen fanden das sehr befremdlich. Damals schon dachte ich, dass es wahrscheinlich sehr schnell mit uns vorbei sein könnte, wenn dem so wäre und unsere Lebenszeit entsprechend kürzer.

Aber das war nicht die Frage. Sie zielt darauf ab, wenn es tatsächlich so wäre. Mit 20 hätte wahrscheinlich nonstop Party gemacht. (Das habe ich zwar auch so, aber mit den entsprechenden Folgen.) Und heute? Wie schon gesagt, ich weiß es nicht. Nach Kant heisst es ja: „Die Zeit ist eine Form des inneren Anschauens, eine Struktur unseres Geistes, die Erfahrung erst möglich macht.“ Wenn in dieser Annahme die Schlafenszeit wegfällt, wäre ich heute mit meinen fast 60 Jahren so abgeklärt, hätte alles mehrfach gehört und gesehen, und stünde derart über allem, dass ich mir wahrscheinlich wünschen würde, es wäre bald vorbei.

Punkte & Entscheidungen

Es gibt Tage, die durch einen kleinen Umstand so in der Schräge hängen, dass sie nicht verblogbar sind aber ein paar Dinge kann ich schreiben.

Die Dienstrunde verlief sehr gut. Es wurden ein paar Entscheidungen in einer Anprobe getroffen, was mich außerordentlich freute, denn damit sind zwei weitere für mich wichtige Punkte von der immer noch recht großen Liste, abgehakt. Den Nachmittag verbrachte ich mit der D, die in Basel war und mir vor Tagen schon wunderschöne Fotos geschickt hatte, von einer Ausstellung, die ich auch gerne gesehen hätte.

In der Beyeler Foundation ist zur Zeit eine große Retrospektive über Yayoi Kusama zu sehen. Ich hatte vor zwei Jahren schon eine große Retrospektive in Bilbao über sie gesehen und Jahre davor in Brisbane. Es ist seltsam, dass diese Frau erst seit ihrer Kooperation mit dem französischen Handtaschenhersteller Vuitton in aller Munde ist. Dabei gibt es sie schon sehr lange. Alle Punkte Fotos sind von der D.

Wieder daheim machte ich noch das versprochene Foto vom Anschnitts des Stollens.

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Am Abend schaute ich mir eine Diskussionsrunde über ein Phänomen an, dass es schon länger gibt, als ich dachte. Es beschäftigte meinen Kopf auf eine andere Art und ich musste mich nicht mehr mit der oben genannten Schräge auseinandersetzen. Moderiert wurde dieses Diskussion von der zugegeben umstrittenen Oprah Winfrey, aber ihre Gäste und Experten hatten so einiges zu sagen, was mir einleuchtete. Auch ich verstand ein paar meine eigenen Entscheidungen besser, die ich in jungen Jahren und auch später getroffen habe.

Lust auf Stollen

Das Wetter, ein einziges Elend. Meine Stimmung, nicht viel besser. Ich wäre am liebsten in den eigenen vier Wänden geblieben. Das ging aber nicht. Ich musste raus. 

Ich absolvierte die Dienstrunde mit der gewohnten Routine und machte Bilanz von alldem, was ich schon gemacht habe und was noch ansteht. Es fehlt noch eine Kopfbedeckung. Sprich umgebaute Perückenmontur und noch ein weiteres Teil. Für die Kopfbedeckung muss ich warten, bis das richtige Material angekommen ist, dass bereits bestellt wurde. Morgen muss ich mich mit der Regieassistenz zusammensetzen und Termine festlegen für die einzelnen Darsteller. 

Da ich mehr als beizeiten fertig war, fuhr ich ins benachbarte Ausland. Ich hatte wahnsinnige Lust auf Stollen, nachdem ich gelesen hatte, dass die Kaltmamsell welchen gebacken hat. Es gibt einen im Bioladen, gleich neben der Bastelstube in Trier, ich glaube ich habe ihn ja auch schon einmal erwähnt. Dauner Stollen der Bio Bäckerei Utters. Er ist statt mit Puderzucker mit gehobelten Nüssen bestreut,

…und viel zu lecker.

Wieder daheim sah ich mir ein paar unbedeutende Dinge auf YouTube und im Fernsehen an, nichts was es wirklich wert gewesen wäre, hier zu verlinken.

Früh zu Bett.

Ein Sonntag mit Stöckchen & Tagesfrage

Gleich morgens bei Flusskiesel ein Artikel in der Taz gelesen, der genau das bestätigt was ich schon fast ein Jahr lang mache oder zumindest immer mehr mache. Nämlich wegkommen von US Tech-Giganten Google, Microsoft, Meta und Co.

Wer jetzt wechselt, macht das selbstbestimmt

Das Wetter lockte weitaus weniger als gestern. Zudem überlegte ich mir gut, ob ich wirklich Lust auf Menschenmassen habe in einer großen Ausstellung. Muss ich mir das wirklich antun? Soll ich nicht einfach irgendwo hinfahren und eine große Runde spazieren gehen?

Doch zuerst machte ich etwas anderes. Weiß noch jemand, was ein Stöckchen ist? Es war früher mal eine Mode sich gegenseitig zwischen Bloggern, ein Stückchen zu zuwerfen, in Form von Fragen, die man beantworten sollte. Es tauchten augenblicklich Nostalgie Gefühle auf, denn Stückchen werfen, hab ich schon lange nicht mehr gemacht, geschweige denn eines bekommen. Wie auch immer, ich greife es mir jetzt einfach mal.

***

Via Kieselblog

12 belanglose Fakten über mich.

  1. Benutzt du Zahnseide? Nein. Ich benutze die kleinen Würstchen Bürstchen für die Zwischenräume.
  2. Tee, Kaffee oder Wasser? Alle drei! Wasser am meisten, gleich hinterher kommt Kaffee und Tee gibt es auch ab und zu.
  3. Welche Schuhe trägst du am liebsten? Wer schon länger hier mitliest, weiß das. Camper.
  4. Dein Lieblingsdessert? Da gibt es drei Stück; Vanille Eis, Crème brûlée, Montblanc, und jetzt zur Weihnachtszeit, Egg Nog.
  5. Was machst du als erstes, wenn du aufwachst? Vom Klogang abgesehen, eine Tasse Kaffee und das Posting fertig schreiben, überlesen und hochladen.
  6. In welchem Alter würdest du gerne bleiben? Ich denke mal, dass meine 50er Jahre gar nicht so schlecht waren.
  7. Wie viele Hüte besitzt du? Keinen! Halt, doch! Ich hatte mir vor Jahren ein grünes Hütchen gekauft, um ein Mückennetz drüber zu stülpen, damit ich nicht völlig doof aussehe, als ich in der australischen Wüste herum spazierte und nicht permanent von Mücken im Gesicht angegriffen werden wollte. Ansonsten besitze ich auch keine Kopfbedeckungen. Wenn ich so etwas ähnliches anziehe, dann ist es meistens eine Art von Stirnband, dass die Ohren bedeckt, damit die nicht ganz wegfrieren. Und wenn ich wirklich etwas auf dem Kopf haben muss, sind die Kapuzen der Hoodies.
  8. Beschreibe das letzte Foto, dass du gemacht hast? Das waren die beiden Fotos aus dem Posting von gestern, wo ich die zwei Aquarelle abgelichtet habe.
  9. Die schlechteste Fernsehsendung? Oh je! Da gibt es so viele. Es wäre einfacher gewesen, mich zu fragen, was ich mir im Fernsehen anschaue. Aber grundsätzlich schaue ich mir keine Unterhaltungssendungen oder Talkshows mehr an, weil es vergeudete Lebenszeit ist. Ansehen tue ich mir Dokumentationen, Kunst- und Kultursendungen sowie Wissenschaft, Sendungen und Nachrichten. ansonsten ab und an mal eine Serie oder seltener, Fernsehfilme.
  10. Was war als Kind dein Berufswunsch im Erwachsenenalter? Bankdirektor! Kein Witz! Wir würden das nämlich im zweiten oder dritten Schuljahr von der Lehrerin gefragt. Meine Antwort sorgte für allgemeines Gelächter, was ich aber nicht verstand, denn ich fand die Berufswahl schon sehr clever.
  11. Etwas auf deiner Wunschliste, dass du nicht rechtfertigen kannst, zu kaufen? Da gab es sehr viel, und gibt es immer noch. Doch alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
  12. Welcher Jahreszeit fühlst du dich am meisten verbunden? Der Sommer! Und das mit Abstand vor allen anderen.

Ich werfe das Stückchen keinem in Besonderen zu, aber wer mag, bitteschön, bedient euch!

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Gegen Mittag beschloss ich rauszugehen.

Doch als ich dann aus dem Badezimmer kam, sah der Himmel nach Schnee aus. Kurze Zeit später war dem so.

Ich blieb daheim.

Auf YouTube fand ich eine interessante Doku, über den ersten Film The Wizard of Oz und wie er mittels KI aufgeblasen wurde, dass er im Sphere in Las Vegas gezeigt werden kann, und warum das es dem Film und der Geschichte nicht gut tut. Be Kind Rewind bestätigte mir, was ich bereits vermutete.

***

Strand oder Berge? Was ziehst du vor? Warum?

Strand! Immer! Berge sind schön zum anschauem, von unten oder wenn ich darüber hinweg fliege, aber sie besteigen ist so gar nicht meins. Der Strand hingegen ist ein Ort an dem ich das Meer sehe und den Wellengang unendlich lange betrachten kann. Dort fällt es mir leicht den Kopf leer zu kriegen und so sehr bei mir zu sein, wie ich es nirgendwo sonst kann.

Ein prallgefüllter Samstag

Wer mir über die Jetpack App folgt, bekommt keine Fotos mehr zu sehen weil die App annimmt, dass meine Fotos alle Hotlinked sind, was aber nicht stimmt. Sie sind auf meinem Server wo die ganze Homepage untergebracht ist und nicht, wie die App wahrscheinlich annimmt, bei WordPress. Ist das ein neues aus Sicherheitsgründen eingefügtes Feature? Hat da jemand eine Erklärung?

Das Draußen bot einen wolkenlosen Himmel, gefrorene Dächer und rauchende Schornsteine.

Ich rockte fix das Blogposting von gestern runter, denn das schöne Wetter lockte nach draußen.

Dieses Wochenende hatte so viel zu bieten wie selten ein anderes, nicht mal im Sommer. Der Filmpreis wird verliehen, der Art Week findet statt, die Biennale der Ausstellung Main de Mâitre wird gezeigt und die Weihnachtsmärkte der Stadt öffnen ihre Tore.

Alles kann ich mir nicht ansehen.

Ich startete mir einem Rundgang durch die Stadt, die jetzt schon proppenvoll war. Es folgen Fotos:

Was die Weihnachtsmärkte angeht, erhob die BBC unsere Märkte, die ja über die ganze Stadt verstreut sind, zu den besten weltweit, weil sie ein ‚hidden Gem‘ sind und bei weitem nicht so dicht bevölkert wie viele andere in Europa. Aber ich nehme an, dass sie in der Woche hier waren, an Wochenenden ist es schwer erträglich.

Zwischendurch gab es einen kleinen Moment der Stille in der neuen Ausstellung in Ratskeller. Es geht um den Wald, geliebt wie gefürchtet. Serge Ecker von dem ich schon lange ein Bild haben möchte, hat eine Collage beigesteuert.

Das Petrusstal ist ein tropischer Jungel

Eine heiße Schokolade bei Namur:

Dort saß am Nebentisch ein Paar, das so urluxemburgisch war, wie ich schon lange keines mehr erlebt habe. Sie verstand ich nicht immer weil sie mir den Rücken zukehrte. Er schien jedoch ein alter Knattergreis zu sein: „Nee, du léis dat sinn! Du bezills guer näischt! Wann déi dat bis d‘nächst Woch net an d‘Rei bruecht hunn, ruffen ech dem un! Dat wäerts emol gesinn!“ Dann folgte das, was folgen musste, er grüßte mich. Wahrscheinlich war er einer von denen der mich noch aus meiner Fernsehzeit kannte.

Da es immer noch eisig kalt war, beschloss ich, die Art Week sein zu lassen, und ebenfalls die Main de Maître. Beide könnte ich mir auch noch am Tag danach ansehen, wenn es denn unbedingt sein muss.

Ich ging nach Hause und fing an zu malen.

Ich malte Variationen zu einem Thema, die ich schon einmal gemalt hatte.

In beiden stimmt etwas nicht mit der Perspektive.

Am Nachmittag bekam ich einen Anruf, ob ich Lust hätte, mit auf ein Abendessen zu Freunden im Süden des Landes zu kommen. Hatte ich! Und es wurde ein sehr schöner Abend. Von deren Balkon machte ich ein spektakuläres Foto der Industrie Skyline von Belval.

Kurz nach Mitternacht war ich daheim.

Donnerstag und Freitag mit Unerwartetem

Da ich am Mittwoch die Dienstrunde ganz hatte ausfallen lassen, musste ich am Donnerstag ran. Diese Runde war dann so erfolgreich, dass das fertige Werk jemandem Gänsehaut bescherte. Das freute mich sehr und motivierte mich am Freitag damit weiter zu machen.

***

Am Freitagmorgen fiel mir auf, dass es zu der gewohnten Uhrzeit, an der ich immer wach werde, also so zwischen 6:30 und 7:00, es inzwischen stockfinster ist. Letzte Woche graute zu der Uhrzeit noch der Morgen. Zudem rieselte irgendetwas vom Himmel, dass aussah wie Schnee, aber glücklicherweise nicht liegen blieb. Ich räumte die Wohnung auf, denn Freitag ist Meisterin Proper Tag. Außerdem wollte sie früher antreten als gewohnt.

Dann kam das Unerwartete des Tages. Ich hatte einen Heizungskörper am Tag davor entlüftet und wahrscheinlich nicht mehr gescheit zugedreht. Heute sah ich beim Pflanzengießen dass der Teppich plitschnass war.

Gottverdammtedrecks….aaaaah!!!!

Ich versuchte den Schaden soweit möglich zu beheben. Für den Rest sorgte meine Perle Meisterin Proper, denn ich musste weg.

Am Nachmittag erzielte ich einen weiteren Erfolg, den ich aber nicht so richtig auskosten konnte. Aber ich habe jetzt entschieden dass ich mal was zeige. Das wird die Kopfbedeckung vom einem Uhu:

Nachtrag, weil es da noch ein paar Fotos von gestern gibt.

Nach getaner Arbeit ging ich noch einmal kurz in die Stadt und sah, dass sämtliche Weihnachtsmärkte heute geöffnet hatten.

Auch auf der Place Guillaume, wo für gewöhnlich nicht stattfindet, weil es auch der Platz für den regulären Wochenmarkt ist, standen drei Dinge.

Ein riesiger Adventskalender und ein Karussell und im Hintergrund eine Riesenrutsche.

Am Abend sah ich mir noch ein paar Folgen Suits an und fiel recht früh in die Federn.

Wetterwechsel mit Schädelbrummen

In der Nacht gab es einen kompletten Wetterwechsel. Es war somit nicht verwunderlich dass ich mit brüllenden Kopfschmerzen erwachte. Nicht schön. Ich strich den Mittwochsmarkt vom Programm, denn das Wetter war so grausig, dass man keinen Hund vor die Tür geschickt hätte. Ich nahm eine Schmerztablette und hoffte auf Besserung, die aber nicht wirklich eintrat.

Ich versuchte es mit nichts tun, ein Thema, was mich in letzter Zeit auch beschäftigte. Mein Kopf wollte aber irgendetwas tun, lesen zum Beispiel, aber das klappte nicht. Da ich mir meine Dienstrunden selber einteilen kann und nur bedingt, zumindest jetzt noch, auf andere angewiesen bin, verlegte ich auf Donnerstag.

Der einzig positive Gedanke war, dass wir gestern diesen schönen Ausflug unternommen hatten und ich am Abend noch so motiviert war, den ganzen Podcast zu schneiden und hochzuladen. Zu hören wird der nächsten Mittwoch sein.

Ich schlief noch einmal ein, was gut war und danach fühlte ich wohler. Die Kopfschmerzen aber waren immer noch nicht richtig weg. Irgendwann am Nachmittag rappelte ich mich auf, zu einem Einkauf. Draußen schneeregnete es und ich hörte ungewöhnlich viele Sirenen aller Art. Vor allem Polizei und zweimal auch die Feuerwehr. Ich sah zu dass ich schnellstens wieder heim kam.

Daheim gab es dann Raclette Käse mit Salat und zwei Pellkartoffeln.

Die Abendunterhaltung bestand aus ein paar Folgen Suits die grad bei ZDF Neo laufen. Die sind sehr gut gemacht, aber wenn man ein Dutzend Folgen gesehen hat, merkt man auch wo das hinführt und nichts mehr ist wirklich überraschend. Es mutiert langsam zu einer Seifenoper.

Zudem war es auch ein Tag der Grübelei aus Gründen, die ich hier verschweigen muss. Ich kann es in einem Bild beschreiben. Die Bauklötzchen die vor Monaten in die Luft gesprengt wurden, fallen langsam alle wieder zu Boden und fügen sich ineinander, aber nicht mehr so wie davor. Ich bin auch eines dieser Bauklötzchen das augenblicklich noch in der Luft schwebt, und ich frage mich, wo ich hinfallen werde…

Früh zu Bett.

Die Ausstellung X-Ray

Die ersten richtigen Frost Fotos.

Die Dächer weiß gefroren.

Wir hatten es schon vor zwei Wochen geplant. Die D und ich wollten uns die neue Ausstellung X-Ray in der Völklinger Hütte ansehen und live ein Podcast darüber machen. Eine völlig neue Erfahrung im Podcasten für uns beide. Es gab eine Hürde. Es gab nämlich Audio-Guides. Zeitgleich einem Audio-Guide zuhören und ein Podcast aufnehmen ist nicht machbar. Aber wir haben das elegant gelöst. Wie wird das gemacht haben, könnt ihr nächste Woche Mittwoch hören.

Die Ausstellung war toll! Hier ein paar Fotos. Alles weitere gibt es nächste Woche im Podcast.

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Ein schönes Interview mit Annie Lennox, im Rahmen des neues Buches von ihr „Retrospektivs“. Ich habe es sofort im englischen Buchladen bestellt.

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Welchen Monat des Jahres magst du am liebsten? Warum?

Es sind alle Sommermonate, weil mit der Kälte hab ich es ja nicht so. Wenn man mich nach dem Monat gefragt hätte, den ich am wenigsten mag, dann wäre es ganz klar der November.

Dienstrunde & Tagesfrage

Am Morgen als ich zum Fenster hinaussah, entdeckte ich einen Regenbogen:

Nach ein paar Minuten war er wieder weg.

Der Tag bestand hauptsächlich aus einer langen Dienstrunde, die ich bewusst lang hielt, da ich am Dienstag etwas anderes machen werde, worauf ich mich jetzt schon freue. Ich wollte mindestens ein „Kunstwerk“ fertig haben und nicht noch einen weiteren Tag darauf verwenden. Das ging leider nicht auf, weil es mir plötzlich an Material fehlte. Ich fand eine Lösung, wenn auch nicht die Beste.

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich ein Fan von Julian Baumgartner bin. Er ist Kunstrestaurator und zeigt immer wieder interessante Objekte, Bilder vor allem, die er restauriert.

Heute beschäftigt er sich mit einem Thema, das in der Kunst viele Fragen aufwirft und wovor viele Angst haben, die KI! Er verwendet für dieses Projekt keine KI, aber ein völlig neues Verfahren, das eigens dafür erstellt wurde, Bilder die in hohem Maße beschädigt sind, wieder zu neuem Glanz zu bringen.

***

An welchen Ort in deiner Stadt gehst du am liebsten?

Sämtliche Museen und Ausstellungsorte der Stadt sind sicherlich die Plätze, an denen ich mich am liebsten aufhalte. Aber wenn wenn ich die Häufigkeit mit einbeziehe, ist es auch die Place Guillaume mit ihrem Wochenmarkt und dem Renert.

Zwischen Büchertagen & Biarritz

Ich war wieder sehr früh wach wie all die Tage. Lange ausschlafen ist irgendwie nicht mehr.

Wie jedes Jahr, fuhr ich nach Walferdange zu den Büchertagen. Die letzten Jahre bin ich immer mit dem J hingefahren, dieses Mal war er nicht dabei. Also beschloss ich, mit dem Bus hinzufahren, weil ich das Getue einen Parkplatz zu finden vermeiden wollte. Zudem bekomme ich einen Bus quasi vor meiner Haustür, der mich schnnurgerade zum Centre Prince Henri fährt, ohne umzusteigen.

Ich fuhr am Hamilius vorbei wo man dieses Jahr noch größeres Weihnachtsgedöns aufstellte. Dieser große falsche Weihnachtsbaum scheint mir neu zu sein:

Ich blieb gute zwei Stunden dort und kaufte ein paar Bücher. Wenn was dabei ist das wirklich lesenswert ist, werde ich darüber berichten. Da ich zeitig losgefahren war, war es noch ruhig dort, und es war mir recht so. Das große Rexhtschreibediktat das RTL jedes Jahr organisiert, war noch im Gange und die Hallen recht spärlich gefüllt, weil viele im Auditorium saßen und eifrig mitschrieben.

Als ich wieder zu Hause war, hörte ich ein Hörbuch, das ich schon vor Monaten angefangen hatte:

Biarritz von Andrea Sawatzki, hatte mich allein durch den Titel neugierig gemacht. Wer schon länger hier mit liest, weiß, dass ich öfters in Biarritz bin. Es ist die autobiografische Geschichte von Sawatzkis Mutter, die am Ende ihres Lebens an Demenz litt. Es gab viele Momente im Buch, die mir sehr nahe gingen, weil sie mich an Tante Gritty erinnerten. Das beständig schlechte Gewissen nicht genug getan zu haben, sich nicht genug gekümmert zu haben, kannte ich auch.

Am frühen Abend fuhr ich ins benachbarte Ausland wie die letzten Sonntage auch. Dieses Mal musste ich aber nicht nach dem Rechten sehen, weil die N zurück war. Ich gab ihr den Schlüssel zurück, und wir speisen gemeinsam zu Abend. Sie hatte mir ein paar hübsche Mitbringsel mitgebracht, einen Korken, frisches Olivenöl und Kaffee.

Der Rückweg sollte sich dann schwieriger gestalten. Ich fuhr hinter einem Spezialconvoy über die Autobahn und es dauerte gefühlt zwei Stunden, bis ich zu Hause war.

Im Kino: Das Verschwinden des Josef Mengele

Bevor ich mich der Überschrift widme, kommt erst die Tagesberichterstattung.

Am Morgen traf ich die F, die ich bereits am Tag davor gesehen hatte, auf der Geburtstagsparty der Theatertruppe. Ich hatte sie schon sehr lange nicht mehr gesehen. Sie wohnt in Österreich und ist nur noch selten in Luxemburg. Wir trafen uns auf dem Wochenmarkt in der Stadt. Es gab sehr viel zu erzählen von beiden Seiten. Ein wenig später kam auch die D dazu.

Der hatte ich versprochen, dass ich am Nachmittag mit ihr ins Kino gehe, um einen Film anzusehen, der allein vom Titel her keine leichte Kost werden würde. Das Verschwinden des Josef Mengele:

Der Kriegsverbrecher Josef Mengele (August Diehl), der im KZ Auschwitz tödliche Experimente an Gefangenen unternahm, flieht nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nach Argentinien und später nach Paraguay und Brasilien. Auf zwei Zeitebenen erzählt der Film von der Flucht Mengeles durch Südamerika in den 1950ern und von einem Wiedersehen mit seinem Sohn Rolf Mengele (Max Bretschneider) in den 1970ern.

Am Anfang fühlt sich der Film ein bisschen wie ein Film Noir an, über einen Spion oder einen verdeckten Ermittler. Was recht gut funktioniert, sind die zwei Zeitebenen die eine in den 1950er Jahren, die andere zu einem späteren Zeitpunkt als der Sohn seinen Vater aufsucht. Es gibt immer wieder Rückblenden auf Mengeles Flucht zwischen den verschiedenen südamerikanischen Staaten und dann die Konfrontation des Sohnes mit seiner Vergangenheit. Dazwischen gibt es auch Szenen (in Farbe) aus den Konzentrationslagern, die teilweise schwer zu ertragen sind. August Diehl ist hervorragend in der Rolle von Mengele. Das gilt übrigens für alle Darsteller.

Die Schwierigkeit des Films ist es eine Figur wie Mengele nicht vollends als das Böse in seiner reinsten Form darzustellen, sondern auch eine menschliche Seite zu zeigen. August Diehl ist erschreckend gut darin, den jungen sowie den alten Mengele zu verkörpern. Er beherrscht den bösen Blick und die Wutausbrüche genauso wie die Darstellung der zittrigen Gebrechlichkeit im hohen Alter. Doch genau im Zeigen beider Seiten des Mengele liegt auch das Problem des Films. Wahrscheinlich ist es unmöglich, einen Film über eine solche historische Person zu drehen, ohne diesen Widerspruch aufzulösen. Der Film bietet ein Ende an, in dem Mengele von seinen Dämonen heimgesucht wird. Das ging mir vom dramatischen her eine Idee zu weit. Es gab so viele starke Momente davor, als der Sohn ihn verlässt, wo man den Film auch schon zum Ende hätte bringen können.

Ein sehenswerter Film, aber es ist keine leichte Kost.

***

Werbefundstück:

Was die armen Ärzte so alles hassen müssen. Gibt es immer noch welche, die auf den dummen Spruch hereinfallen? Oder andersrum, warum sind die so überzeugt davon, dass ich etwas mögen soll, wenn mein Arzt es hasst? Mir erschließt sich dieser Gedankengang nicht. Oder richtet sich die Werbung ausschließlich an Menschen mit Konspirationshintergrund?

Nostalgie

Am Morgen in einem anderen Theater, einem der letzten Durchläufe eines Stückes beigewohnt, weil ich gebeten worden war, einen Blick darauf zu werfen. Eine One-Woman-Show von einer der besten luxemburgischen Darstellerinnen, die das Land zu bieten hat und die in Deutschland auch keine Unbekannte ist. (Ihr dürft jetzt knobeln wen ich meine, und nein, es ist nicht Désirée Nosbusch)

Danach noch eine gewohnte Dienstrunde bei der ich mich aber sehr anstrengen musste, weil die Lust völlig fehlte. Es gibt so Tage…

Für den Abend hatte ich eine Einladung zu einem runden Geburtstag von einer Theatergruppe die ihren 30. feierten. Es gibt sie eine Idee länger, als ich in der Branche arbeite. Ich hatte zu Beginn meiner Karriere einmal für sie gearbeitet. Von diesen Menschen damals ist glaube ich keiner mehr dabei.

Da da es im Süden des Landes war, musste ich beizeiten losfahren wegen dem üblichen Feierabendverkehr.

Es ein schöner Abend, der mit einem kleinen Stop-Motion Film begann. Es folgten ein paar Reden, der üblichen Verdächtigen und man hatte für den Abend einen Dokumentarfilm gedreht, der sehr schön und emotional war.

Bei kleinen Umtrunk mit Buffet sah ich eine Reihe von Menschen wieder aus meinen ersten zarten Gehversuchen in der Branche. Es kam Nostalgie auf.

Diese Nostalgie sollte mich noch für den Rest des Abends begleiten. Wieder daheim, sah ich mir nämlich eine Doku auf ARTE an, die mich noch viel weiter nach hinten zog, und eine alte Liebe wieder aufflammen ließ. 2025 wurde das Lied Smalltown Boy und das dazugehörige Album The Age Of Consent 40 Jahre alt. Und das Lied ist heute wichtiger den je. Eine wunderschöne Doku, bei der ich den Tränen manchmal sehr nahe war.

Viel Verschiedenes

Ein Tag der sich als lang und unterschiedlich angekündigt hatte.

Es fing damit an, dass ich früher los ging zur Dienstrunde, sonst hätte es zeitlich keinen Sinn ergeben. Ich komme gut voran und auch die kniffligen Dinge machen mir Spaß.

Gegen Mittag hatte ich einen Termin mit der C. Die C gehört zu der Gruppe der alten Schulfreundinnen aus der Zeit, als ich noch eine medizinische Karriere anbahnte. Wir sehen uns ab und an. Das letzte Mal ist noch gar nicht so lange her.

Wir hatten uns im Hêtre verabredet.

Auf dem Weg dorthin kam ich am Park der Königswiese vorbei:

Der Aufbau für den alljährlichen weihnachtlichen Tamtam. Viele freuen sich darauf. Mir ist er herzlich egal. Es ist einer von vier oder fünf Weihnachtsmärkten durch die ganze Oberstadt und Bahnhofsviertel verteilt.

Im Hêtre dann war es proppenvoll wie immer. Für mich gab es Fregola mit Fisch:

Anschließend ging es wieder zurück zur Dienststelle, weil dort noch ein Termin anstand, den ich aber bewusst kurz hielt.

Ein weitere Termin war im Rainbow Center. Ich hatte meinen Text schon vor längerer Zeit abgegeben, aber ich wusste, dass er viel zu lang war. Die L hatte ihn rigoros gekürzt, damit er auf die Länge eines Artikels in der nächsten Queer.lu passen würde. Wir unterhielten uns eine ganze Weile darüber und über die Gründe, warum diese oder jene Absatz gestrichen wurde. Es war noch einmal ein geistiger Kraftakt und anschließend war ich erledigt. 

Nach einer kurzen Einkaufsrunde im Cactus meines Viertels, fuhr ich nach Hause und viel kurze Zeit später bereits in die Horizontale.

Eine Zeitreise durch die Kurzfilme von Andy Bausch

Nebst der Dienstrunde, bei der ich heute ein wenig neben der Spur lief und mich sehr konzentrieren musste, damit ich nichts falsch klebe ( ja, klebe! ) hatte ich am Abend etwas worauf ich mich freute.

Ich fuhr zeitig in den Süden des Landes weil ich fürchtete, dass ich im Feierabendverkehr stecken bleibe. Aber die Sorge war unbegründet. Ich hatte Zeit genug für ein Abendessen in der Kantin. Ich hatte das Restaurant bereits gesehen, als ich vor einigen Wochen für den Thronwechsel arbeitete.

Es ist eine riesige Halle, die auch eine Brauerei beherbergt. Dort wird auch das alkoholfreie Bier von Twisted Cat gebraut, das ich so gerne mag.

Für mich gab es ein Rindertartar:

Anschließend ging ich hinüber zum CNA:

Vor knapp zwei Wochen schon hatte ich eine Einladung bekommen zur Premiere von „Make It Short„, eine Zusammenstellung von Kurzfilmen und Werbefilmen aus 40 Jahren von Andy Bausch.

Es war eine Zeitreise mit vielen bekannten Gesichtern und vor allem viele, die uns schon vor Jahren verlassen haben, was ein wenig melancholisch stimmte. Die Serie wird in den nächsten Tagen auch die Runde durch die Kinos machen.

Ich fuhr zeitig zurück, denn morgen muss ich auch beizeiten raus.

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Es scheint ein Shoppingsender zu sein und so schnell wie die Moderatorin die Kleider wechselt ist sagenhaft. Der Wechsel selbst braucht manchmal nur 5 Sekunden. Kein Kleid wird länger als 10 Sekunden gezeigt. (Ja, ich hab die Sekunden gezählt.) Alle AnkleiderInnen am Theater, sollten sich das einmal ansehen hinsichtlich der schnellen Umzüge in den Kulissen. Es ist irre.

Hexenschuss? & neuer Podacst

Ich weiß nicht wie sich ein Hexenschuss anfühlt. Ich kann mich erinnern, dass es meinen Vater einmal ereilte, und er bei der Gartenarbeit plötzlich umfiel und laut aufjaulte. Am Dienstagmorgen,während der Dienstrunde, überfiel mich etwas ganz ähnliches. Ob es genau das war, kann ich nicht sagen, denn der Schmerz saß weiter oben im Rücken und nicht unbedingt dort wo die Hexe hinschießt. Er war jedoch so stechend, dass es mir den Atem nahm.

Ich nahm sofort ein Schmerzmittel ein, das dann auch eine halbe Stunde später seine Wirkung zeigte. Allerdings war ich durch den ganzen Vorfall so unkonzentriert, dass ich die Dienstrunde kurz hielt.

Ich holte später noch meine Uhr ab, die wegen einem Batteriewechsel beim Uhrmacher war. Da sie dann von der Marke her verpflichtet sind, bei jeden Wechsel einen neuen Silikonring einzusetzen, dauerte es eine knappe Woche. Jetzt habe ich wieder zwei Jahre Ruhe.

Aus dem Briefkasten zog ich auch die bestellten Batterien für den Autoschlüssel und wechselte sie aus.

Der neue Podcast ist da! Wir diskutieren über die Neugierde.

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Mein Beruf verlangt von mir, dass ich immer auf dem Laufenden bleibe, was die neuesten Trends angeht. Ein Trend, der völlig an mir vorbei ging und den ich bis dato nie gesehen hatte, den es aber schon in den achtziger Jahren gab, sind Ducknails! Falsche Fingernägel, die zur Spitze hin, wie kleine Schaufeln, breiter werden!

Eine der führenden Nagelexpertinnen und Youtuberin in der Materie, Suzie aus Kanada, hat sich welche geklebt um zu sehen ob sie sie noch immer so haßt wie früher.

Im Kino: La femme la plus riche du monde

Der Tag bestand hauptsächlich aus viel beruflich Unverblogbarem. Aber am Abend schaute ich mir dann endlich den Film an, den ich mir schon vorgestern ansehen wollte. Die reichste Frau der Welt.

Die Geschichte beruht auf der wahren Geschichte der reichsten Frau der Welt, Liliane Betancourt, die Erbin vom L’Oréal Imperium. Es gab vor ein paar Jahren kurz nach ihrem Ableben, eine Doku auf Netflix, in mehreren Teilen, die ich mir angesehen hatte. Ich kannte demnach die Geschichte. Die Dialoge im Film sind frei erfunden. Auch sehen sie den wahren Personen kein bisschen ähnlich. Neben Isabelle Huppert wird der Fotograf von Laurent Lafitte verkörpert, der wirklich ein überaus großes Ego hatte, als Künstler jedoch nicht erfolgreich war, und jede Gelegenheit ergriff, die Erbin rauszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Ein sehr unterhaltsamer Film mit streckenweise herrlichen Dialogen, bei denen ich ein paar mal sehr laut lachen musste.

Ich hatte mir den Film zusammen mit dem J angesehen und ging anschließend noch kurz auf einen letzten Drink mit ihm, in die Bar, gleich neben dem Kino, wo wir auch mit der D zusammentrafen. Sie selbst kam aus dem neuen Lantimos Film, den ich mir die Tage ansehen werde.



Im Kino: Predator Badlands

Ich habe das früher öfter getan, in letzter Zeit nicht mehr. Aber ich gehe gerne am Sonntagmorgen ins Kino in die 10:00 Uhr Vorstellung. Meistens laufen Kinderfilme, was mich dann eher davon abhält, aber heute war es ein Actionfilm zu dem ich mich auch ein wenig überreden lassen musste. Der Titel steht in der Überschrift. Theoretisch wäre das so gar nicht meins.

Predator ist ein Franchise Ding, wie DC oder Marvel, von dem ich noch keinen einzigen Film gesehen hatte. Ich wußte aber dass es ein Einzelfilm ist und nichts mit den anderen Predator Filmen zu tun hat. Das einzige was mich ein wenig überzeugte ihn mir anzusehen, war die Hauptdarstellerin Elle Fanning, die ich inzwischen sehr schätze, weil sie nicht nur ein schönes Gesicht hat, sondern auch was kann.

Und ich muss zugeben, der Film hat mich weitestgehend überzeugt. Er ist nicht elend lang und ziemlich gradlinig. Zudem ist Fanning eine echte Bereicherung für den Film, denn ab ihrem etwas späteren Erscheinen, bekommt die Story endlich Rückenwind. Davor schaut man nur gut gemachtem CGI zu , aber ohne jegliche Seele.

In Anschluss fuhr ich wie letzten Sonntag, ins benachbarte Ausland um dort einen Briefkasten zu leeren nach dem Rechten im Haus zu sehen.

Ich hatte ein Einladung zum Nachmittagskaffee an die Mosel bekommen. Es gab viel zu erzählen, weil die K. und ich uns schon länger nicht mehr gesehen hatten und es wurde später als ich geplant hatte. Ich fuhr im Stockdunkeln zurück, was eher selten vorkommt und wenn, ist es mitten in der Stadt mit ordentlicher Beleuchtung. Aber so über Land in der Finsternis fällt mit zusehends schwerer.

Daheim malte ich:

… und ging zu Bett.

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Nenne den teuersten persönlichen Gegenstand, den du jemals gekauft hast (außer deinem Haus oder deinem Auto).

Ein Kunstwerk.

Kein Zuwachs in der Nachbarschaft

Erst mal ein Foto vom Tag davor. In der Nachbarschaft gab es Zuwachs in Form eines Krans:

Doch als ich heute Morgen zum Fenster hinaus schaute, war der Kran wieder weg:

Ich war mir sehr unschlüssig, ob der Kran nur im Nebel verschwunden war oder tatsächlich wieder abgebaut wurde. Ich sollte es am Nachmittag erfahren. Ja, er war tatsächlich weg. Das wunderte mich dann doch sehr, weil zum Aufbau ein Kranwagen da war, um ihn aufzurichten. Warum der so schnell wieder abgebaut wurde… Ich kann mir nur vorstellen, dass sie nicht die richtige Genehmigung hat, nur mit aufzurichten.

Es war schweinekalt am Morgen. Ich zog zum ersten Mal die dicke, warme Lederjacke hervor, um zum Markt zu gehen. Ich traf mich mit der D wie gewohnt zu einer Tasse Kaffee im Renert. Anschließend fuhren wir zu mir nach Hause und nahmen einen neuen Podcast auf. Ein ziemlich spannendes Thema übrigens. Er wird aber erst Ende November erscheinen, wenn nicht erst Anfang Dezember.

Ich hatte für den Nachmittag eine Kinokarte, um mir einen Film anzusehen, mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Sie spielt die reichste Frau der Welt. Liliane Bettancourt. Doch dann übervielen mich kräftige Bauchkrämpfe. Ich blieb daheim. Ich hätte mich eh nicht auf den Film konzentrieren können…

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Welche Podcasts hörst du?

Also erstmal meinen eigenen Podcast Ëmgefall an Ausgelaf, den ich mit der D zusammen mache. Den muss ich mir eh beim Schneiden Wort für Wort anhören.

Ein täglicher Podcast von dem fast alle Folgen anhöre, es sei denn das Thema interessiert mich wirklich nicht, ist Zeitzeichen vom WDR5. Sie dauern immer nur knappe 15 Minuten und ich höre sie entweder abends beim einschlafen oder morgens, wenn ich aufstehe.

Einen luxemburgischen Podcast, den ich sehr mochte, der aber leider letztes Jahr sein Ende fand, war Achtziger Kult von Gibbes Bertolo.

Wenn ich viel Zeit zum Hören habe, suche ich mir ein Podcast von der Langen Nacht aus.

Erfolgserlebnisse

Den Freitag kann ich als einen weiteren Tag verbuchen, der im dienstlichen Bereich erfolgreich war. Das war sehr schön und beflügelte, mich weiter zu machen. Da ich nämlich keinen Plan B habe, muss das unbedingt klappen. Es ist mir ein wenig unwohl dabei, weil ich gefühlte Pionierarbeit leiste. Ich habe niemanden in meinem Umfeld, den ich fragen könnte, ob das alles so richtig ist, weil das noch nie jemand gemacht hat.

Als ich später zu Hause ankam, war Meisterin Proper noch da. Sie klagte über den Spülkasten vom Klo, der nicht mehr aufhörte wollte zu laufen. Ich hatte das Problem schon einmal davor, aber mit ein paarmal kräftig auf den Knopf drücken, kam das wieder in Ordnung. Dieses Mal nicht…

Da der Spülkasten komplett in der Wand eingebaut ist und ich da nicht so ohne weiteres rankomme, musste ich da etwas ausbauen. Mir war unwohl dabei, weil ich Angst hatte, dass ich das später nicht mehr zusammen bekomme. Aber ganz ehrlich, so doof kann ich nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme. Ich habe schließlich handwerkliches Geschick, wenn auch in ganz anderen Domänen. Also los! Die äußere Verdeckklappe hatte ich schnell herunter. Ich hatte sie in den Jahren schon einmal überraschend in der Hand gehabt, weil sie sich sehr leicht lösen lässt. Doch was darunter lag, war ein Schloss mit sieben Siegeln.

Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen, und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehen.“ Dabei schnitt ich mir in die Finger wegen dem scharfen Kanten der Fliesen. Na super! Also erst mal Finger waschen und Pflaster. Ich war kurz davor aufzugeben, bis ich endlich verstand. Ich musste die zwei Laschen zeitgleich nach unten drücken UND nach vorne ziehen. Das Problem, was mich dahinter erwartete war genau das, was ich befürchtet hatte. Luxemburg hat sehr kalkhaltiges Wasser und die Ablagerungen glichen einer Tropfsteinhöhle. Ich versuchte so gut wie es ging, durch die kleine Öffnung mit den Fingern um den Schwimmer und den Hebel herum, den Kalk so abzulösen, bis ich davon überzeugt war, dass es wieder klappen könnte. Ich setzte die ganze Klappen-Lasche-Nippel Konstruktion wieder ein. Und siehe da, es klappte auf Anhieb!

Es gibt nichts besseres als kleine Erfolgserlebnisse!

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Herr Buddenbohm war auf einem Orgelkonzert. Ein schöner Text.

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Hedy Lamarr ist den meisten ein Begriff wegen zwei Dingen. Einerseits wegen ihrer Schauspielkunst und andererseits als Erfinderin. Unter anderem hat sie mit dazu beigetragen, dass wir heute Bluetooth haben. Doch wenn man mich gefragt hätte, ob ich einen Film aus ihrer Schauspielzeit kenne, hätte ich verneinen müssen. Ich fand einen. The Strange Woman.

Eine Fahrt ins benachbarte Ausland

Ein wunderschöner Vollmond früh am Morgen.

Der Großteil des Tages bestand aus einer Hin- und Rückfahrt nach Saarbrücken. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort gewesen. Es ging um etwas dienstliches. Ich hatte damit gerechnet, dass ich ungefähr eine Stunde brauche, um hinzufahren. Doch ich hatte nicht mit zwölf Baustellen gerechnet. Zwölf!!!

Es war jedoch schön, nach all den Monaten, die B zu sehen. Sie ist immer mein Retter in der Not, wenn es um dienstliche Dinge geht und ich wüsste nicht, was ich ohne sie anfangen würde.

Wir aßen gemeinsam zu Mittag. Damit wurde auch zum ersten Mal mein „neues Esszimmer“ ins Restaurant ausgeführt. Wir besuchten das Restaurant, wo wir einst immerhin gingen, ein Sushirestaurant mit einem Fließband. Das schloss allerdings vor Jahren seine Türen. Wenn ich mich recht erinnere, hat es COVID nicht überlebt. Die Räumlichkeiten standen lange leer. Jetzt ist wieder ein Japaner dort angesiedelt, der auch vietnamesische Küche anbietet. Ich wählte mit Bedacht aus, was ich essen möchte. Es gab ein Bowl mit Reis. Den Reis müsst ihr euch einfach denken. Er lag unter dem ganzen Gemüse und Fisch.

Es gab viel zu erzählen, und wir saßen fast bis 3:00 Uhr im Restaurant. Wir schmiedeten Pläne für die kommenden Wochen, auf das wir uns noch ein paar mal dieses Jahr sehen.

Die Rückfahrt war ebenfalls sehr anstrengend, wegen der Baustellen.

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Claire hat einen Biscuitkuchen mit einer Creme Karamell vermählt und das Resultat sieht sehr spektakulär aus. Ich sollte das einmal versuchen. „It‘s incerdibly rich!“

Neue Sklpturen

Das Berufliche schlägt wieder mit voller Wucht zu. Und das wird sich in den nächsten Tagen nicht ändern.

Positiv daran ist, dass ich handwerklich heute einen Teilerfolg für mich verbuchen konnte. Das beflügelt ungemein weiter zu machen.

Insgesamt war es ein schöner Tag mit viel Sonne. An der Tramhaltestelle vom Theater standen wieder zwei Skulpturen, die darauf hinweisen, dass bald die Art Week ist. Leider hatte ich nicht die Zeit genau hinzuschauen, von wem diese Werke sind, beziehungsweise was sie darstellen. Der Fuchs im ersten Bild kommt mir aber sehr bekannt vor.

Bei diesem Bild musste ich leider so viel rum basteln, dass man einigermaßen sieht, dass es eine Eule ist. Die Sonne stand genau dahinter und die Skulptur sah in ursprünglichen Foto fast schwarz aus.

Und da es sonst wenig gab, was ich hier noch verbloggen könnte, gibt es noch eine Tagesfrage. Sie passt übrigens gut zum heutigen Tag.

Brauchst du mehr Zeit?

Ja, heute hätte ich mir gewünscht, ich hätte zwischen 11:00 und 12:00 eine Stunde mehr gehabt, weil ich die Termine zu eng gelegt hatte. Aber grundsätzlich ist die Frage nicht relevant. Ich habe die Zeit, die mir vom Schicksal her zugeteilt ist. Wenn ich irgendwann gehen muss, dann muss das wohl so sein. Der Zeitmangel im tagtäglichen Leben ist eine reine Frage der Organisation.

Ballade aus den 80ern & Film

Viel zu früh wach geworden und schlecht geschlafen. Gleich beim Aufwachen hatte ich schon dunkle Gedanken. Zudem schwirrte mir wieder diese eine Ballade aus den achtziger Jahren im Kopf herum, die ich vom Text her Zeile für Zeile nachvollziehen kann. Sie war so präsent, dass ich fast glaubte, sie zu hören. Das einzige was dann hilft, ist sie wirklich anhören, ansonsten geht sie den ganzen Tag nicht weg. (Sie ging auch nicht weg, aber sie war nur noch halb so präsent wie am Morgen.) Das Wetter war so grau das ist schon fast nicht mehr wahr war. An solchen Tagen würde ich gerne in einen Flugzeug steigen und der Sonne entgegen fliegen. 

Doch gehen Mittag besserte sich das Wetter.

Der Großteil des Tages war mit Unverblogbarem belegt. Das wird sich in den kommenden Wochen nicht viel ändern. Am frühen Nachmittag musste ich noch einmal zurück zur Wohnung, weil ich einen neuen Schlüssel in Empfang nehmen musste. Unser Haus hat eine neue Eingangstür bekommen, aber der Zylinder der alten Tür passte nicht. Jetzt müssen alle Parteien neue Schlüssel bekommen, zumindest vorläufig. Es ist ein klassisches Wilka Schloss, bei denen man die Schlüssel überall nachgemacht bekommt. Der Zylinder der alten Tür war ein Sicherheitsschloss. Der muss in der passenden Größe nachbestellt werden, damit die Schlüssel vom ganzen Haus wieder passen und das kann eine Weile dauern. 

Danach folgte eine schnelle Einkaufsrunde und nichts berufliches mehr. Mir fielen nämlich am frühen Nachmittag schon fast die Augen zu, weil ich in der Nacht so schlecht geschlafen hatte.

Am Abend schaute ich mir einen Film an mit Anne Bancroft in der Hauptrolle. The Pumpkin Eater nach dem gleichnamigen Roman von Penelope Mortimer. Ich hätte noch nie von dem Film gehört. Es zeigt die Geschichte einer Frau, Mitte der Fünfziger. Das Drehbuch wurde von Harold Pinter geschrieben, der normalerweise ein Garant für gutes Theater oder gute Filme und vor allem gute Dialoge ist. Die Geschichte geht dramaturgisch nicht so ganz auf. Aber sehenswert ist der Film schon, vor allem wegen der noch sehr jungen Anne Bancroft und in einer Nebenrolle ist auch Maggie Smith zu sehen.

Ein Tag mit viel Gerenne

Ich hatte den Termin für den Winterreifenwechsel auf punktgenau die gleiche Uhrzeit wie der Termin beim Zahnarzt. Der eine Termin stand im Smartphone, der andere im Taschenkalender, und als ich den einen aufschrieb, war der andere mir nicht bewusst. Bewusst wurde es mir erst am Abend davor. Also fuhr ich das Auto gute anderthalb Stunden vorab in die Garage, nahm den Bus und fuhr dann zum Zahnarzt. Es war insgesamt nicht die glücklichste Situation, denn es war auch der erste Tag, an dem ich im Theater antreten musste, für die große Jahresendproduktion. Und so rannte ich von einer Baustelle zur anderen, bis endlich alle geschlossen waren.

Es war auch ein Tag mit viel grübeln und manchen dunklen Gedanken. Oh, wie ich diese dunkle, triste, kalte und feuchte Jahreszeit hasse! Aber ich habe nun mal keinen Schalter im Kopf, der mir erlaubt, das auszublenden.

Ich malte ein Bild:

Und als ich es fertig hatte, wurde mir bewusst, was ich da gemalt habe. Und mir kam die Idee einer Serie.

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Erfinde einen Feiertag! Erkläre, wie und warum er gefeiert werden sollte.

Der Feiertag der Unerwünschten. Auf Französisch klingt es noch besser. La journée des Indésirables. Ich denke da muss ich nicht viel erklären, oder?

Sonntag mit langer Fahrt

Die Fahrt, die ich gestern ins benachbarte Ausland nicht angetreten hatte, musste ich heute tun. Ich blieb aber nicht sehr lange, schaute nur nach, ob alles im Haus rechtens war und was noch im Briefkasten lag. Außer Werbung war nichts drin. Von dort aus fuhr ich dann in die Alte Heimat was eine längere Fahrt einmal quer durchs ganze Land war, und kaufte ein bisschen was bei Rewe ein. In dem ganzen Einkaufszentrum war übrigens die Hölle los. Im Supermarkt aber war es seltsamerweise ruhig.

Wieder daheim bereitete ich ein paar Dinge vor, die ich alle für morgen brauche, da es morgen stressig werden wird. Das kam durch meine eigene Schuld, weil ich bei der Terminplanung nicht aufgepasst hatte. So habe ich zur selben Uhrzeit an zwei verschiedenen Orten einen Termin. Da ich mich nicht in zwei Teilen kann, entschied ich, dass ich einen Termin auf 2 Stunden vorverlege, ich muss das aber morgen erst abklären. Theoretisch ist es kein Problem.

Ein neues Bild. Ich versuchte mich in abstrakte Malerei.

Das Foto entstand kurz nachdem es fertig war. Ich hatte es noch nicht wieder glatt beziehungsweise platt gedrückt. Darum sind die langen Seiten so kurvig.

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Es gibt Menschen, so wie ich, die sich schwer tun mit den immer kürzeren Tagen und der Dunkelheit. Andere freuen sich darauf wie z.B. Cecilia.

Dieser eine Feiertag,

… den ich nicht mag und an dem das Melancholie Level steigt. Es ist der Tag, an dem die katholische Kirche verlangt, für seine Verstorbenen zu beten oder an sie zu denken. Das tue ich bereits das ganze Jahr über und in der dunklen Jahreszeit, verstärkt sich das bei mir immer wieder um ein mehrfaches. Ich muss dafür nicht extra einen Feiertag haben. Ich habe über all die Jahre hinweg, seitdem ich in der Stadt lebe und nicht mehr in der ‚Alten Heimat‘, versucht, den Tag so zu gestalten, dass er erträglich ist. Ich kann mich an Jahre erinnern, wo ich kleine Ausflüge gemacht habe und schöne Spaziergänge mit vielen Fotos.

Ein schöner Spaziergang mit vielen Fotos war an diesem 1. November nicht machbar. Das Wetter war trist und grau und man hatte uns Regen versprochen. Also saß ich am morgen ein bisschen ratlos herum, und überlegte mir, was ich tun könnte. Nur zu Hause hocken und in die Röhre gucken, war keine Option.

Ich beschloss ins benachbarte Ausland zu fahren, um dort nach dem Rechten zu sehen, in einem Haus, von dem ich zur Zeit die Schlüssel habe. Doch der Blick zum Fenster hinaus, verhieß nichts gutes.

Ich blieb daheim.

Ich malte alle Toi-toi‘s für die nächste große Theaterproduktion fertig, damit ich mich damit nicht mehr beschäftigen muss. Die sind jetzt alle eingetütet und gehen am Montag mit ins Theater. Zeigen kann ich sie nicht, denn es gibt Menschen in der Truppe die hier mitlesen.

Ich las den neuen Asterix den ich vor ein paar Tagen gekauft hatte. Asterix in Lusitanien. Dabei lernte ich etwas neues über die Iberische Halbinsel.

Am Abend, während ich kochte, hörte ich eine vergnügliche Podcastserie. Die Kur Oase. „… ja, und das nehmen wir dann mit in den Themenspeicher.“

Und als ich zum Küchenfenster hinausschaute, hatten sich die Wolken ein wenig verzogen und der Himmel färbte sich blutrot.

Zwei Tage

An Donnerstagmorgen fix alles abgearbeitet, was sich noch im Haushalt angestaut hatte. Da Meisterin Proper schon am Donnerstag kam, musste alles picobello aufgeräumt sein, damit sie durchwischen konnte. Am Nachmittag erreichte mich ein Anruf und eine SMS, die unheilvolles verhießen. Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf, von dem ich dachte dass es sich eventuell nicht so abspielen würde, sondern anders. Wir werden sehen, ich bin auf alles gefasst.

Des weiteren zog ich mit meinem ganzen Arbeitsmaterial um ins Theater, wo es jetzt erst mal bis Ende des Jahres bleiben wird.

Am Abend schaute ich noch ein paar Folgen Will & Grace bevor mir die Augen zu vielen.

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Sehr früh ging es dann am Freitag los. Filmaufnahmen im Wald mit zwei Darstellern. Dabei habe ich ein paar sehr schöne Motive entdeckt, die mir eventuell auch als Vorlage zum Malen dienen.

Ich war recht früh daheim und mir war eiskalt, weil es im Wald dann doch recht feucht gewesen war und mit der Feuchtigkeit kroch die Kälte in die Glieder.

Ein blutroter Himmel daheim:

Am Abend war ich dann wieder seit längerem einmal mit alten Schulfreundinnen unterwegs, die ich noch alle aus dem medizinischen Jahren kenne. dabei gab es ein kleines Durcheinander. Man hatte vorgeschlagen, dass wir in die Charly‘s Gare gehen. Ich war damit einverstanden, da es nur einen Katzensprung von meiner Wohnung entfernt ist. Doch als ich dort ankam, war niemand da.

Als ich dann nachfragte, schickte man mir die Adresse, die in einer völlig anderen Ortschaft ist, knappe 20 Minuten aus der Hauptstadt raus. Es ist ebenfalls ein Restaurant mit genau dem gleichen Namen. Also kam ich sehr viel später an, weil ich den ganzen Weg erst zu Fuß zurückgehen musste, um dann ins Auto zu steigen. Es wurde trotzdem ein lustiger Abend.

Der erste Tag

… an dem ich jetzt auch, wie so viele andere, zu der Liga Ersatzteillager gehöre. Die Details erspare ich mir und den geschätzten Lesern; es sind wahrscheinlich die ganzen Unannehmlichkeiten, durch die wohl jeder gehen muss.

Insgesamt war es ein ruhiger Tag, der nichts hervorbrachte, das in seiner Wichtigkeit für das Blog gereicht hätte. Ein Bild möchte ich jedoch zeigen. Ich hatte es schon vorgestern gemalt. Es ist für mich eines der gelungensten:

Am Abend schaute ich mir einen Film Noir an. Phone Call from a Stranger (1952) mit einer sehr jungen Shelly Winters und einer erst sehr spät im Film auftretenden Bette Davis, die erfolglos versucht das Beste aus dieser Opferrolle herauszuholen. Jetzt verstehe ich, warum sie sich zeitlebens gegen solche Frauenbilder in Filmen gewehrt hat. Trotzdem sehenswert.

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Welche Sache sollte deiner Meinung nach jeder wissen?

Wie man respektvoll mit seinem Gegenüber umgeht. Oder, wenn man aus Gründen diesen Respekt partout nicht aufbringen kann, ein Minimum an Höflichkeit, und da rechne ich Ignorieren mit dazu. Ignorieren ist immer noch höflicher, als dem Gegenüber eine Ohrfeige zu verpassen.

Zwischen Zahnfee, Debriefing,Tagesfrage & neuem Podcast

Nachtrag, weil ich es beinah vergessen hatte. Der neue Podcast ist da. Es geht ans Meer!

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Am Morgen gelesen was andere so schreiben:

Herr Buddenbrohm hat in einen öffentlichen Bücherschrank geschaut und das gefunden, was ich auch in Bücherschränken hier in Luxemburg finde; unsere Vergangenheit. Dabei tat er genau das, was ich auch immer mache, mir die Vorbesitzer der Bücher vorstellen. Ein schöner Text.

Manche wussten dass heute die Zahnfee kommen sollte und wünschten mir alles Gute, gleich schon früh am Morgen. Das war schön.

Zwischendurch bediente ich die Waschmaschine und las in diesem Buch:

Es ist zu groß und dick um Abends im Bett zu lesen. Ich hatte es versucht und lag dann so unbequem, dass ich nach wenigen Minuten aufgab.

Am frühen Nachmittag fuhr ich zur „Zahnfee“.

Ein obligates WAZIFUBO Foto.

Und keine halbe Stunde später war ich wieder raus und konnte wieder lachen ohne die Monster Zahnlücke.

Dann tat ich etwas was ich mir gerne verkniffen hätte, aber so kurzfristig konnte ich das nicht mehr absagen. Es war ein Debriefing was mir wichtig war und bei dem ich jetzt gerne den Mund gehalten hätte, denn mit dem Fremdkörper im Mund war sprechen erst mal schwierig. Aber da musste ich jetzt durch.

Danach war ich erledigt. Ich fuhr noch kurz ins Theater weil dort noch etwas zu erledigen war und dann ging es fix heimwärts.

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Wenn dir ein Flaschengeist drei Wünsche erfüllen würde, was würdest du dir wünschen?

Der große Klassiker aller Fragen. Der erste wäre, dass ich sich bei einer Wunschäußerung die Anzahl der Wünsche immer wieder zurück gestellt wird auf drei Wünsche. Der zweite Wunsch, (der dann wieder der erste wäre) wäre Frieden auf Erden, schlicht und einfach. Der Dritte wäre ein Bankkonto, das nicht leer wird, so wie ein Füllhorn. All die anderen Wünsche, die ja dann endlos wären, wären um Missstände zu beseitigen und kleine Wunder zu bewirken, die man für Geld nicht kaufen kann.

Wie das mit dem Malen anfing

Sehr viel wirres Zeug geträumt während der Nacht. Es passiert nicht oft, aber ich träumte, ich wäre mal wieder an einem Filmset, und alles nervte. Es sind immer die gleichen Gesichter dabei, wenn ich denn vom Film träume. Davon erwachte ich kurz vor 5:00. und an Schlaf war nicht mehr zu denken.

Doch irgendwann, nach ein wenig lesen, schlummerte ich dann doch noch mal für zwei Stunden weg.

Da es ein sehr ruhiger Montag war, machen wir ein bisschen was anderes. die Überschrift verrät es bereits.

Zum Malen kam ich vor vielen Monaten schon, als ich das Doodlen für mich entdeckte. Ich hatte noch kleine, abgerundete Visitenkarten ohne Name von einem anderen Projekt übrig und fing einfach mal an darauf herum zu malen nach den sogenannten Doodle Kriterien. Das machte irgendwie Spaß, aber es war nicht so ganz meins.

Hier ein paar Exemplare. Es ist halt so Rumgekritzel mit beruhigendem Effekt. Es hat sogar einen eigenen Namen: Zentangle

Dann kam die große Zahn OP, bei der ich schon vorab wusste, dass ich für fast drei Wochen nicht vor die Tür gehen werde. Also musste ich mir etwas suchen, um mich daheim zu beschäftigen.

Vielen Dank für all die Komplimente für meine ersten Gehversuche im Aquarell malen. Ich war am Sonntag mit der ganzen Malstation in die Küche umgezogen, um zu sehen, ob es sich da besser malt, wenn ich auf einem Hocker sitze. Das Resultat davon gab es gestern zu sehen. ich habe drei Stück gemalt!

Zu Anfang war das nur ein Kasten mit Wasserfarben ein paar Pinsel und zwei verschiedene Größen in Papier, A5 und Postkartengröße. Inzwischen ist das Ganze ein wenig eskaliert:

Da wäre zuerst mal die Unterlage (die große Rolle im Hintergrund), die ich zu Anfang nicht hatte, die aber schwer von Nöten war, vor allem auf dem weißen Tisch im Wohnzimmer. Wer malt macht Sauerei. Dann war das alte Abklebeband ein bisschen zu stark, und es riss mir kleine Fetzen Papier aus dem Rand, was ganz besonders ärgerlich war, wenn das Bild fertig und gelungen war. Dann kaufte ich anderes Papier, weil das, was ich zu Anfang hatte, ein bisschen zu viel Textur für meinen Geschmack hatte. Dann kamen die Pigmentstifte dazu, weil ich manchmal gerne die Ränder alle nachzeichne. Dann kam die Heißluftpistole dazu, weil ich irgendwo doch ein ungeduldiger Mensch bin, der nicht warten mag, bis das Bild getrocknet ist um weiter zu malen. Nun ja, es ist halt eskaliert…,

Inzwischen versuche ich ab und an ein Bild einfach aus meiner Fantasie heraus zu malen, was aber immer noch recht schwer ist. Die meiste Zeit suche ich mir Motive und male sie nach.

Nicht später als gestern fragte mich jemand, wann ich denn meine erste Ausstellung mache. Ich musste unweigerlich lachen. Das Malen ist für mich, ein reines Hobby, um etwas anderes zu machen als Schreiben, Podcasts produzieren und meinem Beruf nachgehen. Und das wird es erst mal bleiben.

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Die heutige Tagesfrage kommt nicht wie gewohnt von Day One, sondern ist von mir selbst.

Wie und wann nutzt Du KI?

Da ich in Luxemburg lebe und das tagtäglich Leben in mehreren Sprachen vonstatten geht, (ich selbst bin viersprachig) gebrauche ich häufig DeepL um mir bestimmte Wörter oder ganze Sätze übersetzten zu lassen. Vor allem dann, wenn ich in einer Sprache (Deutsch z.B) etwas sehr präzise formulieren kann, mir aber in Französisch, oder auch Englisch, die genaue Übersetzung partout nicht einfällt. Durch das jahrzehntelange Training ohne KI, bin ich zwar sehr fit darin, und das ohne je eine Übersetzer Schule besucht zu haben, aber KI ist da schon eine sehr gute Stütze.

Ansonsten gebrauche ich KI oft um mir eine Zusammenstellung von Fakten zu einem Thema zu geben oder, was ich in letzter Zeit häufiger mache, ganz präzise nach Forschungsergebnissen zu suchen. Die prüfe ich dann ggf. immer noch einmal selbst nach, da es auch Quellenangaben dazu gibt. Ich nehme dazu nicht den feudalen Platzhirsch ChatGPT sondern die europäische KI Le Chat, die inzwischen ganz schön aufgeholt hat in ihrer Performance, und in der Bezahlversion günstiger ist, als der U.S. Platzhirsch.

Die KI von Google ist, nebenbei bemerkt, eine einzige Katastrophe und als seriöse Suchmaschine seit dem Einsatz von KI nicht mehr zu gebrauchen. Ich nehme inzwischen drei andere. DuckDuckGo, Ecosia und manchmal auch das gute alte Yahoo! (Ja, das gibt es noch!)

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Und morgen kommt die Zahnfee!!!