Theater & Links 2,3,4

Ich nahm mir am Morgen ein wenig mehr Zeit um dem WMDEDGT zu schreiben. ( Danke Frau Brüllen, es ist eine sehr gute Übung, wenn man wie ich gerne die Tendenz hat sich aus Zeitmangel nur noch in Stichworten auszudrücken)

Zwischendurch versuchten immer wieder Kommentare mich davon zu überzeugen wie verbrecherhaft ’sie‘ ist, bis ich so fuchsteufelswild war, dass ich den zweiten Beitrag schrieb.
Seid froh, dass ich fast eine geschlagene Stunde daran gesessen habe und nicht gleich den ersten Entwurf rausgeschickt habe.
Die Netzgemeinde kann manchmal so ekelhaft sein.

Aber es gibt auch noch mein analoges Leben in dem ich meine Brötchen verdiene und das musste gleich im Anschluss bedient werden.

Es stand eine Generalprobe an die zumindest in der Maske sehr gut verlief. Da sie aber nicht wie gewohnt zu den original Spielzeiten stattfand, sondern weitaus früher, war auch weitaus früher Schluss.

Am Abend dann eine sehr gemütliches Essen im Bovary draußen,  wo man  nicht mehr ohne Jacke sitzen konnte. Es war merklich kühler geworden. Zu Anfang überlegte ich noch ob ich jemanden mitnehmen sollte, doch da ich den New Yorker Ausgaben sehr hinterher hinke und mittlerweile schon drei Stück in der Tasche ungelesen mitschleppe, beschloss alleine zu bleiben.
Die Spezialität des Hauses ist ein seit einer Weile ein Nachtisch.

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Mit 21 hat sie alle Länder der Welt bereist. (fr.)
Als ich das las und vor allem das Eingangsfoto sah, wo sie im botanischen Garten in Singapur steht, überfiel mich wieder dieses Reisefieber. Ihr wisst schon…

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Und dann wäre da noch diese spannende Geschichte der geheimen Polizeiakten in Luxemburg.

Maître Vogel (der bekannteste Star-Anwalt in Luxemburg) schreib zwei öffentliche Briefe, einen an den Justizminister und einen an den Verteidigungsminister um Einsicht in seine eigene geheime Polizei Akte zu bekommen.
Es gibt also in Luxemburg neben dem „Casier Judicaire“, also dem polizeilichen Führungszeugnis, das sich jeder ausstellen lassen und einsehen kann, noch eine weitere geheime Akte über jeden Bürger, die man aber nicht einsehen kann.
Nun ist es ein offenes Geheimnis dass es diese Akten gibt, ich wusste es schon lange. Doch dass es jetzt so öffentlich zu Sprache kommt ist neu.

Zwischenruf: Warum ich das tue was ich tue

Kapa65 / Pixabay

Ich poste selten zweimal am Tag aber ich muss es wohl.

Ich möchte das noch einmal in aller Deutlichkeit hervorheben,  weil sich bestimmt einige fragen, warum ihr Kommentar hier nicht erscheint.

Mein Blog ist nicht der Ort für große Moraldiskussionen über Schuld oder Unschuld oder um eine Linkliste einzustellen mit alledem was über Marie Sophie Hingst aka  Fräulein Read On geschrieben wird. Das könnt ihr gerne im eigenen Blog, oder in öffentlichen  sozialen Plattformen tun, oder bei denen die das in ihrem Blog zulassen, aber nicht hier.

Ja, es stimmt, ich habe ihr eine Hand ausgestreckt und ihr Hilfe angeboten,  im Ermessen dessen was ich überhaupt für sie tun kann und stehe immer noch dazu.  Ihr müsst nicht mit meiner Haltung einverstanden sein, ich verlange das gar nicht.  Ich kann euch nur erklären warum ich das tue.

Ich kenne das Gefühl ganz allein in der Ecke zu stehen und über sich die Moralapostel fliegen zu sehen, wie große schwarze Krähen, die sehr laut und mitunter sehr hässlich krächzen . Diese Krähen mögen so noch recht haben, doch ich kann in dieser Situation nicht anders als mich  zu dem zu stellen der allein in der Ecke steht, möge sie / er noch so schuldig sein.
Das kommt wahrscheinlich dadurch dass ich in meiner Kindheit und Jugend sehr oft der war,  der alleine da stand und ich war mehr als dankbar, für jeden der mir eine Hand hinhielt.

Im Klartext: jeder der hier versucht  Überzeugungsarbeit zu leisten, wie schuldig sie ist, wird rausgefiltert.  Erspart euch die Mühe.

#WMDEDGT & Links 2,3,4

Einmal im Monat will es Frau Brüllen wissen.  Schändlicherweise verpasse ich meistens das Datum.  Aber diesmal habe ich dran gedacht.

Früh erwacht weil jemand in der Avenue oben lang und anhaltend auf die Hupe drückte.
Kaffee auf dem Balkon. Es hatte merklich abgekühlt und irgendwann in der Nacht musste es auch geregnet haben denn der Innenhof war nass.
Rechnungen bezahlt. zwei Stück davon relativ heftig, beide jedoch auch in freudiger Erwartung auf  ein paar Dinge die auf mich zukommen.
Ein bisschen im Haushalt gewerkelt.
Mich dann wieder auf den Balkon gesetzt und endlich das Buch angefangen das ich in Freiburg gekauft hatte, von Leonardo Da Vinci. Zu seinem Jubiläum hatte die Buchhandlung dort ein ganzes Schaufenster voll mit Biografien und ich kaufte nach Bauchgefühl die von  Walter Isacson, da es mir die ausführlichste schien, ich kurz in die ersten Seiten hineingelesen hatte, und der Klappentext der einzige war der die Homosexualität von Da Vinici ganz offen aussprach.
Walter Isacson / Leonardo Da Vinci Die Biographie (Amazon Link)
Ein Arbeitskoffer aus dem Keller ins Auto gewuchtet da ich um 15:00 im Theater sein sollte.
Dazwischen war aber, da es schon wieder sehr warm geworden war, noch Zeit für ein Eis in der Bonomeria.

Pünktlich in Theater eingetroffen und die Kollegin die mit zugesagt hatte, in die Arbeit eingewiesen. Es wurde ein arbeitsintensiver Nachmittag, da alle Akteure neu und frisch waren, und der Großteil davon in Märchenfiguren umgewandelt wurde. Doch alles lief wie an Schnürchen und machte Spaß.
Während der Vorstellung,  bei der es lange Zeit nichts zu tun gibt, gab ich wieder meinem Spleen nach, Perücken selbst anzuprobieren.  Zwischenzeitlich sah ich dass Herr Rau im Blog den vorigen Beitrag  kommentiert hatte und ich bekam einen Lachkrampf. Ein echter Sitcom Moment.
Er schrieb: „Es überrascht sicher niemanden, der dich kennt, wie flott du darauf bist!“
In dem Moment sah ich so aus:

Ich lud die Kollegin ein, da alles so schön und reibungslos geklappt hatte, und wir  uns in Ruhe über die letzten Monate auszutauschen wollten.  Wir landeten auf meiner Lieblings-Dachterrasse dem Rootop. Wir tauschten unsere letzten Arbeiterfahrungen aus und dass zwei sehr gute Kolleginnen aus der Branche das Handtuch warfen und inzwischen in komplatt anderen Jobs tätig sind.  Wir sind nicht so viele (gute) Maskenbildner in Luxemburg und wenn viel Arbeit angesagt ist, bin ich immer sehr froh auf Kolleginnen zurück greifen zu können die Arbeiterfahrung haben und bei denen ich nichts lange erklären muss.
Alle meinen Zeitungsapps hatten mir Warnungen geschickt dass es am Abend sehr stürmisch werden würde. Mit Blitz und Donner, Wind, kräftigen Schauern und Hagel.

Und so sah es aus bevor es richtig losging. Ich kam noch so just trockenen Fußes in mein Wagen bevor es  so richtig schüttete und brauchte fast 15 Minuten bis ich in der Wohnung ankam.
Und dann versuchte ich etwas was mir mit dem Handy noch nie gelungen ist. Ich fotografierte (halbwegs) einen Blitz!


Ich lag zeitig im Bett und las noch ein wenig in Leonardos Biographie.

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Via Kaltmamsell

Einer der hirnrissigsten Studien die ich seit langem gelesen habe.
Dating-Apps: Risiko für Essstörungen steigt
„Moment, ich kotze mich kurz schlank für das Selfie für die Dating App.“
Ich frage mich manchmal wer solche Studien in Auftrag gibt.

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Im gleichen Zusammenhang wie oben stellt hier Juramama  aber die richtigen Fragen:
Die ultimative Speck-Show.

Aber wir lassen völlig ungerührt unsere Kinder, unsere Töchter und Söhne, an Zeitschriftenregalen vorbeigehen und sie im Zweifel für 1,90€ eine frauenverachtende Scheisse im Magazinformat kaufen, dass ich mich frage: Haben wir eigentlich noch alle Latten am Zaun?