Fressen, Kunst und Puderquaste

Ein nicht ganz ausgegorener “Moment mal…” Beitrag

So steht es zu lesen seit einigen Tagen auf den Londoner Bussen.
Im Charles Darvin Jahr starten die Atheisten eine Werbekampagne von der sie selbst am Anfang nicht glaubten dass sie umsetzbar wäre.
Im SpOn steht nun zu lesen dass sich hier diverse kirchliche Organisationen in Europa regelrechte Busplakat Wettkämpfe liefern. Die Serie der Bilder findet ihr hier.
Eine dieser atheistischer Vereinigungen fand ich ganz besonders sympathisch wegen ihrem “No to Pope” Slogan. (Allein schon die neusten Aussagen über Homosexualität die der Papst erst vor kurzem vom Stapel ließ, waren Grund genug dass sich mir die Nackenhaare hochstellten) Die No Pope Aussage ist aber eher als eine Provokation gedacht, denn Atheismus lehnt ja alle Religionen ab.
Doch finde ich, dass Atheismus  und  die darvinsche Evolutionslehre  immer noch zwei verschiedene Dinge sind. Genau so wie ich finde, dass Kirche und die christliche Religion nicht dasselbe sind. Das eine ist die Lehre an sich, die anderen sind die,…ich nenn sie jetzt mal “Ausführenden”.

Doch ist keine Lehre und kein Glaube die unumstößliche absolute Wahrheit. Und DAS ist für mich die absolute Wahrheit.

3 Kommentare

  1. Thierry

    Die Aktion läuft seit mehreren Wochen, nicht Tagen. Deine Aussage am Schluß halte ich für sehr problematisch. Die Evolutionstheorie *ist* unumstößlich. Dass sie fehlerhaft oder mangelhaft wäre ist eine verzweifelte Behauptung der Kreationisten. Und Anhänger aller Religionen müssen endlich einsehen, dass sie die Basis des Konstruktes Kirche sind, und für deren Macht verantwortlich sind.
    (Der Offenheit wegen: ich bin Antitheist.)

  2. Joël

    Seltsamerweise stieß ich heute beim durchzappen der Fernsehsender auf einen Bericht über Engel in Amerika (nicht zu verwechseln mit dem Theaterstück oder dem Film “Angels in America”!!!) Hier ging es um Geschichten von Leuten die Engel gesehen haben bzw. gesehen haben wollen und dies auch mit Fotos beweisen wollten. Es ging auch um Glaube und Religion im Allgemeinen und sie stellen als Gegenpart zu den ganzen Geschichten, die mir doch zum Teil äußerst zweifelhaft erschienen, einen Forscher dar der glaubt den sogenannte Gott Gen entdeckt zu haben. Nach seiner Auffassung ist es eine ganz normale Sache an eine übernatürliche Sache wie Gott zu glauben oder in einer anderen Art und Weise spirituell zu sein, denn es ist unseren Genen verankert.

    Das würde sehr viel erklären.

  3. Thierry

    Die Theorie vom Gottesgen gibt es seit längerem, ob es bewiesen wurde oder nicht weiss ich leider nicht. Es gibt allerdings einen Teil im Gehirn (ungefähr zwei Zentimeter hinter der Schläfe, wenn ich mich jetzt nicht irre), der verantwortlich ist für spirituelle Erfahrungen. Wenn man zum Beispiel betet oder meditiert, ist dieser Teil des Gehirns besonders aktiv. Es funktioniert auch umgekehrt: Forscher haben mit einem Magnetfeld gezielt diesen Bereich stimuliert – rund 80% der Testpersonen behaupteten nachher, eine spirituelle Erfahrung gemacht zu haben / Gott gesehen zu haben / …

    Das ist aber kein Gottesbeweis. Es zeigt eher, dass die Evolution einen Weg gefunden hat, uns trotz unseres Selbstbewusstseins vor dem Wahnsinn abzuhalten in den wir verfallen würden, wären wir uns unserer eigenen Sterblichkeit (d.h. dem unwiderruflichen Ende der Existenz unserer Sebst) bewusst. Natürlich gibt es Ausnahmen, Menschen, die sich mit ihrer Sterblichkeit abfinden, bei etwa 20% schlug das Experiment ja fehl, aber das würde wiederum den A(nti)theismus erklären.

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