Fressen, Kunst und Puderquaste

Markt & Theater

Langsam wird es Herbst:

Auf dem Weg zum Samstagsmarkt machte ich dieses Foto bei, man glaubt es kaum, schönem sonnigem Wetter. Ich musste zeitweise die Sonnenbrille anziehen.

Ich kaufte alles was ich noch brauchte für Samstag und Sonntag vor allem weil ich paar Dinge für das Raclette vergessen hatte.
A propos Raclette. Es ist traurig dass wir kein Restaurant mehr haben in der Stadt in dem es das Gericht gibt. Im Rooftop, das inzwischen geschlossen ist, gab es immer Raclette die ganzen kalten Wintermonate durch. Auch das Restaurant l’Entracte auf der Place d’Armes, das inzwischen auch weg ist, hatte das Gericht immer auf der Karte. Kennt einer meiner Luxileser sonst noch ein Lokal?

Fröhliche Stimmung in Renert. Es waren wieder alle „üblichen Verdächtigen“ da. Die D., die K., der B…. sogar der A. mit seiner Freundin waren aus der alten Heimat zugegen.

Für den Abend hatte ich Karten fürs Kasemattentheater für ein Stück das bereits 1974 von Roger Manderscheid geschrieben wurde aber nie zu seiner original Aufführung kam. Die D. ging mit.
Rote Nelken für Hercule Grün, war für die damalige Zeit und für das erzkonservative Luxemburg ein zu moderner und zu gewagter Text. Es wurde später vom Autor ins luxemburgische übersetzt und angepasst und in einem anderen Theater gespielt, aber nie in seiner deutschen Originalversion gezeigt.
Ich kann und will hier keine Kritik über das Stück schreiben. Man merkt aber sehr dass der Text vor über 45 Jahren geschrieben wurde. Es geht vor allem um zwischenmenschliche Probleme aus der damaligen Zeit, die heute nicht mehr vorkommen oder in einer anderen Form vorhanden sind. Vor allem ist die das Patriarchat sehr zu spüren. Der Saal lachte lauthals als der Satz von einem der männlichen Darsteller zu seiner Gemahlin kam: „Ich wollte aus dir eine Frau machen.“

Die D. und ich trotteten von Theater zum Bahnhof und mit dem Bus bis in die Oberstadt und nahmen einen letzten Absacker im Renert.

***

Vielen Dank an die Kaltmamsell die mit folgenden Link schickte bei dem sie an mich denken musste:
Kulturgeschichte des Herrendufts „Es gibt heute weniger Mut zum Animalischen“
Der Wiener Philosoph und Duftkünstler Paul Divjak über parfümierte Männer.

Interessanter Artikel der mir das bestätigte was ich schon lange selbst dachte, und mich aber auch ein wenig stolz machte, dass ich nicht auf der Mainstream Duftwelle mitreite. Ich gehe sogar genau in die entgegengesetzte Richtung. Noch sympathischer wurde Paul Divjak als er am Ende des Interviews sein Parfüm verriet, das er selbst benutzt. Cacharel pour Homme in der Vintage Version, ein Duft ich in den 80ern selbst hatte.
Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal etwas über Düfte geschrieben.

Den ungewöhnlichsten Duft den ich zur Zeit besitze ist von Orto Parisi und heißt Stercus Das Wort kommt aus dem lateinischen.
Ein anderer Duft den ich liebend gerne hätte, mir aber einfach zu teuer ist, ist von Liquide Imaginaire, Peau de Bête.
Am häufigsten benutze ich zur Zeit von Guerlain / Cuir intense



2 Kommentare

  1. Thierry

    L’Entracte gibt es nicht mehr? Verdammt schade, habe viele tolle Abende dort verbracht. 🙁

    • Joël

      Das Lokal ist nach Bettembourg umgezogen und hat nichts mehr auf der Karte was es davor hatte. Kein Foudue, kein Raclette.

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